DE31704C - Herstellung von Herdplatten aus Schmiedeeisen oder Stahl - Google Patents

Herstellung von Herdplatten aus Schmiedeeisen oder Stahl

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DE31704C
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DENDAT31704D
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ph. VON hertling in Berlin
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24CDOMESTIC STOVES OR RANGES ; DETAILS OF DOMESTIC STOVES OR RANGES, OF GENERAL APPLICATION
    • F24C15/00Details
    • F24C15/10Tops, e.g. hot plates; Rings

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 36: Heizungsanlagen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. October 1884 ab.
Die bei Kochherden die Feuerung und die Feuerzüge nach oben abdeckenden und mit Oeffnungen zur Einbringung der Kochgefäfse versehenen Platten werden fast ausschliefslich aus Gufseisen gefertigt und nur selten findet man solche aus Schmiedeisen, da deren Herstellung zu kostspielig ist. Die verschiedenen Gröfsen der Herde bedingen verschieden grofse Herdplatten und aufserdem verändern sich Lage, Grofse und Gestalt der Oeffnungen für die Kochgefäfse durch die Verschiedenartigkeit der Kochzwecke und sonstigen Verhältnisse bezw. Ansprüche der Herdbenutzenden. In einer ausgedehnteren Fabrikation von Herden wird daher eine sehr grofse Anzahl von Modellen für den Gufs der so sehr verschiedenen Formen und Gröfsen von Herdplatten nothwendig. Dies überflüssig zu machen und die Uebelstände der gufseisernen Platten, welche vornehmlich in einem Reifsen (Trennen) derselben durch die stets stattfindende, ungleiche Erwärmung und Ausdehnung bestehen, zu vermeiden, wird mit vorliegender Erfindung erstrebt.
Es sei der Erklärung meiner Erfindung noch vorauszuschicken, dafs man letzteren Uebelstand schon lange sehr wohl erkannt hat, demselben aber nur durch Herstellung der Herdplatte aus zwei, drei oder mehreren Gufsstücken abzuhelfen suchte. Dieser Gedanke war der nächstliegende, die Lösung der Aufgabe indefs nur eine wenig vollkommene.
Ich habe einen von diesen durchaus verschiedenen Weg zur Beseitigung dieses Uebelstandes gewählt, womit ich zugleich die zuvor besprochene Wirkung erziele*, nämlich die äufserst zahlreichen Modelle für die Herstellung der gufseisernen Platten überflüssig mache.
Die Platten werden aus Schmiedeisen oder aus Stahl gefertigt in einer eigenthümlichen Art und Weise, die sie nahezu so billig machen, wie die durch Giefsen hergestellten. Gewalzte Eisenstäbe bestimmten Querschnitts werden zu einem Rahmen zusammengesetzt, welcher der Form der Begrenzung der oberen Fläche des Herdes entspricht. Auf diesen Rahmen kommen, der gewünschten Anordnung der Löcher für die Aufnahme der Kochgefäfse entsprechend, gewalzte Eisenstäbe ebenfalls bestimmten Profils zu liegen, zwischen welchen und dem äufseren Rahmen Eisenblechplatten bezw. Ringe gelegt werden. Fig. 1 und 2 beiliegender Zeichnung stellen so hergestellte Platten dar, während Fig. 3, 4, 5, 6 und 6 b Querschnitte des Stabeisens für die Querstäbe zeigen. Die Querschnitte 3, 4 und 5 können wie Fig. 6 und 6 b ebenfalls mit einem oder mehreren Ansätzen gebildet sein. Die Enden der sogenannten Rahmenscheibe α sind unter einem Winkel von 90° abgeschrägt und irgendwie zusammengefügt (zusammengeschraubt oder genietet). Es kann der Rahmen indefs auch aus einem Stück Stabeisen gebogen werden, wie Fig. 17 zeigt. Auf die Abstufungen c werden die sogenannten Querstäbe gelegt und auf die durch letztere gebildeten viereckigen Oeffnungen die Platten bezw. Ringe d. Zur Verkleinerung der dann noch verbleibenden Oeffnungen dienen die gewöhnlichen Ringe. Wendet man nur runde Ringe d an, so sind die verbleibenden Ecköffnungen mit entsprechend geformten Theilen e auszufüllen. Die Abstufungen können unter-
brochen sein, Fig. 8 und ίο, oder auch durch Annieten etc. von zweckentsprechenden Theilen gebildet werden. Ferner kann man die Stäbe bezw. Barren durch gleichartig gestaltete Blechstreifen, Fig. ii, 12, 13 und 14, ersetzen. Die nöthige Steifigkeit läfst sich denselben durch Biegungen % ertheilen oder aber auch durch Herstellung eines entsprechend geformten Hohlkörpers aus Blech, Fig. 15 und 16. Der Hohlraum bei letzterem kann mit schlecht leitendem Material ausgefüllt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Die Herstellung von Herdplatten aus gewalzten, geprefsten oder sonstwie hergestellten schmiedeisernen oder stählernen Stäben, Barren oder Blechstreifen in der Weise, dafs zunächst aus solchen Stäben, Barren oder Blechstreifen ein Rahmen, der dem äufseren Umfange des Herdes entspricht oder nahezu entspricht, gebildet wird, zwischen diesen in zweckentsprechender Weise Stäbe gelegt und zwischen letzteren wieder runde Oeffnungen für die Aufnahme der Kochgefäfse geschaffen werden.
    Zum Zwecke der Herstellung von Herdplatten der unter 1. erwähnten Art die Anwendung :
    a) von gewalzten Flacheisenstäben, welche im Querschnitte eine Abstufung nach der einen oder nach beiden Seiten hin zeigen, aufweiche Abstufung die Stäbe oder Ringe zu liegen kommen;
    b) von versteiften Eisenblech - Streifen, welche die unter a) erwähnten Abstufungen im Profil zeigen;
    c) von gewalzten Stäben oder Eisenblechstreifen, welche nicht eine an der ganzen Länge fortlaufende, sondern in längeren oder kürzeren Strecken unterbrochene Abstufungen besitzen;
    d) von gewalzten Stäben oder Eisenblechstreifen, wobei die Abstufungen, d. h. Auflager durch Anbringung von Ansätzen , Blechstreifen oder sonstwie gebildet werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT31704D Herstellung von Herdplatten aus Schmiedeeisen oder Stahl Expired - Lifetime DE31704C (de)

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