DE3200960C2 - Bohrspülung und Verfahren zum Spülen eines Bohrlochs - Google Patents

Bohrspülung und Verfahren zum Spülen eines Bohrlochs

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Abstract

Es wird eine Bohrflüssigkeit angegeben, die eine wäßrige Phase, ein in der wäßrigen Phase suspendiertes Tonmaterial, ein wasserlösliches Lignosulfonat mit bestimmten Metallkationen sowie ein Acrylsäure-Hydroxypropylacrylat-Copolymer der allgemeinen Formel (Formel) enthält, in der η den Polymerisationsgrad, x das Molverhältnis von Acrylsäuresalz und Hydroxypropylacrylat in dem Copolymer sowie M ein salzbildendes Kation darstellen. Die Bohrflüssigkeit kann auch ein äthoxyliertes Phenol als grenzflä chen aktives Mittel enthalten. Der Vorteil der Bohrflüssigkeit liegt in einer Verminderung der Viskosität und der Gelfestigkeit.

Description

H H I I C-C-
H C=O O
H H
I I c*
H C=O
O Η—C-H
: I I
Η—Ο—C-H H-C-H H
15
20
(D
25
30
enthält, in der η den Polymerisationsgrad, χ das Molverhältnis von Acrylsäuresalz zu Hydroxypropylacryiat in dem Copolymer sowie M ein salzbildendes Kation in Form eines Ammonium- oder Alkalimetallions oder eines Gemisches hiervon bedeuten.
2. Bohrspülung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß χ einen Wert von etwa 1,75 bis 2,5 bedeutet.
3. Bohrspülung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das Tonmaterial einen Bentonit enthält, in dem die austauschbaren Kationen hauptsächlich Natriumionen sind.
4. Bohrspülung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß .τ einen Wert von etwa 1.9 bis 2,1 bedeutet.
5. Bohrspülung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine wasserlösliche, nichtionogene Verbindung der allgemeinen Formel III
50
R-(X-(CH2-CH3-O).-H„),
(HI)
enthält, in der R einen hydrophoben Rest mit mindestens 6 Kohlenstoffatomen, X eines der Strukturelemente
Il
—o—.—s—.
oder
—C—O—,—C—S-S O
Il Il
—c—0 -,—c—N= ο
Il
—C-NH-.
60
65
η eine ganze Zahl, m eine ganze Zahl, deren Wert um die Zahl 1 kleiner ist als die Wertigkeit des Strukturelements X, y eine ganze Zahl sowie das Produkt aus «» m und y einen Wert von 10 bis 50 bedeuten.
6. Bohrspülung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß m und _y die Zahl 1 bedeuten.
7. Bohrspülung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß 20 g η ^ 40 ist.
8. Bohrspülung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß X ein Sauerstoffatom und R eine Phenylgruppe bedeuten.
9. Bohrspülung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß λ einen Wert von etwa 1,75 bis 2,5 bedeutet.
10. Bohrspülung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß -r einen Wert von etwa 1,75 bis 2,5 bedeutet.
11. Bohrspülung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß χ einen Wert von etv£> 1,75 bis 2,5 bedeutet.
12. Verfahren zum Spülen eines Bohrlochs beim Niederbringen einer Bohrung, bei dem eine Spülung aus einer wässrigen Phase, in dieser suspendierten Tonteilchen, etwa 2,85 bis 28,53 g/l eines wasserlöslichen Lignosulfonats, das als Kation Eisen, Chrom, Aluminium, Kupfer, Zirkonium oder Titan oder ein Gemisch dieser Elemente aufweist, und einem Polymer verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, daß das in der Bohrspülung enthaltene Polymer ein Acrylsäure-Hydroxypropylacrylat-Copolymer mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von etwa 5000 bis 10000 und der im Anspruch 1 angegebenen allgemeinen Formel I ist und der Spülung in einer Menge von etwa 1,42 bis 14,26 g/l zugesetzt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Bohrspülung gemäß den in den Ansprüchen 2, 5, 9, i0 oder 11 genannten Merkmalen.
Der Bedarf zur Entwicklung geothermischer Energiequellen sowie der Trend nach immer tieferen Bohrungen auf der Suche nach Erdöl und Erdgas hat zu einer Nachfrage nach wäßrigen Bohrspülungen geführt, die bis zu Temperaturen über 200°C stabil sind. Geothermische Bohrungen wurden bereits in Formationen mit Temperaturen von über 37O°C getrieben. Die gegenwärtig zur Verfügung stehenden Bohrspülungen können bei solchen Temperaturen ihre spezifischen Eigenschaften nicht beibehalten. Deshalb können vorerst die erhältlichen Bohrspülungen bei Temperaturen von 2000C und darüber nur eingesetzt werden, wenn dabei zersetzte Bestandteile dieser Flüssigkeit systematisch ersetzt werden.
Eine der Hauptschwierigkeiten beim Bohren unter hohen Temperaturen liegt darin, die Theologischen Eigenschaften der Bohrspülung aufrechtzuerhalten, die eine hohe Dichte aufweist, Ton enthält und auf der Basis von Wasser aufgebaut ist. Üblicherweise verwendete Schlammverdünner und Enlflockungsmittel, wie Lignosulfonate, verlieren unter den genannten Bedin-
32 OO
gungen ihre Wirksamkeit, was ungünstige Theologische Eigenschaften zur Folge hat.
Um auf wirtschaftliche Weise aus geothemischen Bereichen Energie gewinnen zu können, sind Bohrspülungen nötig, die bei Temperaturen über 200cC zufriedenstellend wirksam sind.
Aus der US-PS 3347788 ist eine Bohrspülung bekannt, die einen hydratisierbaren Ton sowie ein Eisen-Chrom-Ligninsulfonat enthalten kann.
Auch in der US-PS 3278425 sind Bohrspülungen mit einem Gehalt an einem tonartigen Material und einem sulfoniertes Lignin aufweisenden Produkt, in dem Eisen-, Aluminium-, Chrom- und/oder Kupferionen vorliegen können, beschrieben.
In der US-PS 3168511 wird von einem Verfahren !5 zum Herstellen wasserlöslicher Produkte aus sulfoniertes Lignin enthaltenden Materialien berichtet, um damit Hilfsstoffe zu erhalten, die in Kombination mit Ton Bohrspülungen «ώ verbesserten Dispergiereigenschaften ergeben.
In der US-PS 3087923 ist ein Verfahren zum Herstellen von Produkten auf der Basis von sulfoniertem Lignin im Zusammenhang mit Bohrspülungen erwähnt. Dabei wird ein lösliches Salz des Lignins mit Eisen-, Aluminium-, Chrom- und/oder Kupferionen erhalten.
Aus der US-PS 2935473 ist eine Bohrspülung bekannt, die neben einem Tonmaterial in einem wäßrigen Medium ein lösliches oxidiertes Sa'.z eines sulfonierten Lignins enthält, in dem verschiedene Metallionen vorliegen.
Die US-PS 3640826 betrifft wasserlösliche Pfropfcopolymerisate aus Acrylsäure und Polyhydroxyverbindungen. Die Polymerisate eignen sich zur Behandlung von Ton für den Einsatz in Lohrspülungen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Hilfsstoffe für Ton enthaltende Bohrspülungen auf der Basis von Wasser anzugeben, die das Gelieren einer Bohrspülung bei Temperaturen von über 200 "C verhindern oder verlangsamen. Dabei sollen auch Bohrspülungen für eine Verwendung bei Temperaturen von über 200°C gefunden werden.
Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gelöst. Überraschenderweise hat sich gezeigt, daß der Zusatz eines wasserlöslichen Lignosulfonats und eines besonderen niedermolekularen Acrylsäure-Copolymerisats in synergistischer Weise die Viskosität und das Gelieren von Ton enthaltenden Bohrspülungen auf der Basis von Wasser bei Temperaturen von über 200°C vermindert. Darüber hinaus ist in synergistischer Weise eine noch weiter herabgesetzte Viskosität durch die zusätzliche Verwendung eines äthoxylierten Phenols als grenzflächenaktives Mittel erzielbar.
Die erfindungsgemäß eingesetzten salzartigen Lignosulfonate sind die in Bohrspülungen üblicherweise verwendeten wasserlöslichen Lignosulfonate, die ein Kation der Elemente Eisen, Chrom, Aluminium, Kupfer, Zirkonium oder Titan oder ein Gemisch aus solchen Kationen enthalten (US-PSen 2935 504 und 4220585).
Das erfindungsgemäß verwendete Acrylsäure-Copolymer ist ein wasserlösliches Salz eines Copolymers aus Acrylsäure und Hydroxypropylacrylat mit einem Molekulargewicht von etwa 5000 bis etwa 10000 und einem Molverhältnis von Acrylsäure zu Hydroxypropylacrylat von etwa 2,5 bis etwa 1,75. Vorzugsweise liegt das Molekulargewicht bei etwa 6000 bis etwa 9000, das genannte Molverhältnis bei etwa 2, d.h. bei eiwa 1,9 bis etwa 2,1. Das Acrylsäure-Copolymer hat die nachfolgend angegebene allgemeine Formel I:
H H
-C-C-
I I
H C=O
Ο—Μ
H
C-
-A-
C=O O
H—C—H
H—O—C—H
H—C—H
i,
In der Formel bedeuten η den Polymerisationsgrad, .ν das Molverhältnis von Acrylsäuresalz und Hydroxypropylacrylat in dem Copolymer sowie M das die Wasserlöslichkeit des Salzes bewirkende Kation. M ist vorzugsweise ein Alkalimetall- oder Ammoniumkation, insbesondere ein Natriumion. Bei einem Molverhältnis von 2 hat das bevorzugte Copolymer die nachfolgend angegebene allgemeine Formel II
H H
H H
Il Il
f-f—f-f
H H
I I -c—c-
H C=O H C=O H C=O
I I I
000
I I I
M M H—C—H
H—O—C—H Η—Ο—Η H
in der 16 g»/s;32 ist.
Das Copolymer kann in üblicher Weise durch Emulsions-, Suspensions-, Substanz- oder Lösungspolymerisation hergestellt werden. Vorzugsweise wählt man dabei die Suspensions- oder Lösungspolymerisation, bei der nach Erreichen des gewünschten Polymerisationsgrads ein Kettenabbrecher zugesetzt wird.
Das erfindungsgemäß verwendete grenzflächenaktive Mittel ist eine wasserlösliche, nichtionogene Verbindung der allgemeinen Formel III
R-(X- (CH2-CH2-O)n-Hn,),.
in der R einen hydrophoben Rest mit mindestens 6 Kohlenstoffatomen, X eines der Strukturelemente
—O—.-S-. —C—O—. —C—S—. --C—S—. SO O
Il Il Il
—C—O—,—C—N= oder —C-NH-.
π eine ganze Zahl, m eine ganze Zahl, die um den Wert 1 kleiner ist ah die Wertigkeit des Strukturelements -V, y eine ganze Zahl sowie das Produkt aus //. m und r mindestens den Wert 10, z.B. einen Wert von 10 bis 50. bedeuten. Falls m den Wert 2 annimmt, kann /; in den Resten (CH2-CH2-O)n-H gleich oder verschieden
sein. Vorzugsweise bedeutet y die Zahl 1. In diesem Fall kann für die entsprechenden Verbindungen die allgemeine Formel IV
R—X—(CH2-CH2-O),-H.
(IV)
angegeben werden. Vorzugsweise bedeuten _v und m die Zahl 1 und η eine Zahl von 20 bis 40, insbesondere 25 bis 35. Derartige Verbindungen können durch die nachfolgende aügemeine Formel V
10
R—X—(CH2-CH2-O).H
(V)
dargestellt werden, in der 20^«^ 40, vorzugsweise 25^/1^35 ist.
Insbesondere ist ein Addukt aus Phenol und 25 bis 36 Mol Äthylenoxid bevorzugt (US-PS 3284352).
Die bei höheren Temperaturen eingesetzten Bohrspülungen müssen einen in der wäßrigen Phase dispergierten Ton enthalten. Im allgemeinen werden Bentonit-Tone des Wyoming-Typs verwendet. Dies sind hauptsächlich Natriumbentonite mit guten Dispersionseigenschaften in wäßrigen Systemen, wobei hohe Viskositäten und Gelfestigkeiten sowie niedrige Flüssigkeitsverluste erreicht werden. Andere Tone, die im Bohrschlamm enthalten sein können, sind andere Smektit-Tone, wie Calciumbentonit, Illit, Kaoline und gemischte Tone sowie Gemische aus solchen Stoffen.
Wenn man eine Bohrspülung wünscht, die eine wäßrige Salzphase enthält, wird vorzugsweise der Bentonit in frischem Wasser vorhydratisiert, bevor er der Salzlösung zugegeben wird. Ein entsprechendes Verfahren und eine Vorrichtung hierzu sind bekannt (US-PS 3691 070).
Im allgemeinen enthalten die erfmdungsgemäßen Bohrspülungen etwa 14,26 bis etwa 102,72 g/I Natriumbentonit-Ton, etwa 2 85 bis etwa 28,53 g/l Lignosulfonat, etwa 1,42 bis etwa 14,26 g/l Acrylsäure-Copolymer und 0 bis etwa 17,12 g/l des grenzflächenaktiven Mittels. Vorzugsweise enthalten die Bohrspülungen etwa 28,53 bis etwa 57.06 g/l Natriumbentonit, etwa 8,56 bis etwa 19,97 g/l Lignosulfonat, etwa 2,85 bis etwa 11,41 g/l Acrylsäure-Copolymer und etwa 2,85 bis etwa 11,41 g/I oberflächenaktives Mittel.
Wenn außer Natriumbentonit noch andere Tone in der Bohrspülung vorliegen, sind sie darin im allgemeinen in Mengen von etwa 14,26 bi<· etwa 285,33 g/l enthalten.
Die Beispiele erläutern die Erfindung. Die in den Beispielen angegebenen Werte wurden gemäß der Methode RP 13 B der »American Petroleum Institute's Pro- so cedure« erhalten, soweit nichts anderes angegeben ist. Das verwendete Eisenchromlignosulfonat enthält 3% Eisen und 1 % Chrom.
Das verwendete Acrylsäure-Copolymer ist ein Copolymer aus Natritimacrylat und Hydroxypropylacrylat in einem Molverhältnis von 2: 1 mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von etwa 7500. Das Copolymer wurde als eine zu 50 % aktive wäßrige Lösung eingesetzt.
Das oberflächenaktive Mittel ist in den nachfolgenden Beispielen ein äthoxyliertes Phenol, in dem jedem Phenolmolekül 29 Moleküle Äthylenoxid zugeordnet sind. Das oberflächenaktive Mittel wurde als eine zu 60% aktive Lösung verwendet, die auch 3% eines Entschäumers enthielt.
Der benutzte Wyoming-Bentonit war von höherer Qualität.
Alle Prozentangabeo in den Beispielen beziehen sich auf das Gewicht, soweit nichts anderes angegeben ist.
Beispiel 1
Es wird eine Standard-Bohrspülung hergestellt, die 71,33 g/l Wyoming-Bentonit 142,66 g/I Glen-Rose-Schiefer und 2,83 g/I Natriumhydroxid enthält. Zu diesem Basisschlamm werden die in der nachfolgenden Tabelle I angegebenen Mengen von Eisenchromlignosulfonat J.uid Acrylsäure-Copolymerisat gegeben. Die erhaltenerr Schlammproben werden in einem Viskosimeter bei 100. U/min gemessen, wobei unter einem Druck von 55,11 bar die Temperatur in einstündigen Schritten auf 204, 232 und 260 °C erhöht wurde. Die Ergebnisse sind in der Tabelle I zusammengefaßt.
Aus der Tabelle ist ersichtlich, daß das Lignosulfonat und das Acrylsäure-Copolymer synergistisch zusammenwirken und dabei die Viskosität der Bohrspülung bei Temperaturen von 2040C und darüber herabsetzen.
Tabelle I
FCL1" Apl2) Temperatur Zeit13» Viskosität
g/l si- 0C Stunden !Q-3Pa-S
14,26 0 22 0 19
0 4,28 22 0 41
14,26 4,28 22 0 24
14,26 0 93 0,15 9
0 4,28 93 0,15 35
14.26 4,28 93 0,15 13
14,26 0 149 0,25 10
0 4,28 149 ü,25 30
14,26 4,28 149 0,25 10
14,26 0 204 1 26
0 4,28 204 1 196
14,26 4,28 204 1 28
14,26 0 204 2 65
0 4,28 204 2 237
14,26 4,28 204 2 38
14,26 0 232 3 105
0 4,28 232 3 100
14,26 4,28 232 3 36
14,26 0 260 4 162
0 4,28 260 4 111
14,26 4,28 260 4 34
14,26 0 260 5 175
0 4,28 260 5 104
14,26 4,28 260 5 31
(1) Eisenchromlignosulfonat
(2) Acrylsäure-Copolymer, bezogen auf 100% ige Aktivität
(3) insgesamt verstrichene Zeit
Beispiel 2
Es wird eine Standard-Bohrspülung hergestellt, die 108,10 1 Wasser, 6,80 kg Wyoming-Bentonit, 6,80 kg Glen-Rose-Schiefer und 129,84 kg Baryt enthält.
Dieser Schlamm wird entweder mit
a) 28,53 g/l North-Dakota-Lignit (Leonardit) und
8,56 g/l Natriumhydroxid oder
b) 14,26 g/l Nerth-Däkötä-Lignit und
5,70 g/l Natriumhydroxid oder
c) 2,85 g/l Natriumhydroxid
gemäß der nachfolgenden Tabelle II versetzt. Die Schlammproben '/erden mit den in der Tabelle II angegebenen Mengen an Eisenchromlignosulfonat, Acrylsäure-Copolymerisat und oberflächenaktivem Mittel versetzt. Verschiedene Eigenschaften der Schlammoro-
7 8
ben werden nach sechzehnstündigem Walzen bei 65"C gistischer Weise zusammenwirken und dabei die Scher-
und nach sechszehnstündigem Altern bei 204"C gemes- festigkeit, die Theologischen Werte hinsichtlich der
sen, wie in der Tabelle II angegeben ist. Wechselwirkung zwischen den Teilchen sowie den
Die erhaltenen Werte zeigen, daß das Acrylsäure- Flüssigkcitsverlust dieser Ton und Lignosulfonat ent-
Copolymerisat und das oberflächenaktive Mitlei in syner- ί haltenden Schlammproben herabsetzen.
Tabelle II
A,"' B1''' C1"1 D, A1"' Sj'4'
FCL"1 g/l
AP'21 g/l
Grenzflächenaktives Mittel, g/l
Nach dem Walzen bei 65"C während 16 Stunden, Abkühlen auf Raumtemperatur und Mischen
Plastische Viskosität, 10"3Pa-S 67 56 39 42 51 37
Fließgrenze. 0.454 kg/9,29 m2 16 Il 9 13 9 9
Gelfestigkeit, 0,454 kg/9,29 m2 6/11 6/10 5/8 5,9 3 7 5 7
pH-Wert 11,0 K),? 11,4 Ü,j M.2 ll.j
Nach dem Altern bsi 204"C während 16 Stunden und Abkühlen auf Raumtemperatur Scherfestigkeit, 0,454 kg/9.29 m2 2020 766 89 120 592 81
Nach dem Mischen während 5 Minuten
14.26 14,26 14.26 14.26 14.26 14.26
0 4.28 4.28 0 0 4.28
0 0 8.56 8.56 (1 0
Plastische Viskosität, 10~J Pa s
Fließgrenze 0,454 kg/9,29 m2
Gelfestigkeit 0,454 kg/9,29 m2
HPHT-Fiitrat, ml (34,52 bar; 204°C)
82
161
54/172
* 33
112
48/115
38
115
50 126
85
47
8/88
45
51
35
22 64
27
C1"' D2"1 A3'" B»< CV" D3 15'
FCL"1. g/l
AP(2), g/l
Grenzflächenaktives Mittel, g/l
14,26
4,28
8.56
14,26
0
11,41
14,26
0
0
14,26
4,28
0
14.26
4,28
8.56
14.26
0
11.41
Nach dem Walzen bei 65°C während 16 Stunden, Abkühlen auf Raumtemperatur und Mischen
Plastische Viskosität, 10"3Pa-S 44 50 53 37 43
Fließgrenze 0,454 kg/9,29 m2 10 15 4 4 4 0
Gelfestigkeit. 0,454 kg/9,29 m2 5/7 2/4 2/3 3/3 3/4 0/1
pH-Wert 10.8 10,7 10,0 10,7 10,2 10.2
Nach dem Altern bei 2040C während 16 Stunden und Abkühlen auf Raumtemperatur Scherfestigkeit, 0,454 kg/9,29 m2 80 474 1140 108 120 1467
Nach dem Mischen während 5 Minuten
Plastische Viskosität, 10~3 Pa - s Fließgrenze 0,454 kg/9,29 m2 Gelfestigkeit 0,454 kg/9,29 m2 HPHT-Filtrat, ml (34,52 bar; 2040Q
(1) Eisenchromlignosulfonat
(2) Acrylsäurecopolymer, bezogen auf 100%ige Aktivität
(3) enthält 28,53 g/l Lignit und 85,6 g/l NaOH
(4) enthält 14,26 g/l Lignit und 5,70 g/l NaOH
(5) enthält 2,85 g/l NaOH
* Werte für das Messen zu hoch
Beispiel 3 Die ungelösten Feststoffe, die 62,7 Gew.-% des Schlamms
ausmachten, hatten eine durchschnittliche Dichte von Aus einem 5316 m tiefen Bohrloch wurde ein Bohr- 65 4,06.
schlamm erhalten, der Ton und ein Lignosulfonat ent- Der Schlamm wurde mit den in der nachfolgenden
hielt. Der Schlamm umfaßte 70 VoI.-% Wasser und Tabelle ΠΙ angegebenen Mengen Acrylsäure-Copolymer 30 Vol.-% Feststoffe, von denen 0,5 Vol.-% gelöst waren. und grenzflächenaktivem Mittel behandelt sowie gemäß
51 74 * 55 65
14 18 * 11 10
4/30 5/88 * 1/2 2/2
24 47 * 86 65
32 OO
Beispiel 2 geprüft. Die Ergebnisse sind in der Tabelle III zusammengefaßt.
Zum Vergleich wurde der Schlamm zusätzlich mit einem Copolymer aus Maleinsäureanhydrid und einem sulfonierten Polystyrol gemäß der US-PS 37 30900 behandelt. Die erhaltenen Werte zeigen, daß das Natriumacrylat-', »-jpropylacrylai-Copolymer gemäß der Erfindung besser ist als das bekannte Copolymer.
Tabelle III
A B
AP'' . g I 4.28 0
Grenzflächenaktives Mittel 0 0
MAP1-', g I 0 14.26
Plastische Viskosität. 10 J Pa-s 27 30
Füeüarsn/e. O.454 k" 9.29 m2 23 !!
Gciresiigkeil. 0.454 kg 9.29 m2 10/43 7/28
pH-Wert 10,0 10.2
HPHT-Filtrat. ml 34.52 bar: 204 C 18 26 Scherfestigkeit. 0.454 kg 9,29 m2 651 2107 Plastische Viskosität. 10 'Pas 32 41 Hieligren/e. 0.454 kg 9.29 m2 65 71 Gelfcstigkeit. 0.454 kg 9.29 in2 43/94 38/85
pH-Wert 8.6 9,0
HPMT-r-'iltrat. ml (34.52 bar: 204 C) 35 62
111 \cr\K:iure-( opohmer. ho/oyen auf IOO%ige Aktivität
t"> C ιιρι'Κηκτ .iu-. Miilcinsäurcanhyürül und sulfonicrtcm Polystyrnl
4.28 0 0
0 0 0
14.26 4.28 0
34 30 27
24 2! j7
13,44 10/43 10 46
9.9 9.8 10.3
19 20 20
255 1644 1966
27 39 49
66 48 36
27,53 35/125 23 89
9.0 9.0 8.7
43 36 42

Claims (1)

32 OO Patentansprüche:
1. Bohrspülung, enthaltend eine wässrige Phase, in dieser suspendierte Tonteilchen, etwa 2,85 bis s 28,53 g/l eines wasserlöslichen Lignosulfonals, das als Kation Eisen, Chrom, Aluminium, Kupfer, Zirkonium oder Titan oder ein Gemisch dieser Elemente aufweist, und ein Polymer, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrspülung als Polymer ίο etwa 1,42 bis 14,26 g/l eines Acrylsäure-Hydroxypropylacrylat-Copolymers mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von etwa 5000 bis 10000 und der allgemeinen Formel
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