DE3149732C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Ultraschallwandler
anordnung mit mehreren Wandlerelementen und einem
flachen Grundkörper, dem an seinen beiden Flachseiten
Elektroden zugeordnet sind, zur Aufnahme von Ultra
schallschwingungen aus einem schalltragenden Medium.
In der medizinischen Diagnostik und der zerstörungs
freien Werkstoffprüfung mit Ultraschall werden bekannt
lich Arrays als Ultraschallsensoren eingesetzt, die aus
einer linearen oder flächenhaften Anordnung von mehreren
piezoelektrischen Wandlerelementen bestehen. Die von den
einzelnen Ultraschallwandlern empfangenen Ultraschall
echosignale des zu untersuchenden Körpers werden zu
einem deutbaren Bild zusammengefaßt, beispielsweise im
Fall der sogenannten B-Scan-Darstellung. Um ein klares
Bild zu erhalten, muß das Array Wandlerelemente mit
hoher Empfindlichkeit für Ultraschallwellen enthalten
und die Empfindlichkeit muß über die gesamte Fläche
homogen sein. Außerdem ist eine hohe Bandbreite
erforderlich, die direkt in die Auflösung und die
Qualität des dargestellten Bildes eingeht.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein
Ultraschallempfangsarray für die medizinische Diagnostik
und zerstörungsfreie Werkstoffprüfung in kompakter
Bauweise anzugeben, dessen einzelne Wandlerelemente
sich gegenseitig nicht wesentlich störend beeinflussen.
Sie sollen im Dickenmode schwingen und ihre Strahl
charakteristik soll im wesentlichen frei von Nebenkeulen
sein.
Ultraschallwandlerarrays werden im allgemeinen aus
spröden, harten Werkstoffen, beispielsweise aus Piezo
keramik, hergestellt. Um ein Schwingen bevorzugt in
der Dickenresonanz zu erhalten, wird die Wandleran
ordnung durch sogenannte Feinteilung in einzelne Wand
lerelemente aufgetrennt, beispielsweise zersägt, deren
Breite nur etwa 100 µm und weniger betragen kann.
Diese streifenförmigen Wandlerelemente müssen einzeln
kontaktiert werden. Ein hoher Impedanzunterschied zu
einem Last- oder Ankoppelmedium wird im allgemeinen
durch eine λ/4-Anpassungsschicht an der Vorderseite der
Wandleranordnung überwunden. Das Material für diese
Anpassungsschicht ist in der Zusammensetzung ein
spezieller Stoff mit eng begrenzter Dickentoleranz. Um
Reflexionen des Ultraschalls an der Rückseite der
Wandleranordnung zu vermeiden, ist ein Dämpfungskörper,
ein sogenanntes Backing, vorgesehen, der aus einem
besonderen Materialgemisch, beispielsweise einem Kleber
mit feinem, hartem Zuschlag, besteht. Dieses Gemisch ist
notwendig, um sowohl gute Anpassung an die Piezokeramik
als auch eine hohe Dämpfung zu gewährleisten. Nur durch
die gemeinsame Wirkung der Anpassungsschicht in Verbin
dung mit dem Dämpfungskörper wird bei einem Array aus
Piezokeramik die erwünschte Bandbreite und damit die
geforderte axiale Auflösung, beispielsweise bei einem
B-Scan-Bild, erreicht. Die Homogenität der Empfindlich
keit des Arrays über die gesamte Fläche bei einem Array
mit einer größeren Anzahl von Wandlerelementen, bei
spielsweise mehr als 50 Wandlerelementen, läßt sich nur
schwer erreichen (DE-OS 29 01 231).
Es ist ferner bekannt, daß eine piezoelektrische Folie
aus Polyvinylidenfluorid (PVDF) als Detektor für Ultra
schallschwingungen verwendet werden kann ("Ultrasonics",
Jan. 1976, Seiten 15 bis 23).
Die erwähnte Aufgabe wird nun erfindungsgemäß gelöst
mit den Gestaltungsmerkmalen nach dem Kennzeichen des
Anspruchs 1. Der als Grundkörper dienenden Folie aus
Polyvinylidenfluorid (PVDF) ist ein Muster von metalli
sierten Flächen zugeordnet, die jeweils als Elektrode
für eines der Wandlerelemente dienen. Dieses Muster von
metallisierten Flächen kann vorzugsweise auf dem
mechanischen Träger befestigt werden. Das empfangene
Signal wird dann kapazitiv angekoppelt. Die gegenüber
liegende Flachseite des Grundkörpers kann zweckmäßig
mit einer gemeinsamen durchgehenden Elektrode versehen
werden, die auf Nullpotential gelegt werden kann. Die
Wandlerelemente werden lediglich durch das zugeordnete
metallische Muster der Elektroden gebildet und die
Folie ist auch nur in diesen Bereichen polarisiert.
Durch die hohe Bedämpfung des Materials der Folie wird
ein Übersprechen zwischen benachbarten Wandlerelementen
innerhalb dieser monolithischen Wandleranordnung weit
gehend ausgeschlossen. Durch die Flexibilität des
Grundkörpers mit der monolithischen Anordnung der
Wandlerelemente und den Elektroden erhält man eine
Baueinheit, die in einfacher Weise einer gewünschten
Form des Trägers und damit einer beliebigen Oberflächen
form des zu untersuchenden Mediums, beispielsweise
Teilen des menschlichen Körpers wie der menschlichen
Brust, angepaßt werden kann.
Das metallische Muster einschließlich seiner metalli
schen Anschlußleiter kann aber auch auf eine Flachseite
der piezoelektrischen Folie direkt aufgebracht werden.
Die mit den als Elektrode dienenden metallischen Ober
flächenbereichen versehene Folie wird dann auf den
Träger aufgebracht, beispielsweise aufgeklebt oder auf
gekittet.
In einer besonderen Ausführungsform der Ultraschall
wandleranordnung kann ein Träger aus einem Material mit
wesentlich höherer Schallimpedanz als der Grundkörper
vorgesehen sein. Ferner kann ein Träger aus einem
Material mit wenigstens annähernd der gleichen Schall
impedanz wie das zu untersuchende Medium verwendet
werden. Für eine Verwendung der Ultraschallwandleran
ordnung als Hydrophon kann als Träger vorzugsweise aus
vulkanisierbarem, ungesättigtem Äthylen-Propylen-
Kautschuk bestehen, der Diene enthält und unter der
Bezeichnung EPDM-Gummi bekannt ist. Mit dieser Ausfüh
rungsform erhält man eine flexible Wandleranordnung.
Durch das Polyvinylidenfluorid (PVDF) des Grundkörpers
und die damit verbundene gute Anpassung an ein schall
tragendes Medium, beispielsweise Wasser, ist das breit
bandige Verhalten der Ultraschallwandleranordnung
gesichert. Bei einem Grundkörper von genügend homogener
Dicke ist auch die Empfindlichkeit über die Fläche der
Anordnung homogen. Das mechanische Überkoppeln der
Ultraschallwandler untereinander ist bei diesem mono
lithischen Aufbau, bei dem die Wandlerelemente innerhalb
der Folie durch die polarisierten Bereiche unter den
Metallisierungen gebildet werden, nur gering.
Das Überkoppeln bei einer Ultraschallwandleranordnung
mit einem Träger, dessen Schallimpedanz wesentlich
größer ist als die Schallimpdeanz des Grundkörpers, dem
sogenannten Hard-Backing, läßt sich weiter vermindern,
wenn das Backing, nämlich der Träger, bis zu einer Tiefe
von etwa der Wellenlänge λ zwischen den Ultraschall
wandlern eingesägt wird. Die Strahlcharakteristik
entspricht etwa der theoretischen Charakteristik eines
der Wandlerelemente und ist im wesentlichen frei von
Nebenkeulen. Eine gute Empfangsempfindlichkeit
erhält man mit einem Träger beispielsweise aus Keramik
und eine hohe Echofreiheit mit einem weichen Backing,
beispielsweise einem massiven Körper aus einem Poly
vinylidenfluorid.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird auf die
Zeichnung Bezug genommen, in deren
Fig. 1 und 2
jeweils eine Ausführungsform einer Ultraschallwandler
anordnung nach der Erfindung schematisch veranschau
licht sind.
In der Ausführungsform einer Ultraschallwandleranord
nung nach Fig. 1 sind ein flacher Grundkörper mit 2,
mehrere Elektroden mit 4 bis 8 sowie eine an der
oberen Flachseite des Grundkörpers 2 angeordnete
gemeinsame Elektrode mit 9 und ein Trägerkörper mit 10
bezeichnet. Der Grundkörper 2 besteht aus einer piezo
elektrischen Folie, vorzugsweise aus Polyvinyliden
fluorid (PVDF) und ist nur in den Bereichen in Richtung
seiner Dicke polarisiert, die jeweils zwischen einer
der Elektroden 4 bis 8 und der gemeinsamen Elektrode 9
liegen. Diese Bereiche bilden somit jeweils ein Wandler
element, die in der Figur gestrichelt angedeutet und
mit 14 bis 18 bezeichnet sind. Die Elektroden 4 bis 8
sind jeweils mit einem elektrischen Anschlußleiter
versehen, die in der Figur mit 24 bis 28 bezeichnet
sind. Im Bereich dieser Anschlußleiter 24 bis 28 ist
der Grundkörper 2 nicht polarisiert, so daß diese
Bereiche elektroakustisch unwirksam sind.
Die Elektroden 4 bis 8 bestehen aus elektrisch leiten
dem Material, beispielsweise Silber, das auf den Träger
körper 10 aufgebracht, beispielsweise aufgedampft oder
aufgesputtert ist. Diese Elektroden 4 bis 8 können
beispielsweise aus einer aufgebrachten Metallschicht
herausgeätzt sein. Ferner kann eine Dampfmaske ver
wendet werden, mit deren Hilfe nur die Oberflächen
bereiche der Elektroden 4 bis 8 mit der Metallauflage
versehen werden. Zweckmäßig können mit den Elektroden
4 bis 8 zugleich auch die elektrischen Anschluß
leiter 24 bis 28 aufgebracht werden, an denen jeweils
eine Steuerleitung angeschlossen, beispielsweise ange
lötet, werden kann.
Der mechanische Träger 10, das sogenannte Backing,
kann vorzugsweise aus einem Material mit hoher akusti
scher Impedanz bestehen. Zu dieser Ausführungsform als
sogenanntes Hard-Backing ist beispielsweise Keramik,
vorzugsweise Aluminiumoxid Al2O3, geeignet, dessen
Schallimpedanz 40 · 106 Pa · s/m beträgt. Ferner ist
auch Quarz mit einer Schallimpedanz von 14 · 106 Pa · s/m
geeignet. Diese Baueinheit aus Träger und Elektroden
wird dann mit Hilfe einer in der Figur nicht darge
stellten dünnen Kleber- oder Kittschicht am Grund
körper 2 befestigt. Diese Klebeschicht besteht aus
elektrisch isolierendem Material und das empfangene
Signal wird im Frequenzbereich von etwa 1 bis 10 MHz
von den Wandlerelementen 14 bis 18 auf die Elektroden 4
bis 8 kapazitiv übergekoppelt.
In der Ausführungsform der Ultraschallwandleranordnung
nach Fig. 2 sind die Elektroden 4 bis 8 mit ihren in
der Figur nicht näher bezeichneten Anschlußleitern an
der unteren Flachseite des Grundkörpers 2 angebracht.
Die gemeinsame Elektrode 9 an der oberen Flachseite des
Grundkörpers 2 wird im allgemeinen auf Nullpotential
gelegt. In dieser Ausführungsform wird die den Grund
körper 2 bildende und mit ihren Elektroden 4 bis 9
versehene PVDF-Folie mit Hilfe einer in der Figur nicht
dargestellten Klebe- oder Kittschicht auf dem Träger 10
befestigt. In dieser Ausführungsform liegt die Klebe
schicht zwischen den Elektroden 4 bis 8 und dem
Träger 10. In der Ausführungsform als Hydrophon zur
Aufnahme von Ultraschallschwingungen aus einem
Ankopplungsmedium, beispielsweise Wasser, kann der
Trägerkörper 10 vorzugsweise aus einem vulkanisier
baren, ungesättigten Äthylen-Propylen-Kautschuk
bestehen, der Diene enthält und unter der Bezeichnung
EPDM-Gummi bekannt ist.
Das mechanische Überkoppeln der Wandlerelemente 14 bis
18 ist bei diesem monolithischen Aufbau nur gering. In
der Ausführungsform eines Hard-Backings läßt sich das
Überkoppeln weiter vermindern, wenn man den Träger 10
zwischen den einzelnen Wandlerelementen 14 bis 18
einsägt, vorzugsweise bis zu einer Tiefe der Wellen
länge λ.
Claims (6)
1. Ultraschallwandleranordnung mit mehreren Wandler
elementen (14 bis 18) und einem flachen Grundkörper (2),
dem an seinen beiden Flachseiten Elektroden (4 bis 8
und 9) zugeordnet sind, zur Aufnahme von Ultraschall
schwingungen aus einem schalltragenden Medium,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine Folie aus Polyvinylidenfluorid (PVDF) als Grund
körper (2) vorgesehen ist, an deren einer Flach
seite in vorbestimmten Bereichen, die jeweils eines
der Wandlerelemente (14 bis 18) bilden, jeweils
eine Elektrode (4 bis 8) aus elektrisch leitendem
Material anliegt und die in diesen Bereichen in
Richtung ihrer Dicke polarisiert ist und auf einem
mechanischen Träger (10) angeordnet ist.
2. Ultraschallwandleranordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Elektroden (4 bis 8) auf dem Grundkörper (2)
befestigt sind.
3. Ultraschallwandleranordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Elektroden (4 bis 8) am Träger (10) befestigt sind.
4. Ultraschallwandleranordnung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein Träger (10) aus einem Material mit wesentlich
höherer Schallimpedanz als der Grundkörper (2) vorge
sehen ist.
5. Ultraschallwandleranordnung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Träger (10) aus einem Material mit wenigstens
annähernd der gleichen Schallimpedanz wie das
schalltragende Medium besteht.
6. Ultraschallwandleranordnung nach Anspruch 5 zur
Verwendung als Hydrophon, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Träger (10) aus
EPDM-Gummi besteht.
Priority Applications (1)
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| DE19813149732 DE3149732A1 (de) | 1981-12-15 | 1981-12-15 | Ultraschallwandleranordnung |
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|---|---|---|---|
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