DE3205583C2 - Optisches Beobachtungsgerät mit einem prismatischen Bildumkehrsystem und einem geschäumten Kunststoffgehäuse - Google Patents
Optisches Beobachtungsgerät mit einem prismatischen Bildumkehrsystem und einem geschäumten KunststoffgehäuseInfo
- Publication number
- DE3205583C2 DE3205583C2 DE3205583A DE3205583A DE3205583C2 DE 3205583 C2 DE3205583 C2 DE 3205583C2 DE 3205583 A DE3205583 A DE 3205583A DE 3205583 A DE3205583 A DE 3205583A DE 3205583 C2 DE3205583 C2 DE 3205583C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- core housing
- core
- observation device
- optical observation
- housing
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G02—OPTICS
- G02B—OPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
- G02B23/00—Telescopes, e.g. binoculars; Periscopes; Instruments for viewing the inside of hollow bodies; Viewfinders; Optical aiming or sighting devices
- G02B23/16—Housings; Caps; Mountings; Supports, e.g. with counterweight
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Astronomy & Astrophysics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Optics & Photonics (AREA)
- Telescopes (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
- Steroid Compounds (AREA)
- Microscoopes, Condenser (AREA)
Abstract
Die optischen Instrumente, insbesondere Ferngläser, zeichnen sich dadurch aus, daß sie ein integrales, stabiles Kerngehäuse aufweisen, das den Okulartubus, den Objektivtubus, den Prismenstuhl und ggf. den Knickmechanismus umfaßt. Das Kerngehäuse ist mit geschäumtem Kunststoff umhüllt, der die Außenkontur des Instruments festlegt.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein optisches Beobachtungsgerät, insbesondere ein Fernglas, gemäß dem
Oberbegriff des Anspruches 1.
Klassische Ferngläser bestehen aus einem Gehäuse, in das die optischen Elemente, nämlich Prismen und
Linsen, eingesetzt werden. Das Gehäuse definiert auch die Außenkontur des Fernglases. Meist wird das Fernglas
noch mit einer Kunststoff- oder Gummifolie ummantelt.
Aus der DE-AS 12 41 144 ist es bekannt, Korkauflagen vorzusehen, um das Fernglas schwimmfähig zu machen.
Aus dem deutschen Gebrauchsmuster 19 09 153 ist es gleichfalls bekannt, einen Schwimmkörper zum Unsinkbarmachen
von Ferngläsern vorzusehen, der aus Kork, blähfähigem Polystyrol oder sonstigen leichten Materialien
besteht, und der das Fernglas weitgehend umgibt.
Die Nachteile der klassischen Ferngläser liegen insbesondere darin, daß eine Variation der äußeren Form
schwer zu bewerkstelligen ist, da dies eine grundlegende Änderung des Gehäuses bedingt, und sie in Hinblick auf
StQßsicherheit, Schwimmfähigkeit und Wasserdichtheit nicht befriedigend sind.
In der DE-PS 25 22 738 und der DE-PS 26 18 497 sind
Ferngläser beschrieben, die einen grundlegend anderen Aufbau haben. Bei diesem System werden das Bildaufrichtungssystem
mit einem Okulartubus und einem Objektivtubus mittels Gießharz zu einem stabilisierten
Kern zusammengefaßt, der dann mit geschäumtem
Kunststoff umhüllt wird.
Der Aufbau erfolgt also aus Einzelteilen, die miteinander
fest verbunden werden. Die äußere Form wird durch die Kunststoffurnschäumung bestimmt
Diese umschäumten Ferngläser zeichnen sich dadurch aus, daß deren äußere Form leicht geändert werden
kann, da dies nur eine Änderung der Schäumform erforderlich macht während der Innenteil unverändert
bleiben kann. Bezüglich der äußeren Formgebung ist grundsätzlich ein viel weiterer Spielraum als bei klassischen
Ferngläsern gegeben, da die Form nicht durch ein Gehäuse festgelegt wird. Hinzu kommt, daß sich solche
umschäumten Ferngläser durch hohe Stoßsicherheit auszeichnen, gegenüber Tempsraturschwankungen unempfindlich
sind sowie schwimmfähig und wasserdicht ausgestaltet werden können.
Nachteilig ist hingegen, daß der Aufbau des Kerns der Ferngläser aus den Einzelteilen aufwendig ist und die
starre Verbindung zwischen Bildaufrichtungssystem und Tuben bei besonderen Umständen zu einer Beschädigung
ersterer führen kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein optisches
Beobachtungsgerät insbesondere Fernglas, zu schaffen, das die Vorteile eines geschäumten Fernrohres
aufweist und außerdem einfach herstellbar ist
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß die Teile des Kerns zu einem Kerngehäuse zusammengefaßt
werden können, daß jedoch die äußere Form nicht vorgibt sondern das mit Kunststoff umschäumt wird.
Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß der Kern als Kerngehäuse ausgebildet ist das den Okulartubus, den
Objektivtubus, den Prismenstuhl und gegebenfalls den Knickmechanismus umfaßt das Kerngehäuse zwei-
oder mehrteilig ausgebildet ist, und das Prismensystem vormontiert in einen Teil des Kerngehäuses einsetzbar
und <n seiner Lage fixierbar ist.
Die erfindungsgemäßen Ferngläser zeichnen sich dadurch aus, daß sie mit geringem Aufwand aufgebaut
werden können. Das Kerngehäuse ist meist ein zweiteiliger Spritzgußteil, in den lediglich die vcrher zusammengeklebten
Prismen eingesetzt zu werden brauchen, damit nach dem Zusammenfügen der beiden Teile das
Umschäumen erfolgen kann.
Es ist von großem Vorteil, daß die Prismen vor dem Einbau zusammengeklebt werden können, da die Genauigkeit
ihrer Lage zueinander für die optische Qualität von ausschlaggebender Bedeutung ist Demgegenüber
ist die Genauigkeit der Lage der Doppelprismen ihnerhalb des Kerngehäuses weniger ausschlaggebend.
Ohne Beeinträchtigung der Qualität können die Prismen sowohl leicht axial verschoben ah auch verkantet
sein.
Bei den erfindungsgemäßen Ferngläsern müssen die Tuben nicht mehr mit den Prismen verklebt sein. Dadurch
wird ein zeitraubender Arbeitsgang vermieden. Dadurch wird weiter hintangehalten, daß beispielsweise
bei extremen Temperaturschwankungen aufgrund der unterschiedlichen Ausdehnung der Materialien eine Beschädigung
der Prismen zu befürchten wäre.
Schließlich kann die Halterung der Prismen durch sehr klein gestaltete Anschlagleisten erfolgen, deren Auflagefläche auf den Prismen kleiner ist als die für das Verkleben erforderliche Fläche, wodurch kleiner ausgelegte Prismen verwendet werden können und damit Gewicht und Kosten eingespart werden.
Schließlich kann die Halterung der Prismen durch sehr klein gestaltete Anschlagleisten erfolgen, deren Auflagefläche auf den Prismen kleiner ist als die für das Verkleben erforderliche Fläche, wodurch kleiner ausgelegte Prismen verwendet werden können und damit Gewicht und Kosten eingespart werden.
Die äußere Form der Geräte kann leicht variiert werden, weil diese durch das Kerngehäuse nicht festgelegt
wird, sondern durch die Kunststoffurnschäumung, was
dem Gestalter einen weiten Spielraum in der Formgebung ermöglicht Durch die mögliche Verwendung von
weichem, hochelastischem Kunststoff ist es sogar möglich, Formen zu wählen, bei denen Hinterschneidungen
auftreten. Dies ist beispielsweise bei gewissen Oberflächenstrukturen,
wie Orangenhautstruktur, von Bedeutung.
Ein eventueller Formenwechsel ist leicht durchführbar, da durch leichte Änderung der Schäumform unter
Beibehaltung des Kerngehäuses eine weite Variations- ίο
möglichkeit bezüglich der Form besteht. Es lassen sich verschiedenste, gut handhabbare und ästhetisch ansprechende
Formen wählen.
Der Prismenstuhl ist den Prismen angepaßt Damit ist vorzugsweise auch das Kerngehäuse der.Prismenform
angepaßt und unabhängig von der äußeren Form des Gerätes. Es unterscheidet sich damit grundlegend von
bekannten Gehäusen, die der äußeren Form des Gerätes angepaßt sind und geeignete Einrichtungen zur Halterung
der Prismen aufweisen.
Vorzugsweise weist das Kerngehäuse minimale Form
und Größe gemäß den technischen Erfordernisr^n auf. Im wesentlichen werden nur die Lichtwege freigehalten
und die Prismen ummantelt Die Form der bekannten Gehäuse ist demgegenüber von der Gebrauchsfähigkeit
geprägt
Das Kerngehäuse kann über seine minimale Form hinaus beispielsweise in Richtung des Knickmechanismus
vergrößert sein und beispielsweise Luftkammern aufweisen. Dadurch wird eine weitere Gewichtsersparnis
des Fernglases erzielt
Das Kerngehäuse ist vorzugsweise eine integrale, stabile Einheit aus vorzugsweise zwei Teilen.
Das Kerngehäuse hat überall im wesentlichen gleiche Wandstärke, wie dies für Spritzgußteile wesentlich ist.
Die Kombination der Anpassung der Form des Kerngehäuses an die Prismen, d. h, dessen Ausbildung als Prismenstuhl
mit dem Erfordernis gleicher Wandstärke ist nur möglich, wenn das Gehäuse unabhängig von der
äußeren Form <Jes Instruments gestaltet werden kann.
Die Prismen werden durch einfaches Einsetzen in das Kerngehäuse in der richtigen Lage fixiert. Eine Justierung
der Prismen ist nicht erforderlich. Die Justierung des Gerätes erfolgt am Objektiv.
Das Kerngehäuse wird mit geschäumtem Kunststoff umhüllt, der tiie äußere Form definiert. Die Dicke der
Kunststoffumhüllung ist örtlich unterschiedlich, während bei bekannten optischen Geräten eine Auflage aus
Kunststoff oder Gummi gleichmäßiger Dicke Anwendung findet
Ein weiterer Vorteil der Geräte gemäß der Erfindung ist es, daß ditse wasserdicht ausgestaltet werden können.
Durch den mit Kunststoff umgebenen Kern wird ein Zutritt von Wasserdampf von außen verhindert.
Durch Vergießen der aufgesetzen Objektivlinsen und durch Verwendung von gasdichten Okularen wird eine
vollständig gasdichte Ausführung erreicht.
Die erfindungsgemäßen Ferngläser zeichnen sich durch hohe Verwindungssteifheit und Stoßsicherheit
aus. Das stabile Kerngehäuse ist von weichem Kunststoff umhüllt. Der weiche Kunststoff ist in der Lage,
große Stoßenergien aufzunehmen und daher den stabilisierten Kern bzw. die optischen Elemente vor einer Beschädigung
zu schützen.
Die optischen Gerste zeichnen sich ferner durch extrem
hohe Temperaturbeständigkeit aus. Sie können Temperaturschwankunger. im Bereich zwischen —60
und +8O0C standhalten.
Bei Verwendung eines geschäumten Kunststoffes mit geringerem spezifischen Gewicht als Wasser können
schwimmfähige Ferngläser hergestellt werden.
Ein Beispiel eines Fernglases gemäß der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt Es zeigt
F i g. 1 ein Kerngehäuse mit eingesetzten Prismen in Draufsicht,
F i g. 2 einen Deckelteil des Kerngehäuses in Draufsicht und
F i g. 3 ein Fernglas gemäß der Erfindung, teilweise in Draufsicht und teilweise im Schnitt
Das in F i g. 1 gezeigte stabile Kerngehäuse 2 umfaßt
als wesentliche Elemente den Okulartubus 3, den Objektivtubus
4 und den Prismenstuhl 6.
Der Prismenstuhl 6 wird durch verschiedene Auflageflächen bzw. Anschlägev wie die gezeigten Anschläge to
und 11, gebildet.
Das gezeigte Kerngehäuse umfaßt auch den Knickmechanismus 7. Versteifungen 8 geben dem Gehäuse
die erforderliche Verwindungssteifheit
Die Prismen 5 werden vorzugsweise vor dem Einsetzen miteinander verklebt Durch den vorgeformten
Prismenstuhl werden sie in ihrer Lage gehalten.
Das Schraubloch 9 dient zur Fixierung des Deckels 12.
Das Schraubloch 9 dient zur Fixierung des Deckels 12.
Das Kerngehäuse 2 ist vorzugsweise zweiteilig ausgebildet, es kann jedoch auch mehrteilig ausgebildet sein.
Es wird bevorzugt, einen Gehäuseteil 20, der die Tuben, den Prismensitz und ggf. den Knickmechanismus umfaßt
und einen Deckel 12 vorzusehen, der mit dem Gehäuseteil 20 fest verbunden wird.
In F i g. 2 ist der Deckel 12 dargestellt. Dieser weist vorzugsweise Aussparungen 14,15 auf. Die Aussparungen
dienen dazu, daß durch Aufbringen einer elastischen Klebemasse, beispielsweise Silikonkautschuk, eine
elastische Bindung der Prismen an das Kerngehäuse erreicht wird. Solche Aussparungen können auch im
Gehäuseteil 20 vorgesehen werden.
Ein Schraubloch 13 kann zur Fixierung des Deckels 12 auf dem Gehäuseteil 20 vorgesehen sein. Auch der
Deckel 12 kann einen oder mehrere geeignete Anschläge 24 f'ir die Prismen aufweisen.
In F i g. 3 ist ein Fernglas, teilweise im Schnitt, gezeigt,
wobei das Gehäuseteil 20 und Deckel 12 umfassende Kerngehäuse 2 mit geschäumtem Kunststoff 16 umhüllt
ist Das Fernglas 1 hat einen Knickmechanismus 7. Gezeigt ist auch das Okular 17.
Die Fuge 21 zwischen Gehäuseteil 20 und Deckel 12 wird vorzugsweise abgedichtet, was mit einem Abdichtmittel
19, beispielsweise einem Silikonkautschuk, erfolgen kann. Auch die Aussparungen 14, 15 sind vorzugsweise
mit einer Abdeckung 18, die wiederum aus elastischem Silikonkautschuk bestehen kann, verschlossen.
Auf diese Weise wird ein völlig abgedichtetes Kerngehäuse 2 erhalten, das Wasserdichtheit des Instruments
gewährleistet.
Wie aus F i g. 1 ersichtlich, stehen die Prismen mit den Tuben nicht in direktem Kontakt. Dadurch wird eine
mögliche Beschädigung der Prismen vermieden zusätzlich Z.U dem Vorteil, i.!aß der Arbeitsschritt des Verklebens
zwischen Prismen und Tuben entfällt.
Die Anschläge für die Prismen S im Bereich der Lichteintrittsfläche
22 und der Lichtaustrittsfläche 23 werden sehr schmal gehalten, damit optimale Lichtdurchgänge
bei minimaler Baugröße der Prismen erzielt werden.
Abdeckhauben, wie Λ", bei den Ferngläsern vorgesehen
waren, die in der DE-PS 25 22 738 beschrieben sind, sind nicht erforderlich.
Das Kerngehäuse 20 besteht vorzugsweise aus star-
rem Kunststoff und wird als Spritzgußteil gespritzt, wobei die Öffnungen der Tuben durch hcrausfahrbare
Stempel freigehalten werden.
Die Form des Kerngehäuses 2 wird lediglich durch die optischen Erfordernisse bestimmt. Die äußere Form
des Gerätes ist im wesentlichen völlig unabhängig von der Ausgestaltung des Kerngehäuses.
Das Kerngehäuse 2 wird schließlich mit geschäumtem Kunststoff 16 umhüllt. Dieser geschäumte Kunststoff
bildet gleichzeitig den Fassungskörper bzw. das Gehäuse des optischen Instruments, unter Auslassen des
Scharnierteiles des Knickmechanismus.
Beispiele für geschäumte, weiche, flexible Kunststoffe sind Latex-Schaumstoffe, Polymerisatschaumstoffc, Polykondensatschaumstoffe,
z. B. Harnstoff-Formaldehyd-Harze, Phenolharze, Silikonschaumstoffe, Epoxidharzschaumstoffe
und Polyurethanschaumstoffe.
Besonders bevorzugt werden flexible Polyurethanschauiiisione. Solche ncxiuicil PoiyurciMariSCnaurnsiuffe werden aus linearen und schwach verzweigten Polyhydroxyverbindungen mit höherem Molekulargewich! emalten. Das Umschäumen des Kerngehäuses unter Auslassen des Scharnierteils des Knickmechanismus wird in einer geeigneten Form vorgenommen. Die Ausgestaltung der Form ist vom jeweiligen optischen Instrument und von der gewünschten äußeren Gestalt desselben abhängig. Der flexible, elastische Kunststoff soll das Kerngehäuse einbetten. Die Dicke der umschäumten Schicht wird so gewählt, daß eine schützende, stoßgesicherte Einbettung des Kerngehäuses gewährleistet ist. An die Genauigkeit der zum Ausschäumen verwendeten Form werden keine großen Anforderungen gestellt. Durch das Kerngehäuse wird sichergestellt, daß beim Ausschäumen keine Dejustierung erfolgt.
Besonders bevorzugt werden flexible Polyurethanschauiiisione. Solche ncxiuicil PoiyurciMariSCnaurnsiuffe werden aus linearen und schwach verzweigten Polyhydroxyverbindungen mit höherem Molekulargewich! emalten. Das Umschäumen des Kerngehäuses unter Auslassen des Scharnierteils des Knickmechanismus wird in einer geeigneten Form vorgenommen. Die Ausgestaltung der Form ist vom jeweiligen optischen Instrument und von der gewünschten äußeren Gestalt desselben abhängig. Der flexible, elastische Kunststoff soll das Kerngehäuse einbetten. Die Dicke der umschäumten Schicht wird so gewählt, daß eine schützende, stoßgesicherte Einbettung des Kerngehäuses gewährleistet ist. An die Genauigkeit der zum Ausschäumen verwendeten Form werden keine großen Anforderungen gestellt. Durch das Kerngehäuse wird sichergestellt, daß beim Ausschäumen keine Dejustierung erfolgt.
Der schäumbare Kunststoff, vorzugsweise schäumbares Polyurethan, wird in die geschlossene Ausschäumform
über geeignete Angußöffnungen eingebracht und ausgeschäumt. Es bildet sich vorzugsweise ein Integralschaum
mit einer verdichteten Außenhaut, der das Kerngehäuse einbettet.
Dem Kunststoff können verschiedene Farbstoffe und Pigmente, Stabilisiermittel, Katalysatoren und dergl. zugegeben
werden.
Das Objektiv und das Okular können als Teile des Kerns mit umschäumt werden. Es wird jedoch bevorzugt,
die Okular- und Objektivlinsen nach dem Umschäumen einzusetzen.
Es können übliche Objektiv- und Okularsysteme unterschiedlicher Ausführung und optischer Qualität verwendet
werden.
Vorzugsweise werden Okularsysteme eingesetzt, die wasser- und gasdicht und fokussierbar sind.
Das gasdichte Okular wird in geeigneter Weise gasdicht mit dem Okulartubus verbunden. Die eingesetzten Objektivlinsen werden justiert und anschließend beispielsweise durch Vergießen mit Kunststoff oder Silikonkautschuk wasser- und gasdicht gegen das Gehäuse abgedichtet Das Einfügen der Okular- bzw. Objektivsysteme erfolgt vorzugsweise derart, daß diese, beispielsweise ω bei einer notwendigen Reparatur, leicht ausgebaut werden können.
Das gasdichte Okular wird in geeigneter Weise gasdicht mit dem Okulartubus verbunden. Die eingesetzten Objektivlinsen werden justiert und anschließend beispielsweise durch Vergießen mit Kunststoff oder Silikonkautschuk wasser- und gasdicht gegen das Gehäuse abgedichtet Das Einfügen der Okular- bzw. Objektivsysteme erfolgt vorzugsweise derart, daß diese, beispielsweise ω bei einer notwendigen Reparatur, leicht ausgebaut werden können.
Das Konzept der Erfindung ermöglicht es, optische Geräte in einem sogenannten »Baukastensystem« herzustellen.
Bei gegebener Form können optische EIe- es mente unterschiedlicher Qualität und Ausführungsform
eingesetzt werden. Andererseits kann durch Wechseln der zum Umschäumen verwendeten Form die äußere
Gestalt des optischen Gerätes leicht variiert werden.
Die Erfindung wurde vorstehend im wesentlichen im Hinblick auf Ferngläser beschrieben.
Für den Fachmann ist jedoch erkennbar, daß die Erfindung eine Vielzahl von optischen Beobachtungsgeräten, wie Fernrohre, Mikroskope und dergl., umfaßt.
Für den Fachmann ist jedoch erkennbar, daß die Erfindung eine Vielzahl von optischen Beobachtungsgeräten, wie Fernrohre, Mikroskope und dergl., umfaßt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Optisches Beobachtungsgerät mit Objektiv, Okular und prismatischem Bildumkehrsystem, bei
dem ein Kern ganz oder teilweise unter Ausbildung der äußeren Form des Gerätes mit geschäumtem
Kunststoff umhüllt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kern als Kerngehäuse (2) ausgebildet ist, das den Okulartubus (3), den Objektivtubus
(4), den Prismenstuhl (6) und gegebenenfalls den Knickmechanismus (7) umfaßt, das Kerngehäuse (2)
zwei- oder mehrteilig ausgebildet ist, und das Prismensystem
(5) vormontiert in einen Teil des Kerngehäuses (2) einsetzbar und in seiner Lage fixierbar ist.
2. Optisches Beobachtungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kerngehäuse (2)
zweiteilig ausgebildet ist.
3. Optisches Beobachtungsgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fuge (21) zwischen
den beiden Teilen des Kerngehäuses (2) mit einer Abdichtmasse (19) abgedichtet ist
4. Optisches Beobachtungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Kerngehäuse (2) Aussparungen (14) zur Erzielung einer Fixierung des Prismensystems (5) an dem
Kerngehäuse (2) aufweist.
5. Optisches Beobachtungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Kerngehäuse (2) Anschläge (10, 11) zur Positionierung
des Prismensystems (5) aufweist
6. Optisches Betrachtungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet daß das
Prismensystem (5) mit dem Okulartubus (3) und dem Objektivtubus (4) nicht in direktem Kctakt steht.
Priority Applications (8)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3205583A DE3205583C2 (de) | 1982-02-17 | 1982-02-17 | Optisches Beobachtungsgerät mit einem prismatischen Bildumkehrsystem und einem geschäumten Kunststoffgehäuse |
| AU11277/83A AU560025B2 (en) | 1982-02-17 | 1983-02-09 | Binocular construction |
| EP83101368A EP0087661B1 (de) | 1982-02-17 | 1983-02-12 | Optisches Instrument, insbesondere Binocular |
| AT83101368T ATE21777T1 (de) | 1982-02-17 | 1983-02-12 | Optisches instrument, insbesondere binocular. |
| DE8383101368T DE3365517D1 (en) | 1982-02-17 | 1983-02-12 | An optical instrument, in particular binoculars |
| JP58025469A JPS58196519A (ja) | 1982-02-17 | 1983-02-17 | 双眼鏡等の光学機械 |
| US06/467,340 US4626080A (en) | 1982-02-17 | 1983-02-17 | Optical instrument, in particular binoculars |
| US07/218,098 US4993820A (en) | 1982-02-17 | 1988-07-12 | Optical instrument, in particular binoculars |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3205583A DE3205583C2 (de) | 1982-02-17 | 1982-02-17 | Optisches Beobachtungsgerät mit einem prismatischen Bildumkehrsystem und einem geschäumten Kunststoffgehäuse |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3205583A1 DE3205583A1 (de) | 1983-08-25 |
| DE3205583C2 true DE3205583C2 (de) | 1985-08-01 |
Family
ID=6155921
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3205583A Expired DE3205583C2 (de) | 1982-02-17 | 1982-02-17 | Optisches Beobachtungsgerät mit einem prismatischen Bildumkehrsystem und einem geschäumten Kunststoffgehäuse |
| DE8383101368T Expired DE3365517D1 (en) | 1982-02-17 | 1983-02-12 | An optical instrument, in particular binoculars |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8383101368T Expired DE3365517D1 (en) | 1982-02-17 | 1983-02-12 | An optical instrument, in particular binoculars |
Country Status (6)
| Country | Link |
|---|---|
| US (2) | US4626080A (de) |
| EP (1) | EP0087661B1 (de) |
| JP (1) | JPS58196519A (de) |
| AT (1) | ATE21777T1 (de) |
| AU (1) | AU560025B2 (de) |
| DE (2) | DE3205583C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3524152A1 (de) * | 1985-07-05 | 1987-01-15 | Swarovski & Co | Mitteltrieb zur innenfokussierung fuer fernglaeser |
Families Citing this family (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3205583C2 (de) * | 1982-02-17 | 1985-08-01 | D. Swarovski & Co., Wattens, Tirol | Optisches Beobachtungsgerät mit einem prismatischen Bildumkehrsystem und einem geschäumten Kunststoffgehäuse |
| JPS61196209U (de) * | 1985-05-29 | 1986-12-06 | ||
| JPH0447690Y2 (de) * | 1986-02-05 | 1992-11-11 | ||
| DE10201721B4 (de) | 2002-01-18 | 2011-09-15 | Steiner-Optik Gmbh | Fernglas |
| WO2019144235A1 (en) | 2018-01-26 | 2019-08-01 | Shen Dar Tson | Telescopes and other optical instruments with visually accessible optical components |
Family Cites Families (29)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US869769A (en) * | 1907-03-16 | 1907-10-29 | Louis Bell | Telescope. |
| DE360053C (de) * | 1920-04-21 | 1922-09-29 | Ewald Harwix | Prismenfernrohr |
| US1533248A (en) * | 1921-07-22 | 1925-04-14 | Harwix Ewald | Prismatic telescope |
| GB541749A (en) * | 1940-04-26 | 1941-12-10 | Nat Oil Prod Co | Improvements in or relating to the production, softening and lubricating of textile materials |
| US2372479A (en) * | 1940-05-18 | 1945-03-27 | Barr & Stroud Ltd | Optical observation instrument |
| US2364811A (en) * | 1943-04-07 | 1944-12-12 | Bausch & Lomb | Optical instrument |
| US2423491A (en) * | 1943-07-14 | 1947-07-08 | Polaroid Corp | Optical lens mounting |
| FR992989A (fr) * | 1944-10-23 | 1951-10-25 | Jumelle à prismes | |
| US2463959A (en) * | 1946-04-26 | 1949-03-08 | Bausch & Lomb | Prismatic telescope |
| US2596665A (en) * | 1950-03-29 | 1952-05-13 | Eastman Kodak Co | Condenser lens mount |
| DE1713956U (de) * | 1955-09-19 | 1955-12-29 | Fritz Dr Ing Drabert | Schutzueberzug fuer monokulare messgeraete und fernrohre. |
| GB850250A (en) * | 1957-12-06 | 1960-10-05 | Hensoldt & Soehne Optik | Cover for objectives and eyepieces of binoculars |
| US2955560A (en) * | 1958-03-27 | 1960-10-11 | Howington James Louie | Anchor line controller |
| DE1241144B (de) * | 1964-09-02 | 1967-05-24 | D & D Company Inc | Schwimmfaehiges Fernglas |
| DE1909153U (de) * | 1964-09-07 | 1965-01-28 | Jakob Pfeifer & Soehne O H G | Schwimm-mantel fuer fernglaeser. |
| JPS4326709Y1 (de) * | 1965-05-20 | 1968-11-06 | ||
| US3531177A (en) * | 1967-01-26 | 1970-09-29 | David P Bushnell | Binocular construction using plastic foam and magnets |
| DE1918450A1 (de) * | 1969-04-11 | 1970-10-15 | Roth Walter | Prismenfernrohr |
| DE1938936A1 (de) * | 1969-07-31 | 1971-02-11 | Roth Walter | Prismenfernrohr |
| US3749479A (en) * | 1971-08-27 | 1973-07-31 | P Kempf | Clamshell type optical mounting |
| US3860329A (en) * | 1972-01-03 | 1975-01-14 | Polaroid Corp | Unique prismatic element and mounting arrangement therefor |
| US3829194A (en) * | 1973-01-15 | 1974-08-13 | Bausch & Lomb | Binocular |
| GB1512630A (en) * | 1974-07-30 | 1978-06-01 | Ross Optical Ltd | Binoculars |
| DE2618497C2 (de) * | 1976-04-27 | 1978-03-30 | D. Swarovski & Co, Glasschleiferei, Wattens, Tirol (Oesterreich) | Optisches Instrument, insbesondere Fernglas, und Verfahren zu dessen Herstellung |
| AU500167B2 (en) * | 1975-05-22 | 1979-05-10 | D. Swarovski & Co | Synthetic resin casing for optical instrument |
| JPS5137951U (de) * | 1975-07-29 | 1976-03-22 | ||
| SU647628A1 (ru) * | 1977-07-26 | 1979-02-15 | Предприятие П/Я Р-6681 | Устройство дл креплени оптических деталей |
| US4460424A (en) * | 1981-04-27 | 1984-07-17 | The United States Of America As Represented By The Secretary Of The Army | Method of integrated optical system |
| DE3205583C2 (de) * | 1982-02-17 | 1985-08-01 | D. Swarovski & Co., Wattens, Tirol | Optisches Beobachtungsgerät mit einem prismatischen Bildumkehrsystem und einem geschäumten Kunststoffgehäuse |
-
1982
- 1982-02-17 DE DE3205583A patent/DE3205583C2/de not_active Expired
-
1983
- 1983-02-09 AU AU11277/83A patent/AU560025B2/en not_active Ceased
- 1983-02-12 DE DE8383101368T patent/DE3365517D1/de not_active Expired
- 1983-02-12 AT AT83101368T patent/ATE21777T1/de not_active IP Right Cessation
- 1983-02-12 EP EP83101368A patent/EP0087661B1/de not_active Expired
- 1983-02-17 JP JP58025469A patent/JPS58196519A/ja active Granted
- 1983-02-17 US US06/467,340 patent/US4626080A/en not_active Expired - Lifetime
-
1988
- 1988-07-12 US US07/218,098 patent/US4993820A/en not_active Expired - Fee Related
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3524152A1 (de) * | 1985-07-05 | 1987-01-15 | Swarovski & Co | Mitteltrieb zur innenfokussierung fuer fernglaeser |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| EP0087661A1 (de) | 1983-09-07 |
| JPH0313567B2 (de) | 1991-02-22 |
| JPS58196519A (ja) | 1983-11-16 |
| AU560025B2 (en) | 1987-03-26 |
| DE3365517D1 (en) | 1986-10-02 |
| DE3205583A1 (de) | 1983-08-25 |
| EP0087661B1 (de) | 1986-08-27 |
| ATE21777T1 (de) | 1986-09-15 |
| US4626080A (en) | 1986-12-02 |
| US4993820A (en) | 1991-02-19 |
| AU1127783A (en) | 1983-08-25 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE4008154C3 (de) | Varioobjektivtubus | |
| DE4221721A1 (de) | Varioobjektivfassung fuer eine wasserdichte und/oder wasserbestaendige kamera | |
| EP0807836A2 (de) | Verfahren zur Herstellung eines integriert optischen Wellenleiterbauteils sowie Anordnung | |
| DE19608501A1 (de) | Nivellierwaage und Verfahren zu deren Herstellung | |
| DE1622081A1 (de) | Optische Instrumente,insbesondere binokulare Fernglaeser,und Verfahren zu deren Herstellung | |
| DE4320883C2 (de) | Befestigungsvorrichtung für eine flexible Leiterplatte | |
| EP0978005B1 (de) | Miniaturisiertes optisches bauelement sowie verfahren zu seiner herstellung | |
| DE4013659C2 (de) | Varioobjektiv für Kompaktkameras | |
| EP1072383A1 (de) | Mehrkomponenten-Kunststoffspritzgussteil mit optischer Anzeigefunktion | |
| DE102019121917A1 (de) | Formteil und Verfahren zum Herstellen eines derartigen Formteils | |
| DE19702515A1 (de) | Nockenmechanismus für ein teleskopartig bewegbares Objektiv | |
| DE3205583A1 (de) | Optisches instrument, insbesondere fernglas | |
| DE19702499A1 (de) | Vorrichtung zum Halten einer Linse in einem Objektiv | |
| DE2618497C2 (de) | Optisches Instrument, insbesondere Fernglas, und Verfahren zu dessen Herstellung | |
| DE2326088C3 (de) | Fernglas mit schwenkbar an einer ' Verbindungsplatte angelenkten Monokeln | |
| DE4033979A1 (de) | Reellbildsucher | |
| EP2274571B1 (de) | Messanordnung mit einem faser-bragg-gitter zur erfassung von dehnungen oder temperaturen | |
| DE2522738C3 (de) | Optisches Instrument, insbesondere Fernglas, und Verfahren zu dessen Herstellung | |
| CH658324A5 (de) | Adapter fuer eine sofortbildkassette zur anordnung derselben an einer kleinbildkamera und verfahren zu dessen herstellung. | |
| DE102022119405A1 (de) | Projektionsvorrichtung für ein Transportmittel | |
| DE2519948A1 (de) | Sender-einstellfenster, insbesondere system zur anzeige des status eines parameters mit einer anzeigeeinrichtung, welche ein lichtdurchlaessiges bzw. ein durchscheinendes material mit einer ableseflaeche aufweist | |
| DE2905740A1 (de) | Belichtungseinrichtung fuer kopiergeraete | |
| DE2522738A1 (de) | Optisches instrument, insbesondere fernglas, und verfahren zu dessen herstellung | |
| DE102019009164A1 (de) | Formteil und Verfahren zum Herstellen eines derartigen Formteils | |
| DE102004047597B4 (de) | Fassung für optische Elemente |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8328 | Change in the person/name/address of the agent |
Free format text: KADOR, U., DIPL.-CHEM. DR.RER.NAT., PAT.-ANW., 8000 MUENCHEN |
|
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |