DE3201924A1 - Verfahren und vorrichtung zum unkenntlichmachen des textes auf einmal verwendbaren farbbaendern fuer schreib- und aehnliche maschinen - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum unkenntlichmachen des textes auf einmal verwendbaren farbbaendern fuer schreib- und aehnliche maschinenInfo
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Jan< 1982
y§rf§Ü£§Q_yQd_y.Qrrichtung_zum_ynkenntlichmachen_des_Textes_auf_einmal
verwendbaren Farbbändern für Schreib- und ähnliche Maschinen.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Ünkenntlichmachen des
Textes auf einmal verwendbaren Farbbändern für Schreib- und ähnliche Maschinen, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Es ist bekannt, daß der geschriebene Text deutlich lesbar auf derartigen Farbbändern erhalten bleibt. Zum einen ergibt sich die Lesbarkeit
durch den Abtrag von Farbpartikeln entsprechend der ausgewählten Schriftzeichen während des Schreibvorganges. Zum anderen
kann aber der Text auch dann noch gelesen werden, wenn die restlichen Farbpartikel vom Farbband abgelöst werden. Dies deshalb, weil die
Schriftzeichen des Typenträgers eine Einprägung auf dem Farbband hinterlassen, so daß der geschriebene Text auch dadurch deutlich
lesbar bleibt.
Insbesondere von Behörden, Notariaten, Anwaltskanzleien usw. wird immer wieder die Forderung gestellt, zu vermeiden, daß geschriebener
Text von Unbefugten vom Farbband einer Schreibmaschine abgelesen werden kann. Diese Forderung geht soweit, daß einige Stellen ihr
Personal angewiesen haben, vor dem Verlassen des Büros, z. B. am Abend oder über das Wochenende} die Farbbandkassetten aus den Schreibmaschinen
herauszunehmen und in einem Tresor zu verschließen.
Aus der DE-Patentanmeldung P 31 35 897.7-27 (noch nicht veröffentlicht)
sind ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Unlesbarmachen des Textes auf Schreibmaschinen-Farbbändern bekannt. Dieses Verfahren
eignet sich jedoch nur für gänzlich verbrauchte Farbbänder. Die Forderung, den geschriebenen Text auf dem nur teilweise verbrauchten
Band unlesbar zu machen, kann somit nicht erfüllt werden.
Es ist somit Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung
bereitzustellen, die es ermöglichen, den auf dem Farbband lesbaren
Text möglichst unmittelbar nach der Abdruckstelle in der Schreibmaschine,
dem Drucker usw., so unkenntlich zu machen, daß ein Entziffern unmöglich wird. Hierzu eignet sich ein Verfahren nach dem
kennzeichnenden Teil des Anspruches 1. Versuche haben nämlich ergeben, daß, wenn das Farbband nach seiner Beschriftung einer bestimmten
mechanischen Verformung unterzogen wird, der vorher deutlich lesbare
Text nicht mehr erkennbar ist. Zum einen werden während der mechanischen
Verformung u/eitere Farbpartikel vom Farbband abgelöst. Dadurch «/erden
die Konturen eines abgedruckten Schriftzeichens zerstört. Zum anderen wird mittels der mechanischen Verformung auch die Prägung des abgedruckten
Schritzeichens unkenntlich und damit nicht mehr entzifferbar gemacht. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die mechanische Verformung,
wie im Anspruch 2 angegeben, entgegen der Abdruckrichtung der Schritzeichen erfolgt. Die Zerstörung des abgedruckten Textes
wird dddurch noch erhöht.
In Anspruch 3 ist eine Vorrichtung angegeben, die es auf einfache Weise ermöglicht, das Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2 auszuführen.
Die Vorsprünge drücken, während das Farbband zwischen den beiden Rollen hindurchgeführt wird, Noppen in das Band hinein, wodurch
die Schriftzeichen unkenntlich gemacht werden. Dazu können die Vorsprünge nach Anspruch 4 warzenartig ausgebildet sein. Diese Ausbildung
der Vorsprünge empfiehlt sich insbesondere dann, wenn das Farbband aus einer sehr dünnen,labilen Kunststoff-Folie besteht. Hat das Farbband
jedoch aufgrund einer stärkeren Trägerfolie und/oder eines bestimmten
Materials ein bestimmtes Maß an Elastizität, ist es empfehlenswert, die Vorsprünge auf der einen der beiden Rollen nach Anspruch
auszubilden. Die Stacheln verformen nicht nur das Farbband, sondern durchstoßen es auch innerhalb der Verformung, so daß sich eine Art
kleiner Krater bildet. Das "Kraterloch" beseitigt innerhalb der Verformung die entstehende mechanische Spannung, so daß die Elastizität
des Kraters weitgehend abgebaut wird. Dadurch wird.ein Zurückschnappen
-5-
der Verformung zuverlässig vermieden. Es ist selbstverständlich, daß die Abstände der Vorsprünge zueinander in axialer und Umfangsrichtung
möglichst klein zu halten sind, um somit ein möglichst feines Raster von einzelnen Verformungen zu erzeugen.
Um das Farbband bequem zwischen die Rollen einlegen zu können, ist
es ratsam, eine davon auf einem federbelasteten Schwenkhebel anzuordnen. (Anspruch 6). Die Rollen können,nach Anspruch 7, je nach
Ausbildung der .Farbbandkassette auch innerhalb dieser vorgesehen
sein. Wo dies nicht möglich ist, empfiehlt sich eine Anordnung nach den Merkmalen des Anspruches 8. Diese Anordnung kann selbstverständlich
auch dann angewandt werden, wenn das Farbband nicht in einer Kassette, sondern auf Spulen in die Schreibmaschine, den Drucker usw. eingelegt
wird. Dies ist insbesondere bei Typenhebelschreibmaschinen üblich.
Die Zeichnungen veranschaulichen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
in schematischer Darstellung.Es zeigt:
Fig. 1 ein Teil eines beschriebenen Farbbandes in stark vergrößerter
Darstellung;
Fig. 2 einen Schnitt durch das Farbband nach Durchführung des Verfahrens;
Fig. 3 ein Rollenpaar zur Durchführung des Verfahrens;
Fig. 4 eine Teilansicht einer Rolle nach einem anderen Ausführungsbeispiel ;
Fig. 5 die Anordnung der Vorrichtung in einer vereinfacht dargestellten
Farbbandkassette und
Fig. 6 die Anordnung der Vorrichtung in einer z. B. Schreibmaschine
neben einer Farbbandkassette.
-6-
Mit 1 ist ein Farbband bezeichnet, welches in bekannter Weise aus einer Kunststoff-Folie und einer Schicht aus ablösbaren Farbpartikeln
besteht. Wie aus der Darstellung, ersichtlich, sind die Schriftzeichen
2 deutlich sieht- und lesbar. Nach der Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens ist das Farbband 1 mit einer großen Anzahl von kleinen, eng beieinander liegenden Verformungen 3 versehen, die ein
Lesen der Schriftzeichen 2 unmöglich machen. Zu den Verformungen
3 kommt auch noch ein weiterer partieller Farbabtrag hinzu.
Fig. 3 zeigt zwei Rollen 4 und 5 mit Lagerzapfen 6 und 7. Die Rolle
4 weist Vorsprünge 8 auf, die warzenartig gestaltet sind. Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel sind die Vorsprünge 8 in axialen
Reihen gleichmäßig auf den Umfang der Rolle 4 verteilt. Die Vorsprünge 8 einer Reihe sind gegenüber denen einer benachbarten Reihe
axial versetzt angeordnet. Dadurch ergibt sich ein feines Raster von Verformungen 3 im Farbband 1.
Die Rolle 5 weist nach dem gleichen Raster der Vorsprünge 8 Mulden 9
auf, in die das Farbband 1 hineingedrückt wird, wenn es zwischen den gegeneinander gefederten Rollen 4 und 5 hindurchbeu/egt wird. Mittels
der Lagerzapfen 6 und 7 können die Rollen 4 und 5 drehbar gelagert werden.
Die Vorsprünge 8 können nach Fig. 4 auch stachelförmig gestaltet sein.
Die Spitzen der Vorsprünge durchstechen während der Verformung die
Kunststoff-Folie des Farbbandes 1 und beseitigen damit mechanische Spannungen im Material, wodurch ein Zurückschnappen der Verformungen
3 vermieden wird.
Aus Vorstehendem geht hervor, daß auf einfache Weise mittels der beiden Rollen 4 und 5 eine mechanische Einwirkung auf das Farbband 1
erfolgt, derart, daß die Schriftzeichen 2 nicht mehr zu lesen sind.
-7-
Dabei ist es unerheblich, wo die Rollen 4 und 5 angeordnet sind. Zwei mögliche Anordnungen werden nachfolgend beschrieben.
Nach Fig. 5 sind die Rollen 4 und 5 in einer Farbbandkassette 10 dreh- und antreibbar gelagert. Das Farbband 1 wird von der Abwickelspule
11 ab- und auf die Aufwickelspule 12 aufgewickelt. Zwischen den Armen 13 der Kassette 10 läuft das Farbband 1 an der Abdruckstelle
A vorbei. Nach dem Wiedereintritt in die Kassette 10 wird das Farbband 1 zwischen den antreibbaren Rollen 4 und 5 hindurchgeführt
und dabei entsprechenddem erfindungsgemäßen Verfahren verformt .
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 sind die Rollen 4 und 5 in der
Schreibmaschine, einem Drucker oder in einer ähnlichen Maschine angeordnet. Dabei ist auf einem Träger 14, der als Auflage für die
Farbbandkassette 15 dient, ein Gehäuse 16 angeordnet, welches zweckmäßiger Weise mittels eines Deckels (nicht dargestellt) verschließbar
ist. Die Rolle 5 ist in dem Gehäuse 16 drehbar gelagert. Die Rolle mit den Vorsprüngen 8 lagert auf einem Hebel 17, der bei 18 schwenkbar
gelagert ist und unter der Wirkung einer Feder 19 steht. Diese ist bestrebt, die beiden Rollen 4 und 5 gegeneinander zu drücken.
Die Rolle 5 ist beim gezeichneten Ausführsungsbeispiel antreibbar·
Dazu kann ein Riemen 20 dienen, der seinen Antrieb von der Farbbandtransportvorrichtung
erhält. Es ist allerdings Sorge dafür zu tragen, daß der Antrieb der Rollen 4 und 5 synchron mit dem Antrieb
der Aufwiekelspule 21 in der Farbbandkassette 15 erfolgt. Nur so
kann z. B. vermieden werden, daß es zwischen den Rollen 4 und 5 und der Aufwickelspule 21 zu einer unerwünschten Schlaufenbildung
des Farbbandes 1 kommt.
Das Farbband läuft von der Abwickelspule 22 zur Abdruckstelle A und
dann wieder in die Farbbandkassette 15-hinein. Seitlich wird das
Farbband 1 wieder aus der Kassette 15 heraus- und in das Gehäuse hineingeführt. Dabei muß es um Umlenkungen 23 herum-und zwischen
-8-
die beiden Rollen 4 und 5 eingeführt «/erden. Dazu kann die Rolle 4
gegen die Wirkung der Feder 19 von der Rolle 5 abgehoben werden. Sodann läuft das Farbband 1 wieder in die Farbbandkassette 15 zurück,
um von der Aufwickelspule 21 aufgewickelt werden zu können.
Wie in Schreib- und ähnlichen Maschinen üblich, wird das Farbband 1
bei jedem Abdruck eines Schriftzeichens 2 um einen bestimmten Betrag zur Aufwiekelspule 12, 21 hin bewegt. Somit gelangen die Schriftzeichen
2 schon eine kurze Strecke nach der Abdruckstelle A zwischen die Rollen 4 und 5 und werden dort unleserlich gemacht. Im Bedarfsfalle
können nach dem Schreiben eines geheimzuhaltenden Textes nach dessen Fertigstellung einige nichtssagende Schriftzeichen 2 geschrieben
werden, um den zu schützenden Text vollständig bis nach den Rollen 4 und 5 zu transportieren. Es erübrigt sich der Hinweis, daß die
Rollen 4 und 5 möglichst nahe an der Abdruckstelle A angeordnet sein sollen, um eine möglichst optimale Ausnutzung des Farbbandes
1 zu erreichen.
Das Gehäuse 16 soll möglichst dicht - verschließbar sein, um zu verhindern!,,,
daß während der mechanischen Verformung des Farbbandes 1 Farbpartikel in das Innere der z. B. Schreibmaschine fallen und dort
Verschmutzungen oder gar Störungen hervorrufen.
Eine ähnliche Vorrichtung, wie sie zu Fig. 6 beschrieben worden' ist,
kann auch für solche Schreibmaschinen vorgesehen werden, in welche das Farbband 1 nicht in einer Kassette 10, 15, sondern auf lose Spulen
aufgewickelt, eingesetzt wird. Dies ist in der Regel bei Typenhebelschreibmaschinen
der Fall. Dort ist es sogar denkbar, daß die Rollen 4 und 5 zusätzlich noch die Funktion von Transportrollen für das
Farbband 1 übernehmen.
Entsprechend der Aufgabenstellung nach der in der Beschreibungseinleitung
erwähnten DE-Patentanmeldung P 31 35 897.7-27 können die
-9-
Rollen 4 und 5 auch in einem separaten Gehäuse angeordnet sein, wo
sie von einem Motor angetrieben u/erden. Allerdings würde dann das
Unlesbarmachen des auf dem Farbband 1 enthaltenen Textes erst wieder nach dem vollen Aufbrauch des Farbbandes 1 erfolgen.
.-1O-
Leerseite
Claims (8)
1. !Verfahren zum Unkenntlichmachen des Textes auf einmal verwend-
^""^ baren Farbbändern für Schreib- und ähnliche Maschinen, dadurch gekennzeichnet, daß das Farbband (1)
nach dem Durchlaufen der Abdruckstelle (A) in der z. B. Schreibmaschine
einer Vorrichtung (4,5) zugeführt wird, die das Farbband (1) durch mechanische Einwirkung derart verformt, daß der
durch Farbabgabe und/oder Einprägung der Schriftzeichen (2) lesbare Text unkenntlich gemacht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verformung des Farbbandes (1) entgegen der Abdruckrichtung der Schriftzeichen (2) erfolgt.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das Farbband (1) zwischen zwei antreibbare, unter Federwirkung aneinander anliegende
Rollen (4,5) hindurchführbar ist, von denen die eine (4) Vorsprünge (8) und die andere (5) entsprechende Mulden (9) aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich net, daß die Vorsprünge (8) warzenartig ausgebildet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich net, daß die Vorsprünge (8) stachelartig, ausgebildet sind.
-2-
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekenn, zeich
net, daß eine der Rollen (4,5) auf einem schwenkbaren und
unter der Wirkung einer Feder (19) stehenden Hebel (17) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Ansprüchen 3 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen (4,5) im Inneren einer
Farbbandkassette (10) angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach Ansprüchen 3 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen (4,5) in einem verschließbaren
Gehäuse (16) auf einem Träger (14) für die Farbbandkassette (15) neben dieser angeordnet sind und das Farbband (1) in das Gehäuse
(16) und zwischen die Rollen (4,5) einlegbar ist, wobei wenigstens eine der Rollen (4,5), z. B. mittels eines Riementriebes (20),
synchron zur Transportvorrichtung für das Farbband (1) antreibbar ist.
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: TA TRIUMPH-ADLER AG, 8500 NUERNBERG, DE |
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