DE3204342C2 - Vorrichtung zur Ermittlung der Kompressibilität eines Stroms aus geschnittenen Tabakmaterialien - Google Patents

Vorrichtung zur Ermittlung der Kompressibilität eines Stroms aus geschnittenen Tabakmaterialien

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DE3204342C2 DE19823204342 DE3204342A DE3204342C2 DE 3204342 C2 DE3204342 C2 DE 3204342C2 DE 19823204342 DE19823204342 DE 19823204342 DE 3204342 A DE3204342 A DE 3204342A DE 3204342 C2 DE3204342 C2 DE 3204342C2
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    • A24C5/32Separating, ordering, counting or examining cigarettes; Regulating the feeding of tobacco according to rod or cigarette condition
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Abstract

Zur Ermittlung der Füllfähigkeit eines kontinuierlichen Tabakstromes wird einerseits die Höhe eines definierten, unbelasteten Bereiches des Tabakstromes und andererseits die Höhe des gleichen, durch eine definierte Belastung zusammengedrückten Bereiches des Tabakstromes ermittelt; anschließend wird aus den beiden Höhen ein Maß für die Füllfähigkeit gewonnen.

Description

gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merksale:
d) die beiden Fühler (14, 16) liegen während der Tabakvorbereitung auf einem Strom von geschnittenen Tabakmaterialien auf, der als Tabakvlies über eine plane Oberfläche transportiert wird;
e) mit jedem Fühler (14,16) ist eine Welle (22,39) starr verbunden, die mit ja einem Sin-Potentiometer (24) gekoppelt ist;
f) an die Sfr-Potentiometer (24) sind Spannungs/ Frequenz-Umsetzer (50, 51) für die Umwandlung der analogen Ausgaugssignale in digitale Signale angeschlossen; und
g) mit der Einrichtung (52, 53, J6, 58, 60) zur Bestimmung der Kompressibilität aus der Differenz zwischen den digitalen Ausgangssignalen der beiden Spannungs/Frequenz-Umsetzer (50, 52) ist eine Zeitsteuerung (54) für die zeitliche Korrelation der beiden Meßstellen entsprechend der Transportgeschwindigkeit des Tabakvlieses (12) verbunden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein planes Förderband (10) für den Transport des Tabakvlieses (12).
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Fühler (14,16) eine auf der Oberfläche des Tabakvlieses (12) frei drehbar aufliegende Rolle (32,44) und um einen Lagerpunkt (D\, D2) schwenkbare Stangen (28,40) für die Halterung der Rolle (32, 44) aufweist, die starr mit den zugehörigen Wellen (22,39) verbunden sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wellen (22,39) der beiden Fühler (14,16) auf einer zu der planen Oberfläche (10) parallelen Bezugslinie liegen.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Bestimmung der Kompressibilität jeweils einen Integrator (52,53) für die digitalen Ausgangssignale der zugehörigen Spannungs/Frequenz-Umsetzer (50, 51) sowie einen Multiplexer (56) für die Zuführung der Ausgangssignale der beiden Integratoren (52, 53) zu einem Rechner (60) aufweist, und daß die Zeitsteuerung (54) mit den beiden Integratoren (52, 53), dem Multiplexer (56) und dem Rechner (60) verbunden ist.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ermittlung der Kompressibilität eines über eine plane Oberfläche transportierten Stroms aus; geschnittenen Tabakmaterialien der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Gattung.
Als »Kompressibilität« von geschnittenem Tabak wird die spezifische Volumenäniderung einer bestimmten Tabakmasse unter Belastung durch ein Gewicht bzw. eine Kraft bezeichnet Bei konstanter Belastungsfläche des jeweils untersuchten Tabakvolumens genügt es, Höhendifferenzen mit bzw. ohne Belastung, bezogen auf die unbelastete Höhe, zu betrachten.
Die Kompressibilität beeinflußt die Produktqualität, insbesondere die Härte und den Endenausfall sowie über das Tabakeinsatzgewicht auch die Rohrnaterialkosten des rauchbaren Artikels.
In einem Artikel aus »Beiträge zur Tabakforschung«, Band 4, Heft 7, Dez. 1968, Seite 293 ff wird ein Kombinations-Meßgerät für die Kompressibilität von gesehnittenen Tabakmaterialien und die Härte von Cigaretten beschrieben, bei dem zur Bestimmung der Kompressibilität die Säulenhöhe eines definierten Tabakgewichtes unter bestimmter Belastung nach einer festgesetzten Zeit gemessen wird. Ein ähnliches Verfahren ist auch aus einem Artikel in »Tabak-Journal-International«, 1980, Heft 2, Seite 125 bekannt, wobei zusätzlich noch ein Zentrifugenverfahren erläutert wird. Nachteilig ist in jedem Fall, daß es sich um ein diskontinuierliches Verfahren handelt, das nur für die Stichprobenkontrolle geeignet ist; es ist insbesondere nicht möglich, in einer kontinuierlichen Messung während der Produktion die Kompressibilität der geschnittenen Tabakmaterialien zu bestimmen.
Weiterhin ist ein kontinuierlich arbeitendes Verfahren vorgeschlagen worden, bei dem der geschnittene Tabak in einer senkrechten Röhre nach unten fällt, deren Seitenwände durch angetriebene Förderbänder gebildet werden. Unter dieser Röhre befindet sich ein weiteres endloses Band, das mit einer Kraftmeßdose versehen ist, so daß das Gewicht des auf dem Förderband aufliegenden Tabaks ermittelt werden kann. Die Seiten des Rohrs sind durchsichtig, so daß mittels eines photoelektrischen Höhensteuersystems die Geschwindigkeit des unter dem Rohr angeordneten Förderbandes eingestellt und dadurch gewährleistet werden kann, daß sich immer die gewünschte Säulenhöhe in dem Rohr ergibt. Die Kompressibilität des Tabaks kann aus der Höhe der Tabaksäule in dem ilohr ermittelt werden. Dieses Verfahren erfordert jedoch einen hohen apparativen Aufwand und ist relativ ungenau.
Eine Anwendung dieses Prinzips für einen ähnlichen Zweck, nämlich für die Abgabe von Tabakmengen mit konstanten Gewicht, wird in der DE-OS 28 54 098 beschrieben.
Eine Vorrichtung zur Ermittlung der Kompressibilität eines über eine plane Oberfläche transportierten Stroms aus geschnittenen Tabakmaterialien der angegebenen Gattung ist aus der Gb-PS 14 68 169 bekannt und v^eist einen ersten Fühler zur Messung der Höhe eines unbelasteten Bereiches des Tabakstroms an einer ersten Stelle, einen zweiten Fühler zur Messung der Höhe eines durch eine definierte Belastung zusammengedrückten Bereiches des Tabakstroms an einer /weiten Stelle sowie eine Einrichtung zur Bestimmung der Kompressibiliiät aus der Differenz zwischen den beiden Höhen auf. Diese Vorrichtung ist in der eigentlichen Cigarettenmaschine angeordnet, und zwar an der Stelle, an der die geschnittenen Tabakmaterialien nach oben
3 4
gegen eine Anlagefläche gesaugt und dabei mitgenom- Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Aus-
men werden. Die beiden Fühler werden von unten ge- führungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beüieger.-
geti die Oberfläche der an der Anlagefläche gehaltenen den, schematischen Zeichnungen näher erläutert Es
Schicht aus geschnittenen Tabakmaterialien gedrückt zeigt
Nachteilig ist bei der bekannten Vorrichtung, daß der s Fig. 1 eine Prinzip-Darstellung des mechanischen
Strom aus den geschnittener. Tabakmaterialien bereits Teils der Vorrichtung zur Ermittlung der Kompressibili-
unter der Einwirkung der Saugkraft steht und durch tat von geschnitteneil Tabakmaterialien,
diese Saugkraft verformt wird, also die Messung der F i g. 2 eine Ansicht in Richtung der Pfeile A-A von
Höhe des unbelasteten Bereiches des Tabakstroms be- F i g. 1,
reits durch die Verformung aufgrund der Saugkraft ver- io F i g. 3 eine Darstellung der geometrischen Beziebun-
fälscht wird und sich dadurch Meßfehler ergeben, die gen der einzelnen Teile,
die Reproduzierbarkeit der Meßergebnisse in Frage Fig.4 der. Schaltungsaufbau der Auswerteinrich-
stellen. Außerdem wird id der Britischen Patentschrift tung, und
nicht näher angegeben, in welcher Weise die eigentliche F i g. 5 ein Zeitdiagramm der Taktsteuerung der AusMeßgröße aus der Stellung der beiden Fühler gewon- 15 werteinrichtung. nen wird. Eine lose aufgehäufte Masse von geschnittenen Ta-
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, bakmaterialien, wie beispielsweise Blattscbnitt, Ripperi-
eine Vorrichtung zur Ermittlung der Kompressibilität schnitt geschnittene Folien oder Mischungen dieser
eines Stroms aus geschnittenen Tabakmaterialien der Komponenten, die auch als »Tabakvlies« bezeichnet
angegebenen Gattung zu schaffen, mit der die Korn- 20 wird, ist in F i g. 1 durch das Bezugsquellen 12 angedeu-
prcssibilität auf auswertungstechnisch einfacbe Weise tet und wird von einem Förderband 10 mi; planer Auflä-
exakt, also ohne Beeinflussung durch zusätzliche äußere gefläche in Richtung des Pfeils schräg nach oben beför-
Kräfte, erfaßt werden kann. dert Das Förderband 10 befindet sich in einem Teil der
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Verarbeitungsstrecke der sogenannten »Tabakvorbe-
kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen 25 reitung«, so daß insoweit keine zusätzlichen konstrukti-
Merkmale gelöst ven Maßnahmen benötigt werden.
Zweckmäßige Ausführungsformen sind in den Unter- Ober dem Tabakvlies 12 sind zwei Meßvorrichtungen
ansprüchen zusammengestellt 14 und 16 angeordnet wobei die in Transportrichtung
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile beruhen zu- des Tabakvlieses 12 zuerst vorgesehene Meßvorrichnächst darauf, daß die Messung der Kompressibilität 30 tung 14 die Höhe h\ (siehe auch F i g. 2) eines bestimmwährend der Tabakvorbereitung, also beispielsweise bei ten, unbelasteten Bereiches des Tabakvlieses ermittelt der Cigarettenherstellung vor der Cigarettenmaschine Die in Transportrichtung des Tabakvlieses hinter der erfolgt so daß durch Beeinflussung bestimmter Verfah- ersten Meßvorrichtung 14 angeordnete Meßvorrichrensschritte bei der Tabakaufbereitung noch eine Be- tung 16 ermittelt die Höhe A2 des gleichen Bereiches, einflussung der Kompressibilität und damit des Endpro- 35 der jedoch unter der Wirkung einer genau definierten duktes »Cigarette« möglich ist Die Messung der Korn- Kraft etwas zusammengedrückt ist wie man in F i g. 1 pressibilität erfolgt an einem lose aufgehäuften Ta- erkennen kann.
bakvlies, wie es in der Tsbakvorbereitung an mehreren Die erste Meßvorrichtung 14 weist eine stationäre
Stellen zur Verfügung Steht, so daß dieses Tabakvlies Auflagefläche 18 für zwei Lager 20 (siehe auch F i g. 2)
nicht durch zusätzliche äußere Kräfte beeinflußt wird 40 einer Welle 22 auf. Der Mittelpunkt der Welle 22 ist in
und deshalb die Mesung ein sehr exaktes Maß für die F i g. 1 durch das Bezugszeichen D\ angedeutet
Kompressibilität liefert. An der Welle 22 sind über zwei Befestigungselemente
Die beiden, von der Winkellage der beiden Fühler 26 zwei Stangen 28 angebracht, die auf der gemäß der
abhängenden Meßsignale werden über Sin-Potentiome- Darstellung in F i g. 1 linken Seite ein Gegengewicht 34
ter gewonnen, so daß diese Meßsignaie in einer linearen 45 tragen und auf der gegenüberliegenden Seite mit einer
Beziehung zu der jeweils vorhandenen Höhe des Ta- Nabe 30 einer Rolle 32 verbunden sind. Die Rolle 32
bakvlieses stehen und sich deshalb ohne Probleme ver- liegt frei drehbar praktisch ohne jede Belastung auf der
arbeiten lassen. Oberfläche des Tabakvlieses auf, da das Gewicht der
Um genaue Messungen zu ermöglichen, müssen die Rolle 32 und ihrer Halterung durch das Gegengewicht
von den beiden Fühlern gelieferten Meßsignale exakt 50 34 kompensiert wird.
synchronisiert sein, damit bei der Verarbeitung jeweils An den Stangen 28 ist eine von einem Motor angetrie-
gleichen Stellen des Tabakvlieses zugeordnete Höhen bene, rotierende Bürste 47 befestigt, die an der Oberflä-
ausgewertet werden. Dies erfolgt über eine auch die ehe der Rolle 32 anliegt um dort anhaftenden Tabak zu
Transportgeschwindigkeit des Tabakvlieses berücksich- entfernen.
tigende Zeitsteuerung für die Verarbeitung der Meßsi- 55 Die Rolle 32 hebt und senkt sich entsprechend der
gnale und die Bestimmung der Kompressibilität aus der Höhe h\ des unbelasteten Tabakvlieses (siehe auch -
Differenz zwischen den beiden Höhen. F i g. 3), wodurch die starr mit den Stangen 28 verbunde-
Die digitale Verarbeitung der Meßsignale bietet ne Welle 22 entsprechend gedreht wird. Mit dem gemäß ebenfalls den Vorteil hoher Genauigkeit in Verbindung der Darstellung in F i g. 2 rechten Ende der Welle 22 ist mit geringem elektronischen Aufwand, wobei zweck- 60 über eine Kupplung 23 die Achse eines sin-Prazisiönsmäßigerweise ein Rechner für die Auswertung der Si- potentiometers 24 verbunden, so daß da?; Ausgangssignale verwendet wird. gnal des Potentiometers 24 der Drehung der Welle 22,
Ein solcher Rechner kann dann in Abhängigkeit von damit der Lage der Rolle 32 und damit schließlich der
der ermittelten Kompressibilität die Tabakvorbereitung Höhe h\ des Tabakvli?ses unter der Rolle 32 entspricht
beeinflussen, also durch Änderung bestimmter Parame- f.5 Die zweite Meßvorrichtung 16 hat einen ähnlichen
ter, wie beispielsweise Temperatur, Feuchte, Schnitt- Aufbau, weist also ebenfalls eine stationäre Auflageflä-
breite der Tabakmaterialisn und Tabakeinsatzgewicht, ehe 36 mit Lagern 38 einer Welle 39 auf, die starr mit
den Fabrikationsprozeß zu regein. Stangen 40 verbunden sind; die Stangen 40 haltern eine
Nabe 42 einer Rolle 44, die auf der Oberfliiche des Tabakvlieses 12 aufliegt. Zur Erhöhung der Belastung des Tabakvlieses sind an der Rolle 44 noch zusätzliche Gewichte 46 angebracht, so daß sich die Roiie 44 tief in das Tabakvlies 12 eindrückt, wie man in Fig.. 1 erkennen kann.
Auch bei der zweiten Meßvorrichtung 16 wird die von der Lage der Rolle 44 und damit von der Höhe Aa {siehe F i g. 3) abhängende Winkelstellung der Welle 39 mittels eines nicht dargestellten sin-Präzisions-Potentiometers erfaßt
Die geometrischen Beziehungen zwischen den wesentlichen Bauelementen sind in Fig.3 dargestellt. Es läßt sich erkennen, daß die durch die Bezugszeichen D\ bzw. Dj angedeuteten Mittelpunkte der beiden Wellen 22 und 39 auf einer Bezugslinie liegen, die parallel zur Auflagefläche für das Tabakvlies 12, also parallel zum Förderband iö, verläuft. Entsprechend der Höhe des belasteten bzw. unbelasteten Tabakvlieses 112 heben und senken sich die Rollen 32 bzw. 44, so daß die entsprechenden Stangen 28 bzw. 40 um die Wellen 22 bzw. 39 gedreht werden und eine Winkelstellung einnehmen, die von der jeweiligen Höhe des Tabakvlieses abhängt.
Liegt die Rolle 32 auf dem Förderband 10 auf, befindet sich also kein Tabakvlies 12 auf dem Förderband, wie in F i g. 3 durch die gestrichelte Rolle 32 angedeutet ist, so bildet die Stange 28 einen Winkel λο mit der Bezugslinie. Die Senkrechte vom Mittelpunkt der Rolle auf die Bezugslinic hat die Länge yo. Wird der konstante Abstand zwischen dem Schwenkpunkt Dx und dem Mittelpunkt der Rolle 32 mit r bezeichnet, so läßt sich yo ausdrücken durch:
yo
sin *o
Hat das TabakvlicS i2 im unbelasteter. Zustand die Füllhöhe Ai, so bilden die Stangen 28 einen Winkel x\ mit der Bezugslinie, und die Senkrechte vom Mittelpunkt der Rolle 32 auf die Bezugslinie hat die Länge y\. Dann läßt sich y\ ausdrücken durch:
yi — r ■ sin &\.
Die Füllhöhe Ai ist gleich der Differenz aus yo und yt, so daß gilt:
h\ =yo—yi = r(sin«o-sini*i).
Die Höhe Ai des Tabakvlieses hängt also über eine Sinusfunktion von dem Winkel zwischen der Bezugslinie und der Stange und damit der Lage der Rolle 32 ab, so daß man durch Verwendung von sin-Gebern als Meßwertaufnehmer eine Meßgröße erhält, die linear von der zu bestimmenden Höhe des Tabakvlieses abhängt.
Ähnliche Oberiegungen gelten für die Füllhöhe A2 des zusammengedrückten Tabakvlieses, wie in F i g. 3 ebenfalls schematisch angedeutet ist wobei yc und y2 wieder die Senkrechten vom Mittelpunkt der Rolle auf die Bezugslinie darstellen.
Zur Erzielung dieser Linearität und der direkten Vergleichbarkeit der gemessenen Winkel und damit der zugehörigen Füllhöhen ist wesentlich, daß die Bezugslinie parallel zur TabakunterSage, in diesem FaI! also zum Förderband IC, verläuft
Die beiden sin-Präzisions-Potentiometer liefern also Ausgangssignale, die jeweils ein Maß für die momentane Höhe Ai bzw. A2 des Tabakvlieses 12 darstellen, und zwar einmal für das unbelastete Tabakvlies und zum anderen für das durch eine definierte Belastung zusammengedrückte Tabakvlies. Diese Meßergebnisse werden in der in Fig.4 dargestellten Auswertschaltung weiter verarbeitet, wobei gleichzeitig eine Synchronisation der beiden Messungen vorgenommen wird, da wesentlich ist, daß nur die Messungen korreliert werden, die am gleichen Bereich des Tabakvlieses 12 durchgeführt wurden.
ίο Der in F i g. 4 dargestellten Auswertschaltung werden die Folgenden drei Signale zugeführt:
U\ (t), das Ausgangssignal des Potentiometers der ersten Meßvorrichtung 14, das ein Maß für die Höhe h\ des unbelasteten Tabakvlieses 12 darstellt,
is L/2 (t), das Ausgangssignal des Potentiometers der zweiten Meßvorrichtung 16, das ein Maß für die Höhe A? des belasteten Tabakvlieses 12 darstellt, und
(Jo als Bczugs'.vert, also in diesem Fall Reziigssnannung. die der Höhe Λ — 0 entspricht, wenn die beiden Rollen auf dem Förderband 10 aufliegen.
Jeweils ein Paar dieser Spannungswerie, also U\ (t) und i/o einerseits sowie £/2 (t) und Uo andererseits werden auf eine Anpasserstufe 48 bzw. 49 gegeben, die im wesentlichen aus einer Differenzverstärkerschaltung besteht. Die beiden Anpasserstufen 48 und 49 bilden entsprechend der Gleichung
JU1(O= K (Uo-U1(O)
die jeweiligen Nutzsignale AU\ (t) bzw. AUi (0- Diese Nutzsignale AU\ (0 bzw. AUi (t) stellen jeweils die ermittelten Höhen Ai bzw. Aj des Tabakvlieses dar.
Die eigentliche Bestimmung der Kompressibilität beruht auf einer Differenzmessung, wobei die eine MeB-größe die Höhe Ai des unbelasteten Tabakvlieses 12 und die andere Meßgröße die Höhe A2 des durch eine Belastung komprimierten Tabakvlieses sind. Als Kompressibilität wird hierbei die auf die Höhe des unbelasteten Vlieses bezogene Höhendifferenz definiert entsprechend der Gleichung
hi-
• 100%.
Zur Durchführung der hierzu erforderlichen Rechenschritte werden die Nutzsignale AU\ (0 und AUi (0 durch Spannungs/Frequenz-Umsetzer 50 und 51 nach dem Frequenzmodulationsverfahren in Signale gleicher Amplitude und einer Frequenz f(0 umgewandelt, die
so proportional zu dem jeweiligen Nutzsignal ist i>\ nachgeschalteten Integratoren 52 und 53 werden die Schwingungen dieser Signale mit den Frequenzen f\ (0 bzw. /2 φ während einer Meßzeit Tu gezählt Diese Meßzeit kann je nach Bedarf variiert werden.
Die Ausgangssignaie Z\ bzw. Z2 der beiden Integratoren 52 und 53, die in digitaler Form die jeweiligen Hohen Ai bzw. hi darstellen, werden über einen Multiplexer 56 und ein Interface 58 auf einen programmierbaren Rechner 60 gegeben.
Die Auswertung der Signale Z\ und Zz und damit ihre Weitergabe durch den Multiplexer 56 müssen synchronisiert werden, um zu gewährleisten, daß nur die Höhen Ai und A2 ausgewertet werden, die dem gleichen Bereich des Tabakvlieses 12 zugeordnet sind. Dieser Zeitversatz der Meßsignale, der darauf beruht daß die beiden Rollen 32 und 44 hintereinander angebracht sind, wird durch eine elektronische Zeitbasis 54 berücksichtigt Diese Zeitbasis 54 steuert die Integration einerseits und
die Zuführung der Ergebnisse über den Multiplexer 56 zu dem Rechner 60 andererseits.
Der zeitliche Ablauf ist aus F i g. 5 ersichtlich.
Fig.5 zeigt den 10-Hz.-Takt der Auswertschaltung sowie die von der Geschwindigkeit des Tabakvlieses 12 :s abhängende Verzugszeit T, zwischen den beiden Messungen; die Verzugszeit Tv läßt sich beispielsweise in | Schritten von 0,1 s unter Berücksichtigung der Transportgeschwindigkeit des Tabakvlieses 12 einstellen. |
Die Meßzeit Tm ist wiederum ein Vielfaches der Verzugszeit Ty und läßt sich durch Änderung des Faktors m ebenfalls einstellen.
Wie man in Fi g. 5 erkennen kann, beginnt die Meßzeit 1 der ersten Vorrichtung 14 zu einem bestimmten Zeitpunkt, bei dem also die Höhe h\ des unbelasteten i:> Bereiches des Tabakvlieses 12 ermittelt wird.
Nach Verstreichen der Bezugszeit Tn von diesem Zeitpunkt an gerechnet, hat dieser Bereich des Tabak vlieses 12 die zweite Meßvorrichtung 16 erreicht, so daß diese die Messung der Höhe hi des belasteten Tabakvlieses in der Meßzeit 2 beginnt. Dabei steuert jeweils die Zeitbasis 54 den Beginn und das Ende der Messung, also im wesentlichen die beiden Integratoren 52 und 53.
Der Multiplexer 56 wird ebenfalls durch die Zeitbasis 54 angesteuert und fragt nacheinander die beiden Meßergebnisse ab, so daß sie über einen Load-Impuls auf den Rechner 60 gegeben werden können. Diese Load-Impulsc synchronisieren also die Zuführung der beiden Meßei ^ebnisse zu dem Rechner.
Der Rechner ermittelt dann gemäß der oben angegebenen Beziehung die eigentliche Kompressibilität und druckt beispielsweise das Ergebnis aus.
Außerdem ist es möglich, entsprechend einer Änderung der Kompressibilität des Tabakvlieses auch direkt 35 }\ den Produktionsprozeß zu beeinflussen und beispiels- J weise das Tabakeinsatzgewicht und die Temperatur,
Feuchte, sowie Schnittbreite der Tabakmaterialien zu ■;}
variieren.
40
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen !-i
50
55
60

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zur Ermittlung der Kompressibilität eines über eine plane Oberfläche transportierten Stroms aus geschnittenen Tabakmaterialien
a) mit einem ersten Fühler zur Messung der Höhe eines unbelasteten Bereiches des Tabakstroms ain einer ersten Stelle,
b) mit einem zweiten Fühler zur Messung der Höhe eines durch eine definierte Belastung zusammengedrückten Bereiches des Tabakstroms an einer zweiten Stelle, und
c) mit einer Einrichtung zur Bestimmung der Kompressibilität aus der Differenz zwischen den beiden Höhen,
DE19823204342 1982-02-09 1982-02-09 Vorrichtung zur Ermittlung der Kompressibilität eines Stroms aus geschnittenen Tabakmaterialien Expired DE3204342C2 (de)

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