DE320555C - Sicherheitsverriegelung fuer mehrere Schutzvorrichtungen von Arbeitsmaschinen - Google Patents

Sicherheitsverriegelung fuer mehrere Schutzvorrichtungen von Arbeitsmaschinen

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DE320555C
DE320555C DE1914320555D DE320555DD DE320555C DE 320555 C DE320555 C DE 320555C DE 1914320555 D DE1914320555 D DE 1914320555D DE 320555D D DE320555D D DE 320555DD DE 320555 C DE320555 C DE 320555C
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protective
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protective devices
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DE1914320555D
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E & G Brabant & Vandier
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E & G Brabant & Vandier
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16PSAFETY DEVICES IN GENERAL; SAFETY DEVICES FOR PRESSES
    • F16P3/00Safety devices acting in conjunction with the control or operation of a machine; Control arrangements requiring the simultaneous use of two or more parts of the body
    • F16P3/08Safety devices acting in conjunction with the control or operation of a machine; Control arrangements requiring the simultaneous use of two or more parts of the body in connection with the locking of doors, covers, guards, or like members giving access to moving machine parts

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

  • Sicherheitsverriegelung für mehrere Schutzvorrichtungen von Arbeitsmaschinen. Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsverriegelungfür die Schutzvorrichtungen von solchen Arbeitsmaschinen, bei denen die beweglichen Organe durch mehrere gleichartige Schutzvorrichtungen gesichert werden müs, sen, um Unglücksfälle zu verhüten. Der besondere Zweck der Erfindung geht dahin, die Entfernung einzelner Schutzvorrichtungen während des Ganges der Maschine unmöglich zu machen und die Ingangsetzung der Maschine zu verhindern, solange nicht sämtliche Schutzvorrichtungen von dem bedienenden Arbeiter an ihrem vorschriftsmäßigen Platze angebracht worden sind. Die Verriegelungsvorrichtung ist in der Bewegung abhängig von einer Steuervorrichtung, die mechanisch, elektrisch, pneumatisch oder auf andere Weise betrieben werden kann. Das Steuerorgan steht dabei in solcher Beziehung zu dem Maschinenausrücker, das es nicht bewegt werden kann, solange die Maschine im Gange ist. Die Steuervorrichtung kann an der Maschine selbst oder in deren Nähe angebracht werden. Gegegebenenfalls kann als Steuerorgan auch ein Teil der Maschine nutzbar gemacht werden, mittels dessen die Verriegelung eines an der Maschine vor anderen Getriebeteilen angebrachten einfachen Schutzblechs bewirkt wird. Es kann auch das Schutzblech selbst zum Steuern der Sicherheitsverriegelung verwendet werden.
  • Die Zeichnung zeigt als ein Ausführungsbeispiel der Erfindung die neue Sicherheitsverriegelung an einem Spinnstuhl, bei dem für sämtliche Schnecken einfache, gleichartige ` Schutzgehäuse vorgesehen sind.
  • Fig. i zeigt die hinter dem Spinnstuhl angeordnete Schutzvorrichtung mit der Sicherheitsverriegelung für die Schutzgehäuse der ` beiden äußersten Schnecken und mit dem verriegelbaren Schutzblech für die Schwinge im Aufriß; Fig. 2 ist eine Oberansicht der in Fig. i dargestellten Teile; Fig.3 ist ein senkrechter Schnitt durch eins der Schutzgehäuse für die Schnecken in der Schutzstellung; Fig.4 ist ein gleicher Schnitt durch ein Schutzgehäuse, jedoch ist letzteres aus der Schutzstellung zurückgeschoben.
  • Mit i ist das aus einer einfachen flachen Platte bestehende Schutzblech für die Schwinge bezeichnet, von der nur die Antriebsorgane dargestellt sind. Dieses Schutz-, blech i, Protektor genannt, wird in der Schutzstellung durch eine eigene Verriegelungsvorrichtung gesichert, deren Steuer-, Organ auch zur Steuerung der Sicherheitsverriegelung für die Schutzgehäuse a der Schnecken benutzt wird. Die Schutzgehäuse 2 sind in einer der Gesamtheit der Schnecken der Maschine entsprechenden Anzahl vorhanden, doch sind nur die beiden in der Reihe die äußersten Stellungen einnehmenden Schutzgehäuse auf der Zeichnung dargestellt worden, da diese für das Verständnis der Erfindung ausreichen. jedes Schutzgehäuse 2 ist auf einem hohlen Sockel 3 aufgestellt, der unter dem Rahmen 4 des Stuhls angebracht ist. Ein Einschnitt 5 an der hinteren Seite des Sockels ermöglicht den Eintritt einer mittels eines Armes 6 am Schutzgehäuse 2 befestigten Klaue 7, deren vorderer Schlitz enger ist als die lichte Weite der Klauenöffnung. Im Innern jedes Sockels 3 ist. um einen Bolzen 8 eine Fallklinke 9 schwingbar, deren längerer, nach hinten gerichteter Arm einen Einschnitt io hat und durch sein Übergewicht das Bestreben äußert, sich aus der in Fig. 3 dargestellten wagerechten Stellung in die in Fig. 4 gezeigte Schräglage zu senken. Die Bewegung der Fallklinke 9 wird in der Richtung aufwärts durch Aufschieben des Gehäuses 2 auf den Sockel 3 bewirkt, indem es den kurzen Arm der Fallklinke 9 abwärts drückt.
  • Durch sämtliche in einer Reihe angeordnete Sockel 3 ist ein Metallkabel i i hindurchgeführt und außerhalb der beiden äußersten Schutzgehäuse 2 sowie auch zwischen den Schutzgehäusen über Rollen 12 geleitet. Nach Herumführung der beiden Kabelenden um Rollen 17 sind dann die Kabelenden an einen zweiarmigen Hebel 18 angeschlossen, der auf einer -zu der Steuervorrichtung des Protektors i gehörenden Schaukelwelle i9 festsitzt.
  • Die Straffspannung des Kabels i i wird durch in dieses zwischen den Sockeln 3 eingeschaltete Spannkloben 13 bewirkt.
  • Auf den innerhalb der Sockel 3 die obere Lage einnehmenden Teilen des Kabels i i, die auch durch eingeschaltete, an den Enden mit Haken versehene Stangen 16 ersetzt sein können, sind Verdickungen in Gestalt von Bunden oder Tuffen 14 und 15 angeordnet. Die Bunde oder Muffen 14, 15 sind z,-lindiisch und entsprechen in ihrer Dicke der lichten Weite der Klauen 7 derart, daß sie von der Seite her bei entsprechender Bewegung- des Kabels leicht in die Klauen 7 eindringen können. Die Anordnung der in das Kabel eingeschalteten Stangen 16 ist -insofern von besonderem Vorteil, als diese Stangen wegen ihrer größeren Dicke und Starrheit eine bessere Führung der Bunde oder Muffen 14 und 15 für den Verriegelungszweck ermöglichen: Die Muffen 14, 15 lassen -sich auf den Stangen 16 im Innern der Sockel 3 für den Verriegelungszweck genau einstellen. Auf der Welle i9, die den doppelarmigen He-bel 18 für den Anschluß der Kabelenden trägt, sitzt auch der Steuerhebel 20 fest. Aus den Pfeilen in Fig. i ist zu erkennen; daß bei einer Senkung des Steuerhebels : o die Welle i9 eine entsprechende Rechtsdrehung erfährt, wodurch die obere, die Muffen 14,15 tragende Kabelstrecke eine Verschiebung von rechts nach links erfährt. Der Steuerhebel 2o steht in solcher Wechselbeziehung zu dem Ausrücker der Maschine, daß der Ausrücker den Steuerhebel 2o in der Hochstellung gesperrt hält, solange der Antriebsriemen über die Festscheibe des Riemengetriebes läuft. Der Steuerhebel2o'kann demnach nicht gesenkt werden, solange die Maschine im Gange ist. Erst wenn der Maschinenausrücker in diejenige Stellung umgelegt wird, in welcher der Antriebsriemen über die Losscheibe läuft, wird der Steuerhebel 2o zum Senken freigegeben.
  • Die Wirkungsweise der neuen Sicherheitsverriegelung ist folgende: Die Einstellung der Muffen 14 und 15 auf den Stangen 16. ist so getroffen, daß dieMuffen 14 mit denKlauen 7 (s. Fig. 3) in Eingriff stehen, wenn der Steuerhebel 2o die in Fig. i gezeigte Hochstellung einnimmt, während gleichzeitig die Muffen 15 sich unterhalb des für die Dicke der Stangen 16 zügepaßten Einschnitts der Fallklinken 9 befinden. In dieser Stellung der Teile sind die Gehäuse 2 in der Schutzstellung verriegelt, da es nicht möglich ist, die mit den Gehäusen 2 fest verbundenen Klauen 7 in der Richtung nach hinten, in der ein Zurückziehen der Gehäuse überhaupt nur möglich wäre, von- den eingreifenden Muffen 14 abzuziehen. Sollen nun einzelne oder sämtliche Schutzgehäuse 2 zurückgezogen werden, dann ist es zuerst nötig, den Maschinenausrücker so umzulegen, daß der Antriebsriemen auf die Losscheibe übergeht. Nach diesem Umlegen und nachdem also der Spinnstuhl umgestellt ist, behindert der Ausrücker nicht mehr die Abwärtsbewegungdes Steuerhebels 2o.- Beim Senken dieses Hebels 2o in der Pfeilrichtung (Fig. i) bewegt sich, wie bereits vorher erwähnt, die obere, an die Stangen 16 angeschlossene Kabelstrecke von rechts nach links, und zwar so weit, daß die Muffen 14 aus den Klauen 7 nach links vollständig heraustreten, während die Muffen 15 unter den Einschnitten io der Fallklinken 9 nach links s6 viel zur Seite treten, daß die Fallklinken 9 vor den Muffen 15 niederfallen und ihre Einschnitte io mit den Stangen 16 in Eingriff traten können. Das Niederfallen der Klinken 9 kann aber erst geschehen, nachdem die Gehäuse 2 von den Sockeln _3 zurückgezogen sind und dabei die kurzen Arme der Fallklinken 9 freigegeben haben. Ist auch nur ein einziges Schutzgehäuse entfernt worden und dementsprechend die in dem zugehörigen Sockel 3 befindliche Fallklinke 9 vor die entsprechende Muffe 15 auf, die Stange 16 niedergefallen, dann kann das Kabel ix nicht mehr zurückbewegt werden, -und ebenso Ist der be-: dienende Arbeiter verhindert, den Steuerhebel 2o wieder aufwärts zu bewegen, solange .das Schutzgehäus 2 nicht an seinen Platz auf den Sockel 3 zurückbewegt und dadurch die Fallklinke 9 vom Eingriff mit der Stange 16 ausgelöst worden ist. Es ist klar, daß somit der Arbeiter den Steuerhebel nicht- nach oben in die Normalstellung zurückbewegen kann, wenn von den sämtlichen zurückgezogen gewesenen Schutzgehäusen 2 auch nur ein einziges übersehen bzw. nicht auf seinen vorgeschriebenen Platz zurückgeführt wurde. Erst wenn sämtliche Schutzgehäuse 2 ihre vorgeschriebene Stellung auf . den zugehörigen Sockeln 3 eingenommen haben, kann der Steuerhebel 2o wieder nach oben bewegt wer-, den, wobei gleichzeitig auch die Verriegelung der sämtlichen Schutzgehäuse 2 stattfindet, indem sämtliche Klauen 7 wieder mit den sich bei der Aufwärtsbewegung des Steuerhebels 20 nach rechts schiebenden Muffen 1q. in Eingriff kommen.
  • Bei der Steuervorrichtung läßt sich leicht eine Einrichtung treffen, die den Maschinenausrücker nach Umlegen in die Leerlaufstellung so lange sperrt, also an unbefugter Rückbewegung hindert, bis der Steuerhebel 2o beim Rückgang in die normale Hochstellung den Ausrücker auslöst, wodurch es ermöglicht wird, daß der Spinnstuhl nur dann wieder in Betrieb gesetzt werden kann, wenn sämtliche Schutzgehäuse 2 ihren vorgeschriebenen Platz einnehmen und verriegelt sind.
  • Die bauliche Ausführung der Steuervorrichtung für die Verriegelung kann im Rahmen der Erfindung verschiedene Abänderung erfahren. So kann z. B. an Stelle des auf der Welle i9 angeordneten doppelarmigen Hebels i$ eine Scheibe angeordnet werden, um die das Kabel gelegt und an einem Punkte gegen unabhängige Verschiebung gesichert wird, wie auch die Schaukelbewegung der Welle i9 auf andere Weise für die Verschiebung des Kabels ausgenutzt werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Gemeinsame Sicherheitsverriegelung für mehrere gleichartige Schutzvorrichtungen von Arbeitsmaschinen, dadurch . gekennzeichnet, daß die Verstellung der einzelnen Schutzvorrichtungen von der Handhabung einer mechanisch, elektrisch oder pneumatisch betriebenen gemeinsamen Steuerung abhängt, wobei der Steuerungsmechanismus zwecks Zulassung der Bewegung der Schutzvorrichtung nur dann aus seiner Noramlstellung gebracht werden kann, wenn die Maschine stillsteht, während er in seine den Antrieb der Maschine ermöglichende normale Stellung erst zurückgeführt werden kann, wenn sämtliche Schutzvorrichtungen ihre richtige Stellung eingenommen haben. Sicherheitsverriegelung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als gemeinsames Steuerungsorgan ein Maschinenteil oder ein. Teil der Verriegelungsvorrichtung oder eine Schutzvorrichtung selbst benutzt wird. 3. Sicherheitsverriegelung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein an den sämtlichen gleichartigen Schutzvorrichtungen vorbeigeleitetes, von einer Steuerwelle (i9) aus hin und her bewegbares Kabel (i i) derart als gemeinsames Verriegelungsorgan angeordnet ist, daß bei der Sicherungsstellung sämtlicher Schutzvorrichtungen (2) von j e zwei für jede . Schutzvorrichtung vorgesehenen Kabelverdickungen, z. B. Muffen (1q., i5), die eine (i4) in die zugepaßte Öffnung (7) einer an der Schutzvorrichtung (2) festsitzenden Klaue (6) eingreift, um die Entfernung der Schutzvorrichtung (2) zu verhindern, während die andere dabei unterhalb einer von der Schutzvorrichtung (2) gehoben gehaltenen Fallklinke (9) liegende Kabelverdickung _(i5) nach Umstellen des Steuerhebels (2o) und Entfernung der Schutzvorrichtung (2) hinter der gesenkten Fallklinke (9) derart als Sperriegel eintritt, daß der Rückzug des Kabels - (i i ) und damit auch die Rückstellung des Steuerhebels (2o) in die Sicherungsstellung nur dann stattfinden kann, wenn durch Wiedereinrücken der sämtlichen Schutzvorrichtungen (2) in die Sicherungsstellung auch sämtliche Fallklinken (9) ausgehoben sind.
DE1914320555D 1914-04-06 1914-06-11 Sicherheitsverriegelung fuer mehrere Schutzvorrichtungen von Arbeitsmaschinen Expired DE320555C (de)

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