DE320169C - Schutzvorrichtung gegen Undichtwerden des Kuehlers fahrbarer Trinkwasserbereiter - Google Patents

Schutzvorrichtung gegen Undichtwerden des Kuehlers fahrbarer Trinkwasserbereiter

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DE320169C
DE320169C DE1917320169D DE320169DD DE320169C DE 320169 C DE320169 C DE 320169C DE 1917320169 D DE1917320169 D DE 1917320169D DE 320169D D DE320169D D DE 320169DD DE 320169 C DE320169 C DE 320169C
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    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/02Treatment of water, waste water, or sewage by heating

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Description

  • Schutzvorrichtung gegen Undichtwerden des Kühlers fahrbarer Trinkwasserbereiter. Fahrbare Trinkwasserbereiter werden im Felde dazu verwendet, die Truppen im Bew egungs-, im Stellungskriege und in der Etappe überall da mit brauchbarem keimfreien Trinkwasser zu versorgen, wo dieses aus Mangel an geeigneten Brunnen fehlt.
  • Jedes Oberflächenwasser wird infolge von Sterilisation, Filterung,. Abkühlung und Belüftung in ein sofort verwendungsfähiges Trinkwasser verwandelt. Der Apparat schafft mittels Dampfpumpe das Wasser selbst in die Apparatur, so daß der Betrieb kontinuierlich verläuft.
  • Die Apparatur besteht aus Sterilisierkessel, Vorfilter, Kühler, Nachfilter, Dampf- und Handpumpe, die durch Rohrleitungen miteinander verbunden und beispielsweise auf vierrädrigem Fahrgestell montiert sind. Dabei war bei der Konstruktion des Apparates infolge der an ihn gestellten Anforderungen im Feldgebrauch ein Hauptaugenmerk darauf zu legen, daß der Apparat den von der Heeresverwaltung, was Fahrbarkeit anbetrifft, daran gestellten Ansprüchen vollauf genügt. So z. B. mußte der schwerste Teil der Apparatur, der Kühler, der früher auf dem Wagenrahmen des Fahrgestells stand, so tief gelegt werden, infolge von angestellten Fahrversuchen, daß seine Qberfiäche in der Ebene des Fahrgestellrahmens liegt.
  • Während der langen Kriegszeit hat sich herausgestellt, daß die bisherige Anbringung und Konstruktion des Kühlers noch nicht gebührend Rücksicht nahm auf die Haltbarkeit des Kühlers während des Gebrauchs und auch während des Fahrens. Die meisten Reparaturen des fahrbaren Trinkwasserbereiters sind Kühlerreparaturen. Diese werden dadurch verursacht, claß die Haltbarkeit des Kühlers infolge der Wanderung der Erwärinungszone beim Gebrauch des auf dem Prinzip des Gegenstroms beruhenden Kühlers ungünstig beeinfiußi wird. Es treten infolge der wechselnden Erwärmung Materialspannungen auf, die an den Abschlußstellen der aus einzeln aneinandergereihten und durch L ötung verbundenen Kammern zur Wirkung kommen. Indessen würden diese Wirkungen an sich noch nicht so bedenklich sein, wenn nicht gleichzeitig beim Fahren des Apparates die Längsträger des Fahrgestellrahmens, auf denen der Kühler befestigt ist, leicht in verscliiedene Ebenen geraten würden. Dies ist aber tatsächlich unvermeidlich und dadurch werden Abscher-, Biegungs- und Drehmoinente ausgelöst, die. in Verbindung mit den durch die vorstehend geschilderten Wärmewirkungen bedingten Spannungen die teilweise Zerstörung - des Kühlers hervorrufen. Nun ist aber die absolute Dichtigkeit des Kühlers die unerläßliche Vorbedingung für die Brauchbarkeit des ganzen Apparates, denn es wirken im Wärmeaustausch innerhalb des Kühlers das kalte infizierte Rohwasser und das heiße Sterilwasser aufeinander ein, wobei sie durch die Lamellen im Kühler voneinander getrennt sind. Würde auch nur an einer einzigen Stelle infolge einer Undichtigkeit ein Tropfen Rohwasser in das Sterilwasser gelangen, so wäre die Wirkung des ganzen Arbeitsprozesses illusorisch. Das zu sterilisierende Wasser wird in den Kessel A gebracht, von dem aus es zum zwecke der Abkühlung dem Kühler B zugeführt wird. Als Kühlmittel fließt ihm im Kühler das kalte Rohwasser entgegen, das auf diese Weise schon nahezu mit der gewünschten Temperatur in den Sterilisierkessel A gelangt.
  • Der Weg, den beide Wasserströme, nämlich das kalte Rohwasser einerseits und das heiße Sterilwasser anderseits, nach dem Gegenstromprinzip im Kühler nehmen, ist in Fig. 5 durch Pfeile kenntlich gemacht. Die Eintritte beider Wasserströme sind in Fig. 2 am Kühler B sichtbar. Bei dem Stutzen s tritt das heiße Sterilwasser ein und bei t tritt es aus. Das kalte Rohwasser dagegen tritt bei t, ein und bei s,. aus.
  • Es leuchtet ein, daß eine intensive Erwärmung des Kühlers sich geltend macht, wenn das heiße Sterilwasser bei s in den Kühler eintritt, und daß sich diese Erwärmungszone allmählich nach dem entgegengesetzten Ende des Kühlers vorschiebt,` während gleichzeitig eine kalte Zone bei t beginnend, sich allmählich nach dem entgegengesetzten Ende hin bewegt.
  • Um dem vorgeschilderten Mangel wirksam zu begegnen, sieht die Erfindung zwei miteinander in Verbindung wirkende Mittel vor. Um die Gefahr der Verschiebung in den Ebenen der beiden Längsträger des Fahrgestelles in der Hauptsache auszuschalten, wird der Kühler, wie aus der anliegenden Zeichnung ersichtlich, in einem z. B aus Winkeleisen bestehenden Traggestell a gelagert. Dies reicht aber erfahrungsgemäß noch nicht völlig aus, sondern es müssen fernerhin die in der Zeichnung angegebenen Spannungsschinen b an mehreren Stellen der aus Lamellen hergestellten Kühlschlange in gewissen Abständen eingeschaltet werden, um auch den letzten Rest- der vorstehend eingehend erörterten Scher-, Dreh- und Biegungsmomente zu beseitigen.
  • Die einzelnen Zellen, aus denen der Kühler besteht, werden für gewöhnlich durch rechtwinklig gebogene Schienen c (Fig. 3) abgeschlossen, die dampfdicht verlötet werden. Erfahrungsgemäß sind diese aus den angegebenen Gründen nicht haltbar, vielmehr reißt infolge der verschiedenen Spannungen die Lötung, ein Übelstand, , der durch Einschaltung der Spamiungsschienen in Verbindung mit der Unterbringung des gesamten Kühlers in ein Traggestell beseitigt wird. Die Anordnung der Spannungsschiene b neben den rechtwinklig gebogenen Schienen c ist im einzelnen in Fig.6 im Querschnitt, und in Fig. q. im Längsschnitt dargestellt.
  • Gleichzeitig wird durch diese Kombination der Kühler geschützt gegen nachteilige äußere Einwirkungen, wie z. B. Stoßwirkungen beim Fahren u. a.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schutzvorrichtung gegen Undichtwerden des Kühlers fahrbarer Trinkwasserbereiter, dadurch gekennzeichnet, daß der Kühler in einem am Rahmen des Fahrgestelles befestigten - besonderen Traggestell (a) frei gelagert ist, und in die aus Lamellen hergestellte Schlange des Kühlers Spannungsschienen (b) eingeschaltet sind.
DE1917320169D 1917-12-04 1917-12-04 Schutzvorrichtung gegen Undichtwerden des Kuehlers fahrbarer Trinkwasserbereiter Expired DE320169C (de)

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