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Sicherheitsverriegelung für mehrere Schutzvorrichtungen von Arbeitsmaschinen.
Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsverriegelungfür die Schutzvorrichtungen von
solchen Arbeitsmaschinen, bei denen die beweglichen Organe durch mehrere gleichartige
Schutzvorrichtungen gesichert werden müs, sen, um Unglücksfälle zu verhüten. Der
besondere Zweck der Erfindung geht dahin, die Entfernung einzelner Schutzvorrichtungen
während des Ganges der Maschine unmöglich zu machen und die Ingangsetzung der Maschine
zu verhindern, solange nicht sämtliche Schutzvorrichtungen von dem bedienenden Arbeiter
an ihrem vorschriftsmäßigen Platze angebracht worden sind. Die Verriegelungsvorrichtung
ist in der Bewegung abhängig von einer Steuervorrichtung, die mechanisch, elektrisch,
pneumatisch oder auf andere Weise betrieben werden kann. Das Steuerorgan steht dabei
in solcher Beziehung zu dem Maschinenausrücker, das es nicht bewegt werden kann,
solange die Maschine im Gange ist. Die Steuervorrichtung kann an der Maschine selbst
oder in deren Nähe angebracht werden. Gegegebenenfalls kann als Steuerorgan auch
ein Teil der Maschine nutzbar gemacht werden, mittels dessen die Verriegelung eines
an der Maschine vor anderen Getriebeteilen angebrachten einfachen Schutzblechs bewirkt
wird. Es kann auch das Schutzblech selbst zum Steuern der Sicherheitsverriegelung
verwendet werden.
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Die Zeichnung zeigt als ein Ausführungsbeispiel der Erfindung die
neue Sicherheitsverriegelung an einem Spinnstuhl, bei dem für sämtliche Schnecken
einfache, gleichartige ` Schutzgehäuse vorgesehen sind.
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Fig. i zeigt die hinter dem Spinnstuhl angeordnete Schutzvorrichtung
mit der Sicherheitsverriegelung für die Schutzgehäuse der ` beiden äußersten Schnecken
und mit dem verriegelbaren Schutzblech für die Schwinge im Aufriß; Fig. 2 ist eine
Oberansicht der in Fig. i dargestellten Teile; Fig.3 ist ein senkrechter Schnitt
durch eins der Schutzgehäuse für die Schnecken in der Schutzstellung; Fig.4 ist
ein gleicher Schnitt durch ein Schutzgehäuse, jedoch ist letzteres aus der Schutzstellung
zurückgeschoben.
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Mit i ist das aus einer einfachen flachen Platte bestehende Schutzblech
für die Schwinge bezeichnet, von der nur die Antriebsorgane dargestellt sind. Dieses
Schutz-, blech i, Protektor genannt, wird in der Schutzstellung durch eine eigene
Verriegelungsvorrichtung gesichert, deren Steuer-, Organ auch zur Steuerung der
Sicherheitsverriegelung für die Schutzgehäuse a der Schnecken benutzt wird. Die
Schutzgehäuse 2 sind in einer der Gesamtheit der Schnecken der Maschine entsprechenden
Anzahl vorhanden, doch sind nur die beiden in der Reihe die äußersten Stellungen
einnehmenden
Schutzgehäuse auf der Zeichnung dargestellt worden,
da diese für das Verständnis der Erfindung ausreichen. jedes Schutzgehäuse 2 ist
auf einem hohlen Sockel 3 aufgestellt, der unter dem Rahmen 4 des Stuhls angebracht
ist. Ein Einschnitt 5 an der hinteren Seite des Sockels ermöglicht den Eintritt
einer mittels eines Armes 6 am Schutzgehäuse 2 befestigten Klaue 7, deren vorderer
Schlitz enger ist als die lichte Weite der Klauenöffnung. Im Innern jedes Sockels
3 ist. um einen Bolzen 8 eine Fallklinke 9 schwingbar, deren längerer, nach hinten
gerichteter Arm einen Einschnitt io hat und durch sein Übergewicht das Bestreben
äußert, sich aus der in Fig. 3 dargestellten wagerechten Stellung in die in Fig.
4 gezeigte Schräglage zu senken. Die Bewegung der Fallklinke 9 wird in der Richtung
aufwärts durch Aufschieben des Gehäuses 2 auf den Sockel 3 bewirkt, indem es den
kurzen Arm der Fallklinke 9 abwärts drückt.
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Durch sämtliche in einer Reihe angeordnete Sockel 3 ist ein Metallkabel
i i hindurchgeführt und außerhalb der beiden äußersten Schutzgehäuse 2 sowie auch
zwischen den Schutzgehäusen über Rollen 12 geleitet. Nach Herumführung der beiden
Kabelenden um Rollen 17 sind dann die Kabelenden an einen zweiarmigen Hebel 18 angeschlossen,
der auf einer -zu der Steuervorrichtung des Protektors i gehörenden Schaukelwelle
i9 festsitzt.
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Die Straffspannung des Kabels i i wird durch in dieses zwischen den
Sockeln 3 eingeschaltete Spannkloben 13 bewirkt.
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Auf den innerhalb der Sockel 3 die obere Lage einnehmenden Teilen
des Kabels i i, die auch durch eingeschaltete, an den Enden mit Haken versehene
Stangen 16 ersetzt sein können, sind Verdickungen in Gestalt von Bunden oder Tuffen
14 und 15 angeordnet. Die Bunde oder Muffen 14, 15 sind z,-lindiisch und entsprechen
in ihrer Dicke der lichten Weite der Klauen 7 derart, daß sie von der Seite her
bei entsprechender Bewegung- des Kabels leicht in die Klauen 7 eindringen können.
Die Anordnung der in das Kabel eingeschalteten Stangen 16 ist -insofern von besonderem
Vorteil, als diese Stangen wegen ihrer größeren Dicke und Starrheit eine bessere
Führung der Bunde oder Muffen 14 und 15 für den Verriegelungszweck ermöglichen:
Die Muffen 14, 15 lassen -sich auf den Stangen 16 im Innern der Sockel 3 für den
Verriegelungszweck genau einstellen. Auf der Welle i9, die den doppelarmigen He-bel
18 für den Anschluß der Kabelenden trägt, sitzt auch der Steuerhebel 20 fest. Aus
den Pfeilen in Fig. i ist zu erkennen; daß bei einer Senkung des Steuerhebels :
o die Welle i9 eine entsprechende Rechtsdrehung erfährt, wodurch die obere, die
Muffen 14,15 tragende Kabelstrecke eine Verschiebung von rechts nach links erfährt.
Der Steuerhebel 2o steht in solcher Wechselbeziehung zu dem Ausrücker der Maschine,
daß der Ausrücker den Steuerhebel 2o in der Hochstellung gesperrt hält, solange
der Antriebsriemen über die Festscheibe des Riemengetriebes läuft. Der Steuerhebel2o'kann
demnach nicht gesenkt werden, solange die Maschine im Gange ist. Erst wenn der Maschinenausrücker
in diejenige Stellung umgelegt wird, in welcher der Antriebsriemen über die Losscheibe
läuft, wird der Steuerhebel 2o zum Senken freigegeben.
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Die Wirkungsweise der neuen Sicherheitsverriegelung ist folgende:
Die Einstellung der Muffen 14 und 15 auf den Stangen 16. ist so getroffen, daß dieMuffen
14 mit denKlauen 7 (s. Fig. 3) in Eingriff stehen, wenn der Steuerhebel 2o die in
Fig. i gezeigte Hochstellung einnimmt, während gleichzeitig die Muffen 15 sich unterhalb
des für die Dicke der Stangen 16 zügepaßten Einschnitts der Fallklinken 9 befinden.
In dieser Stellung der Teile sind die Gehäuse 2 in der Schutzstellung verriegelt,
da es nicht möglich ist, die mit den Gehäusen 2 fest verbundenen Klauen 7 in der
Richtung nach hinten, in der ein Zurückziehen der Gehäuse überhaupt nur möglich
wäre, von- den eingreifenden Muffen 14 abzuziehen. Sollen nun einzelne oder sämtliche
Schutzgehäuse 2 zurückgezogen werden, dann ist es zuerst nötig, den Maschinenausrücker
so umzulegen, daß der Antriebsriemen auf die Losscheibe übergeht. Nach diesem Umlegen
und nachdem also der Spinnstuhl umgestellt ist, behindert der Ausrücker nicht mehr
die Abwärtsbewegungdes Steuerhebels 2o.- Beim Senken dieses Hebels 2o in der Pfeilrichtung
(Fig. i) bewegt sich, wie bereits vorher erwähnt, die obere, an die Stangen 16 angeschlossene
Kabelstrecke von rechts nach links, und zwar so weit, daß die Muffen 14 aus den
Klauen 7 nach links vollständig heraustreten, während die Muffen 15 unter den Einschnitten
io der Fallklinken 9 nach links s6 viel zur Seite treten, daß die Fallklinken 9
vor den Muffen 15 niederfallen und ihre Einschnitte io mit den Stangen 16 in Eingriff
traten können. Das Niederfallen der Klinken 9 kann aber erst geschehen, nachdem
die Gehäuse 2 von den Sockeln _3 zurückgezogen sind und dabei die kurzen Arme der
Fallklinken 9 freigegeben haben. Ist auch nur ein einziges Schutzgehäuse entfernt
worden und dementsprechend die in dem zugehörigen Sockel 3 befindliche Fallklinke
9 vor die entsprechende Muffe 15 auf, die Stange 16 niedergefallen, dann kann das
Kabel ix nicht mehr zurückbewegt werden, -und ebenso Ist der be-:
dienende
Arbeiter verhindert, den Steuerhebel 2o wieder aufwärts zu bewegen, solange .das
Schutzgehäus 2 nicht an seinen Platz auf den Sockel 3 zurückbewegt und dadurch die
Fallklinke 9 vom Eingriff mit der Stange 16 ausgelöst worden ist. Es ist klar, daß
somit der Arbeiter den Steuerhebel nicht- nach oben in die Normalstellung zurückbewegen
kann, wenn von den sämtlichen zurückgezogen gewesenen Schutzgehäusen 2 auch nur
ein einziges übersehen bzw. nicht auf seinen vorgeschriebenen Platz zurückgeführt
wurde. Erst wenn sämtliche Schutzgehäuse 2 ihre vorgeschriebene Stellung auf . den
zugehörigen Sockeln 3 eingenommen haben, kann der Steuerhebel 2o wieder nach oben
bewegt wer-, den, wobei gleichzeitig auch die Verriegelung der sämtlichen Schutzgehäuse
2 stattfindet, indem sämtliche Klauen 7 wieder mit den sich bei der Aufwärtsbewegung
des Steuerhebels 20 nach rechts schiebenden Muffen 1q. in Eingriff kommen.
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Bei der Steuervorrichtung läßt sich leicht eine Einrichtung treffen,
die den Maschinenausrücker nach Umlegen in die Leerlaufstellung so lange sperrt,
also an unbefugter Rückbewegung hindert, bis der Steuerhebel 2o beim Rückgang in
die normale Hochstellung den Ausrücker auslöst, wodurch es ermöglicht wird, daß
der Spinnstuhl nur dann wieder in Betrieb gesetzt werden kann, wenn sämtliche Schutzgehäuse
2 ihren vorgeschriebenen Platz einnehmen und verriegelt sind.
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Die bauliche Ausführung der Steuervorrichtung für die Verriegelung
kann im Rahmen der Erfindung verschiedene Abänderung erfahren. So kann z. B. an
Stelle des auf der Welle i9 angeordneten doppelarmigen Hebels i$ eine Scheibe angeordnet
werden, um die das Kabel gelegt und an einem Punkte gegen unabhängige Verschiebung
gesichert wird, wie auch die Schaukelbewegung der Welle i9 auf andere Weise für
die Verschiebung des Kabels ausgenutzt werden kann.