DE3147766C2 - Filterpressen-Elektrolyseur zur Gewinnung eines Wasserstoff-Sauerstoff-Gemisches - Google Patents

Filterpressen-Elektrolyseur zur Gewinnung eines Wasserstoff-Sauerstoff-Gemisches

Info

Publication number
DE3147766C2
DE3147766C2 DE3147766A DE3147766A DE3147766C2 DE 3147766 C2 DE3147766 C2 DE 3147766C2 DE 3147766 A DE3147766 A DE 3147766A DE 3147766 A DE3147766 A DE 3147766A DE 3147766 C2 DE3147766 C2 DE 3147766C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
electrodes
electrolyzer
electrode
diaphragm
electrolyte
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE3147766A
Other languages
English (en)
Other versions
DE3147766A1 (de
Inventor
Gennadij Ivanovič Mytiši Moskovskaja oblast' Čelnokov
Aleksandr Konstantinovič Babak
Valentin Ivanovič Balakin
Vladimir Konstantinovič Kiew/Kiev Lebedev
Lev Grigorievič Moskau/Moskva Mironov
Aleksei Anatolievič Rossošinskij
Gennadij Vasilievič Moskau/Moskva Vinogradov
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Institut Elektrosvarki Imeni E O Patona Akademii Nauk Ukrainskoi Ssr
Original Assignee
Institut Elektrosvarki Imeni E O Patona Akademii Nauk Ukrainskoi Ssr
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Institut Elektrosvarki Imeni E O Patona Akademii Nauk Ukrainskoi Ssr filed Critical Institut Elektrosvarki Imeni E O Patona Akademii Nauk Ukrainskoi Ssr
Priority to DE3147766A priority Critical patent/DE3147766C2/de
Publication of DE3147766A1 publication Critical patent/DE3147766A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3147766C2 publication Critical patent/DE3147766C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25BELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25B1/00Electrolytic production of inorganic compounds or non-metals
    • C25B1/01Products
    • C25B1/02Hydrogen or oxygen
    • C25B1/04Hydrogen or oxygen by electrolysis of water
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25BELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25B9/00Cells or assemblies of cells; Constructional parts of cells; Assemblies of constructional parts, e.g. electrode-diaphragm assemblies; Process-related cell features
    • C25B9/70Assemblies comprising two or more cells
    • C25B9/73Assemblies comprising two or more cells of the filter-press type
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E60/00Enabling technologies; Technologies with a potential or indirect contribution to GHG emissions mitigation
    • Y02E60/30Hydrogen technology
    • Y02E60/36Hydrogen production from non-carbon containing sources, e.g. by water electrolysis
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P20/00Technologies relating to chemical industry
    • Y02P20/10Process efficiency
    • Y02P20/129Energy recovery, e.g. by cogeneration, H2recovery or pressure recovery turbines

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)

Abstract

Im Elektrolyseur sind die bipolaren Elektroden (1), die an ein Stromversorgungsnetz hintereinander zu schalten sind, muldenförmig ausgeführt und derart angeordnet, daß ihre Vertiefungen zu derselben Seite ausgerichtet sind. Zwischen den Elektroden (1) sind aus Dielektrikum gefertigte Zwischenlagen (4) angeordnet, die den Elektrolysenbehälter bilden. Die jeweilige Zwischenlage (4) ist längs des Umfangs der Vertiefung der Elektrode (1) derart angeordnet, daß deren Teil in Achsrichtung des Elektrolyseurs mit der benachbarten Elektrode (1) in Berührung gebracht ist. Der zusammengebaute Elektrolyseur wird durch mit Gewinde versehene Stiftschrauben (12) zusammengehalten, welche durch die in den herausragenden peripheren Abschnitten der Elektroden (1) vorhandenen Öffnungen durchgeführt sind.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf einen Filterpressen- Elektrolyseur der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 vorausgesetzten Art. Das gewonnene Gasgemisch kann in Gasbrennern beim Schneiden, Löten und Schweißen unmittelbar zur Verwendung kommen.
  • Der in der US-PS 33 10 483 beschriebene Elektrolyseur enthält einen aus Dielektrikum gefertigten Elektrolytbehälter, in dem der Elektrolyt enthalten ist und flache Elektroden in den in den Seitenwänden und im Boden des Elektrolytbehälters ausgeführten Nuten von bestimmter Tiefe mit Hilfe von Befestigungsteilen, beispielsweise Schrauben, festgehalten werden. Durch die auf der ganzen Länge des Elektrolytbehälters parallel und in einem bestimmten Abstand zueinander angeordneten Elektroden werden Kammern gebildet. Der elektrische Strom wird der ersten und der letzten Elektrode zugeführt. Der Ausgleich des Elektrolytspiegels in sämtlichen Kammern erfolgt im Verlaufe des Einfüllens des Elektrolyten in den Elektrolyseur durch Kippen des letzteren um seine Längsachse auf einen Winkel, der für den Überlauf des Elektrolyten aus einer Kammer in die andere über die oberen Kanten der Elektrodenplatten ausreichend ist.
  • Bei der experimentellen Erprobung des bekannten Elektrolyseurs wurden folgende Nachteile festgestellt:
    Ungenügende Wärmeabführung aus den Elektrolysenkammern, weil der Elektrolytbehälter aus einem wärmeisolierenden Material gefertigt ist, was eine übermäßige Erwärmung des Elektrolyten und die Störung der Betriebsführung des Elektrolyseurs zur Folge hat;
    infolge der Anordnung der Elektrolyten in den im aus Dielektrikum gefertigten Elektrolytbehälter ausgeführten Nuten können die Stromverluste durch Ableitung auf der Berührungsfläche zwischen den Kanten der Elektrodenplatten und dem Elektrolytbehälter nicht restlos behoben werden;
    unvermeidliche Entstehung von Spalten zwischen den Elektrodenplattenkanten und dem Elektrolytbehälter;
    ungenügende Zuverlässigkeit der Elektrodenplattenbefestigung, da diese nicht auf ihrem gesamten Umfang in die Nuten eingehen;
    Schwierigkeiten bei Abdichtung des Elektrolytbehälters, da sein Deckel und die Seitenwände auf einem Umfang von bedeutender Länge zusammengehalten werden sollen.
  • Durch Lösen der vorstehend erwähnten Probleme könnte die Betriebssicherheit von Elektrolyseuren des genannten Typs erhöht werden.
  • Andererseits ist aus der FR-PS 24 10 059 ein Filterpressen-Elektrolyseur zur Gewinnung von Wasserstoff aus wäßrigen Lösungen bekannt, der einen aus Dielektrikum gefertigten Elektrolytbehälter aufweist, dessen Seitenwände in Form von Zwischenlagen ausgeführt sind und der durch bipolare Elektroden in Kammern aufgeteilt ist, wobei jede Kammer durch ein Diaphragma zur Trennung des Wasserstoffs unterteilt ist und die bipolaren Elektroden durch Befestigungsmittel in bestimmten Abständen gehalten sind, nur im aktiven Bereich Wellenformen haben und zwischen den Wellenbergen die Diaphragmen halten.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Filterpressen-Elektrolyseur der eingangs vorausgesetzten Art zu entwickeln, in dem durch konstruktionsmäßige Veränderung des Elektrolytbehälters und der Elektroden die Betriebssicherheit und die Leistungsfähigkeit erhöht werden können.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
  • Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist im Patentanspruch 2 gekennzeichnet.
  • Die Gruppe von aus Dielektrikum gefertigten Rahmen und muldenförmigen Elektroden kann ohne Schwierigkeiten zusammengebaut werden, weil die Anordnungsstellen der Zwischenlagen festgelegt sind, so daß deren darauffolgendes Zusammenziehen durch Befestigungselemente ohne Schwierigkeiten vorgenommen werden kann.
  • Die Anzahl der einheitlichen Bauteile, aus welchen die hintereinander geschalteten und den Elektrolyten enthaltenden Zellen aufgebaut sind, kann in Abhängigkeit von der erforderlichen Speisespannung, insbesondere der Netzspannung, gewählt werden, so daß somit auf den Einsatz eines Netzanschlußtransformators in der Einrichtung mit den diesem anhaftenden Nachteilen verzichtet werden kann.
  • Der Vorgang der Gasentwicklung geht auf den Elektroden mit gleicher Fläche vor sich, da diese vorzugsweise einander gleich auszuführen sind. Dies gestattet es, die in den Elektrolyten eingetauchte Oberfläche der Elektroden mit maximaler Wirksamkeit auszunutzen sowie eine gleichmäßige Belastung der Elektroden und folglich eine gleichmäßige Wärmeentwicklung über den gesamten Umfang des Elektrolyten sicherzustellen. Ein intensiver Wärmeaustausch zwischen dem im aus Dielektrikum gefertigten Elektrolytbehälter enthaltenen Elektrolyten und der Umgebung kommt infolge einer hohen Wärmeleitfähigkeit der über die Baumaße des Elektrolytbehälters hinausragenden Metallelektroden zustande. Da die Zwischenlagen auf dem Umfang der Vertiefungen angeordnet sind, ragt ein bestimmter Teil der Elektrode in jedem Fall über die Baumaße der den Elektrolyten enthaltenden Kammer hinaus. Die Tatsache, daß die Wärme praktisch aus dem Gesamtvolumen des Elektrolyten abgeführt wird, gestattet es, auf den Einsatz von zusätzlichen Kühleinrichtungen zu verzichten.
  • Auch in nach dem Patentanspruch 2 ausgestalteten Elektrolyseuren kann, wie die vorliegende Erfindung voraussetzt, auf das Trenndiaphragma herkömmlicher Art verzichtet werden, weil eine getrennte Gewinnung von Gasen gar nicht bezweckt wird. Zwecks Erhöhung der Leistungsfähigkeit werden jedoch anoden- und kathodenseitig mit porösen Massen überzogene Elektroden verwendet, was dazu zwingt, großporige Diaphragmen einzusetzen. Dies ist darauf zurückzuführen, daß bei ungenügend zuverlässiger Haftung der porösen Masse an der Elektrodenoberfläche ihre Abblätterung im Verlaufe des Betriebs möglich ist. Eine derartige Abblätterung kann die Entstehung von Kurzschlußstegen zwischen den Elektroden zur Folge haben, durch welche die Erwärmung des betreffenden Abschnitts hervorgerufen wird. Falls ein derartiger Kurzschlußsteg im Elektrolyten entsteht, so hat er nur eine Erwärmung zur Folge. Entsteht er aber im Wasserstoff-Sauerstoff-Gemisch, so hat er eine Explosion in der Elektrolysenzelle zur Folge. Diese kann zum Ausfall des Elektrolyseurs führen, was davon zeugt, daß ein derartiger Elektrolyseur über eine mangelhafte Betriebssicherheit verfügt.
  • Da die Achsen der in dem Diaphragma ausgeführten Bohrungen zu dessen Ebene unter einem Winkel von 30 bis 60° verlaufen, wird der Entstehung von Kurzschlußstegen bei eventuellen Abblätterungen vorgebeugt. Gleichzeitig bleibt auch der durch das Diaphragma und die sich entwickelnden Gase hervorgerufene Widerstand konstant. Vorzugsweise ist die Öffnung zu 1/3 der Höhe des Diaphragmas auszuführen, weil dies der mindestmögliche Höhenstand des Elektrolyten ist, bei welchem die Leistungsfähigkeit des Elektrolyseurs noch erhalten bleibt. Die Ausführung des Diaphragmas auf der Zwischenlage gestattet es ferner, bei einer eventuellen Explosion und Zerstörung der Zelle die letztere mit Hilfe von einheitlichen Bauteilen schnell wiederherzustellen.
  • Dadurch, daß gemäß der Erfindung in den Vertiefungen der Elektroden in Elektrodenlängsrichtung Nuten ausgebildet sind, deren Querschnitt mit der Höhe der Elektrode zunimmt, wobei sich der Kathodenteil der jeweiligen Elektrode an der Bodenseite der Nut befindet, wird ein intensiver Umlauf des Elektrolyten dank der gerichteten Strömung der Wasserstoffbläschen in der Zelle gewährleistet. Die Neigung der Nuten unter einem Winkel von 10 bis 15° zur Senkrechten ermöglicht es, die Stromdichte um ca. 10% zu vergrößern.
  • Im weiteren wird die Erfindung durch Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung näher erläutert; darin zeigt
  • Fig. 1 eine Vorstufe des erfindungsgemäßen Elektrolyseurs im Längsschnitt;
  • Fig. 2 einen Schnitt in der Ebene II-II der Fig. 1;
  • Fig. 3 eine Ausführungsvariante der Erfindung, von welcher eine Elektrolysenzelle im Längsschnitt dargestellt ist; und
  • Fig. 4 eine andere Ausführungsvariante der Erfindung, von welcher eine Elektrolysezelle im Längsschnitt dargestellt ist.
  • Wie es aus Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, schließt der Filterpressen-Elektrolyseur zur Gewinnung eines Wasserstoff-Sauerstoff-Gemisches muldenförmige Elektroden 1 ein, deren Vertiefungen zu derselben Seite ausgerichtet sind. Die Elektroden 1 weisen Öffnungen 2 auf, die in ihnen über dem Elektrolytspiegel 3 in den Grenzen der durch aus Dielektrikum gefertigte Rahmen bzw. Zwischenlagen 4, welche die Seitenwände des Elektrolytbehälters begrenzen und beispielsweise aus Gummi gefertigt sind, abgegrenzten Fläche ausgebildet sind. Wie es aus der Zeichnung, insbesondere aus Fig. 1, ersichtlich ist, sind die Zwischenlagen 4 zu einem Teil in den Vertiefungen der Elektroden 1 längs des Umfangs dieser Vertiefungen angeordnet, ragen teilweise hinaus und stützen sich gegen die nächstliegende Elektrode 1 ab.
  • An seinen Stirnseiten ist der Elektrolytbehälter durch aus Metall gefertigte Platten 5 und 6 begrenzt. Die Metallplatte 5 ist mit einer Vertiefung ausgebildet, welche den in den muldenförmigen Elektroden 1 vorhandenen Vertiefungen entspricht, während die Platte 6 flach gestaltet ist. Die Platten 5 und 6 weisen Abführstutzen 8 bzw. 7 auf, von denen der Stutzen 7 mit einem druckdichten Verschluß 9 versehen ist und der andere Stutzen 8 über die Rohrleitung 10 mit einem Brenner 11 verbunden ist. Der zusammengebaute Elektrolytbehälter wird durch Zusammenziehen der aus Dielektrikum gefertigten Zwischenlagen 4 zwischen den Platten 5 und 6 mit Hilfe von Stiftschrauben 12 gebildet, welche zugleich als Montageführungen dienen. Wie es aus Fig. 1 ersichtlich ist, gestattet die bauliche Gestaltung der Elektroden 1, deren peripheren Teil beliebig weit über die Baumaße des Elektrolytbehälters hinauszuführen.
  • Anstelle der Stiftschrauben 12 können Bolzen, Schrauben bzw. andere für den gegebenen Fall geeignete Befestigungselemente verwendet werden. Die über die koaxialen Öffnungen in den Metallplatten 5 und 6 und den Elektroden 1 durchgehenden Stiftschrauben 12 sind gegen diese durch dielektrische Scheiben 13 und eine Isolation 14 isoliert. Ein konstantbleibender Höhenstand des Elektrolyten 3 wird entweder durch Kippen des Elektrolytbehälters bei dessen Füllen mit Elektrolyt oder über im unteren Teil der Elektroden 1, d. h. in deren in den Elektrolyten eingetauchten Teil ausgeführten Öffnungen gewährleistet.
  • Der Gleichstrom kann den Elektroden verschiedenartig - in Abhängigkeit von den benötigten Kennwerten des Elektrolyseurs - zugeführt werden. Vorzugsweise wird der Strom den Metallplatten 5 und 6 (der einen das positive und der anderen das negative Potential) zugeführt, demzufolge die Elektrolysenzellen hintereinander geschaltet werden und ihre Anzahl derart gewählt werden kann, daß der Elektrolyseur unmittelbar aus dem vorhandenen Stromversorgungsnetz ohne jeglichen Netzanschlußtransformator gespeist werden kann. Gegebenenfalls kann der Gleichrichter für geringere Ströme berechnet werden.
  • Beim Betrieb ruft das Durchleiten eines Gleichstromes durch den alkalischen Elektrolyten 3 die Zersetzung des Wassers und die Entwicklung von Wasserstoff und Sauerstoff an den Elektroden 1 sowie an den ebenfalls als Elektroden dienenden Platten 5 und 6 im Innenraum des Elektrolytbehälters über dem Elektrolyten hervor, in dem die Gase sich vermischen, so daß im Inneren des aus Dielektrikum gefertigten Elektrolytbehälters homogenes Knallgas gebildet wird. Dieses wird über die Öffnungen 2 und den Abführungsstutzen 8 dem Brenner 11 zugeführt und an der Ausgangsöffnung des letzteren zur Erhaltung einer für Gasbrenntechnik geeigneten Hochtemperaturflamme verbrannt.
  • Da die Elektroden 1 eine Form aufweisen, die zu deren exakten Montage beiträgt, kann der Elektrolyseur unter einem höheren Druck betrieben werden, ohne daß man mit der Gefahr dessen Ausfalls zu rechnen hat. Dies bietet die Möglichkeit, die Flammenlänge nutzvoller zu steuern, und erweitert die technologischen Möglichkeiten eines mit einem derartigen Elektrolyseur gespeisten Brenners, wobei zugleich die Betriebssicherheit gewährleistet wird.
  • Der Vergleich der zum Zusammenbau eines Elektrolyseurs mit diesen muldenförmigen Elektroden 1 benötigten Zeit mit der Zeit, die zur Montage eines Elektrolyseurs mit flachen Elektroden mit denselben Abmessungen erforderlich war, hat erbracht, daß für den Zusammenbau eines Elektrolyseurs mit muldenförmigen Elektroden 1 um das Vierfache weniger Zeit bei gleicher Montagequalität erforderlich ist.
  • Andere Vorteile dieses Elektrolyseurs sind folgende:
    Gewährleistung einer wirksamen Wärmeabführung aus dem gesamten Volumen des Elektrolyten, da der periphere Teil der jeweiligen Elektrode herausgeführt ist;
    Vorhandensein von einheitlichen Bauelementen, welche den Zusammenbau von Einrichtungen mit den erforderlichen Kenndaten ermöglichen;
    Herstellungs-, Montage-, Auseinandernahme- und Betreibseinfachheit.
  • Gemäß einer Ausführungsvariante der Erfindung enthält die Elektrolysenzelle (Fig. 3) mit porösem Überzug 16 versehene Elektroden 15 sowie zugleich als dielektrische Zwischenlage 4 dienende Diaphragmen 17 mit in diesen ausgeführten Bohrungen 18 und der Öffnung 19. Die Bohrungen 18 sind derart ausgeführt, daß ihre Achsen unter einem Winkel von 30 bis 60° zur Senkrechten bzw. zur Ebene des Diaphragmas verlaufen. Die Höhe der Öffnung 19 beträgt 1/3 der Höhe (h) des Diaphragmas 17 (siehe Fig. 3).
  • Im Verlaufe des Betriebs kommt es zur Entwicklung von Wasserstoff und Sauerstoff an den Elektroden 15, welche emporsteigen, sich beim Durchtreten durch die Bohrungen 18 vermischen und das Knallgas bilden. Die Neigung der Achsen der Bohrungen 18 unter einem Winkel von 30 bis 60° zur Ebene des Diaphragmas 17 trägt dazu bei, der Bildung von Kurzschlußstegen bei Abblätterung des porösen Überzuges 16 von der Oberfläche der Elektroden 15 zuverlässig vorzubeugen. Gegebenenfalls ist die wirksame Stromdurchgangsfläche am größten, womit der mindestmögliche Widerstand für den Stromdurchfluß im Elektrolyten gesichert wird. Das Vorhandensein der Öffnung 19 im Diaphragma 17 gewährleistet den normalen Verlauf des Elektrolysevorgangs bei mindestmöglichem Widerstand für den Stromdurchfluß.
  • Zur Erprobung eines Elektrolyseurs gemäß der vorstehend beschriebenen Ausführungsvariante der Erfindung wurden Apparate mit einer Leistungsfähigkeit von 40 l/h, 80 l/h und 120 l/h Gasgemisch auf Elektroden mit porösen Überzügen und Diaphragmen vorstehend bschriebener Bauweise zusammengebaut, und der poröse Überzug wurde zerstört. Die Stärke des aus Gummi gefertigten Diaphragmas betrug 0,8 bis 1,0 mm, der Bohrungsdurchmesser 0,3 bis 0,5 mm bei einem Abstand zwischen den benachbarten Bohrungen von 0,8 bis 1,0 mm und einer Neigung der Achse der jeweiligen Bohrung von 30 bis 60°. Die Erprobung hat einen zuverlässigen Schutz vor Entstehung von Kurzschlußstegen erbracht, welche in den bisher bekannten Elektrolyseuren zur Explosion in der Elektrolysezelle führten. Mit der Anordnung des Diaphragmas hat der dem Stromdurchfluß entgegengesetzte Widerstand um einen geringen Betrag gegenüber dem in einer Elektrolysenzelle ohne Diaphragma zugenommen.
  • Gemäß einer Alternative der Erfindung wird der Elektrolyseur (Fig. 4) aus Elektrolysenkammern zusammengebaut, welche Elektroden 20 enthalten, die in ihren Vertiefungen Nuten 21 mit dem mit der Höhe der Elektrode zunehmenden Querschnitt bzw. der entsprechend zunehmenden Tiefe aufweisen. Mit demselben Nutzeffekt können sich nach der anderen Alternative die Nuten nach oben hin in Breitenrichtung erweitern, was in der Zeichnung nicht dargestellt ist. Die den Boden der Nut 21 bildende Seite der Elektrode 20 stellt die Kathode dar, während die Rückseite bzw. die Krümmung der Elektrode 20 die Anode ist. Das Gasgemisch wird durch eine (nicht gezeigte) Öffnung in der aus Dielektrikum gefertigten, zwischen den Elektroden 20angeordnete Zwischenlage 22 abgeführt.
  • Im Verlaufe des Betriebs wird den Elektroden 20 Gleichstrom zugeführt, infolgedessen beim in Fig. 4 gezeigten Anschluß der Elektroden an der Anode (+) Sauerstoff und an der Kathode (-) Wasserstoff entwickelt werden. Da Wasserstoff volumenmäßig zweimal so viel wie Sauerstoff entwickelt wird, reißen die Wasserstoffbläschen bei Neigung der an der Kathode ausgeführten Nuten 21 von der Oberfläche der Kathode ohne Schwierigkeiten ab, wobei ihre Geschwindigkeit die der Sauerstoffbläschen übersteigt. Derartig wird ein gerichteter Umlauf des Elektrolyten in der Elektrolysenkammer gebildet und dessen Sättigung mit Gas herabgemindert.
  • Der gemäß der vorliegenden Ausführungsvariante der Erfindung aufgebaute Elektrolyseur wurde auf einer Versuchsanlage geprüft. Der Elektrolyseur wurde für eine Leistungsfähigkeit von bis 80 l/h berechnet. Die Elektroden mit geneigt ausgeführten Nuten in den Vertiefungen wurden aus Nickel mit einer Stärke von 0,6 mm gefertigt. Die maximale Tiefe der Nut betrug 3 mm und die Breite 5 mm. Die Anzahl der Nuten je Elektrode betrug fünf Stück bei deren Länge von 115 mm. Als Prüfungsergebnis sind ein intensiver Umlauf des Elektrolyten und dessen geringe Sättigung mit Gas zu verzeichnen. Die verwendeten Stromdichten an den Elektroden betrugen 70 mA/cm2 im Gegensatz zu 50 mA/cm2 in den bisher bekannten Elektrolyseuren, so daß der Elektrolyseur bei den gleichen Kennwerten die Möglichkeit bietet, eine höhere, der Vergrößerung der Stromdichte an den Elektroden proportionale Leistungsfähigkeit zu erzielen.

Claims (2)

1. Filterpressen-Elektrolyseur zur Gewinnung eines Wasserstoff-Sauerstoff- Gemisches, der einen aus Dielektrikum gefertigten Elektrolytbehälter aufweist, dessen Seitenwände in Form von Zwischenlagen ausgeführt sind und der durch bipolare Elektroden in Kammern aufgeteilt ist, welche Elektroden in einem bestimmten Abstand zueinander durch Befestigungsmittel gehalten sind, dadurch gekennzeichnet,
daß jede bipolare Elektrode (20) mit einer zu derselben Seite ausgerichteten muldenförmigen Vertiefung ausgebildet ist,
daß in den Vertiefungen der Elektroden (20) in Elektrodenlängsrichtung Nuten (21) ausgebildet sind, deren Querschnitt mit der Höhe der Elektrode entweder durch eine mittels Neigung der Nuten unter einem Winkel von 10 bis 15° zur Senkrechten wachsende Nutentiefe oder durch eine wachsende Nutenbreite zunimmt, wobei sich der Kathodenteil der jeweiligen Elektrode (20) an der Bodenseite der Nut (21) befindet, und
daß die die Seitenwände bildenden Zwischenlagen (4; 22) am Umfang der Vertiefungen der bipolaren Elektroden (20) anliegen.
2. Elektrolyseur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweilige Zwischenlage (4) mit einem Diaphragma (17) ausgerüstet ist, in welchem Bohrungen (18) mit unter einem Winkel von 30 bis 60° zur Ebene des Diaphragmas (17) verlaufenden Achsen sowie - im unteren Teil des Diaphragmas (17) - eine Öffnung (19), deren Höhe 1/3 der Diaphragmahöhe beträgt, ausgebildet sind.
DE3147766A 1981-12-02 1981-12-02 Filterpressen-Elektrolyseur zur Gewinnung eines Wasserstoff-Sauerstoff-Gemisches Expired DE3147766C2 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE3147766A DE3147766C2 (de) 1981-12-02 1981-12-02 Filterpressen-Elektrolyseur zur Gewinnung eines Wasserstoff-Sauerstoff-Gemisches

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE3147766A DE3147766C2 (de) 1981-12-02 1981-12-02 Filterpressen-Elektrolyseur zur Gewinnung eines Wasserstoff-Sauerstoff-Gemisches

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE3147766A1 DE3147766A1 (de) 1983-06-09
DE3147766C2 true DE3147766C2 (de) 1987-03-26

Family

ID=6147741

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE3147766A Expired DE3147766C2 (de) 1981-12-02 1981-12-02 Filterpressen-Elektrolyseur zur Gewinnung eines Wasserstoff-Sauerstoff-Gemisches

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE3147766C2 (de)

Family Cites Families (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3310483A (en) * 1963-11-22 1967-03-21 William A Rhodes Multicell oxyhydrogen generator
CA928245A (en) * 1969-01-30 1973-06-12 Ppg Industries, Inc. Electrolytic cell
GB1348785A (en) * 1970-05-26 1974-03-20 Ici Ltd Bipolar cell
BE797989A (fr) * 1973-04-10 1973-07-31 Solvay Cellule bipolaire
FR2223083B1 (de) * 1973-03-28 1976-05-21 Solvay
US4040934A (en) * 1975-11-14 1977-08-09 Ppg Industries, Inc. Bipolar electrolyzer having silicon laminate backplate
GB1581348A (en) * 1976-08-04 1980-12-10 Ici Ltd Bipolar unit for electrolytic cell
FR2410059A1 (fr) * 1977-11-29 1979-06-22 Electricite De France Perfectionnements aux installations de production de gaz par electrolyse

Also Published As

Publication number Publication date
DE3147766A1 (de) 1983-06-09

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE4444114C2 (de) Elektrochemische Halbzelle mit Druckkompensation
DE2026622C2 (de) Koronareaktorkern zur Ozonerzeugung
DE69615988T2 (de) Vorrichtung zur elektrolytischen Herstellung von Sauerstoff-Wasserstoffgas
EP0591293B1 (de) Elektrolysezelle sowie kapillarspaltelektrode für gasentwickelnde oder gasverbrauchende elektrolytische reaktionen und elektrolyseverfahren hierfür
DE3401636A1 (de) Elektrochemisches verfahren zur behandlung von fluessigen elektrolyten
DE1667366B2 (de) Verfahren zur erzeugung von wasserstoff und sauerstoff durch elektrolyse von wasser
DE2610863B2 (de) Elektrochemische Batterie
DE3028171C2 (de) Elektrolysezelle vom Filterpressentyp
DE2627142A1 (de) Elektrochemische zelle
DE2303589A1 (de) Elektrolytische zellenanordnungen und chemische herstellungsverfahren
DE975825C (de) Vorrichtung zur Durchfuehrung elektrochemischer Prozesse, insbesondere zur Herstellung von UEberschwefelsaeure und ihren Verbindungen
DE2031525B2 (de) Anode zur stufenfoermigen verteilung des elektrischen stromes in einer alkalichlorid-elektrolysezelle
DE69213362T2 (de) Elektrolyseur und Herstellung davon
DE1163413B (de) Verfahren zum Formieren, Laden und Entladen von Akkumulatoren mit saurem Elektrolyten mit hohen Stromdichten
DE3011643A1 (de) Elektrolysezelle
DE2645121B2 (de) Elektrolysezelle
DE19740673C2 (de) Elektrolyseapparat
DE1417193A1 (de) Elektrolysezelle
DE3147766C2 (de) Filterpressen-Elektrolyseur zur Gewinnung eines Wasserstoff-Sauerstoff-Gemisches
DE2255741C3 (de) Diaphragmenserienelektrolysevorrichtung
DE1596092A1 (de) Verfahren zur Erzeugung elektrischer Energie mit Hilfe einer elektrochemischen Zelle
DE2553957A1 (de) Elektrolysezelle mit senkrechten elektroden
DE2037358A1 (de) Elektrische Energiequelle mit Brenn Stoffzellen und Flektroden und Herstellungs verfahren
DE1496116A1 (de) Batterie
DE4318533A1 (de) Bipolare Elektrolysezelle

Legal Events

Date Code Title Description
OM8 Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
D2 Grant after examination
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee