DE3202190C2 - - Google Patents
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61L—METHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
- A61L2/00—Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor
- A61L2/02—Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor using physical processes
- A61L2/04—Heat
- A61L2/06—Hot gas
- A61L2/07—Steam
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- Epidemiology (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Animal Behavior & Ethology (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Public Health (AREA)
- Veterinary Medicine (AREA)
- Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entkeimen von
Sand, Kies u. dgl., mit Hilfe von Wasserdampf, mit einem Behälter
mit einem in der oberen Abschlußwand befindlichen und mittels
eines Deckels druckfest verschließbaren Einfüllstutzen und
einem im Boden befindlichen und mit einem, die Auslaßöffnung
verschließenden Verschlußteil ausgerüsteten Auslaufstutzen,
sowie einem mit einem Absperrventil versehenen
Dampfeinlaßstutzen und einem, in der oberen Abschlußwand
angeordneten Dampfauslaßstutzen mit Absperrventil, wobei
der Dampfeinlaßstutzen mit dem Ausgang eines Dampferzeugers
verbunden ist.
Bekannte Vorrichtungen der eingangs genannten Art, wie sie
z. B. in der DE-OS 24 22 907 beschrieben sind, bestehen im
wesentlichen aus einem wärmeisolierten und/oder beheizten
Sterilisationsbehälter, in dem ein, das zu sterilisierende
Gut umwälzendes Rühr- oder Mischwerk gelagert ist. Diesem
Behälter ist ein Nachsterilisator nachgeschaltet, in dem
das auf Sterilisationstemperatur erwärmte Gut bei
Sterilisationsverhältnissen eine vorbestimmte Zeitspanne
verbleibt, bevor es aus der Vorrichtung entnommen wird. Für
die Zufuhr des Sterilisationsmittels ist ein Rohranschluß
vorgesehen, der im oberen Bereich des Behälters angeordnet
ist. Durch einen weiteren Rohranschluß, der ebenfalls im
oberen Bereich des Behälters angeordnet ist, wird das
Sterilisationsmittel wieder abgezogen. Im Behälter wird
die Sterilisation des eingefüllten Schüttgutes begonnen.
Dafür wird das Schüttgut mit Hilfe des umlaufenden Mischwerkes
verwirbelt und aufgelockert und mit dem durch den Rohranschluß
zugeführten Sterilisationsmittel vermischt. Zum Entleeren
des Behälters ist im Boden desselben eine Verschlußöffnung
mit einer Verschlußkappe angeordnet. An den Behälter ist
über ein Fallrohr der Nachsterilisator angeschlossen, der
mit dem Behälter zu einer Baueinheit verbunden ist. In dieser
bekannten Vorrichtung können zwar die Schüttgüter relativ
gut entkeimt werden, allerdings ist der Aufwand, d. h. der
Anteil von mechanischen Teilen verhältnismäßig groß, so
daß wiederkehrende Kontrollen, insbesondere bei dem Mischwerk,
das bei Berührung mit Kieselsteinen und Sand erheblichen
Kräften ausgesetzt werden kann, erforderlich sind.
Ein weiterer Nachteil, mit dem die bekannte Vorrichtung
behaftet ist, besteht darin, daß das Volumen des Behälters
nicht besonders groß sein kann, da mit anwachsendem Volumen
auch die Leistung des Motors vergrößert werden muß, um eine
Durchmischung des Schüttgutes zu erreichen. Allerdings ist
hier von Bedeutung, daß die Leistung des Motors nicht linear
abhängig ist von der Größe des Behälters, weil bei der
Erhöhung des Volumens des Behälters nicht nur das Gewicht
des Schüttgutes, sondern auch der innere Widerstand zwischen
den einzelnen Teilen des Schüttgutes wächst. Die Überwindung
des inneren Widerstandes des Schüttgutes trägt dazu bei,
daß die Leistung des Motors erheblich erhöht werden muß,
um eine gewünschte Umwälzung und Durchmischung des Schüttgutes
zu erreichen.
Schließlich ist diese Vorrichtung mit dem Nachteil behaftet,
daß bei ihr nicht der momentane Zustand, insbesondere die
Temperatur und der Druck im Behälter, feststellbar ist,
so daß die Beurteilung der Keimfreiheit des Schüttgutes
nur aufgrund experimenteller Daten feststellbar ist. Wird
der Behälter beispielsweise mit einem Schüttgut gefüllt,
das zwar an sich bekannte Keime aufweist, dann ist zunächst
unklar, wie lange das Mischwerk in Betrieb sein muß und
wieviel Sterilisationsmittel in den Behälter zugeführt werden
muß, obwohl bekannt ist, mit welchem Sterilisationsmittel
welche Keime abgetötet werden können. Die die Sterilisation
beeinflussenden Parameter - Innendruck im Behälter, Menge
und Temperatur des Sterilisationsmittels und die Dauer des
Mischvorganges - können hier nur mittelbar festgestellt,
aber nicht in einen optimalen Zusammenhang gebracht werden.
Ferner geht aus der DE-OS 29 50 638 eine Vorrichtung zur
Durchführung eines Verfahrens zur Behandlung von infektiösem
Müll hervor, der allerdings für Schüttgut nicht ohne weiteres
einsetzbar ist, weil die Durchmischung, wie sie z. B. in
der DE-OS 24 22 907 beschrieben ist, nicht möglich ist;
sie ist in diesem Falle auch nicht erforderlich, da der
zu desinfizierende Müll ganz andere Eigenschaften hat als
Sand oder Kies.
Ausgehend von dem obigen Stand der Technik liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art zum einen so zu verbessern, daß das Verfahren effektiver
ist, und zum anderen so auszubilden, daß sie im konstruktiven
Aufbau wesentlich einfacher ist, so daß wiederkehrende
Kontrollen im wesentlichen nicht mehr erforderlich sind.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß der Dampfeinlaßstutzen im Bereich des Bodens des Behälters
angeordnet ist, daß an der oberen Abschlußwand des Behälters
ein Druckmesser und ein Temperaturmeßgerät angebracht sind,
und daß die Auslaßöffnung des konisch sich verjüngenden
Auslaufstutzens mittels eines, mit einem Zugelement
verbundenen Verschlußteiles verschließbar ist, das an die
Form der Auslaßöffnung angepaßt und durch Verstellen in
die Öffnungsstellung bringbar ist.
Die durch die Erfindung erzielten Vorteile bestehen
insbesondere darin, daß bei ihr keine mechanischen Teile
vorhanden sind, die während des Entkeimungsverfahrens mit
dem Müll oder mit dem Schüttgut in Berührung kämen. Daher
kann es auch zu keiner Abnutzung der mechanischen Teile
kommen. Außerdem ergibt sich bei dem Gegenstand nach der
Erfindung für den Fachmann erkennbar der Vorteil, daß keine
wiederkehrenden Kontrollen erforderlich sind.
Weitere zweckmäßige und vorteilhafte Maßnahmen der Erfindung
gehen aus den Unteransprüchen hervor.
Eine besonders vorteilhafte Maßnahme der Erfindung sieht
vor, daß die Stelleinrichtung als Stellspindel ausgebildet
ist, die mit dem Zugelement des Verschlußteiles verbunden
und in einem Stellgewinde des Deckels verdrehbar ist. Mit
dieser Stelleinrichtung kann das Verschlußteil leicht in
die Öffnungsstellung gebracht werden. Es ist dabei aber
unerläßlich, daß die Stelleinrichtung druckfest abgedichtet
in den Deckel des Einfüllstutzens gelagert und verstellbar
ist, damit der Druckaufbau im Behälter nicht beeinträchtigt
wird. Der in den Behälter einströmende Dampf muß sich
gleichmäßig in dem Innenraum des Behälters verteilen, um
eine gleichmäßige Erwärmung des eingebrachten Sandes, Kieses
u. dgl. zu erreichen.
Um die Temperatur des Behälterinhaltes richtig erfassen
zu können, kann nach weiteren Ausgestaltungen vorgesehen
sein, daß das Temperaturgerät mit einem Meßfühler versehen
ist, der etwa in der Mitte des Behälterinnenraumes angeordnet
ist.
Die Vorrichtung kann nach einer Weiterbildung durch Verbinden
des Behälters mit einem an sich bekannten Dampferzeuger
zu einer Einheit zusammengefaßt werden. Ist dabei vorgesehen,
daß der Behälter und der Dampferzeuger auf einem
selbstfahrenden Fahrzeug befestigt sind, dann läßt sich
auch der Sand, Kies u. dgl. am Verwendungsort jederzeit
wieder entkeimen.
Das Einbringen des Sandes, Kieses u. dgl. in den Behälter
und das Entleeren des Behälters lassen sich nach einer
weiteren Ausgestaltung dadurch erleichtern, daß dem Behälter
ein Förderband zugeordnet ist, das wahlweise zum Einfüllen
des Sandes, Kieses u. dgl. in den Behälter über den
Einfüllstutzen oder zum Abtransport des aus dem Auslaufstutzen
des Behälters entnommenen Sandes, Kieses u. dgl. verwendbar
ist.
Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
für einen Behälter der Vorrichtung näher erläutert.
Die Zeichnung zeigt den druckfest verschließbaren Behälter 10, der im
Bereich seiner oberen Abschlußwand einen Einfüllstutzen 19 aufweist,
der mit einem Befestigungsflansch 20 abgeschlossen ist. Mit diesem
Befestigungsflansch 20 wird der Deckel 21 dicht und druckfest verschraubt,
sobald der zu entkeimende Sand, Kies u. dgl. in den Behälter
10 eingebracht ist. Dabei ist der Auslaufstutzen 11 geschlossen.
Die konische Auslauföffnung 12 des Auslaufstutzens 11 ist mittels
eines Verschlußteils 13 geschlossen, welches an den Querschnitt der
Auslauföffnung 12 angepaßt ist. Das Verschlußteil 13 ist mit einem
Zugelement 14 verbunden, mit dem es in den Behälterinnenraum verstellt
werden kann, um die Auslauföffnung 12 zum Entleeren des Behälters
10 freizugeben. Diese Verstellung des Verschlußteils 13 wird
mittels einer im Deckel 21 angeordneten Stelleinrichtung vollzogen.
Im einfachsten Fall kann die Stelleinrichtung als Stellspindel ausgebildet
sein, die mit dem Zugelement 14 verbunden ist und in einem
Stellgewinde des Deckels 21 verstellt werden kann. Die Verdrehung der
Stellspindel kann mit einem Stellrad 22 erfolgen, das drehfest mit
dem aus dem Deckel 21 ragenden Ende der Stellspindel verbunden ist.
Selbstverständlich kann die Stelleinrichtung auch anders ausgebildet
sein. Wesentlich ist nur die Stellrichtung und eine entsprechende
Übersetzung, um das Verschlußteil 13 leicht manuell bewegen zu können.
Außerdem muß die Stelleinrichtung im Deckel 21 abgedichtet sein.
Der Behälter 10 trägt am Boden außerdem Lagerböcke 16 und 18, welche
mit Befestigungsschienen 15 und 17 verbunden sind. Der Behälter 10
kann darüber stationär aufgestellt oder auf einem selbstfahrenden
Fahrzeug montiert werden. Dies hängt von dem stationären oder mobilen
Einsatz der Vorrichtung ab. Dabei kann ein handelsüblicher Dampferzeuger
mit diesem Behälter 10 zu einer Einheit zusammengebaut werden.
Dem Behälter 10 kann ein handelsübliches Förderband od. dgl. zugeordnet
werden, das wahlweise zum Füllen des Behälters und zum Entleeren
des Behälters verwendet werden kann. Dabei ist ein Förderband
od. dgl. mit Drehrichtungsumkehr eingesetzt, so daß über das Obertrum
einmal der Sand, Kies od. dgl. dem Einfüllstutzen 19 zugeführt
und zum anderen der aus dem Auslaufstutzen 11 auslaufende Sand, Kies
u. dgl. auf dem Obertrum abtransportiert werden kann.
Am Boden des Behälters 10 ist ein Dampfeinlaßstutzen 28 mit Absperrventil
29 angebracht, der vor dem Absperrventil 29 als Kupplungselement
30 für einen Druckschlauch ausgebildet ist. Der Druckschlauch
verbindet den Ausgang des Dampferzeugers mit diesem Dampfeinlaß. Der
Dampfeinlaßstutzen 28 ragt in den Behälterinnenraum und ist mittels
einer Verteilerdüse od. dgl. abgeschlossen, die den zugeführten
Dampf gleichmäßig in dem Behälterinnenraum verteilt.
In der oberen Abschlußwand ist ein Dampfeinlaßstutzen 31 mit Absperrventil
32 angebracht, der nach dem Absperrventil 32 als Kupplungselement
33 ausgebildet ist. An diesem Kupplungselement 33 kann mittels
eines Druckschlauches eine Drucklanze anschließen, mit der der Behälter
10 ausgeblasen werden kann. Außerdem ist an der oberen Abschlußwand
des Behälters 10 ein Druckmesser 24 angebracht, der über das
Anschlußrohr 23 mit dem Behälterinnenraum in Verbindung steht.
Schließlich ist an der oberen Abschlußwand des Behälters 10 noch ein
Temperaturmeßgerät 27 angebracht, das über ein Aufnahmerohr 25 mit
einem am Ende dieses angebrachten Meßfühlers 26 in Verbindung steht,
damit die Temperatur etwa in der Mitte des Behälterinnenraumes erfaßt
wird. Die Temperatur kann auch mittels einer anderen Temperaturmeßeinrichtung
erfaßt werden, wesentlich ist nur, daß die Temperatur
etwa in der Mitte des Behälterinnenraumes gemessen wird.
Mit der vorstehend beschriebenen Vorrichtung kann Sand, Kies u. dgl.
nach folgendem Verfahren entkeimt werden:
Bei geschlossenem Auslaufstutzen 11 und geöffnetem Einfüllstutzen 19 wird mittels des Förderbandes od. dgl. der zu entkeimende Sand, Kies u. dgl. in den Behälter 10 eingefüllt. Danach wird der Einfüllstutzen 19 mit dem Deckel 21 verschlossen. Bei geöffneten Absperrventilen 29 und 32 wird dem Behälter 10 so lange Dampf zugeführt, bis das Temperaturmeßgerät 27 eine Temperatur von etwa 160 bis 200°C anzeigt. Dann wird das Absperrventil 32 geschlossen und weiterhin Dampf zugeführt, bis der Druckmesser 24 einen Druck von etwa 10 bar anzeigt. Ist dieser Druck erreicht, dann wird auch das Absperrventil 29 geschlossen. Der Behälterinhalt verbleibt dann eine vorgegebene Zeit unter dieser Temperatur und diesem Druck. Diese Zeit ist an die Abtötungszeit der Keime angepaßt und beträgt etwa 5 bis 15 Minuten. Danach wird das Absperrventil 32 des Dampfablasses geöffnet und der Auslaufstutzen 11 geöffnet. Der entkeimte Sand, Kies u. dgl., der aus dem Auslaufstutzen 11 rinnt, wird mittels des Förderbandes od. dgl. weitertransportiert bzw. weitergeleitet.
Bei geschlossenem Auslaufstutzen 11 und geöffnetem Einfüllstutzen 19 wird mittels des Förderbandes od. dgl. der zu entkeimende Sand, Kies u. dgl. in den Behälter 10 eingefüllt. Danach wird der Einfüllstutzen 19 mit dem Deckel 21 verschlossen. Bei geöffneten Absperrventilen 29 und 32 wird dem Behälter 10 so lange Dampf zugeführt, bis das Temperaturmeßgerät 27 eine Temperatur von etwa 160 bis 200°C anzeigt. Dann wird das Absperrventil 32 geschlossen und weiterhin Dampf zugeführt, bis der Druckmesser 24 einen Druck von etwa 10 bar anzeigt. Ist dieser Druck erreicht, dann wird auch das Absperrventil 29 geschlossen. Der Behälterinhalt verbleibt dann eine vorgegebene Zeit unter dieser Temperatur und diesem Druck. Diese Zeit ist an die Abtötungszeit der Keime angepaßt und beträgt etwa 5 bis 15 Minuten. Danach wird das Absperrventil 32 des Dampfablasses geöffnet und der Auslaufstutzen 11 geöffnet. Der entkeimte Sand, Kies u. dgl., der aus dem Auslaufstutzen 11 rinnt, wird mittels des Förderbandes od. dgl. weitertransportiert bzw. weitergeleitet.
Dabei kann mit einer an den Dampfablaß angekoppelten Drucklanze der
Behälter 10 ausgeblasen und gereinigt werden, so daß er für die
Entkeimung einer weiteren Charge zur Verfügung steht.
Mit der Vorrichtung wurde in einem Versuch Spielsand (Flußsand) nach
dem Verfahren der Erfindung entkeimt. Der Spielsand wurde dabei mit
Bakterien so kontaminiert, daß 1 g Sand etwa 10⁸ Keime enthielt.
Als Testkeime wurden verwendet:
Escherichia coliATTC 11229
Streptococcus faecalisATTC 6057
Staphylococcus aurensATTC 6538
Pseudomonas aeruginosaATTC 15442
Bacillus stearothermophilusATTC 7943
Nach einer Sterilisationszeit von 10 Minuten bei einer Temperatur von
180°C und einem Druck von 10 bar wurde der so entkeimte Spielsand
anschließend einer Bebrutung über 7 Tage in Caseinpepton - Sojabohnenmehlpepton
- Bouillon ausgesetzt. Danach wurden sämtliche Bouillons
auf feste Nährböden überimpft, um eventuell noch vorhandene vermehrungsfähige
Keime nachzuweisen. Dabei ergab sich, daß in dem entkeimten
Spielsand kein Testkeim mehr nachgewiesen werden konnte. Der
Spielsand war nach Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung
vollkommen keimfrei.
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Entkeimen von Sand, Kies u. dgl.,
mit Hilfe von Wasserdampf, mit einem Behälter mit einem in
der oberen Abschlußwand befindlichen und mittels eines
Deckels druckfest verschließbaren Einfüllstutzen und
einem im Boden befindlichen und mit einem, die
Auslaßöffnung verschließenden Verschlußteil ausgerüsteten
Auslaufstutzen, sowie einem mit einem Absperrventil
versehenen Dampfeinlaßstutzen und einem, in der oberen
Abschlußwand angeordneten Dampfauslaßstutzen mit
Absperrventil, wobei der Dampfeinlaßstutzen mit dem
Ausgang eines Dampferzeugers verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Dampfeinlaßstutzen (28) im Bereich des Bodens des Behälters (10) angeordnet ist,
daß an der oberen Abschlußwand des Behälters (10) ein Druckmesser (24) und ein Temperaturmeßgerät (27) angeordnet sind, und
daß die Auslaßöffnung (12) des konisch sich verjüngenden Auslaufstutzens (11) mittels eines, mit einem Zugelement (14) verbundenen Verschlußteiles (13) verschließbar ist, das an die Form der Auslaßöffnung (12) angepaßt und durch Verstellen in die Öffnungsstellung bringbar ist.
dadurch gekennzeichnet,
daß der Dampfeinlaßstutzen (28) im Bereich des Bodens des Behälters (10) angeordnet ist,
daß an der oberen Abschlußwand des Behälters (10) ein Druckmesser (24) und ein Temperaturmeßgerät (27) angeordnet sind, und
daß die Auslaßöffnung (12) des konisch sich verjüngenden Auslaufstutzens (11) mittels eines, mit einem Zugelement (14) verbundenen Verschlußteiles (13) verschließbar ist, das an die Form der Auslaßöffnung (12) angepaßt und durch Verstellen in die Öffnungsstellung bringbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stelleinrichtung als Stellspindel ausgebildet
ist, die mit dem Zugelement (14) des Verschlußteiles
(13) verbunden und in einem Stellgewinde des Deckels
(21) verdrehbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stellspindel mittels eines Stellrades (22)
verdrehbar ist, welches drehfest mit dem aus dem Deckel
(21) ragenden Ende der Stellspindel verbunden ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stelleinrichtung druckfest abgedichtet in dem
Deckel (21) des Einfüllstutzens (19) gelagert und
verdrehbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Temperaturmeßgerät (27) mit einem Meßfühler
(26) versehen ist, der etwa in der Mitte des
Behälterinnenraumes angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Behälter (10) und der Dampferzeuger auf einem
selbstfahrenden Fahrzeug befestigt sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Behälter (10) ein Förderband zugeordnet ist,
das wahlweise zum Einfüllen des Sandes, Kieses od.
dgl. in den Behälter (10) über den Einfüllstutzen (19)
oder zum Abtransport des aus dem Auslaufstutzen (11)
des Behälters (10) entnommenen Sandes, Kieses u. dgl.
verwendbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19823202190 DE3202190A1 (de) | 1982-01-25 | 1982-01-25 | Verfahren zum entkeimen von sand, kies und dergleichen und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19823202190 DE3202190A1 (de) | 1982-01-25 | 1982-01-25 | Verfahren zum entkeimen von sand, kies und dergleichen und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3202190A1 DE3202190A1 (de) | 1983-08-04 |
| DE3202190C2 true DE3202190C2 (de) | 1988-03-03 |
Family
ID=6153809
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19823202190 Granted DE3202190A1 (de) | 1982-01-25 | 1982-01-25 | Verfahren zum entkeimen von sand, kies und dergleichen und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3202190A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3800181A1 (de) * | 1988-01-07 | 1989-07-20 | Esser Hans Peter | Dampfgeraet |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2422907C2 (de) * | 1974-05-11 | 1986-04-03 | Fritz Lödige | Vorrichtung zum Sterilisieren von Schüttgütern |
| DE2950638A1 (de) * | 1979-12-15 | 1981-07-02 | Theodor 4600 Dortmund Lentjes | Verfahren zur behandlung von infektioesem muell, sowie vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens |
-
1982
- 1982-01-25 DE DE19823202190 patent/DE3202190A1/de active Granted
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3800181A1 (de) * | 1988-01-07 | 1989-07-20 | Esser Hans Peter | Dampfgeraet |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3202190A1 (de) | 1983-08-04 |
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