DE3206105C2 - Allwetterboden für Reitplätze und Verwendung metallfreier Altkabelabfälle für Reitplätze - Google Patents
Allwetterboden für Reitplätze und Verwendung metallfreier Altkabelabfälle für ReitplätzeInfo
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- E01C—CONSTRUCTION OF, OR SURFACES FOR, ROADS, SPORTS GROUNDS, OR THE LIKE; MACHINES OR AUXILIARY TOOLS FOR CONSTRUCTION OR REPAIR
- E01C13/00—Pavings or foundations specially adapted for playgrounds or sports grounds; Drainage, irrigation or heating of sports grounds
- E01C13/06—Pavings made in situ, e.g. for sand grounds, clay courts E01C13/003
- E01C13/065—Pavings made in situ, e.g. for sand grounds, clay courts E01C13/003 at least one in situ layer consisting of or including bitumen, rubber or plastics
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Abstract
Ein Allwetterboden für Reitplätze besteht aus einem festen Untergrund und einer darüberliegenden lockeren Aufschüttung, die Partikel aus Gummi, Kunststoff, Natur- und Kunstfasern enthält. Diese Partikel-Mischung fällt bei der Altkabelverwertung an und besteht aus den metallfreien Abfällen der Altkabelverwertung.
Description
- Die Erfindung bezieht sich in erster Linie auf einen Allwetterboden für Reitplätze gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
- Aus der DE-OS 22 08 538 ist ein auch im Freien verwendbarer Reitbodenbelag bekannt, der auf einem festen Unterbau eine darüberliegende Aufschüttung aus Lederteilchen besitzt. Die Aufschüttung ist verdichtet, beispielsweise bewalzt. Die Lederteilchen binden eine hohe Feuchtigkeitsmenge. Beim Walzen verfilzen sie sich miteinander, da sich ihre Fäserchen mehr oder weniger klettenartig gegenseitig binden. Damit wird ein nach Regen stark durchnäßter Reitbodenbelag dieser Bauart festfrieren, wenn auch bei Vorhandensein der in der Offenlegungsschrift erwähnten Chromfalzspäne erst bei Temperaturen unter minus 10 Grad. Ein weiterer Nachteil liegt darin, daß sich die Lederteilchen durch die Beanspruchung der Pferdehufe nach einiger Zeit zerreiben, womit mikroskopisch kleine Partikel entstehen und damit bei Trockenheit eine Staubentwicklung eintritt. Auch wird das Leder durch Mikroorganismen, die beispielsweise durch die Exkremente der Pferde zugeführt werden, biologisch zersetzt, wobei die Feuchtigkeitsspeichereigenschaft der Lederteilchen diesbezüglich nachteilig ist und zu unhygienischen Zuständen führt.
- Schließlich wird der bekannte Reiterbodenbelag, wenn er größere Feuchtigkeitsmengen aufgenommen hat, sehr glitschig, so daß ein solcher Reiterbodenbelag im Freien dann nicht die gewünschte Rutschfestigkeit hat.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Allwetterboden der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, daß der Boden ein gutes Abfließen von Wasser und den lockeren Zustand der Aufschüttung möglichst weitgehend auch bei Frost dauerhaft gewährleistet.
- Diese Aufgabe wird mit den im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
- Neben der Lösung der oben genannten Aufgabe werden mit der Erfindung folgende zusätzliche Vorteile erzielt: Der Allwetterboden hat eine längere Lebensdauer und verbesserte hygienische Eigenschaften. Er muß nicht durch irgendwelche arbeitsintensiven Maßnahmen bearbeitet werden.
- Der Allwetterboden nach der Erfindung gewährleistet zudem diejenigen von einem Reiterboden geforderten Eigenschaften, die beispielsweise die geläufigen lockeren Aufschüttungen aus Sägemehl in Hallen aufweisen. Die Aufschüttung bleibt nämlich für längere Zeit locker, dämpft Geräusche und schont die Gelenke der Pferde. Auch verhindert sie Verletzungen von Reiter und/oder Pferd bei Stürzen. Schließlich tritt auch nur eine sehr geringe Staubentwicklung auf.
- Bei dem in Anspruch 2 angegebenen Mischungsverhältnis sei noch darauf hingewiesen, daß es für die Erfindung unerheblich ist, ob Volumen- oder Gewichtsprozente eingehalten werden.
- Bei den in Anspruch 3 angegebenen verschiedenen Arten von Kunststoffen können beispielsweise Polyvinylchlorid (PVC) oder Polyäthylen zum Einsatz kommen.
- Als besonders günstig hat sich eine Höhe der Aufschüttung von 25 bis 30 cm herausgestellt.
- Nach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung besteht die Aufschüttung aus metallfreien Teilchen von Altkabeln. Diese Teilchen können von Altkabeln stammen, bei denen das Kupfer und die anderen Metalle entfernt und die Ummantelung der Kabel gehexelt worden sind, so daß teilweise granulatförmige Teilchen vorhanden sind. Diese Teilchen sind überwiegend deutlich größer als einzelne Sandkörner oder Sägemehlteilchen, so daß sie nur schwer aufgewirbelt werden können und somit praktisch keine Staubentwicklung ermöglichen. Auch nehmen diese Teilchen nur in geringem Umfange Wasser auf, so daß die Aufschüttung - im Gegensatz beispielsweise zu Sand - auch bei Nässe nicht ihren lockeren Zustand verliert.
- Auch haben diese Teilchen eine solche Größe (mit beispielsweise einem mittleren Durchmesser von 1 mm), daß sie die Zwischenräume im Unterbau nicht verstopfen, so daß Wasser abfließen kann. Damit besteht auch nicht die Gefahr, daß Wasser bei Frost zu einem Erhärten der gesamten Aufschüttung führt. Vielmehr bleibt wegen der geringen Wasseraufnahme die Aufschüttung auch bei Frost im wesentlichen locker, so daß tatsächlich ein Allwetterboden für Reitplätze geschaffen wird, der zu allen Jahreszeiten beritten werden kann.
- Da diese Aufschüttung somit bei praktisch allen klimatischen Bedingungen locker bleibt, hat sie letztlich immer die oben geschilderten vorteilhaften Eigenschaften, die die Sägemehlaufschüttung nur bei ganz bestimmten Feuchtegraden hat.
- Die Erfindung betrifft außerdem die Verwendung von metallfreien Altkabelabfällen auf einem festen Unterbau als Allwetterboden für Reitplätze. Die Verwendung führt zu einem kostengünstigen Allwetterboden und erübrigt Aufwendungen für eine anderweitige Beseitigung der Abfälle.
Claims (6)
1. Allwetterboden für Reitplätze mit einem festen Unterbau und einer darüberliegenden Aufschüttung, die Naturfaserteilchen enthält, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufschüttung locker ist und zusätzlich aus Teilchen aus Gummi, Kunststoff und Kunstfasern besteht.
2. Allwetterboden für Reitplätze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung des Aufschüttungsmaterials folgende Materialanteile aufweist: ca. 40% Gummi, ca. 50% Kunststoffe und ca. 10% Natur- und Kunstfasern.
3. Allwetterboden für Reitplätze nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffteilchen aus verschiedenen Arten von Kunststoffen bestehen.
4. Allwetterboden für Reitplätze nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufschüttung ca. 25 bis 30 cm hoch ist.
5. Allwetterboden für Reitplätze nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufschüttung aus metallfreien Teilchen von Altkabeln besteht.
6. Verwendung von metallfreien Altkabelabfällen zur lockeren Aufschüttung auf einem festen Unterbau als Allwetterboden für Reitplätze.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19823206105 DE3206105C2 (de) | 1982-02-19 | 1982-02-19 | Allwetterboden für Reitplätze und Verwendung metallfreier Altkabelabfälle für Reitplätze |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19823206105 DE3206105C2 (de) | 1982-02-19 | 1982-02-19 | Allwetterboden für Reitplätze und Verwendung metallfreier Altkabelabfälle für Reitplätze |
Publications (2)
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| DE3206105A1 DE3206105A1 (de) | 1983-09-01 |
| DE3206105C2 true DE3206105C2 (de) | 1987-03-05 |
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Family Applications (1)
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| DE19823206105 Expired DE3206105C2 (de) | 1982-02-19 | 1982-02-19 | Allwetterboden für Reitplätze und Verwendung metallfreier Altkabelabfälle für Reitplätze |
Country Status (1)
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1982
- 1982-02-19 DE DE19823206105 patent/DE3206105C2/de not_active Expired
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