DE3149401C2 - Heizungsanlage - Google Patents
HeizungsanlageInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F24—HEATING; RANGES; VENTILATING
- F24D—DOMESTIC- OR SPACE-HEATING SYSTEMS, e.g. CENTRAL HEATING SYSTEMS; DOMESTIC HOT-WATER SUPPLY SYSTEMS; ELEMENTS OR COMPONENTS THEREFOR
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Abstract
Bei einer Heizungsanlage mit zentraler Temperaturregelung und dezentraler Mengenregelung werden Umwälzmittel derart abgestuft eingesetzt, daß die Förderhöhen-Differenz von Stufe zu Stufe gleich ist. Verbrauchernahe Meßwertaufnehmer für Differenzdruck veranlassen bei Unterschreiten eines einstellbaren Differenzdruckes ein Schrittschaltwerk, die nächstgrößere Fördereinrichtung anzusteuern und umgekehrt. Die erfindungsgemäße Anlage vermeidet Bereiche schlechten Regelverhaltens und Strömungsgeräusche an Thermostatventilen und dergl. und spart Umwälz-Energie. Sie ist für heizungs- und raumlufttechnische Anlagen anwendbar.
Description
a) eine Abstufung der Umwälzpumen-Förderhöhen (z. B. durch polumschaltbare Antriebsmotoren)
derart, daß die Förderhöhen-Differenz von Stufe zu Stufe gleich ist,
b) mindestens einen Meßwertaufnehmer für Differenzdruck in der Näher der Wärmeverbraucher,
der bei Überschreitung einer einstellbaren Drecidifferenz A ein Signal A und bei Unterschreitung
einer einsieilbaren Druckdifferenz B ein Signal abgibt.
c) eine Schrittschalt-Einrichtung, die die Signale des Meßwertaufnehmers derart verarbeitet,
daß bei Eingang des Siganals A auf die nächstniedrigere Stufe herabgeschaltet wird, bei Eingang
des Signals B auf die nächsthöhere Stufe heraufgeschaltet wird.
2. Heizungsanlage nach Anspruch 1 dadurch gekennzeic.uet,
daß die Meßwertaufnehmer ein in Abhängigkeit von der Druckdifferenz veränderliches
Signal abgeben.
3. Heizungsanlage nsch A nspruch 1 dadurch gekennzeichnet,
daß als Diffcienzdruck-Meßeinrichtung je ein Meßwertaufnehmer einer Verbraucherzone
zugeordnet wird, von der gleichartige Einflüsse als Störgrößen im regeltechnischen Sinne zu erwarten
sind.
4. Heizungsanlage nach den Ansprüchen 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangssignale
der Meßwertaufnehmer einer Mittelwertbildung unterworfen werden, bevor die Schrittschalt-Einrichtung
angesteuert wird.
5. Heizungsanlage nach den Ansprüchen 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangssignale
der Meßwertaufnehmer einer Extremwert-Auswahl unterworfen werden, bevor die Schrittschalt-Einrichtung
angesteuert wird.
6. Heizungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem
Ausgangssignal der Meßwertaufnehmer und dem Eingangssignal der Schrittschalt-Einrichtungen ein
Zeitglied eingefügt ist.
Die Anmeldung betrifft eine Heizungsanlage mit Wärmeerzeugern, Wärmeverbrauchern, Verteilnetz
und Umwälzpumpen für das Heizmedium, bei der die Wärmeleistung zentral vorgcrcgelt wird durch Veränderung
der Hcizmitteltemperaiur und dezentral naehgcref
elt wird durch Veränderung der Hei/mittelsti öme.
Die zentrale Vorregclung geschieht üblicherweise
durch Mischen von hochtemperierten I lei/medium. das
dem Wärmeerzeuger entnommen wird, mit niedcrlcmocriertem
Heizmedium, das ausgekühlt von ilen Verbrauchern zurückfließt. Es ist ebenso bekannt, die Wärmezufuhr
im Wärmeerzeuger (z. B. bei Raumheizungsanlagen von der Außenlufttemperatur abhängig) zu regeln.
In diesen Fällen bleiben die Heizmittelströme im Verteilnetz nahezu konstant Sie ändern sich jedoch,
wenn Verbraucher durch Absperren oder Verringern der Heizmittelströme abgestellt oder geregelt werden.
Diese Fälle treten im jüngster Zeit in vermehrtem Umfang auf durch den Einbau von thermostatisch Heizkörperventilen.
Wenn als Umwälzpumpen Kreiselpumpen verwendet werden, bewirkt die Drosselung der Heizmittelströme
eine Vergrößerung der Pumpenförderhöhe entlang einer Pumpenkennlinie. Der dadurch erhöhte Differenzi;
druck im Verteilnetz wirkt sich auf die Thermostatventile im ungünstigsten Fall nahezu ungeschwächt aus und
führt nach der Überschreitung bauartbedingter Grenzen an diesen Ventilen zu schlechtem Regelverhaken
und zu Strömur.gsgeräuschen.
Bekannte Abhilfemaßnahmen bestehen darin, daß drehzahlabgestufte Umwälzpumpen oder mehrere
Pumpen verschiedener Förderhöhen eingesetzt werden, die z. B. mit Hilfe eines Differenzdruck-Meßgerätes so
gesteuert v/erden, daß am Einbauort dieses Meßgerätes in der Nähe der Umwälzpumpe der Differenzdruck einen
relativ weit gesteckten Bereich nicht überschreitet. Damit können di<- kleineren Heizungsanlagen bis zu einem
maximalen Netzwiderstand von etwa 03 bar vorstehende Schwierigkeiten bewältigt werden. Umfangreichere
Verteilnetze erfordern dagegen stufenlose Drehzahlregelungen, die mit großem Kapitalaufwand
verbunden sind und die bei in der Nähe der Pumpe angeordneten Druckaufnehmern (z. B. nach DE-OS
26 50 838) an den verbrauchernahen Drosselorganen noch einen zu hohen Differenzdruck erzeugen können.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, eine Heizungsanlage zu schaffen mit einer Steuerung
einer oder mehrerer Umwälzpumpen mit abgestuften Drehzahlen (z. B. durch polumschaltbar Antriebsmotoren)
oder mehrerer Umwälzpumpen mit unterschiedlichen Förderhöhen, die den Kapitalaufwand einer Anlage
mit stufenloser Drehzahlregelung unterschreitet und bei der der Differenzdruck in der Nähe der den Verbrauchern
zugeordneten Drosselorgane zur Pumpensteuerung herangezogen wird.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Umwälzpumpen-Förderhöhen mehrerer Pumpen
oder mehrerer Drehzahlen derart abgestuft werden, daß die Förderhöhendifferenz von Stufe zu Stufe
so gleich ist. daß mindestens ein Meßwertaufnehmer für Differenzdruck in der Nähe der Wärmeverbraucher
vorgesehen wird, der bei Überschreitung einer einstellbaren Druckdifferenz A ein Signal A und bei Unterschreitung
einer einstellbaren Druckdifferenz B ein Si-55 gnal B abgibt, und eine Schrittschalt-Einrichtung ansteuert,
die die Signale des Meßwertaufnehmers derart verarbeitet, daß bei Eingang des Signales A auf die
nächstniedrigere Stufe herabgeschaltet wird, bei Eingang des Signales B auf die nächsthöhere Stufe herauf
bo geschaltet wird.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung werden tr den Unteransprüchen 2 bis 6 beschrieben.
Erfahrungen mit ausgeführten Anlagen und Mcssun gen haben ersehen, daß der Differenzdruck, der .tn
h-i thermosiaiischen llci/körperveniil auftritt.0,3 bar nich
überschreiten darf. Wird der Differenzdruck von 0,3 ba
überschritten, muli mit unzulässigen Geräuschen ge rechnet werden, die· von, Thcrmostatvcntil hcrvorgeru
Fen und von nachgeschalteten Heizkörper — besonders bei Plattenheizkörpern — verstärkt werden. Die Ventilautorität,
d. h. das Verhältnis des Differenzdruckes am Thermostatventil bei der Auslegung ApVzum maximal
auftretenden Differenzdruck ApVm&x darf den Wert
von 03 nicht unterschreiten. Die Ventilautorität wirkt sich auf die regelcharakteris.tik des Thermostatventils
aus. Die proportionale Charakteristik geht verioren bei Werten unter 03. Bei geeigneter Ventilauswahl können
vorstehende Grenzen bereits bei der Planung zusammengelegt werden, so daß eine ausreichende Bandbreite
im Kennlinien-Diagramm entsteht, die für die stufige Regelung der Umwälzpumoen in Anspruch genommen
werden kann. Die verbleibenden Stufensprünge können durch die thermostatischen Heizkörperventile ohne
Schwierigkeiten nachgeregelt werden. Eine beispielhafte Abstufung ist in der Figur dargestellt. In diesem Diagramm
sind der Rohrnetzwiderstand und die Förderhöhe einer Kreiselpumpe als Kennlinien über der Fördermenge
aufgetragen. Wegen der besseren Anschaulichkeit wurden die einzelnen Widerstände der thermostaüschen
Heizkörperventile im Auslegungsfall separat als ApV eingetragen. Der Schnittpunkt beider Kennlinien
ist der Betriebspunkt P. Er wird erreicht, wenn alle thermostatischen Heizkörperventile im Auslegungsfall arbeiten.
Die Grenzkurve für den Beginn des schlechten Regelverhaltens und der spürbaren Strömungsgeräusche
ist eine Parallele zur Netzkennlinie im Abstand von Ap V durch 03, im Beispiel 0,09 durch 0,3 = 03 oar. Die
Anzahl der erforderlichen Stufen gleichen Förderhöhen-Unterschiedes ist im Diagramm ersichtlich. Ebenso
wird überraschenderweise erkennbar, daß die Umschaltbefehle eines verbrauchernahen Differenzdruck-Meßwertaufnehmers
beim Mindest-Differenz-Druck Δ = ApV im Beispiel 0,09 bar und beim Höchst-Differenzdruck
AP= Ap V durch 0,3 (im Bepspiel 0,09 durch 03 = 03 bar) erfolgen müssen. Zweckmäßigerweise
wird der Differenzdruck jedoch nicht zwischen Ventilein- und aust-itt, sondern zwischen den Anschlußleitungen
am Ventileintritt und am Verbraucheraustritt gemessen, wobei der Durchflußwiderstand des Verbrauchers
zu berücksichtigen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
45
Claims (1)
1. Heizungsanlage mit Wärmeerzeugern, Wärmeverbrauchern,
Verteilnetz und Umwälzpumpten für das Heizmedium, bei der die Wärmeleistung zentral
vorgeregelt wird durch Veränderung der Heizmitteltemperatur und dezentral nachgeregelt wird
durch Veränderung der Heizmittelströme und bei der die Pumpenförderhöhe durch Druckaufnehmer
gesteuert wird, gekennzeichnetdurch
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3149401A DE3149401C2 (de) | 1981-12-10 | 1981-12-10 | Heizungsanlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3149401A DE3149401C2 (de) | 1981-12-10 | 1981-12-10 | Heizungsanlage |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3149401A1 DE3149401A1 (de) | 1983-07-07 |
| DE3149401C2 true DE3149401C2 (de) | 1984-10-11 |
Family
ID=6148640
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3149401A Expired DE3149401C2 (de) | 1981-12-10 | 1981-12-10 | Heizungsanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3149401C2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19504232A1 (de) * | 1995-02-09 | 1996-08-22 | Grundfos As | Verfahren zur Leistungsbegrenzung von elektrisch angetriebenen Heizungsumwälzpumpen |
| WO1997017575A1 (en) * | 1994-09-21 | 1997-05-15 | Matti Ilmari Kangas | Liquid-circulation heating system and pump |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT399389B (de) * | 1988-11-30 | 1995-04-25 | Vaillant Gmbh | Steuerung für die pumpe einer wasserheizanlage |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2650838A1 (de) * | 1976-11-06 | 1978-05-11 | Bieri Pumpenbau Ag | Umlaufheizungsanlage |
-
1981
- 1981-12-10 DE DE3149401A patent/DE3149401C2/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1997017575A1 (en) * | 1994-09-21 | 1997-05-15 | Matti Ilmari Kangas | Liquid-circulation heating system and pump |
| DE19504232A1 (de) * | 1995-02-09 | 1996-08-22 | Grundfos As | Verfahren zur Leistungsbegrenzung von elektrisch angetriebenen Heizungsumwälzpumpen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3149401A1 (de) | 1983-07-07 |
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