DE3149793C2 - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C23G—CLEANING OR DE-GREASING OF METALLIC MATERIAL BY CHEMICAL METHODS OTHER THAN ELECTROLYSIS
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-
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des ersten
Anspruchs.
Bei einem bekannten Verfahren dieser Art (DE-Z Metalloberfläche, 33
(1979) 3, S. 99-101) wird die einem Entfettungsbad entnommene
Entfettungslösung unter Anwendung apparativer Maßnahmen in eine
Absetzeinrichtung oder ein Filter geführt, in welchem Schmutz, Zunder
und dergl. mechanische Verunreinigungen entfernt werden. Danach wird die
Entfettungslösung einer Ultrafiltration unterzogen, in welcher sie mit
hoher Geschwindigkeit bei einem bestimmten statischen Druck an
semipermeablen Membranen vorbeigeleitet wird. Dabei durchdringen Wasser,
gelöste Stoffe und bestimmte niedermolekulare Stoffe die Membranen. Öle
und Fette werden zurückgehalten. Sowohl die Einrichtungen zur
Beseitigung der mechanischen Verunreinigungen wie die semipermeablen
Membranen für die Absonderung der Öle und Fette weisen nur eine
begrenzte Kapazität für die Aufnahme dieser Stoffe auf. Sie müssen daher
nach einer gewissen Erschöpfungszeit von den zurückgehaltenen Stoffen
befreit werden. Die jeweils neu hinzugeführte Entfettungslösung kommt
dadurch aber immer wieder mit den bereits abgesonderten Stoffen in
Berührung, so daß eine zusätzliche Anreicherung eintreten kann. Auch muß
das Volumen dieser Abscheideeinrichtungen so groß gewählt sein, daß eine
Entfernung der Rückstände möglichst erst nach einer Arbeitsschicht
erforderlich ist. Andernfalls kann in den Zeiten, in welchen zwar das
Entfettungsbad betrieben wird, die Filtereinrichtung jedoch nicht in
Betrieb ist, eine unzulässige Steigerung der Rückstände eintreten. Zudem
verbleiben die in der Entfettungslösung erhaltenen Tenside nur teilweise
für die weitere Verwendung in der gefilterten Entfettungslösung, während
der andere Teil mit dem abgeschiedenen Öl und ggf. Schmutz gemeinsam
abgeführt wird. Diese Rückstände müssen dann nach den
Abfallbeseitigungsvorschriften nachträglich aufbereitet werden, wofür
zusätzlicher Aufwand erforderlich ist.
Es ist auch ein Verfahren bekannt (DE-Z Metalloberfläche, 32, 1978, 5,
S. 221) mit dem eine Ölrückgewinnung aus Emulsionen ausgeführt wird.
Demnach werden bei der Reinigung von mit Rost- und Korrosionsölen,
Ziehfetten und dergleichen behandelten Metalloberflächen
entstehende Öl-In-Wasser-Emulsionen durch Zentrifugieren oder
andere mechanische Verfahren lediglich in die angegebenen Ausgangsstoffe
Öl bzw. Wasser getrennt.
Zur Pflege von Kühlschmieremulsionen aus Emulgatoren, Stabilisatoren,
Korrosionsschutzadditiven, EP-Zusätze und Mineralölanteilen, die
Verunreinigungen wie Metallabrieb und Fremdflüssigkeiten in Form von
Hydrauliköl oder Schmieröl enthalten, werden nach einem anderen
bekannten Verfahren (DE-Z Maschinenmarkt, 1980, S. 1926-1928)
Zentrifugen verwendet, die getrennte Ausführungen für den Ablauf
schwerer Flüssigkeiten, leichter Flüssigkeiten und von Feststoffen
aufweisen. Tritt hierbei das nicht zu vermeidende Emulgieren der
eingeschleppten Hydraulik- oder Schmieröle mit der Kühlschmierölemulsion
ein, dann kann das Hydraulik- oder Schmieröl nicht mehr getrennt von der
ursprünglichen Kühlschmieremulsion zurückgewonnen werden.
Daneben ist ein Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Metallen bekannt
(DD 63 257), bei dem eine Entfettungslösung bei einer Arbeitstemperatur
von 50 bis 60°C verwendet wird. Eine Regenerierung der
Entfettungslösung ist dabei nicht vorgesehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren gemäß dem
Oberbegriff des ersten Patentanspruchs anzugeben, bei dem die Tenside in
der Entfettungslösung verbleiben und Öl sowie Schmutz getrennt
abgeschieden werden.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt gemäß der Erfindung durch die
kennzeichnenden Merkmale des ersten Anspruchs.
Bei einer Verfahrensweise nach der Erfindung werden durch die Tenside
nicht nur die an den Metallteilen haftenden Ölrückstände unterwandert,
sondern das dabei gelöste Öl über das Tensid an das Wassermolekül
angehängt und damit eine Emulsion gebildet. Dabei bildet das Tensid ein
relativ schwaches Bindeglied zwischen dem Öl und dem Wasser, so daß beim
Zentrifugieren aus dieser Bindung das Öl gelöst wird. Die Tenside
verbleiben in der Entfettungslösung. Dagegen werden einerseits das
leichtere Öl und andererseits die weiteren schweren, störenden
Rückstände aufgrund ihres höheren spezifischen Gewichtes in der
Zentrifugaltrommel getrennt und manuell oder durch automatische
Ausscheidevorrichtungen nach außen abgestoßen. Hierdurch werden die
Bäder über einen wesentlich erhöhten Zeitraum sauber gehalten und der
Verbrauch an Chemikalien wird in der Praxis um zwei Drittel vermindert.
Es ergibt sich auch ein erhöhter Gleichstand der Behandlungsqualität,
weil sich die Entfettungslösung nur sehr langsam verändert. Bei
Anwendung eines Trennseparators, dessen Trommeldrehzahl über 8000
Umdrehungen pro Minute beträgt, konnte das abgetrennte Öl mit einem
Reinheitsgrad von 99,5% zurückgewonnen werden. Dabei waren in dem
zurückgewonnenen Öl praktisch keine aktiven Tenside enthalten. Im
übrigen ist die Einsparung an Chemikalien nicht nur durch Wegfall der
Neuansätze erreicht worden, sondern es hat sich auch gezeigt, daß die
Ergänzungszusätze für den laufenden Verbrauch vermindert werden. Daneben
hat sich durch die Sauberhaltung der so behandelten Bäder gezeigt, daß
sie über längere Zeiträume ihre anfängliche Reaktionsfreudigkeit
behalten. Es konnte daher die Badtemperatur von 60°C auf 55°C und
darunter abgesenkt werden, wobei selbst das nachfolgende Bad auf eine
Temperatur von 40°C vermindert werden konnte, ohne eine negative
Beeinflussung der Phosphatierungsqualität feststellen zu können. Als Maß
diente dabei der mechanische Wert der Lackierung.
Zur Zentrifugierung wird ein Trennseparator verwendet, dessen
Zentrifugierteller radial nach innen versetzte Bohrungen aufweisen.
Hierdurch wird das gegenüber der Entfettungslösung leichtere Öl bereits
durch die Bohrungen abgeschieden und kann für sich aus dem
Trennseparator ausgeführt werden. Die Entfettungslösung dagegen wird an
den radialen Enden der Teller abgeführt, während die schwereren Teile
wie Schmutz und Zunder und dergl. durch die Zentrifugalkraft nach außen
gedrückt werden und von dort manuell oder durch automatisches Öffnen des
Trennseparatormantels ausgestoßen werden können.
Demnach wird die Befreiung der Entfettungslösung von den
Verunreinigungen in einem Arbeitsgang durchgeführt, wobei einerseits das
Öl mit hoher Reinheit zurückgewonnen wird und für die erneute Verwendung
beim Ziehen, Drehen oder sonstigen Bearbeiten der Metallteile zur
Verfügung steht, während andererseits die schweren Schmutzteile für sich
abgeschieden werden. Diese Abfallstoffe stellen einen geringen Anteil
dar, der mit entsprechend geringem Aufwand hinsichtlich der
Abfallbeseitigungsvorschriften aufbereitet werden kann. Es wird somit
eine hohe Ausbeute an Wasser mit den für das Entfetten erforderlichen
Chemikalien erreicht. Tenside und andere Chemikalien werden nur beim
Ausstoßen des Schmutzes in geringfügiger Menge mit nach außen
abgeschieden.
Claims (3)
1. Verfahren zum Regenerieren einer wäßrigen, Phosphatiermittel und eine
Bindung von Öl an Wasser unterstützende Tenside enthaltenden
Entfettungslösung, in die in einem Entfettungsbad für Metallteile Öl und
Schmutz eingeschleppt wurde, durch Separierung, in welcher Öl und
Schmutz von der verunreinigten Entfettungslösung getrennt und die
zurückgewonnene Entfettungslösung in das Entfettungsbad zurückgeführt
werden, dadurch gekennzeichnet, daß die durch Öl und Schmutz
verunreinigte Entfettungslösung einer Zentrifuge zugeführt wird, die
getrennte Ausführungen für Öl, für regenerierte Entfettungslösung und
für Schmutz aufweist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Entfettungslösung in Invervallen zentrifugiert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Entfettungslösung auf einer Temperatur unter 60°C, vorzugsweise 55°C
gehalten wird.
Priority Applications (1)
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| DE19813149793 DE3149793A1 (de) | 1981-12-16 | 1981-12-16 | Verfahren zum regenerieren von entfettungsloesungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813149793 DE3149793A1 (de) | 1981-12-16 | 1981-12-16 | Verfahren zum regenerieren von entfettungsloesungen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3149793A1 DE3149793A1 (de) | 1983-06-23 |
| DE3149793C2 true DE3149793C2 (de) | 1988-02-04 |
Family
ID=6148856
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19813149793 Granted DE3149793A1 (de) | 1981-12-16 | 1981-12-16 | Verfahren zum regenerieren von entfettungsloesungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3149793A1 (de) |
-
1981
- 1981-12-16 DE DE19813149793 patent/DE3149793A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3149793A1 (de) | 1983-06-23 |
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