DE3148735C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Frequenzanalyse
nach der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen
Art und eine Vorrichtung zum Ausüben des
Verfahrens.
Bei derartigen Verfahren zur Frequenzanalyse von
Signalen ist es erforderlich harmonische Spektralanteile
von nichtharmonischen oder geräuschartigen
Spektralanteilen zu unterscheiden. Insbesondere
harmonische Spektralanteile, die in einer gemeinsamen
Quelle auf der Basis einer Grundfrequenz
oder eines Grundfrequenzbandes generiert worden sind,
ermöglichen die genaue Beschreibung der Quelle, da
das Auftretren bzw. das Fehlen von harmonischen Spektralanteilen
Rückschlüsse auf ihre Erzeugung oder
ihre Verarbeitung zulassen. Ebenso sind harmonische
Spektralanteile besonders charakteristisch für abgestrahlte
Signalformen. So weisen z. B. impulsförmige
Signale mit Impulsdauern, die klein gegen die
Periodendauer sind, eine hohe Anzahl von Harmonischen
mit sich kaum verändernden Amplitudenwerten
auf, wohingegen bei rechteckförmigen Signalen mit
einem Verhältnis von 2 : 1 für den Quotienten Periodendauer
zu Impulsdauer alle Harmonischen mit geraden
Ordnungszahlen fehlen.
Sind die harmonischen Spektralanteile bestimmt und
ist das Signalspektrum entsprechend reduziert, so
sind auch die nichtharmonischen Spektralanteile weitaus
einfacher bestimmbar.
Beispielsweise Maschinengeräusche umlaufender Motoren oder
Generatoren sind typisch für derartige Signalgemische mit
stark periodischen von der Drehzahl bestimmten Anteilen.
Sie unterliegen darüber hinaus lastabhängigen
Frequenzschwankungen, die eine Frequenzmodulation des
harmonischen Linienspektrums und damit ein Auftreten von
Spektralanteilen in Intervallen um die Spektrallinien
bewirken. Einzelne Maschinen sind damit aufgrund der
charakteristischen Merkmale dieser Signalgeräusche
unterscheidbar.
Es ist beispielsweise aus "L. E. Franks, Signal Theory,
1969, Prentice-Hall, Inc., Seite 58-59, bekannt, bei
Verfahren zur Frequenzanalyse von Signalen selektive
Filter zu verwenden, die als Überlagerungsempfänger
aufgebaut sind. Dabei sind eine Anzahl von harmonischen
Referenzfrequenzen durchstimmbar, d. h. mit einer
Trägerfrequenz modulierbar, und jede der modulierten
Referenzfrequenzen wird einzeln mit dem Signal
multipliziert. Bei der Multiplikation ergibt sich zu jeder
harmonischen Referenzfrequenz ein Produktspektrum, das mit
einem Tiefpaß sehr schmaler Bandbreite gefiltert wird. Der
Tiefpaß detektiert eine sehr niedere Schwingungsfrequenz
in dem Produktspektrum nur dann, wenn das Signal eine
Signalfrequenz aufweist, die der zugehörigen harmonischen
Referenzfrequenz gleich ist. Das Verfahren wird getrennt
auf jede Referenzfrequenz einzeln angewendet, so daß ein
erheblicher materieller Aufwand an Multiplizierern und
Filtern mit geringen eigenen Toleranzen erforderlich ist.
Ferner sind erhebliche Anforderungen an die Stabilität und
Genauigkeit der Trägerfrequenz und der Referenzfrequenzen
gestellt, um zusätzliche Meßfehler zu vermeiden,
die sich aus den zu jeder Referenzfrequenz getrennt
bestimmten Signalfrequenzmessungen ergeben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Analyse
von Signalquellen zu vereinfachen und zu verbessern,
wobei der Aufwand zum Bestimmen der in einem
Signal vorhandenen harmonischen Folgen von Grundfrequenz
und zugehörigen Harmonischen gering und
vor allem von der Zahl der detektierbaren Harmonischen
unabhängig ist.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der im Oberbegriff
des Anspruchs 1 definierten Art erfindungsgemäß
durch im Kennzeichenteil des Anspruchs 1 angegebene
Merkmale gelöst.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird für die Frequenzanalyse
ein Signal, das als Meß- oder Empfangssignal
als Funktion der Zeit aufgenommen wird, in ein
Signalspektrum umgesetzt oder transformiert, um eine
für die weitere Auswertung des Meß- oder Empfangssignals
notwendige Darstellung als Funktion der Frequenz
zu erzeugen. Als Ergebnis der erfindungsgemäßen Umsetzung
ergibt sich abweichend von üblichen Transformationen
ein Signalspektrum, dessen Spektralwerte Logarithmen
der Signalfrequenzen zugeordnet sind.
Enthält eine Transformierte des Signals als Signalfrequenzen
eine Grundfrequenz und zugehörige harmonische
Frequenzen, so hat die logarithmische Zuordnung zur
Folge, daß der Frequenzabstand der Spektralwerte zueinander
mit zunehmender Frequenz abnimmt. Der Frequenzabstand
entspricht dem Frequenzverhältnis der
Signalfrequenzen aufeinanderfolgender Spektralwerte.
Diese Frequenzverhältnisse sind jedoch allein abhängig
von den Ordnungszahlen betrachteter Harmonischer.
Durch die Grundfrequenz einer Folge harmonischer
Spektralwerte ist allein die Lage des ersten
Spektralwertes auf der Frequenzachse bestimmt,
an den sich die Spektralwerte mit logarithmisch gestuften
Abständen anschließen, wie sie sich entsprechend
den Ordnungszahlen ergeben. Verschiedene Folgen
harmonischer Spektralwerte unterscheiden sich
- abgesehen von dem Fehlen oder Vorhandensein einzelner
Harmonischer - allein durch die Lage der
Grundfrequenz, jedoch nicht mehr durch die Abstände
von Harmonischen mit gleichen Ordnungszahlen.
Damit unterscheiden sich Transformierte mit harmonischen
Folgen von anderen Transformierten, deren Signale
rauschartig sind und dabei ein breitbandiges,
über den gesamten Frequenzbereich verteiltes Spektrum
aufweisen, dessen Werte für einzelne Frequenzen
zufällig sind. Sie unterscheiden sich aber auch
durch ihre detektierbare Zuordnung von unharmonischen
diskreten Frequenzen oder unharmonischen schmalen Bändern.
Die Analyse des Signalspektrums erfolgt unter Verwendung
von harmonischen Referenzfrequenzen, aus denen
ein Referenzspektrum, das in Form eines Linienspektrums
hat, abgeleitet wird. Dabei werden die Referenz-
Spektralwerte, die alle eine gleiche Amplitude
aufweisen, den Logarithmen der Referenzfrequenzen zugeordnet.
Die Lage des Referenzspektrums auf der Frequenzachse
hängt allein von der Referenzgrundfrequenz
ab. Erfolgt die Zuordnung der Spektralwerte für das
Signalspektrum und das Referenzspektrum unter Verwendung
einer gleichen Basis für das Logarithmieren, so
unterscheiden sich harmonische Anteile des Signalspektrums
vom Referenzspektrum allein durch unterschiedliche
Lage der Grundfrequenzen und der Referenzgrundfrequenz
bei der logarithmischen Zuordnung.
Das Signalspektrum und das Referenzspektrum werden
miteinander derart verglichen, daß das Referenzspektrum
und das Signalspektrum aus seiner ursprünglichen
Lage insgesamt relativ zu dem jeweils anderen Spektrum
verschoben und das Vorhandensein von Spektralwerten
in Referenz- und Signalspektrum bei übereinstimmenden
Logarithmen ermittelt wird. Zu jeder Verschiebung
wird die Häufigkeit der in dieser Weise
übereinstimmenden Spektralwerte festgestellt und dasjenige
Häufigkeitsmaximum detektiert, das beste Übereinstimmung
der gegeneinander verschobenen Spektren
angibt. Aus der Verschiebung ΔfL max, zu der das
Häufigkeitsmaximum detektiert ist, ergibt sich dann
mit Hilfe der Beziehung
die Grundfrequenz F₁ des Signalspektrums zu
fl = · fr (2)
unter Berücksichtigung der Referenzgrundfrequenz fr
des nichtverschobenen Referenzspektrums und der Basis
der Logarithmierung b.
Ein Vorteil des Verfahrens besteht darin, daß durch
die Logarithmierung und Wahl der logarithmischen Basis
b die Frequenzauflösung und der für die Detektion
benutzte Frequenzbereich besonders einfach an
die zu analysierenden Signal anzupassen sind. Das
wirkt sich insbesondere bei der Analyse linienförmiger
oder bei den Harmonischen durch Frequenzmodulation
bandförmig erweiterter Signalspektren aus.
Bei derartigen Signalspektren haben die harmonischen
Frequenzen nur eine endliche Güte Q, die durch
die Breite B eines Bandes um die Mittenfrequenz fM
des Bandes bestimmt ist
Ein Bandgrenzenverhältnis q ergibt sich zu
wobei fu die untere und fo die obere Grenzfrequenz
des Bandes B bilden. Dieses Bandgrenzenverhältnis q
ist konstant und unabhängig von der Ordnungszahl der
Harmonischen, so daß die Breite der Bänder nach der
logarithmischen Ordnung der Spektralwerte bei allen
Harmonischen gleich ist. Wird die logarithmische Basis
gleich dem Bandgrenzenverhältnis q gewählt, so
wird damit eine Frequenzauflösung vorgegeben, bei
der ein bandförmig erweitertes Signalspektrum auf
ein Linienspektrum zurückgeführt wird.
Das Verfahren wird vorteilhaft ausgestaltet, indem
gemäß Anspruch 2 nur Spektralwerte des Signalspektrums
verwendet werden, die oberhalb einer vorgebbaren
Schwelle liegen und auf eine konstante, für
alle Logarithmen der Signalfrequenzen gleiche Amplitude
begrenzt werden, und indem dann das Signalspektrum
und das Referenzspektrum miteinander korreliert
werden. Die Spektren werden bei der Korrelation jeweils
gegeneinander verschoben, multipliziert und
über den gesamten Bereich der Logarithmen der Frequenzen
integriert. Die Korrelationsfunktion ist
der der jeweiligen Verschiebung zugeordnete Integralwert,
der bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die
Häufigkeit von in den Spektren bei übereinstimmenden
Logarithmen vorhandenen Spektralwerten angibt. Aus
der Verschiebung ΔfL max beim Korrelationsmaximum
wird dann entsprechend Gleichung (2) die Grundfrequenz
bestimmt.
Die Begrenzung bewirkt, daß bei der Korrelation allein
das Vorhandensein von harmonischen Signalfrequenzen,
und zwar unbeeinflußt von deren Amplituden,
die unterschiedlichen Häufigkeitswerte bewirken. Einerseits
werden so Störungen mit geringen Amplituden
unterdrückt und verfälschen die Korrelation nicht,
andererseits wird der Einfluß von frequenzabhängigen
Dämpfungen des Signals
von der Generierung bis zur
Detektion ausgeschaltet.
Besonders einfach läßt sich diese erfindungsgemäß modifizierte
Korrelation von harmonischen Spektren, und
zwar mit Spektralwerten, die den Logarithmen der Frequenzen
zugeordnet sind, in einem digital arbeitenden
Korrelator realisieren. Das gesamte Verschieben
aller Spektralwerte wird ohne Umordnen der Spektralwerte
allein durch Adressenänderung bewirkt.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird gemäß Anspruch 3 das Signal
einer Frequenztransformation, üblicherweise einer
Fourier-Transformation oder Fast-Fourier-Transformation,
unterzogen. Die Werte dieser Frequenztransformierten
werden unmittelbar als Spektralwerte eingesetzt
und den Logarithmen ihrer Signalfrequenzen zugeordnet.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Verfahrens ergibt sich aus Anspruch 4. Sind
in einem Signalspektrum nicht alle aufeinanderfolgenden
Harmonischen enthalten, so werden beim Vergleich
bzw. Korrelieren mit dem Referenzspektrum
mehrere gleich große Maxima erkannt. Diese Maxima
treten bei Verschiebungen auf, aus denen auch Vielfache
der Grundfrequenz zu bestimmen sind. Bei dem
erfindungsgemäßen Verfahren wird dann das Maximum
detektiert, das sich für eine solche gegenseitige
Verschiebung von Signal- und Referenzspektrum ergeben
hat, aus der die kleinste Grundfrequenz zu
bestimmen ist.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Verfahrens ergibt sich aus Anspruch 5. Der Vorgabe
des Referenzspektrums geht eine Abschätzung des
zu analysierenden Frequenzbereichs voraus, den das
Signal höchstens umfassen wird und der z. B. durch
Meß- oder Empfangsvorrichtungen bandbegrenzt ist.
Die niedrigste Signalfrequenz ist dann mittels der
unteren Bandgrenze und die höchstmögliche harmonische
Signalfrequenz ist mittels der oberen Bandgrenze
abschätzbar. Durch diese Maßnahme wird das Referenzspektrum
angepaßt an das Signalspektrum auf eine
Mindestbandbreite, d. h. auf eine möglichst geringe
Anzahl harmonischer Referenzfrequenzen begrenzt.
Das Verfahren wird besonders vorteilhaft durch die
Merkmale des Anspruchs 6 weitergebildet. Durch diese
Maßnahme lassen sich aufgrund der ermittelten ersten
Grundfrequenz und deren zugehörigen im Signalspektrum
enthaltenen Harmonischen weitere Grundfrequenzen
bestimmen. Dazu wird aus dem Signalspektrum
ein reduziertes Signalspektrum erzeugt, bei dem die
erste Grundfrequenz und deren Harmonischen gelöscht
sind, wobei das Löschen der Harmonischen besonders
einfach durch Nullsetzen der Spektralwerte bei solchen
Logarithmen der Signalfrequenzen erfolgt, die
gleich Logarithmen der Referenzfrequenzen sind, wenn
die Referenzgrundfrequenz gleich der ermittelten
Grundfrequenz gesetzt wird. Auf das reduzierte Signalspektrum
wird dann als Signalspektrum das erfindungsgemäße
Verfahren in gleicher Weise erneut angewendet,
und beim Vergleichen mit dem Referenzspektrum
werden aufeinanderfolgend die weiteren Grundfrequenzen
bestimmt.
Ein weiterer Vorteil liegt somit in dem rekursiven
Aufbau des Verfahrens zur Frequenzanalyse. Die logarithmischen
Signalfrequenzen zugeordneten Spektralwerte
und das Referenzspektrum brauchen nur einmal
gebildet zu werden. Verschiedene Grundfrequenzen
werden durch stets gleiche Verfahrensschritte nacheinander
detektiert, und die Analyse ist dann abgeschlossen,
wenn beim Vergleich kein Maximum eindeutig
detektierbar ist, d. h. wenn im Signalspektrum
keine zueinander harmonischen Signalfrequenzen mehr
enthalten sind.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des
Verfahrens wird gemäß Anspruch 7 die Frequenztransformierte
bezüglich des Rauschens normiert. Die Normierung
bewirkt, daß das der Frequenztransformierten
überlagerte Rauschen weiß wird, so daß eine Schwelle
aus dem über der Frequenz konstanten Mittelwert des
Rauschanteils zur Trennung von Rausch- und Nutzspektrum
gebildet werden kann. Nur über dieser Schwelle
liegende Werte werden dann den Logarithmen der Signalfrequenz
zugeordnet. Durch diese Störbefreiung
ergibt sich ein einfacheres Korrelationsergebnis
und damit eine leichtere Detektierbarkeit der Grundfrequenzen.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens
ergibt sich aus Anspruch 8. Die Werte der Frequenztransformierten
werden in einem Intervall, d. h.
in einem oben und unten beschränkten Frequenzbereich,
integriert. Die Lage des Intervalls bezüglich der
Signalfrequenzen wird kontinuierlich oder schrittweise
über den gesamten Frequenzbereich derart verändert,
daß sich aufeinanderfolgende Intervalle überlappen.
Die Grenzen der Integration werden durch die
Grenzfrequenzen an der oberen und unteren Intervallgrenze
gebildet und stehen in einem von der Lage der
Intervalle unabhängigen, konstanten Verhältnis zueinander.
Das hat zur Folge, daß sich die durch das
Intervall bestimmte Integrationsbandbreite abhängig
von der Lage des Intervalls ändert. Die Frequenzbandbreite
nimmt zu höheren Frequenzen hin zu. Der
Integralwert wird einer bestimmten vorgegebenen Signalfrequenz
im Intervall zugeordnet, die für jedes
Intervall auf die gleiche Art bestimmt wird. Vorzugsweise
ergibt sich diese Frequenz durch geometrische
oder arithmetische Mittelung der oberen und
unteren Intervallgrenze, aber ebenso ist eine Zuordnung,
beispielsweise zur unteren Intervallgrenze zulässig.
Die Gesamtheit aller Integralwerte stellen
das Signalspektrum in einer nichtlinearen frequenzmäßigen
Anordnung dar. Die nichtlineare Zuordnung
erfolgt hier vorteilhaft durch Zusammenfassen mehrerer
Werte der Frequenztransformierten zu einem Integralwert.
Besonders vorteilhaft ist es dabei gemäß Anspruch 9,
das Verhältnis von oberer zu unterer Grenzfrequenz
gleich der Basis für die Logarithmen der Signalfrequenzen
vorzugeben. Diese Vorteile wirken sich dann
verstärkt aus, wenn die Integration bei digitaler
Signalverarbeitung zur Summation der Werte der Frequenztransformierten
bei diskreten Frequenzen wird,
wobei die Summe als Integralwert einer Speicheradresse
zugeordnet wird, die dem Logarithmus der Signalfrequenz
entspricht.
Eine vorteilhafte Vorrichtung zum Ausüben des erfindungsgemäßen
Verfahrens ergibt sich aus Anspruch 10.
Ein in einer derartigen Vorrichtung verwendeter Frequenzkompressor
zum Zuordnen der Spektralwerte zu
Logarithmen der Signalfrequenzen ist eingangsseitig
mit einer Transformationseinrichtung verbindbar, die
mit Signalen zur Frequenzanalyse von Empfangs- oder
Meßeinrichtungen ansteuerbar ist. Bei einer technisch
vorteilhaften Lösung können Frequenzkompressor
und Transformationseinrichtung gerätemäßig integriert
sein.
Der Frequenzkompressor ist mit einem Signaleingang
einer Analysierschaltung verbunden, die zusätzlich
einen Referenzeingang aufweist, der an einen Referenzgenerator
angeschlossen ist.
An dem Referenzgenerator steht ein harmonisches Referenzspektrum
an, das vorzugsweise ein diskretes harmonisches
Linienspektrum ist, bei dem jede Spektrallinie
den gleichen Amplitudenwert hat. Beide Spektren
sind in der Analysierschaltung in Speichern entsprechend
den Logarithmen der Frequenzen angeordnet und
ihre schrittweise multiplikative Verknüpfung beim
frequenzsynchronen zyklischen Auslesen der Speicher
hat als Ergebnis des Vergleichs ein Produkt
zur Folge, das nur von Null verschieden ist, wenn
bei übereinstimmenden Logarithmen, d. h. bei übereinstimmenden
Adressen in beiden Speichern Spektralwerte
vorhanden sind. In einem Ausgangsspeicher sind
dann die für jeden Zyklus summierten Produkte unter
dem Logarithmus der Referenzgrundfrequenz gespeichert.
Der Ausgangsspeicher ist als Bildspeicher für
eine der Analysierschaltung nachgeschaltete Anzeigeeinheit
zum Anzeigen von Spektrogrammen auslesbar,
wobei ein Spektrogramm die Darstellung der Produkte
als Funktion der Frequenz ist. Der Frequenzkompressor
und der Referenzgenerator sind weiterhin mit einer
Eingabeschaltung für eine logarithmische Basis
verbunden, die entweder als einfache Tastaturschaltung
oder als Tastatur in Verbindung mit einer Rechenschaltung
ausgebildet ist, die die logarithmische
Basis abhängig von anderen vorgebbaren Parametern,
wie Speicherumfang oder Auflösung, bestimmt.
Eine derartige Vorrichtung ist für die Frequenzanalyse
deswegen besonders vorteilhaft, da die logarithmisch
geordneten Spektralwerte des Signal- und des
Referenzspektrums nur einmal ermittelt werden müssen,
und das Verschieben der Spektren besonders einfach
wird. Besonders deutlich wirkt sich der Vorteil
der Zuordnung von Spektralwerten zu Logarithmen
der Signalfrequenzen bei einer digitalen Analysierschaltung
aus, denn dabei ist eine Verschiebung der
Spektren bei der Korrelation allein durch Änderung
einer Ursprungsadresse zum Auslesen der Speicher
realisierbar.
Die Verwendung einer Eingabeschaltung hat darüber
hinaus den Vorteil, daß durch die Eingabe der Basis
für die Logarithmen die Vorrichtung zur Frequenzanalyse
an die zu analysierenden Signale angepaßt
und bezüglich des spektralen Auflösungsvermögens
optimiert wird.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ergibt
sich auch aus Anspruch 11. Eine der Analysierschaltung
vorgeschaltete Begrenzungsschaltung weist einen
Schwellwertschalter mit nachgeschalteter Amplitudenbegrenzungsstufe
auf. Mit einer derartigen Begrenzungsschaltung
ergibt sich dann eine besonders einfache
Aufbereitung der Signalspektren für ihre Verarbeitung
in der Analysierschaltung, wenn insbesondere
linienförmige Signalspektren zur Frequenzanalyse
anstehen. Die Begrenzungsschaltung ist unmittelbar
zwischen Frequenzkompressor und Analysierschaltung
eingefügt.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ergibt
sich aus Anspruch 12. Der in der Analysierschaltung
vorgesehene Korrelator ist dabei an Referenzeingang
und Signaleingang angeschlossen. In seinen Speichern
sind das Signal und das Referenzspektrum entsprechend
den Logarithmen der Frequenzen angeordnet. Der Korrelator
ist zum Korrelieren von Spektren ausgebildet
und beinhaltet somit als Funktionen das frequenzmäßige
Verschieben, Multiplizieren und Summieren oder
Integrieren von Spektren bzw. Spektralwerten. Am Ausgang
des Korrelators steht ein für eine Anzeige bereits
geeignetes Korrelogramm an mit einem Maximum
bei der Grundfrequenz. Zum Bestimmen dieses Maximums
und der zugehörigen logarithmischen Frequenz ist eine
Detektionsschaltung dem Korrelator nachgeschaltet.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ergibt
sich nach Anspruch 13. Dabei steht am Ausgang der Detektionsschaltung
ein Teilspektrum an, das von allen
Frequenzen bereinigt ist, die keine Harmonischen der
Grundfrequenz sind. Der Maximumprozessor ist eine
Prüfschaltung zum Erkennen des Maximums im Korrelogramm
und der die Grundfrequenz angebenden Frequenz.
Am Ausgang eines dem Maximumprozessor nachgeschalteten
Frequenzwandlers steht ein um die Grundfrequenz
verschobenes Referenzspektrum an, dessen Multiplikation
mit dem Signalspektrum am Ausgang des Multiplizierers
das bereinigte harmonische Teilspektrum des
Signalspektrums ergibt.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ergibt
sich aus Anspruch 14. Ein digitaler Aufbau der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist für den Frequenzkompressor
besonders vorteilhaft, da für das erforderliche
Umspeichern der Werte der Frequenzstransformierten
im wesentlichen zwei Speicher und eine Steuerschaltung
zum Umformen von Leseadressen in Schreibadressen
unter Bekrücksichtigung der logarithmischen
Basis notwendig sind. Bei digitalen Speichern ist
das Auflösungsvermögen durch die Diskretisierung des
Speichers begrenzt und bei einer logarithmischen Anordnung
der Spektralwerte im Ausgangsspeicher unterschiedlich
und abhängig von der Frequenz, jedoch
ihr nicht proportional. Bei einem Vergleich mit einer
analogen Frequenzkompressionsschaltung, die mehrere
Modulatoren, selektive Filter und Frequenzspannungs-
bzw. Spannungsfrequenzwandler und eine Logarithmierschaltung
enthalten muß, wird der Vorteil des
einfachen Aufbaus einer digital realisierten Schaltung
besonders deutlich.
Die Erfindung wird besonders vorteilhaft durch Anspruch
15 weitergebildet. Dabei ist dem Korrelator
eine Multiplizierstufe für Spektren vorgeschaltet,
an deren einem Eingang das Signalspektrum ansteht
und deren anderer Eingang über einen Inverter mit
einem Prüfdatenspeicher zusammengeschaltet ist, der
seinerseits mit dem Produktausgang einer Multiplikationsschaltung
verbunden ist. Am Inverter stehen
ausgangsseitig adreßsynchron mit Spektralwerten des
Signalspektrums Amplitudenwerte Null für alle bereits
detektierten Grundfrequenzen und deren Harmonischen
an, alle übrigen Amplitudenwerte haben einen
konstanten Wert Eins. Durch eine derartige Vorrichtung
ist eine negative Rückführung zum Löschen
der Spektralwerte aller bereits detektierten Grundfrequenzen
und ihrer zugehörigen harmonischen Frequenzen
aus dem Signalspektrum realisiert.
In jedem Zyklus dieser rekursiven Verarbeitung werden
weitere Grundfrequenzen und ihre zugehörigen
Harmonischen detektiert und in den Prüfdatenspeicher
eingetragen. Die Rekursion ist dann abgeschlossen,
wenn der Maximumprozessor kein eindeutiges Maximum
und somit keine weiteren Grundfrequenzen mehr detektiert.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ergibt
sich auch aus Anspruch 16. Eine der Transformationseinrichtung
nachgeschaltete Normierungsschaltung bewirkt,
daß das einer linienförmigen Transformierten
überlagerte Rauschen im gesamten Frequenzbereich weiß
wird, d. h., daß das Rauschen in diesem Bereich gleiche
spektrale Dichte hat. Eine derartige Normierungsschaltung
mit einem der Dichte entsprechenden
konstanten Schwellenwert ermöglicht in besonders einfacher
Weise die Trennung der Werte der Transformierten
vom Rauschen.
Es ist weiterhin vorteilhaft, der Analysierschaltung
eine Anzeigeeinheit für Korrelogramme nachzuschalten.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand
der Zeichnung im folgenden näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 untereinander angeordnet eine Transformierte
eines Signals und zweier Referenzsignale
jeweils als Funktion der
Frequenz,
Fig. 2 untereinander angeordnet ein harmonisches
Signalspektrum und zwei Referenzspektren
als Funktion des Logarithmus
der Frequenz,
Fig. 3 untereinander angeordnet ein Signalspektrum,
ein Referenzspektrum und ein zugehöriges
Korrelogramm,
Fig. 4 ein weiteres Signalspektrum, das Referenzspektrum
und ein zugehöriges Korrelogramm,
Fig. 5 ein Blockschaltbild einer Vorrichtung zur
Frequenzanalyse.
In Fig. 1 sind als Linienspektren untereinander Werte
der Frequenztransformierten S′ eines Signals sowie
R′ und R′′ zweier Referenzsignale als Funktion
der Frequenz f dargestellt, um die Frequenzanalyse
durch Vergleich mit harmonischen Referenzfrequenzen
zu veranschaulichen.
Die Frequenztransformierte S′ des Signals ist durch
Fourier-Transformation bestimmt worden. Das Signal
enthält der Übersichtlichkeit halber nur zwei Teilspektren
mit harmonischen Signalfrequenzen, wobei
die Grundfrequenz des ersten Teilspektrums kleiner
als die Grundfrequenz des zweiten Teilspektrums ist.
Zum ersten Teilspektrum gehören die Grundfrequenz f′
und die Harmonischen 2f′, 3f′, 4f′, 5f′, 6f′, jeweils
mit gleichen Amplituden, das zweite Teilspektrum
enthält die Grundfrequenz f′′ und deren Harmonische
2f′′, 3f′′, 4f′′, 5f′′, 6f′′, ebenfalls untereinander
mit gleichem Amplitudenwert dargestellt,
der sich jedoch von den Amplitudenwerten des ersten
Teilspektrums unterscheidet. Die Faktoren zur Bestimmung
der harmonischen Frequenzen aus der Grundfrequenz
geben zugleich die Ordnungszahl der betreffenden
Harmonischen an. Unterhalb der Transformierten
S′ des Signals sind Transformierte R′ und
R′′ zweier Referenzsignale dargestellt (Referenzspektren).
Die Referenzfrequenzen f′r, 2f′r, 3f′r,
4f′r des ersten Referenzsignals und f′′r, 2f′′r,
3f′′r, 4f′′r des zweiten Referenzsignals sind so
vorgegeben, daß die Transformierte R′ des ersten
Referenzsignals mit dem ersten Teilspektrum und die
Transformierte R′′ des zweiten Referenzsignals mit
dem zweiten Teilspektrum übereinstimmt. Aus dieser
Gegenüberstellung der Transformierten S′ eines einfachen
Signals mit nur zwei harmonischen Folgen und
den Transformierten R′ und R′′ der beiden Referenzsignale
wird deutlich, daß bereits zwei Referenzsignale
erforderlich sind, um ein derartiges Signal
zu analysieren.
Bei einem Vergleich wird das Vorhandensein von Werten
der Frequenztransformierten bei gleichen Signal-
wie Referenzfrequenzen geprüft. Ist eine Übereinstimmung
zwischen Transformierten R′ bzw. R′′ und
der Transformierten S′ bei mehreren Frequenzen vorhanden,
wie z. B. in Fig. 1 erkennbar, so müssen
die Frequenzen des jeweiligen Teilspektrums harmonisch
zueinander sein.
Beide Teilspektren unterscheiden sich in der Darstellung
zwar signifikant in der Amplitude, wovon bei
realen Signalen nicht ausgegangen werden kann. Damit
sind bei üblichen Analyseverfahren harmonische Anteile
allein dadurch zu detektieren, daß die Abstände
zwischen aufeinanderfolgenden harmonischen Frequenzen
gleich sind, d. h., die Differenzfrequenz
zweier aufeinanderfolgender Harmonischer ist gleich
der Grundfrequenz und somit bei unterschiedlich erzeugenden
Grundfrequenzen stets verschieden. Aus
diesem Grunde müssen auch unterschiedliche Referenzspektren
mit beliebig variablen Referenzgrundfrequenzen
und Abständen ihrer harmonischen Frequenzen
generierbar sein.
In Fig. 2 sind die Werte der Transformierten SL′ des
Signals unter Normierung der Signalfrequenzen mit
einer konstanten Bezugsfrequenz fB entsprechend den
Logarithmen fL der Signalfrequenzen aufgetragen. Die
Normierung mit der Bezugsfrequenz fB bewirkt eine Anpassung
an den zu analysierenden Frequenzbereich, die
Dimensionslosigkeit des Arguments bei der Logarithmierung
und somit die Festlegung eines Ursprungs für
die Darstellung entsprechend den Logarithmen der Frequenzen.
Im Vergleich zu Fig. 1 haben nun zwar die
Harmonischen des einen Teilspektrums mit den Logarithmen
der Signalfrequenzen f′L1, f′L2, f′L3, f′L4,
f′L5, f′L6 und des anderen Teilspektrums mit dem Logarithmen
der Signalfrequenzen f′′L1 bis f′′L6, jeweils
unterschiedliche Abstände, die für die betrachteten
Harmonischen von den Ordnungszahlen bzw. deren
Logarithmen abhängen, jedoch sind die Abstände zwischen
Harmonischen beider Teilspektren, die die gleiche
Ordnungszahl haben, unabhängig von diesen Ordnungszahlen.
Die Ordnungszahlen sind die Faktoren der
zugehörigen harmonischen Signalfrequenzen, sie stehen
bei den Logarithmen der betreffenden Signalfrequenzen
im Index. Die Begriff "Logarithmus der Frequenz" und
"logarithmische Frequenz" werden hier synonym auch
für Signal- und Referenzfrequenzen verwendet.
Die in gleicher Weise normierten und logarithmierten
Referenzfrequenzen ergeben zwei Referenzspektren R′L
und R′′L mit ebenfalls unterschiedlichen Abständen
aufeinanderfolgender harmonischer Referenzfrequenzen
f′Lr1, f′Lr2, f′Lr3, f′Lr4 bzw. f′′Lr1, f′′Lr2,
f′′Lr3, f′′Lr4, aber beide Referenzspektren sind bis
auf eine gemeinsame gleiche Verschiebung aller Harmonischen
völlig identisch. Damit ist ein einmal generiertes
Referenzspektrum zur Korrelation, d. h. zum
Vergleichen und Prüfen der frequenzmäßigen Übereinstimmung,
von Signalspektrum und Referenzspektrum
verwendbar. Da die Abstände der Harmonischen bei
logarithmischer Darstellung im mathematischen Sinne
irrational sind, stellt diese logarithmische Abhängigkeit
der Harmonischen sicher, daß beim Vergleichen
bzw. bei der Korrelation von Referenz- und Signalspektrum
das Häufigkeits- bzw. Korrelationsmaximum
nur dann auftritt, wenn sich alle Harmonischen
"gegenüberstehen". Damit ist dann die Grundfrequenz
eindeutig bestimmbar.
Anders jedoch führt beim Prüfen der Übereinstimmung
entsprechend Fig. 1 eine Verschiebung des Referenzspektrums
R′ derart, daß die Referenzgrundfrequenz f′r
mit der zweiten Harmonischen 2f′ übereinstimmt, zu
einer gleichen zahlenmäßigen Übereinstimmung. Die
Grundfrequenz f′ wird nicht erkannt.
Nachdem mit Fig. 1 und Fig. 2 die Unterschiede von
Spektren als Funktion ihrer Signalfrequenzen f oder
als Funktion der Logarithmen fL ihrer Signalfrequenzen
verdeutlicht worden sind, wird nunmehr in Einzelschritten,
ausgehend von einem Signalspektrum SL
mit Spektralwerten, die den Logarithmen fL der Signalfrequenzen
zugeordnet sind, die Korrelation mit
einem Referenzspektrum RL und die Bestimmung der
Grundfrequenz anhand des Korrelationsergebnisses
dargestellt.
Das Signalspektrum SL in Fig. 3 besteht aus 4 Spektralwerten
bei den logarithmischen Frequenzen fL1
bis fL4. Die Signalfrequenzen sind zueinander harmonisch.
Unterhalb des Signalspektrums SL ist das Referenzspektrum
RL in zwei seiner möglichen Lagen mit jeweils
sechs Referenzspektralwerten skizziert. Die
Basis für die Logarithmierung der Frequenzen ist für
das Signalspektrum SL und das Referenzspektrum RL
gleich, und die Vorgabe einer gleichen Bezugsfrequenz
ermöglicht die Darstellung eines Ursprungs im Koordinatensystem
für logarithmische Frequenzen fL. In
der Ausgangsposition unmittelbar zu Beginn des Vergleichs
bzw. der Korrelation weist das Referenzspektrum
RL die gestrichelten Referenzspektralwerte
bei ν₁, ν₂, ν₃, ν₄, ν₅ und ν₆ auf, dieses feste
Abstandsraster wird durch Addition gleicher Beträge
zu den logarithmischen Frequenzen ν₁ bis ν₆
kontinuierlich oder in der Auflösung entsprechenden
sehr kleinen diskreten Schritten verschoben. Eine
ausgewählte Lage des Referenzspektrums ist mit den
durchgezogenen Spektralwerten bei den logarithmischen
Frequenzen µ₁ bis µ₆ angegeben. Beim Vergleichen
des Referenzspektrums RL mit dem Signalspektrum
SL wird zu jeder Verschiebung das Vorhandensein
von Spektralwerten bei übereinstimmenden Logarithmen
festgestellt und die Häufigkeit dieser Übereinstimmungen
bestimmt. Der Vergleich führt erstmalig
zu einem Häufigkeitswert, wenn der Spektralwert
von ν₂ in eine Position gegenüber fL1, der Referenzspektralwert
von ν₄ in eine Position gegenüber fL2
und der Spektralwert von ν₆ in eine Position gegenüber
fL3 verschoben ist. Diese dreifache Übereinstimmung
ist als Vergleichs- bzw. Korrelationsergebnis
in einem Korrelogramm PL unterhalb der Referenzgrundfrequenz
durch den Wert bei der Position 1 gekennzeichnet.
Bei weiterer Verschiebung des Referenzspektrums
RL ergibt sich die nächste Übereinstimmung
zwischen der fünften Harmonischen des Referenzspektrums
RL und der dritten Harmonischen des Signalspektrums
SL und führt zur Kennzeichnung bei der Position
2 im Korrelogramm PL. Die zweifache Übereinstimmung
bei der Position 3 im Spektrogramm hat
sich bei weiterer Verschiebung des Referenzspektrums
RL durch die dritte Harmonische des Referenzspektrums
RL und die zweite Harmonische des Signalspektrums
SL sowie die sechste Harmonische des Referenzspektrums
RL und die vierte Harmonische des
Signalspektrums SL ergeben. Wenn die Referenzgrundfrequenz
beim Verschieben den Wert µ₁ und die Harmonischen
die Werte µ₂, µ₃, µ₄, µ₅ und µ₆ eingenommen
haben, stimmen die letzten vier Harmonischen des Referenzspektrums
RL mit dem Signalspektrum SL optimal
überein. Das heißt, die Logarithmen der Signalfrequenzen
fL1 bis fL4 sind gleich den Logarithmen der
Referenzfrequenzen µ₁ bis µ₄. Die Länge der sich im
Korrelogramm PL ergebenden Linie unterhalb von µ₁ bei
der Position 4 weist somit einen Häufigkeitswert von
vier Einheiten auf. Bei einer anderen Referenzgrundfrequenz
über der Position 5 des Korrelogramms PL
ergibt sich eine zweifache Übereinstimmung durch die
Referenzgrundfrequenz mit der zweiten Harmonischen
des Signalspektrums SL sowie der zweiten Harmonischen
des Referenzspektrums RL mit der vierten Harmonischen
des Signalspektrums SL. Im Korrelogramm PL sind außer
den beschriebenen ebenfalls alle sonstigen einfachen
Übereinstimmungen von Referenzspektrum RL und Signalspektrum
SL gekennzeichnet, ohne daß ihr Zustandekommen
hier noch weiter erläutert werden muß.
Anhand des Korrelogramms PL wird die Grundfrequenz
dadurch ermittelt, daß das Häufigkeits- bzw. Korrelationsmaximum
aller gekennzeichneten Werte bestimmt
wird. Die zu diesem Maximum gehörende Verschiebung
ΔfL max bzw. die logarithmische Frequenz µ₁ ist
gleich dem Logarithmus der Grundfrequenz fL1 des
Signalspektrums SL. Wenn das Verfahren auch hier
nur für eine Grundfrequenz und ihre Harmonischen
beschrieben worden ist, so ist das keine Einschränkung,
denn weitere Grundfrequenzen und deren Harmonischen
ordnen sich wie in Fig. 2 oben dargestellt
mit gleichen Abständen der jeweiligen Harmonischen
in ein erweitertes Signalspektrum ein und ergeben
Linien im Korrelogramm, die jedoch nicht mit Linien
der ersten Harmonischenfolge zusammenfallen und deshalb
eindeutig zu trennen sind.
In Fig. 4 sind ein weiteres Signalspektrum SL, das
gleiche Referenzspektrum RL, wie in Fig. 3, und
das sich bei der Korrelation dieser Spektren ergebende
Korrelogramm PL* dargestellt.
Das weitere Signalspektrum SL* unterscheidet sich
von dem Signalspektrum SL in Fig. 3 dadurch, daß es
nur Spektralwerte bei fL1, fL2 und fL3 aufweist, die
vierte Harmonische ist nicht vorhanden.
Für die Korrelation wird das in Fig. 3 beschriebene
Referenzspektrum RL verwendet. Es sind abermals zwei
Lagen des Referenzspektrums RL mit unterschiedlichen
Referenzgrundfrequenzen λ₁ und µ₁ angegeben. Die Referenzgrundfrequenz
λ₁ und die zugehörigen Harmonischen
λ₂ bis λ₆ sind durch strichpunktierte Linien
und die Folge mit den Referenzfrequenzen µ₁ bis µ₆
wiederum durch ausgezogene Linien gekennzeichnet.
Der Vergleich durch Korrelation ergibt in beiden Lagen
des Referenzspektrums RL jeweils eine dreifache
Übereinstimmung mit dem verminderten Signalspektrum
SL* und damit die Werte im Korrelogramm PL* bei
den Positionen 1* und 4*, die den Frequenzen λ₁ und
µ₁ entsprechen. Das Vorhandensein von Spektralwerten
bei übereinstimmenden Logarithmen ist für λ₂ und
fL1, λ₄ und fL2 sowie λ₆ und fL3 einerseits und µ₁
und fL1, µ₂ und fL2 sowie µ₃ und fL3 andererseits
unmittelbar aus der Darstellung erkennbar. Wegen der
fehlenden vierten Harmonischen bei fL4 ergibt sich
insgesamt ein Korrelogramm PL* mit einer geringeren
Anzahl von Korrelationsergebnissen bei logarithmischen
Frequenzen als in Fig. 3, und die Werte im Korrelogramm
PL* sind bei den Positionen 3*, 4* und 5*
geringer. Das Korrelogramm PL* ist somit ohne Zusatzbedingung
mehrdeutig und weist zwei Maxima in
den Positionen 1* und 4* mit den Referenzgrundfrequenzen
λ₁ und µ₁ auf. Von mehreren gleich großen
Maxima im Korrelogramm PL* ist dann dasjenige bei
der höchsten logarithmischen Frequenz fL zu detektieren.
In Fig. 4 liegt dieses Maximum im Korrelogramm
PL* bei der Position 4*, und aus der zugehörigen
logarithmischen Referenzgrundfrequenz µ₁ ergibt
sich die logarithmische Grundfrequenz fL1.
Die Mehrdeutigkeit, d. h. der Korrelogrammwert 1*,
gibt an, daß das Signalspektrum SL* als Rest eines
harmonischen Signalspektrums mit einer Grundfrequenz
aufgefaßt werden kann, die gleich der halben
detektierten Grundfrequenz des Signalspektrums SL*
ist, deren Spektralwert jedoch fehlt. Ebenso fehlen
die Spektralwerte ungeradzahliger Harmonischer, die
mit den logarithmischen Referenzfrequenzen λ₃ und
λ₅ übereingestimmt hätten. Ein derart stark reduziertes
Signalspektrum ist für sich allein jedoch nicht
mehr signifikant.
In Fig. 5 ist ein Blockschaltbild einer Vorrichtung
zur Frequenzanalyse nach dem vorstehend beschriebenen
Verfahren dargestellt. Die Vorrichtung ist mit
digitalen Bauelementen realisiert, wobei auf eine
Darstellung der Steuertakte der Übersichtlichkeit
halber verzichtet wurde. Es wird daher davon ausgegangen,
daß Bauelemente oder Baugruppen für sich
asynchron arbeiten und an ihren Ausgängen vollständige
Endergebnisse verfügbar sind. Die Ergebnisse
werden von nachfolgenden Baugruppen dann im sog.
Handshaking-Verfahren übernommen.
Eine Transformationseinrichtung 10 hat einen Eingang 11
für Signale. Diese Signale sind von Sensoren oder
Wandlern aufgenommene Meß- oder Empfangssignale, die
zur Bestimmung ihrer Grundfrequenzen und deren zugehörigen
harmonischen Frequenzen analysiert werden
sollen. Die Signale sind Zeitfunktionen, die in der
Transformationseinrichtung 10 in von der Signalfrequenz
abhängige Transformierte umsetzbar sind. Dazu weist
die Transformationseinrichtung 10 einen Analog-Digitalwandler
12, einen Fast-Fourier-Prozessor 13 und
einen Betragsbildner 14 auf. Der Fast-Fourier-Prozessor
13 bildet aus dem digitalisierten Signal eine
komplexe Fourier-Transformation, deren Betragsspektrum
als Ausgangssignal des Betragsbildners 14
am Ausgang 15 der Transformationseinrichtung 10 ansteht.
Statt des Fast-Fourier-Prozessors 13 sind
jedoch ohne weiteres andere geeignete Prozessoren
einsetzbar, die eine Transformation des Signals aus
einem Originalbereich in einen Bildbereich, in diesem
Falle aus dem Zeitbereich in den Frequenzbereich,
erzeugen. An die Transformationseinrichtung 10 ist
ein Digital-Filtergerät 20 zum Bilden einer signalgeräuschverbesserten
Transformierten angeschlossen.
Die Werte der Transformierten sind als Funktion der
diskreten Signalfrequenz f jeweils in der Transformationseinrichtung
10 bzw. in dem Digital-Filtergerät
20 vollständig gespeichert, wobei die Speicheradressierung
den Signalfrequenzen f proportional ist
und bei vorgegebenem Frequenzbereich die Speicherkapazität
das Frequenzauflösungsvermögen bestimmt.
Die Speicheradressierung ist damit unmittelbar unter
Berücksichtigung eines Skalenfaktors in Signalfrequenzen
f zur Darstellung der Transformierten umsetzbar.
Dem Digital-Filtergerät 20 ist ein Frequenzkompressor
30 nachgeschaltet, an dessen Ausgang 31 beispielsweise
das Signalspektrum SL gemäß Fig. 3 ansteht,
dessen Spektralwerte den Logarithmen fL der
Signalfrequenzen zugeordnet sind. Der Frequenzkompressor
30 weist einen Eingangsspeicher 32 mit nachgeschalteter
Summierstufe 33 auf, an die ausgangsseitig
ein Ausgangsspeicher 34 angeschlossen ist.
Der Ausgangsspeicher 34 ist ausgangsseitig mit dem
Ausgang 31 des Frequenzkompressors 30 verbunden. Der
Frequenzkompressor 30 enthält ferner eine interne
Steuerschaltung 35 zur Ansteuerung des Eingangsspeichers
32 mit Leseadressen und des Ausgangsspeichers
34 mit Schreibadressen und hat einen Eingabeeingang
36 für eine logarithmische Basis b. Zu jeder
Schreibadresse des Ausgangsspeichers 34 bestimmt
die Steuerschaltung 35 aus dem Speicherumfang des
Eingangsspeichers 32, dem Speicherumfang des Ausgangsspeichers
34 und der Logarithmenbasis b aufeinanderfolgende
Leseadressen, deren zugehörigen Werte der
im Eingangsspeicher 32 gespeicherten Transformierten
in der Summierstufe 33 addiert und als Spektralwerte
unter der Schreibadresse in den Ausgangsspeicher 34
übernommen werden. Ist die Kapazität des Eingangsspeichers
32 vorgegeben, so ist von den Parametern
"Kapazität des Ausgangsspeichers 34" und "logarithmische
Basis b" jeweils der eine oder andere frei
wählbar. Üblicherweise ist jedoch auch die Kapazität
des Ausgangsspeichers 34 begrenzt, so daß sich
aus Gründen optimaler Speichernutzung zum Erzielen
einer bestmöglichen Frequenzauflösung die logarithmische
Basis b aus den Kapazitäten von Eingangsspeicher
32 und Ausgangsspeicher 34 bestimmt. Der
Ausgangsspeicher 34 enthält damit die Spektralwerte
des Signalspektrums SL, Fig. 3, das im folgenden
auch als logarithmisches Signalspektrum bezeichnet
wird. Die Adressen des Ausgangsspeichers 34 sind
dem Logarithmen der Signalfrequenzen, den sog. logarithmischen
Frequenzen fL, bei Beachtung einer
geeigneten Diskretisierung proportional.
Eine Eingabeschaltung 40 mit einem Basisausgang 41
ist mit der Steuerschaltung 35 in dem Frequenzkompressor
30 und einem Referenzgenerator 50 verbunden.
Der Referenzgenerator 50 weist einen Referenzspeicher
auf, dessen Organisation dem Ausgangsspeicher
34 des Frequenzkompressors 30 gleicht. Er
hat das gleiche Auflösungsvermögen, und seine Speicheradressen
entsprechen den Logarithmen der Referenzfrequenzen.
Der Referenzgenerator 50 weist ferner
eine Rechenschaltung auf, die unter Berücksichtigung
der logarithmischen Basis b zu den Ordnungszahlen
der harmonischen Referenzfrequenzen Adressen
von Speicherstellen des Referenzspeichers bestimmt,
die auf einen konstanten, für alle Speicherstellen
gleichen, Referenzspektralwert gesetzt werden. Der
Referenzspeicher ist über einen Referenzausgang des
Referenzgenerators 50 auslesbar.
Dem Kompressorausgang 31 ist eine Begrenzerschaltung
75 nachgeschaltet, die ausgangsseitig mit einem
Signaleingang 101 einer Analysierschaltung 100
verbunden ist. Bei der Frequenzanalyse von Linienspektren
steht dann an der Begrenzerschaltung 75
ausgangsseitig ein Signalspektrum mit konstanten
Spektralwerten an, das zusätzlich um solche eingangsseitig
noch vorhandene Werte bereinigt ist,
die kleiner als eine vorgebbare Schwelle sind. Dazu
weist die Begrenzerschaltung 75 eine logische
Torschaltung zur Unterdrückung der niedrigwertigsten
Bits der Spektralwerte sowie zur Ausgabe eines
konstanten Spektralwertes auf, wenn höherwertige
Bits über der Schwelle liegende Spektralwerte
kennzeichnen. Die Begrenzerschaltung 75 bewirkt, daß
sich Folgen harmonischer Signalfrequenz nicht
mehr durch Amplituden, sondern nur noch durch die
Anzahl ihrer Harmonischen unterscheiden.
Die Analysierschaltung 100 weist weiterhin einen
Referenzeingang 102 und einen Spektralausgang 103
auf. Sie enthält einen Spektrumspeicher 110 zur
Zwischenspeicherung des Signalspektrums SL, der
über den Signaleingang 101 mit der Begrenzerschaltung
75 verbunden ist. Der Spektrumspeicher 110
ist ausgangsseitig über eine zwischengeschaltete
Multiplizierstufe 115 an einen Korrelator 120 angeschlossen.
An einem ersten Eingang 121 des Korrelators
120 steht das Signalspektrum SL (Fig. 3),
und an einem zweiten mit dem Referenzgenerator 50
verbundenen Eingang 122 steht das Referenzspektrum
RL (Fig. 3) an. Die Korrelation der Spektren SL
und RL an den Eingängen 121, 122 des Korrelators 120
ergibt ausgangsseitig das in Fig. 3 skizzierte Korrelogramm
PL, dessen Maximum die Folge von harmonischen
Signalfrequenzen kennzeichnet, die die meisten Harmonischen
enthält und aus dessen zugehöriger Verschiebung
die Grundfrequenz bestimmt wird.
Die Analysierschaltung 100 weist ferner eine Detektionsschaltung
130 zum Bestimmen der Grundfrequenzen
und der zugehörigen Harmonischen und zum Erzeugen eines
anzeigbaren Ausgangsspektrums als Ergebnis der
Frequenzanalyse auf.
Die Detektionsschaltung 130 weist daher einen an den
Korrelator 120 angeschlossenen Prozessor 135
zum Bestimmen des Korrelationsmaximums und des zugehörigen
Logarithmus der Grundfrequenz auf. Der
Prozessor 135 ist ausgangsseitig zur Übergabe
einer dem Logarithmus der Grundfrequenz entsprechenden
Grundfrequenzadresse mit einem Startadreßeingang
139 eines Auto-Inkrement-Speichers 140 als Frequenzwandler
verbunden. Der Auto-Inkrement-Speicher 140
ist außerdem eingangsseitig mit dem Referenzgenerator
50 verbunden und einem Leseausgang 141. Beim
Einschreibvorgang erfolgt die Übernahme des Referenzspektrums
beginnend bei der Startadresse unter
fortlaufender automatischer Inkrementierung der Einschreibadresse,
so daß die harmonischen Referenzspektralwerte
mit einer dem Logarithmus der Grundfrequenz
entsprechenden Verschiebung gespeichert sind. Das
Auslesen des Auto-Inkrement-Speichers 140 beginnt
stets bei seiner niedrigsten Adresse.
Mit dem Spektrumspeicher 110 und dem Auto-Inkrement-
Speicher 140 ist eine Multiplikationsschaltung 150
verbunden, deren Produktspektrum an einem Produktausgang
151 von allen Spektralwerten befreit ist, die
nicht mit der Grundfrequenz und ihren Harmonischen
übereinstimmen.
Dem Produktausgang 151 ist eine Oderschaltung 152
nachgeschaltet, die mit einem Steuereingang 158 eines
Anzeigespeichers 155 verbunden ist. In der Oderschaltung
152 sind zum Prüfen auf einen von Null abweichenden
Wert des Produktspektrums die Stellen des
digitalen Spektralwertes durch Oderfunktion verknüpft.
Eine logische Null am Steuereingang 158 verhindert
eine Übernahme von Daten in den Anzeigespeicher 155.
Der Anzeigespeicher 155 weist zwei Speicherbereiche
auf, und zwar einen mit dem Produktausgang 151 verbundenen
Spektralbereich 156 zur Übernahme von Spektralwerten
und einen an den Maximumprozessor 135 angeschlossenen
Indexbereich 157 zur Übernahme eines
grundfrequenzspezifischen Kennzeichens, wobei die
Übernahme gleichzeitig für beide Speicherbereiche
adressensynchron erfolgt.
Der Oderschaltung 152 ist auch ein Prüfdatenspeicher
160 mit einem Dateneingang 161 und einem Schreibeingang
162 nachgeschaltet. Der Dateneingang 161 und
der Schreibeingang 162 sind kurzgeschlossen, eine logische
Null am Schreibeingang 162 bewirkt das Einspeichern
von Daten in die betroffene Speicherstelle
des Prüfdatenspeichers 160. Der Prüfdatenspeicher
160 hat die gleiche Adressierung wie der Anzeigespeicher
155, jedoch nur einen Umfang von einem
Bit je Speicherstelle. An seinem Inhalt ist erkennbar,
zu welchen den logarithmischen Frequenzen entsprechenden
Adressen harmonische Spektralwerte detektiert
sind.
Der Prüfdatenspeicher 160 ist ausgangsseitig über
einen Inverter 165 mit der Multiplizierstufe 115
verbunden, so daß bei der Multiplikation ein um
bereits detektierte Spektralwerte vermindertes Signalspektrum
am Ausgang der Multiplizierstufe 115
und damit am Korrelator 120 zum Bestimmen eines Korrelogramms
aus dem verminderten Signalspektrum ansteht.
Die Korrelation der durch diese Zusammenschaltung
rekursiv reduzierten Signalspektren ist
beendet, wenn der Maximumprozessor 135 kein weiteres
Korrelationsmaximum detektiert.
Der Anzeigespeicher 155 ist ausgangsseitig über den
Spektralausgang 103 mit einer Anzeigevorrichtung 170
zur Darstellung des Ergebnisses der Frequenzanalyse
verbunden. Die Inhalte des Spektralbereichs 156 und
des Indexbereichs 157 bewirken in einer gemeinsamen
Anzeige, daß die zu einer Grundfrequenz gehörenden
Harmonischen mit gleichem Index gekennzeichnet dargestellt
sind. Ist die Anzeigevorrichtung 170 für
eine mehrfarbige Darstellung geeignet, bestimmt der
gleiche Index die gleiche Farbe zusammengehöriger
harmonischer Spektrallinien. Die Anzeige ergibt eine
Darstellung in kartesischen Koordinaten, bei der
die Adressen des Anzeigespeichers 155 die Abszissenwerte
und die Inhalte des Spektralbereichs 156 die
Ordinatenwerte angeben. Das Ergebnis der Frequenzanalyse
ist damit proportional den Logarithmen der
Signalfrequenzen fL dargestellt. Eine den Signalfrequenzen
direkt proportionale Darstellung und die
Anzeige von Zahlenwerten der Grundfrequenzen und ihrer
Harmonischen ist durch Zwischenschalten eines Adreßumwerters
unter Berücksichtigung der logarithmischen
Basis b leicht realisierbar.
Alle Speicher sind nach Art eines Schieberegisters
mit aufeinanderfolgenden Speicherplätzen und entsprechenden
Adressierungen aufgebaut. Das Einschreiben
oder das Lesen der Speicherinhalte wird durch
vorhergehende oder nachfolgende Stufen initiiert.
In einer nicht dargestellten übergeordneten Steuereinrichtung
werden erforderliche Takte generiert,
um gleichzeitiges Lesen und Schreiben eines Speichers
zu verhindern.
Claims (17)
1. Verfahren zur Frequenzanalyse eines Signals unter
Verwendung von harmonischen Referenzfrequenzen,
dadurch gekennzeichnet, daß aus dem Signal ein
Signalspektrum erzeugt wird, dessen Spektralwerte
Logarithmen der Signalfrequenzen zugeordnet
sind, daß aus den harmonischen Referenzfrequenzen
ein Referenzspektrum abgeleitet wird, dessen
Spektralwerte den auf die gleiche Basis wie die
der Logarithmen der Signalfrequenzen bezogenen
Logarithmen der Referenzfrequenzen zugeordnet
sind, daß das Signalspektrum und das Referenzspektrum
miteinander derart verglichen werden,
daß sie gegeneinander verschoben werden und zu
jeder Verschiebung die Häufigkeit von im Signalspektrum
und Referenzspektrum bei übereinstimmenden
Logarithmen vorhandenen Spektralwerten
festgestellt wird, und daß ein Häufigkeitsmaximum
detektiert und aus seiner zugehörigen Verschiebung
eine Grundfrequenz im Signalspektrum
bestimmt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß oberhalb einer vorgegebenen Schwelle
liegende Spektralwerte des Signalspektrums auf
eine konstante Amplitude begrenzt werden und
daß der Vergleich durch Korrelation des Signalspektrums
und des Referenzspektrums durchgeführt
wird, wobei ein Korrelationsmaximum als Häufigkeitsmaximum
detektiert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß beim Zuordnen der Spektralwerte
zu Logarithmen der Signalfrequenzen als
Spektralwerte, die bei den Signalfrequenzen vorliegenden
Werte einer Frequenztransformierten
des Signals verwendet werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß beim Detektieren mehrerer
gleich großer Häufigkeits- bzw. Korrelationsmaxima,
das mit der größten Verschiebung ausgewählt
wird, wenn beim Vergleichen bzw. Korrelieren
des Referenzspektrums zu größeren Logarithmen
hin verschoben wird, oder daß das Häufigkeitsmaximum
mit der geringsten Verschiebung
ausgewählt wird, wenn beim Vergleichen bzw. Korrelieren
das Signalspektrum zu größeren Logarithmen
hin verschoben wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Referenzspektrum
so vorgegeben wird, daß es eine Grundfrequenz,
die gleiche oder kleiner als die niedrigste Frequenz
des Signalspektrums ist, und harmonische
Referenzfrequenzen enthält, deren höchste Ordnungszahl
mindestens gleich einer höchsten abschätzbaren
Ordnungszahl der Harmonischen des
Signalspektrums ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß zum Bestimmen weiterer
Grundfrequenzen die Spektralwerte der zuvor
ermittelten Grundfrequenz und die der zugehörigen
Harmonischen aus dem Signalspektrum gelöscht
werden und so jeweils ein reduziertes Signalspektrum
erzeugt wird, und daß das reduzierte Signalspektrum
wieder mit dem Referenzspektrum verglichen
bzw. korreliert und jeweils ein weiteres
Häufigkeits- bzw. Korrelationsmaximum bestimmt
wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Frequenztransformierte
bezüglich des Mittelwertes des weißen
Rauschens normiert wird und daß beim Zuordnen
die oberhalb einer Rauschschwelle liegenden Werte
der Frequenztransformierten verwendet werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß beim Zuordnen der Spektralwerte
zu Logarithmen der Signalfrequenzen
die Werte der Frequenztransformierten in im Frequenzbereich
einander überlappenden Intervallen
integriert werden, daß Grenzfrequenzen an oberen
und unteren Intervallgrenzen in einem von der Lage
der Intervalle unabhängigen konstanten Verhältnis
zueinander stehen und daß der so gebildete Integralwert
jeweils einer bestimmten Frequenz im
Intervall zugeordnet wird, die für jedes Intervall
auf die gleiche Art, vorzugsweise als geometrischer
oder arithmetischer Mittelwert, der oberen
und unteren Intervallgrenze bestimmt wird,
und daß alle Integralwerte das Signalspektrum
angeben.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß als Basis für die Logarithmen der Signalfrequenzen
das Verhältnis von oberer zu unterer
Grenzfrequenz gewählt wird.
10. Vorrichtung zum Ausüben des Verfahrens nach einem
der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Zuordnen der Spektralwerte zu Logarithmen
der Signalfrequenzen ein Frequenzkompressor
(30) vorgesehen ist, der mit einem Signaleingang
(101) einer Analysierschaltung (100)
zum Vergleichen von Signal- und Referenzspektrum
und Bestimmen der Grundfrequenz verbunden
ist, daß an einem Referenzeingang (102) der Analysierschaltung
(100) ein Referenzgenerator (50)
angeschlossen ist, an dem ausgangsseitig das Referenzspektrum
ansteht, daß der Frequenzkompressor
(30) und der Referenzgenerator (50) mit einer
Eingabeschaltung (40) für eine logarithmische
Basis verbunden sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Signaleingang (101) der Analysierschaltung
(100) eine Begrenzerschaltung (75)
vorgeschaltet ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Analysierschaltung (100) einen
Korrelator (120), dessen erster Eingang an den
Signaleingang (101) und dessen zweiter Eingang
an den Referenzeingang (102) angeschlossen sind,
und eine Detektionsschaltung (130) zum Bestimmen
des Logarithmus der Grundfrequenz aufweist, die
eingangsseitig mit dem Korrelator (120) und dem
Referenzeingang (102) und ausgangsseitig mit einem
Spektralausgang (103) der Analysierschaltung
(100) verbunden ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Detektionsschaltung (130) einen
mit dem Korrelator (120) verbundenen
Prozessor (135) zum Bestimmen des Korrelationsmaximums, an dem ausgangsseitig die
Grundfrequenz ansteht, und einen eingangsseitig
mit dem Prozessor (135) und dem Referenzeingang
(102) verbundenen Frequenzwandler, insbesondere
Auto-Inkrement-Speicher (140), zum
Bilden eines Referenzspektrums mit einer der
detektierbaren Grundfrequenz gleichen Grundreferenzfrequenz
und eine Multiplikationsschaltung
(150) für Spektren aufweist, die eingangsseitig
an den Signaleingang (101) und den Frequenzwandler
und ausgangsseitig an den
Spektralausgang (103) angeschlossen ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß der Frequenzkompressor
(30) einen Eingangsspeicher (32) für
die Werte der Frequenztransformierten aufweist,
daß der Eingangsspeicher (32) über eine Summierstufe
(33) zur Integration der Werte in dem im
Frequenzbereich liegenden Intervall mit einem
Ausgangsspeicher (34) für das Signalspektrum
verbunden ist, daß der Eingangsspeicher (32),
der Ausgangsspeicher (34) und die Eingabeschaltung
(40) an eine Steuerschaltung (35) zum Erzeugen
von Leseadressen für den Eingangsspeicher
(32) und Schreibadressen für den Ausgangsspeicher
(34) angeschlossen sind, wobei die Leseadressen
den Logarithmen der Signalfrequenzen
proportional sind.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß die Detektionsschaltung
(130) einen Inverter (165) aufweist, der
eingangsseitig über einen Prüfdatenspeicher (160)
mit dem Produktausgang (151) der Multiplikationsschaltung
(150) und ausgangsseitig mit einer dem
Korrelator (120) vorgeschalteten Multiplizierstufe
(115) verbunden ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Transformationseinrichtung
(10) einen AD-Wandler (12),
einen FFT-Prozessor (13) und einen Betragsbildner
(14) aufweist und daß zwischen Transformationseinrichtung
(10) und Frequenzkompressor (30)
eine Normierungsschaltung (Digital-Filtergerät
20) geschaltet ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß an den Spektralausgang
(103) der Analysierschaltung (100) eine Anzeigeeinheit
(170) für Korrelogramme angeschlossen
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813148735 DE3148735A1 (de) | 1981-12-09 | 1981-12-09 | Verfahren und vorrichtung zur frequenzanalyse |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813148735 DE3148735A1 (de) | 1981-12-09 | 1981-12-09 | Verfahren und vorrichtung zur frequenzanalyse |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3148735A1 DE3148735A1 (de) | 1986-10-09 |
| DE3148735C2 true DE3148735C2 (de) | 1992-03-26 |
Family
ID=6148273
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19813148735 Granted DE3148735A1 (de) | 1981-12-09 | 1981-12-09 | Verfahren und vorrichtung zur frequenzanalyse |
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