DE316775C - - Google Patents

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DE316775C
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rivet
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21JFORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
    • B21J15/00Riveting
    • B21J15/10Riveting machines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Insertion Pins And Rivets (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf die Herstel-. lung von Nietverbindungen und betrifft eine Maschine, die die selbsttätige Erzeugung beliebig langer genieteter Blechnähte gestattet. Grundsätzlich läßt sich die den Erfindungsgegenstand darstellende Maschine und das durch sie ermöglichte Arbeitsverfahren bei Nietungen beliebiger Teilung verwenden. Besondere Vorteile bieten sich aber bei der
t0 Herstellung" sehwachwaridig'er Nietverbindundungen von kleiner Teilung. Denn mit der Maschine kann man beliebig lange geschlossene oder offene stabartige Hohlkörper sehr geringer Wandstärke erzeugen, die sich durch.
!5 große Genauigkeit der bisweilen nur wenige Millimeter betragenden Nietteilung und durch eine besonders .widerstandsfähige Querschnittsform auszeichnen. Die Gewinnung von Profilen mit ähnlich günstigen Trägheitsmomenten, wie sie durch die eigentümliche selbsttätig fortlaufende Reihennietung mittels einer Maschine gemäß der Erfindung erzeugt werden können, ist bei den bisher im Handel üblichen Walzprofilen ausgeschlossen. Denn deren Querschnittsformeri sind bekanntlich mit Rücksicht auf die Herstellung gewissen Einschränkungen unterworfen, die bei. dem vorliegenden Verfahren fortfallen.
Den Erfindungsgegenstand bildet demgemäß eine Maschine zur Herstellung langer genieteter Blechnähte und insbesondere genieteter Profilstäbe, bei der die zu vernietenden Teile ungelocht in die Maschine eintreten und in ständiger Verbindung mit einer Vorschubvorrichtung stehen, die selbsttätig sowie entsprechend der gewünschten Teilung fortlaufend von der Maschine bewegt wird. Des weiteren sind an einem gemeinschaftlichen, taktmäßig sich bewegenden Schlitten alle Werkzeuge Untergebracht, die zum Lochen, zum Einführen des Nietschaftes in das Nietloch und zum Fertigstellen der Nietverbindung durch Kopfbildung dienen.
Für geringere Blechstärken ist im weiteren Ausbau der Erfindung an dem gemeinschaftliehen Schlitten noch ein Werkzeug vorgesehen, das die schwachen Nietschäfte gegenüber den zu vernietenden dünnen Blechen ausrichtet und in der ausgerichteten Stellung durch leichtes Anstauchen sichert.
Ferner sind an der Maschine Vorkehrun-. £, gen getroffen, um in regelmäßiger Wiederkehr oder auch in gewünschten Einzelfällen die z. B. für ein späteres Annieten von Streben öder sonstigen Anschlußteilen hergestellten Löcher nietenfrei zu lassen oder außerdem das Lochwerkzeug außer AVirksamkeit zu setzen.
Ebenso sind gewisse Vorrichtungen angebracht, durch die das namentlich bei geringer Blechstärke und kleiner Nietteilung infolge einseitiger Streckung des Werkstoffs drohende
ungewollte Krümmen oder Verwinden beim ■ . Lochen und weiter beim Nieten des stabartigen Körpers vermieden wird. Es wurde nämlich durch Versuche an etwa 7,5 m langen Profilstäben mit 12,5-mm-Nietteilung unter Weglassung der später zu beschreibenden Spannriegei festgestellt, daß. das Lochen allein eine Krümmung" des Stabes mit einer Pfeilhöhe von 250 mm, das. Lochen und Nieten zusammen eine Pfeilhöhe von 500 mm hervorrief, wodurch erwiesen ist, daß Lochen und Nieten ungefähr gleichen Anteil an der Streckung und Krümmung haben.
Es wurden weitere Versuche dahin gemacht, daß Stäbe unter Hervorrufung' einer Gegenkrümmung und ohne diese Gegenkrümmung durch die Maschine geschickt wurden. Zu · dem Zweck wurden vier Spannriegel angebracht, von denen die inneren im Bereich der Loch- und Nietwerkzeuge, die äußeren außerhalb dieses Bereichs lagen. Im ersten Fall wurden diese vier Spannriegel zusammen angewandt, wobei die äußeren im Maß von etwa 1,5 mm vor den inneren vorstanden.
Im zweiten Fall wurden die äußeren Spannriegel fortgelassen. Im ersten Fall kam der gelochte und genietete Stab gerade aus der • Maschine heraus, im zweiten Fall verließ der gelochte und genietete Stab die Maschine mit
.30 einer Krümmung von 120 mm Pfeilhöhe. Hierdurch war der Erfolg einer künstlichen Gegenkrümmung erwiesen.
Eine für sehr lange Nietreihen besonders günstige Anordnung der Maschine besteht gemäß der Erfindung darin, daß man zum Vorschub der zu vernietenden Teile eine hinsichtlich der allgemeinen Vorschubbewegung undrehbare Schraubenspindel benutzt. Bei kleinerer, z. B. nur Zentimeter oder gar MiIH-meter umfassender Nietteilung und bei Nietnähten von mehreren ■ Metern Länge ist infolge unvermeidbarer Streckungen die vorgeschriebene Baulänge zwischen erstem und letztem Nietloch einer Reihe trotzdem, nur angenähert innezuhalten. In manchen Fällen schadet das nichts. Wird aber höchste Genauigkeit verlangt, wenn es sich z.B. um die Herstellung von Gurtstäben und Trägern für Luftfahrzeuge handelt, so muß auch die durch den Loch- und Nietvorgang bewirkte Werkstoffstreckung berücksichtigt werden.
Dies geschieht im weiteren Ausbau der Erfindung auf besonders einfache und allen sonstigen -Anforderungen. Rechnung tragende AVeise dadurch, daß die Vorschubvorrichtung unter der Einwirkung einer Ausgleichvorrichtung steht, die selbsttätig und fortlaufend die unvermeidlichen je nach dem zu vernietenden Werkstoff und nach der gewählten Profilform bzw. Anordnung und Zahl- der Nietreihen verschiedenen kleinen Teilungsfehler ausgleicht, die durch Strecken des Werkstoffs während des Lochens und Nie-· tens auftreten. . . .
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer der Erfindung entsprechenden Nietmaschine veranschaulicht. Gewählt wurde "hierfür eine Maschine, die sich besonders zur Erzeugung genieteter Hohlträger mit einer im 'Verhältnis zu den übrigen Abmessungen des Querschnittes dünnen Wandungen eignet. Es ist angenommen, daß ein für Luftfahrzeuge bestimmter, äußerst genau zu arbeitender Gurtstab aus z\vei profilierten Streifen dünnen Stahlblechs mittels zweier fortlaufender Nietnähte hergestellt werden soll. Die zu beschreibende Aiaschine weist daher sämtliche oben angeführten und noch einige weitere, im Rahmen der Erfindung liegende j Besonderheiten auf.
Im einzelnen zeigen in teilweise schemati- ■ scher Darstellung:
"■ Fig. ι eine vordere Längsansicht des mitt- \ leren Teils der Gesamtmaschine,
Fig. 2 die zugehörige, zum Teil im Schnitt nach 2-2 der Fig. 1 gehaltene Oberansicht,
Fig. 3 eine der Fig. 1 entsprechend vergrößerte Vorderansicht des die Ausgleichvorrichtung tragenden Teils der Maschine,
Fig. 4 die zugehörige Oberansicht,
Fig. 5 einen Querschnitt nach 5~5 der Fig. 4, und in abermals vergrößertem Maßstabe, ·'..■.
, Fig. 6 eine Einzelheit im Längsschnitt nach 6-6 der Fig. 4,
Fig. 7 einen Querschnitt nach J-J der Fig. 3 und 6,
Fig. 8 und 9 senkrechte Teilquerschnitte nach den Linien 8-8 und 9-9 der Fig. 2 in vergrößertem Maßstabe,
Fig. 10 bis 12 in stärker vergrößertem ' Maßstabe Einzelheiten der Nietmaschine,
Fig. 13 einen Querschnitt durch einen Profilstreifen unmittelbar vor dem Zusam- : mennieten, '.
Fig. 14 in größerem Maßstabe eine den Fig. ι und 2 entsprechende Längsansicht des Teiles der Maschine, der die Mittel zur Gegenkrümmung und die einzelnen Werkzeuge zum Lochen des Profilstabes, zum Einführen, Ausrichten und Vorstauchen des Nietes und zum Kopfbilden umfaßt,
Fig. 15 einen Grundriß hierzu,
Fig. 16 einen senkrechten Schnitt nach 16-16 der Fig. 14 und 15, " . . '
. Fig. 17 und 18 je eine schematische Darstellung der Arbeitsweise der Maschine.
Einen Hauptteil der im Ausführungsbeispiel dargestellten Gesamtmaschine bildet die eigentliche Nietmaschine A, welche die Werkzeuge zum Lochen der profilierten Stahlblechstreifen, zum Einführen und Abschneiden des
drahtförmigen Nietmaterials, zum Einführen der Nietschäfte in die Nietlöcher, zum Ausrichten der Nietschäfte und zur Fertigstellung der Nietverbindungen, sowie die Teile zur Erzeugung des Vorschubes enthält. Ein zweiter Hauptteil der gesamten Anlage wird von einem beiderseits der Nietmaschine A angenähert gleich weit sich erstreckenden Maschinenbett B gebildet, das zur Aufnahme der
ίο wichtigsten Vorschubteile, der Vorrichtungen zur Herstellung einer völlig genauen Niet-', teilung und zur allgemeinen Lagerung und Stützung ' sowohl der noch nicht gelochten Blechstreifen als auch des fertig genieteten Profilstabes dient. Der mittlere tischartige Teil des Maschinenbettes B ist starr mit der
■ Nietmaschine verbunden. Hier befinden sich
■ im wesentlichen die Vorrichtungen, die ein richtiges Zusammenpassen und Einführen der noch ungelochten Profilstreifen in die Nietmaschine sichern, und die Vorkehrungen, die das mit dem Lochen und Nieten verbundene, an und für sich eine Krümmung oder Verwindung des fertigen Profilstabes herbeiführende einseitige Strecken des Bleches unschädlich machen..
Die eigentliche Nietmaschine A gleicht in ihrem äußeren Aufbau und ihrer Arbeitsweise im allgemeinen den bekannten Exzenterpressen oder Stanzen, weist aber diesen gegenüber gewisse Besonderheiten auf, die für die Erreichung des Erfindungzweckes von Wichtigkeit sind: In den Führungen α1 gleitet ein Hauptschlitten C, der mittels eines Kugelgelenkes in Verbindung mit einem auf der Antriebswelle a2 vorgesehenen Hauptexzent.er a3 steht. In dem Hauptschlitten C ist ein Hilfsschlitten D geführt, der seinen Antrieb von einem ebenfalls auf der Antriebswelle a~ vorgesehenen Hilfsexzenter α4 erhält.
Der Hilfsschlitten steuert die senkrechte Bewegung eines am unteren Ende mit drei ; Druckstücken e7 ausgestatteten Blechschließers E, der zum Anziehen der Bleche während des Lochens und Nietens dient. Um sowohl der veränderlichen Werkstoffbeschaffenheit der zu vernietenden Profilstreifen F als auch der veränderlichen Nietteilung gut Rechnung tragen zu können, ist, wie namentlieh die Fig. 10 bis 12 erkennen lassen, der Blechschließer E nicht starr mit dem Hilfsschlitten D verbunden. Seine seitliche Führung erhält er durch einen Werkzeugträger E1, der zufolge einer am Hauptschlitten C vorgesehenen wagerechten Führungsnut C'1 innerhalb gewisser Grenzen seitlich verstellt werden kann, nach erfolgter Einstellung aber mittels einer Klemmschraube R gegenüber dem Hauptschlitten C fest verspannt wird
und so mit diesem ein einheitliches Ganzes ' bildet. Mit seinem oberen Teil ist der Blechschließer E in den in der Seitenlichtung ent- ! sprechend ausgesparten vorderen Teil d1 des Hilfsschlittens D eingehängt, so daß er bei jedem Hochgehen des letzteren zwangsweise mit hochgezogen wird. Andererseits steht er' unter der Wirkung von ebenfalls in dem Vor- ; derteile d' des Hilfsschlittens D vorgesehenen [ und auf eine Übertragungsplatte S1 einwir- : kenclen Federn S. Diese suchen den Blech- ; schließer E ständig nach unten zu drücken und bewirken beim Niedergange des Hilfsschlittens ein federndes Zusammenpressen der Profilstreifen F bzw. ein federndes Aufpressen auf eine Gegenhaltung e2. Letztere ist auf einer tischartigen Aufsatzplatte A" der Nietmaschine seitlich verstellbar angeordnet.
Der im wesentlichen röhrenförmige Blechschließer £ und seine Gegenhaltung <?2 dienen gleichzeitig zur Aufnahme eines Lochstempels £3, der unten im unteren Teile des Blechschließers, oben in einer am Werkzeugträ- : ger E1 auswechselbar gelagerten Führungsplatte e5 genau geführt ist: An seinem oberen Ende besitzt der Lochstempel Es einen Bund <?4, deir eine von unten wirkende Druckfeder T gegen eine obere Widerlagerfläche εΓι · ; des Werkzeughalters E1 drückt. -Das Her- : ausziehen des Stempels aus den durchlochten' Profilstreifen F erfolgt also nicht völlig starr, sondern elastisch. Im übrigen ist "Her Stempelschaft als solcher stärker gehalten als sein unteres freies Ende, das zum Stanzen der Löcher dient. Da der Schaft verhältnismäßig/95 lang ist, kann sich das stanzende schwächere Ende nicht verlaufen. Andererseits ist jede Gefahr einer Klemmung und damit eines Bruches- des einerseits im Hauptschlitten C bzw. in der mit diesem während des Betriebes starr verbundenen Führungsplatte e5, anderseits in dem gegenüber diesem beweg- ; liehen Blechschließer E gelagerten Stempel vermieden. So ist es möglich, Tausende von Nietlöchern mit 2 oder weniger Millimeter Durchmesser in hochwertiges Stahlblech zu stanzen, ehe der verwendete Stempel erneuert zu werden braucht.
Sobald beim Hochgehen des Hilfsschlittens D die schon kurz vorher vom Lochsteinpel /i:i freigegebenen Profilstreifen /7 nicht mehr unter der federnden Druckwirkung des Blechschließers E stehen, werden sie auf eine später zu beschreibende Wreise um jeweilig eine Nietteilung. von rechts nach links (hinsichtlich der Fig. 1, 2, 3, 4) verschoben. Zur Vereinfachung der Darstellung sei angenommen, daß sich ein Nietloch gerade in der Stellung befinde, die es bei der Einführung eines Nietschaftes besitzt. ■ \20
In geringer Entfernung hinter diesem Nietloch (vgl. Fig. 1, 2 und 9), das. im Aus-
führungsbeispiel seitlich um die doppelte Nietteilung vom Lochstempel Es absteht, besitzt die tischartige Auf satzplatte A" eine schlanke, schwach konische. Öffnung α". Zweckmäßig wird deren oberer Teil durch eine auf der Zeichnung nicht dargestellte auswechselbare Düse mit einer der Drahtstärke entsprechenden Bohrung gebildet." Die öffnung ist nach unten im Gehäuse A fort-
gesetzt und dient als Leitkanal für einen Nietdraht G, der im Unterteil der Nietmaschine von einem Haspel G1 abläuft. Eine von einem Exzenter a1 und einer Übertragungsstange gs gesteuerte Stoß zange Gz schiebt bei jedem Maschinenhub den Draht G um ein der gewünschten Nietschaftlänge entsprechendes Stück nach oben. Oberhalb" der Stoßzange wird der Nietdraht G durch eine Streckvorrichtung G1 geleitet, die gleichzeitig als einseitig wirkende Sperrvorrichtung ausgebildet ist.
Zum Abschneiden und zur Beförderung des als Nietschaft zu verwendenden Drahtendes dient ein als Flachschieber ausgebildetes Messer G5 (Fig. 2 und 9), dessen Bewegung mittels eines Gestänges ge ebenfalls von der Antriebswelle α2 aus gesteuert wird. Das Messer befindet sich in der Ruhestellung der Fig. 9 mit einer zur Aufnahme des freien Drahtendes geeigneten Öffnung genau über der konischen Öffnung ae, so daß der von der Stoßzange G"' aufwärts geschobene Draht kein Hindernis findet. Beim darauf folgen-■ den Hochgehen der Stange gB schiebt sich das Messer G5 nach vorn, schneidet das Drahtende ab und befördert es eben bis über das oben erwähnte Nietloch des Profilstreifens F. Während jetzt das Messer eine Weile stillsteht, senkt sich der Hauptschlitten C. In seiner Führungsrinne c1 trägt dieser ein Haltestück G7 mit seinem Einsteckstift G8. Der Einsteckstift drückt das abgeschnittene Drahtende aus der Messeröffnung in das darunter befindliche Nietloch und geht dann mit dem Hauptschlitten wieder hoch, während das Messer Gr' zurückgezogen wird, um beim nächsten Maschinenschub ein neues Drahtende abzuschneiden. Damit der noch in keiner Weise gestauchte Nietschaft nicht
50, aus dem Nietlochpaar herausfallen kann, .j trägt die Aufsatzplatte A" kurz unterhalb der ι Profilstreifen 77 eine Führungsbahn a*.
Ist beim nächsten Vorschub das Profi!- " streifenpaar mit dem Nietschaft wieder um eine Teilung weitergelangt, so befindet sich letzterer im Wirkungsbereich eines zweiseitig, nämlich von oben und unten wirkenden Ausricht- und Stauchwerkzeuges H1 und J-P. Die obere und die untere Hälfte dieses Werkzeuges sind kelchartig ausgehöhlt und bewirken beim Gegeneinanderbewegen ein Ausrichten und darauf ein leichtes beiderseitiges Anstauchen des Nietschaftes in sei- · ner richtigen Stellung gegenüber den Blechen. Nach einem abermaligen Vorschübe gelangt der vorgestauchte Nietschaft in den Bereich eines zweiteiligen Kopfers.
Im Ausfiihrungsbeispiele (vgl. bes. Fig. 1,
. 2, 8 und 14) sind beide" Werkzeuge äußerlich ganz ähnlich ausgebildet. Die Führungsnut c1 des Hauptschlittehs C trägt einen Werkzeughalter H, in den, um eine Teilung versetzt, ein" Vorstaücher H1 und ein Kopfer IT eingesetzt sind. In einer gewissen Entfernung unter ihnen befindet sich ein in senkrechter Richtung" in der entsprechend
; ausgesparten Aufsatzplatte A^ beweglicher Gegenhalter Hi. Er ist mit den nötigen Gegenformen zum Ausrichten und Vorstauchen sowie zum Köpfen der unteren Niethalf te ausgestattet. Seine nach oben ge-
; richtete Arbeitsbewegung wird durch einen zweiarmigen Hebel A3 bewirkt, sobald dessen freies Ende von einem am Hauptschlitten C angeordneten Steuerungsbolzen σ9 (Fig. 8) nach unten gedrückt wird.
Damit die noch ungelochten Profilstreifen in der richtigen gegenseitigen Stellung gehalten werden und auch hinsichtlich der eben beschriebenen Werkzeuge die richtige Lage einnehmen, sind außer der bekannten und nicht dargestellten Abstützung durch senkrechte und wagerechte, gegebenenfalls auch schrägliegende Rollen bestimmte nachstellbare Aufspannvorrichtungen vorgesehen. .Sie bestehen aus Spannriegeln J, von denen in Fig. 2 drei Stück in sehematischer Darstellung wiedergegeben sind, während sie in Fig. ι zur Erhöhung der Deutlichkeit weggelassen wurden. .
Die Spannriegel umfassen mit ihren auswechselbaren, den verschiedenen Profilen angepaßten Mäulern ganz oder teilweise die noch ungelochten und oft stark federnden Profilstreifen und auch den Anfang des schon genieteten Profilstabes. Sie sind vielseitig drehbar und verschiebbar und werden j e nach dem zu verarbeitenden Werkstoff \rerschieden eingestellt. Immer aber sind sie so angeordnet, daß nicht nur die zu vernieten- no den Stellen sich genau unter den Werkzeugen befinden, sondern daß auch die Profilstreifen mit einer seitlichen Vorspannung bzw. Gegenkrümmung" unter die Werkezuge gelangen. Diese zwangsweise Abweichung von der für das fertige Arbeitsstück gewünschten Führung nach einer Geraden wird erfindungsgemäß durch die nachstellbaren Spannvorrichtungen bewirkt, damit unter dem Einfluß der mit der Lochung" und Nietung" verbundenen einseitigen Streckung der Nietreihe ein Kör-.per mit durchaus geradlinig, .verlaufender '
Nietreihe entsteht. Die·Gegenkrümmung ist meist ziemlich gering, so daß man aus Fig. 2 die voneinander abweichenden Richtungen der Achsen der drei Spannriegel nicht ersehen kann.
Um eine durchaus regelmäßige Beförderung der Profilstr.eifen zu erzielen, wird gemäß der Erfindung von jedem unmittelbaren Ziehen oder Schieben der Profilstreifen durch Zangen, Klammern usw. abgesehen und der genietete Profilstab durch eine besondere Zugvorrichtung vorwärts bewegt.
Das Maschinenbett besteht im wesentlichen aus einem langen, kräftigen U-Träger B (Fig. ι und 2), der beiderseits der Nietmaschine A durch Tragsäulen B1 gestützt wird, und dessen mittlerer Teil an der Unterseite des Nietmaschinentisches starr befestigt ist.. In dem Träger B ist eine kräftige Schraubenspindel B2 von beiläufig der halben Trägerlänge verschiebbar, aber im allgemeinen undrehbar, gelagert. Beide Enden der Schraubenspindel B" sind in je einem Wagen B" unverschiebbar befestigt. Die Wagen B% können mittels Räder &4 entlang dem Träger B rollen. Am linken Wagen ist unter Zwischenschaltung einer noch zu beschreibenden Aüsgleichvorrichtung das vordere Ende des genieteten Profilstabes F eingespannt, j Es sei zunächst angenommen, daß die Ausgleichvorrichtung abgestellt sei. Das vordere Profilstabende steht darin in starrer Verbindung mit dem linken . Wagen B3.
. Zur Herbeiführung des A^orschubes ist am Träger B kurz vor der Nietmaschine A. ein Zahnrad B^ gelagert. Auf gleicher Welle mit diesem sitzen ein Schaltrad bü und ein Handrad fr7. Erster es ■ wird mittels einer Schaltklinke und eines einstellbaren Übertragungsgestänges bs von' einer Steuerungswelle α1" aus bei jedem Maschinenhub vorwärts· geschaltet. Die als Zahnstange dienende Schraubenspindel B"' wird entsprechend bei jedem Maschinenhub um die Nietteilung vorwärts getrieben und zieht mittels des Wagens B'' den Profilstab F um jeweilig das gleiche Stück nach links.
Eine wirkliche Zahnstange läßt sich infolge der großen Länge, von i-o und mehr Metern nach den hierfür in Frage kommenden Verfahren nur schwer oder gar nicht mit einer absolut genauen Zahnteilung versehen. Daher wurde'gemäß der. Erfindung eine Schraubenspindel gewählt, weil in eine solche ohne große Mühe ein sehr genaues Gewinde eingeschnitten werden kann. So wird selbst bei einer .Nietteilung von wenigen Millimetern größte Übereinstimmung der einzelnen Niet- i abstände unter sich, wie auch genaue Innehal- ; tung des Gesamtabstandes vom ersten bis ; zum letzten Nietloch erreicht. Ein. weiterer Vorteil besteht darin, daß man nach eingetretener Abnutzung einer Seite der Schraubenspindel letztere um einen gewissen Winkel drehen kann und so wiederholt eine völlig ; genaue Zahnteilung erhält.
:■ Verzichtet man auf die eben angedeutete j Verwendung der Schraubenspindel als Zahnstange, so kann man sie als Ausgleichvor- ; richtung benutzen, die selbsttätig und fortlaufend die kleinen Teilungsfehler berichtigt, die durch ■ Strecken des Werkstoffs während des Lochens und Nietens und durch ähnliche Fehlerquellen auftreten. Beträgt z. B. die Nietteilung 20 mm.und ergibt sich bei jedem Niet ein Fehler von 0,03 mm, so ist das an sich ein äußerst geringer Betrag. Zufolge ; der sehr großen Nietzahl tritt bei einer Pro- '■ nistablänge von io^m aber ein Gesamtfehler von 15 mm auf. Von Innehaltung genauer Endmaße bei. größeren Trägerlängen kann also keine Rede sein. Um auch hinsichtlich der Endmaße jede gewünschte Genauigkeit '■ zu erzielen, kann man die Schraubenspindel nach jedem Hube oder z. B. zehn Hüben des Hauptschlittens C durch ein besonderes Schaltgetriebe um einen gewissen Betrag drehen, derart, daß der eigentliche Spindelvorschub um ' durchschnittlich 0,03 mm für jeden Hub des Hauptschlittens größer bzw. kleiner ausfällt, als es ohne Drehung der Schraubenspindel der Fall wäre.
Im Ausführungsbeispiel ist von dieser Art der Ausgleichung Abstand genommen, so daß die. verhältnismäßig schwere und daher nicht ganz leicht drehbare Schraubenspindel B" im allgemeinen undrehbar in dem Wagen B:i ruht. Der Ausgleich der kleinen Teilungsfehler wird vielmehr durch die nachfolgend beschriebene sehr leichte und fast keine Verstellarbeit erfordernde Einrichtung bewirkt (vgl. bes. Fig. 3 bis 7).. .
Der linke Wagen B* (Fig. 4) trägt etwa in Höhe des Profilstabes F einen parallel zur Schraubenspindel B'1 sich erstreckenden Trag-'105 bolzen K, auf dem nahe seinem freien Ende ein Führungsstück K1 starr befestigt ist. In · dem Führungsstück K1 ist verschiebbar, aber undrehbar eine kurze Zugschiene if2 gelagert, die mittels eines stabartigen Fortsatzes K3 no mit dem vorderen Ende des Profilstabes F in fester Verbindung steht; An dem vorderen Teil der Zugschiene K'1 ist drehbar, aber unverschiebbar eine zum Teil als Riffelwalze, zum Teil als Schaltrad ausgebildete Mutter M n5 einer Mikrometerschraube gelagert. Der zu dieser Mutter gehörige, ebenfalls parallel zur Schraubenspindel B" verlaufende Bolzen M1 ist im oberen Teil des Wagens B''' starr befestigt. Bei einer Verschraubung der Mutter M gegenüber dem mit Gewinde #i7 versehenen Bolzenende ändert daher diese Mut-
ter M ihren Abstand gegenüber dem Wagen Z?3. Auf der Mutter M kann sich ein . Mitnehmer M2 drehen, der einerseits eine Schaltklinke m" und anderseits einen starr mit ihm verbundenen Rückführungsstab w4 trägt. Der Rückführungsstab 7»4 vermag im übrigen in dem entsprechend gebogenten freien Ende einer starken Spiralfeder m5 zu gleiten, deren Gehäuse ms mit dem Mikrometerschraubenbolzen M1 .starr verbunden ist. Die Spiralfeder sucht den Rückführungsstab gegen eine als verstellbares Anschlagstück dienende Stellschraube m0 (Fig. 7) zu drükken, die in einem auf dem Schraubenbolzen Mx festklemmbaren Anschlagkörper m" gelagert ist. Ruht der Rückführungsstab m4 an der in normaler Stellung befindlichen Stellschraube m'\ so gleitet der in seinem oberen Ende mit einer Rolle m™ versehene Mitnehmer Ai2 oben an einer Leitschiene N entlang, die parallel . zur Schraubenspindel B2 über dem den Laufwagen B" tragenden Teil des Trägers B angeordnet ist und sich über die ganze Länge dieses Trägerteiles erstreckt.
Bügelartige, in gewissen Abständen am Träger B befestigte Schienenträger n1 (links in Fig", s) halten die Leitschiene N in ihrer richtigen Stellung". Die Leitschiene trägt auf ihrer Oberseite in regelmäßigen Abständen, von z. B. 100 mm, trapezförmige Anlaufstücke «2. Sobald der Mitnehmer M'1 beim Vorschub mit seiner Rolle m"' an ein solches Anlaufstück gelangt, wird er entgegen der AVirkung" der Spiralfeder ?«'"' um einen gewissen Betrag gedreht und nimmt mittels der eingerückten Schaltklinke m:i das Schaltrad bzw. die Mutter M mit, diese so gegenüber . dem . Schraubenbolzen M1 ein wenig verschraubend. Nach dem Vorbeigang an dem Anlaufstück n~ wird der Mitnehmer M" vom Rückführungsstab 7«4 unter der Wirkung der Feder in" wieder in die Ruhestellung zurückgedreht, während die Schaltklinke im Leerlauf über das Schaltrad der Mutter M gleitet.
Wie ohne weiteres ersichtlich ist, wird auf diese Weise in regelmäßigen, der Unterteilung" der Leitschiene N durch die Anlaufstücke n2 entsprechenden Zwischenräumen der Profilstab P um einen kleinen Betrag gegenüber der Schraubenspindel B2 verschoben. Es läßt sich also jeder durch irgendwelche Umstände herbeigeführte Fehler der Nietteilung auch bei beliebig langen Nietnähten mit der gewünschten Genauigkeit ausgleichen. Die Ausgleichvorrichtung ist im : übrigen so gebaut, daß durch sie sowohl'eine Vergrößerung — z. B. wenn der Vorschub zu klein eingestellt ist —, als auch eine Verkleinerung der ursprünglichen Nietteilung erfol-
gen kann. [
Der große Vorteil der eben beschriebenen :
Ausgleichung würde aber zum Teil wieder aufgehoben, wenn nicht mit Sicherheit jedes schädliche Durchhängen des genieteten Profilstabes F vermieden .wäre. Zu diesem Zweck ist im weiteren Ausbau · der Erfindung" eine
. besondere Art von Stützen angebracht, die sich entsprechend dem fortschreitenden Vorwärtsgange des Profilstabes selbsttätig ein-, schalten, und beim Rückwärtsgange des AVagens, wenn z, B. die zweite oder eine dritte Nietnaht hergestellt werden soll, ebenso selbsttätig wieder ausschalten.
Zu diesem Zwecke sind.am (J-Träger B in Abständen und außerhalb des Durchtrittquerschnittes des Wagens B" (vgl. bes. Fig. 5) bügelartige Stützsäulen O starr befestigt. Jede Stützsäule trägt einen um eine senkrechte Achse drehbaren Säulenkopf O1, der an seinem unteren Ende einen Arm O5 zur Unterstützung des genieteten Profilstreifens trägt. Es gilt nun, beim Vorbeigang des Wagens B3 den jeweils in seinem Bereich liegenden Arm O5 aus seiner Lage parallel der Schraubenspindel B2 in die Lage winkelrecht dazu und damit unter den Profilstreifen zu schwenken.
An seinem oberen Ende weist der Säulenkopf zwei wagerechte, zueinander rechtwinklige Rastschlitze o'2 auf. An der Säule 0 ist eine Winkelstütze festgespannt, deren zur Säule 0 paralleler Schenkel P an seinem freien Ende in einen Federträger ρ1 übergeht. Eine an diesem befestigte Blattfeder p°~ drückt ständig einen im oberen Teil des Schenkels P drehbaren Rollenträger T nebst Rolle t1 auf den Säulenkopf O1. Sie sucht letzteren in jeweilig einer der beiden Grenzstellungen zu halten, in der der eine Rastschlitz 0"' parallel zur Schraubenspindel B1 verläuft, während der andere rechtwinklig hierzu steht und als Widerlager für den Rollenträger T dient. Unterhalb der Rastschlitze ist der Säulenkopf als winkelartiger Schalthebel ähnlich dem Stiefelknecht einer Hobelmaschine ausgebildet, dessen beide zu je einem der Rastschlitze o2 parallelen Schenkelstücke o3 und oi in zwei übereinander angeordneten Ebenen liegen. Das jeweilig parallel zur Schraubenspindel B"' gerichtete Schenkelstück, z. B. o3, stößt mit seiner Außenkante an eine ihm zugeordnete". Schraube, z.B. ps, an, deren zwei als nachstellbare Anschlagstücke p* und p* am Feder- . träger/)1 vorgesehen sind. An der Innenkante dieses Schenkelstückes o3 vermag eben ein Mitnehmerstift qs vorbeizugleiten, der mit einem zweiten, etwas tiefer liegenden Mitnehmerstift q* in. einem Stiftträger Q befestigt ist. An dem Mitnehmerstiftpaar. qz, q* ist ein mit zwei Auflaufflächen q1 (Fig. 3). versehenes Gleitstück q1 befestigt. Der
Stiftträger Q ist auf dem freien Ende des Tragbolzens K festgespannt. Das gleichzeitig zur Schraubenspindel B2 winkelrecht gerichtete änderte 'Schenkelstück o4 befindet sich in der Bahn des zweiten Mitnehmer- : Stiftes qi.
Wie hiernach aus der Fig. 4 und 5 ersichtlich, nimmt jeder Schalthebel o3, o4 die in Fig. 4 dargestellte »Ruhestellung« ein, sobald sich das Mitnehmerstiftpaar qs, q* rechts von ihm, d. h, zwischen ihm und der Nietmaschine A befindet. Rückt im Laufe des Vorschubes der Wagen B3 und damit das Stiftpaar qs, q* und das Gleitstück q1 nach
!5 links, so wird nach erfolgtem Vorbeigange des Wagens Bs der Rollenträger T unter Vermittlung des Gleitstückes q1 bzw. der linken Auflauffläche ς?3 und der Rolle i1 aus dem zugehörigen Rastschlitz 0" des Säulenkopfes gehoben und dieser somit entsichert. Jetzt wird der Schalthebel o3, o4 durch den unteren Mitnehmerstift qi im Uhrzeiger- ; sinn um 900. verdreht, worauf der Rollen- ; träger in den anderen, ihm nunmehr gegen- j überstehenden Rastschlitz einschnappt, ihn gegen eine Weiterdrehung sichernd. Der Schalthebel bleibt in dieser »Arbeitsstellung« solange, bis der nach Vollendung einer Nietreihe mittels des Handrades 1 wieder nach rechts gezogene Wagen Bs bzw. der ihm um den Betrag der Länge des Tragbolzens K voraneilende Stiftträger Q mittels des oberen Mitnehmerstiftes qs ein Zurückdrehen j in die in Fig. 4 wiedergegebene Ruhestellung | herbeigeführt.
Parallel und gleichgerichtet mit dem Schenkel o3 ist unterhalb des Schalthebels o8,. ο4 am Säulenkopf o1, wie schon angedeutet, eine Stütze o5 (Fig. 1 und 2) festgespannt, die zweckmäßig an ihrem freien Ende eine auf der Zeichnung nicht dargestellte Stützrolle für den Profilstreifen F trägt. Das Ein- und Ausschwenken der Stützen erfolgt nach dem Obigen vollkommen selbsttätig und durchaus betriebssicher ohne irgend eine schädliche Beeinflussung des Maschinenbettes, der Vorschubeinrichtung oder der Ausgleichvorrichtung.
Bei sämtlichen Einzelheiten der G'esamtmaschine sind überall da, wo es erforderlich ist, Nachstellvorrichtungen vorgesehen, die innerhalb gewisser, durch die Maschinengröße und ihren besonderen Verwendungszweck bestimmter Grenzen ein Anpassen an die besondere Art der herzustellenden Nietverbindungen gestatten. Doch liegen diese außerhalb des Rahmens der vorliegenden Erfindung. Obwohl das Ausführungsbeispiel im besonderen eine zur Herstellung schwachwandiger genieteter Hohlstäbe bestimmte Maschine betrifft, läßt sich diese ohne grundsätzliche Änderungen auch dann verwenden, wenn es gilt, größere Blechtafeln durch einfache oder mehrfache Nietreihen zu verbinden. Auch können bei entsprechend starkerer Ausführung der Maschine ohne wesentliche Änderung ihrer Bauart Nietungen von Bauteilen vorgenommen werden, die im Hochbau, Brückenbau und Eisenbahnbau Verwendung finden. Es bereitet keine Schwierigkeiten, z.B.' Träger und Säulen für den Hochbau, langgestreckte Gurtungen für den Brücken- und Schiffbau, sowie genietete Rahmenteile für Lokomotiven und andere Fahrzeuge mittels einer den Erfindungsgegenstand bildenden Maschine herzustellen. Denn eine solche Maschine läßt sich immer dann mit großem Nutzen verwenden, wenn eine größere Anzahl von Nietungen in fortlaufender Reihe auszuführen ist.
Dabei können Einzelheiten auch eine andere Ausbildung erhalten, als sie das Ausführung^sbeispiel aufweist. Zum Beispiel kann der Nietdraht statt von unten nach oben auch in andere Richtung, insbesondere seitlich, zugeführt werden. Eine seitliche Zuführung empfiehlt sich namentlich dann, wenn die Nietschäfte größeren Durchmesser haben und in Form von Rundstangen zugeführt werden. Die Vorrichtung zum Abschneiden der Nietschäfte und Einführen in das Nietloch würde dann zweckmäßig etwa so auszugestalten sein, daß das abgeschnittene, ursprünglich wägerechte Stangenstück durch eine Art Rinnen- oder Trichterführung in die senkrechte Lage übergeführt ist, wenn es. über das Nietloch gelangt. Auch kann eine beliebige, z. B. elektrische Heizvorrichtung vorgesehen sein, die das abzuschneidende Stangenstück auf die für den Nietvorgang günstigste Temperatur bringt. Andererseits lassen sich einzelne 'Werkzeuge der Gesamtmaschine vereinfachen, wenn z. B. vorbereitete Einzelniete mit fertigem Setzkopf verwendet werden.
Kommen auf einer Maschine nur einige wenige, gewissermaßen normalisierte Nietteilungen zur Anwendung, so kann man die einzelnen, im Ausführungsbeispiel am Hauptschlitten getrennt einzustellenden Werkzeug- no halter durch einen für je eine Nietteilung gemeinschaftlichen Werkzeughalter - ersetzen und ebenso die Gegenwerkzeuge auf Platten anordnen, die als Ganzes auswechselbar sind. Letzteres empfiehlt sich namentlich dann, wenn die Nietteilung bzw. der Nietschaftdurchmesser klein werden, die Schwierigkeit für die Unterbringung der einzelnen Werkzeuge und ihre genaue Einstellung also wachsen. Bei sehr, kleinen Nietteilungen lao kann man übrigens, wie auch im Ausführungsbeispiel angedeutet, den Abstand der
einzelnen Werkzeuge gleich einem' Mehrfachen der Nietteilung wählen, ■ ohne daß praktisch eine Herabminderung der Niet-Schnelligkeit eintritt. Wie namentlich die Fig. i, 2, 14 und 15 erkennen lassen, folgen bei dem Ausführungsbeispiele die Werkzeuge zum 'Einführen Cs, Vorstauchen H1 j und Kopfbilden H' in Abständen gleich der | Nietteilung aufeinander, während das etwas j verwickelter eingebaute Werkzeug zum Lochen Ea von dem Werkzeuge zum. Einführen G8 um die doppelte Nietteilung entfernt ist. Wird die Nietteilung noch kleiner, so kann man ohne Mühe den Abstand je zweier aufeinanderfolgender Werkzeuge E", Gs, H1 und H~ z.B. gleich dem Doppelten der Nietteilung wählen, wie das die schematische Fig. 17 zeigt. Der obere Teil dieser Figur entspricht einer Teilansicht ähnlich der der Fig. 1 bzw. 14. Der mittlere Teil deutet die Anordnung je eines Werkzeuges zum Lochen, Einführen, Vorstauchen und Kopfbilden bzw. durch einen' Q, ein [J, ein S7' und ein D als selbständige Einheit an. Der untere Teil gibt ein Stabstück F wieder, dessen Teilung dem halben Abstande je zweier aufeinanderfolgender Werkzeuge entspricht. Ohne weiteres ist ersichtlich, daß eine im angenommenen Augenblick gerade unter einem Werkzeuge befindliche Stabstelle erst beim übernächsten Vorschübe unter das nächste Werkzeug gelangt, daß aber nach Einleitung der Maschinentätigkeit bei jedem Vorwärtsschube jedes Werkzeug je einmal zur Wirkung gelangt. Die Nietschnelligkeit läßt sich sogar bei kleinen Nietteilungen und derngemäß geringen Blechstärken vergrößern, z. B. verdoppeln, wenn man jedes Werkzeug in unmittelbarer, der dreifachen ■ Nietteilung
40.' entsprechenden Aufeinanderfolge doppelt anwendet und den Vorschub auf das Doppelte der Teilung einstellt.
■j Einen Beweis hierfür erbringt die schematische Fig. 18, die in der ersten Reihe je zwei gleichartige Werkzeuge E3 zum Lochen (O)> ^s zum Einführen (^D), H1 zum Vorstauchen (V) und H2 zum Kopfbilden (\>) zeigt. . Wie die darunter befindliche Reihe a, b . . . p, q der Nietteilung erkennen läßt, folgen die je zwei AVerkzeuge einer Gattung im Abstande der dreifachen Nietteilung aufeinander, während die Nachbarwerkzeuge verschiedener Gattungen einen Abstand von je einer Teilung haben. Das Zahlendreieck läßt erkennen, daß zunächst (in der Stellung I) nur die Stelle ι vom Lochwerkzeug der Reihe α gelocht wird.· Nach einem Vorschub um die doppelte Teilung wird in der Stellung II die .. Stelle 3 vom Lochwerkzeug der Reihe a ge-
.60 locht, während die gelochte Stelle 1 und die noch ungelochte Stelle 2 sich unter den Reihen c bzw. b befinden. Nach abermals einem Vorschub um die doppelte Teilung werden in der Stellung III die Stellen 2 und 5 gleichzeitig von den Lochwerkzeug'en der Reihen rf und α gelocht, und in die gelochte Stelle 1 wird durch das Einführungswerkzeug der Reihe e ein Nietschaft eingeführt. Die gelochte Stelle 3 und die ungelochte Stelle 4 befinden sich unter den von Werkzeugen freien Reihen c bzw. b.
Nach acht Vorschüben um je die doppelte ■ Teilung werden in der Stellung IX gleichzeitig die Stellen 14 und 17 gelocht, die Löcher 10 und 13 mit einem Nietschaft versehen; die Nietschäfte der Stellen 6, und 9 vorgestaucht und die der Stellen 2 und 5 mit Köpfen versehen, wie die untere Doppelreihe durch die nicht schraffierten Zeichen andeutet. Bei den Stellen 1 und 3 fand die Kopfbildung schon in der Stellung VII bzw. VIII statt. Nach dem nächsten Vorschübe werden die Niete der Stellen 4 und 7 mit Köpfen versehen, die Niete der Stellen 8 und 11 vorgestaucht, die Löcher 12 und 15 mit Nietschäften versorgt und die Stellen 16 und 19 gelocht und so fort. Nach jedem weiteren Vorschub um die doppelte Teilung arbeiten also alle acht AVerkzeuge in der Weise, daß jedesmal zwei Nietungen fertig werden. Zwei gleichzeitig erfolgende Nietungen sind zwar um die dreifache Teilung versetzt, doch ergänzen sich, wie das die Fig. 18 .erkennen läßt, die einzelnen Paare gegenseitig so, daß eine fortlaufende Nietung erfolgt, da in der Stellung VII die Nietung 1, in der Stellung VIII die Nietung 3, in der Stellung IX die Nietungen 2 und 5, in der nächsten Stellung die Nietungen 4 und 7/ darauf die Nietungen 6 und 9 usw. fertig gestellt werden. '
Die Erfindung betrifft zwar in erster Linie die besonders vorteilhafte Erzeugung langer geradliniger Nietreihen, läßt sich aber ohne weiteres auch auf die Herstellung von Niet- .105 reihen anwenden, die kreisförmig angeordnet sind. Sollen z. B. zwei Winkelringe mit ihren in parallelen Ebenen ' liegenden Flanschen aufeinander genietet werden, so befestigt man sie zweckmäßig auf einem Kreistisch, der sich um eine senkrechte auf veränderlichen. Abstand gegenüber der Nietmaschine einstellbare Achse drehen kann und entsprechend vom Schaltwerk der Nietmaschine gesteuert wird. Die einzelnen an der Nietmaschine vorgesehenen Werkzeuge müssen dann allerdings in der Mantelfläche des jeweiligen■ Nietlochkreises liegen, wenn sie sämtlich bei jedem Arbeitshub der Maschine betätigt werden sollen.
Da dann für jeden Nietlochkreis und für jede. Nietteilung; besondere Werkzeughalter
nötig sind, empfiehlt es sich, den Schlitten mit einem selbsttätig schaltbaren Revolverkopf zu versehen, so daß die einzelnen Werkzeuge nacheinander in Tätigkeit treten. Ähnlich läßt sich der Gedanke der maschinellen fortlaufenden Bewegung des Nietstückes, seiner Lochung, der Nietdrahtzuführung und Fertigstellung der Nietverbindung auch für Nietreihen verwirklichen, bei denen
ίο die einzelnen Nietschäfte radial verlaufen. Für geradlinige Nietreihen ist die Anordnung eines Revolverkopfes auch möglich, aber abgesehen von Sonderfällen weniger vorteilhaft, da im allgemeinen immer nur ein Werkzeug in Tätigkeit tritt, der gesamte Nietvorgang also langsamer von statten geht.
Im übrigen kann der Antrieb der Werk-
■ zeugschlitten statt durch Exzenterwirkung auch auf andere Weise, z. B. auf hydraulischem Wege, erfolgen. Andererseits braucht das Herstellen der Nietlöcher nicht wie im Ausführungsbeispiel durch Ausstanzen bewirkt zu werden, sondern es kann, namentlich bei starken Blechen, auch ein maschinelles Ausbohren stattfinden, falls besondere Schonung des Werkstoffs verlangt wird.
Um an gewissen Stellen Nietlöcher freilassen zu können, wird zweckmäßig eine im Ausführungsbeispiel nicht näher angegebene Ausrückvorrichtung für die Stoßzangen vorgesehen, so daß die Abschneide- und Zuführungseinrichtung im Leerlauf arbeitet. Ebenso kann, falls man an bestimmten Teilungspunkten den Werkstoff nicht lochen
will, das Lochwerkzeug ausgeschaltet werden. Falls zwischen dieses und die Gegenfläche des Hauptschlittens ein herausziehbares Druckstück eingeschaltet ist, kann man durch dessen Herausziehen auf einfachste Weise ein Lochen verhindern. Doch ist eine Vorkehrung zu treffen, daß zugleich mit dem Außerbetriebsetzen des Lochwerkzeuges auch die Vorrichtung für die Nietzuführung außer Tätigkeit kommt. Falls derartige Auslassungen in regelmäßigen Zwischenräumen wiederkehren, wenn es sich z. B. um das Nieten von Gurtstäben handelt, die später durch Zwischenschalten von Streben zu einem Träger oder Fachwerk vereinigt wer-
den sollen, so werden zweckmäßig weitere Schaltvorrichtungen vorgesehen, die ein regelmäßiges Aus- und Wiedereinschalten bestimmter Werkzeuge selbsttätig bewirken.

Claims (8)

  1. Patent-Ansprüche:
    I. Maschine zur Herstellung von Nietungen kleiner Teilung an dünnen Profilstäben, insbesondere für Luftfahrzeugteile, bei welcher das Werkstück selbsttätig und entsprechend der gewünschten Teilung absatzweise von einem Zugwagen unter einem Werkzeugschlitten hindurchgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeugschlitten (C) außer dem Werkzeug zum Lochen (E") des Werkstücks und zur Nietkopfbildung (H3) ein Werkzeug zum Einführen (Gs) des Nietschafts in das Nietloch und ein Werkzeug zum Ausrichten und Vorstauchen (H1) des eingesetzten Nietschafts in dem Nietloch enthält, während eine an dem Maschinentisch angebrachte Vorrichtung (/, J, J) zum Erzeugen einer Gegenkrümmung an dem Werkstück während dessen Hindurchführens unter dem Werkzeugschlitten der beim Lochen und Nieten des Werkstücks entstehenden Ausbiegung entgegenwirkt und, damit die Lage der Niete auf einer Ge- · raden sichert und eine Vorrichtung zum Ausgleich (M, M1, M*) der beim Lochen und Nieten entstehenden Streckung unter Umständen in Verbindung mit einer Vorrichtung zum Unterstützen (O5) des bereits genieteten Werkstückteils die Gleichhaltung der Teilung und damit das genaue Zusammenspiel der Loch-, Einführ-, Stauch- und Nietwerkzeuge gewährleistet.
  2. 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenkrüm- -" mung durch von, in und hinter dem Bereich der Loch-, Einführ-, Vorstauch- und Kopfbildwerkzeuge (E3, G8, H1, H') angebrachte, das Profil des zu vernietenden Stabes umfassende, in der beabsichtigten Gegenkrümmung eingestellte Führungsvorrichtungen (7, 7, /) erzeugt wird, während beim Lochen und Nieten hervorgerufene innere Spannungen durch ihr Freiwerden bei dem Austritt des Werkstücks aus dem Werkzeugbereich bereits die Gegenkrümmung rückgängig machen.
  3. 3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, ■ daß als Zahnstange zum Vorschub des Zugwagens (Z?3) nebst dem AVerkstück eine feststehende Schraubenspindel (B") benutzt wird, die nach Abnutzung ihres wirksamen Umfangsteils um ein entsprechendes ■ Maß verdreht wird.
  4. 4. Maschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ausgleich der infolge des Streckens des Werkstücks beim Lochen und Nieten entstandenen Teilungsfehler eine in festgelegten Abständen gedrehte Mutter (M) den zugehörigen, mit dem Werkstück fest verbundenen Schraubenbolzen (mT) um die beobachtete Abweichung der tatsäch-
    .lichen an der beabsichtigten Summe einer Mehrzahl von (z. B. ioo) Teilungen zurückschraubt.
  5. 5. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zum Unterbrechen der Lochung und Nietung bzw. nur der Nietung in regelmäßigen Abständen eines \^ielfachen der Teilung der Antrieb des Loch- und Nietwerkzeugs bzw. nur des Nietwerkzeugs ausgeschaltet wird.
  6. 6. Maschine nach Anspruch 1 zur Herstellung von Nietungen ganz kleiner Teilung' an besonders dünnwandigen Werkstücken, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkzeuge zum Lochen (Es), Einführen (G8), Vorstauchen (H1) und Kopfbilden (H') in Abständen gleich einem Vielfachen der Teilung angeordnet sind. c·
  7. 7. Maschine nach Anspruch 6, dadurch
    gekennzeichnet, daß die Werkzeuge einer Gattung mehrfach uridim Abstand mehrerer Teilungen vorhanden sind, während die Nachbarwerkzeuge'verschiedener Gattungen einen Abstand von einer Teilung haben. ' ' · "
  8. 8. Maschine nach Anspruch.J, dadurch gekennzeichnet, daß zum Unterstützen des genieteten Werkstücks am Maschinenbett in regelmäßigen Abständen Auflager (O, O1, 0s) angeordnet sind, \velche bei dem Vorwärtsgang des Zugwagens (B") durch eine stiefelknechtartige Schalthebel (o4, o3) der Stützsäulen (0) um-' legende Anschlagvorrichtung '(q1, q", q4) in die Bahn des Werkstücks hincingeschwenkt und beim Rückwärtsgang des Zugwagens in ihre Ruhestellung zurückgeschwenkt werden, j
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
    }:::itUN. gcmuuckt in lh-jü
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