DE3201437C2 - Spritzversteller für Brennstoffeinspritzpumpen von Einspritzbrennkraftmaschinen - Google Patents
Spritzversteller für Brennstoffeinspritzpumpen von EinspritzbrennkraftmaschinenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F02D1/00—Controlling fuel-injection pumps, e.g. of high pressure injection type
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Abstract
Für die Verstellung des Zeitpunktes der Einspritzung des Kraftstoffes für Brennstoffeinspritzpumpen ist ein Spritzversteller vorgesehen, welcher mit Fliehgewichten (7) ausgestattet ist. Die Einspritzpumpenwelle (1) ist mit der Antriebswelle der Pumpe drehwinkelverstellbar verbunden, wobei die Fliehgewichte (7) bei ihrer Auswärtsbewegung die Einspritzpumpenwelle (1) relativ zur Antriebswelle in Drehrichtung verstellen. Die Fliehgewichte (7) sind um eine quer zur Einspritzpumpenwelle (1) verlaufende Achse (6) schwenkbar an einem Träger (5) gelagert, wobei die Lagerung in Achsrichtung der Schwenkachse (6) ein Spiel aufweist. In dem zwischen den Fliehgewichten (7) und dem Träger (5) auf diese Weise ausgebildeten Spalt sind Dämpfungselemente (32), insbesondere Dämpfungsplatten oder Dämpfungsringe angeordnet. Diese Dämpfungselemente (32) sind von Beilagescheiben aus Kunststoff mit guten Gleit- und Dämpfungseigenschaften gebildet.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Spritzversteller für Brennstoffeinspritzpumpen von Einspritzbrennkraftmaschinen,
welcher mit in oder an einem Träger gelagerten Fliehgewichten ausgestattet ist, die durch
wenigstens eine Feder zentripetal belastet sind und unter der Wirkung der Fliehkraft auswärtsverlagerbar geführt
sind, wobei die Einspritzpumpenwelle mit der Antriebswelle drehwinkelverstelibar verbunden ist und die
Fliehgewichte bei ihrer Auswärtsbewegung die Einspritzpumpenwelle relativ zum Antrieb in Drehrichtung
verstellen.
Ein derartiger Spritzversteller ist aus der DE-OS 18 14 034 bekannt.
Spritzversteller für Brennstoffeinspritzpumpen, welche mit Fliehgewichten ausgestattet sind, haben die Aufgabe,
die relative Winkellage von Antriebswelle und Einspritzpumpennockenwelle in Abhängigkeit von der
Drehzahl zu verändern, wobei die Fliehgewichte in Abhängigkeit von ihrer Stellung ein Kuppelorgan zwischen
der Antriebswelle und der Einspritznockenwelle verstellen. Da das Antriebsdrehmoment über diese
Kupplung geleitet wird, sind die Fliehgewichte nicht nur durch die Kraft einer oder mehrerer Federn belastet,
sondern auch durch das durch die Kupplung durchgeleitete, für den Antrieb der Einspritzpumpennockenwelle
erforderliche Drehmoment. Das für den Antrieb von ein- oder mehrzylindrigen Einspritzpumpen erforderliche
Drehmoment ist aber nicht konstant, sondern davon abhängig, ob ein Pumpenelement gerade einen Fördervorgang
ausführt oder nicht. Außerdem wird das Drehmoment von der Drehzahl, der Kraftstoffördermenge,
dem Durchmesser der Kraftstoffdruckleitung und von zahlreichen weiteren Parametern beeinflußt. Da der eigentliche
Förderhub der Einspritzpumpe sich nur über w wnige Winkelgrade erstreckt, ergibt sich zwischen dem
mittleren und dem maximalen Drehmoment ein großer Unterschied. Die Spitzendrücke im Einspritzsystem erreichen
Werte von 1000 bar und darüber, wodurch sich kurzzeitig hohe Drehbeschleunigungen ergeben, welehe
auf Grund der hohen Massenkräfte der im Gehäuse oder an mit dem Gehäuse verbundenen Trägern drehbar
angeordneten Fliehgewichte einen rasch fortschreitenden Verschleiß der Lager- und Abstützflächen dieser
Fliehgewichte ergeben. Die damit verbundene Spielvergrößerung
der Fliehgewichtslagerung führt nach kurzer Laufzeit zur Totalbeschädigung des Spritzverstellers,
wobei besonders die Träger und Fliehgewichte im Bereich der Lagerstellen gefährdet sind
Insbesondere bei einer Ausbildung des Spritzverstellers mit an einem Drehbolzen schwenkbar gelagerten Fliehgewichten besteht konstruktionsbedingt bereits von Anfang an ein gewisses Spiel zwischen den Fliehgewichten und dem Träger in Richtung der Achse der Drehbolzen. Auch wird sich nach einer gewissen Laufzeit des Spritzverstellers unvermeidlich ein abnützungsbedingtes Spiel an den seitlichen Auflageflächen ergeben, das sich auf Grund der harten Verzögerungsschläge beim Fördervorgang rasch vergrößert und zur Zerstörung führt
Insbesondere bei einer Ausbildung des Spritzverstellers mit an einem Drehbolzen schwenkbar gelagerten Fliehgewichten besteht konstruktionsbedingt bereits von Anfang an ein gewisses Spiel zwischen den Fliehgewichten und dem Träger in Richtung der Achse der Drehbolzen. Auch wird sich nach einer gewissen Laufzeit des Spritzverstellers unvermeidlich ein abnützungsbedingtes Spiel an den seitlichen Auflageflächen ergeben, das sich auf Grund der harten Verzögerungsschläge beim Fördervorgang rasch vergrößert und zur Zerstörung führt
Die Erfindung zielt nun darauf ab, das Spiel zwischen den Fliehgewichten und dem Träger möglichst gering
zu halten und eine Verlagerung der Fliehgewichte in Umfangsrichtung der Einspritzpumpenwelle bzw. der
Antriebswelle wirksam zu dämpfen. Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die Erfindung darin, daß zwischen dem
oder den Fliehgewicht(en) und dem Träger der Fliehgewichte wenigstens ein Spalt vorgesehen ist, in welchem
Dämpfungselemente, insbesondere Dämpfungsplatten oder Dämpfungsringe, angeordnet sind. Durch die
Dämfpungselemente wird die stoßweise Beanspruchung der Fliehgewichte und des Trägers in wirksamer
Weise unterbunden, wobei bei einer Ausbildung, bei welcher die Fliehgewichte den Träger umgreifen, zu
beiden Seiten des Trägers Dämpfungselemente vorgesehen sind. Die in dem Spalt bzw. den Spalten zwischen
Fliehgewicht und Trägerelement angeordneten Dämpfungselemente sind vorzugsweise als Kunststoffringe
ausgebildet und aus einem Kunststoff mit guten Gleiteigenschaften gefertigt Bei einer derarten Ausbildung ist
es möglich, die Dämpfungselemente so auszubilden, daß zwischen den Fliehgewichten und der Auflagefläche am
Träger eine geringfügige Pressung entsteht, wodurch jedes Spiel überhaupt vermieden ist Bei Verwendung
eines Kunststoffes mit guten Gleiteigenschaften wird auf diese Weise eine durch die Stoßbeanspruchung verursachte
freie Bewegung der Fliehgewichte in Achsrichtung ihrer Schwenkachse zur Gänze vermieden, ohne
daß dies für die Funktion des Spritzverstellers einen Nachteil darstellt
Vorzugsweise ist die Stärke der Dämpfungselemente so bemessen, daß zwischen Fliehgewicht und Träger ein
maximales Spiel von 0,1 mm auftritt.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher
erläutert In dieser zeigt
F i g. 1 einen Längsschnitt durch einen Spritzversteller und
F i g. 2 einen Schnitt nach der Linie IMI der F i g. 1.
In Fig. 1 ist mit 1 die Welle der nicht dargestellten Einspritzpumpe bezeichnet. Auf die Welle ist mittels einer Scheibenfeder 2 und einer Mutter 3 eine Nabe 4 fest angebracht, auf welcher ein Fliehgewichtsträger 5 angeordnet ist. Der Fliehgewichtsträger 5 weist vier Ar-
In Fig. 1 ist mit 1 die Welle der nicht dargestellten Einspritzpumpe bezeichnet. Auf die Welle ist mittels einer Scheibenfeder 2 und einer Mutter 3 eine Nabe 4 fest angebracht, auf welcher ein Fliehgewichtsträger 5 angeordnet ist. Der Fliehgewichtsträger 5 weist vier Ar-
32 Ol
me auf, an welchen über einen Bolzen 6 die Fliehgewichte 7 schwenkbar gelagert sind Die Fliehgewichte 7 weisen
eine Wälzkurve 8 auf, welche mit einer mit der Nabe 4 verbundenen Stirnwand 9 zusammenwirken. Ein weiterer
Gehäuseteil 10 ist mit der Stirnwand 9 der Nabe verschraubt und weist die der Stirnwand 9 gegenüberliegende
Stirnwand 11 auf. Die Stirnwand 11 ist unter Zwischenschaltung eines Verschleißringes 12 gleitend
an einem Mitnehmerteil 13 abgestützt.
Der Bolzen 6 ist mittels eines Prisonstiftes 14 im Fliehgewichtsträger 5 gesichert. Der Fliehgewichtsträger
weist einen achsparallelen Fortsatz 15 auf, welcher Verzahnungen 16 und 17 trägt, die mit einer Verzahnung
18 der Nabe 4 und einer Verzahnung 19 des Mitnehmerteiles 13 kämmen. Die Steigungen der miteinander
kämmenden Verzahnungen 16,18 und 17,19 unterscheiden
sich voneinander, so daß eine Verschiebung des Fliehgewichtsträgers 5 in Achsrichtung eine unterschiedliche
Verdrehung von Nabe 4 und Mitnehmerteil 13 ergibt Der Fliehgewichtsträger 5 ist ciurch eine Feder
20 unter Zwischenschaltung von Federtellern 21 und 22 gegen die Stirnwand 11 des Gehäuses abgestützt und
liegt in seiner Ruhelage an der mit der Nabe 4 verbundenen Stirnwand an. Mit 23 ist hierbei eine Einstellscheibe
bezeichnet
Das Gehäuse ist mit Öl gefüllt und wird über Dichtringe 24, 25, 26 und 27 nach außen abgedichtet. Der
Antrieb des Mitnehmerteiles 13 erfolgt durch eine nicht dargestellte biegeelastische Kupplung, welche in die
Ausnehmungen 28 des Mitnehmerteiles 13 eingreift.
In Abhängigkeit von der Drehzahl werden die Fliehgewichte 7 unter Überwindung der Kraft der Feder 20
in radialer Richtung nach außen verschwenkt. Die Wälzkurve 8 ist hierbei an der Stirnwand 9 abgestützt und es
wird daher bei einer Auswärtsverschwenkung der Fliehgewichte 7 der Fliehgewichtsträger 5 mit dem die Verzahnungen
tragenden Fortsatz nach rechts bewegt. Auf Grund der verschiedenen Steilheit der Verzahnungen
ergibt sich bei dieser Verschiebung des Fliehgewichtsträgers eine Veränderung der jeweiligen Winkellage
zwischen Mitnehmerteil 13 und Nabe 4, so daß bei steigender Drehzahl der Förderbeginn der Einspritzpumpe
in Richtung früher verlegt wird.
In Fi g. 2 sind die Bezugszeichen der Fig. 1 beibehalten.
Bei einer Bewegung des Fliehgewichtsträgers 5 mit den zugehörigen Fliehgewichten 7 im Sinne des Pfeiles
29 wird nun bei jedem Fördervorgang einer Pumpe eine schlagartige Beanspruchung der Lagerung der Fliehgewichte
auftreten. Die Fliehgewichte werden bei jeder Verzögerung durch einen Pumpvorgang in einer Weise
gebremst, so daß die den Seitenflächen 30 des Fliehgewichtsträgers 5 benachbarten Seitenflächen 31 der
Fliehgewichte 7 in hohem Maße auf Schlag beansprucht werden. Es wird daher die lichte Weite a der einander
zugewendeten Innenseiten 31 der Fliehgewbhte 7 entsprechend größer als die Breite b des Fliehgewichtsträgers
zwischen den beiden Außenseiten 30 gewählt, so daß sich ein Spiel a-b ergibt. In den freien Raum zwischen
Fliehgewichtsträger 5 und Fliehgewichten 7 werden nun Dämpfungselemente 32 eingelegt, welche als
Beilagscheiben aus einem Kunststoff mit guten Gleit- und Dämpfungseigenschaften gefertigt sind.
Hierzu 2 ßlatt Zeichnungen
"
Claims (3)
1. Spritzversteller für Brennstoffeinspritzpumpen von Einspritzbrennkraftmaschinen, welcher mit in
oder an einem Träger gelagerten Fliehgewichten ausgestattet ist, die durch wenigstens eine Feder
zentripetal belastet sind und unter der Wirkung der Fliehkraft auswärtsverlagerbar geführt sind, wobei
die Einspritzpumpenwelle mit der Antriebswelle drehwinkelverstellbar verbunden ist und die Fliehgewichte
bei ihrer Auswärtsbewegung die Einspritzpumpenweile relativ zum Antrieb in Drehrichtung
verstellen, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem oder den Fliehgewicht(en) (7) und
dem Träger (5) der Fliehgewichte wenigstens ein Spalt vorgesehen ist, in welchem Dämpfungselemente
(32), insbesondere Dämpfungsplatten oder DOmpfungsringe, angeordnet sind.
Z Spritzversteller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dämpfungselemente (32) von
Beilagscheiben aus Kunststoff, insbesondere einem Kunststoff mit guten Gleiteigenschaften, gebildet
sind.
3. Spritzversteller nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stärke der Beilagscheiben so
bemessen ist, daß zwischen den Fliehgewichten (7) und dem Träger (5) ein maximales Spiel von 0,1 mm
verbleibt
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| AT45781A AT372501B (de) | 1981-02-02 | 1981-02-02 | Spritzversteller fuer brennstoffeinspritzpumpen von einspritzbrennkraftmaschinen |
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|---|---|
| DE3201437A1 DE3201437A1 (de) | 1982-08-12 |
| DE3201437C2 true DE3201437C2 (de) | 1984-12-06 |
Family
ID=3491131
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Country Status (2)
| Country | Link |
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Family Cites Families (1)
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|---|---|---|---|---|
| AT284548B (de) * | 1967-12-22 | 1970-09-25 | Friedmann & Maier Ag | Einrichtung zur Verstellung des Spritzbeginnes einer Einspritzpumpe für Brennkraftmaschinen |
-
1981
- 1981-02-02 AT AT45781A patent/AT372501B/de not_active IP Right Cessation
-
1982
- 1982-01-19 DE DE19823201437 patent/DE3201437C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3201437A1 (de) | 1982-08-12 |
| ATA45781A (de) | 1983-02-15 |
| AT372501B (de) | 1983-10-25 |
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