DE317681C - - Google Patents

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DE317681C
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K35/00Means to prevent accidental or unauthorised actuation
    • F16K35/06Means to prevent accidental or unauthorised actuation using a removable actuating or locking member, e.g. a key

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Cooling, Air Intake And Gas Exhaust, And Fuel Tank Arrangements In Propulsion Units (AREA)

Description

Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Vorrichtung, durch welche eine unbefugte Ingebrauchnahme von Motoren mit flüssigen Betriebsstoffen verhütet werden soll.
Vorrichtungen, die ähnliches bezwecken sollen, sind mehrfach bekanntgeworden und besonders für Fahrzeugmotoren ausgebildet, für welche ein derartiger Verschluß von Wichtigkeit ist.
Von den bekannten Sicherungsmethoden, der Festlegung der Fortbewegungsmechanismen, der Steuerungsteile oder der Unterbrechung des Zündstromes sei hier abgesehen, ■weil sich der Erfindungsgegenstand auf die Absperrung des Treibmittels bezieht. Bei bekannten Einrichtungen letzterer Art handelt es sich stets nur um solche, bei denen, auch unter Verwendung von Sicherheitsschlössern und deren sinngemäßer -Übertragung auf Ab-Sperrorgane der Treibmittelzufuhr, nach gewaltsamer Zerstörung der Sperrorgane das Treibmittel freigegeben wird, und bei eingeschalteter Sperrung die Verwendungsmöglichkeit vollständig aufgehoben ist. Besteht die Sicherung in der Zwischenschaltung eines Tanks, so ist wiederum eine Sperrung ohne Freigabe einer beschränkten Bewegungsmöglichkeit nicht gegeben. ' !
Nun sind aber die Fälle zahlreich; daß der Führer und der Besitzer eines Kraftfahrzeuges zwei verschiedene Personen sind, und daß der Führer von und zu der Wohnung des Besitzers allein zu fahren hat, wenn die Unterkunftsstelle des Fahrzeuges, eben ein häufiger Fall, von der Wohnstelle des Besitzers entfernt liegt. In solchen Fällen müßte der Besitzer des Fahrzeuges dem Holen und Wegfahren beiwohnen, will er nicht seinen Fahrer in das Geheimnis der Sperrvorrichtung einweihen oder die Einstellung letzterer von der Zuverlässigkeit des Fahrers abhängig machen. Auf der einen Seite ist eine große Unbequemlichkeit vorhanden, auf der anderen Seite wird die beabsichtigte Wirkung zum Teil aufgehoben, denn ein unzuverlässiger Fahrer, dem die Möglichkeit zum Unternehmen von sogenannten Strolchfahrten genommen werden soll, ist in der Lage, sich Nachschlüssel durch die Übergabe des Schlüssels und der Kenntnis seiner Verwendung ' anzufertigen oder aber auch die Sperrung einfach nicht zu betätigen. Andererseits haftet den bekannten Einrichtungen dieser Art der Übelstand an, daß die Einrichtung nach gewaltsamer Zerstörung der Sperrmechnismen in Betrieb gesetzt werden kann.
Der Erfindungsgegenstand beseitigt diese Übelstände dadurch, daß einerseits die Sperrvorrichtung eine gänzliche Unterbindung der Brennstoffzufuhr zum Motor erzielt, andererseits aber mit einer Einrichtung verbunden ist,, welche bei eingestellter Sperrung und ebenfalls abgezogenem Schlüssel eine geringe Menge an Treibmittel für einen beschränkten Fahrbetrieb freigibt, wonach die vollständige Absperrung eintritt. Ferner ist eine Einrichtung getroffen, daß bei gewaltsamer Zerstörung des Sperrmechanismus eine zweite, und
zwar in gleichem Organ lagernde und von diesem ausgelöste, unzugängliche Sperrung ausgelöst wird, welche die Treibmittelzufuhr unterbindet. Eine öffnung der Leitung kann erst nach Entfernen der Kontrollplomben, Demontage des ganzen Verschlusses, sowie j Ersatz der Brechsicherung hergestellt werden.";
Die Entfernung des Schlüssels kann nur in den Stellungen für ganzen Abschluß oder bei
ίο Freigabe einer beschränkten Fahrstrecke erfolgen.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegen-
stand als Beispiel einer Ausführung bei einem
■ Automobil unter Zugrundelegung eines Benzinmotors dargestellt.
Es zeigt:
Fig. ι einen Schnitt durch den vorderen Teil eines Wagens,
Fig. 2 einen Vertikalschnitt C-D der Fig. 5 durch das Verschlußorgan bei Abschluß des Treibmittels unter Zulassung einer bestimmt beschränkten Wegestrecke,
Fig. 3 Ansicht des Verschlusses von oben in Stellung nach Fig·. 2 bei abgezogenem Schlüssel,
Fig. 4 einen Vertikalschnitt E-F der Fig. 6 durch den Verschluß in normaler Fahrstellung, Fig. 5 einen Schnitt durch den Verschluß nach A-B der Fig". 2,
Fig. 6 denselben Schnitt durch den Verschluß in Stellung wie Fig. 4,
Fig. 7 denselben Schnitt durch den Verschluß nach gewaltsamer öffnung.
Der auf dem Untergestell 1 befestigte Motor 2 ist mit einer Vergaseranlage 3 ausgestattet, welche in starrer, unlösbarer Verbindung mit dem Zwischenbehälter 4 steht. Es kann natürlich auch die Vergaseranlage ganz oder Teile derselben in den Behälter 4 hineingebaut werden. Die Baulänge des Behälters 4 ist zweckmäßig so zu wählen, daß das Abschlußorgan durch das Spritzbrett S hindurchragt, also vom Führersitz aus leicht erreichbar ist. Dann kann auch die Motorhaube 6 bei Abstellung geschlossen bleiben. Mit dem Teil 4 hängt ferner das Gehäuse 7 des Absperrhahnes zusammen. Das Küken 8, welches zylindrisch gezeichnet, aber auch konisch ausgebildet sein kann, besitzt die Durchgangsöffnungen 9 und 10 (Fig. 4), die in eine Kammer 11 münden. Zur leichteren Montage und Bearbeitung der Sitzfläche des später beschriebenen Sicherheitskugelventiles ist das eingeschraubte und mittels einer Stiftschraube 12 gesicherte Stück 13 vorgesehen. In seinem oberen Ansatzzapfen 14 nimmt das Küken 8 den Schlüssel 15 auf; ferner befinden sich in demselben die Löcher 16 für die Zuhaltungsstifte 17 bzw. Druckstifte 18. Dieser Ansatz 14 paßt genau in den Zuhaltungszylinder 19, in welchem, wie auch aus der Fig. 2 und 3 ersichtlich, sich die Kammern 20 befinden, welche zur Aufnahme der Zuhaltungsstifte 17 sowie ihrer Druckfedern 21 dienen. Nach untenhin befindet sich am Zuhaltungszylinder 19 ein hohlzylindrischer Ansatz 22 mit einem lappenförmigen Ansatz 23.
Küken 8 und Zylinder 19 werden durch die glockenförmige Haube 24 mittels Schrauben 25 am Hahngehäuse 7 befestigt und gegen unbefugte Demontage durch Plombenschnur oder eine ähnliche Sicherung geschützt. Die Haube 24 verhindert gleichzeitig mittels einer Brechsicherung 42 den Zuhaltungszylinder 19 bei normaler Benutzung an einer Drehung.
Der leichteren Verstellbarkeit des Verschlusses wegen ist das Kugellager 26 angeordnet. ■ ■ ■■
Die Einstellung des Verschlusses erfolgt folgendermaßen:
In den, wie durch Fig. 2 dargestellt, verschlossenen Hahn ist der Schlüssel 15 eingeführt. Dadurch werden die Zuhaltungen 17 mittels der Druckbolzen 18 in ihre Kammern 20 zurückgeschoben. Die Einkerbungen des Schlüssels sind so bemessen, daß die Berührungsflächen von 17 und 18 genau auf die Berührungsfläche der beiden Zylinder 14 und 19 zu liegen kommen. Nunmehr kann der Schlüssel 15 mit dem Küken zusammen gedreht werden. Erfolgt diese Drehung um 900 nach rechts (im Sinne des Uhrzeigers), welche Stellung die Fig. 4 und 6 darstellen, so geben die Durchgangsöffnungen 27, 9, 11, 10, 28 den Zuflußweg zum Zwischenbehälter 4 und durch den Kanal 29 zum Vergaser 3 frei. Gleichzeitig gelangt die in dem Küken 8 befindliche Aussparung 30 in Verbindung mit den Kanälen 31 und 32, es kann also die Luft aus dem Zwischenbehälter 4 entweichen.
Hat sich nun unabhängig von der Brennstoffvergasung des Motors der Behälter 4. in der gewünschten Höhe gefüllt, so besorgt ein in den Fig. 3 und 4 schematisch angedeuteter Schwimmer 33 mittels Gestänge 34 und Kegelventil 35 den Abschluß des Luftkanales 31, 30, 32, und somit ist eine weitere Füllung von 4 gehindert; es tritt dann durch den Kanal 28 nur so viel Brennstoff aus, wie durch 29 zum Vergaser abfließt. ·
In dieser normalen Fahrtstellung ist es nicht möglich, den Schlüssel 15 zu entfernen, denn die Druckstifte 18 können nach außen nicht ausweichen, und außerdem greifen die Segmente 36 (Fig. 3) in die Ausklinkung 37 des Schlüssels.
Ist ein Abschluß des Brennstoffes derart gewünscht, daß wohl der Inhalt des Zwischenbehälters 4 verbraucht werden kann, aber der Hauptbrennstoffbehälter gesperrt ist, so dreht man den Schlüssel 15 in die durch Fig. 2 ge- : kennzeichnete Stellung und entfernt denselben.
Kanal 27 ist dann versperrt, aber die im Küken 4 befindliche Aussparung 38 verbindet den Kanal 28 mit einem zweiten Luftkanal 39; es kann also Außenluft durch das Loch 40 in der Schutzkappe 41 in das Innere des Zwischenbehälters 4 gelangen, und der Inhalt desselben kann zum Motor abfließen.' Ist der im Behälter 4 aufgespeicherte Brennstoffvorrat verbraucht, so muß das Fahrzeug zum Stillstand kommen. Die im Behälter 4 aufgespeicherte Brennstoffmenge kann mit Hilfe des in seiner Höhenrichtung am Gestänge verstellbaren Schiebers nach Bedarf vergrößert oder verkleinert werden.
Soll dem Fahrzeug jede Fahrbewegung mittels seines Motors genommen werden, so zieht man den Schlüssel 15 in einer der Fig. 2 um i8o° entgegengesetzten Stellung heraus. Die Aussparung 38 verbindet dann nicht mehr
ao die Kanäle 28 und 39 miteinander, die Luftzufuhr zu dem Behälter 4 ist vielmehr unterbrochen und der Brennstoff vermag demgemäß auch nicht aus dem Behälter 4 durch den Kanal 29 nach der Vergaseranlage 3 abzufließen.
Wird von unbefugten Personen versucht, den Verschluß etwa mit Gewalt oder mittels Nachschlüssels zu drehen, so bewirken die nicht vollständig oder zuviel zurückgeschobenen
Stifte. 17 und 18 eine Kupplung zwischen'14 und 19. Eine Drehung des Hahnes wird also verhindert, oder sollte eine Drehung mit Gewalt versucht werden, so würde der Brechstift 42 zerstört werden. Nach einer Zerstörung des Brechstiftes 42 und einer Verdrehung des Küken 8 mitsamt des Zuhaltungszylinders 19 um etwa 45 ° gibt der Lappenansatz 23 die in der Aussparung 43 gelagerte Kugel 44 frei und diese gelangt durch einen der beiden Kanäle 45 in die Kammer 11 und somit auf den Kugelventilsitz 46. Damit ist aber jeder weitere Zufluß von Brennstoff durch die Hauptleitung 27, 11, 10, 28 unterbunden.
Zwecks festeren Sitzes der Kugel 44 auf ihrem Ventilsitz 46 kann einer dieser beiden Teile als Magnet ausgebildet werden.
In der vorliegenden Darstellung ist das bekannte Yale-Schloßsystem verwandt worden; es kann dieser Teil jedoch durch1 andere Schloßkonstruktionen ersetzt werden, und übt diese Umänderung auf die eigentliche Erfindung keinerlei Einfluß aus.

Claims (3)

P ate nt-An Spruch E:
1. Sicherheitsvorrichtung gegen unbefugtes Benützen und Inbetriebsetzen von Motoren mit flüssigen Betriebsstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Verschlußgehäuse (7) bzw. ein Zwischenbehälter (4) sowie ein Hahnküken (8) mit derartigen Kanälen und Aussparungen versehen ist, daß es durch verschiedene Stellungen eines Schlüssels (15) möglich wird, entweder den Betriebsstoff gänzlich vom Motor abzuschalten oder aber nach Abschluß der Hauptzuleitung (27) nur dem in dem Zwischenbehälter (4) aufgespeicherten Treibmittel den Ablauf zur Vergaseranlage (3) freizugeben.
2. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es durch Anordnung eines einstellbaren Schwimmers ermöglicht ist, die Menge des im Zwischenbehälter befindlichen Treibmittels in bestimmter Größe einzustellen.
3. Ausführungsform nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Hahnküken (8) Kanäle (45) angeordnet sind, durch welche bei unbefugter, gewaltsamer Drehung des Kükens und nach Zerstörung einer Brechsicherung (42) eine sonst in einer besonderen Kammer (43) neben dem Verschlußorgan durch einen lappenförmigen Ansatz (23) zurückgehaltene Kugel (44) freigegeben wird und auf einen Verschlußsitz (46) gelangt, so daß kein weiterer Brennstoff zum Vergaser fließen kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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