DE319963C - Verfahren zur Enteisenung von mit Chlor behandeltem Wasser - Google Patents
Verfahren zur Enteisenung von mit Chlor behandeltem WasserInfo
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Description
- Verfahren zur Enteisenung von mit Chlor behandeltem Wasser. Zur Verbesserung des Geruchs und Geschmacks von mit Chlor, Chlor abgebenden Stoffen oder ähnlich wirkenden Chemikalien behandeltem Wasser ist die Anwendung von Eisen vorgeschlagen worden, welches im Zustande großer Oberfläche, z. B. in Form von Eisenspänen, gemischt mit großen Mengen Sand, benutzt wird. Durch diese Behandlung wird der gedachte Zweck vollkommen erreicht. Es tritt dabei aber der Übelstand auf, daß nicht unerhebliche Mengen Eisen in das Wasser übergehen, und zwar hat sich herausgestellt, daß ein Vielfaches von der Eisenmenge in Lösung geht, die nach der vorhandenen Chlormenge zu erwarten ist. Ein derartig eisenhaltiges Wasser ist als Trink- und Nutzwasser unverwendbar.
- Nun läßt s_ch. Wasser bekanntlich nur durch recht umständliche Verfahren enteisenen, die entweder auf einer starken Durchlüftung des Wassers oder auf dem Zusatz chemischer Stoffe, z. B. Kalk oder Aluminiumsulfat, beruhen. Alle diese Verfahren beruhen aber auf dem Gedanken, das Eisen in eine unlösliche Verbindung - meist Hydroxyd -- überzuführen und den entstandenen Niederschlag abzufiltrieren.
- Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein sehr viel einfacheres Verfahren, das durch Eisen entchlorte Wasser von den aufgenommenen Eisenmengen zu befreien. Es wurde nämlich die überraschende Beobachtung gemacht, daß das mit Eisen entchlorte Wasser das -Eisen im Zustande kolloidaler Lösung enthält und es bei der Filtration durch ein Filter, z. B. ein Sandfilter, wieder abgibt. Diese Erkenntnis bedeutet einen sehr erheblichen technischen Fortschritt, da man auf Grund derselben das ganze Verfahren der Behandlung von Trink- und Nutzwa-ser mit Chlor ;-ehr einfach und billig gestalten kann. Nun hat man zwar schon bei den obenerwähnten Ente.`senungsverfahren die Sandfiltration angewandt, jedoch handelte es sich hierbei stets um die Entfernung des gebildeten Eisenniederschlages. Nach der vorliegenden Erfindung soll aber das mit Chlor behandelte und nacher mit Hilfe von Eisen entchlorte Wasser durch einfaches Überleiten über ein Sandfiltei vom Eisen befreit werden. Es handelt sich nicht um die Abscheidung eines Niederschlages. Das Eisen ist vielmel-r im Wasser im Zustande kolloidaler Lösung vorhanden, und diese Lösung bildet sich nicht unter dein Einflüsse oxydierender Mittel, z. B. Luft, da solche überhaupt nicht zugeführt wird.
- Man kann das Eisensandfilter direkt mit einem gewöhnlichen Sandfilter in Verbindung bringen, oder man kann beide Filter in einem einzigen vereinigen, indem man einen Filterkörper verwendet, dessen obere Schichten aus dem Eisensandgemisch, dessen untere Schichten aus reinem Sand bestehen. In den unteren Teilen des Filters wird das Wasser von Eisenverbindungen befreit und verläßt das Filter in vollkommen gebrauchsfähigem Zustande. Eine Zwischenbehandlung irgendwelcher Art ist nicht mehr nötig. Verfahren und Apparatur sind also die denkbar einfachsten.
aktives Chlor auf ein Liter enthielt. Dieses Wasser wurde in einem geschlossenen Filter über fein zerkleinertes Eisenblech filtriert. Nachdem ein Teil des Wassers zur Analyse abgezogen war, wurde d:e Hauptmenge, ohne daß Luft hinzutreten konnte, durch ein Sandfilter filtriert. Das Wasser enthielt nach der Filtration über Eisen -,o6 bis 2,6o mg Eisen im Liter; nach der Filtration durch Sand enthielt das gleiche Wasser niemals mehr als o,z mg Eisen im Liter.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Enteisenung von Wasser, welches mit Chlor behandelt und nachher der Einwirkung von Eisen ausgesetzt wurde, gekennzeichnet durch die Filtration durch Sand.
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| DE319963T | 1913-12-31 |
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| DE1913319963D Expired DE319963C (de) | 1913-12-31 | 1913-12-31 | Verfahren zur Enteisenung von mit Chlor behandeltem Wasser |
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