DE314975C - - Google Patents

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DE314975C
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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07FCOIN-FREED OR LIKE APPARATUS
    • G07F15/00Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity
    • G07F15/003Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity for electricity

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Description

AUSGEGEBEN
AM 16,OKTOBER 1919
Vorliegende Erfindung stellt einen Selbstverkäufer für Elektrizität dar, der sich durch besonders einfache Konstruktion und große Zuverlässigkeit auszeichnet.
Derselbe setzt sich zusammen aus einem Zähler a, einem Automaten b und einer Auslösung c.
Die Einrichtung eines Zählers sowie des Automaten (Auslösung c) ist genügend bekannt, da für vorliegenden Zweck fast sämtliche Konstruktionen in Betracht kommen. Das bei gewöhnlichen Zählern übliche Zeigerwerk fällt hier fort. Statt dessen werden die Umdrehungen des Ankers mittels mehrfacher
15, Zahnradübertragung auf einen einzigen Hebel (Zeiger d) übertragen, der sich auf einer horizontal liegenden Scheibe dreht. Fig. 1 zeigt die Scheibe in Ansicht. Im Punkt e bis Punkt f ist die Scheibe scharf nach unten abgebogen. Von Punkt f bis Punkt e (in der Pfeilrichtung) steigt die Scheibe dann wieder ganz allmählich zu ihrer alten Hohe an. Die Strecke c bis f ist isoliert, während der übrige Umfang mit einem gut leitenden Metallkranz g besetzt ist.
Dieser und der Zeiger d sind die beiden Pole eines Stromkreises. Solange der Zeiger d auf dem Metallkranz g aufliegt, ist der Stromkreis, an dieser Stelle geschlossen. Die angeschlossene Leitung h ist durch den Zähler α geführt, der, sobald der Stromkreis h von dem Verbraucher durch Einschalten einer Lampe oder eines. Apparates ganz geschlossen wird, in Tätigkeit gesetzt wird und dadurch den Zeiger vorwärts bewegt. Der Zeiger ist auf den Zahnrädern derart befestigt, daß er, wenn er den Punkt e überschritten hat, die schiefene Ebene e-f infolge seiner eigenen Schwere herunterrutschen kann. Dies ist auf verschiedene Weise möglich, z. B. durch Aussparen der Zähne des Zeigerrades an dieser Stelle oder Befestigen des Zeigers -mittels Zapfens (Fig·. 2). Im zweiten Falle zwingt die Achse / den Zeiger, indem sie gegen den Zapfen i 4^ drückt, ihre Drehung mitzumachen (Stellung I), hindert ihn aber nicht, hinter dem Punkt e die Ebene herunterzurutschen (Stellung H). In der Mitte der schiefen Ebene befindet sich ein vorstehender Zapfen k, der den Zeiger beim Abrutschen aufhält. Sobald der Zeig'er die schiefe Ebene betritt, wird der Strom unterbrochen, da diese Strecke isoliert ist. Beim Einwurf eines Geldstückes wird der Zapfen k vermittelst des Automaten b, dessen Einrichtung als bekannt vorausgesetzt wird, zurückgezogen und dadurch der Zeiger d freigegeben. Derselbe fällt dann wieder auf den Anfang des Metallkranzes g, wodurch der Strom wieder ge-
schlossen wird. Dadurch wird auch das Zählwerk in Tätigkeit gesetzt, und der Zeiger beginnt wieder seine Umdrehung.
Um zu vermeiden, daß Geldstücke eingeworfen werden, bevor der Zeiger an dem Zapfen k angelangt ist, befindet sich in dem Geldkanal s der Anker r eines in einer Abzweigung in ,der Hauptleitung / liegenden Elektromagneten 11, der, solange der Zeiger auf den beiden Polringen 0 und p kreist und dadurch die Leitung m schließt, ■ den Anker r anzieht und damit den Geldkanal λ versperrt.
Der Zeiger trägt an der Stelle, an der er auf den Polringen ο und ρ liegt, eine Metallplatte (bzw. Bürste) s-, die die beiden Polringe miteinander verbindet. Eine zwischen Zeiger und Metallplatte liegende Isolierschicht qu verhindert ein übertreten des Stromes von der Leitung in zu der Lei- \ tung h. Die an der Spitze des Zeigers befindliche Platte A überträgt den Strom von
ίο dem Metallkranz g auf den Zeiger d (Leitung h). Sobald der Zeiger den Punkt t \ überschritten hat, ist die Leitung m unter- j brachen. Die Feder u zieht den Anker r ■ dann zurück und gibt den Geldkanal s frei.
Das inzwischen eingesteckte Geldstück fällt durch und löst den Automaten aus, wodurch der Zapfen k zurückgezogen wird. Der ; Zeiger gelangt nun ohne Aufenthalt über die isolierte Stelle (schiefe Ebene e-f), wodurch keine nennenswerte Stromunterbrechung eintritt.
In die Leitung m ist außer dem bereits beschriebenen Magnet η ein zweiter Magnet c geschaltet, der den Zapfen k, sobald die Leitung m wieder geschlossen ist, vordrückt. Dies geschieht, sobald der Zeiger den Punkt w erreicht hat. Hat der Zeiger seine Umdrehung beendet, ohne daß inzwischen ein Geldstück eingeworfen ist, so hält der Zapfen k den Zeiger an und unterbricht den Strom.
Aus Vorstehendem ist ersichtlich, daß der Selbstverkäufer für Elektrizität imstande ist, bei einfachster Konstruktion eine bestimmte Elektrizitätsmenge abzugeben. Durch besondere Anordnung der Zahnräder ist es möglich, Selbstverkäufer zum Abgeben verschieden hoher Elektrizitätsmengen, etwa, für einen Einwurf von 10 Pf., 50 Pf. und 1 M., zu bauen. Außer den vorstehend beschriebenen Zusammensetzungen sind noch mancherlei ähnliche Anordnungen und Konstruktionen möglich, z. B. kann statt des Zählwerks ein gewöhnliches elektrisches Uhrwerk Verwendung finden. Außerdem ist die Anbringung eines Geldschauapparates, wie sie bei Gasautomaten Verwendung finden, die Einsetzung eines Signals, das in Tätigkeit tritt, bevor der Strom unterbrochen wird, damit rechtzeitig Nachzahlung erfolgen kann, möglich.
Elektrizitätsgesellschaften, die nur diese Selbstverkäufer bei ihren Verbrauchern aufstellen, können ihren Geschäftsbetrieb bedeutend vereinfachen, da hierbei die zeitraubenden Zähleraufnahmen, Buchungen usw. wegfallen.

Claims (3)

-Ansprüche:
1. Selbstverkäufer für Elektrizität mit einem aus Scheibe und Zeiger bestehenden Stromschalter, dadurch gekennzeichnet, daß die aus nicht leitendem Stoff bestehende Scheibe drei konzentrische Kontaktstreifen (g, 0, p) trägt, von denen zwei (0, p) mit dem auf die Sperre des Münzkanals (s) einwirkenden Elektromagneten («·) in einem Nebenstromkreis (m) liegen und von dem am Zeiger (ei) isoliert angebrachten Kontaktstück (s) überbrückt werden und der dritte (g) mit dem stromleitenden Zeiger (d) in dem Hauptstromkreis (//) liegt.
2. Selbstverkäufer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe am Ende des im Hauptstromkreis (Zt) liegenden Kontaktstreifens (g) scharf, nach unten abgebogen ist, so daß der Zeiger (d) auf den Anfang des Kontaktstreifens (g) durch sein Eigengewicht herabfallen kann, wenn er nicht durch den Bolzen (k) daran gehindert ist.
3. Selbstverkäufer nach Anspruch τ und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der auf den Zeiger (rf) wirkende Sperrbolzen (k) unter der Wirkung eines Elektromagneten (c) steht, der in dem Nebenstromkreis (in) liegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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