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Photographische Kamera mit Sicherheitsvor-
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richtung
Photographische Kamera mit Sicherheitsvorrichtung
Die Erfindung betrifft eine Kamera mit Sicherheitsvorrichtung, insbesondere eine
verbesserte Kamera, bei welcher die bei Auslösung für eine Reihenaufnahmesequenz
wirksam werdenden Mechanismen jeweils in Einheiten unterteilt sind und Jeweils mit
elektrischen Signalen fUr Start bzw. Einleitung beschickt werden, durch welche die
sog. "Schnittstellen", wie Relais, Motor usw., in Betrieb gesetzt werden und damit
die Funktion der Mechanismen Jeder Einheit eingeleitet wird.
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Bei einer solchen Kamera arbeitet der Mechanismus der nachgeschalteten
Funktionseinheit auch dann, wenn der Mechanismus der vorgeschalteten Funktionseinheit
abnormal arbeitet,. so daß wiederholt irrtümliche oder fehlerhafte Aufnahmen entstehen.
Wenn die nachgeschaltete Funktionseinheit auch durch das Aufziehen (Filmtransport)
nicht in einen betriebsfähigen Zustand versetzt wird, oder wenn die nachgeschaltete
Funktionseinheit aufgrund von Stoßeinwirkung, abnormalen elektrischen Signalen oder
verzögerter Betätigung der vorgeschalteten Einheit auch nach der Einstellung (setting)
nicht arbeitet, ist diese fehlerhafte Arbeitsweise durch den Kamerabenutzer schwer
erkennbar, so daß möglicherweise fehlerhafte Aufnahmen irrtümlich wiederholt werden.
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Aufgabe der Erfindung ist damit insbesondere die Ausschaltung der
vorstehend geschilderten Mängel durch Schaffung einer verbesserten Kamera mit Sicherheitsvorrichtung,
die eine sichere Arbeitsweise unter Vermeidung von fehlerhaften oder irrttlmlichen
Aufnahmen gewährleisten soll.
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Diese Aufgabe wird bei einer photographischen Kamera mit Sicherheitsvorrichtung,
bei welcher die Mechanismen, die bei einer Reihenaufnahmesequenz wirksam werden,
in eine vorgeschaltete Gruppe, die bei einer Auslöserbetätigung zu arbeiten beginnt,
und eine von der vorgeschalteten Gruppe unabhängig wirksam werdende Gruppe unterteilt
sind, erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein Arretier- oder Sperrelement zum Sperren
oder Arretieren der Betätigung der Mechanismen der nachgeschalteten Gruppe vorgesehen
ist und daß die Arretierung durch das Sperrelement durch ein Signal aufhebbar ist,
das spätestens bei Abschluß der Betätigung der Mechanismen der vorgeschalteten Gruppe
abgegeben wird.
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Im folgenden sind bevorzugte AusfUhrungsformen der Erfindung anhand
der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 und 2 Aufsichten auf
Hauptmechanismen bei einer Kamera mit Merkmalen nach der Erfindung, Fig. 3 und 4
den Fig. 1 und 2 ähnelnde Darstellungen einer anderen AusfUhrungsorm der Erfindung,
Fig. 5 und 6 Aufsichten auf die Hauptmechanismen noch einer anderen Ausführungsform
der Erfindung und
Fig. 7 und 8 den Fig. 5 und 6 ähnelnde Darstellungen
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung.
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Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Kamera umfaßt einen Schnellschalt-
bzw. Aufzieh-Hebel 1, eine sich mit letzterem mitdrehende Aufzieh-Scheibe 2, einen
Verbindungs-Lenker 3, über den ein Spannstück 4 bei der Drehung der Scheibe 2 geradlinig
bewegbar ist, ein Aufzieh-Sperrelement 5, ein Aufziehsperren-Auslöse- oder -Freigabeelement
6, einen Rückstellhebel 7, der das Freigabeelement 6 mittels eines Stifts 7a gegen
die Kraft einer Feder 6a in einer unwirksamen Stellung hält, einen für eine Blende
(Springblende) und einen Schwingspiegel einer sog. einäugigen Spiegelreflexkamera
vorgesehenen Schlepphebel 8, der bei der Drehung des Rückstellhebels 7 unter der
Kraft einer Rückstellfeder 7b im Uhrzeigersinn drehbar ist und durch eine zwischen
dem Rückstellhebel 7 und dem Schlepphebel 8 angeordnete Antriebs- oder Mitnehmerfeder
8a entgegen dem Uhrzeigersinn drehbar ist, ein weiteres (plural) oder Mehrfach-Sperrelement
9, welches unter der Kraft einer es entgegen dem Uhrzeigersinn vorbelastenden, nicht
dargestellten Feder die Hebel 7 und 8 in einer unwirksamen Stellung hält, ein Rückstell-Sperrelement
10, das durch eine nicht dargestellte Feder entgegen dem Uhrzeigersinn vorbelastet
ist und lediglich den Rückstellhebel 7 in einer unwirksamen (nicht betätigten) Stellung
zu halten vermag, ein Auslöse- oder Freigabeelement 11, welches das Mehrfach-Sperrelement
9 gegen die Kraft der zugeordneten Feder im Uhrzeigersinn verschwenkt, einen Start-Magneten
12, welcher ein Eisenstück 11a des Freigabeelements 11 anzieht und letzteres gegen
die Kraft der Auslöse- oder Freigabe-
feder 11b in einer unwirksamen
Stellung hält, ein Verschluß-Koppelelement 13, das auf das RUckstell-Sperrelement
10 einwirkt, wenn die Verschlußbetätigung abgeschlossen ist und dieses Element im
Uhrzeigersinn verdreht, um dadurch die Arretierung des RUckstellhebels 7 aufzuheben,
einen Spiegelhochklapp-Hebel 14 für den Schwingspiegel, einen Blendenhebel 15, dessen
Anfangsstellung durch den Schlepphebel 8 bestimmt (kept) wird, und einen Blenden-Antriebshebel
16, der den Blendendurchmesser, d.h. die Blendenapertur, eines Wechselobjektivs
mit Hilfe an sich bekannter Mittel ändert, wobei der Blendenhebel 15 bei Aufhebung
der Arretierung in seiner Anfangsstellung durch den Blenden-Antriebshebel 16 betätigbar
ist.
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Die Fig. 3 und 4 ähneln den Fig. 1 und 2 mit dem Unterschied, daß
das Mehrfach-Sperrelement 9 gemäß Fig. 1 und 2 durch ein Schlepphebel-Sperrelement
9', das nur den Schlepphebel 8 in der unwirksamen Stellung gemäß Fig. 3 und 4 hält,
ersetzt ist und stattdessen das RUckstellhebel-Sperrelement 9", das zum Arretieren
des RUckstellhebels 7 in einer unwirksamen Stellung entgegen dem Uhrzeigersinn vorbelastet
ist, getrennt vorgesehen ist und die Arretierung des Rückstellhebels 7 mit Hilfe
des Schlepphebels 8 aufzuheben vermag.
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Die Figuren 5 und 6 ähneln wiederum den Fig. 1 und 2 mit dem Unterschied,
daß die Spitze 9a des Mehrfach-Sperrelements 9 hakenförmig ausgebildet ist und das
Auslöse-oder Freigabeelement 11 durch eine Feder 11c im Uhrzeigersinn verdreht wird,
wenn die durch den Stift 7a erfolgende Arretierung des einen Endes durch die Feder
71b aufgehoben wird. Die Fig. 7 und 8 ähneln den Fig. 3 und
4 mit
dem Unterschied, daß das Freigabeelement 11 durch eine Feder 11c im Uhrzeigersinn
verdreht wird, wenn die durch den Srift 7a erfolgende Arretierung des einen Endes
des Teils 11b aufgehoben wird.
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Im folgenden ist die Arbeitsweise der vorstehend beschriebenen Konstruktionen
erläutert.
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Die Figuren 1 und 3 veranschaulichen den Zustand, in welchem das Aufziehen
bzw. der Filmtransport abgeschlossen ist, während die Fig. 2 und 4 den Zustand darstellen,
in welchem die Betätigung der vorhergehenden bzw. vorgeschalteten Mechanismen, wie
Abblenden des Objektivs und Hochklappen des Spiegels usw., abgeschlossen sind. Nachstehend
ist zunächst anhand der Fig. 1 und 2 die normale Funktion von Mechanismen erläutert,
die bei einer Reihe von Aufnahmesequenzen in der Kamera wirksam werden.
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Wenn ein nicht dargestellter Auslöserknopf betätigt wird, spricht
der Start-Magnet 12 an, um den Zustand aufzuheben, in welchem das Eisenstück 11a
des Auslöse-bzw. Freigabeelements 11 angezogen und festgehalten wird. Sodann verdreht
sich das Freigabeelement 11 unter der Kraft der Feder 11b entgegen dem Uhrzeigersinn,
wobei es gleichzeitig das Mehrfach-Sperrelement 9 sich im Uhrzeigersinn verdrehen
läßt. Dieses Sperrelement 9 hebt dabei die Arretierung des Schlepphebels 8 auf und
verlagert sich gleichzeitig aus der Stellung, in welcher es den Rückstellhebel 7
sperrt. Der Schlepphebel 8 dreht sich mit dem freigegebenen Mehrfach-Sperrelement
9 unter der Wirkung der Antriebsfeder 8a entgegen dem Uhrzeigersinn, wobei durch
die Verlagerung des mittels seines Betätigungsstifts 8b verlagerten Spiegelhoch-
klapp-Hebels
14 der Schwingspiegel hochgeklappt wird und sich gleichzeitig der Blendenhebel-Haltestift
8c, welcher den Blendenhebel 15 hält, aus der Halteposition verlagert. Der Blendenhebel
15 wird dabei durch den Blenden-Antriebsheba1 16 beaufschlagt und in die Blendenposition
verschoben, die entweder durch eine nicht dargestellte manuelle Blendeneinstellvorrichtung
oder eine automatische Blendeneinstellvorrichtung vorgegeben ist, so daß das Objektiv
entsprechend abgeblendF wird.
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Andererseits wird bei der Betätigung des Auslöserknopfes mittels eines
elektrischen Signals nach erfolgtem Hochklappen des Schwingspiegels sowie erfolgtem
Abblenden die Verschlußauslösung eingeleitet. Nach der Verschlußauslösung beaufschlagt
das Verschluß-Koppelelement 13, das z.B. durch den hinteren Verschlußvorhang betätigt
wird, das Rückstell-Sperrelement 10 in der Weise, daß sich letzteres im Uhrzeigersinn
dreht und sich aus der den Rückstellhebel 7 behindernden bzw. sperrenden Stellung
verlagert. Der Rückstellhebel 7 verschwenkt sich dabei unter der Kraft der Rückstellfeder
7b im Uhrzeigersinn, weil das Mehrfach-Sperrelement 9 vorher seine Sperrposition
verlassen hat und zu diesem Zeitpunkt am Mitnehmerteil 8d des Schlepphebels 8 anliegt
und letzteren in die Ausgangsstellung zurückführt. Nach der Rückkehr des Schlepphebels
8 in seine Ausgangsstellung bewegen sich der Spiegelhochklapp-Hebel 14 und der Schwingspiegel
in die ursprünglichen bzw. Ausgangsstellungen zurück, wobei auch der Blendenhebel
15 und der Blenden-Antriebshebel 16 in die Atsgangsstellungen zurückkehren, um den
Zustand mit voll offener Objektivblende einzustellen. Weiterhin wird bei der Drehung
des Rückstellhebels 7 im Uhrzeigersinn dessen Arretierung zum Sperren des Freigabeelements
6 durch den Stift 7a
aufgehoben, so daß das Aufziehsperren-Freigabeelement
6 durch die Feder 6a nach rechts gezogen wird und dabei das Aufzieh-Sperrelement
5 beaufschlagt, um es sich im Uhrzeigersinn drehen und aus einer Stellung verlagern
zu lassen, in welcher es die Drehung der Aufzieh-Scheibe 2 im Uhrzeigersinn verhindert.
Der Aufziehhebel 1 und die Aufziehscheibe 2 gelangen dabei in einen Zustand, in
welchem sie für den Filmtransport im Uhrzeigersinn gedreht werden können. Bei der
Rechtsverlagerung des Freigabeelements 6 beaufschlagt dieses außerdem das eine Ende
der Feder lib unter Verschwenkung des Auslöseelements 11 im Uhrzeigersinn. Bei dieser
Bewegung wird das Auslöseelement 11 in der Ausgangsstellung festgehalten, in welcher
sein Eisenstück lla gegen den Start-Magneten 12 angezogen ist, weil die Betätigung
des Auslöserknopfes beendet und die Wirkung des Magneten 12 wieder hergestellt ist.
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Wenn nun der Aufziehhebel 1 im Uhrzeigersinn verschwenkt wird, dreht
sich mit ihm die Scheibe 2, so daß das Spannstück 4 über den Lenker 3 nach links
verschoben wird. Dabei führt das Spannstück 4 den Rückstellhebel 7 in die Ausgangsstellung
zurück, wobei ein Betätigungsarm 4a des Spannstücks den Mitnehmerarm 7c des Rückstellhebels
beaufschlagt. Mit dem sich in die Ausgangsstellung zurückbewegenden Rückstellhebel
7 kommt das Mehrfach-Sperrelement 9 unter dem Einfluß seiner Feder in Eingriff,
und das Mehrfach-Sperrelement 10, das nach erfolgter Verschlußspannung aufgrund
der Drehung des Aufzieh-Hebels 1 vom Verschluß-Koppelelement 13 freigekommen ist,
rastet ebenfalls unter dem Einfluß seiner Feder ein. Der Rückstellhebel 7 wird somit
in seiner Ausgangsstellung gehalten, in welcher er mit seinem Stift 7a am Freigabeelement
6 an-
greift und dieses nach links in die Ausgangsstellung zurückführt
und in dieser Stellung hält. Auf diese Weise wird der Andruck des Freigabeelements
6 gegen das Aufziehsperrelement 5 aufgehoben, wobei das Sperrelement 5 unter dem
Einfluß der Feder in die Aufzieh-Scheibe 2 eingreift. Wenn daher der Aufzieh-Hebel
1 aus der Aufzieh- bzw. Spannstellung entgegen dem Uhrzeigersinn zurückgeführt wird,
greift das Aufzieh-Sperrelement 5 in den ausgesparten Teil der Scheibe 2 ein, wobei
der Mechanismus in seinen Ausgangszustand zurückgestellt wird, in welchem eine Betätigung
des Aufzieh-Hebels 1 verhindert wird, sofern nicht vorher der Auslöserknopf gedrückt
worden ist.
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Die vorstehend beschriebenen Funktionen entsprechen der normalen Arbeitsweise.
Falls der Start-Magnet 12 ausfällt, bleibt das Eisenstück 11a des Freigabeelements
11 weiter durch den Magneten 12 angezogen, so daß das Mehrfach-Sperrelement 9 unwirksam
ist (does not function) und der Rückstellhebel 7, der bei der Verschlußauslösung
durch das Verschluß-Koppelelement 13 aus der Arretierung durch das Rllckstell-Sperrelement
10 freigegeben wurde, sowie der Schlepphebel 8 durch das Mehrfach-Sperrelement 9
gesperrt sind und in ihren intakten bzw.
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wirksamen Stellungen gehalten werden. Infolgedessen kann weder der
Schwingspiegel hochklappen noch das Objektiv abreblendet werden.und auch der Filmtransport
wird ver-* . . .nder iartgmliche nindert. Wenn dauer eine renlernartejAurnanme aur
einem Bildfeld mit erfolgter Verschlußausl5sung gemacht worden ist, kann keine weitere
fehlerhafte, d.h. ungewollte Aufnahme gemacht werden. Auch dann, wenn der Verschluß
nicht ausgelöst worden ist, ändert sich nicht der Zustand, in welchem das Rückstell-Sperrelement
10 den RUckstell-
hebel 7 arretiert, weil das Verschluß-Koppelelement
nicht betätigt wird und der Rückstellhebel 7 in seiner wirksamen bzw. aktiven Stellung
gehalten wird, so daß Schwingspiegel und Blende nicht zurückgestellt werden und
die Betätigung des Aufzieh-Hebels 1 unmöglich ist.
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Auf diese Weise können fehlerhafte bzw. ungewollte Aufnahme (im Fall
einer Reihenbildanordnung) vermieden werden.
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Im folgenden ist die Ausführungsform nach Fig. 3 und 4 für den Fall
erläutert, daß die Mechanismen der Kamera normal funktionieren.
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Wie im Fall der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 werden dabei bei
Betätigung des Auslöserknopfes der Start-Magnet 12 betätigt und das Freigabeelement
11 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt. Das Freigabeelement 11 dreht hierbei
das Schlepphebel-Sperrelement 9' im Uhrzeigersinn unter Aufhebung seiner Sperrwirkung
auf den Schlepphebel 8. Der Schlepphebel 8 dreht sich entgegen dem Uhrzeigersinn,
wobei wie im Fall von Fig. 1 und 2 der Schwingspiegel hochgeklappt und das Objektiv
abgeblendet werden und gleichzeitig der Schlepphebel 8 das Rückstellhebel-Sperrelement
9" mittels seines Freigabestifts 8e im Uhrzeigersinn verschwenkt und hierbei aus
der Sperrstellung für den Rückstellhebel 7 verlagert. Danach erfolgt die Verschlußauslösung,
und der Mechanismus befindet sich in dem Zustand, in dem ein Aufziehen bzw. ein
Filmtransport möglich ist und in welchem eine einwandfreie Rückstellung durch die
(RUcklauf-)Drehbewegung des Aufzieh-Hebels 1 für den Fall des Ausführungsbeispiels
gemäß Fig. 1 und 2 erfolgt.
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Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 und 4 wird bei einem Versagen
des Start-Magneten 12 und der Verschlußauslösung eine irrtümliche bzw. ungewollte
Aufnahme auf dieselbe Weise wie bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 und 2 verhindert.
Wenn dabei der Schwingspiegel nicht hochschwingt, d.h. wenn sich der Spiegelhochklapp-Hebel
14 nicht verschiebt, kann der Auslöse- oder Freigabestift Se des Schlepphebels 8
das Rückstellhebel-Sperrelement 9" nicht betätigen, weil sich der Schlepphebel 8
in einem Zustand befindet, in welchem seine gegen den Uhrzeigersinn erfolgte Drehung
durch den Spiegelhochklapp-Hebel 14 verhindert wird und das Rückstell-Sperrelement
9" in der Stellung verbleibt, in welcher es den RUckstellhebel arretiert und dabei
dessen im Uhrzeigersinn erfolgende RUckstelldrehung verhindert. Der Auizieh-Hebel
1 wird somit nicht zur Ermöglichung eines Filmtransports freigegeben, so daß die
Wiederholung einer fehlerhaften bzw. ungewollten Aufnahme vermieden werden kann.
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Bezüglich der weiteren Ausführungsformen veranschaulichen die Fig.
5 und 7 den Zustand des Mechanismus nach erfolgtem Filmtransport, während die Fig.
6 und 8 den Zustand veranschaulichen, in welchem die Betätigung der vorgeschalteten
bzw. vorher betgtigten Mechanismen, wie Abblenden des Objektivs und Hochklappen
des Schwingspiegels usw., beendet sind. Zunächst ist anhand der Fig.
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5 und 6 der Fall beschrieben, in welchem die für Reihenbildaufnahme
in der Kamera vorgesehenen Mechanismen normal arbeiten.
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Bei Betätigung des nicht dargestellten Auslöserknopfes spricht der
Start-Magnet 12 entsprechend an, wobei er
das Eisenstück 11a des
Auslöse- oder Freigabeelements 11 aus dem Anziehungszustand freigibt. Das Freigabeelement
11 dreht sich daraufhin unter dem Einfluß der Feder lib entgegen dem Uhrzeigersinn
und läßt dabei das Mehrfach-Sperrelement 9 sich im Uhrzeigersinn drehen. Das Mehrfach-Sperrelement
9 hebt dabei die Arretierung des Schlepphebels 8 auf und verlagert sich gleichzeitig
aus der Stellung, in welcher es den Rückstellhebel 7 sperrt.
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Der Schlepphebel 8 dreht sich mit dem entsperrten Mehrfach-Sperrelement
9 unter der Kraft der Antriebsfeder 8a entgegen dem Uhrzeigersinn, wobei der Schwingspiegel
infolge der Verschiebung des Spiegelhochklapp-Hebels 14 durch seinen Betätigungsstift
8b hochgeklappt wird und sich gleichzeitig der den Blendenhebel 15 haltende Stift
8c aus seiner Haltestellung verlagert, so daß der Blendenhebel 15 5 durch den Blenden-Antriebshebel
16 6 beaufschlagt und bis zu der Blendenstellung verschoben wird, die entweder durch
eine manuelle Blendeneinstellvorrichtung (nicht dargestellt) oder eine automatische
Blendeneinstellvorrichtung (Springblendenmechanismus) vorgegeben ist; auf diese
Weise wird das Objektiv abgeblendet. Andererseits wird - wie erwähnt - bei Betätigung
des Auslöserknopfes die Verschlußauslösung mittels eines elektrischen Signals eingeleitet,
sobald der Schwingspiegel hochgeklappt und das Objektiv abgeblendet ist. Nach erfolgter
Verschlußauslösung beaufschlagt das z.B. durch den hinteren Verschlußvorhang betätigte
Verschluß-Koppelelement 13 das Rückstell-Sperrelement 10 unter Drehung desselben
im Uhrzeigersinn und unter Verlagerung desselben aus der den Rückstellhebel 7 sperrenden
Position. Hierbei wird der Rückstellhebel 7 durch die Rückstellfeder 7b im Uhrzeigersinn
verdreht, weil das Mehrfach-Sperrelement 9 vorher aus der Sperrstellung
verlagert
worden ist und zu diesem Zeitpunkt am Antriebs- bzw. Mitnehmerteil 8d des Schlepphebels
8 angreift und letzteren in die Ausgangsstellung zurUckführt. Nach der RUckkehr
des Schlepphebels 8 in die Ausgangsstellung kehren der Spiegelhochklapp-Hebel 14
und der Schwingspiegel, ebenso wie der Blendenhebel 15 und der Blenden-Antriebihebel
16 zur Einstellung des Offenblendenzustands in die Jeweiligen Ausgangsstellungen
zurück. Bei der Drehung des Rückstellhebels 7 im Uhrzeigersinn wird außerdem die
Arretierung des Aufziehsperren-Freigabeelements 6 durch den Stift 7a aufgehoben,
so daß dieses Element 6 durch die Feder 6a nach rechts gezogen wird und dabei den
Antriebs- bzw.
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Mitnehmerteil 5a des Aufzieh-Sperrelements 5 beaufschlagt und letzteres
im Uhrzeigersinn aus seiner Stellung verschwenkt, in welcher es die Drehung der
Aufzieh-Scheibe 2 im Uhrzeigersinn verhindert. Der Aufzieh-Hebel 1 und die Scheibe
2 werden dabei in den Zustand versetzt, in welchem sie für den Filmtransport im
Uhrzeigersinn drehbar sind. Bei der Drehung des Rückstellhebels 7 im Uhrzeigersinn
kommt außerdem sein Stift 7a außer Anlage gegen das eine Ende der Feder 11b für
das Freigabeelement 11, so daß letzteres durch seine Feder 11c im Uhrzeigersinn
verdreht wird. Nach dieser Drehung wird das Freigabeelement 11 mit seinem gegen
den Magneten 12 angezogenen Eisenstück 11a in der Ausgangsstellung gehalten, weil
die Betätigung des Auslöserknopfes bereits abgeschlossen und der Start-Magnet 12
betätigt ist.
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Wenn nun der Aufzieh-Hebel 1 für den Filmtransport im Uhrzeigersinn
verschwenkt wird, dreht sich mit ihm die
Scheibe 2 unter Verschiebung
des Spannstücks 4 nach links mittels des Lenkers 3. Bei der Linksverschiebung des
Spannstücks 4 kehrt der Rückstellhebel 7 in die Ausgangsstellung zurück, wobei ein
Betätigungsarm 4a des Spannstücks gegen den Mitnehmerarm 7c des Rückstellhebels
7 andrückt. Mit dem zurücklaufendenRückstellhebel 7 kommt das Mehrfach-Sperrelement
9 unter dem wihrend Einfluß seiner Feder in Berührung, / aas RUckstell-Sperrelement
10, bei dem der Andruck bzw. die Beaufschlagung des Verschluß-Koppelelements 13
aufgehoben wird, wenn der Verschluß mittels des Hebels 1 gespannt worden ist, ebenfalls
unter dem Einfluß seiner Feder in Anlage gelangt. Der Rückstellhebel 7 wird daher
in seinem Anfangs- oder Ausgangszustand gehalten. Bei seiner Rückstellbewegung beaufschlagt
der Freigabshebel 7 das Sperrelement 6 mit seinem Stift oder Zapfen 7a, so daß das
Sperrelement 6 nach links in seine Ausgangsstellung zurückgeführt und in dieser
Stellung gehalten wird. Hierbei wird die Anlage oder der Andruck des Aufziehsperren-Freigalements
6 gegen das Aufzieh-Sperrelement 5 aufgehoben, wobei das Sperrelement 5 unter der
Kraft der Feder 5b in Eingriff mit der Aufzieh-Scheibe 2 gebracht wird. Bei der
entgegen dem Uhrzeigersinn erfolgenden Rückdrehung des Hebels 1 in die Ausgangsstellung
greift damit das Sperrelement 5 in den ausgesparten Abschnitt der Aufzieh-Scheibe
2 ein, wobei der Mechanismus in den Ausgangszustand zurückgestellt wird, in welchem
eine Betätigung des Aufzieh-Hebels 1 nur nach erneuter Betätigung des Auslöserknopfes
möglich ist.
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Die vorstehende Beschreibung gilt für die normale Funktion. Falls
der Start-Magnet 12 nicht arbeitet, wird das
Eisenstück 11a des
Freigabeelements 11 weiter vom Magneten 12 angezogen, so daß das Mehrfach-Sperrelement
9 nicht betätigbar ist und der Rückstellhebel 7, der bei Verschlußauslösung durch
das Verschluß-Koppelelement 13 aus seiner Arretierung durch das Rückstell-Verschlußelement
10 freigegeben worden ist, sowie der Schlepphebel 8 durch das Mehrfach-Sperrelement
9 gesperrt bzw.
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arretiert und in ihren wirksamen Stellungen gehalten werden. In diesem
Zustand kann weder der Schwingspiegel hochklappen noch das ObJektiv abgeblendet
werden, während ein Aufziehen bzw. ein Filmtransport ebenfalls unmöglich ist. Selbst
wenn dabei eine irrtümliche oder ungewollte Aufnahme unter Verschlußbetätigung auf
einem Bildfeld gemacht worden ist, kann eine solche irrtümliche Betätigung nicht
wiederholt werden.
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Die mit der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung (z.B. Leertransportsperre)
ausgerüstete Kamera verhindert somit die Durchführung einer irrtümlichen Aufnahme,
die unbemerkt vom Auftreten einer Störung gemacht wird, beispielsweise im Fall einer
solchen Störung, bei welcher die Verschlußauslösung vor dem Hochklappen des Spiegels
und der Blendeneinstellung auch bei normal arbeitendem Magneten 12 erfolgt. In diesem
Fall dreht sich nämlich das Mehrfach-Sperrelement 9 unter Aufhebung der Haltekraft
des Schlepphebels 8 im Uhrzeigersinn, und das VerschluB-Koppelelement 13 beaufschlagt
das Rückstell-Sperrelement 10 unter Verlagerung aus der Stellung, in welcher der
Rückstellhebel 7 vor seiner Verlagerung aus der Sperrposition gesperrt bzw. arretiert
ist. Der Rückstellhebel 7 wird somit durch die Rückstellfeder 7b angezogen und mit
einer Andruckkraft in Eingriff mit dem
Mehrfach-Sperrelement 9
gebracht. In diesem Zustand kann sich das Freigabeelement 11 nicht entgegen dem
Uhrzeigersinn drehen, auch wenn es gegen das Mehrfach-Sperrelement 9 andrückt, vielmehr
wird es bei der Betätigung des Start-Magneten 12 zu einer Drehung gezwungen,.weil
die hakenfdrmige Spitze 9a des Mehrfach-Sperrelements 9 die einen Sperr- oder Arretierteil
gegen den RUckstellhebel darstellt, an der Spitze des Rückstellhebels 7 anschlägt,
so daß die im Uhrzeigersinn erfolgende Drehung des Mehrfach-Sperrelements 9 verhindert
bzw. gesperrt wird. Wie bei nicht arbeitendem Start-Magneten 12 ist damit weder
ein Hochklappen des Schwinggipiegels noch ein Schließen der Blende möglich, während
ein Filmtransport ebenfalls verhindert wird, so daß die Wiederholung einer irrtümlichen
oder ungewollten Aufnahme verhindert wird.
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Im folgenden ist die Ausführungsform gemäß Fig. 7 und 8 für den Fall
erläutert, daß der Mechanismus normal arbeitei.
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Wie bei der Ausführungsform nach Fig. 5 und 6 sei vorausgesetzt, daß
der Start-Magnet 12 arbeitet und sich das Freigabeelement 11 bei Betätigung des
Auslöserknopfes entgegen dem Uhrzeigersinn verdreht. Das Freigabeelement 11 verdreht
dabei das Autziehhebel- bzw. Mehrfach-Sperrelement 9' im Uhrzeigersinn aus seiner
den Schlepphebel 8 arretierenden Stellung. Der Schlepphebel 8 dreht sich dabei entgegen
dem Uhrzeigersinn, wobei das Hochklappen des Schwingspiegels und das Abblenden des
Ob-Jektivs auf ähnliche Weise wie bei der Ausführungsform nach Fig. 5 und 6 erfolgen
/ % ei der Schlepphebel 8 gleichzeitig das Rückstellhebel-Sperrelement 9" mittels
seines
an diesem Element anliegenden Auslöse- oder Freigabestifts 8e im Uhrzeigersinn verdreht
und damit aus der den Rückstellhebel 7 sperrenden Stellung verlagert. Nach der anschließenden
Verschlußauslösung- ist ein Aufziehen bzw. ein Filmtransport möglich/und der Mechanismus
kann auf dieselbe Weise wie bei der Ausführungsform gemäß Fig. 5 und 6 durch Verschwenken
des Aufzieh-Hebels 1 einwandfrei rückgestellt werden.
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Wenn bei der Ausführungsform gemäß Fig. 7 und 8 der Start-Magnet 12
ausfällt, bleibt das Freigabeelement 11 weiter gegen den Magneten 12 angezogen,
so daß die Wiederholung einer irrtümlichen bzw. fehlerhaften Aufnahme auf dieselbe
Weise wie bei der Ausführungsform gemäß Fig. 5 und 6 verhindert wird.
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Im Fall, daß die Verschlußauslösung vor dem Hochklappen des Spiegels
und vor dem Schließen der Blende erfolgt, wird das Rückstell-Sperrelement 10 aus
der den RUckstellhebel 7 arretierenden Stellung auf die in Verbindung mit Fig. 5
und 6 beschriebene Weise verlagert, wobei sich der Rückstellhebel 7 in einem Zustand
befindet, in welchem er durch die Rückstellfeder 7b in Andruckberührung gegen das
Rückstellhebel-Sperrelement 9" gezogen wird.
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Wenn in diesem Zustand der Magnet 12 wirksam ist bzw.
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arbeitet, dreht sich das Freigabeelement 11 entgegen dem Uhrzeigersinn,
und der Schlepphebel 8 dreht sich ebenfalls entgegen dem Uhrzeigersinn. Selbst wenn
dabei der Freigabestift 8e des Schlepphebels 8 am RUckstellhebel-Sperrelement 9"
anliegt, wird letzteres mit dem an ihm angreifenden Rückstellhebel 7 aufgrund der
Andruckberührung an einer Drehung im Uhrzeigersinn gehindert, so daß auch die entgegen
dem Uhrzeigersinn er-
folgende Drehung des Schlepphebels 8 durch
den am Sperrelement 9" anliegenden Freigabe stift 8e beendet bzw. verhindert wird.
Demzufolge werden das Hochklappen des Spiegels und die normale Blendeneinstellung
verhindert, so daß der Zustand nicht herbeigeführt wird, in welchem ein Aufziehen
bzw. ein Filmtransport möglich ist. Die Wiederholung einer irrtllmlichen oder ungewollten
Aufnahme kann damit verhindert werden.
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Bei der beschriebenen Kamera gemäß der Erfindung können die entsprechend
einer Reihe von Aufnahmesequenzen funktionierenden Mechanismen in zwei Teile aufgeteilt
werden, nämlich in einen Mechanismus vom Auslöserknopf bis zur Spiegelhochklapp-
und Abblendeinrichtung, d.h.
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einen bei Auslöserbetätigung betätigten vorgeschalteten Mechanismus>sowie
einen Mechanismus, der von der Verschlußauslöseeinrichtung bis zur Freigabeeinrichtung
für die Aufziehsperre oder bis zu einer Einrichtung reicht, bei welcher die Aufzieh-Rückstellung
oder -Entsperrung durch ein elektrisches Signal eingeleitet wird, d.h. einen nachgeschalteten
Mechanismus. Die Konstruktion ist dabei so getroffen, daß der zum nachgeschalteten
Mechanismus gehörende Rückstellhebel 7 nur dann funktioniert, wenn das Rückstell-Sperrelement
10 und das Verschluß-Koppelelement 13, die zum nachgeschalteten und Mechanismus
gehören /vor dem Rückstellhebel 7 wirksam werden, nach dem zum vorgeschalteten Mechanismus
gehörenden Schlepphebel 8 arbeiten. Erfindungsgemäß wird damit erreicht, daß die
Wiederholung einer irrtümlichen oder fehlerhaften Aufnahme unabhängig von der Störung
verhindert wird, daß beim Aufziehen bzw. beim Filmtransport der Verschluß nicht
gespannt wird, die Verschlußausldsung
vor dem Freigabe- bzw. Auslösevorgang
erfolgt oder das Hochklappen des Schwingspiegels und das Einstellen bzw.
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Schließen der Blende nicht einwandfrei stattfinden oder aber das elektrische
Signal zur Einleitung der Verschlußauslösung vorzeitig erzeugt wird.
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Mit der Erfindung wird somit eine mit Sicherheitsvorrichtung ausgerüstete
Kamera geschaffen, die sich dadurch kennzeichnet, daß die Arretier- oder Sperreinrichtung
zur Sperrung der Betätigung des nachgeschalteten Mechanismus zwischen einer zum
vorgeschalteten Mechanismus gehörenden Einrichtung und einer zum nachgeschalteten
Mechanismus gehörenden Einrichtung, bezogen auf Anordnung und Wirkung des Mehrfach-Sperrelements
9 und des Rückstellhebel-Sperrelements 9' angeordnet und so ausgelegt ist, daß die
Sperreinrichtung die Arretierung mit der Beendigung der Betätigung der Einrichtung
des nachgeschalteten Mechanismus aufhebt.
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Die Erfindung ist keineswegs auf die vorstehend dargestellten und
beschriebenen Ausführungsformen beschränkt, sondern beispielsweise 8o abwandelbar,
daß das RUckstell-Sperrelement 10 und das Verschluß-Koppelelement 13 zu einem Element
zusammengefaßt sind und ein weiteres Sperrelement, entsprechend dem RUckstellhebel-Sperrelement
9", vorgesehen ist. Dabei erfolgt die Aufhebung der Arretierung nach beendeter Betätigung
des Blendenhebels 15; wahlweise kann diese Sperreinrichtung das Aufziehsperren-Freigabeelement
6 sperren bzw. arretieren. Weiterhin ist die Erfindung selbstverständlich nicht
auf sogenannte einäugige Spiegelreflexkameras beschränkt.
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