DE3201633A1 - Anlage zum horizontalen stranggiessen von metallen, insbesondere von stahl - Google Patents

Anlage zum horizontalen stranggiessen von metallen, insbesondere von stahl

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DE3201633A1 DE19823201633 DE3201633A DE3201633A1 DE 3201633 A1 DE3201633 A1 DE 3201633A1 DE 19823201633 DE19823201633 DE 19823201633 DE 3201633 A DE3201633 A DE 3201633A DE 3201633 A1 DE3201633 A1 DE 3201633A1
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Horst 8711 Schwarzach Huber
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Technica Guss 8700 Wuerzburg GmbH
Technica Guss GmbH
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D11/00Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
    • B22D11/04Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths into open-ended moulds
    • B22D11/045Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths into open-ended moulds for horizontal casting
    • B22D11/047Means for joining tundish to mould

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Continuous Casting (AREA)

Description

  • Anlage zum horizontalen Stranggiessen von
  • Metallen, insbesondere von Stahl Die Erfindung betrifft eine Anlage zum horizontalen Stranggiessen von Metall, insbesondere von Stahl, mit einem eine Gießmündung aufweisenden Verteilerbehälter zur Aufnahme des zu vergiessenden flüssigen Metalls, mit einer zumindest annähernd horizontal ausgerichteten wassergekühlten Kokille, deren Zulauföffnung iiber die Gießmündung des Verteilerbehälters flüssiges Metall zuführbar ist, und mit einer der Kokille in Gießrichtung nachgeschalteten Abzugseinrichtung für den aus der Kokille austretenden Guß strang.
  • Bei den bekannten horizontalen Stranggießanlagen der vorstehend beschriebenen Art bilden Verteilerbehälter und Kokille einschließlich ihrer Kokillenaufnahmevorrichtung eine Einheit. Die Kokille ist dabei an den Verteilerbehälter so angeflanscht, daß die Gießmündung des Verteilerbehälters mit der Zulauföffnung zur Kokille korrespondiert.
  • Zwischen den aneinanderliegenden Flächen von Verteilerbehälter und Kokille ist eine in der Regel aus feuerfester Stampfmasse bestehende Dichtung vorgesehen.(vgl. "Stahl und Eisen" 1981, H. 6) Diese Konstruktion hat Nachteile. So muß bei Gießende oder bei einer aus irgendwelchen Gründen notwendigen Gießunterbrechung mit dem Zurückkippen der gesamten Einheit zum Zweck des Ausgießens von Gießschlacke aus dem Verteilerbehälter, Reinigung der feuerfesten Ausmauerung und dgl. gewartet werden, bis der Gußstrang am Kokillenende so weit durcherstarrt ist, daß er dort abgetrennt werden kann. Ein Herausziehen des Gußstranges aus der Kokille durch die Abzugseinrichtung verbietet sich, weil sonst der flüssige Teil des Gußstranges, der sich bei Gießende oder bei einer Gießunterbrechung noch in der Kokille befindet, leerlaufen würde.
  • Es ist zwar auch bereits bekannt, durch eine Intensivkühlung örtlich am Kokillenende die Durcherstarrung des Gußstranges an dieser Stelle zu beschleunigen, jedoch ist die hierfür und für die Durchführung des Trennschnittes erforderliche Zeit stets so lange, daß auch im Bereich der Gießmündung des Verteiler behälters und der Zulauföffnung der Kokille eine zumindest teilweise Erstarrung des dort vorhandenen Metalls einsetzt, so daß Verteilerbehälter, Metallrest und Kokille in deren Zulaufbereich miteinander fest verbunden werden. Das hat zur Folge, daß der Abbau der Kokille vom Verteilerbehälter, z.B. zum Zweck einer Reparatur oder Inspektion, sehr erschwert ist und häufig Keramikteile oder der Kupfer-Kühlmantel der Kokille beschädigt werden. Außerdem geht der in der Kokille verbleibende abgetrennte Strangrest verloren.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Anlage zum horizontalen Stranggiessen zu schaffen, mit der die vorerwähnten Nachteile vermieden werden können, d.h. bei der am Gießende oder bei einer Gießunterbrechung der Verteilerbehälter ohne Zeitverlust zugänglich ist, Beschädigungen im Bereich der Gießmündung des Verteiler behälters und der Zulauföffnung zur Kokille vermieden werden können und Gießmetallverluste durch abgetrennte Strangreste unterbleiben.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Kokille lösbar mit dem Verteilerbehälter verbunden ist und sowohl der Gießmündung des Verteiler behälters als auch der Zulauföffnung der Kokille Absperrorgane zugeordnet sind.
  • Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß trotz eines gewissen zusätzlichen Aufwandes in Form von Absperrorganen an der Gießmündung des Verteilerbehälters und an der Zulauföffnung zur Kokille insgesamt erhebliche Vorteile in betriebstechnischer und baulicher Hinsicht erzielt werden können. So ist es am Gießende oder bei einer Gießunterbrechung mit der erfindungsgemässen Anlage möglich, durch Betätigung der Absperrorgane das im Verteilerbehälter bzw. in der Kokille befindliche Flüssigmetall zu trennen und zu verhindern, daß es nach dem durch die Erfindung ermöglichten Lösen von Verteilerbehälter und Kokille ausläuft. Durch das Einfahren der Absperrorgane in den noch flüssigen Gießstrang wird vermieden, daß bei längerer itartezeit das Metall hindend erstarrt und die erwähnten Schwierigkeiten und Nachteile bei der Trennung der Kokille vom Verteilerbehälter hervorruft.
  • Der Verteilerbehälter kann unmittelbar nach dem Einfahren der Absperrorgane unabhängig von der Kokille gekippt und gereinigt bzw. inspiziert werden. Das Erstarren des in der Kokille verbleibenden Strangendes kann abgewartet werden, da die Kokille nicht mehr, wie bisher notwendig, zusammen mit dem Verteilerbehälter gekippt wird.
  • Nach dem Erstarren kann der Gußstrang durch die Abzugseinrichtung voll aus der Kokille herausgezogen werden, so daß kein ungenützter Gießrest verbleibt.
  • Infolge der leicht lösbaren Verbindung zwischen Verteilerbehälter und Kokille kann auch die Vorheizung des Verteilerbehälters vor Gießbeginn, die bis zu acht Stunden dauern kann, unabhängig von der zu dieser Zeit noch nicht mit dem Verteilerbehälter verbundenen Kokille erfolgen, so daß dementsprechend auch die bisher notwendige Kühlung der Kokille während der Vorheizperiode entfällt. Vielmehr ist die Kokille während dieser Zeit bis kurz vor Gießbeginn von der Zulauföffnung her zugänglich, so daß die Abdichtung des Kaltstranges am Kokillenende, insbesondere wegen der möglichen Sichtüberwachung des Abdichtbereiches, leichter durchführbar ist. Ein weiterer wesentlicher Vorteil betriebstechnischer Art liegt darin, daß Wärmeverzüge an der Frontplatte des Verteilerbehälters, an der die Kokille bei den bekannten Anlagen angeflanscht ist, nur noch einen erheblich geringeren oder überhaupt keinen nachteiligen Einfluß mehr auf die Ausrichtung der Kokille haben können.
  • Erhebliche bautechnische Vorteile liegen darin, daß der Verteilerbehälter leichter als bisher gebaut werden kann, weil er beim Kippen nicht mehr das Gewicht der auskragenden Kokille zu tragen braucht, daß aus demselben Grund auch die Antriebsleistung für die Kippvorrichtung des Verteilerbehälters herabgesetzt werden kann, weil die notwendigen Kippmomente erheblich verringert sind, und daß die mit der Kokille verbundenen Rohrleitungen, die Kühlwasser und gegebenenfalls Druckmittel für Kraftkolben oder dgl. zuführen, nur noch kleine Ausrichtbewegungen und Verschiebungen der Kokille mitmachen müssen und deswegen die bisher wegen der Seitwärtsbewegung des Verteilerbehälters notwendigen Biegeschlaufen oder Wickelvorrichtungen wegfallen.
  • Uberdies ist die Gefahr eines Undichtwerdens der Verbindungsstelle zwischen Verteilerbehälter und Kokille an der dort vorgesehenen feuerfesten Abdichtung erheblich herabgesetzt, weil diese Dichtung nicht mehr durch die dort auftretende Belastung beim Kippen des Verteilerbehälters zusaittinen mit der Kokille beansprucht wird.
  • Die Absperrorgane an der Gießmündung des Verteiler behälters bzw. an der Zulauföffnung der Kokille können von jeder Art und Ausbildung sein, die geeignet ist, eine hinreichende Abdichtung gegenüber dem zu vergießenden Flüssigmetall zu liefern. Dazu zählen Stoptenverschlüsse und dgl., wie sie beispielsweise beim Vertikal-Strangiessen bekannt sind. Nach einer besonders vorteilhaften Ausführung der Erfindung ist jedoch vorgesehen, daß die Absperrorgane quer zur Gießrichtung verstellbare Absperrplatten mit einer Durchflußöffnung sind, die in je einer Führung an der Gießmündung des Verteilerbehälters bzw. an der Zulauföffnung der Kokille geführt sind. Hierdurch wird trotz der Anordnung der beiden Absperrorgane in Gießrichtung wenig Platz beansprucht.
  • Nach einer weiteren vorteilhaften Ausbildung ist zwischen den Absperrorganen- eine Dichtungs-+(verschieb- oder verdrehbare) schicht aus feuerfester Stampfmasse einbringbar, die unmittelbar an den Absperrorganen anliegt.
  • Diese Dichtungsschicht braucht nur bezüglich ihrer ausreichenden Dichtheit gegenüber einem Austreten von Flüssigmetall während des Gießvorganges ausgelegt zu werden, da sie darüber hinausgehenden weiteren mechanischen Belastungen nicht ausgesetzt ist.
  • Um die Absperrplatten, zwischen denen im gießbereiten Zustand der Anlage die erwähnte Dichtungsschicht vorgesehen ist, im Bedarfsfall in die Schließstellung verschieben zu können, ist eine Betätigungsvorrichtung vorgesehen, die zweckmässigerweise in einem zeitlichen Abstand nacheinander auf die Absperrplatten wirkt. In einer anfänglichen Phase der Betätigung werden somit die Absperrplatten nicht gleichzeitig bewegt, sondern führen vorübergehend eine Relativbewegung zueinander aus, durch welche die an ihnen anliegende Dichtungsschicht abgeschert wird.
  • Das erleichtert das nachfolgende Ause in anderfahren von Verteilerbehälter und Kokille, wobei auch eine saubere Trennflache zur Dichtungsschicht hin entsteht. Zweckmässigerweise wird dabei eine der Absperrplatten, an der die Trennung gewünscht ist, zur Erzielung einer Sollbruchstelle vor dem Einbringen der Dichtungsschicht mit einem Trennmittel, z.B. mit Bornitrit, oberflächenbehandelt.
  • Die geschilderte Art der Betätigung der Absperrplatten kann durch entsprechend gesteuerte BetAtigungs- vorrichtungen für jede der beiden Absperrplatten erzielt werden. Nach einer vorteilhaften und baulich einfachen Ausführung ist jedoch für beide Absperrplatten eine gemeinsame Betätigungsvorrichtung mit einem Druckschuh vorgesehen, der für die beiden Absperrplatten jeweils eine zugeordnete Druckfläche aufweist. Diese Druckflächen sind in Bewegungsrichtung des Druckschuhes gegeneinander versetzt, so daß dadurch bei Betätigung die erwähnte anfängliche Relativbewegung der Absperrplatten eintritt.
  • Um die Absperrorgane und die zwischen diesen befindliche Dichtungsschicht während des Betriebes von auftretenden Belastungen, d-ie durch das intermittierende Abziehen des Stranges entstehen, freizuhalten, ist nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung eine Verriegelungsvorrichtung vorgesehen, durch die Verteiler behälter und Kokille gegen zwei an diesen vorgesehene Anschlagflächen verspannt werden. Anstelle einer solchen Verriegelungsvorrichtung können aber auch die zum Heranfahren der Kokille an die Gießmündung des Verteilerbehälters notwendigen Einrichtungen, z.B. druckmittelbetätigte Kraftkolben, so ausgelegt sein, daß sie den belastungsfreien Zusammenhalt von Verteilerbehälter und Kokille gewährleisten.
  • Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele anhand der beiliegenden Zeichnungen sowie aus den weiteren Unteransprüchen. In den Zeichnungen zeigen: Figur 1 eine schematische Seitenansicht einer horizontalen Stranggießanlage für Stahl nach der Erfindung, teilweise geschnitten'im gießbereiten Zustand der Anlage, wobei aus Gründen der Ubersichtlichkeit die Verriegelungsvorrichtung weggelassen ist; Figur 2 die Stranggießanlage gemäß Figur 1 nach einer Gießunterbrechung, teilweise geschnitten,mit geschlossenen Absperrorganen und in auseinandergefahrenem Zustand von Verteilerbehälter und Kokille; Figur 3 einen Querschnitt durch die Kokille längs der Linie III-III in Figur 2; Figur 4 eine teilweise Seitenansicht der Stranggießanlage mit der Verriegelungsvorrichtung zwischen Verteilerbehälter und Kokille im gießbereiten Zustand der Anlage; Figur 5 einen Längsschnitt einer modifizierten Ausführungsform von Absperrorganen zwischen Verteilerbehälter und Kokille.
  • Figur 6 einen Horizontalschnitt im Bereich der Gießmündung längs der Linie VI-VI in Fig. 2, bei dem die übrigen Teile der Anlage und aus Ubersichtlichkeitsgründen auch die Verriegelungsvorrichtung gemäß Fiy. 4 weggelassen ist und der die Querschnittsform der Absperrplatten sowie die Art der Führungen, in denen die Absperrplatten geführt sind, erkennen lässt, und Figur 7 eine Stirnansicht in Richtung des Pfeiles VII in Fig. 2 auf die kokillenseitige Absperrplatte, deren Betätigungsvorrichtung und Führung.
  • Die in den Zeichnungen dargestellte erfindungsgemässe Stranggießanlage für das horizontale Stranggießen von Stahl besteht im wesentlichen aus einem im Ganzen mit 1 bezeichneten Verteilerbehälter und aus einer im Ganzen mit 2 bezeichneten Kokille, die auf einer Kokillenaufnahmevorrichtung 3 gelagert ist. Eine Gießpfanne, aus der dem Verteilerbehälter 1 zu vergiessendes flüssiges Metall zugeführt wird, sowie eie Abzugseinrichtung, durch die der erstarrte Gußstrang erfasst und aus der Kokille 2 herausgezogen wird, sind nicht dargestellt. Es handelt sich hierbei um herkömmliche Einrichtungen,die an dieser Stelle einer Erläuterung nicht bedürfen.
  • Der Verteilerbehälter 1, der eine übliche feuerfeste Ausmauerung enthält, ist auf einem Kippstuhl 11 um eine senkrecht zur Zeichenebene (Fig. 1) stehende Achse 12 schwenkbar gelagert und mittels eines Verteilerwagens 13 mit Rädern 14 auf Schienen 15 quer zur Gießrichtung, d.h.
  • in einer Richtung senkrecht zur Zeichenebene (Fig. 1) verfahrbar. Die Antriebsvorrichtung zum Kippen des Verteilerbehälters 1 ist nicht näher dargestellt, da es sich auch insoweit um eine bekannte Ausführung handelt.
  • Der Boden 16 des Verteilerbehälters 1 verläuft nach unten zu einer Gießmündung 17 hin, die durch eine Gießdüse 18 gebildet wird.
  • Die Kokille 2 ist, was ihren Aufbau betrifft, im wesentlichen von herkömmlicher Art.
  • Sie besitzt einen z.B. aus Kupfer bestehenden Formkörper 21, der von einem, beispielsweise aus Kupfer bestehenden Kühlmantel 22 umschlossen ist. Der von dem Formkörper 21 gebildete Formhohlraum weist eine Zulauföffnung 23 auf, welche im gezeiqten Ausführungsbeispiel durch eine Einlaufdüse 24 gebildet ist und einen gegenüber dem Formhohlraum engeren Durchflußquerschnitt besitzt. Der Zusammenhalt der geschilderten Teile und ggf. daran anschließender Strangführungsplatten ist durch den Kühlmantel 22 umschließende Rahmen 25 gewährleistet. An dem der Zulauföffnung 23 abgewendeten Kokillenende tritt der Guß strang 26 aus, der durch die nicht gezeigte Abzugsvorrichtung abgezogen wird.
  • Die Kokillenaufnahmevorrichtung 3 besteht aus einem mit dem Fundament fest verbundenen Grundrahmen 31 und einem die Kokille 2 tragenden Schlitten 32, der mittels einer Nutführung 33 in dem Grundrahmen 31 in Gießrichtung verschiebbar gelagert ist. Die Kokille 2 ist mittels seitlicher Ansätze 27 an den Rahmen 25 auf dem Schlitten 32 abgestützt. Mit dem Schlitten 32 sind Kühlwasserleitungen 34 (Zu- und Ablauf) verbunden, die über im Schlitten 32 ausgebildete Kühlwasserkanäle, von denen nur ein Kühlwasserkanal 35 in Fig. 3 erkennbar ist, zu nach oben mündenden Kühlwasseranschlüssen 36 führen.
  • Diese korrespondieren mit entsprechenden Kühlwasseranschlüssen an der Kokille 2; zwischen den Anschlüssen sind Dichtungsmittel 37 vorgesehen (Fig. 3).
  • Im hinteren Bereich des Grundrahmens 31 ist das eine Ende eines druckmittelbetätigten Eraftkolbens 38 befestigt, dessen Kolbenstangenende 39 mit Befestigungsaugen 40 des Schlittens 32 verbolzt ist. Durch den Kraftkolben 38 ist der Schlitten 32 und mit ihm die Kokille 2 gegenüber dem Grundrahmen 31 um den aus Fig. 2 ersichtlichen Trennhub vom Verteilerbehälter 1 wegfahrbar.
  • Im Fundament ist für die nach unten führenden Kühlwasserleitungen 34 ein entsprechender Bewegungsspielraum vorgesehen (vgl. Fig. 1).
  • Zwischen Verteiler behälter 1 und Kokille 2 ist eine im Ganzen mit 5 bezeichnete Absperrvorrichtung vorgesehen, durch die die Gießmündung 17 des Verteilerbehälters 1 und die Zulauföffnung 23 der Kokille 2 getrennt voneinander verschlieB-bar sind. Die Absperrvorrichtung 5 besteht aus einer verteilerseitigen Absperrplatte 51 und einer kokilleliseitigen Absperrplatte 52 sowie aus einer für beide Absperrplatten 51, 52 gemeinsamen Betätigungsvorricsltung 53. Die Absperrplatten 51, 52 weisen in ihrem Querschnitt den Öffnungen 17, 23 entsprechende Durchlaßöffnungen 54 auf und sind gegenüber den zugeordneten öffnungen 17, 23 in Führungen gemäß Fig. 6 und 7 so verschiebbar, daß sie in ihrer in Fig. 2 dargestellten Lage diese öffnungen gegenüber einem Austritt von Flüssigmetall dicht verschließen.
  • Die Betätigungsvorrichtung 53 weist einen in einem galgenartigen Aufsatz 55 der Kokille 2 geführten druckmittelbetätigten Kraftkolben 56 auf, dessen Kolben-stange einen Druckschuh 57 mit zwei in Achsrichtung der Kolbenstange gegeneinander versetzten Druckflächen 58, 59 trägt. Die Absperrplatten 51, 52 sind an ihrem oberen Rand, an dem die Druckflächen 59 bzw.
  • 59 angreifen, gleichsinnig abgeschrägt; eine korrespondierende Abschrägung weisen die Druckflächen 58, 59 auf (s. Fig. 1, 2).
  • Wie sich aus Fig. 4 ergibt, ist zu beiden Seiten der Verbindungsstelle zwischen Verteilerbehälter 1 und Kokille 2 eine im Ganzen mit 6 bezeichnete Verriegelungsvorrichtung angeordnet.
  • Die Verriegelungsvorrichtung 6 besteht im wesentlichen aus einer hakenförmigen Konsole 61, die an der Frontplatte des Verteilerbehälters 1 befestigt ist, einem Lagerbock 62 an der Kokille 2 für einen Exzenterhebel 63, der durch einen an dem Lagerbock 62 gelagerten Kraftkolben 64, dessen Kolbenstangenende bei 65 an dem Exzenterhebel 63 angreift, verschwenkbar ist, und aus einem Verriegelungshaken 66, der von oben her in Eingriff mit dem hakenförmigen Ende der Konsole 61 verschwenkt werden kann.
  • Die Konsole 61 und der Lagerbock 63 weisen zueinander gerichtete Stirnflächen 67, 68 auf, die als Anschlagflächen dienen und den gegen- seitigen Abstand von Verteilerbehälter 1 und Kokille 2 im gießbereiten Zustand der Anlage bestimmen.
  • Der Exzenterhebel 63 ist mit Zapfen 69 um eine zur Zeichenebene (Fig. 4) senkrechte Achse verschwenkbar in dem Lager bock 62 gelagert und besitzt einen Exzenter 70, der in nicht näher dargestellter Weise eine öffnung des Verriegelungshakens 66 durchsetzt und mit dieser nach Art eines Nockens zusammenwirkt.
  • Wie aus Fig. 1 erkennbar ist, ist im gießbereiten Zustand der Anlage zwischen den Absperrplatten 51, 52 um die Öffnungen 54 herum eine Dichtungsschicht 4 vorgesehen, die diese öffnungen 54 gegen einen Austritt von Flüssigmetall abdichtet und Lageabweichungen der Absperrplatten 51, 52 ausgleicht. Die Dichtungsschicht 4 besteht normalerweise aus feuerfester Stampfmasse, die fest an den Flächen der Absperrplatten 51, 52 haftet.
  • Die zugeordnete Fläche der kokillenseitigen Absperrplatte 52 ist mit einem Trennmittel, z.B.
  • Bornitrit, behandelt, um hierdurch eine leichtere Lösung bei einer Verschiebung dieser Absperrplatte von der Dichtungsschicht zu erreichen.
  • Die Fig. 5 zeigt eine Variante der Absperrvorrichtung zwischen dem Verteilerbehälter 1 und der Kokille 2. Hierbei ist kokillenseitig eine der Absperrplatte 52 entsprechende Absperrplatte 72 vorgesehen, die mit der Kolbenstange der zugehörigen Betätigungsvorrichtung 73 direkt verbunden ist. Die Betätigungsvorrichtung 73 entspricht im übrigen der Betätigungsvorrichtung 53 bei der Ausführungsform gemäß den Fig. 1 bis 4. Auf der Verteilerseite ist anstelle der Absperrplatte 51 eine Zulaufdüse 71 mit einem Kühlmantel 74 vorgesehen, der eine intensive Kühlung durch ein flüssiges oder gasförmiges Kühlmedium erlaubt. Die Zirkulation des Kühlmediums von einer nicht gezeigten Quelle her erfolgt über Kühlmittelkanäle 75. Die gekühlte Zulaufdüse 71 erlaubt durch die von dem Kühlmittel bewirkte starke Wärmeabfuhr ein rapides Verschließen der Gießmündung des Verteilerbehälters 1 durch den darin erstarrenden Schmelzestopfen. Auch bei dieser Ausführungsform ist zwischen der Stirnseite der Zulaufdüse 71 bzw. deren Kühlmantel 74 und der Fläche der Absperrplatte 72 eine Stampfmassendichtung 4 ausgebildet, die sich von der Absperrplatte 72 bei deren Betätigung durch Scherkraft löst.
  • Die Wirkungsweise der erfindungsgemässen Anlage ist folgende: In dem gießbereiten Zustand der Anlage, der sich aus Fig. 1 ergibt, stehen die Absperrplatten 51, 52 in der Offenstellung, so daß Flüssigmetall aus dem Verteilerbehälter 1 über dessen Gießmündung 17 durch die Zulauföffnung 23 in die Kokille 2 strömt, dort sukzessive erstarrt und als Gußstrang 26 abgezogen wird. Die Dichtungsschicht 4 aus Stampfmasse zwischen den Absperrplatten 51, 52 gleicht evtl. vorhandene Form- und Lageabweichungen der Absperrplatten aus und verhindert ein Austreten von Flüssigmetall. Die Kolbenstangen der Kraftkolben 38 befinden sich in ihrer ausgefahrenen Stellung, in der die Stirnflächen 67, 68 aneinander anliegen.
  • Der Verriegelungshaken 66 ist über das hakenförmige Ende der Konsole 61 geschwenkt und hintergreift dieses. Der Exzenterhebel 63 ist durch den Kraftkolben 64 in Fig. 4 nach rechts beaufschlagt, so daß er über seinen Exzenter 70 und die in dem Verriegelungshaken 66 vorgesehene öffnung den Verriegelungshaken kräftig nach rechts zieht und damit die Anschlagflächen 67, 68 aufgrund seiner Abstützung durch die Zapfen lagerung 69 fest miteinander verspannt. Die beim Abziehen des Gußstranges 23 in die Kokille 2 eingeleiteten Zugkräfte werden über die Kraftkolben 38 von dem Grundrahmen 31 aufgefangen. Die Verriegelungsvorrichtung 6 sorgt zusätzlich dafür, daß keinerlei unerwünschte Lösekraft durch den Betrieb der Anlage auf die Dichtungsschicht 4 ausgeübt wird.
  • Tritt nun eine Gießunterbrechung ein, die es erforderlich macht, den Verteilerbehälter 1 zu überprüfen, oder ist das Gießende erreicht, so wird durch ein entsprechendes Signal einer nicht gezeigten Steuervorrichtung die Kolbenstange der Betätigungseinrichtung 53 nach unten ausgefahren, so daß die Druckflächen 58, 59 auf die oberen Ränder der Absperrplatten 51, 52 auftreffen.
  • Infolge der versetzten Anordnung dieser Druckflächen erreicht die Druckfläche 39 den zugeordneten Rand der Absperrplatte 52 zuerst und verschiebt diese während eines gewissen Zeitintervalis relativ zu der Absperrplatte 51 nach unten. Durch die hierbei auftretende Scherkraft löst sich die Dichtungsschicht 4 von der Oberfläche der Absperrplatte 52. Im weiteren Verlauf des Kolbenhubes der Betätigungseinrichtung 53 wird auch der obere Rand der Absperrplatte 51 von dem Druckschuh 57 erfasst, so daß dann beide Absperrplatten gemeinsam in die Schließstellung verschoben werden, wie sich aus Fig. 2 ergibt.
  • Verteilerbehälter 1 und Kokille 2 sind dann schmelzedicht verschlossen. Nunmehr wird auf ein weiteres Signal hin der Kraftkolben 64 der Verriegelungsvorrichtung 6 betätigt, die Verspannung zwischen den Anschlagflächen 67, 68 dadurch gelöst und der Verriegelungshaken 66 aus der Konsole 61 ausgeschwenkt. Schließlich werden die Kolbenstangen der Kraftkolben 38 eingefahren, so daß die Kokille 2 gegenüber dem Verteilerbehälter 1 um den Trennhub in die aus Fig. 2 ersichtliche Stellung zurückgefahren wird. Die Trennung erfolgt mit sauberer Lösung der Verbindung zwischen der Dichtungsschicht 4 und der Oberfläche der Absperrplatte 52, da diese zuvor durch Scherwirkung voneinander getrennt worden waren. Nunmehr kann der Verteilerbehälter 1 unabhängig von der Kokille 2 gekippt und ggf.
  • verfahren werden. Der in der Kokille befindliche Metallrest kann erstarren und wird dann zusammen mit dem Guß strang 26 aus der Kokille her ausgezogen.
  • Bei der Ausführung der Absperrvorrichtung gemäß Fig. 5 wird der Zulaufdüse 71, gesteuert durch die Steuereinrichtung, Kühlmittel zugeführt, so daß der Schmelzestopfen in der Zulaufdüse 71 erstarrt und auf diese Weise die Gießmündung 17 verschließt. Nach Ablauf des entsprechenden Zeitraumes wird die Verriegelungsvorrichtung 6 wie vorstehend beschrieben gelöst.
  • Nach dem Herausziehen des Gußstranges 26 kann die Kokille 2 unabhängig von dem Verteilerbehälter 1 ebenfalls verfahren und ggf. ausgetauscht werden. Zum Austausch wird die Kokille 2 nach oben aus der Kokillenaufnahmevorrichtung 3 herausgenommen. Infolge der aus Fig. 3 ersichtlichen Konstruktion und Lage der Anschlußöffnungen 36 für das Kühlsystem der Kokille 2 ist es möglich, die Kühlmittelverbindung zwischen dem Schlitten 32 und der Kokille 2 ohne zusätzliche Manipulation zu lösen und mit der einzusetzenden weiteren Kokille wieder herzustellen.
  • Falls anstelle des fest mit dem Fundament verbundenen Grundrahmens 31 ein Kokillenwechselwagen vorgesehen ist, erfolgt das Auswechseln der Kokille durch Verfahren dieses Wagens und Heranfahren eines mit einer weiteren Kokille versehenen Wagens an die Gießposition.
  • Leerseite

Claims (11)

  1. Anlage zum horizontalen Stranggiessen von Metallen, insbesondere von Stahl An sprüche 1. Anlage zum horizontalen Stranggiessen von Metall, insbesondere von Stahl, mit einem eine Gießmündung (17) aufweisenden Verteilerbehälter (1) zur Aufnahme des zu vergiessenden Flüssigmetalls, mit einer zumindest annähernd horizontal ausgerichteten wassergekühlten Kokille (2), deren Zulauföffnung (23) über die Gießmündung (17) des Verteilerbehälters (1) flüssiges Metall zuführbar ist, und mit einer der Kokille (2) in Gießrichtung nachgeschalteten Abzugseinrichtung für den aus der Kokille (2) austretenden Gußstrang (26), dadurch gekennzeichnet, daß die Kokille (2) lösbar mit dem Verteilerbehälter (1) verbunden ist und sowohl der Gießmündung (17) des Verteilerbehälters (1) als auch der Zulauföffnung (23) der Kokille (2) Absperrorgane (51, 71; 52, 72) zugeordnet sind.
  2. 2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verteilerbehälter (1) kippbar ist und daß der Verteilerbehälter (1) und die Kokille (2) relativ zueinander verfahrbar sind.
  3. 3. Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Verteilerbehälter (1) quer zur Gießrichtung und die Kokille (2) in Gießrichtung verfahrbar sind.
  4. 4. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Absperrorgane quer zur Gießrichtung verschiebbare Absperrplatten (51, 52; 72) mit einer Durchflußöffnung (54) sind, die in je einer Führung an der Gießmündung (17) des Verteilerbehälters (1) bzw. an der Zulauföffnung (23) der Kokille (2) geführt sind.
  5. 5, Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die Absperrorgane (51, 52; 71, 72) eine Dichtungsschicht (4) aus feuerfester Stampfmasse einbringbar ist, die an den Absperrorganen unmittelbar anliegt.
  6. 6. Anlage nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Absperrplatten (51, 52), zwischen denen die Dichtungsschicht (4) im gieß- bereiten Zustand der Anlage angeordnet ist, durch eine Betätigungsvorrichtung (53) in einem zeitlichen Abstand nacheinander in die Schließstellung verstellbar sind.
  7. 7. Anlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine für beide Absperrplatten (51, 52) gemeinsame Betätigungsvorrichtung (53) einen Druckschuh (57) mit zwei den Absperrplatten (51, 52) jeweils zugeordneten Druckflächen (58, 59) aufweist, von denen die eine Druckfläche (58) gegenüber der anderen (59) in Bewegungsrichtung des Druckschuhes (57) zurückgesetzt ist.
  8. 8. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eines der Absperrorgane durch eine mit einem Kühlmantel (74) versehene und durch ein Kühlmittel beaufschlagbare Einlaufdüse (71) ist.
  9. 9. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Verteilerbehälter (1) und die Kokille (2) Anschlagflächen (67, 68) aufweisen, durch die ihr Abstand voneinander im gießbereiten Zustand der Anlage bestimmt ist, und daß zum Verspannen der Anschlagflächen (67, 68) gegeneinander eine Verriegelungsvorrichtung (6) vorgesehen ist.
  10. 10. Anlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungsvorrichtung (6) zwei Hakenelemente (61, 66) aufweist, von denen je eines an der Kokille (2) und an dem Verteilerbehälter (1) angeordnet ist und von denen das eine (66) in Eingriff mit dem anderen (61) verschwenkbar und durch einen Kraftkolben (64) oder dgl.
    verspannbar ist.
  11. 11. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei der die Kokille (2) in einer Kokillenaufnahme-Vorrichtung (3) gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß in der Kokillenaufnahmevorrichtung Kühlwasseranschlüsse (36) vorgesehen sind, die mit Änschlüssen an der Kokille (2) beim Einlegen der Kokille selbsttätig koppelbar sind.
DE19823201633 1982-01-20 1982-01-20 Absperrvorrichtung bei einer horizontalen Stranggießanlage Expired DE3201633C2 (de)

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