DE319676C - Verfahren zur Herstellung von Haeuten aus waermebestaendigen, wasserloesliche Bindemittel enthaltenden Stoffen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Haeuten aus waermebestaendigen, wasserloesliche Bindemittel enthaltenden StoffenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Häuten aus wärmebeständigen, wasserlösliche Bindemittel enthaltenden Stoffen. Will man dünne wasserleimige Häute, wie Kasainfolien, Ersatzstoffe für Blattmetalle (sogenannte Prägefolien) oder Ersatzstoffe für Verpackungsstanniol, maschinell also fortlaufend in endlosen Bahnen herstellen, so muß man derartige Häute auf gewachste Unterlagen, die aus Zylindern oder endlosen Bändern bestehen können, aufstreichen. Nach Trocknung der Haut wird das Wachs durch Wärme verflüssigt, damit das fertige Produkt von der Unterlage, auf der es gearbeitet wurde, abgenommen werden kann.
- Es liegt in der Natur der Sache, daß zwei Körper, wie Wachs einerseits und eine wasserleimige Haut anderseits, sich gegenseitig abstoßen. Es isst daher mit großen Schwierigkeiten verknüpft, die wasserleimige Haut auf die gewachste Unterlage aufzutragen, ohne daß sich Blasen oder Löcher in der Hautmasse bilden. Namentlich bei schnellem Aufstrich ist es nicht möglich, diese Löcher zu vermeiden. Es ist schon gesagt, daß das Wachs, welches gewissermaßen die Zwischenschicht zwischen Unterlage und der Haut bildet, durch Wärme verflüssigt wird. Hierbei nehmen die Unterlagen trotz Kühler mit der Zeit eine gewisse Wärme an; tritt dieser Punkt ein, so läuft die Masse, die die Haut bilden soll, auf der Unterlage beim Aufstrich einfach auseinander.
- Man hat aus diesem Grunde bislang davon abgesehen, derartige Häute maschinell auf rotierender Unterlage zu arbeiten. Diese Häute werden vielmehr auf Glasplatten einzeln aufgestrichen und nach dem Trocknen abgezogen.
- Nur bei solchen Häuten, die aus mehreren Lagen bestehen und die als Stanniolersatz oder als Bobinenmaterial dienen, hat man der wasserleimigen Haut Schellack zugesetzt, um das Auseinanderlaufen zu verhindern.
- Nun ist Schellack ein teurer Stoff und für jetzt und für die nächste Zukunft fast unerhältlich. Auch ist seine Anwendung bei der rotationsmäßigen Fabrikation wasserleimiger Häute sehr beschränkt, weil für viele Arten von Häuten Harzzusätze vermieden werden müssen.
- Dass Verfahren gemäß der Erfindung ermöglicht es, wasserleimige Häute ohne weiteres auf die gewachste Unterlage glatt, also ohne Blasen- und Löcherbildung, aufzustreichen, selbst auch dann, wenn die Maschinen mit schnellstem Gang laufen. Es besteht darin, daß man die gewachste Fläche vor dem Hautaufstrich abtalkumiert, wobei als bekannt vorausgesetzt wird, daß an sich Talkum als Mittel zur Verhinderung des Anklebens von Schichten auf Unterlagen dient. Es bildet sich dabei auf dem Wachs ein ganz feiner Überzug von Talkum. Dieser Überzug genügt, um das Wasser nicht an das Wachs herantreten zu lassen, und folglich kann eine Blasen- oder Löcherbildung nicht mehr stattfinden, weil Talkum die wasserleimige Haut nicht abstößt, sondern im Gegenteil festhält. Dabei kann diese Zwischenschicht von Talkum so fein sein, daß sie in dem fertigen Fabrikat später absolut nicht mehr wahrzunehmen ist.
- Es iet'bekannt;-gewachste Unterlagen mit Metallpulver einzureiben. Wird auf einer solchen mit Metallpulver versehenen Unterlage eine wasserleimige Haut aufgestrichen, so zeigen sich genau dieselben Übelstände, als wenn die Haut auf Wachs aufgetragen wird, da das Metall (Bronzepulver) auf dem Wachs die wasserleimige Haut in gleicher Weise oder noch mehr abstößt als die gewachste Unterlage ohne den Belag mit Metallpulver. Wird jedoch dieser Metallpulverbelag vor dem Auftrag der wasserleimigen Substanz ebenfalls abtalkumiert, so findet ein Abstoßen der wasserleimigen Hautmasse nicht statt, und derartige Häute können ebenfalls ohne jede Schwierigkeit rotationsmäßig hergestellt werden. An Stelle von Talkum können natürlich auch Talkum ersetzende Stoffe, wie ganz fein pulverisierte schwefelsaure Magnesia usw., genommen werden.
Claims (1)
- PATENT-ANSpRUcFI: Verfahren zur Herstellung von Häuten aus, wärmebeständigen, wasserlösliche Bindemittel enthaltenden Stoffen, die auf eine mit Wachs überzogene Unterlage aufgestrichen werden, dadurch gekennzeichnet, daß auf die gewachste Unter= lage oder auf die mit einem Metallpulv erbelag versehene gewachste Unterlage eine Schicht von Talkum oder Talkum ersetzende Stoffe aufgebracht wird, die so fein sein kann, 'daß sie später an der fertigen Haut nicht wahrnehmbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE319676T | 1918-06-26 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1918319676D Expired DE319676C (de) | 1918-06-26 | 1918-06-26 | Verfahren zur Herstellung von Haeuten aus waermebestaendigen, wasserloesliche Bindemittel enthaltenden Stoffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE319676C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE853066C (de) * | 1945-04-16 | 1952-10-20 | Frank Milton Prestwich | Verfahren zur Herstellung gemusterter Folien oder Baender aus plastischen Kunststoffen mit Gitter- oder Spitzenmuster u. dgl. |
-
1918
- 1918-06-26 DE DE1918319676D patent/DE319676C/de not_active Expired
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|---|---|---|---|---|
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