DE3200345A1 - Schaltungsanordnung an einer kordschneidemaschine - Google Patents
Schaltungsanordnung an einer kordschneidemaschineInfo
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Description
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung an einer Cordschneidemaschine, die beim Betreiben dieser Maschine Anwendung findet.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bei den gebräuchlichen Verfahren zum Herstellen von Cord wird bei einem Verfahrensschritt an der Grundware der Schlauch geöffnet und geschnitten und beim nächsten Verfahrensschritt, der meist an einem anderen Ort erfolgt, die Ware nochmals geschaut und aufgetretene Schneidlücken und Schneidfehler beseitigt. Eine wesentliche Verbesserung stellt das Anbringen einer Planke an der Cordschneidemaschine dar. Diese Planke ist logischerweise in Warenlaufrichtung hinter dem Schneidetisch an einer günstigen Stelle für das Bedienpersonal angeordnet und somit können Schneidefehler vom Bedienpersonal selbständig behoben werden. Dabei muss jedoch die Bedienperson den Schneidefehler verfolgen und die Cordschneidemaschine dann stillsetzen, wenn der Schneidefehler sich auf der Planke befindet. Diese Verfahrensweise bewirkt eine wesentliche Mehrbelastung des Bedienpersonals, da der Fehler bis zur Planke verfolgt werden muss, die Kontrollfunktion des eigentlichen Schneidevorganges wird vernachlässigt und das Übersehen einer nachzuschneidenden Stelle ist daher leicht gegeben.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht in der Minimierung der Verfahrensschritte beim Herstellen von Cord, was einer Produktivitätssteigerung entspricht, und der Ausschaltung subjektiven Fehlverhaltens.
An einer Cordschneidemaschine ist bei einem Schneidefehler die Warenbahn so zu positionieren, dass das Nachschneideerfordernis an einer definierten, leicht zugängigen Stelle zu erreichen ist.
Die dazu benötigte Anordnung muss eine hohe Zuverlässigkeit besitzen, einen relativ niedrigen Kostenaufwand darstellen und eine geringe Baugröße haben.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung zu schaffen, welche es ermöglicht, eine Cordschneidemaschine beim Auftreten eines Schneidefehlers nach einer definierten Warenlaufstrecke stillzusetzen, um den Fehler auszubessern.
Es wird davon ausgegangen, dass beim Auftreten eines Schneidefehlers die Maschine mittels einer Nadelwächtereinrichtung stillgesetzt wird. Der Fehler wird mit einer Markierungsvorrichtung gekennzeichnet. Die Markierungsvorrichtung ist an einer leicht zugängigen Stelle der Maschine angeordnet. Erfindungsgemäß ist die Aufgabe so gelöst, dass an der Maschine eine Lichtschranke angebracht ist, welche beim Betätigen der Markierungsvorrichtung unbedingt durchbrochen wird. Die Ware wird nur dann markiert, wenn ein Nachschneideerfordernis vorliegt.
Beim Durchbrechen der Lichtschranke wird aus dem daraus bedingten Pegelwechsel eine Speicherschaltung aktiviert. Die Speicherschaltung steuert eine optische Signalvorrichtung, welche anzeigt, ob ein Anhaltebefehl zum Zwecke des Nachschneidens in die erfindungsgemäße Anordnung aufgenommen wurde, und ist gleichzeitig mit dem Eingang eines Schieberegisters verbunden.
Der Takteingang des Schieberegisters ist mit einem Impulsgeber, Initiator genannt, bestehend aus einer Lichtschranke, welche durch eine rotierende Scheibe, in der sich Öffnungen befinden, durchbrochen wird, gekoppelt. Die Scheibe ist innerhalb der Maschine auf einer Welle, welche für den Warentransport verantwortlich ist, angeordnet. In der Scheibe sind die Öffnungen im gleichmäßigen Winkelabstand eingebracht. Der Impulsabstand des Initiators ist proportional der Drehung der Scheibe.
Davon ausgehend, dass eine Umdrehung der Warentransportwelle einer definierten Warenlänge entspricht, ist die transportierte Warenlänge zwischen zwei Impulsen des Initiators ebenfalls definiert.
Anstelle eines optischen Initiators kann gleichfalls ein Initiator nach dem induktiven Funktionsprinzip eingesetzt werden.
Liegt am Ausgang der Speicherschaltung, die mit dem Eingang eines Schieberegisters verbunden ist, ein Pegel vor, welcher einem übernommenen Anhaltebefehl entspricht, so wird dieser beim Eintreffen des ersten Impulses des Initiators, der mit dem Takteingang des Schieberegisters verbunden ist, in das Schieberegister übernommen. Die Übernahme des Anhaltebefehls aus der Speicherschaltung in das Schieberegister erfolgt durch die Vorderflanke des Impulses vom Initiator. Mit der Rückflanke des Initiatorimpulses wird die Speicherschaltung gelöscht, da der Initiatorausgang mit dem Rücksetzeingang der Speicherschaltung verbunden ist. Wird der Anhaltebefehl der Speicherschaltung mit der ersten Vorderflanke des ersten Initiatorimpulses in die erste Stelle des Schieberegisters übernommen, so wird mit Eintreffen jedes weiteren Initiatorimpulses am Takteingang des Schieberegisters der Anhaltebefehl jeweils um eine Stelle im Schieberegister weitergeschoben. Da das Schieberegister derartig dimensioniert ist, dass es über eine definierte Kapazität an Informationseinheiten bzw. Anzahl von Stellen verfügt, so erscheint der Anhaltebefehl, nach einer definierten Anzahl von Initiatorimpulsen, am Ausgang des Schieberegisters, wodurch an der Ausgangsklemme des Schieberegisters ein Pegelwechsel stattfindet. Die Ausgangsklemme des Schieberegisters ist mit dem Eingang einer optischen Signalvorrichtung und dem Eingang eines Schaltverstärkers verbunden.
Die Signalvorrichtung hat die Aufgabe anzuzeigen, dass die Maschine wegen eines Nachschneideerfordernisses stillgesetzt wurde. Das Nachschneideerfordernis oder auch Nachschneider genannt, befindet sich, bedingt durch die definierte Stellenanzahl des Schieberegisters und die somit definierte Warenlängenzuordnung, durch den gleichmäßig, definierten Winkelabstand von Öffnung zu Öffnung der Scheibe des Initiators, an einem definierten Punkt der Warenlaufstrecke auf einer Planke, welche leicht zugänglich angeordnet ist.
Der Schaltverstärker dient zur Wandlung des Anhaltebefehls des Schieberegisters in ein leistungsfähiges Signal, welches es ermöglicht, mittels eines Relais oder Thyristors den Maschinenausrückmechanismus der Cordschneidemaschine im Moment des Pegelwechsels an der Ausgangsklemme des Schieberegisters zu betätigen.
Zur Erreichung einer geringen Anhaltetoleranz für das Fixieren des Nachschneideerfordernisses auf der Planke ist die Anzahl der Öffnungen in der Scheibe des Initiators und die Kapazität des Schieberegisters entsprechend groß zu wählen.
Die erfindungsgemäße Anordnung weist gegenüber dem bisher Bekannten folgende Vorteile auf:
Die Schaltungsanordnung ist einfach und kostensparend aufgebaut. Jeder Schneidefehler wird registriert und das Nachschneideerfordernis an einer für das Bedienpersonal günstigen Stelle positioniert. Subjektive Fehler werden weitgehendst ausgeschlossen. Die Bedienbarkeit der Cordschneidemaschine wird verbessert und gleichzeitig die Qualität der Ware positiv beeinflusst.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel nachstehend näher erläutert werden.
In der zugehörigen Zeichnung zeigt:
Fig. 1: die erfindungsgemäße Anordnung.
Es wird davon ausgegangen, dass beim Ansprechen der Nadelwächtervorrichtung die Cordschneidemaschine durch entsprechende elektrische Einrichtungen stillgesetzt wird. Ist ein Nachschneideerfordernis gegeben, so ist der Schneidefehler mit einer Markierungsvorrichtung 1 zu kennzeichnen. Beim Betätigen der Markierungsvorrichtung 1 wird die Lichtschranke 2 durchbrochen und dabei von dieser an die Speicherschaltung 3 ein Impuls abgegeben. Dieser Impuls bewirkt, dass in der
Speicherschaltung 3 ein Anhaltebefehl zur Ansteuerung des 64-bit-Schieberegisters 4 gespeichert wird. Der Ausgang der Speicherschaltung 3 ist weiterhin mit dem Eingang der optischen Signaleinrichtung 5 verbunden. Diese Einrichtung 5 dient zur optischen Signalisierung und zur Kontrolle, dass der Anhaltebefehl in die Speicherschaltung 3 eingegeben wurde. Der Initiator 6 ist mit dem Takteingang des 64-bit-Schieberegisters 4 verbunden.
Eine Übernahme des Anhaltebefehls aus der Speicherschaltung 3 in das 64-bit-Schieberegister 4 erfolgt nur an der Vorderflanke eines Initiatorimpulses. Mit jedem weiteren Eintreffen eines Initiatorimpulses am Takteingang wird jeweils an dessen Vorderflanke der Anhaltebefehl um eine Stelle weitergeschoben.
Die Rückflanke des Initiatorimpulses löscht die Speicherschaltung 3, dazu ist der Initiatorausgang mit dem Rücksetzeingang der Speicherschaltung 3 verbunden.
Im erfinderischen Beispiel wird im Initiator eine Scheibe verwendet, in die 8 Öffnungen im gleichen Winkelabstand eingebracht sind. Diese Scheibe ist auf einer Warentransportwelle befestigt, bei der gewährleistet ist, dass der abgewickelte Wellenumfang gleich der transportierten Warenlänge ist. Somit entspricht die Drehung der Warentransportwelle um 45 Grad, was gleich dem Abstand zweier Impulse ist, im dargestellten Beispiel einem Warentransport von 0,08 m.
Bei einer Warenlänge von ca. 5,00 - 5,20 m nach dem Schneidetisch ergibt sich die günstigste Position zum Nachschneiden eines aufgetretenen Nachschneideerfordernisses. Es wird dementsprechend ein 64-bit-Schieberegister 4 eingesetzt, wodurch gewährleistet ist, dass der Anhaltebefehl nach 64 Takten, bzw. 5,15 m Warenlänge den Ausgang des Schieberegisters erreicht. Dies bewirkt einen Pegelwechsel am Ausgang des Registers 4. Der Ausgang des Schieberegisters 4 steuert eine optische Signalvorrichtung 7 an, welche die Ursache des Maschinenstillstandes anzeigt.
Gleichzeitig ist der Ausgang des Schieberegisters 4 mit dem Eingang eines Schaltverstärkers 8 verbunden. Der Schaltverstärker 8 hat die Aufgabe, den Anhaltebefehl vom Ausgang des Schieberegisters 4 in ein leistungsfähiges Signal umzuwandeln, welches es ermöglicht, mittels eines Relais 9 oder Thyristors den Maschinenausrückmechanismus 10 der Kordschneidemaschine zu betätigen.
Bedingt durch den Einsatz eines 64-bit-Schieberegisters besteht die Möglichkeit, alle 0,08 m Warenlänge einen Anhaltebefehl einzugeben.
1 = Markierungsvorrichtung
2 = Lichtschranke
3 = Speicherschaltung
4 = Schieberegister
5 = optische Signalvorrichtung
6 = Initiator
7 = optische Signalvorrichtung
8 = Schaltverstärker
9 = Relais oder Thyristor
10 = Maschinenausrückmechanismus
Claims (6)
1. Schaltungsanordnung an einer Cordschneidemaschine zum selbständigen definierten Anhalten der Warenbahn nach dem Schneidetisch, um einem Nachschneideerfordernis nachzukommen, gekennzeichnet dadurch, dass der Ausgang des Initiators (6) mit dem Takteingang des Schieberegisters (4) und dem Rücksetzeingang der Speicherschaltung (3) sowie deren Eingang mit dem Ausgang der Lichtschranke (2) und der Ausgang der Speicherschaltung (3) mit dem Eingang des Schieberegisters (4) gekoppelt und dessen Ausgang über den Schaltverstärker (8) mit dem Maschinenausrückmechanismus (10) verbunden ist.
2. Anordnung nach Punkt 1. gekennzeichnet dadurch, dass eine Lichtschranke (2) verwendet wird, die so angeordnet ist, dass sie bei Betätigung der Markierungsvorrichtung unbedingt durchbrochen wird und an ihrem Ausgang mit dem daraus resultierenden Pegelwechsel die Speicherschaltung (3) aktiviert.
3. Anordnung nach Punkt 1. gekennzeichnet dadurch, dass die Scheibe des Initiators (6), in welche Öffnungen eingebracht sind, an einer Welle, welche sich synchron mit der Warenbahn bewegt, angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Punkt 3. gekennzeichnet dadurch, dass zur Abtastung der Scheibe unmittelbar an dieser induktive Bauelemente oder optische Bauelemente, vorzugsweise eine Lichtschranke, angebracht werden.
5. Anordnung nach Punkt 1. gekennzeichnet dadurch, dass der Ausgang der Speicherschaltung (3) mit der optischen Signalvorrichtung (5) verbunden ist.
6. Vorrichtung nach Punkt 1. gekennzeichnet dadurch, dass der Ausgang des Schieberegisters (4) mit der optischen Signalvorrichtung (7) verbunden ist.
Applications Claiming Priority (1)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP0224731A3 (de) * | 1985-12-04 | 1989-07-12 | Windmöller & Hölscher | Vorrichtung zum Abtrennen von Abschnitten von einer Bahn durch Quertrennschnitte entsprechend auf der Bahn befindlichen Druckmarken |
-
1982
- 1982-01-08 DE DE19823200345 patent/DE3200345A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
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