DE3200717C2 - Verfahren und Vorrichtung zum wasserdichten Durchführen zumindest eines stangenartigen Einbauteils, insbesondere eines Verpreßankers mit einem oder mehreren Spanngliedern, durch eine wasserrückhaltende Baugrubenwand - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum wasserdichten Durchführen zumindest eines stangenartigen Einbauteils, insbesondere eines Verpreßankers mit einem oder mehreren Spanngliedern, durch eine wasserrückhaltende Baugrubenwand

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DE3200717C2 DE19823200717 DE3200717A DE3200717C2 DE 3200717 C2 DE3200717 C2 DE 3200717C2 DE 19823200717 DE19823200717 DE 19823200717 DE 3200717 A DE3200717 A DE 3200717A DE 3200717 C2 DE3200717 C2 DE 3200717C2
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum wasserdichten Durchführen eines Verpreßankers mit einem oder mehreren Spanngliedern durch eine wasserrückhaltende Baugrubenwand, wonach zunächst eine Einbauhülse mit einer wandaußenseitigen Erweiterung in die Baugrubenwand eingebracht, dann in die Einbauhülse ein Vortreibrohr eingesetzt und im Zuge des Ziehens des Vortreibrohres eine Dichtungspackung gegen die Spannglieder des Verpreßankers unter radialer Ausdehnung angepreßt wird. Erfindungsgemäß wird in die Erweiterung der Einbauhülse eine Montagebuchse mit einer in den Hülsenabschnitt eingreifenden Einschubführung und einer Vorkammer zur Aufnahme einer das Vortreibrohr mit Bewegungsspiel umfassenden Schalendichtung eingesetzt, wird der Montagebuchse eine Dichtungsbuchse für das Vortreibrohr vorgeordnet. Nach dem Einbringen des Vortreibrohres und Einbauteils wird das Vortreibrohr bis in den Zwischenraum zwischen Schalendichtung und Dichtungsbuchse gezogen. Dann wird die Schalendichtung bis auf einen den Durchmesser des Vortreibrohres überdeckenden Durchmesser geschlossen und mittels des Vortreibrohres durch die Einschubführung hindurch in den Hülsenabschnitt eingepreßt. Dadurch wird eine einwandfreie Abdichtung mit lediglich einer Dichtungspackung erreicht.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum wasserdichten Durchführen zumindest eines stangenartigen Ein-■ bauteils, insbesondere eines Verpreßankers mit einem oder mehreren Spanngliedern, durch eine wasserrückhaltende Baugrubenwand, wonach zunächst eine die Wandinnenseite nicht durchstoßende Einbauhülse mit einer wandaußenseitigen Erweiterung in die Baugrubenwand eingebracht, dann in die Einbaahülse eine Dichtungspückung mit einer Durchführungsöffnung für ein Vortreibrohr eingesetzt und im Zuge des Ziehens des Vortreibrohres die Dichtungspackung gegen das mittels des Vortreibrohres eingeführte Einbauteil unter radialer Ausdehnung angepreßt wird. — Unter einem stangenartigen Einbauteil ist im Rahmen der Erfindung außer einem Verpreßanker beispielsweise auch ein Injektionsrohr, eine Meßsonde oder dergleichen zu verstehen. Baugrubenwand umfaßt im Rahmen der Erfindung beispielsweise auch eine Schlitzwand oder Baugrubensohle.
Aus der DE-OS 23 54 764 ist ein Verfahren zum wasserdichten Durchführen eines Verpreßankers durch eine wasserrückhaltende Baugrubenwand bekannt, bei welchem ein erster Dichtungsring im hinteren Ende einer Einbauhülse in Form eines ein inneres Lippendichtungsteil mit elastisch aufweitbarer Durchführungsöffnung aufweisenden kegelförmigen Dichtungselementes mit nach hinten gerichteter Kegelfläche angeordnet wird, welches beim Einbringen des Vortreibrohres durch das Vortreibrohr elastisch aufgeweitet wird und sich beim Ziehen des Vortreibrohres unter elastischer Verengung abdichtend an ein Hüllrohr für die Spannglieder des Verpreßankers anlegt. Weiterhin ist ein zweiter auf den ersten Dichtungsring nach vorn folgender Dichtungsring vorgesehen, dessen Innendurchmesser etwa dem Außendurchmesser des Vortreibrohres entspricht und durch axiales Zusammenpressen radial dehnbar ist. Bei diesem zweiten Dichtungsring handelt es sich praktisch um eine Manschetten-Dichtpackung, welche lose in der Einbauhülse eingesetzt wird und nach vorübergehender Abdichtung zwischen der EinbauhülsR und dem beim Ziehen des Vortreibrohres freiwerdenden Hüllrohr durch einen dritten Dichtungsring ersetzt v/erden muß, der zusammen mit dem ersten
*>5 Dichtungsring eine endgültige Abdichtung zwischen der Einbauhülse und dem Hüllrohr herbeiführen soll. Dieses bekannte Verfahren verlangt zu seiner Durchführung in vorrichtungsmäßiger Hinsicht einen verhältnismäßig
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aufwendigen und in montagetechnischer Hinsicht komplizierten Aufbau, weil einerseits neben der Manschetten-Dichtpackung zwei weitere Dichtringe zürn Einsatz kommen, andererseits davon zumindest ein Dichtungsring eine spezielle Ausbildung in Form einer elastisch aufweitbaren Kegelfläche besitzen muß und schließlich zur Herstellung einer einwandfreien Abdichtung nach Ziehen des Vortreibrohres die Manschetien-Dichtpackung gegen einen endgültigen Dichtring ausgetauscht werden muß.
Außerdem kennt man eine Vorrichtung zur wasserdichten Durchführung eines Erdankers mit einem oder mehreren Spanng'iedern durch eine wasserrückhaltende Baugrubenwand, bestehend aus einem die Baugrubenwand durchdringenden, die Wandinnenseite nicht durchstoßenden Spannzylinder mit einer auf einer Innenschulter abgestützten Manschetten-Dichtpackung zum Abdichten zunächst eines durch den Spannzylinder hindurchzuführenden die Wandinnenseite der Baugrubenwand durchstoßenden Rammrohres und nach Ziehen des Rammrohres zum Abdichten eines im
.'.'Spannzylinder verbleibenden Hüllrohres für die von dem Hüllrohr mit Dichtwirkung umgebenden Spannglieder, ferner aus einer zwischen Spannzylinder und Rammrohr bzw. Hüllrohr angeordneten, von der 'Wandaußenseite her zu betätigenden Spannvorrichtung mit einem auf die Manschetten-Dichtpackung wirkenden Spannring. Zwischen der Manschetten-Dichtpakkung und dem Spannring ist ein Keilring mit gegen die Manschetten-Dichtpackung wirkender Keilspitze angeordnet. - Diese bekannte Vorrichtung hat sich insoweit bewährt, als sie den Austausch verschiedene» Dichtungsringe überflüssig macht. Sie verengt jedoch den Einsatz einer Spannvorrichtung, wobei der in die Baugrubenwand eingesetzte Spanne/linder, die Manschetten-Dichtpackung und die Keilringe als verlorene Einbauteile zurückbleiben, nachdem der Erdanker gesetzt worden ist (vgl. DE-AS 27 15 967).
Ferner ist ein Verfahren zum Einbauen eines
rVerpreßankers in eine Bodenformation bekannt, wo-■ nach ein Vortreibrohr durch eine Wandöffnung in den Boden eingetrieben wird. Das vordere Ende des Vortreibrohres wird ständig gegen Eindringen von Wasser abgedichtet. Während des anfänglichen Zurückziehens des Vortreibrohres wird flüssiger Mörtel «eingepreßt und ein in das Vortreibrohr eingeführter Ankerstab gegen die im Boden verbleibende Bohrspitze gedrückt. Dazu weist das vordere Ende des Vortreibrohres eine innere kenische Paßfiäche auf, in welche die Bohrspitze mit einem konischen Schaft eingepaßt ist. Nahe am vorderen Ende ist im Vortreibrohr eine mit der Oberfläche des eingeführten Ankerstabes zusammenwirkende Lippendichtung angeordnet, während nahe dem hinteren Ende des Vortreibrohres eine Verpreßkappe zum Einleiten des flüssigen Mörtels vorgesehen ist Am hinteren Ende des Vortreibrohres ist eine Dichtung für den herausgeführten Ankerstab vorgesehen. Im übrigen kann nach dein Ausbauen des Vortreibrohres eine Enddichtung eingebaut werden. Bei dieser bekannten Ausführungsform ist der Einsatz einer zusätzlichen die Baugrubenwand durchdringenden Förderleitung erforderlich, welche in den vorderen Teil der Wandöffnung bzw. Durchgangsöffnung für den Ankerstab mündet, und dort nach Ziehen des Vprtreibrohres Kunststoffmasse einzupressen, welche unter Einwirkung von Feuchtigkeit aufschäumt und einen Verschlußpfropfen bilden soll. Erst nach Aushärten des Verschlußpfropfens kann das Setzte Ende des Vprtreibrohres ausgebaut und die Enddichtung eingebaut werden (vgl. DE-OS 28 00 370).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum wasserdichten , Durchführen zumindest eines stangenartigen Einbauteils, insbesondere eines Verpreßankors mit einem oder mehreren Spanngliedern, durch eine wasserrückhaltende Baugrubenwand, zu schaffen, wonach sich eine einwandfreie Abdichtung des Einbauteils gegen Was-Hi serüberdruck mit Hilfe lediglich einer einzigen verlorenen Dichtpackung erreichen läßt, und der Arbeitsvorgang beim Einbau der Abdichtung und des Einbauteils vereinfacht wenden soll.
Diese Aufgabe löst die Erfindung bei einem gattungsgemäßen Verfahren dadurch, daß in die Erweiterung der Einbauhülse eine Montagebuchse mit einer in den Hülsenabschnitt eingreifenden Einschubführung und einer Vorkammer zur Aufnahme einer das Vortreibrohr mit Bewegungsspiel umtassenden Scha-2(1Jendichtung eingesetzt wird, daß der Montagebuchse 'tine Dichtungsbuchse für das Vortreibrohr vorgeordnet, daß nach dem Einbringen des Vortreibrohres und vor dem Einbringen des Einbauteils ein Dichtungselement in das Vortreibrohr eingesetzt wird und daß nach dem Einbringen des Einbauteils das Vortreibrohr bis in den Zwischenraum zwischen Schalendichtung und Dichtungsbuchse gezogen wird, daß dann die Schalendichtung bis auf einen dem Durchmesser des Vortreibrohres entsprechenden Durchmesser geschlossen und jo mittels des Vortreibrohres durch die Einschubführung hindurch in den Hülsenabschnitt eingepreßt wird, und daß endlich das Vortreibrohr vollständig gezogen wird und die Dichtungsbuchse sowie Montagebuchse entfernt werden.
Die Abdichtung des Vprtreibrohres erfolgt beim Verfahren nach der Erfindung nicht mittels der Schalendichtung, sondern mittels der gegen die Einbauhülse der Montagebuchse vorgeordneten Dichtungsbuchse. Nach dem Herstellen der Bohrung wird das stangenartige Einbauteil bzw. der Verpreßanker durch das Vortreibrohr hindurch eingeführt, nachdem zuvor das Innengestänge unter Absperrung der Dreh-Schlagöohrkrone gezogen worden ist. Um Wasseraustritt zwischen Vortreibrohr und Einbauteil nach dem Absprengen der Bohrkrone zu verhindern, wird ein Dichtungselement endseitig in das Vortreibrohr eingesetzt. Fs besteht nunmehr auch die Möglichkeit, das Bohrloch mit einer Zementsuspension aufzufüllen. Das Dichtungselement verhindert, daß die Zementsuspension aus -iem Vortreibrohr austreten kann. Die Dichtungshälften der Schalendichtung werden gegen die Einbauteile gedrückt und anschließend mit Hilfe des Vortreibrohres durch die Einschubführung hindurch in den Hülsenabschnitt eingepreßt. Dadurch werden die Einbauteile in dem Hülsenabschnitt gegen Wasserüberdruck abgedichtet. Insoweit handelt es sich bei der Schalendichtung um eine verlorene Dichtungspackung. Die Schalendichtung und der Hü.senabschnitt der Einbauhülse sind hinsichtlich ihrer Abmessungen und der des Vortreibrohres sowie des stangenartigen Einbauteils derart aufeinander abgestimmt, daß tatsächlich einwandfreie Dichtwirkung durch das Einpressen der auf dem Einbauteil bzw. den Spanngliedern zusammengedrückten Schalendichtung in dem Hülsenabschnitt erreicht wird. Zusätzlich kann noch ein Verschlußpacker in den Hülsenabschnitt eingebracht werden.
Eine Vorrichtung, die sich zur Durchführung des
beanspruchten Verfahrens aufgrund ihrer einfachen und funktionsgerechten Bauweise besonders eignet, ist dadurch gekennzeichnet, daß in die Erweiterung der Einbauhülse eine Montagebuchse mit einer in den Hülsenabschnitt eingreifenden Einschubführung und einer Vorkammer zur Aufnahme einer das Vortreibrohr mit Bewegungsspiel umfassenden Schalendichtung eingesetzt ist, wobei die Schalendichtung bzv/. ihre Dichtungshälften in Klemmschalen mit einer von außen zu betätigenden Klemmverbindung angeordnet sind, und daß der Montagebüchse eine das Vortreibrohr umgebende Dichtungsbuchse vorgeordnet ist
Diese Vorrichtung ermöglicht also ein ungestörtes Abteufen der Bohrung ebenso wie letztlich einwandfreie Dichtung selbst von Verpreßankern mit mehreren Spanngliedern. Sie weist darüber hinaus den besonderen Vorteil auf, daß bis auf die Schalendichtung praktisch sämtliche Bauelemente wieder verwendbar sind. Erfindungsgemäß ist zwischen der Montagebuchse und der Dichtungsbuchse ein Schwingungskompensator angeordnet, um eben jene Schwingungen zu kompensieren, die dann auftreten, wenn das Vortreibrohr und das darin befindliche Innengestänge im Doppeldrehbohrverfahren arbeiten. Um das Einpressen der geschlossenen Schalendichtung mittels des Vortreibrohres in den Hülsenabschnitt zu erleichtern, kann die Einschubführung einen konischen Einlauf aufweisen. Weiter sieht die Erfindung vor, daß als Klemmverbindung für die Klemmschalen in der einen Klemmschale beidseitig Stellspindeln drehbar gelagert sind und die andere Klemmschale Spindelmuttern aufweist und bei Betätigung der die Montagebuchse nach außen durchdringenden Stellspindeln gegen die eine Klemmschale verstellbar ist Nach dem Ziehen des Innengestänges und Einbringen des Einbauteils bzw. der Spannglieder des Verpreßankers kann endseitig in das Vortreibrohr ein Dichtungselement für die innere Abdichtung des Vortreibrohres eingesetzt sein.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen, daß ein Verfahren und eine Vorrichtung zum wasserdichten Durchführen zumindest eines stangenartigen Einbauteils, insbesondere eines Verpreßankers mit einem oder mehreren Spanngliedem, durch eine wasserrückhaitende Baugrubenwand, geschaffen werden, welche in einfacher und funktionsgerechter Weise eine einwandfreie Abdichtung des Einbauteils bzw. des Verpreßankers gewährleisten, und zwar mittels lediglich einer einzigen verlorenen Dichtungspackuiig. Insoweit ist das erfindungsgemäße Verfahren auch nicht materialaufwendig, zumal alle übrigen Bauelemente der für die Durchführung des Verfahrens eingesetzten Vorrichtung wieder verwendbar sind. Hinzu kommt, daß sich mit Hilfe des Vortreibrohres ein besonders strammer und daher gegenüber dem Wasserüberdruck einwandfrei abdichtender Preßsitz für die in den Hülsenrohrabschnitt einzudrückende Schalendichtung erreichen läßt und zusätzlich Spann- oder Preßeinrichtungen für das Einbringen der aus der Schalendichtung entstehenden Dichtpackung nicht erforderlich sind, wie das bei den herkömmlichen Verfahren der Fall ist. Stets läßt sich mit dem Vortreibrohr ein Preßdruck erreichen, der unschwer auf die Höhe des jeweils anstehenden Wasserdrucks abgestimmt werden kann.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert; es zeigt
Fig. 1 eine in eine Schlitzwand eingesetzte Einbauhülse im Vertikalschnitt,
F i g. 2 den Gegenstand nach F i g. 1 mit in die Erweiterung eingesetzter Montagebuchse und in deren Vorkammer eingesetzten Klemmschalen,
F i g. 3 eine komplettierte Vorrichtung zum Herstellen einer wasserdichten Durchführung im Vertikalschnitt mit einem im Vortreibrohr arbeitenden Innengestänge,
F i g. 4 den Gegenstand nach F i g. 3 nach dem Ziehen
ίο des Innengestänges und Einbringen der Spannglieder bei teilweise gezogenem Vortreibrohr und geschlossener Schalendichtung,
• * Fig.5 den Gegenstand nach Fig.4 nach dem Einpressen der Schalendichtung in den Hülsenabschnitt mit Hilfe des Vortreibrohres,
Fig.6 den Gegenstand nach Fig.5 nach der Demontage der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
In den Figuren ist eine Vorrichtung zum wasserdichten Durchführen eines Verpreßankers mit mehreren Spanngliedern 1 durch eine wasserrückhaitende Baugrubenwand 2, nämlich Schlitzwand dargestellt. Diese Vorrichtung weist eine die Baugrubenwand 2 durchdringende, die Wandinnenseite nicht durchstoßende Einbauhülse 3 mit wandaußenseitiger Erweiterung 4 auf, ferner ein in der Einbauhülse 3 geführtes Vortreibrohr 5. In die Erweiterung 4 der Einbauhülse 3 ist eine Montagebuchse 6 mit einer in den Hülsenabschnitt 7 eingreifenden Einschubführung 8 und einer Vorkammer 9 zur Aufnahme einer das Vortreibrohr 5 mit Bewegungsspiel umfassenden Schalendichtung 10 eingesetzt, wobei die Schalendichtung 10 bzw. ihre Dichtungshälften in Klemmschalen 11 mit einer von außen zu betätigenden Klemmverbindung 12 angeordnet sind. Der Montagebuchse 6 ist eine das VortreiLrohr 5 umgebende und abdichtende Dichtungsbuchse 13 vorgeordnet Zwischen der Montagebuchse 6 und der Dichtungsbuchse 13 ist ein Schwingungskompensator 14 angeordnet. Die Einschubführung 8 weist einen konischen Einlauf 15 für die zu schließende Schalendichtung 10 auf. Als Klemmverbindung für die Klemmschalen 11 sind in einer Klemmschale beidseitig Stellspindeln 12 drehbar gelagert, während die andere Klemmschale Spindelmuttern 16 aufweist und bei Betätigung der die Montagebuchse 6 nach außen durchdringenden Stellspindel 12 gegen die eine Klemmschale 11 verstellbar ist, wodurch die Schalendichtung 10 bzw. ihre Dichtungshälften zusammengedrückt werden. Die Bohrung zum Einbringen des Verpreßankers läßt sich im Doppeldrehbohrverfahren herstellen, in dem beispielsweise in das als Bohrer arbeitende Vortreibrohr 5 ein Innengestänge 17 mit einer verlorenen Dreh-Schlagbohrkrone 18 eingesetzt wird. Vortreibrohr 5 und Innengestänge 17 werden in entgegengesetztem Drehsinn angetrieben. Die andere Abdichtung des Vorfreibrohres 5 erfolgt mittels der Dichtungsbuchse 13, während die Schalendichtung 10 geöffnet ist und zunächst keine Dichtungsfunktion übernimmt. Nach dem Herstellen der Bohrung und Ziehen des Innengestänges 17 unter Absprengen der Dreh-Schlagbohrkrone 18 werden die Spannglieder 1 des Verpreßankers in das Vortreibrohr 5 eingebracht. Im Bereich des Hülsenabschnittes 7 der Einbauhülse 3 können die Spannglieder 1 von einer Schutzhülse 19 umgeben und in einer Dichtungsmasse eingebettet sein, wie das im Ausführungsbeispiel zwar der Fall aber nicht unbedingt erforderlich ist Für die Abdichtung des Vortreibrohrs gegen das Einbauteil bzw. für das Verpressen bzw. Auffüllen des Bohrloches mit Zementsuspension ist im Vortreibrohr 5 endseitig ein
Dichtungselement 20 eingesetzt. Im Zuge des Verpressens wird das Vortreibrohr 5 gezogen, und zwar bis in den Schwingungskompensator 14, d.h. zwischen Schailendichtung 10 und Dichtungsbuchse 13. Dann wird die Schalendichtung 10 geschlossen und werden anschließend die gleichsam zusammengedrückten Dichtungshälften mit Hilfe des Vortreibrohres 5 durch die Einschubführung 8 hindurch in die Einbauhülse 3 eingepreßt, wo infolge radialer Ausdehnung einwandfreie Abdichtung der Spannglieder 1 bzw. der Schutzhülse 19 erfolgt. Anschließend wird ein endgültiger die Spannglieder 1 umgebender Verschlußpacker 21 in den Hülsenabschnitt 7 eingesetzt, obwohl bereits die Schalendichtung 10 für einwandfreie Dichtwirkung sorgt. Zuvor sind die Montagebuchse 6 mit den Klemmschalen 11, der Schwingungskompensator 14, der Dichtungsbuchse 13 und das Vortreibrohr 5 entfernt worden. Die Montage der Arikerkopf-Konstruktion zum Spannen des Verpreßankers ist nicht mehr
ίο 'dargestellt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (7)

«loh,· s » I it Π Μ Λ| ■( ( * <· ,rf., ti vl r' ri Ί I; Patentansprüche:
1. Verfahren zum wasserdichten Durchführen zumindest eines stangenartigen Einbauteils, insbesondere eines Verpreßankers mit einem oder mehreren Spanngliedern, durch eine wasserrückhaltende Baugrubenwand, wonach zunächst eine die Wandinnenseite nicht durchstoßende Einbauhülse mit einer wandaußenseitigen Erweiterung in die Baugrubenwand eingebracht, dann in die Einbauhülse eine Dichtungspackung mit einer Durchführungsöffnung für ein Vortreibrohr eingesetzt und im Zuge des Ziehens des Vortreibrohres die Dichtungspakkung gegen das mittels des Vortreibrohres eingeführte Einbauteil unter radialer Ausdehnung angepreßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß in die Erweiterung der Einbauhülse eine Montagebuchse mit einer in den Hülsenabschnitt eingreifenden Einschubführung und einer Vorkammer zur
„_ ; Aufnahme einer das Vortreibrohr mit Bewegungs- '// spiel umfassenden Schalendichtung eingesetzt wird, '"' ' daß der Montagebuchse eine Dichtungsbuchse für 1>l das Vortreibrohr vorgeordnet wird, daß nach dem Einbringen des Vortreibrohres und vor dem Einbringen des Einbauteils in das Vortreibrohr ein Dichtungselement in das Vortreibrohr eingesetzt wird und daß nach dem Einbringen des Einbauteils , das Vortreibrohr bis in den Zwischenraum zwischen Schalendichtung und Dichtungsbuchse gezogen wird, daß dann die Schalendichtung bis auf einen dem Durchmesser des Vortreibrohres entsprechenden Durchmesser geschlossen und mittels des Vortreibrohres durch die Einschubführung hindurch in den Hülsenabschnitt eingepreßt wird, und daß endlich das Vortreibrohr vollständig gezogen und , die Dichtungsbuchse sowie Montagebuchse entfernt werden.
2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Ziehen des Vortreibrohres und Entfernen der Montagebuchse und der Dichtungsbuchse zusätzlich ein endgültiger Verschlußpacker in den Hülsenabschnitt eingebracht wird.
3. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 oder 2, mit einer die Baugrubenwand durchdringenden, die Wandinnenseite nicht durchstoßenden Einbauhülse mit wandaußenseitiger Erweiterung, einem in der Einbauhülse geführten Vertreibrohr und einer Dichtungspackung im Hülsenbereich mit einer Durchführungsöffnung für das Vortreibrohr und das Einbauteil, dadurch gekennzeichnet, daß in die Erweiterung (4) der Einbauhülse (3) eine Montagebuchse (6) mit einer in den Hülsenabschnitt (7) eingreifenden Einschubführung (8) und einer Vorkammer (9) zur Aufnahme einer das Vortreibrohr (5) mit Bewegungsspiel umfassenden Schalendichtung (10) eingesetzt ist, wobei die Schalendichtung (10) bzw. ihre Dichtungshälften in Klemmschalen (11) mit einer von außen zu betätigenden Klemmverbindung (12) angeordnet sind, und daß der Montagebuchse (6) eine das Vortreibrohr (5) umgebende Dichtungsbuchse (13) vorgeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Montagebuchse (6) und der Dichtungsbuchse (13) ein Schwingungskompensator (14) angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder
4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einschubführung (8) für die geschlossene Schalendichtung (10) einen konischen Einlauf (15) aufweist.
6, Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Klemmverbindung für die Klemmschalen (11) in der einen Klemmschale (11) beidseitig Stellspindeln (12) drehbar gelagert sind und die andere Klemmschale Spindelmuttern (16) aufweist und bei Betätigung der die Montagebuchse (6) nach außen durchdringenden Stellspindeln (12) gegen die eine Klemmschale (11) verstellbar ist.
7. Klemmvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß endseitig in das Vortreibrohr (5) ein Dichtungselement (20) für die innere Abdichtung des Vortreibrohres (5) eingesetzt ist
DE19823200717 1982-01-13 1982-01-13 Verfahren und Vorrichtung zum wasserdichten Durchführen zumindest eines stangenartigen Einbauteils, insbesondere eines Verpreßankers mit einem oder mehreren Spanngliedern, durch eine wasserrückhaltende Baugrubenwand Expired DE3200717C2 (de)

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