DE3201977C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Messen von
Innenabmessungen elektrisch leitfähiger Werkstücke
nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Die Erfindung geht von einer bekannten Vorrichtung
(IT 9 31 737) aus, bei der die Meßtaster von einem Rohr
geschützt sind.
Die Meßvorrichtung
ist an einer Platte oder einem Schlitten befestigt
der an das Werkstück mit Hilfe eines hydraulischen Kolbens
herangefahren wird. Die Platte oder der Schlitten kann gegen
Federkraft ausweichen, wenn eine Störung zwi
schen dem Kopf und dem Werkstück infolge eines Bearbei
tungsmangels des Werkstückes oder einer ungenauen Posi
tionierung des Werkstückes auftritt.
Wenn aufgrund einer Störung der Meßkopf mit dem Werkstück
zusammenstößt, hält die Platte oder der Schlitten an, wäh
rend der Kolben seinen Hub fortsetzt und die Feder der
Rücklaufvorrichtung zusammendrückt.
Im Verlauf der Rücklaufbewegung wird der oder werden die
Meßköpfe, welche das Werkstück berühren, gegen dieses mit
einer Kraft gedrückt, die von der Elastizitätskonstante der
Feder, ihrer Längenveränderung und der Trägheit der ange
haltenen Massen abhängt, z.B. von der Masse der Meßvor
richtungen, der Platte oder des Schlittens usw. Unter
Normalbedingungen liegt die Größe dieser Kraft im Bereich
von 10¹ kg.
Ein Nachteil der bekannten automatischen Maschinen mit
Rücklaufvorrichtung liegt in dem Vorhandensein der Kraft
die in der Rücklaufphase erzeugt wird und an die Meß
köpfe übertragen wird. Besonders, wenn Löcher mit sehr
kleinem Durchmesser zu messen sind, dann ist wegen des
geringen verfügbaren Raumes die Dicke der Meßköpfe be
sonders eingeschränkt, wodurch diese als Folge der auf
grund der in der Rücklaufphase erzeugten Kraft bestehen
den mechanischen Belastungen zerstört werden können. Da
her müssen die beschädigten Meßvorrichtungen ersetzt
werden. Dieser Ersatz ist sehr kostspielig sowohl im
Hinblick auf die hohen Kosten der Meßvorrichtung als
auch auf die Tod- und Ausfallzeiten.
Die Aufgabe der Erfindung besteht somit darin, eine Meß
vorrichtung zu schaffen, die die vorerwähnten Nachteile
vermeidet, in dem die Größe der mechanischen Belastungen
infolge von Störungen der Meßköpfe am Werkstück auf
Werte verringert, bei denen die Meßvorrichtung nicht mehr
beschädigt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des
Patentanspruchs 1 gelöst.
Erfindungsgemäß wird es vermieden, daß die empfindlichen
Meßeinrichtungen beim Einfahren in die auszumessenden Boh
rungen des Werkstückes nicht beschädigt werden. Die Kontakt
gabe für die Sicherheitsschaltung erfolgt demnach durch das
Schutzstück.
Zum Abtasten eines Werkstückprofils ist es auch bekannt (DE-
OS 27 42 344), eine elektrisch isoliert angeordnete Sonde an
eine Kleinspannung anzuschließen. Sobald die Sonde das Werk
stück berührt, bricht die Spannung zusammen und der Antrieb
wird umgesteuert, bis der Kontakt der Sonde am Werkstück un
terbrochen wird, worauf die Sonde wieder Spannung erhält und
eine erneute Umsteuerung erfolgt. Es ist auch bekannt (US-PS
42 03 691), eine elektrische Signalgabe beim Antasten eines
Werkstückes vorzusehen, indem bei Kontakt zwischen der Werk
zeugspitze und dem Werkstück ein Stromkreis geschlossen
wird.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Un
teransprüchen gekennzeichnet.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend anhand
der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Vorderansicht der Vorrichtung,
Fig. 2 den Anschluß der Sicherheitsschaltung an die
Vorrichtung und
Fig. 3 einen Schnitt durch das vordere Ende der Meßein
richtung.
Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung 1 zum Ausmessen der Bohrungen
eines Werkstücks 2, die mit vier Beinen
von denen nur die Beine 5 und 6 gezeigt sind, auf einem
Bett oder Fundament 4 ruht.
Der Rahmen 3 weist einen waagerechten Tisch 7, einen
senkrechten Fußständer 8 und eine am Tisch 7 und am Stän
der 8 befestigte senkrechte Platte 9 auf. Am waagerechten
Tisch 7 ist eine Platte 10 mit herkömmlichen Mitteln be
festigt. Diese Befestigungsmittel, von denen 11 und 12
schematisch in Fig. 1 gezeigt sind, verbinden die Platte
10 mit dem Tisch 7, so daß mögliche Verformungen des Rah
mens 3 nicht an die Platte 10 gelangen.
Die Platte 10 bildet eine waagerechte ebene Fläche 13,
auf welcher eine Wand 14 des Werkstücks 2 ruht. Die
ses weist Bohrungen 15-17 auf, deren Durch
messer zu messen sind. Zwei an der Platte 10 befestigte
Meß- oder Bezugsstifte 18 und 19 werden in die entspre
chenden Bohrungen 20 und 21 der Wand 14 eingeführt und
sichern die richtige Stellung und Positionierung des
Werkstücks 2 auf der ebenen Fläche 13.
Die Durchmesser der Bohrungen 15-17 werden
mit an einer Platte 25 befestigten bekannten elektronischen Meßeinrich
tungen 22-24 gemessen,
elektrisch
über ein mehradriges Kabel 27 an ein Verstärkungs-, Ver
arbeitungs-, Anzeige- und Steuergerät 26 angeschlossen sind.
Die Meßeinrichtung 22 weist ein hohles zylinderförmiges
Gehäuse 28 auf, das mit der Platte 25 verschraubt ist. Am
Körper oder Gehäuse 28 ist ein Schutzstück 29 mit Schrauben be
festigt, die in Fig. 3 bei 30 und 31 angedeutet sind.
Das Schutzstück 29 ist hohl
und zum Gehäuse 28 koaxial angeordnet.
Im Gehäuse 28 und Schutzstück 29 sind zwei bewegliche Arme 32
und 33 angeordnet. Diese drehen sich um Drehpunkte 34, 35
die durch Befestigungsvorrichtungen 36 und 37 gebildet
werden und die Arme 32, 33 mit dem Gehäuse 28 verbinden.
Die Arme 32 und 33 tragen an ihren Enden Schäfte 38 und
39. An ihnen sind aus Industriediamanten gefertigte
Meßraster 40 und 41 befestigt.
Auf der Gegenseite der Meßtaster 40 und 41, bezogen auf die
Drehpunkte 34 und 35, sind zwei Elemente 42 und 43 eines
induktiven Stellungsgebers, z.B. eines Differential
transformators oder eines Gebers mit Topfkernen ausgeordnet.
Der Zweck des Schutzstücks 29 besteht darin, die Arme 32 und 33
sowie den Geber zu schützen.
Die Platte 25, an welcher die Meßeinrichtungen 22-24 befestigt
sind, ist an einem Schlitten 44 (Fig. 1 und 2) mit Hilfe
von Schrauben angebracht, deren geometrische Achsen mit
dem Bezugszeichen 45 und 46 gekennzeichnet sind.
Der Schlitten 44 umfaßt ein Winkeleisen 47, das durch eine
mit den beiden Schenkeln 49 und 50 des Winkeleisens 47 ver
bundene Platte 48 verstärkt wird. Zwischen dem Schenkel 49
und der Platte 45 befindet sich eine dünne Schicht 51 aus
Isolierstoff, beispielsweise Glimmer oder Kunststoff.
Auch die Schrau
ben sind isoliert welche die Platte 25 am Schenkel 49 be
festigen, so daß die Platte und die Meßeinrichtungen 22-24
gegenüber dem Schlitten 44 elektrisch isoliert sind.
Der Schlitten 44 weist auch Rollen 52 auf, die am Schen
kel 50 angebracht sind und auf einer senkrechten am
Ständer 8 angebrachten Schiene 53 abrollen.
Das Gewicht des Schlittens, der Platte 25, der Rollen 52
und der Meßeinrichtungen 22-24 wird durch ein Gegengewicht
54 ausgeglichen, das im Ständer 8 axial beweglich ist. Das
Gegengewicht 54 ist mit dem Schlitten 44 mit einem Stahl
drahtseil 79 verbunden, das über am Ständer 8 befestigte
Riemenscheiben 55 und 56 läuft.
Ein Ende eines Rohrs 57 ist am Schenkel 50 befestigt,
während das andere Ende teilweise durch einen Deckel 58
verschlossen ist, in dem ein Loch 59 koaxial zum Rohr 57
ausgeformt ist.
Ein Zylinder 61 einer hydraulischen Hebevorrichtung 60
ist an der Platte 9 befestigt, und ein Kolben 62 mit
einem Schaft 63 ist axial durch das Loch 59 des Deckels
58 beweglich. Am Schaft 63 ist eine Platte 64 angebracht,
die axial im Rohr 57 gleiten kann.
Eine im Rohr 57 angeordnete Feder 65 liegt zwischen der
Platte 64 und dem Schenkel 50.
Der Hydraulikkreis zur Betäti
gung der Hebevorrichtung 60 ist schematisch in Fig. 2
dargestellt. Dieser Hydraulikkreis enthält einen Ölbe
hälter 66, Rohre 67-71 für den Öldurchsatz, eine Pumpe
72 zum Durchpumpen des Öls und einen Verteilerventil
kasten 73. Dieser besitzt durch das Gerät 26 gesteuerte
Magnetventile als Wegventile, so daß in bekannter Weise
der Kolben 62 abwärts, oder
aufwärts fährt oder
in einer
Zwischenstellung gehalten wird.
Die Vorrichtung weist eine elektrische Stromversorgung 74
auf, von der ein Pol über den Metallrahmen 3 an Masse ge
führt ist, und der andere Pol auf einer Seite mit einer
Spule 75 eines Überstromschutzrelais 76 verbunden ist. Die
zweite Seite der Spule 75 ist elektrisch mit der Platte 25
verbunden.
Die Platte 25, das Gehäuse 28 und die Schutzstücke 29
bestehen aus Stahl bzw. in jedem Fall
aus einem elektrisch leitenden Material, so daß die von
der Stromversorgung 74 erzeugte Spannung an den einzel
nen Schutzstücken der Meßeinrichtungen 22-24 anliegt.
Das zu messende Werkstück 2 und die Platte 10 be
stehen aus elektrisch leitendem Material, wobei die Platte
10 durch einen Anschluß an den Metallrahmen 3 an Masse ge
legt ist.
An den Verteilerventilkasten 73 kann der Pol einer elek
trischen Stromversorgung 77 über einen Schalter 78 des
Relais 76 angeschlossen werden. Der andere Pol der Strom
versorgung 77 ist an Masse gelegt.
Die Vorrichtung arbeitet wie folgt. Ein Getriebekasten
wird auf die Platte 10 gelegt und gegenüber dieser mit
Hilfe eines automatischen nichtgezeigten Förderbandes
positioniert. Jetzt steht der Kolben 62 in Kontakt mit
der Oberwand des Zylinders 61, die Meßeinrichtungen 22-24
haben ihren maximalen Abstand von der Platte 10 und be
rühren den Getriebekasten nicht. Nachdem dieser posi
tioniert ist, betätigt das Förderband einen nicht gezeig
ten Mikroschalter, der das Steuergerät 26 in Betrieb
setzt.
Das Gerät 26 gibt über ein mehradriges Kabel 85 ein elek
trisches Signal an den Verteilerventilkasten 73, der die
Förderung des unter Druck stehenden Öls zum Rohr 69 steuert.
Wegen des Öldruckes fährt der Kolben 62 abwärts, wobei die
Feder 65 zusammengedrückt wird. Wenn die Elastizitätswir
kung infolge der Längenveränderung der Feder größer wird
als der Reibungswiderstand, den der Schlitten 44 überwin
den muß, um auf den Rollen 52 zu gleiten, und der Rei
bungswiderstand des gleitenden Seils 79 an den Riemen
scheiben 55 und 56, beginnen der Schlitten 44 und die mit
ihm verbundenen Meßeinrichtungen 22-24 abwärts zu fahren, wo
bei sich die Länge der Feder 65 nicht mehr verändert.
Wenn der Getriebekasten richtig auf der Platte 10 posi
tioniert ist, und wenn die Bohrungen 15-17 keinen über
mäßigen Lage- und Durchmesserfehler gegenüber den Soll
werten aufweisen, können die Schutzstücke 29 der Meßeinrichtungen
22-24 in die Bohrungen 15-17 ohne Störung zwischen den
Oberflächen der Bohrungen 15-17 und den Schutzstücken 29 ein
fahren. Die einzigen Elemente,
welche die Oberfläche der Bohrungen 15-17 berühren, sind
die Meßtaster 40 und 41. Wie bereits erwähnt, sind diese
aus Industriediamanten gefertigt und daher
nicht stromleitend, selbst wenn die Arme 32 und 33 unter
Strom stehen, da sie mit den Gehäusen 28 verbunden sind,
wobei der aus der elektrischen Stromversorgung 74, der
Spule 75 der Platte 25, den Meßeinrichtungen 22-24, dem Werk
stück 2 und der Platte 10 bestehende Stromkreis
offen ist. Ist dies der Fall, so ist auch die Spule 75
nicht erregt, wobei der Schalter 78 unterbrochen ist. Da
durch kann der Schlitten 44 seinen Hub solange fortsetzen,
bis er die Meßeinrichtungen 22-24 in Meß
stellung bringt, die durch die Anschläge 80 und 81 (Fig. 1
und 2) begrenzt ist. Die Anschläge 80 und 81 sind an
der Platte 9 befestigt und gegenüber dieser isoliert.
Wenn die Platte 25 an den Anschlägen 80 und 81 anliegt,
setzt der Kolben 62 seinen Hub fort, wodurch die Feder 65
weiter komprimiert wird, bis er das Ende des Zylinders 61
erreicht und anhält.
Die Kraft, welche die zusammengedrückte Feder 65 an den
Schlitten 44 überträgt, besitzt einen vorgegebenen Wert,
um einen stabilen und sicheren Kontakt der Platte 25 mit
den Anschlägen 80 und 81 zu gewährleisten. Wenn die Platte
25 die Anschläge 80 und 81 berührt, betätigt sie einen
Näherungsmikroschalter 82, der ein Meßgebersignal an das
Gerät 26 abgibt. Dieser verarbeitet die Signale der
Meßeinrichtungen 22-24. Diese Signale zeigen die Werte
der Durchmesser der Bohrungen 15-17 an.
Nach der Messung der Durchmesser der Bohrungen 15-17 gibt
das Gerät 26 ein Signal an den Verteilerventilkasten 73
ab, der die Förderung von Drucköl zum Rohr 70 steuert und
damit auch das Abheben oder den Rücklauf des Schlittens 44
vom Getriebekasten. Jetzt kann dieser entfernt und durch
einen anderen zu messenden ersetzt werden.
Es sei nun angenommen, daß eine der Bohrungen, beispiels
weise die Bohrung 15 einen größeren Durchmesser als der
des Schutzstücks 29 der Meßeinrichtung 22 aufweise und, daß
die Achse dieser Bohrung 15 gegenüber ihrem Sollwert um
mehr als die Hälfte der Differenz der beiden vorerwähnten
Durchmesser ersetzt sei. Dadurch erfolgt an einem be
stimmten Punkt der Annäherungsbewegung des Schlittens 44
zum Getriebekasten eine Berührung zwischen Schutzstück 29
und der Oberfläche der Bohrung 15.
Diese Berührung erfolgt zunächst am schrägen oder kegel
förmigen Ende 83 (Fig. 3) des Schutzstücks 29, das als Füh
rung beim Einfahren in die zu messende Boh
rung dient.
Die Berührung zwischen dem Schutzstück 29 und dem Werkstück
2 legt den Stromkreis an Masse, welcher die elek
trische Stromversorgung 74 und die Spule 75 enthält. Der
Strom läuft nun durch die Spule 75, welche das Schließen
des Schalters 78 steuert, so daß die Spannung der Strom
versorgung 77 am Verteilerventilkasten 73 anliegt und
gleichzeitig das Schließen der Rohre 69 und 70 mit dem
entsprechenden Anhalten des Kolbens 62 in einer Zwischen
stellung seines Hubes auslöst.
Infolge der Trägheit des Schlittens 44, der Platte 25 und
der Kaliberdorne 22-24 sowie wegen der Verzögerung zwi
schen der Berührung des Meßkopfes 29 mit dem Getriebe
kasten und des folgenden Anhaltens des Kolbens 62 ist
der Schlitten 44 bestrebt, sein Hub in Richtung des Ge
triebekastens fortzusetzen.
Wenn, wie es vorkommen kann, die Achse der Bohrung 15 ge
genüber der Achse des Schutzstücks 29
um eine Größe versetzt ist, die etwas größer als die
Hälfte der vorstehend erwähnten Differenz ist, dringt
das durch den Kolben 62 gedrückte Schutzstück 29 wegen seines
verjüngten Endes 83 teilweise in die Bohrung 15 ein und
verformt sich dabei.
Die Größe der Verformung liegt jedoch innerhalb der
elastischen Verformungsgrenze und daher nimmt das Schutzstück
29 nach dem Rückzug aus der Bohrung 15 wieder seine
ursprüngliche Form ein, wobei die Meßeinrichtung 22 nicht
beschädigt wird.
Eine falsche Positionierung des Werkstücks 2 ist
wohl ein seltener Fall, so daß anstelle einer Bohrung
ein fester Teil liegt oder, daß der Getriebekasten
mindestens eine Bohrung 15-17 mit einem kleineren Durch
messer aufweist als das Schutzstück 29.
In diesen Fällen bewirkt ein
Herabfahren des Schlittens 44 einen Aufprall
und ein plötzliches
Anhalten des Schlittens 44. Wegen dieses Aufpralls werden
wie im vorstehend beschriebenen Fall der Schaltkreis mit
der elektrischen Stromversorgung 74 und der Spule 75 und
daher auch der Schalter 78 geschlossen, wobei der Kolben
62 an einer Zwischenstellung seines Hubes anhält. Da der
Kolben 62 jetzt keine Kraft mehr aufbringt, welche be
strebt ist, den Schlitten 44 weiter abzusenken, werden
die Meßeinrichtungen 22-24 als Folge des Aufprallens des Meß
kopfes auf den Getriebekasten nicht beschädigt.
Das Gerät 26 weist eine Drucktaste 84 (Fig. 1) auf, mit
dem der Verteilerventilkasten 73 von Hand gesteuert wer
den kann, um den Schlitten 44 vom Getriebekasten abzu
heben und die Maschine wieder in einen normalen Betriebs
zustand zu versetzen.
Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Maschine besteht in der
Möglichkeit, Späne oder Grate in den zu messenden Boh
rungen 15-17 zu erkennen. Die Grate oder Späne schließen
den Kreis mit der elektrischen Stromversorgung 74 und der
Spule 75 und bewirken damit ein Anhalten des Kolbens 62
und des Schlittens 44, weil die Schutzstücke 29 den Getriebe
kasten berühren, wenn sie die Bohrungen 15-17 einfahren.
Damit kann der Arbeiter an der Maschine 1 eingreifen und
die Späne oder Grate entfernen.
Die Maschine eignet sich besonders zur Messung mechani
scher Werkstücke vor der Endmontage, da sie außer der ge
nauen Maßhaltigkeit dieser Werkstücke auch noch dafür
sorgt, daß keine Späne oder Grate vorhanden sind, die
die montierte Vorrichtung nachteilig beeinflussen können.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Maschine im
Vergleich zu Innenmeßmaschinen mit mechanischem Rücklauf
wird nachstehend näher erläutert. Bei den mit einer me
chanischen Rücklaufvorrichtung versehenen Maschine ist
es möglich, daß die Elemente zum Mes
sen eines kleinen Durchmessers ziemlich biegsam sind, und
daß eine geringe Störung zwischen dem Schutzstück und dem
Werkstück genügend starke Kräfte freisetzt, welche das
Schutzstück und andere Elemente ohne die
entsprechende Betriebssetzung der Rücklaufvorrichtung
zerstören oder Verformen (dies erfolgt auch aufgrund des Umstandes, daß
häufig eine einzige mechanische Rücklaufvorrichtung für
mehrere Meßeinrichtungen verwandt wird).
Es ist möglich, daß die Meßgenauigkeit für die ver
schiedenen Durchmesser durch Verformungen nicht be
einträchtigt wird, doch können diese Verformungen un
annehmbar sein, wenn die Maßhaltigkeit gemessen werden
muß, wie der Abstand zwischen verschiedenen Bohrungen
des Werkstücks, das eine Verarbeitung der Signale von
mehreren Meßeinrichtungen erforderlich macht. Diese Ver
arbeitung beruht auf der Bedingung, daß die gegenseitigen
Positionen der Meßeinrichtungen bekannt und konstant sind.
Natürlich kann diese Bedingung im vorstehend beschrie
benen Fall abgeändert werden, wobei die entsprechenden
Meßergebnisse falsch wären. Diese Nachteile treten hier
nicht auf, weil die Be
rührung eines Meßkopfes mit dem zu messenden Werkstück
ein Anhalten des Schlittens 44 auslöst, ehe dieser an
den Anschlägen 80 und 81 anliegt, wobei der Mikroschal
ter 82 keine Messungen ermöglicht.
Eine Variante besteht in der Betätigung des
Schlittens 44 durch eine pneumatische anstelle einer hy
draulischen Hebevorrichtung.
Eine zweite Variante besteht in der Ver
wendung von elektrisch leitenden und elastischen Vor
sprüngen, die an den Meßköpfen zum Abgreifen einer festen
Fläche nahe einer Meßeinrichtung 22-24 angebracht sind.
Durch Berühren des Werkstücks 2 schließen diese Vor
sprünge den Stromkreis mit der elektrischen Stromversor
gung 74 und der Spule 75, worauf der Schlitten 44 anhält,
ehe die Meßköpfe 29 mit dem Getriebekasten 2 in Berührung
kommen. Daher bewirkt die Verzögerung beim Anhalten des
Schlittens lediglich eine elastische Verformung der Vor
sprünge, während die Schutzstücke dadurch nicht beeinflußt
werden.
Nach einer weiteren Variante kann das Relais 76 mit dem
Schalter 78 durch
einen
Transistor ersetzt werden.
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Messen von Innenabmessungen elek
trisch leitfähiger Werkstücke, bei der ein mindestens eine
Meßeinrichtung tragender Schlitten aus einer Ruhelage in
eine Meßposition verschiebbar angetrieben ist, die Meßein
richtung mit einem in eine Ausnehmung im Werk
stück einfahrenden, Meßtaster umschließenden Schutzstück ver
sehen ist und bei der eine elektrische auf Berührung mit dem
Werkstück ansprechende Sicherheitsschaltung vorgesehen ist,
um eine Beschädigung der Meßeinrichtung bei einem fehlerhaf
ten Anfahren des Werkstückes zu verhindern, dadurch gekenn
zeichnet, daß bei Berührung des Werkstückes (2) mit dem
Schutzstück (29) die Sicherheitsschaltung (74-78) den Antrieb
für den Schlitten (44) stillsetzt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die durch seitliche Öffnungen des Schutzstückes
(29) austretenden Meßtaster (40, 41) elektrisch isoliert
sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Schlitten (44) mit einem hydraulischen
Zylinder angetrieben ist, der von einer elektrisch betätig
ten Ventilanordnung ansteuerbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich
net, daß zwischen dem Zylinderantrieb (60) und dem Schlitten
(44) Federmittel (65) vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß die Meßposition für den Schlitten (44) durch
Anschläge (80, 81) bestimmt ist und in der Meßposition der
Schlitten von der Feder (65) an die Anschläge gedrückt wird.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Stromkreis der Sicherheits
schaltung bei Kontakt zwischen dem Schutzstück (29) und dem
Werkstück (2) geschlossen wird.
Applications Claiming Priority (1)
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: MARPOSS S.P.A., BENTIVOGLIO, BOLOGNA, IT |
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
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