DE3148178C2 - Schlauchförmiger Verpackungsbehälter aus flexiblem Werkstoff für riesel- oder schüttfähiges Füllgut - Google Patents
Schlauchförmiger Verpackungsbehälter aus flexiblem Werkstoff für riesel- oder schüttfähiges FüllgutInfo
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Abstract
Ein schlauchförmiger Verpackungsbehälter aus flexiblem Werkstoff für riesel- oder schüttfähiges Füllgut weist ein zusammengerafftes Kopfende und ein über dieses gezogenes Schlauchstück aus flexiblem Werkstoff auf, die gemeinsam am Außenumfang eines mittleren Einsatzringes mittels eines bandförmigen Befestigungsorgans festgelegt sind. Das Einsatzschlauchstück bildet ein Füllventil und ist zu diesem Zweck in einem Bereich oberhalb des Einsatzringes nach innen umgestülpt sowie durch den inneren Axialkanal des Einsatzringes hindurchgeführt und erstreckt sich mit einem Endteil mit einem freien Überstand gegenüber dem Einsatzring in den Füllraum des Behälters hinein. Bei herabgesetzten Herstellungskosten ist der Füllvorgang des Behälters vereinfacht, während gleichzeitig durch einen selbsttätigen inneren Ventilverschluß das Füllgut vor einem Eindringen von Feuchtigkeit geschützt ist sowie Füllgutverluste vermieden sind. Für die Handhabung des Verpackungsbehälters ist an das bandförmige Befestigungsorgan zumindest eine Tragschlaufe angeknotet.
Description
Die Erfindung betrifft einen schlauchförmigen Verpackungsbehälter
aus flexiblem Werkstoff für riesel- oder schüttfähiges Füllgut nach dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
Bei einem bekannten schlauchförmigen Verpakkungsbehälter (US-PS 42 22 422) dieser Art ist das Füllventil
zum Einfüllen des Füllgutes in den Füllraum des Verpackungsbehälters in einer gesonderten Innenhülle
vorgesehen, die in den eine Außenhülle bildenden Verpackungsbehälter eingesetzt ist und dessen Füllraum
umgrenzt. Die Innenhülle ist dabei um einen gesonderten, zusätzlichen Einsatzkörper im Inneren des Verpakkungsbehälters
endseitig zusammengerafft und durch ein weiteres Befestigungsorgan an dem zusätzlichen
Einsatzkörper festgelegt, während das Füllventil von einem schlauchstutzenförmigen Ansatzstück der Innenhülle
gebildet ist. Zum Befülien des Verpackungsuehälters wird das Füllventil der Innenhülle durch einen in
den Verpackungsbehälter bzw. die Außenhülle eingearbeiteten Schlitz herausgezogen, um bei Beendigung des
Füllvorgangs durch ein ringförmiges Verschlußelement verschlossen und wieder in den Verpackungsbehälter
eingeschoben zu werden.
Die das Füllgut aufnehmende Innenhülle bietet zwar, da sie im gefüllten Zustand des Verpackungsbehälters
von diesem mitsamt ihres Füllventils in Form einer Außenhülle allseits umgeben ist, einen Schutz des Füllgutes
vor einem Eindringen von Feuchtigkeit und wirkt Füllgutverlusten dadurch entgegen, daß das Füllventil durch
das gesonderte Verschlußelement verschlossen werden kann, jedoch wird dies nur durch einen hohen Material-
und Arbeitsaufwand ermöglicht, der vor allem durch die gesonderte, zugleich das Ventil ausbildende Innenhülle
und deren gesonderte Festlegung im Verpackungsbehälter bzw. in der Außenhülle verursacht ist Außerdem
ist der Füllvorgang umständlich und der für die Handhabung des InnenhüllenventHs in der Außenhülle bzw.
dem eigentlichen Verpackungsbehälter vorgesehene Schlitz kann zu Störungen Anlaß geben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe, zugrunde, einen schlauchförmigen Verpackungsbehälter der eingangs
ίο angegebenen Art zu schaffen, bei dem die Herstellungskosten
wesentlich herabgesetzt sind, der Füllvorgang vereinfacht ist und Füllgutverluste vermieden sind.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale von Patentanspruch 1 gelöst
Bei dieser Ausgestaltung ist nur ein einziger Einsatzkörper in Form eines Einsatzringes vorgesehen, an dessen
Außenumfang nicht nur das zusammengeraffte Kopfende des Verpackungsbehälters, sondern zugleich
ein Endteil des Einsatzschlauchstückes befestigt ist welches das Füllventil bildet Eine gesonderte, das Füllventil
umfassende, den Füllraum begrenzende und daher in ihren Abmessungen im wesentlichen denen des Verpakkungsbehälters
entsprechende Innenhülle zur Abdichtung des Füllgutes ist hierbei dadurch entbehrlich geworden,
daß der nach innen umgestülpte Bereich des Einsatzschlauchstücks, der sich mit einem freien Überstand
gegenüber dem Einsatzring in den Füllraum des Behälters hineinerstreckt, im gefüllten Zustand des Verpackungsbehälters
unter dem Druck des eingefüllten Füllgutes selbsttätig flachgedrückt und abgequetscht
wird, wodurch ein Schutz vor einem Eindringen von Feuchtigkeit bzw. einem Aussickern von Füllgut aus
dem Füllraum des Verpackungsbehälters geschaffen ist. Der erfindungsgemäße Verpackungsbehälter bietet dabei
unter denkbar geringem Herstellungs- und Materialaufwand nicht nur einen guten Schutz für das Füllgut,
sondern ist auch einfach zu befülien, indem der Füllrüssel einer Füllmaschine unmittelbar in das Einsatzschlauchstück
des mittleren Einsatzringes des Verpakkungsbehälters eingesteckt wird, wobei das Füllgut über
den in den Füllraum hineinragenden Teil des Einsatzschlauchstücks ungehindert in den Füllraum gelangen
kann.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung ist durch die Merkmale von Patentanspruch 2 gekennzeichnet.
Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstands der Erfindung ist im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert,
in deren einziger Figur ein schlauchförmiger Verpackungsbehälter nach der Erfindung in einem schematischen
Axialschnitt dargestellt ist.
Der dargestellte, als Ganzes mit 1 bezeichnete schlauchförmige Verpackungsbehälter dient zum Abpacken
riesel- oder schüttfähigen Füllgutes und besteht aus einem geeigneten flexiblen Werkstoff, wie Kunststoffolie,
Papier, Laminat oder Gewebe, insbesondere Kunststoffbändchengewebe mit einer Oberflächenbeschichtung
aus Kunststoff. Der Verpackungsbehälter 1 umfaßt eine schlauchförmige Behälterwand 2, die bei
dem dargestellten Beispiel einlagig ausgebildet ist. An ihrem unteren Ende ist die Behälterwand 2 durch einen
Boden 3 geschlossen, der in Abhängigkeit von dem für den Verpackungsbehälter 1 gewählten Werkstoff jede
beliebige geeignete Ausführungsform besitzen und beispielsweise von einem Kreuzboden gebildet sein kann,
b5 wie er an sich von Säcken oder Beuteln aus flexiblem,
faltbarem Werkstoff her bekannt ist. Die Sackwand 2 begrenzt gemeinsam mit dem Boden 3 einen Füllraum 4
für das in den Verpackungsbehälter 1 einzufüllende
Füllgut.
In ihrem oberen Endbereich verjüngt sich die Behälterwand 2 konisch und läuft in einem Kopfende 5 aus,
das um den Außenumfang eines mittleren Einsatzringes 6 zusammengerafft und mittels eines bandförmigen Befestigungsorgans
7 an diesem festgelegt ist. Über das zusammengeraffte Kopfende 5 ist ein dünnwandiges
Einsatzschlauchstück 8 mit einem Endteil 9 gezogen, der gemeinsam mit dem Kopfende 5 durch das bandförmige
Befestigungsorgan 7, z. B. ein Seil, am Außenumfang des Einsatzringes 6 befestigt ist. Der Einsatzring 6 besteht
aus Metall oder einem geeigneten festen Kunststoff und kann dabei von einem einstückigen Formkörper oder
aber von mehreren in axialer Richtung aneinandergrenzenden Teilringen mit geeigneter Profilierung gebildet
sein.
Das Einsatzschlauchstück 8 besteht aus einem von Durchbrechungen oder Löchern freien, flexiblen Werkstoff,
insbesondere einer dünnen Kunststoffolie mit geringem Rückstellungsvermögen und bildet ein Füllventil
des Verpackungsbehälters 1. Hierzu ist das Einsatzschlauchstück 8 in einem Bereich oberhalb des Einsatzringes
6 entlang einer Umfangskante 10 nach innen umgestülpt
und mit dem nach innen umgestülpten Teil 11 durch den inneren Axialkanal des Einsatzringes 6 soweit
hindurchgeführt, daß sich sein anderer Endteil 12 mit einem freien Überstand gegenüber der unteren Stirnfläche
13 des Einsatzringes 6 in den Füllraum 4 hineinerstreckt.
Das bandförmige Befestigungsorgan 7 umfaßt bei jü dem dargestellten Beispiel zwei gesondert um den Außenumfang
des Einsatzringes 6 gestraffte Seilstränge 14, an deren Ende jeweils eine Tragschlaufe 15 angeknotet
ist. Die Tragschlaufen 15 liegen einander am zusammengerafften Kopfende 5 des Behälters 1 diametral gegenüber
und werden zum Befüllen des Behälters 1 an einer geeigneten Haltevorrichtung aufgehängt, so daß sie den
Verpackungsbehälter 1 in einer senkrechten Stellung zum Befüllen des Füllraums 4 mittels des Füllrüssels
einer Füllmaschine halten, der in den inneren Kanal 16 des nach innen umgestülpten Teils 11 des Einsatzschlauchstücks
8 eingeführt wird. Der Durchmesser des Einsatzschlauchstücks 8 bzw. die lichte Weite des Kanals
16 ist dazu dem Außendurchmesser des Füllrüssels der Füllmaschine angepaßt. Die Tragschlaufen 15 sind
selbstverständlich auch zum Transport des Verpakkungsbehälters 1 von Hand oder mittels geeigneter
Hilfsvorrichtungen geeignet.
Für einen festen Klemmeingriff des bandförmigen Befestigungsorgans 7 mit dem Einsatzring 6 unter Einfassung
des zusammengerafften Kopfendes 5 und des llndtcils 9 des Einsatzschlauchstücks 8 besitzt der Einsat/.ring
6 eine rauhe oder profilierte Außenumfangsfiäche. Bei dem dargestellten Beispiel ist die Ajßenumfangsfläche
des Einsatzringes 6 mit im allgemeinen in Umfangsrichtung verlaufenden Rillen, Kerben od. dgl.
Vertiefungen 17 versehen, in die das zusammengeraffte Material des Kopfendes 5 und der Endteil 9 des Einsatzschlauchstücks
8 von dem jeweiligen Strangteil 14 des Befestigungsorgans 7 hineingepreßt ist, so daß auf diese t>o
Weise eine kraft- und formschlüssige Verbindung zwischen dem Einsatzring 6 und den Materiallagen gebildet
ist. Die lniienumfangsfläche 18 des Einsalzringes 6, die
den umgestülpten Schlauchteil 11 umfangsseitig absiiitzt,
ist hingegen glatt ausgebildet, so daß der Füllvorgang störungsfrei durchgeführt werden kann.
Bei Beendigung des Füllvorgangs wird der in den Rillrauni hineinragend1-' F.ndteil 12des Einsal/.schlauchstücks
8 durch den Druck des eingefüllten Füllgutes flach zusammengedrückt und der Einfüllkanal 16 abgequetscht
Hierdurch ist ein stätiger Innenverschluß des Füllraums 4 geschaffen, der ein Aussickern von Füllgut
verhindest. Der Verschluß des Füllraums 4 kann darüber
hinaus dadurch verbessert werden, daß der sich zwischen der oberen Stirnkante 20 des Einsatzringes 6
und der Umstülpungskante 10 erstreckende, doppelwandige Bereich 21 des Einsatzschlaucustücks 8 nach
dem Befüllen des Behälters 1 unter dichter Absperrung des Innenkanals 16 zusammengebunden, abgeschweißt
oder unter Berücksichtigung des für die Behälterwand 2 verwendeten Werkstoffs in sonstiger geeigneter Weise
verschlossen wird, so daß zusätzlich ein äußerer Verschluß des Ventilkanals 16 gebildet ist. Dabei bildet dieser
Bereich zugleich einen äußeren Schutz des zusammengerafften Kopfendes 5 sowie des Einsatzringes 6
und kann mit einem freien Endbereich über das Kopfende 5 gekrempelt und auf der Behälterwand 2 außenseitig,
z. B. durch eine Verklebung, befestigt sein.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Schlauchförmiger Verpackungsbehälter aus flexiblem Werkstoff für riesel- oder schüttfähiges Füllgut,
mit einem um den Außenumfang eines mittleren Einsatzringes zusammengerafften und mittels eines
bandförmigen Befestigungsorgans an diesem festgelegten Kopfende sowie mit einem Füllventil aus flexiblem
Werkstoff zum Einfüllen des Füllgutes in den ■ Füllraum des Verpackungsbehälters, wobei der Einsatzring
eine profilierte Außenumfangsfläche für einen Eingriff mit dem bandförmigen Befestigungsorgan
unter Einklemmung des zusammengerafften Kopfendes des Behälters und des Einsatzschlauchstückes
besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß am Außenumfang des Einsatzringes (6) zugleich
ein Endteil (9) eines über das zusammengeraffte Kopfende (5) des Behälters (1) gezogenen, das Füllventil
bildenden Einsatzschlauchstücks (8) festgelegt ist und das Einsatzschlauchstück in einem Bereich
oberhalb des Einsatzringes entlang einer Umfangskante (10) nach innen umgestülpt sowie durch den
inneren Axialkanal des Einsatzringes hindurchgeführt ist und sich mit seinem anderen Endteil (12) mit
einem freien Überstand gegenüber dem Einsatzring in den Füllraum (4) des Behälters hineinerstreckt.
2. Verpackungsbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der umgestülpte, in den Füllraum
(4) hineingeführte Teil (11) des Einsatzschlauchstückes (8) sich im Bereich des Einsatzringes
(6) umfangsseitig an diesem abstützt.
Priority Applications (1)
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| DE19813148178 DE3148178C2 (de) | 1981-12-05 | 1981-12-05 | Schlauchförmiger Verpackungsbehälter aus flexiblem Werkstoff für riesel- oder schüttfähiges Füllgut |
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|---|---|---|---|
| DE19813148178 DE3148178C2 (de) | 1981-12-05 | 1981-12-05 | Schlauchförmiger Verpackungsbehälter aus flexiblem Werkstoff für riesel- oder schüttfähiges Füllgut |
Publications (2)
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| DE3148178A1 DE3148178A1 (de) | 1983-06-16 |
| DE3148178C2 true DE3148178C2 (de) | 1984-08-23 |
Family
ID=6147971
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19813148178 Expired DE3148178C2 (de) | 1981-12-05 | 1981-12-05 | Schlauchförmiger Verpackungsbehälter aus flexiblem Werkstoff für riesel- oder schüttfähiges Füllgut |
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|---|---|---|---|---|
| SE412055B (sv) * | 1978-07-11 | 1980-02-18 | Supra Ab | Forpackning |
-
1981
- 1981-12-05 DE DE19813148178 patent/DE3148178C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE3148178A1 (de) | 1983-06-16 |
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