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Anlage zum horizontalen Stranggiessen von
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Metallen, insbesondere von Stahl Die Erfindung betrifft eine Anlage
zum horizontalen Stranggiessen von Metall, insbesondere von Stahl, mit einem eine
Gießmündung aufweisenden Verteilerbehälter zur Aufnahme des zu vergiessenden flüssigen
Metalls, mit einer zumindest annähernd horizontal ausgerichteten wassergekühlten
Kokille, deren Zulauföffnung iiber die Gießmündung des Verteilerbehälters flüssiges
Metall zuführbar ist, und mit einer der Kokille in Gießrichtung nachgeschalteten
Abzugseinrichtung für den aus der Kokille austretenden Guß strang.
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Bei den bekannten horizontalen Stranggießanlagen der vorstehend beschriebenen
Art bilden Verteilerbehälter und Kokille einschließlich ihrer Kokillenaufnahmevorrichtung
eine Einheit. Die Kokille ist
dabei an den Verteilerbehälter so
angeflanscht, daß die Gießmündung des Verteilerbehälters mit der Zulauföffnung zur
Kokille korrespondiert.
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Zwischen den aneinanderliegenden Flächen von Verteilerbehälter und
Kokille ist eine in der Regel aus feuerfester Stampfmasse bestehende Dichtung vorgesehen.(vgl.
"Stahl und Eisen" 1981, H. 6) Diese Konstruktion hat Nachteile. So muß bei Gießende
oder bei einer aus irgendwelchen Gründen notwendigen Gießunterbrechung mit dem Zurückkippen
der gesamten Einheit zum Zweck des Ausgießens von Gießschlacke aus dem Verteilerbehälter,
Reinigung der feuerfesten Ausmauerung und dgl. gewartet werden, bis der Gußstrang
am Kokillenende so weit durcherstarrt ist, daß er dort abgetrennt werden kann. Ein
Herausziehen des Gußstranges aus der Kokille durch die Abzugseinrichtung verbietet
sich, weil sonst der flüssige Teil des Gußstranges, der sich bei Gießende oder bei
einer Gießunterbrechung noch in der Kokille befindet, leerlaufen würde.
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Es ist zwar auch bereits bekannt, durch eine Intensivkühlung örtlich
am Kokillenende die Durcherstarrung des Gußstranges an dieser Stelle zu beschleunigen,
jedoch ist die hierfür und für die Durchführung des Trennschnittes erforderliche
Zeit stets so lange, daß auch im Bereich der Gießmündung des Verteiler behälters
und der Zulauföffnung der Kokille eine zumindest teilweise Erstarrung des dort vorhandenen
Metalls
einsetzt, so daß Verteilerbehälter, Metallrest und Kokille
in deren Zulaufbereich miteinander fest verbunden werden. Das hat zur Folge, daß
der Abbau der Kokille vom Verteilerbehälter, z.B. zum Zweck einer Reparatur oder
Inspektion, sehr erschwert ist und häufig Keramikteile oder der Kupfer-Kühlmantel
der Kokille beschädigt werden. Außerdem geht der in der Kokille verbleibende abgetrennte
Strangrest verloren.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Anlage zum horizontalen
Stranggiessen zu schaffen, mit der die vorerwähnten Nachteile vermieden werden können,
d.h. bei der am Gießende oder bei einer Gießunterbrechung der Verteilerbehälter
ohne Zeitverlust zugänglich ist, Beschädigungen im Bereich der Gießmündung des Verteiler
behälters und der Zulauföffnung zur Kokille vermieden werden können und Gießmetallverluste
durch abgetrennte Strangreste unterbleiben.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Kokille
lösbar mit dem Verteilerbehälter verbunden ist und sowohl der Gießmündung des Verteiler
behälters als auch der Zulauföffnung der Kokille Absperrorgane zugeordnet sind.
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Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß trotz eines gewissen
zusätzlichen Aufwandes in Form von Absperrorganen an der Gießmündung des
Verteilerbehälters
und an der Zulauföffnung zur Kokille insgesamt erhebliche Vorteile in betriebstechnischer
und baulicher Hinsicht erzielt werden können. So ist es am Gießende oder bei einer
Gießunterbrechung mit der erfindungsgemässen Anlage möglich, durch Betätigung der
Absperrorgane das im Verteilerbehälter bzw. in der Kokille befindliche Flüssigmetall
zu trennen und zu verhindern, daß es nach dem durch die Erfindung ermöglichten Lösen
von Verteilerbehälter und Kokille ausläuft. Durch das Einfahren der Absperrorgane
in den noch flüssigen Gießstrang wird vermieden, daß bei längerer itartezeit das
Metall hindend erstarrt und die erwähnten Schwierigkeiten und Nachteile bei der
Trennung der Kokille vom Verteilerbehälter hervorruft.
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Der Verteilerbehälter kann unmittelbar nach dem Einfahren der Absperrorgane
unabhängig von der Kokille gekippt und gereinigt bzw. inspiziert werden. Das Erstarren
des in der Kokille verbleibenden Strangendes kann abgewartet werden, da die Kokille
nicht mehr, wie bisher notwendig, zusammen mit dem Verteilerbehälter gekippt wird.
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Nach dem Erstarren kann der Gußstrang durch die Abzugseinrichtung
voll aus der Kokille herausgezogen werden, so daß kein ungenützter Gießrest verbleibt.
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Infolge der leicht lösbaren Verbindung zwischen Verteilerbehälter
und Kokille kann auch die Vorheizung des Verteilerbehälters vor Gießbeginn,
die
bis zu acht Stunden dauern kann, unabhängig von der zu dieser Zeit noch nicht mit
dem Verteilerbehälter verbundenen Kokille erfolgen, so daß dementsprechend auch
die bisher notwendige Kühlung der Kokille während der Vorheizperiode entfällt. Vielmehr
ist die Kokille während dieser Zeit bis kurz vor Gießbeginn von der Zulauföffnung
her zugänglich, so daß die Abdichtung des Kaltstranges am Kokillenende, insbesondere
wegen der möglichen Sichtüberwachung des Abdichtbereiches, leichter durchführbar
ist. Ein weiterer wesentlicher Vorteil betriebstechnischer Art liegt darin, daß
Wärmeverzüge an der Frontplatte des Verteilerbehälters, an der die Kokille bei den
bekannten Anlagen angeflanscht ist, nur noch einen erheblich geringeren oder überhaupt
keinen nachteiligen Einfluß mehr auf die Ausrichtung der Kokille haben können.
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Erhebliche bautechnische Vorteile liegen darin, daß der Verteilerbehälter
leichter als bisher gebaut werden kann, weil er beim Kippen nicht mehr das Gewicht
der auskragenden Kokille zu tragen braucht, daß aus demselben Grund auch die Antriebsleistung
für die Kippvorrichtung des Verteilerbehälters herabgesetzt werden kann, weil die
notwendigen Kippmomente erheblich verringert sind, und daß die mit der Kokille verbundenen
Rohrleitungen, die Kühlwasser und gegebenenfalls Druckmittel für Kraftkolben oder
dgl. zuführen, nur noch kleine Ausrichtbewegungen
und Verschiebungen
der Kokille mitmachen müssen und deswegen die bisher wegen der Seitwärtsbewegung
des Verteilerbehälters notwendigen Biegeschlaufen oder Wickelvorrichtungen wegfallen.
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Uberdies ist die Gefahr eines Undichtwerdens der Verbindungsstelle
zwischen Verteilerbehälter und Kokille an der dort vorgesehenen feuerfesten Abdichtung
erheblich herabgesetzt, weil diese Dichtung nicht mehr durch die dort auftretende
Belastung beim Kippen des Verteilerbehälters zusaittinen mit der Kokille beansprucht
wird.
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Die Absperrorgane an der Gießmündung des Verteiler behälters bzw.
an der Zulauföffnung der Kokille können von jeder Art und Ausbildung sein, die geeignet
ist, eine hinreichende Abdichtung gegenüber dem zu vergießenden Flüssigmetall zu
liefern. Dazu zählen Stoptenverschlüsse und dgl., wie sie beispielsweise beim Vertikal-Strangiessen
bekannt sind. Nach einer besonders vorteilhaften Ausführung der Erfindung ist jedoch
vorgesehen, daß die Absperrorgane quer zur Gießrichtung verstellbare Absperrplatten
mit einer Durchflußöffnung sind, die in je einer Führung an der Gießmündung des
Verteilerbehälters bzw. an der Zulauföffnung der Kokille geführt sind. Hierdurch
wird trotz der Anordnung der beiden Absperrorgane in Gießrichtung wenig Platz beansprucht.
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Nach einer weiteren vorteilhaften Ausbildung ist zwischen den Absperrorganen-
eine Dichtungs-+(verschieb- oder verdrehbare)
schicht aus feuerfester
Stampfmasse einbringbar, die unmittelbar an den Absperrorganen anliegt.
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Diese Dichtungsschicht braucht nur bezüglich ihrer ausreichenden Dichtheit
gegenüber einem Austreten von Flüssigmetall während des Gießvorganges ausgelegt
zu werden, da sie darüber hinausgehenden weiteren mechanischen Belastungen nicht
ausgesetzt ist.
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Um die Absperrplatten, zwischen denen im gießbereiten Zustand der
Anlage die erwähnte Dichtungsschicht vorgesehen ist, im Bedarfsfall in die Schließstellung
verschieben zu können, ist eine Betätigungsvorrichtung vorgesehen, die zweckmässigerweise
in einem zeitlichen Abstand nacheinander auf die Absperrplatten wirkt. In einer
anfänglichen Phase der Betätigung werden somit die Absperrplatten nicht gleichzeitig
bewegt, sondern führen vorübergehend eine Relativbewegung zueinander aus, durch
welche die an ihnen anliegende Dichtungsschicht abgeschert wird.
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Das erleichtert das nachfolgende Ause in anderfahren von Verteilerbehälter
und Kokille, wobei auch eine saubere Trennflache zur Dichtungsschicht hin entsteht.
Zweckmässigerweise wird dabei eine der Absperrplatten, an der die Trennung gewünscht
ist, zur Erzielung einer Sollbruchstelle vor dem Einbringen der Dichtungsschicht
mit einem Trennmittel, z.B. mit Bornitrit, oberflächenbehandelt.
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Die geschilderte Art der Betätigung der Absperrplatten kann durch
entsprechend gesteuerte BetAtigungs-
vorrichtungen für jede der
beiden Absperrplatten erzielt werden. Nach einer vorteilhaften und baulich einfachen
Ausführung ist jedoch für beide Absperrplatten eine gemeinsame Betätigungsvorrichtung
mit einem Druckschuh vorgesehen, der für die beiden Absperrplatten jeweils eine
zugeordnete Druckfläche aufweist. Diese Druckflächen sind in Bewegungsrichtung des
Druckschuhes gegeneinander versetzt, so daß dadurch bei Betätigung die erwähnte
anfängliche Relativbewegung der Absperrplatten eintritt.
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Um die Absperrorgane und die zwischen diesen befindliche Dichtungsschicht
während des Betriebes von auftretenden Belastungen, d-ie durch das intermittierende
Abziehen des Stranges entstehen, freizuhalten, ist nach einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung eine Verriegelungsvorrichtung vorgesehen, durch die Verteiler behälter
und Kokille gegen zwei an diesen vorgesehene Anschlagflächen verspannt werden. Anstelle
einer solchen Verriegelungsvorrichtung können aber auch die zum Heranfahren der
Kokille an die Gießmündung des Verteilerbehälters notwendigen Einrichtungen, z.B.
druckmittelbetätigte Kraftkolben, so ausgelegt sein, daß sie den belastungsfreien
Zusammenhalt von Verteilerbehälter und Kokille gewährleisten.
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Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele anhand der beiliegenden
Zeichnungen sowie aus den weiteren Unteransprüchen. In den Zeichnungen zeigen: Figur
1 eine schematische Seitenansicht einer horizontalen Stranggießanlage für Stahl
nach der Erfindung, teilweise geschnitten'im gießbereiten Zustand der Anlage, wobei
aus Gründen der Ubersichtlichkeit die Verriegelungsvorrichtung weggelassen ist;
Figur 2 die Stranggießanlage gemäß Figur 1 nach einer Gießunterbrechung, teilweise
geschnitten,mit geschlossenen Absperrorganen und in auseinandergefahrenem Zustand
von Verteilerbehälter und Kokille; Figur 3 einen Querschnitt durch die Kokille längs
der Linie III-III in Figur 2; Figur 4 eine teilweise Seitenansicht der Stranggießanlage
mit der Verriegelungsvorrichtung zwischen Verteilerbehälter und Kokille im gießbereiten
Zustand der Anlage; Figur 5 einen Längsschnitt einer modifizierten Ausführungsform
von Absperrorganen zwischen Verteilerbehälter und Kokille.
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Figur 6 einen Horizontalschnitt im Bereich der Gießmündung längs der
Linie VI-VI in Fig. 2, bei dem die übrigen Teile der Anlage und aus Ubersichtlichkeitsgründen
auch die Verriegelungsvorrichtung gemäß Fiy. 4 weggelassen ist und der die Querschnittsform
der Absperrplatten sowie die Art der Führungen, in denen die Absperrplatten geführt
sind, erkennen lässt, und Figur 7 eine Stirnansicht in Richtung des Pfeiles VII
in Fig. 2 auf die kokillenseitige Absperrplatte, deren Betätigungsvorrichtung und
Führung.
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Die in den Zeichnungen dargestellte erfindungsgemässe Stranggießanlage
für das horizontale Stranggießen von Stahl besteht im wesentlichen aus einem im
Ganzen mit 1 bezeichneten Verteilerbehälter und aus einer im Ganzen mit 2 bezeichneten
Kokille, die auf einer Kokillenaufnahmevorrichtung 3 gelagert ist. Eine Gießpfanne,
aus der dem Verteilerbehälter 1 zu vergiessendes flüssiges Metall zugeführt wird,
sowie eie Abzugseinrichtung, durch die der erstarrte Gußstrang erfasst und aus der
Kokille 2 herausgezogen wird, sind nicht dargestellt. Es handelt sich hierbei um
herkömmliche Einrichtungen,die an dieser Stelle einer Erläuterung nicht bedürfen.
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Der Verteilerbehälter 1, der eine übliche feuerfeste Ausmauerung enthält,
ist auf einem Kippstuhl 11 um eine senkrecht zur Zeichenebene (Fig. 1) stehende
Achse 12 schwenkbar gelagert und mittels eines Verteilerwagens 13 mit Rädern 14
auf Schienen 15 quer zur Gießrichtung, d.h.
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in einer Richtung senkrecht zur Zeichenebene (Fig. 1) verfahrbar.
Die Antriebsvorrichtung zum Kippen des Verteilerbehälters 1 ist nicht näher dargestellt,
da es sich auch insoweit um eine bekannte Ausführung handelt.
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Der Boden 16 des Verteilerbehälters 1 verläuft nach unten zu einer
Gießmündung 17 hin, die durch eine Gießdüse 18 gebildet wird.
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Die Kokille 2 ist, was ihren Aufbau betrifft, im wesentlichen von
herkömmlicher Art.
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Sie besitzt einen z.B. aus Kupfer bestehenden Formkörper 21, der von
einem, beispielsweise aus Kupfer bestehenden Kühlmantel 22 umschlossen ist. Der
von dem Formkörper 21 gebildete Formhohlraum weist eine Zulauföffnung 23 auf, welche
im gezeiqten Ausführungsbeispiel durch eine Einlaufdüse 24 gebildet ist und einen
gegenüber dem Formhohlraum engeren Durchflußquerschnitt besitzt. Der Zusammenhalt
der geschilderten Teile und ggf. daran anschließender Strangführungsplatten ist
durch den Kühlmantel 22 umschließende Rahmen 25 gewährleistet. An dem der Zulauföffnung
23 abgewendeten Kokillenende tritt der Guß strang 26 aus, der durch die nicht gezeigte
Abzugsvorrichtung abgezogen wird.
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Die Kokillenaufnahmevorrichtung 3 besteht aus einem mit dem Fundament
fest verbundenen Grundrahmen 31 und einem die Kokille 2 tragenden Schlitten 32,
der mittels einer Nutführung 33 in dem Grundrahmen 31 in Gießrichtung verschiebbar
gelagert ist. Die Kokille 2 ist mittels seitlicher Ansätze 27 an den Rahmen 25 auf
dem Schlitten 32 abgestützt. Mit dem Schlitten 32 sind Kühlwasserleitungen 34 (Zu-
und Ablauf) verbunden, die über im Schlitten 32 ausgebildete Kühlwasserkanäle, von
denen nur ein Kühlwasserkanal 35 in Fig. 3 erkennbar ist, zu nach oben mündenden
Kühlwasseranschlüssen 36 führen.
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Diese korrespondieren mit entsprechenden Kühlwasseranschlüssen an
der Kokille 2; zwischen den Anschlüssen sind Dichtungsmittel 37 vorgesehen (Fig.
3).
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Im hinteren Bereich des Grundrahmens 31 ist das eine Ende eines druckmittelbetätigten
Eraftkolbens 38 befestigt, dessen Kolbenstangenende 39 mit Befestigungsaugen 40
des Schlittens 32 verbolzt ist. Durch den Kraftkolben 38 ist der Schlitten 32 und
mit ihm die Kokille 2 gegenüber dem Grundrahmen 31 um den aus Fig. 2 ersichtlichen
Trennhub vom Verteilerbehälter 1 wegfahrbar.
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Im Fundament ist für die nach unten führenden Kühlwasserleitungen
34 ein entsprechender Bewegungsspielraum vorgesehen (vgl. Fig. 1).
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Zwischen Verteiler behälter 1 und Kokille 2 ist eine im Ganzen mit
5 bezeichnete Absperrvorrichtung vorgesehen, durch die die Gießmündung 17 des Verteilerbehälters
1 und die Zulauföffnung 23 der Kokille 2 getrennt voneinander verschlieB-bar sind.
Die Absperrvorrichtung 5 besteht aus einer verteilerseitigen Absperrplatte 51 und
einer kokilleliseitigen Absperrplatte 52 sowie aus einer für beide Absperrplatten
51, 52 gemeinsamen Betätigungsvorricsltung 53. Die Absperrplatten 51, 52 weisen
in ihrem Querschnitt den Öffnungen 17, 23 entsprechende Durchlaßöffnungen 54 auf
und sind gegenüber den zugeordneten öffnungen 17, 23 in Führungen gemäß Fig. 6 und
7 so verschiebbar, daß sie in ihrer in Fig. 2 dargestellten Lage diese öffnungen
gegenüber einem Austritt von
Flüssigmetall dicht verschließen.
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Die Betätigungsvorrichtung 53 weist einen in einem galgenartigen Aufsatz
55 der Kokille 2 geführten druckmittelbetätigten Kraftkolben 56 auf, dessen Kolben-stange
einen Druckschuh 57 mit zwei in Achsrichtung der Kolbenstange gegeneinander versetzten
Druckflächen 58, 59 trägt. Die Absperrplatten 51, 52 sind an ihrem oberen Rand,
an dem die Druckflächen 59 bzw.
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59 angreifen, gleichsinnig abgeschrägt; eine korrespondierende Abschrägung
weisen die Druckflächen 58, 59 auf (s. Fig. 1, 2).
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Wie sich aus Fig. 4 ergibt, ist zu beiden Seiten der Verbindungsstelle
zwischen Verteilerbehälter 1 und Kokille 2 eine im Ganzen mit 6 bezeichnete Verriegelungsvorrichtung
angeordnet.
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Die Verriegelungsvorrichtung 6 besteht im wesentlichen aus einer hakenförmigen
Konsole 61, die an der Frontplatte des Verteilerbehälters 1 befestigt ist, einem
Lagerbock 62 an der Kokille 2 für einen Exzenterhebel 63, der durch einen an dem
Lagerbock 62 gelagerten Kraftkolben 64, dessen Kolbenstangenende bei 65 an dem Exzenterhebel
63 angreift, verschwenkbar ist, und aus einem Verriegelungshaken 66, der von oben
her in Eingriff mit dem hakenförmigen Ende der Konsole 61 verschwenkt werden kann.
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Die Konsole 61 und der Lagerbock 63 weisen zueinander gerichtete Stirnflächen
67, 68 auf, die als Anschlagflächen dienen und den gegen-
seitigen
Abstand von Verteilerbehälter 1 und Kokille 2 im gießbereiten Zustand der Anlage
bestimmen.
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Der Exzenterhebel 63 ist mit Zapfen 69 um eine zur Zeichenebene (Fig.
4) senkrechte Achse verschwenkbar in dem Lager bock 62 gelagert und besitzt einen
Exzenter 70, der in nicht näher dargestellter Weise eine öffnung des Verriegelungshakens
66 durchsetzt und mit dieser nach Art eines Nockens zusammenwirkt.
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Wie aus Fig. 1 erkennbar ist, ist im gießbereiten Zustand der Anlage
zwischen den Absperrplatten 51, 52 um die Öffnungen 54 herum eine Dichtungsschicht
4 vorgesehen, die diese öffnungen 54 gegen einen Austritt von Flüssigmetall abdichtet
und Lageabweichungen der Absperrplatten 51, 52 ausgleicht. Die Dichtungsschicht
4 besteht normalerweise aus feuerfester Stampfmasse, die fest an den Flächen der
Absperrplatten 51, 52 haftet.
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Die zugeordnete Fläche der kokillenseitigen Absperrplatte 52 ist mit
einem Trennmittel, z.B.
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Bornitrit, behandelt, um hierdurch eine leichtere Lösung bei einer
Verschiebung dieser Absperrplatte von der Dichtungsschicht zu erreichen.
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Die Fig. 5 zeigt eine Variante der Absperrvorrichtung zwischen dem
Verteilerbehälter 1 und der Kokille 2. Hierbei ist kokillenseitig eine der Absperrplatte
52 entsprechende Absperrplatte 72 vorgesehen, die mit der Kolbenstange der zugehörigen
Betätigungsvorrichtung 73 direkt verbunden ist. Die Betätigungsvorrichtung 73 entspricht
im
übrigen der Betätigungsvorrichtung 53 bei der Ausführungsform
gemäß den Fig. 1 bis 4. Auf der Verteilerseite ist anstelle der Absperrplatte 51
eine Zulaufdüse 71 mit einem Kühlmantel 74 vorgesehen, der eine intensive Kühlung
durch ein flüssiges oder gasförmiges Kühlmedium erlaubt. Die Zirkulation des Kühlmediums
von einer nicht gezeigten Quelle her erfolgt über Kühlmittelkanäle 75. Die gekühlte
Zulaufdüse 71 erlaubt durch die von dem Kühlmittel bewirkte starke Wärmeabfuhr ein
rapides Verschließen der Gießmündung des Verteilerbehälters 1 durch den darin erstarrenden
Schmelzestopfen. Auch bei dieser Ausführungsform ist zwischen der Stirnseite der
Zulaufdüse 71 bzw. deren Kühlmantel 74 und der Fläche der Absperrplatte 72 eine
Stampfmassendichtung 4 ausgebildet, die sich von der Absperrplatte 72 bei deren
Betätigung durch Scherkraft löst.
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Die Wirkungsweise der erfindungsgemässen Anlage ist folgende: In dem
gießbereiten Zustand der Anlage, der sich aus Fig. 1 ergibt, stehen die Absperrplatten
51, 52 in der Offenstellung, so daß Flüssigmetall aus dem Verteilerbehälter 1 über
dessen Gießmündung 17 durch die Zulauföffnung 23 in die Kokille 2 strömt, dort sukzessive
erstarrt und als Gußstrang 26 abgezogen wird. Die Dichtungsschicht 4 aus Stampfmasse
zwischen den Absperrplatten 51, 52 gleicht evtl. vorhandene Form- und Lageabweichungen
der Absperrplatten aus und verhindert ein Austreten von Flüssigmetall. Die Kolbenstangen
der Kraftkolben 38 befinden sich in
ihrer ausgefahrenen Stellung,
in der die Stirnflächen 67, 68 aneinander anliegen.
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Der Verriegelungshaken 66 ist über das hakenförmige Ende der Konsole
61 geschwenkt und hintergreift dieses. Der Exzenterhebel 63 ist durch den Kraftkolben
64 in Fig. 4 nach rechts beaufschlagt, so daß er über seinen Exzenter 70 und die
in dem Verriegelungshaken 66 vorgesehene öffnung den Verriegelungshaken kräftig
nach rechts zieht und damit die Anschlagflächen 67, 68 aufgrund seiner Abstützung
durch die Zapfen lagerung 69 fest miteinander verspannt. Die beim Abziehen des Gußstranges
23 in die Kokille 2 eingeleiteten Zugkräfte werden über die Kraftkolben 38 von dem
Grundrahmen 31 aufgefangen. Die Verriegelungsvorrichtung 6 sorgt zusätzlich dafür,
daß keinerlei unerwünschte Lösekraft durch den Betrieb der Anlage auf die Dichtungsschicht
4 ausgeübt wird.
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Tritt nun eine Gießunterbrechung ein, die es erforderlich macht, den
Verteilerbehälter 1 zu überprüfen, oder ist das Gießende erreicht, so wird durch
ein entsprechendes Signal einer nicht gezeigten Steuervorrichtung die Kolbenstange
der Betätigungseinrichtung 53 nach unten ausgefahren, so daß die Druckflächen 58,
59 auf die oberen Ränder der Absperrplatten 51, 52 auftreffen.
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Infolge der versetzten Anordnung dieser Druckflächen erreicht die
Druckfläche 39 den zugeordneten Rand der Absperrplatte 52 zuerst und verschiebt
diese während eines gewissen Zeitintervalis relativ zu der Absperrplatte 51 nach
unten. Durch die
hierbei auftretende Scherkraft löst sich die Dichtungsschicht
4 von der Oberfläche der Absperrplatte 52. Im weiteren Verlauf des Kolbenhubes der
Betätigungseinrichtung 53 wird auch der obere Rand der Absperrplatte 51 von dem
Druckschuh 57 erfasst, so daß dann beide Absperrplatten gemeinsam in die Schließstellung
verschoben werden, wie sich aus Fig. 2 ergibt.
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Verteilerbehälter 1 und Kokille 2 sind dann schmelzedicht verschlossen.
Nunmehr wird auf ein weiteres Signal hin der Kraftkolben 64 der Verriegelungsvorrichtung
6 betätigt, die Verspannung zwischen den Anschlagflächen 67, 68 dadurch gelöst und
der Verriegelungshaken 66 aus der Konsole 61 ausgeschwenkt. Schließlich werden die
Kolbenstangen der Kraftkolben 38 eingefahren, so daß die Kokille 2 gegenüber dem
Verteilerbehälter 1 um den Trennhub in die aus Fig. 2 ersichtliche Stellung zurückgefahren
wird. Die Trennung erfolgt mit sauberer Lösung der Verbindung zwischen der Dichtungsschicht
4 und der Oberfläche der Absperrplatte 52, da diese zuvor durch Scherwirkung voneinander
getrennt worden waren. Nunmehr kann der Verteilerbehälter 1 unabhängig von der Kokille
2 gekippt und ggf.
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verfahren werden. Der in der Kokille befindliche Metallrest kann erstarren
und wird dann zusammen mit dem Guß strang 26 aus der Kokille her ausgezogen.
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Bei der Ausführung der Absperrvorrichtung gemäß Fig. 5 wird der Zulaufdüse
71, gesteuert durch die Steuereinrichtung, Kühlmittel zugeführt, so
daß
der Schmelzestopfen in der Zulaufdüse 71 erstarrt und auf diese Weise die Gießmündung
17 verschließt. Nach Ablauf des entsprechenden Zeitraumes wird die Verriegelungsvorrichtung
6 wie vorstehend beschrieben gelöst.
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Nach dem Herausziehen des Gußstranges 26 kann die Kokille 2 unabhängig
von dem Verteilerbehälter 1 ebenfalls verfahren und ggf. ausgetauscht werden. Zum
Austausch wird die Kokille 2 nach oben aus der Kokillenaufnahmevorrichtung 3 herausgenommen.
Infolge der aus Fig. 3 ersichtlichen Konstruktion und Lage der Anschlußöffnungen
36 für das Kühlsystem der Kokille 2 ist es möglich, die Kühlmittelverbindung zwischen
dem Schlitten 32 und der Kokille 2 ohne zusätzliche Manipulation zu lösen und mit
der einzusetzenden weiteren Kokille wieder herzustellen.
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Falls anstelle des fest mit dem Fundament verbundenen Grundrahmens
31 ein Kokillenwechselwagen vorgesehen ist, erfolgt das Auswechseln der Kokille
durch Verfahren dieses Wagens und Heranfahren eines mit einer weiteren Kokille versehenen
Wagens an die Gießposition.
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