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Ventillose Kolbenschmierpumpe. Es sind ventillose Kolbenschmierpumpen
mit drehbarem Kolben und Aussparungen oder Abflachungen in der Kolbenoberfläche
bekannt, bei denen sich der Kolben vollständig und stetig im gleichen Sinne um seine
Achse dreht, wobei die Aussparungen des Kolbens abwechselnd die Saug- und Druckleitung
mit dem Zylinderraum verbinden.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine besondere Antriebsvorrichtung
für derartige Schmierpumpen, die sich von den Antriebsvorrichtungen bekannter ähnlicher
Kolbenschmierpumpen dadurch vorteilhaft unterscheidet, daß bei ihr weder Federn.
noch Zahnräder, Nocken oder andere empfindliche Teile, die bei schnellem Gange verschleißen
könnten, verwendet sind. Vielmehr besteht die Vorrichtung im wesentlichen nur aus
einem kräftig gebauten Hauptkörper, der in zwei sehr kräftigen Führungen mit großen
Berührungsflächen gleitet und nicht erneuert zu werden braucht, wie dies erfahrungsgemäß
bei den empfindlichen Bestandteilen der bekannten Vorrichtungen häufiger der Fall
ist. Dabei ist die Bewegung der neuen Vorrichtung eine mathematisch genaue und kann
niemals aus ihrer Bahn abweichen, d. h. die. Aussparung des Kolbens verhält sich
stets so, daß die Kanalmündungen stets voll geöffnet sind, was.bei anderen Vorrichtungen
häufig schon nach einigen Betriebswochen nicht mehr der Fall ist. In der Zeichnung
ist Fig. i ein Querschnitt durch die Schmierpumpe nebst Ölbehälter, Fig. 2 der Grundriß
dazu, Fig. 3 ein Querschnitt, entsprecend Fig. r bei entgegengesetzter Hubstellung,'
Fig. 4 eine Seitenansicht auf einen Teil der Schmierpumpe.
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Fig. 5 bis 8 zeigen eine schematische Darstellung der vier Hauptlagen
des Kolbens. An dem Ölbehälter i von rechteckiger Grundrißform sind an einer Wand
2 die Kolbenschmierpumpen in beliebiger Anzahl nebeneinander angeordnet. In der
Zeichnung ist nur eine Pumpe dargestellt. Der Antrieb sämtlicher Kolben dieser Pumpen
erfolgt von einer wagerechten Welle 3 aus, welche mittels exzentrischer Zapfen q.
in den Wänden des Gefäßes gelagert ist. Die Welle 3 erteilt dem sie fast auf die
ganze Länge umschließenden Körper 5 eine gleichzeitig kreisende und hin und her
gehendeBewegung. Diese letztere wird dadurch bewirkt, daß der Körper 5 oben und
unten mit unter .45° schräg gerichteten Ansätzen 6 versehen ist, die an ortsfesten
Gleitstücken 7 geführt werden. Aus den beiden verschiedenen Bewegungen ergibt sich
für einen Punkt auf der der Pumpe zugewendeten lotrechten Fläche 8 des Körpers 5
eine in dieser Fläche verlaufende Kreisbewegung zugleich mit einer um die Exzentrizität
der Welle 3 in Richtung des Pumpenkolbens hin und her gehenden Bewegung. Diese eigenartige
Bewegung
des Körpers 5 wird auf die einzelnen Pumpenkolben 9 übertragen.
Zu diesem Zwecke ist das dem Körper 5 zugewendete Ende des Kolbens 9 mit einer Scheibe
io versehen, in der sich eine zu der Kolbenachse exzentrische Bohrung befindet,
in die ein an der Fläche 8 des Körpers 5 sitzender Zapfen i eingreift. Die Scheibe
io liegt mit ihrer Stirnfläche auf der Fläche 8 auf. Um sie und mit ihr den Kolben
9 an dem Körper 5 zu halten, ist eine mit Ausschnitt versehene Platte 12 im Abstande
der Scheibenstärke vorgelagert, so daß die Scheibe 1o zwischen der Fläche 8 und
der Platte 12 kreisen kann. Infolge der exzentrischen Anordnung des Zapfens ii kann
jedoch die Scheibe nicht aus der Öffnung der Platte 12 heraustreten, wird also in
beiden Richtungen von dein Körper 5 geführt. Hieraus ergibt sich für den Kolben
9 eine gleichmäßig hin und her gehende und- fortschreitend kreisende Bewegung.
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Der Kolben 9 jeder einzelnen Pumpe bewegt sich in dem Zylinder '13,
an welchen sich unten das Saugrohr 14 und oben das Druckrohr 15 anschließt. Das
angesaugte und durch die Druckleitung --eitergeförderte C51 gelangt durch die Kanäle
16, 17, 18 an einem Schauglase i9 vorbei zu einer zweiten Pumpe mit dem Kalben 2o,
-welche das Öl irn gleichen liaße durch die Druckleitung 21 zur Schmierstelle weiterfördert.
Die beiden Kolben 9 und 2o liegen in gleicher Achse und sind als Stufenkolben ausgebildet.
In dein Zylinder 13 arbeitet der aus der Differenz der beiden Kolbenquerschnitte
gebildete Ringkolben, in dem Zylinder 22 dagegen der volle kleine Kolben 20.
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Die Wirkungsweise der beiden Kolben möge an Hand der schematischen
Darstellungen (Fig. 5 bis 8) erläutert -werden.
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Fig. 5 zeigt im Sinne der Fig. i die rechte Hubendstellung des Kolbens,
Fig. 6 die Stellung nach dem ersten Viertel des Hubes, Fig. 7 die Stellung in der
linken Hubendlage, und Fig.8 die Stellung nach drei Viertel des Hubes.
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In Fig. 5 beginnt der Saughub. Der Kolben geht von rechts nach links.
In dem ringförmigen Raume des Zylinders 13 bildet sich eine Luftverdünnung. Damit
das Öl durch die Saugleitung 14 eindringen kann, muß zu Beginn des Saughubes
die an dem Kolben vorgesehene Abflachung 23 so stehen, daß sie eine Verbindung zwischen
der Saugleitung und dem Zylinderinnern herstellt. Diese Lage des Kolbens ist in
Fig. 5. dargestellt.
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Während der Weiterbewegung des Kolbens nach links dreht sich auch
die Abflachung 23 immer weiter, bis sie beim Hubwechsel (Fig. 7) so weit, gekommen
ist, daß sie nunirehr die Verbindung zwischen der Druckleitung 15 und dem Zylinderinnern
vermittelt. Je nach der Einstellung des Zylinders übernimmt sie ihre Rolle früher
oder später. Jedenfalls muß sie die Verbindung zum mindesten auf den Teil des Druckhubes
sichern; auf «-elchen der Kolben mit seiner Vorderkante die Saug- und Drucköffnung
überdeckt, denn dieser Teil ist der eigentliche Förderhub. Gefördert -wird also
nur die Menge, die der Hublänge von der rechten Kante der Saugöffnung bis zum rechten
Hubende des Kolbens entspricht. Dieses Maß kann durch Verschieben des Zylinders
13 nach Belieben eingestellt werden.
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Die Einstellung des Zylinders 13 geschieht mittels der Schraube 2q..
Die Druckleitung ist so ausgebildet, daß in jeder Stellung des Zylinders eine ungehinderte
Förderung des (:;les stattfinden kann. Ein kleines Kugelventil 25 in der Druckleitung
15, 16 verhindert, daß sich die Leitung während des Stillstandes der Pumpe leert,
wenn Kolben und Zylinder gerade so stehen, daß ein freier Durchgang möglich ist.
Dies ist z. B. bei der Nullstellung der Fall, -wenn gar keine Förderung stattfinden
soll.
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Die zweite Pumpe mit dem Zylinder 22 und dem- Kolben 2o ist ebenso
eingerichtet wie die erste Pumpe, nur ist die Verstellbarkeit hier entbehrlich.
Der Kolben 2o besitzt ebenfalls an einer Stelle eine Abflachung 26, die so liegt
und wirkt, daß sie beim Saughub den Zylinder 22 mit der Saugleitung, beim Druckhube
dagegen mit der Druckleitung 2i in Verbindung setzt. Während der Bewegung des Kolbens
2p von rechts nach links füllt sich der Zylinderraum mit Öl. Der Kolben dreht sich
gleichzeitig und beim Beginn des Druckhubes öffnet sich durch die Abflachung 26
die Druckleitung.