DE3200699C2 - Entladungsgefäß für Hochdruck-Natriumdampflampen - Google Patents

Entladungsgefäß für Hochdruck-Natriumdampflampen

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Entladungsgefäß für Hochdruck-Natriumdampflampen, deren Kolben aus einer aus lichtdurchlässigem Material bestehenden Röhre (1) hergestellt ist, die Enden der Röhre mit saugrohrloser Verbindung hermetisch absperrenden, vorzugsweise aus keramischen Absperrstopfen (2) hergestellten Absperrelementen abgesperrt sind, in der Röhre (1) ein durch hermetische Absperrung eingebetteter stromeinleitender Draht (11) angeordnet ist, eine an diesem, vorzugsweise durch einen Schaft (10) angeschlossene Elektrode (8) vorhanden ist und in dem Innenraum des abgeschlossenen Rohres (1) eine Edelgas und Metallzusätze - vorzugsweise Natrium, Quecksilber und/oder Kadmium - enthaltende Füllung vorhanden ist. Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß wenigstens in einem Absperrelement (2) an einem Ende des Entladungsgefäßes eine im Betriebszustand das kälteste Gebiet des Entladungsgefäßes bildende Aussparung (9) ausgebildet ist, die mit dem Innenraum des Entladungsgefäßes in Verbindung steht. Diese Aussparung (9) ist vorzugsweise drehkörperartig ausgebildet. Das Volumen dieser Aussparung ist demjenigen Volumen, das in dem Betriebszustand die Metallzusatzmenge einnimmt, wenigstens gleich. Der größte Vorteil der Erfindung liegt darin, daß im Betriebszustand der Metallzusatz immer in dieser den Kaltpunkt repräsentierenden Aussparung kondensiert, wodurch die mit Glasurlot versehenen Gebiete von der aggressiven Wirkung frei bleiben und daß die sich in dem Entladungsgefäß ........

Description

Die Erfindung betrifft ein Entladungsgefäß für Hochdruck-Natriumdampflampen nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Derartige Lampen, deren Entladungsgefäß ohne Saugrohr ausgebildet ist, sind z. B. durch die US-PS 52 626 offenbart.
Es ist ferner aus der GB-PS 14 17 515 sowie aus der DE-OS 22 09 868 und der GB-PS 14 14 442 bekannt, bei solchen Lampen zumindest in einem aus Keramik hergestellten Stöpsel des Entladungsgefäßes in Verlängerung der Achse eines Elektrodenschaftes eine Aushöhlung auszubilden, die in der Regel den kältesten Wandbereich des Entladungsgefäßes darstellt.
Um den technologischen Hintergrund der Erfindung zu erläutern, muß etwas ausführlich auf die Herstellung von Entladungsgefäßen mit und ohne Saugrohr eingegangen werden.
Bei der Herstellung eines Entladungsgefäßes mit Saugrohr wird ein Zwischenprodukt hergestellt, bei welchem eine Verbindung des Innenraums des Entladungsgefäßes mit der äußeren Umgebung durch das Saugrohr gewährleistet ist. Das Saugrohr ist dünnwandig aus einem Metall hergestellt, dessen Wärmeausdehnungskoeffizient dem des Aluminiumoxids gleich oder annähernd gleich ist. Es besteht zweckmäßig aus Niobium oder aus entsprechender Niobiumlegierung. Das Saugrohr wird nach der Herstellung eines Vakuums im Entladungsgefäß zum Einbringen der Füllung verwendet. Das äußere Ende des Saugrohrs wird danach (zum Beispiel durch Kaltschweißen und Abflachen) abgeschlossen, in dem auf diese Weise hergestellten Entladungsgefäß kann der verbleibende Teil des Saugrohrs auch als elektrische Stromzuführung einei der Elektroden dienen.
Aus der Beschreibung des Aufbaues des Entladungsgefäßes mit einem Saugrohr ergibt sich, daß beim Betrieb dieses Entladungsgefäßes sein kältester Teil, der sog. Kaltpunkt, am äußeren geschlossenen Ende des Saugrohrs liegt, weshalb sich die Metallzusätze hier, im Stumpf des Saugrohrs sammeln. Entladungsgefäße mit Saugrohr sind z. B. in der US-PS 32 43 635 und in der GB-PS 10 65 023 beschrieben. Hiernach sind spezielle kostspielige Vorrichtungen anzuwenden, die den Bau des Entladungsgefäßes in einem Herstellungsschritt oder in mehreren Schritten realisieren können.
Zur Vereinfachung der Herstellung wurde ein anderes Verfahren zur Einbringung der Füllstoffe und zum endgültigen Abschließen des Endladungsgefäßes entwickelt, und zwar die Herstellung ohne Saugrohr. Dabei wird der Umstand ausgenutzt, daß die hermetische Verbindung der aus Aluminiumoxid hergestellten Bestandteile des Entladungsgefäßes miteinander und/oder mit den aus Metall bestehenden elektrischen Stromzuführunpen unter Anwendung von Glasschmelzen hoher Schmelzpunkte gewährleistet ist. Die Glasschmelze findet natürlich auch bei den mit Saugrohr ausgebildeten Lampen Anwendung. Das Herstellungsverfahren wird auf folgende Weise verwirklicht:
An dem einen Ende des Kolbens des Entladungsgefäßes wird ein Stöpsel mit einer elektrischen Strorneinführung versehen und das Ende wird hermetisch geschlossen, wonach das vorbereitete Entladungsgefäß mit seinem abgeschlossenen Ende nach unten verdreht wird.
Danach werden die Metallzusätze in den Kolben hineingebracht, und die von oben die Absperrung bildenden und zur elektrischen Verbindung notwendigen Elemente werden angeordnet. Auf dem abzuschließenden Stöpsel wird eine Glasschmelze in solcher Menge und auf solche Weise aufgebracht, daß dieses Material nach dem Schmelzen in die noch offenen Spalten hineinfließen kann. Das derart vorbereitete Ende des Entladungsgefäßes wird danach in einer entsprechenden Kammer erhitzt. Während der Erhitzung wird das geschlossene Ende, in dem sich die Metalizusätze befinden, bei einer so niedrigen Temperatur gehalten, daß der Dampfdruck der Metall/usätze noch klein bleibt. Gleichzeitig wird in der Kammer zuerst ein Vakuum erzeugt und danach dann ein Edelgas eingebracht, das für das Entladungsgefaß vorgesehen ist. Da das obere Ende des Entladungsgefäßes noch nicht abgesperrt ist, strömt das Gas in dessen Innenraum hinein und besitzt dort den gleichen Druck und weist dieselbe Zusammensetzung auf wie in der Kammer. Danach wird die Temperatur bis zur
γ-, Schmelzung der Glasschmelze erhöht, die in die Spalten hineinfließt. Nach der Senkung der Temperatur erstarrt die Glasschmelze und gewährleistet eine hermetische Absperrung auch des oberen Endes des Kolbens des Entladungsgefäßes. Die Menge des im Kolben eingeschlossenen Gases kann durch Regulierung des Druckes der Kammer geändert werden.
Die ohne Saugrohr ausgebildeten Entladungsgefäße sind in zahlreichen Ausführungen bekannt, welche sich hauptsächlich durch die Art und Weise der Ausbildung
b5 der Stromzuführung unterscheiden. Die Stromzuführung kann zum Beispiel nach der DE-PS 16 39 086 ein aus Niobium bestehendes, am inneren Ende geschlossenes Rohr sein, eine auf die Oberfläche eines Keramik-
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stöpseis angebrachte Metallschicht eine mehrere parallel geschaltete Niobiumdrähte enthaltende Einheit oder ein zu dem Entladungsgefäß parallel geschalteter Niobiumdraht sein.
Bekannt sind, zum Beispiel aus der GB-PA 15 71 084, solche Ausführungen, bei denen die Stromzuführung als ein Teil des Stöpsels oder der ganze Stöpsel aus metallischer Keramik ausgebildet ist, dessen Wärmeausdehnungskoeffizient annähernd dem des Aluminiumoxids entspricht, und welches elektrisch leitfähig ist
Ein gemeinsames Kennzeichen der ohne Saugrohr ausgebildeten Entladungsgefäße besteht darin, daß der oben schon definierte Kaltpunkt und dementsprechend die geschmolzenen Metallzusätze sich beim Betrieb des Entladungsgefäßes an der Wand des Gefäßes befinden, und zwar im allgemeinen an einer Stelle, die zur Schließung des Gefäßes mit Glasschmelze bedeckt worden ist.
Erfahrungsgemäß ermöglichen die ohne Saugrohr ausgebildeten Entladungsgefäße eine einfache, zuverlässige und ökonomische Herstellung; daher sind sie stark verbreitet Wenn aber die verwendeten Materialien, die Vorbereitungen zur Herstellung sowie das Herstellungsverfahren selbst nicht unter der strengsten Kontrolle stehen, so kann es gelegentlich vorkommen, daß die elektrischen und optischen Parameter der Lampen ohne Saugrohr am Anfang des Betriebes eine größere Instabilität als erwünscht aufweisen, und sich der Anteil derjenigen Lampen, deren Lebensdauer bedeutend kürzer als die durchschnittliche Lebensdauer ist, sich auf unerwünschte Weise erhöht.
Die obenerwähnten ungünstigen Erscheinungen bei den bekannten ohne Saugrohr ausgebildeten Entladungsgefäßen hängen mit den vorher erwähnten Konstruktionseigenschaften dieser Lampen zusammen, und zwar in dem Sinne, daß der Kaltpunkt und die Stelle der Schmelze der Metallzusätze in einem bestimmten Zusammenhang stehen, wobei mehrere Mechanismen eine wichtige Rolle spielen.
Der eine Mechanismus rührt daher, daß die Glasschmelze und die Metallschmelze unmittelbar miteinander in Berührung stehen. Es ist an sich wohl bekannt, daß die zur Vorbereitung von Entladungsgefäßen angewendeten Glasschmelzen stark hygroskopisch und alkalisch sind, und daher in hohem MaOe gegen Feuchtigkeit, Kohlenoxid und gegen etliche Verunreinigungen, die von der Umgebung aufnehmbar sind, sehr empfindlich sind. Es sieht :>o aus, als ob die Widerstandsfähigkeit der Glasschmelze gegen das Natrium schon durch die geringste Verunreinigung stark herabgesetzt werden kann, und daß diese Verminderung der Widerstandsfähigkeit gegen das in geschmolzenem Zustand vorhandene Natrium in bedeutend höherem Maße zum Ausdruck kommt, als die gegen das in der Dampfphase vorhandene. Die zwischen der Glasschmelze und der das Natrium enthaltenden Metallschmelze sich abwickelnden chemischen Reaktionen führen zur Veränderung der Zusammensetzung der Schmelze sowie zur Veränderung der Eigenschaften der Glasschmelze, und zwar ihrer Lichtdurchlässigkeit, Festigkeit, Wärmeausdehnung usw. Alle diese Faktoren beeinflussen natürlich grundsätzlich die Eigenschaften der Entladungsgefäße und dadurch die der Lampen.
Der andere Mechanismus folgt auch aus den gemeinsamen Merkmalen der bekannten ohne Saugrohr ausgebildeten Konstruktionen, und zwar daraus, daß im Vergleich zu den mit Saugrohr versehenen Konstruktionen, zwischen dem Kaltpunkt und der in der Nähe angeordneten Elektrode ein verhältnismäßig schwacher Thermokontakt und geringe Wärmeleitung gewahrleistet sind. In den bekannten Konstruktionen mit Saugrohr ist die Temperatur des Kaltpunktes bei gegebener geometrischer Ausbildung und unter bestimmten Bedingungen der äußeren Wärmeabgabe in erster Linie von der Elektrode abhängig, was hauptsächlich von der Temperatur des Basispunktes des Lichtbogens der Entladung abhängt Der Basispunkt des Lichtbogens entsteht bei einer Lichtbogenentladung bekannierweisc derart, daß in
ίο der Halbperiode der Wechselstromspeisung, in der die Elektrode als Kathode arbeitet, ein Strom fließt, welcher der Ausführung des angewendeten Vorschaltgeräts, der Speisespannung und der Charakteristik der Entladung entspricht. Ändert sich unter irgendwelchen Einwirkungen die Austrittsarbeit der Elektrode, erhöht sie sich z. B, so ist zur Erreichung der notwendigen Elektronenmission eine höhere Temperatur des Basispunktes der Entladung oder eine größere Oberfläche des Punktes zu gewährleisten. Die notwendige Steigerung der Temperatur oder die Vergrößerung der Oberfläche des Basispunktes wird durch den Bogen automatisch bewirkt, weil unter den erwähnten Bedingungen der loneneinfall auf die Kathode zunimmt. Bei den mit Saugrohr ausgebildeten Konstruktionen führt diese Erscheinung automatisch zur Erhöhung der Temperatur des Kaltpunktes und dadurch zur Steigerung des Dampfdruckes der Metallzusätze. Die Steigerung des Dampfdruckes bewirkt wiederum die Erhöhung der Brennspannung des Entladungsgefäßes, d. h. die Ver-Schiebung der Charakteristik der Bogenentladung, weshalb ein hoher Anteil der konstanten Speisespannung auf das Entladungsgefäß fällt, ein geringerer Anteil auf das Vorschaltgerät und weshalb, obwohl in der Leistungsaufnahme eine Steigerung bewirkt wird, sich der Stromverbrauch der Entladung vermindert, wozu eine niedrigere Temperatur des Basispunktes, und/oder eine kleinere Oberfläche des Punktes genügt. Es ist klar, daß es sich in diesem Falle um einen Prozeß handelt, der mit negativer Rückkopplung zu bezeichnen ist.
Diese Rückkopplung tritt auch bei den bekannten ohne Saugrohr ausgebildeten Entladungsgefäßen auf, doch hat sie, wegen des schwachen Thermokontaktes zwischen der Elektrode und dem Kaltpunkt, wie erwähnt, eine nicht so große Bedeutung. Eine andere Rückkopplung ist demgegenüber sehr wichtig, und zwar die Abhängigkeit der Temperatur des Kaltpunktes von der Plasmatemperatur der Bogenentladung.
Das folgt daraus, daß der Kaltpunkt in diesen Konstruktionen die Entladung »sieht«, d. h. daß die Energie der Bogenentladung eine unmittelbare Erhitzung der Oberfläche der Schmelze der Metallzusätze bewirkt. Unter der Voraussetzung der Erhöhung der Brennspannung des Entladungsgefäßes wird auch die durch das Plasma aufgenommene und danach von ihm abgestrahlte Leistung gesteigert, wodurch der Dampfdruck wiederum erhöht wird — hierbei spielt die durch Strahlung verursachte Wärmeübergabe zwischen dem Plasma und der Oberfläche der Schmelze der Metallzusätze eine wichtige Rolle —, und infolgedessen erhöht sich die Brennspannung weiter. Es ist klar, daß dieser Prozeß im wesentlichen eine positive Rückkopplung ist.
Das Verhältnis zwischen den beiden erwähnten Rückkopplungsarten, d. h. zwischen der positiven und der negativen Rückkopplung hängt davon ab. in welchem
b5 Maße die Temperatur der Elektrode bzw. des Plasmas unter Berücksichtigung der Temperatur der Schmelze der Metallzusätze die Bedingungen der Entladung bestimmt. Die positive Rückkopplung kann besonders
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stark zum Ausdruck kommen, wenn die ohne Saugrohr ausgebildeten Entladungsgefäße mit Niobiumdraht als Stromeinführung versehen sind, weil der Thermokontakt zwischen der Elektrode und dem Kaltpunkt beschränkt ist. Es ist offensichtlich, daß infolge der posiliven Rückkopplung alle Instabilitäten des Entladungsgefäßes in erhöhtem Maße, sozusagen verstärkt, auftreten. Ein dritter Mechanismus, der die Lebensdauer des speziell für Hochdruck-Natriumdampflampen vorgesehenen Entladungsgefäßes beeinträchtigt, ergibt sich aus der Tatsache, daß es beim Großteil der bekannten Konstruktionen möglich ist, daß die kondensierte Phase der in das Entladungsgefäß eingebrachten Zusatzstoffe sich so anordnet, daß eine unmittelbare elektrische Verbindung mit der Stromeinführung entsteht. Diese Möglichkeil besteht auch beim Betrieb der Lampe und ist insbesondere dann wahrscheinlich, wenn sich der Großteil der Metallzusätze der Lampe in kondensiertem (gegebenenfalls in festem) Zustand befindet.
Diese Erscheinung ist deswegen schadhaft, weil Natrium und seine Legierungen Stoffe mit ausgesprochen niedriger Elektronenaustrittarbeit darstellen. Wenn diese Stoffe in kondensiertem Zustand mit einer der Stromeinführungen in elektrischem Kontakt stehen, kann es leicht passieren, daß der Basispunkt der Entladung nicht auf der zu diesem Zweck vorgesehenen Elektrode, sondern auf der Oberfläche der kondensierten Phase der Metallzusätze ausgebildet wird. Die Verschiebung des Basispunkles der Bogenentladung hat verschiedene nachteilige Erscheinungen zur Folge, wie eine erhebliehe lokale Erhitzung der Schmelze, eine Beschleunigung der chemischen Reaktionen, die eine Verminderung der Natriummenge bewirken, eine Veränderung der elektrischen und optischen Parameter der Lampe, und als Folge davon einen zu frühen Ausfall des Entladungsgefäßes.
Es ist zu bemerken, daß die Fachliteratur Konstruktionslösungen beschreibt, die die Verminderung der Einwirkung eines der erwähnten Mechanismen gewährleisten sollen. So z.B. wird in der GB-PS 14 65 212 beschrieben, daß die zwischen der Glasschmelze und den kondensierten Phasen der Metallzusätze sich abspielenden chemischen Reaktionen schädlich sind, weshalb eine ringförmige runde Vertiefung in dem das Ende des Entladungsgefäßes abschließenden Stöpsel zwischen der Stromeinführung und der Wand des Entladungsgefäßes ausgebildet ist. Diese Vertiefung ist zur Aufnahme der sich nicht in Dampfphase befindenden Zusätze vorgesehen. Diese Anordnung sollte — obwohl davon in der Beschreibung keine Rede ist — den ergänzenden Vorteil aufweisen, daß die Wahrscheinlichkeit des Entstehens einer elektrischen Verbindung zwischen den kondensierten Zusatzstoffen und der Stromeinführung kleiner wird. Diese Anordnung ist jedoch nicht in der Lage, etwas gegen die obenerwähnte »positive Rückkopplung« zu tun, weil die Schmelze weiterhin die Entladung »sieht«. Ein anderer Nachteil der Anordnung besteht darin, daß es in den Entladungsgefäßen angesichts der hohen Oberflächenspannung der geschmolzenen Metalle sehr schwierig ist, die zum Betrieb des Entladungsgefäßes nötige Menge der Metallzusätze dazu zu zwingen, sich in der Vertiefung, die zwangsläufig eine geringe Breite hat, abzusetzen. Dieser Nachteil kann durch eine in der Beschreibung erwähnte Modifizierung der Anordnung beseitigt werden, indem die ringförmige Vertiefung bis zum Keramikmaterial des Rohrs ausgebildet wird. In diesem Falle ist jedoch eine Berührung zwischen der den Stöpsel und den Kolben zusammenfassenden Verbindung und der Schmelze der Metallzusälze möglich, weshalb die Verbindung nicht aus Glasschmelze bestehen kann. Deshalb wird zu diesem Zwekke das Löten mit einem aktiven Metall vorgeschlagen, was eine komplizierte Technologie bedeutet und hohe Kosten erfordert. Erfahrungsgemäß ist die Zuverlässigkeit der derart ausgebildeten Verbindung oft gering.
In der GB-PS 14 14 442 wurde eine Anordnung vorgeschlagen, die die Verschiebung des Basispunktes der Bogenentladung in die Nähe der Stromeinführung vermeiden soll.
In dieser Patentschrift ist die Beschreibung einer in einem Keramikstöpsel ausgebildeten Kaltkammer zu finden, die mit einem aus Keramikmaterial hergestellten Abschirmungselement von einem Teil der Elektrode getrennt ist. Diese Lösung führt zur Verminderung der Wahrscheinlichkeit, daß der Basispunkt der Bogenentladung auf der Oberfläche der Schmelze ausgebildet wird, und deshalb — obwohl davon in der Beschreibung keine Rede ist — zur Schwächung der thermischen Kopplung zwischen dem Strahlungsraum des Plasmas und der Schmelze. Trotzdem kann die Berührung zwischen der zum Einlöten der Stromeinführung verwendeten Glasschmelze und der Schmelze der Metallzusätze nicht ausgeschlossen werden. Die Schädlichkeit dieser Berührung wird in der britischen Patentschrift nicht erwähnt, obwohl eine Berührung bei allen dort beschriebenen Ausführungen zustandekommt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Entladungsgefäß für Hochdruck-Natriumdampflampen der eingangs genannten Art so auszubilden, daß die kondensierenden Metallzusätze weder mit der Stromzuführung noch mit dem verwendeten Schmelzglas in Berührung kommen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Die weitere Ausbildung der Erfindung geht aus den Merkmalen der Unteransprüche hervor.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung in einer Figur dargestellt, die einen Querschnitt durch ein Entladungsgefäß einer Hochdruck-Natriumdampflampe zeigt.
In dem Entladungsgefäß ist ein aus Aluminiumoxid hergestellter durchsichtiger oder lichtdurchlässiger Kolben 1 mit einem hermetisch abschließenden Stöpsel 2 verbunden, wozu eine Glasschmelze 5 angewendet worden ist. Im Stöpsel 2 sind parallele Bohrungen ausgebildet, durch die Drahtabschnitte 3 und 4 durchgeführt sind, die im Stöpsel 2 mit Glasschmelze 6 und 6' abgedichtet sind. Die Drahtabschnitte 3 und 4 bestehen aus einem Niobiumdraht, dessen Grundstoff mit 1% Zirkonium legiert ist.
Die Drahtabschnitte 3 und 4 sind elektrisch parallel geschaltet und ihre äuüeren Enden sind verseilt Zur Stromzuführung wird durch Schweißung 7 ein zu einer Elektrode 8 gehörender Elektrodenschaft 10 an dem inneren Verbindungsteil der Drahtabschnitte 3 und 4 befestigt
Als Verlängerung des Elektrodenschaftes 10 ist im Stöpsel 2 eine Aushöhlung 9 ausgebildet. Ohne diese Aushöhlung 9 würde sich der beim Betrieb des Entladungsgefäßes in Schmelzphase vorhandene Metallzusatz in dem Berührungsbereich des Stöpsels 2 und des Kolbens 1 ablagern, der einerseits mit Glasschmelze bedeckt worden ist, andererseits stark dem Einfluß der aus dem Plasma stammenden Wärmestrahlung ausgesetzt ist; weiterhin könnte, da die Drahtabschnitte 3 und
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4 in der unmittelbaren Nähe des erwähnten Bereiches liegen, leicht eine elektrische Verbindung zwischen dem Metallzusatz und der Stromcinführuiig entstehen. Die Temperatur des Innenraums der im Stöpsel 2 ausgebildeten Aushöhlung 9 liegt immer unter der Temperatur des erwähnten Berührungsbereiches und daher befindet sich der Kaltpunkt der Entladungslampe bei Betrieb an dieser Stelle. Nach dem Ausschalten der Entladungslampe ist diese Stelle geeignet, die Bedingungen zum Kondensieren der Metallzusätze aus der Dampfphase zu gewährleisten. Das Volumen der Aushöhlung 9 ist derart ausgewählt, daß es nicht kleiner wird als das Volumen der im Entladungsgefäß vorhandenen Metallzusätze. Gleichzeitig befindet sich der in der Aushöhlung 9 vorhandene Metallzusalz mit dem Schaft 10 der Kathode in einer Linie, wobei der Schaft die Schmelze vor dem Einfluß des Plasmas abschirmt.
Die Elektroden 8 des dargestellten Ausführungsbeispiels des Entladungsgefäßes bestehen im allgemeinen aus Wolfram, das eventuell auch Thoriumoxid enthält. Die Elektroden sind zweckmäßig mit einem Emissionsbelag versehen. Der Aufbau der Elektroden ist an sich wohl bekannt und entspricht den traditioneilen Prinzipien, weshalb die Elektroden in der Figur nur schematisch dargestellt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
40
45
60
65

Claims (3)

32 OO 699 Patentansprüche:
1. Endladungsgefäß für Hochdruck-Natriumdampflampen, das aus einem aus Aluminiumoxid hergestellten, im wesentlichen rohrförmigen Kolben, die Kolbenenden hermetisch abschließenden Keramik-Stöpseln, unter hermetischer Abdichtung durch die Stöpsel durchgeführten, drahtförmig ausgebildeten Stromeinführungen, und an die Stromeinführungen angeschlossenen Elektroden besteht und mit einer Füllung versehen ist, wobei jedem Rohrende zumindest zwei, elektrisch parallel geschaltete, die Stromeinführung bildende Drahtabschnitte und eine mit Emissionsbelag versehene Elektrode zugeordnet sind und die Füllung ein Edelgas sowie als Metallzusätze Natrium und Quecksilber und/oder Kadmium enthält, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest in einem der Keramik-Stöpsel (2) eine den kältesten Wandbereich des Entladungsgefäßes bildende Aushöhlung (9) vorgesehen ist, die Drahtabschnitte (3,4) außerhalb der Aushöhlung (9) durch den Stöpsel (2) durchgeführt und in der Verlängerung der Aushöhlung (9) mit einem die Elektrode (8) tragenden Schaft (10) vereinigt sind, wobei das Volumen der Aushöhlung (9) dem der Metallzusätze der Füllung gleich oder größer als dieses ist.
2. Entladungsgefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drahtabschnitte (3, 4) im Stöpsel (2) symmetrisch zur Aushöhlung (9) angeordnet sind.
3. Entladungsgefäß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrode (8) und die Aushöhlung (9) in der Symmetrieachse des Entladungsgefäßes angeordnet sind.
DE3200699A 1981-01-09 1982-01-08 Entladungsgefäß für Hochdruck-Natriumdampflampen Expired DE3200699C2 (de)

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