DE3149492C2 - Vorrichtung zum Mischen und Granulieren mittels eines trommelförmigen Behälters - Google Patents

Vorrichtung zum Mischen und Granulieren mittels eines trommelförmigen Behälters

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DE3149492C2
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    • B01J2/12Processes or devices for granulating materials, e.g. fertilisers in general; Rendering particulate materials free flowing in general, e.g. making them hydrophobic in rotating drums
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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Abstract

Bei der Herstellung und Bearbeitung von pulverförmigem Gut aus mehreren Substanzen ist eine Vielzahl von Verfahrensschritten durchlaufen. Je nach Produkt handelt es sich dabei um Dosierung, Mischung, Befeuchtung, Granulation, Trocknung und insbesondere Siebung zur Erzielung einer gewissen Korngröße. Es ist bereits eine Vorrichtung bekannt, die die Durchführung der verschiedenen Verfahrensschritte von der Mischung bis zur Austragung von tablettierfähigem Granulat vorgegebener Zusammensetzung und Korngröße in ein und derselben Maschine erlaubt. Nachteilig ist es, daß deren Siebteil für den Fall, daß eine Siebung unerwünscht ist, abgenommen und durch einen Blindflansch ersetzt werden muß. Bei der Erfindung soll der Siebteil leicht von der Trommel trennbar sein, ohne daß der Siebteil abgenommen werden muß. Dies geschieht durch das Vorsehen einer zwischen Sieb- und Behältertrommel angeordneten, von außen betätigbaren Ventilscheibe. In der Offenstellung der Ventilscheibe stehen Sieb und Trommel miteinander in Verbindung. In der Schließstellung ist das Sieb gegen die Trommel vakuumdicht abgeschlossen. Zwischen Sieb und Auslaß ist ein weiteres Ventil vorgesehen.

Description

Die Erfindung betrifft eire Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Zur Herstellung von puiveriörmigem Gut, wie es beispielsweise als Zwischen- und Endprodukt in der Pharmazie, der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie benötigt wird, aus mehreren Substanzen ist eine Vielzahl von Verfahrensschritten zu durchlaufen. Je nach Produkt handelt es sich dabei um Dosierung, Mischung, Befeuchtung, Granulation, Trocknung und insbesondere Siebung zur Erzielung einer gewissen Korngröße.
In der DE-PS 22 18 729 ist eine gattungsgemäße Vorrichtung zum Mischen und Granulieren von pulverförmigen Substanzen geoffenbart, die es gestattet, diese Verfahrensschritte von der Mischung bis zur Austragung des tablettierfähigen Granulats vorgegebener Zusammensetzung und Korngröße in ein und derselben Maschine vorzunehmen. Dort wird die Anbringung eines zylindrischen ausgeformten Siebes in einem Rohrkörper an der Granuiier-Trommel vorgeschlagen, wobei die Achsen des kreiszylindrischen Siebes und der Granuiier-Trommel eine bestimmte Winkelrelation zueinander einnehmen.
Ein. Problem bei der dort beschriebenen Siebmaschine besteht darin, daß sie in angebautem Zustand permanent mit dem Trommelinnenraum kommuniziert. Dadurch muß bei Betrieb der Vorrichtung für den Fall, daß die Siebmaschine — auch nur zeitweise — überflüssig oder störend ist, die gesamte Siebmaschine abgenommen und z. B. durch einen Blindflansch ersetzt werden.
Auch die Reinigung der Vorrichtung ist bei der in der DE-PS 22 18 729 beschriebenen Anordnung verhältnismäßig aufwendig und erfordert unerwünschte Demontagen.
Andere Mischvorrichtungen (DE-PS 17 57 788, DE-PS 12 59 300. DE-PS 12 01 814. DE-PS 10 62 222, DE-PS 10 60 093, DE-PS 8 38 593) besitzen bei einem ähnlichen Aufbau die gleichen Nachteile oder entsprechen einer anderen Gattung.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die gattungsgemäße Vorrichtung derart weiterzubilden, daß die Siebmaschine leicht von außen von der Trommel separierbar ist, ohne daß die Siebmaschine abgenommen zu werden braucht, wobei die gesamte Vorrichtung einschließlich der Siebmaschine bequem reinigbar sein soll.
Diese Aufgabe wird erfmdungsgemäß dadurch gelöst, daß zwischen dem Sieb und dem Behälter eine von außen in Offenstellung und in vakuumdichte Schließstellung bringbare Ventilschiribe angeordnet und zwischen dem Sieb und dem Auslaß ein weiteres Ventil vorgesehen ist
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilscheibe mittels einer innerhalb der Laufachse der Austrageinrichtung erstreckende Schnecke in die Offenstellung und in die Schließstellung bringbar ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung erlaubt eine einfache Trennung der Siebmaschine von der Trommel. Dabei ist die gesamte Vorrichtung einschließlich der Siebmaschine bequem zu reinigen.
Nachstehend wird eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung anhand, der Zeichnung beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 — eine Seitenansicht der Granuliervorrichtung mit integrierter Siebmaschine,
F i g. 2 — eine perspektivische Ansicht der von dem Granuliertrommel-Deckel weggeklappten Siebmaschine.
Gemäß F i g. 1 ist eine Trommel 10 an einer Schwenkachse 12 drehbar angelenkt und durch ein Stützgestell 30 abgestützt Eine in der Trommelachse 46 verlaufende Drehwelle (nicht gezeigt) wird durch einen bei 14 angebrachten Motor angetrieben. Einzelheiten derartiger Trommeln, wie ihre Doppelwandung und die Bestükkung der Drehwelle mit Misch-, Rühr- und Förderwendeln sind dem Fachmann bekannt und z. B. aus der DE-PS 22 18 729 zu entnehmen. Die zylindrische Trommel 10 ist mittels des Schwenkantriebes 32 um die horizontal verlaufende Achse 12 schwenkbar. Ein bei 20 an der Trommel angelenkter Deckel 18 ermöglicht den Zugang in die Trommel zu Reinigungs- und Reparaturzwecken. Im in F i g. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Dekkel 18 mit einer Reihe von Einrichtungen 22, 24 zur Einspeisung bzw. Entnahme von Trommelinhalt versehen. Mittels eines Substanzeinlaßventiles 22 kann die Trommel mit Substanz beschickt werden; vorzugsweise geschieht dies durch Ansaugen in das Trommel-Vakuum. Vorzugsweise an dem dem Deckel 18 gegenüberliegenden, oberen Ende der Trommel 10 sieht die Vorrichtung einen als Flansch oder dergleichen ausgebildeten Anschluß 16 für ein vakuumerzeugendes und kontrollierendes System vor, daß hier im einzelnen nicht näher beschrieben zu werden braucht.
Ein am unteren Ende des Deckels 18 ausgearbeiteter Flansch 48 dient als Ventilscheibensitz, an dem die Siebmaschine 26 angeflanscht ist, F i g, 2 zeigt, wie die Siebmaschine 26 vom Deckel 18 mittels eines Scharnieres 62 aufklappbar ist. In angeflanschtem Zustand drückt ein im Flansch 50 der Siebmaschine 26 angebrachter Dichtring 54 gegen eine Dichtfläche im Ventilscheibensitz 48 und schließt den Trommelinnenraum und das Innere der Siebmaschine vakuumdicht gegen die äußere Atmosphäre ab.
Im Inneren der Siebmaschine 26 befindet sich eine von außen in Richtung der Siebmaschinenachse 44 bewegbare Ventilscheibe 58. An ihrem äußeren Umfang ist die Ventilscheibe 58 mit einem Dichtring 42 versehen, der z. B. aus Viton oder einem anderen geeigneten Ma- s terial besteht Wird die Ventilscheibe 58 z. B. mittels eines entweder manuell oder maschinell bedienbaren Kurbelantriebes 40 in Richtung auf die Trommel 10 bewegt, so kommt die Ventilscheibe 58 mit dem Ventilscheibensitz 4S in Anschlag, und mittels des Dichtringes 42 wird der Innenraum der Trommel 10 vakuumdicht vom Innenraum der Siebmaschine 26 getrennt Die mittels eines Antriebs 38 rotierte Austragseinrichtung 60 ist in der DE-PS 22 18 729 näher beschrieben.
In einem unteren Abschnitt des Mantels der Siebmaschine 26 ist ein Auslaß 28 zur Produktentnahme vorgesehen. Am Ende des Auslasses 28 befindet sich ein Ventil 34; an dessen Auslaßflansch 36 kann z. B. ein Schlauch oder ein Behälter zur Produktaufnahme angeflanscht werden.
Durch diese erfindungsgemäßen Maßnahmen wird erreicht, daß die Siebmaschine stets an der gesamten Granuliervorrichtung belassen werden kan.: und daß auch ein bequemes Waschen der gesamten Ablage einschließlich der Siebmaschine möglich ist Dazu wird z. B. das Ventil 34 geschlossen und die Ventilscheibe 58 geöffnet, so daß Trommel und Siebmaschine mit Wasser oder einem anderen Reinigungsmittel angefüllt werden können. Sodann werden alle Aggregate in Betrieb gesetzt und die Vorrichtung gereinigt Die erfindungsgemäße Vorrichtung gestattet es, das verschmutzte Reinigungsmittel, das z. B. giftige und hochgefährliche Stoffe enthalten kann, ohne öffnen der Anlage in spezielle Behälter abzufüllen. Dadurch ist ein wesentlicher Schutz des Bedienungspersonals erreicht
Soll nach einer Reinigung die gesamte Anlage von der Reinigungsflüssigkeit nach deren Ablauf getrocknet werden, so wird in der erfindungsgemäßen Vorrichtung einfach das Ventil 34 geschlossen, während die Ventilscheibe 58 geöffnet ist und die gesamte Anlage mittels einer Vakuumpumpe evakuiert
Im oberen Bereich der Siebmaschine 26 befindet sich ein zusätzlicher Einfüllstutzen mit einem Flansch 52, der im in F i g. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel über einen Schlauch 24 mit dem Ventil 22 kurzgeschlossen ist Im Normal-Betrieb ist der Flansch 52 mit einem Blindflansch (nicht gezeigt) abgedeckt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
50
55
60
65

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Mischen und Granulieren von pulverförmigen oder körnigen Substanzen bestehend aus einem trommeiförmigen evakuierbaren Behälter, in dem sich eine antreibbare, in der Behälterachse liegende Welle mit Misch-, Rühr- und Fördereinrichtungen befindet, wobei der Behälter in der die Behälterachse enthaltenden lotrechten Ebene schwenkbar und mit einem zylinderförmigen Sieb versehen ist, das in einem an den Behälter von außen zu befestigenden Rohrkörper konzentrisch untergebracht ist und mit dem Behälter derart kommuniziert, daß die untersten inneren Mantellinien des Behälters und des Siebs einen Winkel von weniger als 20° bilden und wobei sich im Inneren des Siebs eine rotierende Austragseinrichtung befindet, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Sieb (56) unri dem Behälter (10) eine von außen in Offenstellußg und in vakuumdichte Schließstellung bringbare Ventilscheibe (58) angeordnet und zwischen dem Sieb (56) und dem Auslaß (36) ein weiteres Ventil (34) vorgesehen ist
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilscheibe (58) mittels einer innerhalb der Laufachse der Ausiragseinrichtung (60) sich erstreckende Schnecke in die Offenstellung und in die Schließstellung bringbar ist.
30
DE3149492A 1980-12-15 1981-12-14 Vorrichtung zum Mischen und Granulieren mittels eines trommelförmigen Behälters Expired DE3149492C2 (de)

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