DE3149226C2 - Transportvorrichtung für Signaturbögen, Lagen o.ä. - Google Patents
Transportvorrichtung für Signaturbögen, Lagen o.ä.Info
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Abstract
Bei einer Signaturbogen-Zuliefervorrichtung, in welcher von einer Falzmaschine einer Rotationsdruckpresse gefaltete Signaturbogen (3) aus Papierblättern mittels eines endlosen Transportbandes (17) einem horizontalen Stapler in teilweise einander überlappender Lage transportiert, vor dem Stapler umgedreht und dann hintereinander in den Stapler unter einen Stapel von vorher bereits eingestapelten Signaturbögen eingestapelt werden, ist ein erstes Rad (14) in Kontakt mit der unteren Oberfläche des endlosen Förderbandes (17) vorgesehen, das mit einer Umfangsgeschwindigkeit rotiert, die im wesentlichen der Transportgeschwindigkeit des endlosen Förderbandes (17) entspricht. Weiterhin ist ein zweites Rad (23) vorgesehen, welches auf einer Welle (20) parallel zum ersten Rad (14) zum Einklemmen des Transportbandes (17) und der von diesem transportierten Signaturbogen (3) zwischen beiden Rädern angeordnet ist. Weiterhin sind Zahnräder (21, 22) zum Antrieb des zweiten Rades (23) mit einer Umfangsgeschwindigkeit geringer als die des ersten Rades (14) derart vorgesehen, daß eine geringe Verzögerung auf das obere Blatt jedes doppelt gefalteten Signaturbogens relativ zu dessen unterem Blatt ausgeübt wird. Die durch diese Verzögerung hervorgerufene Verschiebung zwischen den beiden Blättern des Signaturbogens wird so groß gewählt, daß sie dem Verschiebeweg des unteren Blattes entspricht, der auf dieses durch das Transportband aufgebracht wird, das dafür vorgesehen ist, um die Signaturbögen ...
Description
a) ein Endlos-Transportband (17) zwischen dem Falzapparat und dem Stapler (4) zum Überführen
der gefalteten Signaturbögen, Lagen o. ä.,
b) ein erstes rotierendes Teil (14), das in Kontakt mit der Unterseite des Endlos-Transportbandes
(17) steht und mit einer Umfangsgeschwindigkeit angetrieben wird, die im wesentlichen
gleich der Transportgeschwindigkeit des Endlos-Transportbandes (17) ist,
c) ein zweites rotierendes Teil (23), das auf einer zum ersten rotierenden Teil (14) parallelen
Welle (20) angeordnet ist, wobei das Endlos-Transportband (17) und die auf ihm zu
transportierenden Signaturbögen zwischen beiden rotierenden Teilen (14, 23) einklemmbar
sind, und
d) eine Einrichtung (21, 22), mittels der das zweite rotierende Teil (23) mit geringerer Umfangsgeschwindigkeit
als das erste rotierende Teil (14) antreibbar ist.
35
2. Transportvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsgeschwindigkeit
des zweiten rotierenden Teiles (23) derart gewählt ist, daß die durch sie bedingte Verschiebung
des oberen Blattes (3E2a)des Signaturbogens (3£2)
relativ zu dessen unterem Blatt (3E2b) der beim
Einstapeln in den Stapler (4) von dessen Transportband (6) bedingten relativen Verschiebung zwischen
den Einzelblättern entspricht.
3. Transportvoi,'chtung nach Anspruch 1 oder 2,
gekennzeichnet durch eine Einrichtung (24, 25, 26) zum Einstellen der Spaltweite zwischen dem zweiten
rotierenden Teil (23) und dem Endlos-Transportband (17).
4. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüehe
1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vielzahl von Endlos-Transportbändern (17) und eine
Vielzahl von über diesen angebrachten zweiten rotierenden Teilen (23) vorgesehen sind.
5. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüehe 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das erste
rotierende Teil (14) als Walze ausgebildet ist.
6. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite
rotierende Teil (23) als Rad oder Rolle auf der Welle 6Ü
(20) ausgebildet ist.
7. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Oberfläche des zweiten rotierenden Teiles (23) mit einem Überzug aus Gummi oder einem ähnlichen
Material versehen ist.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Transportvorrichtung für Signaturbögen, Lagen o. ä. bei einer Rotationsdruckmaschine,
die einen Falzapparat und einen Stapler mit horizontaler Einstapelung aufweist, in welchen die
hintereinander folgenden, sich teilweise überlappenden Signaturbögen, Lagen o. ä-, deren jede aus mindestens
zwei Einzelblättern besteht laufend mitteis eines Transportbandes unterhalb vorher bereits eingestapelter
Signaturbögen, Lagen o. ä. zur Ausbildung eines vertikalen Stapels derselben eingebracht werden.
Bei Rotationsdruckmaschine wird üblicherweise ein Falzapparat vorgesehen, welcher eine Bahn von
bedrucktem Papier in vorbestimmten Längen desselben schneidet und die abgeschnittenen Längen faltet, wobei
der Falzapparat üblicherweise mit einem Stapler versehen ist, der die Signaturbögen oder Lagen, welche
zu ihm von dem Falzapparat gelangen, ausrichtet und aufstapelt. Solche Stapler lassen sich in zwei Typen
einteilen, nämlich in einen sogenannten vertikalen Stapler-Typ, bei dem die Signaturbögen o. ä. in
vertikaler Richtung eingeführt bzw. eingestapelt werden, und in einen Horizontalstapler-Typ, bei dem die
Signaturen o. ä. horizontal eingestapelt werden.
Bei solchen herkömmlichen Transportvorrichtungen hat sich allerdings bei der Verwendung von Horizontalstaplern
die Schwierigkeit ergeben, daß es beim Einstapeln eines jeweils gerade angeförderten neuen
Signaturbcgens mit übereinander liegenden Blättern zu einer relativen Lageverschiebung der übereinander
liegenden Blätter des betreffenden Signaturbogens kommt. Dies kommt dadurch zustande, daß jeweils das
unten liegende Blatt im bereits aufgestapelten Stapel sich noch in Kontakt mit dem unter ihm hinweg
führenden Transportband befindet, während das darüberliegende Blatt einen solchen Kontakt zum Transportband
nicht aufweist. Wird von dem Transportband dann von unten her eine neue Lage aus zwei
übereinander liegenden Blättern eingeschoben, dann wird das oben liegende, nicht mehr mit dem
Transportband in Berührung stehende Blatt dieser Lage durch seine Anlage gegen den oben liegenden Stapel
leicht gegenüber dem unteren, vom Transportband kontinuierlich weiter transportierendem Blatt dieser
Lage verzögert, so daß dann, wenn das untere Blatt in seiner Endlage im Stapler angekommen ist, das über ihm
liegende Blatt desselben Signaturbogens (bzw. derselben Lage) ihm gegenüber um einen bestimmten Weg
rückversetzt ist. Hieraus folgt, daß die Endkanten der aufgestapelten Blätter im Stapler in vertikaler Richtung
nicht gut ausgerichtet sind, weshalb es sich als notwendig erweist, häufig das Bündel an Signaturbogen,
das im Stapel aufgestapelt ist, von Hand in vertikaler Richtung nachträglich auszurichten.
Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art
so zu verbessern, daß unter weitgehender Vermeidung der aufgezeigten Nachteile ein wirksames und gut
ausgerichtetes Stapeln oder Signaturbogen, Lagen o. ä. im Stapler erzielt und dadurch ein nachträgliches
Ausrichten von Hand vermieden wird.
Dies wird erfindungsgemäß bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art durch Anwendung folgender
Merkmale erreicht:
a) ein Endlos-Transportband zwischen dem Falzapparat und dem Stapler zum Überführen der gefalteten
Signaturbögen, Lagen o. ä.;
b) ein erstes rotierendes Teil, das in Kontakt mn der
Unterseite des Endlos-Transportbandes steht und mit einer Umfangsgeschwindigkeit angetrieben
wird, die im wesentlichen gleich der Transportgeschwindigkeit des Endlos-Transportbandes ist;
c) ein zweites rotierendes Teil, das ajf einer zum ersten rotierenden Teil parallelen Welle angeordnet
ist, wobei das Endlos-Transportband und die auf ihm zu transportierenden Signaturbögen zwischen
beiden rotierenden Teilen einklemmbar sind, und
d) durch eine Einrichtung, mittels der das zweite rotierende Teil mit geringerer Umfangsgeschwindigkeit
als das erste rotierende Teil antreibbar ist
Die erfindungsgernäße Transportvorrichtung, die zwischen dem Falzapparat einer Rotationsdruckmaschine
und einem Horizontalstapler eingesetzt wird, bewirkte somit, daß beim Durchlaufen der betreffenden
Signaturbogen, Lagen o. ä. (deren jede aus mindestens zwei Einzelblätter besteht) jeweils das oben liegende
Blatt gegenüber den unter ihm liegenden Blättern beim Durchlaufen durch die Transportvorrichtung verzögert
und damit um einen gewissen Abstand (in Transportrichtung gesehen:) zurückversetzt wird. Die entsprechende
Lage läuft dann mit diesem einzelnen, etwas zurück versetzten Blatt bis zum Stapler, wobei jedoch vor
Erreichen des Staplereingangs die gesamte Lage umgedreht, d. h. »auf den Kopf« gestellt wird: beim
Einlauf in den Stapler liegt somit das in Transportrichtung etwas rückversetzte Blatt jetzt auf der Unterseite
der Lage, so daß beim Einschieben der Lage in den Stapler die von den dort aufgestapelten Signaturbö^en
von oben her auf die oben liegenden Blätter durch Reibeinwirkung ausgeübte Verzögerung durch den
Zangstransport des untersten Blattes, welches dort dann am Transportband anliegt, genau ausgeglichen wird.
Damit wird im Prinzip erreicht, daß die beim horizontalen Einstapelvorgang in den Stapler auftretende
Relativverschiebung zwischen den Einzelblättern der Lage durch die Transportvorrichtung bereits im voraus
infolge einer dort bewirkten entgegengerichteten «o Verschiebung ausgeglichen werden kann, so daß im
Stapler selbst eine ordnungsgemäße Aufstapelung der Signaturbögen, Lagen o. ä. mit genau ausgerichteten
Kanten erfolgt, und so jegliches Nachausrichten von Hand entfallen kann. Vorzugsweise wird die Umfangsgeschwindigkeit
des zweiten rotierenden Teiles der erfindungsgemäßen Transportvorrichtung derart gewählt,
daß die dadurch bedingte Verschiebung des (in der dortigen Anordnung) oberen Blattes des Signaturbogens
relativ zu dessen unterem Blatt der beim Einstapeln in den Stapler vom Transportband desselben
bedingten relativen Verschiebung zwischen den einzelnen Blättern der Lage genau entspricht.
Um unterschiedliche Papierdicken bei Signaturbögen oder auch unterschiedlich gefalzte Signaturbogenlagen
optimal bearbeiten zu können, ist es weiterhin von Vorteil, wenn bei einer erfindungsgemäßen Transportvorrichtung
eine Einrichtung zum Einstellen der Spaltweite zwischen dem zweiten rotierenden Teil und
dem Endlos-Transportband vorgesehen ist.
Eine weitere, vorzugsweise Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß eine Vielzahl von Endlos-Transportbändern
und eine Vielzahl von über diesen angebrachten zweiten rotierenden Teilen vorgesehen
sind, wobei vorzugsweise das erste rotierende Teil als Walze und, wiederum vorzugsweise, das zweite
rotierende Teil als Rad oder Rolle auf der Welle ausgebildet ist. Es empfiehlt sich weiterhin, die
Oberfläche des zweiten rotierenden Teiles mit einem Überzug aus Gummi oder einem ähnlichen Material zu
versehen, um hierdurch günstige Reiüeigenschaften für
eine wirkungsvolle Ausführung des gewünschten Verzögerungseffektes vorliegen zu haben.
Die erfindungsgemäße Transportvorrichtung weist einen überraschend einfachen Aufbau auf und ist sehr
wirkungsvoll einsetzbar. Die vorzugsweise vorgesehene Einstellbarkeit der Spaltweite zwischen oberem rotierenden
Teil und Endlos Transportband ermöglicht darüber hinaus eine sehr schnelle, unkomplizierte und
auch von ungelernten Kräften leicht ausführbare Einstellung der Vorrichtung auf unterschiedliche Papierdicken,
Lagendicken o. ä.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen im Prinzip beispielshalber noch näher erläutert.
Es zeigt
F i g. 1 eine Prinzipdarstellung einer Anordnung nach
dem vorbekannten Stand der Technik zur Erläuterung der Zuführung von Signaturbogen oder Lagen an einen
Horizontalstapler sowie des zugehörigen Einstapelvorgangs;
F i g. 2a bis 2d perspektivische Darstellung verschiedener Arten von Signaturbogen bzw. Lagen und
verschiedener Arten der Überlappung;
Fig.3 eine prinzipielle Seitendarstellung für eine
Möglichkeit zum Stapeln von Signaturbogen bzw. Lagen auf einen Horizontalstapler;
F i g. 4 einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Zuführvorrichtung von Signaturbogen bzw. Lagen,
die in teilweise einander überlappender Lage angeordnet sind, zur Verwendung bei einem Rotationsdruckwerk,
und
F i g. 5 eine Abwicklung des in eine vertikale Ebene geklappten Schnittes V- W-X- Y-Zaus F i g. 4.
Die Darstellung nach F i g. 1 zeigt eine prinzipielle Seitenansicht einer Anordnung zur Erläuterung des
Transportes von Signaturbogen, Lagen o. ä. zu einem Stapler des Horizontaleinstapel-Typs und zur Darstellung
des Stapelvorgangs der zugeführten Signaturbogen, Lagen o. ä. auf den Stapler selbst. Die Signaturbogen
3 werden über die Schaufeln eines Auslegerrades 1 auf ein Auslegerband 2 abgelegt, das für den
Papierabzug bei einem Falzapparat vorgesehen ist. Die einzelnen aufeinander folgenden Signaturbogen 3 (oder
Lagen o. ä.) liegen in einer einander teilweise überlappenden Stellung derart, daß eine folgende Lage 35 auf
die vor ihr abgelegte Lage 3A mit einer leichten gegenseitigen Überdeckung aufliegt, um so ein ordnungsgemäßes
Einstapeln der Signaturbogen 3 in den Stapler 4 zu erzielen. Die vom Auslegerband 2 in einer
sich teilweise überlappenden Lage herbeigeführten Signaturbogen 3 werden sodann zwischen einem
Transportband 6, welches um einem Rotierzylinder 5 zum Transport der Signaturbogen 3 läuft, und einem
Endlosband eingeklemmt, von dem wiederum ein Teil in enger Nähe um den Rotierzylinder 5 herumläuft;
anschließend werden die Signaturbogen 3 dem Stapler 4 zugeführt. Beim Stapler 4 werden die Signaturbogen 3
so eingestapelt, daß ein nachfolgender Signaturbogen 3D unterhalb des vor ihm eingestapelten Signaturbogens
JCzu liegen kommt.
Die von dem Faltapparat (in den Fig. nicht gezeigt) geschnittenen und gefalteten Signaturbogen 3 können
in sehr viel unterschiedlichen Typen vorliegen, die von einer Vielzahl einzelner Faktoren abhängen können,
z. B. von der Zahl der Seiten, der Art des Faltens o. ä. So ist in F i g. 2a eine durch die Falzmethode bedingte Lage
3£ dargestellt, bei welcher zwei bedruckte Bogen mit jeweils zwei Seiten gefaltet werden. In F i g. 2b ist eine
andere Art ZF dargestellt, bei welcher zwei bedruckte Bogen, deren jeder für vier Seiten vorgesehen ist,
gefaltet sind. Diese zwei Arten von Signaturbogen 3£ und ZF können z. B. auf einem Falzapparat abgezogen
und in einer sich teilweise überlappenden Lage, wie in den F i g. 2c und 2d gezeigt, weitertransportiert und dem
Stapler 4 zugeführt werden. Dabei sei darauf hingewiesen, daß zwei bedruckte Blätter, also zwei oder vier
Seiten, eine gemeinsame Lage bzw. einen Signaturbogen ZE oder ZF darstellen und innerhalb dieser Lage
bzw. dieses Signaturbogens nicht zueinander verschoben sind.
Die Zuführung von zwei gefalteten Signaturbogen ZE bzw. 3F an einen Stapler 4 in der vorstehend
beschriebenen Art und Weise kann jedoch zu unerwünschten Schwierigkeiten führen: nimmt man
z. B. die Art einer Signatur ZE (auf die zeichnerische Darstellung in Fig.2a sei ausdrücklich verwiesen) als
Beispiel, dann kann dies beim Heranführen eines Signaturbogens 3£2 (vgl. F i g. 3) unterhalb eines vorher
in den Stapler 4 eingestapelten Signaturbogens 3£1 dazu führen, daß der Boden des Bogens 3£2a, der
innerhalb des Staplers 4 den untersten Teil der letzten Signatur darstellt, in Kontakt mit dem Transportband 6
gelangt. Dies führt dann dazu, daß diese Bogen bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten geführt werden,
derart, daß die Kanten der eingestapelten Bogen zueinander versetzt werden oder nicht sauber in
vertikaler Richtung ausgerichtet sind. Es war deshalb bislang erforderlich, oftmals von Hand in vertikaler
Richtung des Staplers 4 eine Nachausrichtung des Bündels der Signaturbogen. die eingestapelt waren,
auszuführen.
In den Fig. 4 und 5 ist demgegenüber eine
bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung gezeigt. Die in den Fig. 4 und 5 gezeigte
Zuliefereinrichtung für die Signaturbogen weis* im Abstand voneinander angeordnete Winkelstützen 12
auf, welche auf dem Grundgestell 11 einer (ansonsten
nicht weiter gezeigten) Falzmaschine angeordnet sind. Weiterhin ist ein Paar von Vertikalträgern 13
vorgesehen, die von de:i Winkelstützen 12 abgestützt
werden und über (niet.: dargestellte) Kugellager eine Antriebswalze 14 für das Förderband 17 für die zum
transportierenden Signaturbogen aufnehmen und abstützen. Ein Kettenrad 16 ist auf dem einen Ende der
Walze 14 befestigt und über eine Kette 15 mit der Antriebseinrichtung der Falzmaschine verbunden, so
daß die Walze 14 im Uhrzeigersinn in Richtung C
wobei auf die Darstellung dort ausdrücklich verwiesen
sein soll. Weiterhin ist eine Vielzahl von endlosen Förderbändern 17 vorgesehen, die in Richtung /-/(vgl.
Fig.4) zwischen dem Auslegerrad 1 der Signatoibogen-Zuführeinrichtung
und dem Stapler 4 angetrieben werden (das Auslegerrad 1 und der S apler 4 sind in
bezug auf die Fig. 1 bereits beschrieben worden, worauf verwiesen sei). Dier- Endlosförderbänder 17
stehen in Kontakt mit dem Außenumfang der Walze 14. Dabei wird die Laufgeschwindigkeit der Endlosförderbänder
17 gleich der Umfangsgeschwindigkeit der Walze 14 eingestellt.
Ein Paar von rechteckigen Armen 19 sind an den beiden Enden einer Achse 18 befestig, die rechts
oberhalb der Walze 14 angeordnet ist (vgl. Darstellung in F i g. 4).
Die Arme 19 werden mit den Vertikalträgern 13 in Kontakt gehalten und stützen an ihren unteren (in
Fig.4: linken) Enden eine Welle 20 ab. Ein Zahnrad 21
ist an dem einen Ende der Welle 20 angeordnet, welches mit einem zweiten Zahnrad 22 kämmt, das mit dem
Kettenrad 16 verbunden ist. Weiterhin sind auf der Welle 20 eine Vielzahl von Rädern 23 befestigt, deren
Oberflächen mit einem elastischen Material wie z. B. Gummi o. ä. bedeckt sind. Diese Räder 23 werden gegen
die Förderbänder 17 durch ihr eigenes Gewicht und ihre Drehbewegung um die Welle 20 angedrückt, und sie
werden, wie in Fig.4 dargestellt, durch die Zahnräder
21 und 22 in eine der Drehrichtung der Walze 14 entgegengesetzte Drehrichtung H' (in Fig.4: im
Gegenuhrzeigersinn) gedreht. Die Räder 23 haben im wesentlichen denselben Durchmesser wie die Walze 14.
werden aber durch geeignete Wahl des Übersetzungsverhältnisses zwischen den Zahnrädern 21 und 22 mit
einer geringeren Umfangsgeschwindigkeit als die Walze 14 gedreht. Hebel 24 sind an beiden Seiten der
Achse 18 befestigt, um Einstellschrauben 26 aufzunehmen, die von an den Vertikalträgern 13 angebrachten
Vorsprüngen 28 abgestützt werden (in F i g. 4 und 5 ist zur übersichtlicheren Darstellung nur eine dieser
Einstellschrauben gezeigt). Dabei ist es durch eine Verdrehung der Einstellschrauben 26 möglich, den Spalt
zwischen den Rädern 23 und den Förderbändern 17 genau einzustellen.
Die Betriebsweise der in den F i g. 4 und 5 dargestellten erfindungsgemäßen Vorrichtung soll nun
unter Bezugnahme auf die F i g. 1 bis 5 im einzelnen beschrieben werden, wobei für das zu beschreibende
Beispiel Doppelfalz-Signaturbögen mit zwei Blättern angeliefert und weitergefördert werden sollen.
Im Betrieb werden die von dem Falzapparat geschnittenen und gefalteien Signaturbogen 3£1. 3E2
... angeliefert und jeweils in sich teilweise überlappender Lage weiterbefördert. Bevor diese Signaturbogen in
die Zuführeinrichtung, die in Fig.4 gezeigt ist, eintreten, werden im FaIL eines Signaturbogens 3£2
(vgl. Fig. 4) die unteren Kanten des jeweils oben liegenden Biattes 3c 2a und des unteren Blattes ZEIb
zueinander ausgerichtet. In dieser Lage werden die Signaturbogen dann in die Spalte zwischen den Rädern
23 und den Förderbändern 17 hineingeführt. Da die Räder 23 mit einer Umfangsgeschwindigkeit rotieren,
die geringer als die Transportgeschwindigkeit der Förderbänder 17 und die Umfangsgeschwindigkeit der
Walze 14 ist, tritt eine Bremskraft auf, welche auf das obere Blatt 3£2a einwirkt und dessen Geschwindigkeit
gegenüber der des tiefer liegenden Bialtes 3£2£> etwas
prechend
weisen
3£1, 3£2 ... welche aus der Liefervorrichtung herauskommen. Lagen auf. bei denen jeweils die oberen
und die unteren Blätter zueinander etwas verschoben sind. Da die Signaturbogen dem Stapler 4 unter
Beibehaltung dieser relativen Lage der Einzelblätter zueinander zugeführt werden, ergibt sich bei der
dargestellten Transportführung nach Fig. 3, daß die relative Lage der oberen und unteren Blätter zueinander
umgedreht ist, wenn der jeweilige Signaturbogen beim Stapler ankommt. Dies bedeutet, daß im Falle z. B.
des Signaturbogens 3£2 das zunächst unten liegende Blatt ZE2b bei Eintritt in den Stapler 4 auf die Oberseite
gebracht ist. Wenn der folgende Signaturbogen 3E2 nun vom Transportband 6 (F i g. 1 und 4) unterhalb des
vorher eingestapelten Signaturbogens 3£1 angeliefert und eingestapelt wird, wie dies weiter oben schuh
beschrieben ist, dann gelangt das Blatt 3E2a in Kontakt mit dem Transportband 6, wodurch es so transportiert
wird, daß das Blatt 3E2a relativ zu dem Blatt 3E2b, das sich nicht in Kontakt mit dem Transportband 6 befindet,
etwas vorgeschoben wird. Da aber das Blatt 3E2a des Signaturbogens 3E2 durch die Zuliefervorrichtung für
den Stapler 4, wie weiter oben beschrieben, etwas zurückversetzt ist, bedeutet dies, daß das leichte
Vorschieben des Blattes 3E2a, welches durch das
Transportband 6 unten im Stapler noch erfolgt, genau diese gegenseitige Lagedifferenz der beiden Blätter
3E2a und 3E2b den betreffenden Signaturbogens 3E2 ausgleicht, mit dem Ergebnis, daß die Kanten des oberen
und des unteren Blattes 3E2a und 3E2b in genauer Ausrichtung zueinander verlaufen und daß dann die
Signatui-bögen ebenfalls genau in vertikaler Richtung ausgerichtet sind.
Wenn aber z. B. die Dicke der Papierblätter variiert
Wenn aber z. B. die Dicke der Papierblätter variiert
oder die Art der zugeführten Signaturbögen sich ändert, z. B. von einem doppelt gefalteten Signaturbogen 3£mit
zwei Blättern zu einem doppelt gefalteten Signaturbogen 3F mit vier Seiten (vgl. Fig.2), dann ist es
erforderlich auch die Spaltweite zwischen den Rädern 23 und den Förderbändern 17 durch ein entsprechendes
Verdrehen der Einstellschrauben 26 nachzuführen. Eine solche Einstellung kann jedoch schnell und einfach
während einer Beobachtung der Lage der gestapelten Signaturbögen vorgenommen werden.
Zur Darstellung von F i g. 5 sei noch darauf verwiesen, daß es sich hier um eine Abwicklung des
Schnittes V- W-X- Y-Z in eine vertikale Ebene handelt (d.h. Schnittansicht längs V-Win Richtung des Pfeiles
bei V, Schnittansicht W-X- Y-Z in Richtung des Pfeiles bei Z betrachtet und letztere in die Ebene V-W
hochgeklappt).
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1. Transportvorrichtung für Signaturbögen, Lagen o. ä. bei einer Rotationsdruckmaschine, die einen
Falzapparat und einen Stapler mit horizontaler ä Einstapelung aufweist, in welchen die hintereinander
folgenden sich teilweise überlappenden Signaturbögen, Lager o. ä-, deren jede aus mindestens zwei
Einzelblättern besteht laufend mittels eines Transportbandes unterhalb vorher bereits eingestapelter
Signaturbögen, Lagen o. ä. zur Ausbildung eines vertikalen Stapels derselben eingebracht werden,
gekennzeichnet durch
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP55174624A JPS606858B2 (ja) | 1980-12-12 | 1980-12-12 | 輪転印刷機における折丁のラツプ出し装置 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3149226A1 DE3149226A1 (de) | 1982-06-24 |
| DE3149226C2 true DE3149226C2 (de) | 1983-10-20 |
Family
ID=15981842
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3149226A Expired DE3149226C2 (de) | 1980-12-12 | 1981-12-11 | Transportvorrichtung für Signaturbögen, Lagen o.ä. |
Country Status (4)
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| US (1) | US4458892A (de) |
| JP (1) | JPS606858B2 (de) |
| DE (1) | DE3149226C2 (de) |
| GB (1) | GB2091221B (de) |
Families Citing this family (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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