DE3149765C2 - Tennisball - Google Patents

Tennisball

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DE3149765C2 DE19813149765 DE3149765A DE3149765C2 DE 3149765 C2 DE3149765 C2 DE 3149765C2 DE 19813149765 DE19813149765 DE 19813149765 DE 3149765 A DE3149765 A DE 3149765A DE 3149765 C2 DE3149765 C2 DE 3149765C2
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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Tennisball nach dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.
Tennisspieler, mit Ausnahme von Anfängern, legen großen Wert auf die Konsistenz der Spiel-Charakteristika des Balles. Der herkömmliche Tennisball besteht aus einer gespritzten, kugel­ förmigen Schale aus elastomerem Material, wie natürlichem oder künstlichem Gummi. Die Schale wird in der Fabrik unter Druck gesetzt, mit einem Kleber beschichtet und mit zwei ineinander greifenden, achtförmigen Teilchen abgedeckt, die auf der Oberfläche des Tennisballes mit einer Naht zwischen den aneinander anliegenden Rändern angeordnet werden, wo­ durch es zu dem typischen Bild des Tennisballs kommt.
In der Regel werden solche Bälle in unter Druck stehenden Metallbüchsen versandt. Nach dem Öffnen der Büchse wird der Ball dem Umgebungsdruck ausgesetzt.
Manchmal ist ein aus einer solchen Büchse entnommener, völ­ lig neuer Ball bereits "tot". In diesem Fall weist er nicht ausreichendes Springvermögen auf, so daß er an sich zum Spielen nicht verwendbar ist. Auch kann sich als Resul­ tat sich ändernder Druckzustände und Temperaturänderungen der Innendruck eines Tennisballes derart ändern, daß sich er­ hebliche Unterschiede im Springvermögen verschiedener Bälle zueinander einstellen.
Aus der US-PS 4 240 630 ist ein Tennisball bekannt, der eine Gummischale aufweist, die mit achtförmigen Stoffteilen in üblicher Weise beklebt ist. Dabei ist in der Schale des Tennisballs ein Loch vorgesehen, in das ein Rückschlagventil eingesetzt ist.
Aufgrund des Rückschlagventils ist es möglich, den Tennis­ ball wieder auf einen gewünschten Druck aufzupumpen, wenn er an Druck verloren hat.
Ein derartiger Tennisball mit einem Rückschlagventil, dessen Lufteintrittsöffnung freiliegt, läßt sich auf einem sauberen Tennisplatz gut verwenden. Wird mit einem solchen Tennisball jedoch auf einem Rasen- oder Sandplatz gespielt, so können durch die Öffnungen des Ventils Sandkörner oder andere Verun­ reinigungen in das Ventil eindringen, wodurch es während des Spieles zu merklichen Druckverlusten kommen kann, die sich im Hinblick auf die Sprungfähigkeit des Tennisballs störend bemerkbar machen.
Dabei ist zu berücksichtigen, daß der Tennisball während des Spiels häufig sehr harten Schlägen ausgesetzt ist, so daß derartige Fremdkörper sich zwischen die Dichtflächen legen können, wodurch es zu geringen, aber merklichen Druckver­ lusten kommt, da ein Tennisball ein verhältnismäßig kleines Luftvolumen aufweist.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, einen aufpumpbaren Tennisball der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem die Funktionsfähigkeit des Rückschlagven­ tils auch auf unsauberen Tennisplätzen, wie z. B. Rasen- oder Sandplätzen, sicher erhalten bleibt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Durch die erfindungsgemäß vorgesehene Anordnung eines der luftdurchlässigen Stoffteile über der äußeren Öffnung des Rückschlagventils, dessen dicht aneinanderliegenden Ober­ flächen mit einer Beschichtung versehen sind, und eines zusätzlichen Filters, der zwischen der Gummischale und dem Stoffteil über der äußeren Öffnung des Rückschlagventils angeordnet ist, wird gewährleistet, daß weder Sandkörner oder andere Verunreinigungen in das Rückschlagventil eindringen können, sondern die Dichtflächen beim Aufpumpen des Tennisballs vom Aufpumpdruck so auseinander gedrückt werden, daß sich der erfindungsgemäße Tennisball einfach aufpumpen läßt.
Das über der äußeren Öffnung des Rückschlagventils angeordne­ te luftdurchlässige Stoffteil verhindert dabei in erster Line, daß keine Fremdkörper, wie beispielsweise Sandkörper, in das Ventil eintreten können. Das Stoffteil wirkt somit als ein erster Grobfilter, der die Lufteintrittsöffnung abdeckt.
Der Filter zwischen dem Stoffteil und der äußeren Öffnung des Rückschaltventils verhindert ferner, daß einzelne Fasern des Stoffes, die möglicherweise beim Aufpumpen des Tennis­ balls durch das Stoffteil hindurch aus diesem herausgelöst werden können, in das Rückschlagventil eintreten.
Der Filter wirkt somit als Feinfilter und schützt das Ventil gegen Verunreinigen, die von dem Stoffteil nicht zurückgehal­ ten werden können bzw. die aus diesem herausgelöst werden.
Durch diese erfindungsgemäße Doppelfilteranordnung wird also das Ventil des Tennisballs sicher vor eindringenden Verun­ reinigungen geschützt.
Um ferner die Funktionsfähigkeit des Rückschlagventils auch nach längerem Gebrauch auch noch einwandfrei sicherstellen zu können, ist zusätzlich auf den dicht aneinanderliegenden Flächen des Ventils eine Beschichtung vorgesehen, die ein Verkleben der Dichtflächen miteinander verhindert.
Ein derartiges Verkleben der durch den Innendruck des Tennis­ balls aneinandergedrückten Dichtflächen kann ohne eine entsprechende Beschichtung insbesondere dann auftreten, wenn das Rückschlagventil aus natürlichem Gummi oder einem ent­ sprechenden Material besteht.
Hinsichtlich vorteilhafter Ausgestaltungen und Weiterbildun­ gen des erfindungsgemäßen Tennisballs wird auf die Unteran­ sprüche sowie die nachfolgende Beschreibung von Ausführungs­ beispielen anhand der Zeichnung verwiesen. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine Ansicht zur Darstellung des Betriebs­ prinzips eines erfindungsgemäßen Ventils im drucklosen Zustand;
Fig. 2 ein Schnitt des Ventils nach Fig. 1 in teilweise druckbeaufschlagtem Zustand zur Darstellung des Beginns des auftretenden Keileffektes;
Fig. 3 das Ventil nach Fig. 1 und 2 in seinem vollständig verkeilten und abgedichteten Zustand;
Fig. 4 einen Schnitt durch die geformte Gummischale eines erfindungsgemäßen Tennisballs;
Fig. 5 eine vergrößerte Darstellung des gemäß der Erfindung verwendeten Ventiles gemäß Fig. 4 im Bereich XVII;
Fig. 6 ein Schnitt senkrecht zur Längsachse des Ventils nach Fig. 5 zur Darstellung der nominellen Dimensionen in einer getesteten Ausführungsform;
Fig. 7 ein Längsschnitt durch das Ventil nach Fig. 5 zur Darstellung der Dimensionen der ge­ testeten Ausführungsform;
Fig. 8 eine teilweise geschnittene Ansicht durch einen Teil eines Tennisballs zur Darstellung der idealen Balancekenngrößen des Ventils gemäß der Erfindung bei Einbau in einen Tennisball;
Fig. 9 einen Schnitt durch das Innenteil des erfin­ dungsgemäßen Ventils im drucklosen oder nicht mit Druck beaufschlagten Zustand;
Fig. 10 einen Schnitt durch das Innenteil des erfin­ dungsgemäßen Ventils im druckbeaufschlagten Zustand;
Fig. 11 einen Schnitt durch einen gemäß der Erfin­ dung ausgebildeten Tennisball und
Fig. 12 eine Außenansicht einer bevorzugten Ausfüh­ rungsform des erfindungsgemäßen Tennisballs.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Tennisballes weist einen unter Einwirkung von Wärme verbun­ denen Ventileinsatz geringen Durchmessers auf, ähnlich dem mit der Bezugsziffer 42 nach den Fig. 1 bis 3 versehenen, wobei jedoch die äußere Oberfläche unterhalb der Gewebeab­ deckung gelegen ist. Das Ventil 42 kann ebenfalls einstückig oder integral gespritzt oder geformt sein.
Das Ventil 42 ist in einer Ausnehmung unter einem Loch 40 angeordnet, welches in der festen Seitenwandung 38 eines Be­ hälters vorgesehen ist. Es ist so angeordnet, daß ein Fluid in Richtung des Pfeiles 44 strömen kann, hingegen eine Fluid­ strömung in Richtung des Pfeiles 46 verhindert wird.
Das Ventil 42 ist als Einheit ausgebildet und aus einem wei­ chen, biegbaren elastomeren Material geformt. Vorzugsweise gelangt natürlicher Gummi zum Einsatz. Andererseits kann je­ doch jegliches andere Material mit den Verformungs- und Dichteigenschaften weichen, natürlichen Gummis Verwendung finden.
Das Ventil 42 ist ringförmig und weist im Bereich der Seiten des Loches 40 eine derartige Dicke auf, daß es in Verbindung mit den Stützkräften der Seitenwandungen des Loches 40 Defor­ mationen in axialer Richtung im engen Bereich der Seitenwan­ dungen des Loches 40 widersteht. Es läuft jedoch radial nach innen und axial in Richtung der gewünschten Fluidströmung, d. h. in Richtung des Pfeiles 44, zusammen und wird um so dünner, je weiter es sich von den Seitenwandungen des Loches 40 entfernt. Das Ventil 42 läuft zusammen und geht in einen ovalen Querschnitt über, wobei es letztlich an dem den Sei­ tenwandungen des Loches 40 gegenüberliegenden Ende dichtend zusammenwirkt. Da es aus deformierbarem, elastomerem Ma­ terial, wie weichem Gummi, besteht und da es mit abnehmender Dicke zusammenläuft, wird es in Richtung auf den Mittelpunkt des Loches 40 besser verformbar. Wie sich aus Fig. 1 er­ gibt, ist das Ventil 42 bei Nichtanliegen von Druck so an­ geordnet, daß die extremen inneren Enden 48 aneinander an­ liegen und dichten. Der Teil 48 bildet somit ein in der Regel geschlossenes Ventil, das einer Fluidströmung in Richtung des Pfeiles 46 widersteht, das jedoch den Durch­ tritt von Fluid in Richtung des Pfeiles 44 ermöglicht. Unterhalb des in der Regel geschlossenen Teils 48 befindet sich ein normalerweise offener Teil 50. Somit sind die einander gegenüberliegenden Innenflächen des Ventils 42 im Bereich 50 voneinander getrennt, um einen Durchlaß zu bilden. Der restliche Teil des Ventils 42 kann als Ringteil betrachtet werden, der mit 54 bezeichnet ist.
In Fig. 2 wird die Wirkung des Ventils 42 bei Einleitung von Fluiddruck in Richtung des Pfeiles 46 gezeigt. Das mit den Pfeilen 56 angezeigte Fluid wird zunächst durch die Wirkung des normalerweise geschlossenen Teils 48 am Durch­ tritt durch das Ventil 42 gehindert. Dementsprechend drückt Fluid 56 an die obere Fläche 58 des Ventils 42. Dieses be­ ginnt sich sodann unter dem Einfluß des Druckes des Fluids 56 in das Loch 40 hinein zu deformieren. Wie bereits erwähnt, ist das Ventil 42 im Bereich seiner Mitte besser verformbar und weniger verformbar im Bereich der Seitenwandungen des Loches 40, d. h. im Bereich des Ringteils 54. Deshalb werden zuerst die einander gegenüberliegenden Innenflächen 52 des normalerweise offenen Teils 50 in dichtenden Kontakt gebracht, wenn das Ventil 42 die Stellung gemäß Fig. 2 einnimmt.
Das Ventil 42 ist derart ausgebildet, daß der Abstand eines jeden Punktes im Bereich seiner Peripherie von der Seiten­ wand des Loches 40 zu den einander gegenüberliegenden Innen­ flächen 52, wie dies durch den gestrichelten Pfeil 60 ange­ zeigt ist, größer ist als der Radius des Loches 40 am gleichen Punkt, wie dies durch den gestrichelten Pfeil 62 gezeigt ist. Deshalb wird das Ventil 42 um so dichter in das Loch 40 ge­ drückt oder darin verkeilt, je größer der Innenfluiddruck ist, vgl. Pfeile 56′ in Fig. 3. Da das Ventil 42 aus de­ formierbaren elastomeren Material, wie Gummi, besteht, wer­ den innere Druckkräfte, siehe Pfeile 64, im Ventil 42 zwi­ schen den Seitenwandungen des Loches 40 erzeugt, die auf die einander gegenüberliegenden Innenflächen 52 des norma­ lerweise geschlossenen Teils 48 und des normalerweise offenen (jetzt geschlossenen) Teils 50 wirken und das Bestreben haben, das Ventil 42 beim Anliegen von Schlägen und Kräften dicht geschlossen zu halten.
Gemäß Fig. 4 bis 7 ist der vorstehende Wirkungsmecha­ nismus an einem bevorzugten Ausführungsbeispiel eines in einem Tennisball angeordneten Ventiles dargestellt, wobei das Ventil integral mit der Gummischale oder Gummiwandung 12′ des Tennisballes geformt ist. Bei diesem Ausführungs­ beispiel weist das insgesamt mit 66 bezeichnete Ventil eines nach innen zeigenden, abgeflachten rohrförmigen Nippels 68 auf, der abgerundete Kanten, siehe Fig. 9 und 10, und flache Seiten 70, 72 aufweist, die durch eine Innenausnehmung 74 voneinander getrennt sind. Die Ausnehmung 74 nimmt bei An­ näherung an das und Öffnung gegenüber dem Äußeren der Schale 12 glockenförmige Ausbildung an. Dies bedeutet, daß die Aus­ nehmung einen weichen Übergang aufweist. Zunächst verläuft sie senkrecht zur Oberfläche der Schale 12 im Bereich des inneren Endes, um dann tangential zur Schalenfläche am äußeren Ende zu verlaufen. Am inneren Ende ist der Nippel 68 mit einem festen geschlossenen Ende versehen, welches sodann mit einem scharfen Messer durchschnitten ist und einen Schlitz 76 ergibt, der auf Grund der Elastizität des Gummis geschlossen gehalten wird, jedoch auseinander ge­ spreizt werden kann, wenn der Luftdruck in der Ausnehmung 74 größer als im Inneren des Balles ist.
Die Ausbildung der Ausnehmung 74 ergibt in Kombination mit der Keilwirkung einen praktisch dichten Tennisball selbst bei einem Spiel mit extremen Schlägen. Die Ausnehmung 74 wird durch Spritzen mit einem männlichen Spritzteil ge­ spritzt, das Messerschneiden und eine spiegelglatt polier­ te Oberfläche an dem Teil aufweist, das zumindest die innere Hälfte der Ausnehmung 74 formt. Die so gebildete Ausnehmung 74 weist somit zumindest bezüglich der inneren Hälfte ihrer Länge einen seitlich verlängerten engen Schlitz auf, der mit unter geringem Abstand zueinander angeordnete spiegel­ glatte, einander gegenüberliegende Flächen 78 und 80 auf­ weist. Der Schlitz verläuft in Richtung auf die seitlichen Messerkanten, wie dies in Fig. 9 dargestellt ist.
Durch Verwendung der polierten Flächen und Messerkanten werden die bisher unbeachteten Verlustwege der vorbeschrie­ benen Spielball-Rückschlagventile nach dem Stand der Technik vermieden. Wenn somit der Nippel 68 auf Grund des Luftdrucks im Ball zusammengefallen ist, ist ein Teil der Ausnehmung 74 verschlossen und luftdicht abgedichtet. In diesem zusammen­ gefallenen oder verschlossenen Zustand verbunden mit der Keilwirkung ist das Ventil 66 dicht gegen Verluste, verschlossen, und es kann selbst während eines heftigen Spieles keine Luft aus dem Ball entweichen.
Die Beziehung des Ventils 66 zur soeben in vereinfachter Form unter Bezug auf die Fig. 1 bis 3 beschriebenen Keilwirkung kann am besten in Verbindung mit der Fig. 5 verstanden werden, in der das Ventil 66 in überlagertem normalen und unter Druck befindlichen Zustand dargestellt ist. Die Normalstellung ist gestrichelt gezeigt, während sich der Druckzustand aus den durchgezogenen Linien er­ gibt. Der Bereich des Nippels 68 mit dem eingeschnittenen Schlitz 76 weist einen normalerweise geschlossenen Teil auf. In gleicher Weise umfaßt der Bereich des Nippels 68 mit den flachen Seiten 70 und 72, die durch die innere Ausnehmung 74 (mit den Messerkanten und polierten Flächen) voneinander getrennt sind, den normalerweise offenen Teil. Der durch die gestrichelten Linien 82 begrenzte Gummibereich der Schale ist der Durchgang (Loch) und deshalb mit 40′ be­ zeichnet, um eine Beziehung zur Beschreibung der Fig. 1 bis 15 herzustellen. Das Ventil 66 gemäß der gestrichelten Position nach Fig. 5 entspricht dem vereinfachten Ventil 42 nach Fig. 1. Somit dient der geschnittene Schlitz 76 in ähnlicher Weise beim Aufblasen des Balles beginnend mit sehr geringem oder keinem Innendruck als anfängliche Dichtung, um ein Austreten von Luft zu verhindern, ehe genügend Druck im Ball aufgebaut werden kann, um die Seitenwandungen des Nippels 68 einzudrücken.
Wenn sich Luftdruck aufbaut, wird der Nippel 68 auf Grund der seitlichen Druckkräfte zusammengedrückt, und die polier­ ten Flächen 76, 80 legen sich aneinander an, um die sekundäre luftdichte Dichtung zu bilden, die in der Lage ist, den re­ lativ starken Schocklastdrücken standzuhalten, die dann auftreten, wenn ein voll aufgeblasener Ball heftig von einem Schläger getroffen wird. Wenn dann der Innendruck (angezeigt durch die Pfeile 84) weiter zunimmt, wird das Ventil 66 zunehmend gegenüber den Seitenwandungen des inte­ grierten Loches 40′ verkeilt. Da der Abstand des Nippels 68 von der Grenzlinie 82 an jeder Stelle größer ist als der Radius des Durchgangs 40′ an dieser Stelle (in gleicher Weise, wie in Verbindung mit Fig. 2 beschrieben) werden die inneren Druckdichtungskräfte, siehe Pfeile 56′, in gleicher Weise erzeugt, wie dies oben in Verbindung mit der Fig. 3 beschrieben wurde.
Die Ausbildung des Ventils 66 ist derart, daß bei Ausbildung aus im wesentlichen gleichen Material wie der Ball das Gummi­ gesamtvolumen im Nippel 68 praktisch gleich dem Luftvolumen der Ausnehmung 74 ist. Zusätzlich ist das Ventil 66 längs einer Radiuslinie so verteilt, siehe Fig. 8 daß ihr gering­ fügig größeres Gewicht, (siehe Pfeil 86) am radialen Abstand d₂ wirkt, welcher etwas kurzer als der Abstand d₁ ist, an den das Gewicht (gemäß Pfeil 88) in entgegengesetzter Rich­ tung derart wirkt, daß die Rotationskräfte am Ball gleich und entgegengesetzt gerichtet sind, wodurch der Ball dyna­ misch ausbalanciert ist. Somit zeigt das Ventil 66 keine ins Gewicht fallende Wirkung bezüglich der Balance das Tennisballs.
Fig. 6 und 7 zeigen die Abmessungen in mm eines derarti­ gen Ventils, wie es aufgebaut und bei einem Spielball ge­ testet wurde.
Bei der Herstellung des erfindungsgemäßen Tennisballs werden zunächst die beiden Halbkugel-Kernteile gespritzt oder ge­ formt. Der eine enthält das integral vorgesehene Ventil. Beim andern Teil ist kein solches Ventil vorgesehen. Die beiden Halbkugel-Kernteile werden dann unter Einfluß von Wärme und Druck miteinander verbunden, um einen kugelförmigen Kern mit einem integralen Ventil in den Wandungen zu bilden. Sodann wird Gewebe oder Filz, der den Ball abdeckt, auf die Oberfläche aufgeklebt, um den Tennisball zu vervollständigen.
Wegen der auftretenden Drücke und der erforderlichen Materia­ lien, die notwendig sind, um eine vollständige Dichtwirkung des Ventils zu er,zielen, kann ein unerwartetes Problem auf­ treten. Um die gewünschte Dichtwirkung des verwendeten Ven­ tils zu erzielen, ist dies nämlich aus weichem Naturgummi oder einem ähnlichen Material mit den Eigenschaften von Naturgummi hergestellt. Auch sind die zusammenwirkenden Flächen in einer spiegelglatten Form derart hergestellt, daß sie selbst spiegelglatt sind. Wenn das Ventil einem Innen­ druck ausgesetzt wird, wird es in einen keilförmigen Zustand übergeführt, wobei die zusammenwirkenden Flächen verkeilt werden und eine starke Dichtwirkung ergeben. Bei Verwendung herkömmlicher Herstellungsverfahren bewirkt eine derartige Dichtungsausbildung einen Einfluß als Folge des Spritz- und Verbindungsverfahrens des kugelförmigen Kerns. Das Her­ stellungsverfahren selbst bewirkt einen hohlen Kern mit einem Innendruck, der die Weichgummiflächen in eine Keil­ beziehung derart bringen kann, daß ein Diffusionsschweißen oder -verbinden der zur gegenseitigen Anlage bestimmten Flächen eintreten kann. Wenn dann später der Ball in den Druckbehälter eingebracht wird, ist der Differentialdruck zwischen dem gewünschten Außendruck und dem vorher herge­ stellten Innendruck des Balles nicht ausreichend, um die Diffusionsbindung aufzubrechen. Der Ball wird lediglich ver­ formt, die korrekte Druckbeaufschlagung nicht erzielt.
Es wurde gefunden, daß eine Beschichtung der inneren, zur gegenseitigen Anlage bestimmten Flächen des Ventils mit einer dünnen Schicht eines Silikon-Schmiermittels od. dgl. vor dem Verbinden der beiden Halbkugelschalen dieses Problem vermeidet. Der Innendruck tritt zwar immer noch als Teil des Herstellungsverfahrens auf, die Abdichtung des Ventils stellt sich jedoch als normale Dichtwirkung ein ohne die Diffusions­ verbindung der Oberfläche, die früher von Zeit zu Zeit auf­ trat.
Es ist wichtig, daß das bei diesem Verfahren verwendete Schmiermittel ein solches auf Silikon-Basis od. dgl. ist, das den weichen Naturgummi nicht angreift, wie dies der Fall bei Schmiermitteln auf Mineralölbasis sein würde. Der hier verwendete Ausdruck "Schmiermittel" beinhaltet jegliches Material, das die gewünschte Oberflächenbeschichtung ohne deren Zerstörung bewirkt.
Im folgenden wird nunmehr auf die Fig. 11 und 12 Bezug ge­ nommen. Nachdem die geformte Gummischale 12′ mit dem Ven­ til 66 hergestellt wurde, wird sie in herkömmlicher Weise mit einem Paar im wesentlichen achtförmigen Teilen eines Filzgewebes 90 abgedeckt, siehe Fig. 12, um so die klassische Tennisballoberfläche zu erhalten. Das Gewebe oder der Stoff 90 des Tennisballes sollte luftdurchlässig sein und wird so angeordnet, daß es die Öffnung des Ventils 66 abdeckt, siehe Fig. 12. Das Gewebe 90 wird auf die Gummischale 12′ in her­ kömmlicher Weise aufgeklebt. Es muß jedoch Vorsorge getroffen werden, daß der Kleber nicht in die Öffnung des Ventils 66 eintritt.
Weiterhin ist es wünschenswert, die Öffnung des Ventils 66 gegen Eintritt jeglicher Verunreinigungsstoffe dadurch zu­ sichern, daß sie zuerst mit einer Scheibe oder einem Ab­ schnitt 91 aus Gaze abgedeckt wird. Bei getesteten Bällen ohne dieses Gazematerial wurde zunächst der Eintritt von Schmutz und Verunreinigungen der Spielfläche vermieden. Nach einer gewissen Zeit verloren die Bälle jedoch uner­ warteterweise an Druck. Es wurde letztendlich gefunden, daß eine einzige aus der Filzabdeckung des Balles stammende Faser ausreicht, um in das Ventil 66 einzutreten und seine herausragende Dichtwirkung zu beeinträchtigen. Die Filter­ gaze 91, die keine derartigen losen Fasern aufweist, filtert die Ventilöffnung und,stellt somit einen guten Dichtungszu­ stand sicher. Es können zwar auch andere Materialien zur Anwendung gelangen. Gaze wird jedoch bevorzugt eingesetzt, da sie dünn und praktisch bei der zum Einsatz gelangenden Größe gewichtslos ist, so daß das Gewicht und die Balance des Balles durch sie nicht beeinträchtigt werden.
Der auf diese Weise hergestellte Tennisball 92 kann dadurch unter Druck gesetzt bzw. aufgepumpt werden, daß er in einen der derzeit handelsüblichen Behälter zum Versand und zur Aufbewahrung von Tennisbällen unter Druck angeordnet wird. Hierbei dient die Gewebeabdeckung 90 zwei Funktionen. Da sie durchlässig ist, kann Luft durch sie hindurch und über das Ventil 66 in das Innere des Balles 92 gelangen. Darüber hinaus dient das Gewebe 90, da die Dichtwirkung des Ventiles 66 vom festen aneinander Anliegen der spiegelglatten Seiten­ wandungen abhängt, um den gewünschten Druck aufrechtzuerhal­ ten, als Filter, um den Eintritt von kleinen Fremdkörpern in das Ventil 66 zu verhüten, die dazu führen würden, daß das Ventil 66 den Druck nicht mehr aufrechterhalten könnte, wie dies ober näher beschrieben wurde.
Als besonders wichtig sei nochmals darauf hingewiesen, daß der erfindungsgemäße Tennisball nicht in herkömmlicherweise vorab unter Druck gesetzt wird, sondern daß er vielmehr am Tennisplatz dadurch aufgepumpt und unter Druck gesetzt wird, daß er in einen der handelsüblichen Behälter gegeben wird, wodurch er am Platz einer Volumendruckbeaufschlagung ausgesetzt wird und nicht vorher einem bestimmten Druck. Auf diese Weise wird der erfindungsgemäße Tennisball derart mit Druck beaufschlagt, daß er vollständig gegenüber Höhen- und Tempe­ raturvariationen kompensiert ist. Er wird deshalb derart mit Druck beaufschlagt, daß er hierdurch ein Springvermögen un­ abhängig von der Höhe und Temperatur des jeweiligen Tennis­ platzes erhält.
Wenn bei dem erfindungsgemäßen Tennisball 92 mit seinem Ven­ til 66 der Druck verringert werden soll, muß lediglich ein Zahnstocher, Papierclip od. dgl. in die Ventilöffnung einge­ führt werden. Es wurde gefunden, daß der Druck mit einer Genauigkeit von plus/minus einem Teil eines Millimeters Quecksilbersäule eingestellt werden kann. Auch wurde ge­ funden, daß Höhen- oder Temperaturänderungen es erfordern können, daß man übermäßigen Druck im Ball abläßt und daß dieser anschließend auf einen neuen Druck aufgepumpt werden muß, um das erwünschte Springvermögen herbeizuführen. Zu diesem Zweck ist bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 12 die Gewebeabdeckung 90 mit einem Hinweis 94 über der Stelle des Ventils 66 versehen, so daß ein Zahnstocher, Papierclip od. dgl. durch das Gewebe 90 zur Öffnung des Ven­ tils 66 in der vorstehend beschriebenen Weise eingeführt wer­ den kann, um den Druck im Ball 92 abzulassen. Der Hinweis 94 kann auf einfache Weise mittels eines Tupfers oder Kreises aus Tinte an der richtigen Stelle auf das Gewebe 90 aufge­ bracht werden.

Claims (9)

1. Tennisball
  • - mit einer kugelförmigen, hohlen Gummischale (12), die mit einem Paar im wesentlichen achtförmiger Stoffteilteile (90) aus luftdurchlässigem Stoff bedeckt ist, und
  • - mit einem in der Wandung der Gummischale (12) vorge­ sehenen Rückschlagventil (42, 66) aus deformierbarem, elastomerem Material, das zwei vom Innendruck des Balls dicht gegeneinander drückbare Oberflächen (48, 52, 78, 80) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
  • (a) daß eines der Stoffteile (90) über der äußeren Öff­ nung des Rückschlagventils (42, 66) angeordnet ist,
  • (b) daß ein Filter (91) über der äußeren Öffnung des Rückschlagventils (42, 66) und unter dem Stoffteil (90) angeordnet ist und
  • (c) daß die dicht aneinanderliegenden Oberflächen (48, 52, 78, 80) des Rückschlagventils (42, 66) mit einer Beschichtung versehen sind.
2. Tennisball nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (66) aufweist,
einen koaxial in der Ausnehmung (40) angeordneten Ring­ körper (54), der in axialer Richtung im Bereich der äußeren Ränder der Ausnehmung (40) so dick bemessen ist, daß er in Verbindung mit der Lagerung, die sich durch das die Ausnehmung (40) definierende Material ergibt, im wesentlichen in axialer Richtung nicht verformbar ist, und
einen im Ringkörper (54) angeordneten Dichtungsnippel (68), der radial nach innen und axial in Richtung der gewünschten Fluidströmung von dem Ringkörper (54) an einem Ende zuläuft, um im Bereich des anderen Endes in Dichtkontakt zu gelangen, wobei die Dicke des Dichtnip­ pels (68) in axialer Richtung zunehmend dünner und dem­ entsprechend stärker in axialer Richtung radial nach in­ nen bezüglich des einen Endes verformbar wird, wobei die Aufbringung von Druckfluid auf das Ventil (66) entgegen­ gesetzt zur erwünschten Fluidströmung eine axiale Vefor­ mung des Nippels (68) in den Ringkörper (54) unter Keil­ wirkung bewirkt, wodurch es mit steigendem Fluiddruck zu steigender Dichtwirkung kommt, wobei die Verjüngung eine glatte Kurve ist, die sich von einem Punkt auf einer im wesentlichen senkrecht zur Achse der Ausnehmung (40) an dem einen Ende zu einem Punkt auf einer im wesentlichen parallelen Linie zur Achse der Ausnehmung (40) am ande­ ren Ende erstreckt, wobei Fluiddruck in der Ausnehmung (40), der das Bestreben hat, Fluid durch die Ausnehmung (40) in einer unerwünschten Richtung zu bewegen, senk­ recht auf die Achse des Nippels (68) axial wirkt, um anfänglich einen Fluiddurchtritt zu verhindern, dann, wenn er ebenfalls auf den Rest des Nippels (68) axial wirkt, um ihn bei der Keilwirkung in den Ringkörper (54) zu verformen, wobei der Nippel (68) aus einem Material hergestellt ist, das Verformungs- und Dichteigenschaften weichen natürlichen Gummi s hat und wobei die Flächen (78, 80) des Nippels (68), die sich während der keilartigen Verformung in den Ringkörper treffen, eine an einer spiegelglatten Form hergestellte Oberfläche haben.
3. Tennisball nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des Nippels (68) vom einen zum anderen Ende in Bezug auf seine Verformbarkeit hinreichend lang ist, so daß das andere Ende in dichtem Dämmkontakt ver­ bleibt und der Nippel (68) immer noch verformbar sich im Ringkörper (54) verkeilt, wenn er durch Ausdehnung des die Ausnehmung (46) definierenden Materials radial nach außen verformt ist.
4. Tennisball nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die spiegelglatten inneren Flächen (78, 80), die fluiddicht zusammengepreßt werden, messerschneidenförmig zusammenkommen.
5. Tennisball nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rückschlagventil (66) integral in die Wandung der Schale geformt ist und einen im wesentlichen abge­ flachten, rohrförmigen Nippel (68) mit äußeren abgerunde­ ten Rändern und im wesentlichen flachen Seiten aufweist, die eine innere Ausnehmung (74) mit einer länglichen Achse aufweist, und in einer glatten Kurve von einem Punkt auf einer Linie senkrecht zur Achse am Eintritts­ ende des Nippels (68) zu einem Punkt auf einer Linie parallel zur Achse verläuft, wenn sie sich dem inneren Ende des Nippels (68) annähert und öffnet, wobei der Nippel (68) ein inneres Ende aufweist, das eine innere Extremität der Ausnehmung definiert und das innere Ende fest verschlossen ist sowie einen dünnen Schlitz (76) aufweist, der mit der Ausnehmung (74) verbunden ist, wobei der Schlitz (76) normalerweise auf Grund der Elastizität des elastomeren Materials geschlossen gehal­ ten wird und die Ausnehmung (74) zumindest über eine innere Hälfte ihrer Länge in Form eines seitlich verlän­ gerten engen Schlitzes gebildet ist mit Abstand zueinander angeordneten Wandungen (78, 80), die an einer spiegelglatten Form hergestellt wurden, wobei die Wandun­ gen (78, 80) zu seitlichen Messerschneiden verlaufen, wobei die Ausnehmung (74) weiterhin am inneren Ende angrenzend an das feste Ende des Nippels (68) sich zu einer Messerschneide angrenzend und in Verbindung mit der Dünnschlitzöffnung (76) verjüngt.
6. Tennisball nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Filter (91) ein Stück Gazematerial aufweist.
7. Tennisball nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung ein Schmiermittel ist.
8. Tennisball nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Schmiermittel ein Silikon-Schmiermittel ist.
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