DE3149902A1 - Vorrichtung zum behandeln von metalldraehten in einem fluessigkeitsbad - Google Patents
Vorrichtung zum behandeln von metalldraehten in einem fluessigkeitsbadInfo
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Description
- Vorrichtung zum Behandeln von Metalldrähten
- in einem Flüssigkeitsbad Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Behandeln von Metalldrähten in einem Flüssigkeitsbad. Diese Vorrichtung umfaßt einen die Behandlungsflüssigkeit enthaltenden Behälter, eine horizontal verlaufende Platte, welche sich in einem gewissen Abstand oberhalb des Flüssigkeitsspiegel erstreckt, sowie Einrichtungen, mit deren Hilfe kontinuierlich Flüssigkeit auf die Platte aufgebbar ist, so daß sich auf dieser Platte eine Flüssigkeitsschicht ausbildet, in welcher die genannten Drähte in einer im wesentlichen horizontalen Ebene und in Richtung-ihrer Längsachsen bewegt werden.
- Allgemein wird bei bekannten Vorrichtungen dieser Gattung die Flüssigkeit vermittels Leitungen und mit Hilfe einer Pumpe von Behälter über die Platte hinausgefördert oder wird, beispielsweise mit Hilfe einer mit einer Vielzahl von Ausläufer versehenen Rampe die Flüssigkeit auf die Platte gefördert, um die erwähnte Flüssigkeitsschicht zu bilden.
- Derartige Vorrichtungen sind häufig störungsanfällig, insbesondere dann, wennes sich bei der Behandlungsflüssigkeit um eine korrodierende oder inkrustierende Flüssigkeit handelt. In der Tat verstopfen die Zuleitungen, welche die Flüssigkeit über die Platte leiten, regelmäßig und erfordern sehr häufig Wartungsarbeiten und Auswechseluhgen.
- Eines der von der Erfindung verfolgten wesentlichsten Ziele besteht darin, eine Vorrichtung zu schaffen, welche vondiesen Nachteilen frei ist.
- Zu diesem Zweck weisen erfindungsgemäß die Einrichtungen zum kontinuierlichen Aufgeben von Flüssigkeit auf die Platte, damit sich auf der Platte eine Flüssigkeitsschicht ausbildet, in dem Behälter einen Abschnitt auf, welcher mit dem Behälter in einem unterhalb des Spiegels der Behandlungsflüssigkeit angeordneten Ort in Verbindung steht, und eine Überlaufeinrichtung ausbildet, welche sich auf dem Niveau der Platte erstreckt, und zwar wenigstens über die Abmessung der Zone, in welcher die Drähte bewegt werden, wobei sich diese überlaufeinrichtung im wesentlichen quer zur Fortbewegungsrichtung dieser Drähte erstreckt.
- Ferner ist eine Tauchpumpe vorgesehen, mit deren Hilfe eine Flüssigkeitsströmung quer durch den Abschnitt in Richtung auf die Überlaufeinrichtung hervorrufbar ist.
- Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung umfaßt der erwähnte Abschnitt einen innerhalb des Behälters und unterhalb der Platte vorgesehenen offenen Trog, der mit seinen oberen Rändern an der Platte befestigt ist.
- Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist dieser Trog mit der Platte vermittels eines sich erweiternden Entleerungskastens verbunden, der geneigte Wandungen aufweist, welche sich in Querrichtung zur Fortbewegungsrichtung der Drähte erstrecken und welcher angrenzt an eine in der Platte vorgesehene Öffnung, so daß Flüssigkeit, welche mit Hilfe der Pumpe in den Trog eigetreten ist, die Möglichkeit erhält, sich durch Herausfließen aus dieser Öffnung auf der Platte auszubreiten, um dort die erwähnte Flüssigkeitsschicht auszubilden, in welcher sich die Drähte fortbewegen.
- Vorteilhafterweise umfaßt die Pumpe einen an einer Welle befestigten Propeller, mit dessen Hilfe in dem Abschnitt eine aufsteigende Flüssigkeitsbewegung hervorrufbar ist.
- Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die genannte Welle gegenüber der Vertikalen geneigt und mittels eines Motors angetrieben, welcher oberhalb des Flüssigkeitsspiegels im Behälter angeordnet ist.
- Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnung. In dieser zeigt Fig. 1 einen schematisch .dargestellten, teilweise gebrochenen Längs schnitt durch eine Ausführungsform der Vorrichtung zum Behandeln von Metalldrähten in einem Flüssigkeitsbad und Fig. 2 in vergrößertem Maßstab einen teilweise gebrochen dargestellten Schnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1.
- In beiden Figuren sind für übereinstimmende Bauteile über einstimmende Bezugszeichen verwendet worden. Obgleich die vorliegende Erfindung nicht auf eine Vorrichtung zum Behandeln von Metalldrähten in einem bestimmten Flüssigkeitsbad beschränkt ist, wird die Erfindung im folgenden zur Erläuterung des Erfindungsgedankens am Beispiel einer Vorrichtung beschrieben, welche ganz besonders für die Phosphatierung metallischer Drähte geeignet ist.
- Diese Vorrichtung, welche in den Figuren 1 und 2 dargestellt ist, umfaßt einen Behälter 1 zur Aufnahme des aus der Behandlungsflüssigkeit 2 bestehenden Bades, eine sinnlich wahrnehmbar horizontal angeordnete Platte 3, welche sich in einem bestimmten Abstand oberhalb des Spiegels 4 der im Behälter enthaltenen Flüssigkeit erstreckt, sowie Einrichtungen zum kontinuierlichen Überführen von Flüssigkeit auf die Platte 3, damit sich auf derselben eine Flüssigkeitsschicht 5 ausbildet, in welcher die Metalldrähte 6 fortbewegt werden und zwar in einer im wesentlichen horizontalen Ebene im durch den Pfeil 7 angegebenen Richtungssinn.
- Die die Flüssigkeitsschicht 5 bildende Flüssigkeit, welche sich auf der Platte ausbreitet, fällt an den vorderen und hinteren Enden der Platte von neuem in den Behälter 1 hinab, wie mit Hilfe der Pfeile 30 dargestellt.
- Vorteilhafterweise umfassen die erwähnten Einrichtungen im Inneren des Behälters 1 und innerhalb der Flüssigkeit 2 einen Abschnitt 8, welcher mit dem Flüssigkeitsbad in Verbindung steht, und zwar unterhalb des Flüssigkeitsniveaus.
- Dieser Abschnitt 8 besitzt eine doppelter Überlaufeinrichtung 9, welche sich im wesentlichen im Niveau der Platte wenigstens über die Breite derjenigen Zone erstreckt, in welcher sich die Drähte 6 fortbewegen, wobei sich diese Überlaufeinrichtungen im wesentlichen quer zur Bewegungsrichtung 7 dieser Drähte erstreckt. Ferner gehört zu dem Abschnitt 8 eine Pumpe 10, welche in die Flüssigkeit eingetaucht ist und dazu dient, eine Flüssigkeitsströmung quer zum Abschnitt 8 in Richtung auf die Über- laufeinrichtung 9 zu erzeugen, wie mit Hilfe der Pfeile 11 veranschaulicht.
- Der Abschnitt 8 umfaßt einen offenen Trog 12, welcher im Behälter 1 unterhalb der Platte angeordnet und mit seinen oberen Rändern 13 mit der Platine vermittels eines bauchigen Entleerungskastens 14 verbunden ist, welcher über geneigte Wandungen 15 verfügt, die sich in Querrichtung zur Fortbewegungsrichtung 7 der-Drähte 6 erstrecken. Dieser Kasten 14 grenzt- an eine im wesentlichen rechtwinklige Öffnung 16, die in der Platte 3 vorgesehen ist und sich wenigstens über die gesamte Breite der von der Flüssigkeitsschicht 5 eingenommenen Zone erstreckt, durch welche sich die Drähte 6 fortbewegen.
- Der Trog ist auswechselbar in dem Behälter angeordnet und besteht aus einer lateral zum Behälter rückziehbaren Wandung, deren Bewegungsrichtung durch den Pfeil 17 (Fig. 2) angegeben ist. Die Pumpe 10 umfaßt einen an einer Welle 19 befestigten Propeller 18, mit dessen Hilfe in dem Abschnitt 8 oder im Trog 12 eine aufsteigende Bewegung der Flüssigkeit, wie mit Hilfe der Pfeile 11 dargestellt, herbeiführbar ist.
- Der Abschnitt 8 steht mit dem Bad 2 im Behälter 1 über eine mit der Welle 19 koaxiale Muffe 20 in Verbindung, welche an einer Wandung 21 des Troges 12 befestigt ist und innerhalb welcher sich der Propeller 19 dreht, um die Flüssigkeit aus dem Trog in das Bad 2 zu fördern.
- Die Welle 19 ist ausreichend gegenüber der Vertikalen geneigt, so daß der Antriebsmotor 22 dieser Welle oberhalb des Niveaus 4 des Bades der Flüssigkeit 2 angeordnet ist.
- Die Drähte 6 laufen über im Abstand voneinander angeordnete Stützen 23, sogenannte Reifs, welche ein gewisses Spiel zwischen der Platte 3 und den Drähten innerhalb der Flüssigkeitsschicht 5 gewährleisten.
- Der Behälter 1 ist vorzugsweise mit einem Deckel 24 versehen und weist an den EinlaR- und Auslaßöffnungen für die Drähte jeweils einen Vorhang aus einem im wesentlichen inerten, nicht dargestellten Medium, wie Wasser, auf, welcher von den Drähten 6 durchsetzt wird und welcher ein seitliches Verschließen des Behälters 1 ermöglicht.
- Der Behälter 1 befindet sich in einem Reservoir 27, in welchem zirkulierend oder ruhend ein Medium 28 auf einer vorbestimmten Temperatur gehalten ist, um die Temperatur der Behandlungsflüssigkeit 2 einzustellen.
- Erkennbar ist weder eine Blasformeneinrichtung noch eine Schiebereinrichtung vorgesehen, um denFlüssigkeitstranssport zu der Platte zu bewerkstelligen.
- Des weiteren kann die Pumpe 10 angehoben, bzw. entnommen werden, ohne daß es erforderlich ist, den Behälter 1 zu leeren; es ist lediglich erforderlich, die Welle 19 in eine zylindrische Hülle 29 zurückzuziehen, welche sich lateral zum Behälter erstreckt, wobei das Rückziehen der Welle in der Achse des Stutzens 20 auf eine hinreichende Höhe erfolgen sollte, die ausreichend oberhalb des Flüssigkeitsniveaus liegt, um jegliche Gefahr des überströmens von Flüssigkeit aus dem Behälter vermittels der Hülle zu vermeiden, nachdem die Welle herausgezogen worden' ist. Diese Welle wird vom Motor 22 angetrieben, welcher am äußeren freien oberen Ende der Hülle angeordnet ist, d.h., oberhalb des Niveaus 4 der Behandlungsflüssigkeit 2.
- Übrigens gestattet die Tatsache, daß keine Leitung oberhalb der Platte 3 erforderlich'ist, um Flüssigkeit auf diese Platte zu fördern, ein hervorragend dichtes Anbringen des Deckels 24 oberhalb des Bades, ohne daß dafür besondere Vorkehrungen erforderlich wären.
- Dieses kann von großer Bedeutung sein, falls das Bad aus einer Flüssigkeit besteht, die schädliche oder gar giftige Dämpfe entwickelt, wie im Fall von warmen konzentrierten Säurebädern oder im Fall von Bädern aus flüssigem Blei.
- Ferner gestattet das System des Flüssigkeitsaufbringens durch Über strömen auf der Platine 3 aus einem isolierten Abschnitt & innerhalb eines Bades aus Flüssigkeit 2, durch Erzeugung eines erhöhten Flüssigkeitsniveaus in diesem Abschnitt über im wesentlichen die gesamte Länge der Platine, das Erzeugen einer Schicht aus Flüssigkeit 5 mit gleichförmiger Dicke und gleichzeitig im wesentlichen laminarer und konstanter Strömung über die gesamte Breite der Platte.
- Ferner ist zu erwähnen, daß die Behandlungsbedingungen für die Drähte in der Flüssigkeitsschicht im wesentlichen über die gesamte Breite bzw. Ausdehnung derselben konstant sind, was die Steuerung der Behandlung beträchtlich erleichtert und in günstiger Weise die Qualität dieser Behandlung beeinfluß Wie bereits oben angedeutet, ist die Erfindung nicht auf eine Vorrichtung zum Behandeln von Metalldrähten in einem bestimmten Flüssigkeitsbad beschränkt.
- Die Anordnung eignet sich in gleicher Weise zum Beizen von Metalldrähten zum Behandeln von Draht in einem Salzbad oder in einem Bleibad.
- Die Überlaufeinrichtung 9 kann übrigens an einem beliebigen Ort der Platte angeordnet sein.
- Leerseite
Claims (10)
- Vorrichtung zum Behandeln von Metalldrähten in einem Flüssigkeitsbad P AT E N T A N S P R ü C H E Vorrichtung zum Behandeln von Metalldrähten in einem Flüssigkeitsbad, mit einem das Bad der Behandlungsflüssigkeit enthaltenden Behälter, einer im wesentlichen horizontal angeordneten Platte, die sich in einem bestimmten Abstand oberhalb des Niveaus der Flüssigkeit erstreckt, sowie mit Einrichtungen zum kontinuierlichen Fördern der Flüssigkeit auf die Platte unter Ausbildung ein.er Flüssigkeitsschicht auf dersel»en, in welcher die Drähte in einer im wesentlichen horizontalen Ebene in Richtung ihrer Längsachsen bewegbar sind, wobei diese Flüssigkeit wieder im Behälter auffangbar ist, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß diese Einrichtung umfaßt: im Behälter (1) einen Abschnitt (8), der mit dem Behälter an einem unterhalb des Niveaus.(4) der Behandlungsflüssigkeit (2) angeordneten Ort in Verbindung ist und eine Überlaufeinrichtung (9) bildet, welche sich im wesentlichen auf detn Niveau der Platte (3) wenigstens über die Breite derjenigen Zone erstreckt, innerhalb welcher die Drähte (6) bewegbar sind, wobei sich din Über1aufeir.-richtung im wesentlichen quer zur Bewegungsrichtung der Drähte erstreckt, und durch eine Tauchpumpe (10), mit deren Hilfe eine Flüssigkeitsströmung quer durch den Abschnitt (8) in Richtung auf die Überlaufeinrichtung erzeugbar ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß der Abschnitt (8-) einen offenen Trog (12) aufweist, welcher im Behälter (1) unterhalb der Platte (3) angeordnet und mit seinen oberen Rändern (13) mit dieser Platte verbunden ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß der Trog (12) an der Platte (3) mittels eines sich erweiternden Entleerungskastens (14) verbunden ist, welcher geneigte Wandungen (15) aufweist, die sich quer zur Bewegungsrichtung der Drähte (6) erstrecken und angrenzen an eine Öffnung (16), welche in der Platte derart vorgesehen ist, daß die Flüssigkeit (2) mit Hilfe der Pumpe (10) in den Trog (12) einzutreten vermag, um sich durch Überströmen quer über diese Öffnung auf der Platte auszubreiten und um die Flüssigkeitsschicht (5) zu bilden, in welcher die Drähte bewegbar sind.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 und 3, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß der Trog (12) auswechselbar im Behälter (1) befestigt ist.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Pumpe (10) einen an einer Welle (19) befestigten Propeller (18) aufweist, mit dessen Hilfe in dem Abschnitt (8) eine aufsteigende Flüssigkeitsbewegung hervorrufbar ist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch g e k e n n -z e i c h n e: t- r daß der Abschnitt (8) mit dem Behälter (1) über einen koaxial zur Welle (19) angeordneten Stutzen -(20) in Verbindung steht, welcher an einer Wandung des Abschnitts befestigt ist und in welchem sich der Propeller (18) dreht.
- 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 und 6, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Welle (19), gegenüber der Vertikalen geneigt ist und mittels eines Motors (22) antreibbar ist, welcher oberhalb des Niveaus der Flüssigkeit (2) im Behälter (1) angeordnet ist.
- 8, Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß der Trog (12) von einer Wandlung gebildet ist, welche lateral zum Behälter (1) rückziehbar ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß der Behälter (1) mit einem Deckel (24) versehen ist und an den Einlaß- und Auslaßöffnungen für die Drähte (6) Einrichtungen aufweist, mit deren Hilfe jeweils ein Fluidvorhang (30), welcher von den Drähten durchsetzt wird, erzeugbar ist.
- 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß der Behälter (1) in einem Reservoir (27) angeordnet ist, in welchem ein Medium zirkuliert, um die Temperatur des-Bades der Flüssigkeit (2) einzustellen.
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