DE315636C - - Google Patents

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DE315636C
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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16L—PIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16L9/00—Rigid pipes
    • F16L9/16—Rigid pipes wound from sheets or strips, with or without reinforcement
    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B31—MAKING ARTICLES OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER; WORKING PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
    • B31C—MAKING WOUND ARTICLES, e.g. WOUND TUBES, OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
    • B31C3/00—Making tubes or pipes by feeding obliquely to the winding mandrel centre line

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Making Paper Articles (AREA)

Description

Es ist bekannt, Rohre aus Papier und anderen biegsamen Stoffstreifen durch schraubenartiges Aufwickeln., dieser Streifen auf einen Kern derart herzustellen, daß der eine Rand des aufgewickelten Streifens den einen Rand des vorher aufgewickelten Gang-es deckt und an ihn festgeklebt wird, während der andere Rand des Streifens auf dem blanken Kern läuft. Bei breiter Überlappung lassen
ίο sich aus einem einzigen Streifen mehrschichtige Rohre herstellen, die besonders für Papiersäcke brauchbar sind, wobei die- einzelnen Lagen nicht nur an den Rändern, sondern auch an zwischenliegenden Linien zusammengeklebt werden können.
Bei diesen Rohren hat sich der Nachteil gezeigt, daß beim Aufwickeln des Streifens sein einer Rand weiter von der Achsenmitte entfernt liegt als sein anderer Rand, so daß das Aufwickeln nicht gleichmäßig von statten geht; der eine Rand des Streifens wird gespannt und der andere lose laufen, so daß sich, wenn der Stoff des Streifens nicht schmiegsam ist, Falten bilden. Sollen die Schläuche oder Säcke bei ihrer Verwendung großen Beanspruchungen widerstehen, was starkes Papier erfördert, so sind Faltenbildungen und Undichtheiten nicht zu vermeiden. In der ganzen Breite gekreppte oder unregelmäßig gerunzelte Papierstreifen, die für diesen Zweck schon verwendet worden sind, erleiden aber bei ihrer Herstellung derartige Schwächungen in ihrem Gefüge, daß sie vor allem für Säcke nicht mit Vorteil verwendet werden können.
Die Erfindung besteht darin, daß während des Aufwickeins oder vor dem Aufwickeln der eine Rand des Streifens durch eine fortlaufende, gleichmäßige Wellung oder Verdichtung verkürzt oder der andere Rand durch eine Dehnung verlängert wird. .Dadurch können an und für sich nicht genügend schmiegsame und stärkere Papierstreifen zur Rohrwicklung geeignet gemacht werden. Die Zeichnung zeigt die Anwendung des neuen Verfahrens an einem aus vier Lagen bestehenden Rohr. ' .·
Fig", ι zeigt die bekannte Art der Herstellung eines Rohres mit vier Lagen in Ansicht,
Fig. 2 einen etwas verzerrten Längsschnitt des hergestellten Rohres,
Fig. 3 im größeren Maßstabe einen Querschnitt durch die Rohrwand mit einer Falte bei dem bekannten Herstellungsverfahren,
Fig. 4 einen gleichen Querschnitt bei dem neuen Verfahren, und · ■
• Fig. 5 den Längsschnitt eines aus. stufenartig geknifftem Papier hergestellten Rohres.
Wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, kommt der eine Rand α des Papierstreifens immer auf die äußere, der andere Rand b immer auf die innere Fläche des Rohres zu lieg'en. Der äußere Durchmesser D des Rohres ist um die der doppelten Wandstärke s entsprechende Differenz 2.9 größer, als seine lichte Weite. Der eine Rand a des Streifens bildet demzufolge auf einem um die Länge 2.? größerem Zylinder eine Schraubenlinie, als der andere Rand b, demzufolge die Längen der beiden Linien verschieden sind. Die Größe dieses
Unterschiedes beträgt während eines vollen Ganges etwa 2 s π. Beim Aufwickeln des ..Rohres wird während eines Ganges ein Streifen von einer Länge verbraucht, welcher' der Länge der äußeren längeren Schraubenlinie entspricht. Da aber beide Seitenränder des Streifens gewöhnlich die gleiche Länge besitzen, ist bei dem an der inneren Wand laufenden Papierrand im Rohre ein Überschuß vorhanden, der beim Wickeln des Rohres so lange zunimmt, bis er. sich schließlich in Form einer vom Rande b zum Rande, α allmählich kleiner werdenden Falte bei c (Fig. 2) an die . Rohrwand anlegt.
Diese notwendigerweise dicht auftretenden, bald kleineren, bald größeren Falten wirken schädlich, da an ihrer Bildungsstelle — wie dies aus dem an der Faltenstelle des Rohres genommenen Querschnitte gemäß Fig. 3 ohne weiteres ersichtlich ist — die innerste, faltenbildende Papierlage zufolge ihrer losen Anordnung eine Zugkraft nicht aufnehmen kann und bloß die übrigen gespannten Lagen der Zugkraft Widerstand entgegensetzen können.
Demzufolge besitzt das Rohr oder der aus ihm hergestellte Sack an dieser Stelle bloß eine Festigkeit, als wenn er eine Lage weniger, im dargestellten Falle daher bloß drei Lagen besitzen würde. Die letzte, gemäß dem Beispiele vierte Lage muß daher vom Gesichtspunkte der Festigkeit des Sackes für verloren angesehen werden.·
Die auftretenden Falten geben ferner zu weiteren Unregelmäßigkeiten Anlaß, indem das Papier Neigung besitzt, von der an der inneren Wand gebildeten kleinen Falte als Korn ausgehend, beim Wickeln des Rohres eine sich vergrößernde, allmählich auf sämtliche Lagen sich erstreckende Falte zu bilden, wie beim Punkt d in Fig. 2 gezeichnet ist.
Durch diese größeren unregelmäßigen Falten wird die Rohrwand noch unregelmäßiger und . unverläßlicher,. wobei auch das Äußere des Rohres verunstaltet wird.
Die Erfindung bezweckt, diese Nachteile zu vermeiden, und zwar dadurch, daß der beim Wickeln des Rohres am linksseitigen Rande b (Fig. ι und 2) des Streifens entstehende Stoffüberschuß durch Herstellen einer durchgehenden, ununterbrochenen Wellung des Stoffes gleichmäßig am ganzen Rohrumfang verteilt wird. ■ Hierdurch wird verhindert, daß sich Papier an einzelnen Punkten ansammelt und in Form von Falten flachdrückt.
Zum Durchführen dieses Verfahrens wird vor dem Aufwickeln des Streifens sein einer Rand b im' Verhältnis zum anderen Rande a vorher verkürzt, indem man den Stoffstreifen mit einer sehr geringen durchlaufenden Wellung versieht, und zwar derart, daß die WeI-lung vom Rande b ausgehend gegen den Rand α allmählich bis Null abnimmt.
Verschieden von der bekannten unregelmäßigen Runzelung des Papierstreifens in voller Breite dringt diese auf den einen Rand beschränkte Wellung nicht in das innere Gefüge des Papiers ein. Wegen der Geringfügigkeit und Rundheit der gleichmäßigen Biegungen nach dem neuen Verfahren wird ferner kein Bruch der Papierfasern und somit auch keine Schwächung der Festigkeit des Papiers eintreten. Die Wellung kann am fertigen Papier, Webstoff, Blech u. dgl. mittels genuteter Walzen derart hergestellt werden, daß der Stoff sofort mit nur einseitig verkürztem Rande die Walzen verläßt, der andere Rand aber unverändert bleibt. Zufolge der Geringfügigkeit der Wellung ist jedoch die Wellung ohne Schädigung des Stoffes und seiner Zugfestigkeit auch derart herstellbar, daß der Stoff durchgehend gleichmäßig· gewellt und der eine Rand darauffolgend durch Zug wieder auf seine ursprüngliche Länge gespannt wird.
Den Querschnitt einer derart hergestellten Rohrwändung veranschaulicht schematisch Fig. 4.
Der eine Rand des Papierstreifens kann auch im Verhältnis zum anderen vor dem Wickeln durch Dehnung oder Verdichtung verlängert oder verkürzt werden.
Endlich läßt sich ein Papierstreifen mit Abstufungen verwenden, wodurch beim Aufwickeln die in Fig. 5 veranschaulichte Wickelung entsteht. Auch hierbei ist die Verkürzung der inneren Stufen gegenüber den äußeren Stufen in Richtung der Papierstreifenlänge vorzunehmen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche :
1. Verfahren zur Herstellung von schraubenartig gewickelten mehrlagigen Papierrohren, -säcken ο. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß während des Aufwickelns oder vor dem Aufwickeln des Papierstreifens auf den Kern der eine Rand (£>) des Streifens durch eine fortlaufende gleichmäßige Wellung oder Verdichtung verkürzt (Fig. 4) oder der no andere Rand (α) durch eine Dehnung verlängert wird.
2. Papierstreifen für das Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Papierstreifen gleichzeitig stufenförmig gestaltet ist (Fig. 5).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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