DE3206529C2 - Befestigungsvorrichtung für Schneidelemente - Google Patents
Befestigungsvorrichtung für SchneidelementeInfo
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Abstract
Vorrichtungen für die Befestigung von mit Spannmulden ausgestatteten Schneidelementen an Werkzeughaltern sind häufig mit einem Spannarm ausgestattet, der sich in der Spannmulde auf dem Schneidelement abstützt und der über eine Befestigungseinheit mit Spannrichtung auf den Werkzeughalter mit diesem in Verbindung steht. Zur Verbesserung der Klemmwirkung des Spannarms durch Erzeugung einer Kraftwirkung nicht nur in Richtung auf die Auflage des Schneidelements weist der Spannarm (4) mehrere in die Spannmulde (6) eingreifende Spannfinger (14, 15) auf, die in der Spannebene (Pfeil 13) des Befestigungselements elastisch gegeneinander beweglich ausgebildet sind und von denen zumindest einer als Vorspannelement (15), insbesondere die seitliche Anlage des Schneidelements (3) quer zur Spannrichtung (Pfeil 13) bewirkt. Der zumindest eine weitere Hauptspannfinger (14) stellt als Hauptspannelement, insbesondere die Auflage des Schneidelements (3) in Spannrichtung am Werkzeughalter (1) sicher.
Description
wcgungsspielraum der Spannfinger gegeneinander fest;
die Länge des Spalts, weicher vom Endabschnitt des Spannarms im Bereich der Spannmulde in Richtung auf
die Bcfesligungseinheit ausgeht, richtet sich nach den Fcdercigcnschaften des verwendeten Werkstoffs.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes sind die Spannfinger feste Bestandteile
des Spannsinis; dieser ist also teilweise geschlitzt
(Anspruch 2).
Die Spannfinger können jedoch auch aus Einzelteilen bestehen, die entweder unmittelbar oder mittelbar über
Zwischenstücke aneinander befestigt sind (Anspruch 3). Die Befestigung der Einzelteile kann beispielsweise
durch Schrauben, Kleben, Schweißen oder Löten erfolgen. Der Vorteil dieser Ausführungsform besteht insbesondere
darin, daß die die Spannfinger bildenden Einzelteile aus unterschiedlichem Material (d. h. insbesondere
aus Werkstoffen mit unterschiedlichen Federeigenschaften) bestehen können (Anspruch 5). Insbesondere
isi es danach möglich, beispielsweise nur die als Vor-Spannelemente
dienenden Vorspannfinger zj.s Federstahl
herzustellen.
Bei einer Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes ist der Spalt zwischen den Spannfingern zumindest teilweise,
vorzugsweise auf einem Teil seiner Längserstrekkung, mit einem elastischen Werkstoff ausgefüllt (Anspruch
4). Der elastische Werkstoff, vorzugsweise Gummi oder ein geeigneter Kunststoff, kann zur Schwingungsdämpfung
und/oder dazu verwendet werden, eine Verschmutzung des Spalts während des Zerspanungs- no
Vorgangs zu verhindern. I
Das Verhältnis der Stärke zwischen den Vorspannfingern und den Hauptspannfingern hängt von der jeweils
gewünschten Kraftwirkung quer zur Spannrichtung bzw. in Spannrichtung ab. Vorzugsweise weisen die
Vorspannfinger eine geringere Materialstärke auf als die Hauptspannfinger (Anspruch 6).
Die Länge des Spalts zwischen den Spannfingern ist zweckmäßig so bemessen, daß dieser allenfalls bis in die
Nähe der Bohrung für die Befestigungseinheit reicht (Anspruch 7). Der Spalt kann sich unter Ums'ändcn jedoch
auch über die Bohrung hinaus erstrecken. Um die gewünschte Wirkung der Spannfinger auf das Schneidelement
sicherzustellen, sind die Spannfinger und der sie trennende Spalt in Richtung des Schneidelements abgcwinkelt
(Anspruch 8).
Die lagesicherung des Schncidelcments bezüglich
des Werkzeughalters kann gegebenenfalls dadurch weiter verbessert werden, dacl zumindest einer der Spannfinger
die gleiche Breite aufweist wie die Spannmulde (Anspruch <?): bei einer derartigen Ausführungsiorm
stützt sich der zumindest eine Spannfinger zusätzlich an den Seitenwänden der Spannmulde ab. Je nach der
Form der in Frage kommenden Spannfinger kann sich eine punktförmige, linienhafte oder auch flächenhafte
Berührung mit den Seitenwänden ergeben.
Bei Ausführungsformen mit lediglich zwei Spannfingern (d. h. einem Hauptspannfinger und einem Vorspannfinger)
ist die Oberfläche des Vorspannfingers vorzugsweise so ausgebildet, daß sich eine lediglich Ii- w)
nicnhafte Anlage an der Rückwand der Spannmulde ergibt (Anspruch 10). Vorzugsweise ist der in die Spannmulde
eingreifende Eingriffsabschnitt des Spannarms nach Art einer Kugel!;alolte ausgebildet (Anspruch 11);
es kann jedoch auch vorteilhaft sein, den bzw. die 1 lauptspannfingcr über den der Grundfläche der
Spannmuldc zugewandten Endabschnitt flächig an dieser abzustützen.
Der Erfindungsgegenstand ist für Sciineidelemenie
mit beliebig ausgebildeten Spannmulden verwendbar; diese können beispielsweise nach Art einer Kugeikaiotte,
quaderförmig gegebenenfalls mit abgerundeten Übergängen, pyramidenförmig oder kegelstumpfförmig
geformt sein. Wesentlich ist in diesem Zusammenhang lediglich, daß der Eingriffsabschnitt des Spannarms gegebenenfalls
der Form der Spannmulde angepaßt ist, damit die zugehörigen Spannfinger die ihnen bestimmte
Aufgabe erfüllen können (Anspruch 12).
Dier Erfindungsgegenstand wird nachfolgend anhand in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele im
einzelnen erläutert. Es zeigt
F i g. 1 schematisch einen Längsschnitt durch ein Schneidwerkzeug mit einem zwei Spannfinger aufweisenden
Spannarm,
F i g. 2a, b einen Teilschnitt durch einen Spannarm mit zwei Spannfingern im Bereich einer Wendeschneidplatte
bei nicht angezogener bzw. angev^ener Spanneinheit,
F i g. 3a, b einen Teillängsschnitt durch eine Wendeschneidplatte mit einer Spannmulde in Form eines Kugelabschnitts
bzw. einen Schnitt nach Linie lll-ill in
F i g. 3a, und
F i g. 4a, b einen Teillängsschnitt durch eine Wendeschneidplatte mit einer Spannmulde in Form eines Pyramidenslumpfes
bzw. einen Schnitt nach Linie IV-IV in F i g. 4a.
Das Schneidwerkzeug gemäß F i g. 1 weist als wesentliche Bestandteile einen Werkzeughalter 1 mit einer
Aufnahme 2, eine Wendeschneidplatte 3 und einen Spannarm 4 mit einer Befestigungsbohrung 4' für eine
nicht dargestellte Befestigungseinheit in Form einer Spannschraube auf; diese stützt sich — gegebenenfalls
unter Zwischenschaltung eines Federelements — über einen Führungsabschnitt an dem obenliegenden Zentrierabschnitt
4" der Befestigungsbohrung 4' afc. Der Spannarm 4 ist auf der von der Wendeschneidplatte 3
abgewandten Seite mit einem gegebenenfalls auf dem Werkzeughalter 1 aufliegenden Stützfuß 5 ausgestattet.
Die mit einer Spannmulde 6 ausgestattete Wendeschneidplatte 3 ist einerseits über die untenliegende
Auflagefläche 7 und andererseits über zumindest eine Seitenwand 8 sowie die der Befestigungseinheit bzw.
der Befestigungsbohrung 4' zugewandte Rückwand 9 der Aufnahme gehalten.
Der Spannarm 4 ist — ausgehend von seinem in die Spannmulde 6 eingreifenden Eingriffsabschnitt 10 mit
Blickrichtung auf die Befestigungsbohrung 4' — mit einem Spalt 11 versehen, der vor der Befestigungsbohrung
4' in einer Abschlnßbohrung 12 endet und der senkrecht zur Spannebene, das heißt senkrecht zur Zeichenebene
verläuft. Die in der Zeichenebene liegende Spannebene ist gleichzeitig durch den Pfeil ?3 festgelegt,
welcher die auf den Werkzeughalter 1 zielende Spannrichtung andeutet.
Abhängig von den gewünschten Werkstoffeigenschaften und dem gewünschten Betriebsverhalten kann
der Spalt 11 in Richtung auf den Stützfuß 5 des Spannarms
4 bis in den Bereich der Befestigungsbohsung 4' oder über diese hinaus verlängert sein.
Bedingt durch den Spalt 11 weist der Spannarm 4 in
dem der Wendeschneidplatte 3 zugewandten Bereich zwei Spannfinger auf, nämlich einen oberen, stärker dimensionierten
Hauptspannfinger 14 und einen unteren, schwächer dimensionierten Vorspannfinger 15. Der
Verlauf des Spaltes 11 ist vorzugsweise der äußeren Form des Soannarms 4 aneeDaßt: entsprechendes eilt
für die Ausbildung insbesondere des Vorspannfingers 15 im Hinblick auf den zugehörigen Teil der Spannmulde
6.
Beim Anziehen der nicht dargestellten Befestigungseinheit in Richtung auf den Werkzeughalter 1 bewirkt
der Vorspannfinger 15 vorrangig die seitliche Anlage der Wendeschneidplatte 3 quer zur Spannrichtung (Pfeil
13) an der Rückwand 9 der Aufnahme 2; der Hauptspannfinger 14 stützt sich über seinen Endabschnitt 14',
weicher der Grundfläche 6' der Spannmuldc 6 zugewandt iss, auf der Wendeschneidplatte 3 ab und bewirkt
dadurch deren Auflage in Spannrichtung (Pfeil 13) an der Auflagefläche 7 der Aufnahme 2.
Die Bemessung des Hauptspannfingers 14 und des Vorspannfingers 15 hängt von der jeweils aufzubringenden
Kraft ab; der Bewegungsspiclraum der beiden Spannfinger gegeneinander ist durch die Spalthöhc /;
zur SpEnneb^ne (Pfeil 13) fcstge- Beding·, durch c'ic Form snimyi r'ingriffsiihsehnilKsliilyt
/vcrl F i er 9\
Das Verhalten der Spannfinger 14 und 15 während des Spannvorgangs wird nachfolgend anhand der F i g. 2
erläutert:
Vor dem Anziehen der Befestigungseinheit in Richtung des Pfeiles 13 (vgl. dazu Fig. 1) liegt die Wendeschneidplatte
3 auf der Auflagefläche 7 auf. ohne die Rückwand 9 der Aufnahme zu berühren. Der Endabschnitt
14' bzw. 15' der Spannfinger befindet sich noch oberhalb der Grundfläche 6', das heißt die Spannfinger
greifen nur mit pinem Teil ihres Eingriffsabschnitts 14"
bzw. 15" in die Spannmulde ein. Durch Anziehen der Befestigungseinheit wird der Spannarm mit den zugehörigen
Spannfingern in Richtung des Pfeiles 13 auf den Werkzeughalter 1 zubewegt, wodurch unter Einwirkung
des Eingriffsabschnitts 15" des Vorspannfingers 15 die Wendeschneidplatte 3 nach rechts mitgeführt und
schließlich mit einer bestimmten Kraft an der Rückwand 9 festgehalten wird.
Die Fortsetzung des Spannvorgangs führt schließlich zu einer Bewegung des Hauptspannfingers 14 in die in
F i g. 2b strichpunktiert angedeutete Klemmstellung, in welcher der Endabschnitt 14' mit einer bestimmten
Spannkraft auf der Grundfläche 6' aufliegt: während der Bewegung des Hauptspannfingers in die Klcmmstellung
bleibt die Stellung des Vorspannfingers praktisch unverändert. Ermöglicht wird die Relativbewegung zwischen
den beiden Spannfingern durch die Verwendung eines Werkstoffs mit geeigneten Federeigenschaften.
Die Spannkraft, die mittels der Befestigungseinheit auf den Spannarm 4 aufgebracht wird, bewirkt also sowohl
die seitlicti· Anlage als auch die Auflage der Wendeschneidplatte 3 am Werkzeughalter 1 bzw. an den
zugehörigen Flächen 7 und 9 der Aufnahme 2 (vgl. Fig. I). Diese Doppelklcmmunggewährleistet eine einwandfreie
Befestigung der Wendeschneidplatte während ihres Arbeitseinsatzes.
Die Ausbildung der Spannfinger 14 und 15 im Bereich der Spannmulde 6. das heißt die Ausbildung des jeweiligen
Eingriffsabschnitts 14" bzw. 15", kann beliebig sein und wird allenfalls durch die Form der Spannmulde
selbst beeinflußt. Diese kann also derart ausgebildet
sein, daß sich die Wendeschneidplatte möglichst einfach und preisgünstig, beispielsweise durch Pressen, herstellen
läßt.
Hei der in F i g. i dargestellten Ausführungsform
weist die Wendeschneidplatte 3 eine Spannmulde 6 in Form eines Kugelabschnitts auf, an den die Eingriffsabschnitte
14" und 15" angepaßt sind. Die beiden Spannfinger sind bezüglich des Kugelabschnitts so angeordnet,
daß der Endabschnilt 14' des Hauplspannfingers 14 im Bereich der Mittelachse 6" des Kugelabschnitts auf
der Wendeschneidplatte 3 aufliegt. Die Breite der Spannfinger 14 und 15 (vgl. F i g. 3b) ist so gcwithll, (litt!
diese den Kugelabschnitt insoweit praktisch ausfüllen, das heißt auch seitlich anliegen.
Bei der in I· i g. 4 dargestellten Ausführungsform des
Erfindungsgcgcnslandes, deren Wendeschneidplatte 3 eine Spannmulde 6 in Form eines Pyramidenstumpfes
to aufweist, sind die Spannfinger 14 und 15 sowohl hinsichtlich
ihres Kingriffsabschnitts 14" bzw. 15" als auch hinsichtlich ihres Querschnitts unterschiedlich ausgebildet.
Während der in der Zeichcnebcnc liegende Querschnitt des Haupispannfingcrs 14 einen kreisförmig £C-rundeten
Eingriffsabschnitt 14" aufweist, ist der entsprechende Querschnitt des Vorspannfingers 15 der zugehörigen
Schrägflächc der Spannmukle 6 angepaßt, i
sich der Hauptspannfinger 14 in der Nähe der Miuel-
2» achse 6" lediglich linicnhaft an der Grundfläche 6' der
Spannmulde ab. Die Form des Hauptspannfingers quer zur Zeichcncbenc (vgl. F i g. 4b) ist der Spannmulde derart
angepaßt, daß der Eingriffsabschnitt 14" diese insoweit vollständig ausfüllt, also auch eine Fixierung der
2i Wendeschneidplatte 3 quer zur Zeichenebene bewirkt.
Der Vorspannfinger 15 dagegen ist quer zur Zeichencbcntf
fvgl. Fig.4b) nach An eines Kreisabschnitts ausgebildet
und berührt daher die ihm gegenüberliegende Wiind 6'" der Spannmukle 6 lediglich linienhaft.
jo Im Gegensatz zu der in F i g. 1 und F i g. 2 dargestellten
Ausführungsform kann der Spannarm mehrere aus Einzelteilen bestehende Spannfinger aufweisen, die entsprechend
den gewünschten Eigenschaften gegebenenfalls aus unterschiedlichem Material bestehen können:
Insbesondere kann dabei der Vorspannfingcr 15 im Gegensatz
zum zugehörigen Hauptspannfinger i4 aus Fcdcrstahl gefertigt sein.
Die Wirkung und Handhabung der crfindungsgcniaßcn
Befestigungsvorrichtung kann dadurch weiter vcrbessert werden, daß der Spalt 11 zumindest auf einem
Teil seiner Längserstreckung mit Gummi ausgefüllt ist. Dieses dämpft einerseits die beim Zerspanungsvorgang
auftretenden Erschütterungen bzw. Schwingungen und verhindert andererseits eine Verschmutzung und
V\ etwaige Blockierung des Spaltes 11.
Der Erfindungsgcgenstand kann auch bei Schneidwerkzeugen
und bei Spannarmc;i zur Anwendung kommen,
die andersartig als in I" i g. 1 dargestellt ausgebildet sind. Wesentlich ist in dem hier interessierenden Zusammcnhang
eine geeignete Ausbildung sowohl des i.'pannarms.
das heißt insbesondere des Vorspannfingcrs, als auch der Spannmuldc, das heißt insbesondere des mit
dem Vorspannfinger zusammenwirkenden Teils der Spannmulde, die eine exakte Ausrichtung und Befcsti-
5r> gung der Wendeschneidplatte in der Aufnahme der
Schneidwerkzeugs ermöglichen. Die Spannmulde und der Vorspannfinger müssen also hinsichtlich ihrer Ausbildung
so aufeinander abgestimmt sein und so ineinandergreifen, daß die Wendeschneidplatte beim Anziehen
Mi der Befestigungseinheit auch gegen die Seitenwand
bzw. Scitenwände und die Rückwand der Aufnahme gedrückt wird
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (12)
1. Vorrichtung für die Befestigung von mit Spannmulden ausgestatteten Schneidelementen, insbesondere
von Wendeschneidplatten, an W'erkzeughal- ·
tern, mit einem Spannarm, der sich zur Festlegung
des Schneidelements in waagerechter und lotrechter Richtung in dessen Spannmulde abstützt und der
über eine mit einer Bohrung versehene Befestigungseinheit
mit lotrechter Spannrichtung beaufschlagt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß der Spannarm (4) mehrere in die Spannmulde (6) eingreifende, übereinanderliegende Spannfinger (14,
15) aufweist, die durch einen sie voneinander trennenden Spalt (11) federnd gegeneinander beweglich
ausgebildet sind und von denen zumindest einer als Vorspannfinger (15) die seitliche Anlage des
Schneidelp.ments (3) und zumindest ein weilerer als Hauptspsirafinger (14) die Auflage des Schneidelemems
auf'dem Werkzeughalter (1) bewirkt
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannfinger (14,15) feste Bestandteile
des geschlitzten Spannarms (4) sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Spannfingev (14,15) aus Einzelleilen
bestehen, die zumindest mittelbar aneinander befestigt sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Spalt (11) zwischen
den Spannringern (14, 15) zumindest teilweise mit einem elastischen Werkstoff Ausgefüllt ist.
5. Vorrichtung nach vinem der Ansprüche 3 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß Vorspannfinger (15) und Hauptspannfinger (14) aus unterschiedlichem
Material gefertigt sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannfinger
(15) eine geringere Materialstärke aufweisen als die Hauptspannfinger (14).
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis δ, gekennzeichnet durch einen Spalt (11), der allenfalls
bis in die Nähe der Befestigungsbohrung (4') reicht.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannfinger (14,
15) und der sie trennende Spalt (11) in Richtung des Schneidelements abgewinkelt sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest einer der
Spannfinger die gleiche Breite aufweist wie die vt Spannmulde (6).
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
mit lediglich zwei Spannfingern, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des Vorspannfingers
(15) ünienhaft an der Rückwand (6"') der Spannmul- v>
de (6) anliegt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
10. dadurch gekennzeichnet, daß der in die Spannmulde
(6) eingreifende Eingriffsabschnill (14", 15") des Spannarms (4) nach Art einer Kugelkalottc aus- ho
gebildet ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche I bis
11, dadurch gekennzeichnet, daß der Kingriffsabschnitt
(14", 15") des Spannarms (4) der l'onn der
Spnnnmulde (6) angepaßt ist. h<-,
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für die Befestigung von mit Spannmulden ausgestatteten Schneidelemcntcn,
insbesondere von Wendeschneidplatten, an Werkzeughaltern, mil einem Spannarm, der sich zur
Festlegung des Schneidelcmcnts in waagerechter und lotrechter Richtung in dessen Spannmulde abstützt und
der über eine mit einer Bohrung versehene Bcfcstigungseinheit
mit lotrechter Spannrichlung bc; ufschlagt
wird.
Bei den bekannten Befestigungsvorrichtungen der genannten Gattung wird der Spannarm durch Anziehen
der beispielsweise als Spannschraube ausgebildeten Refestigungseinheit
gegen das Schneidelement gedrückt., wodurch dieses in der zugehörigen Schneidelement-Aufnahme
des Werkzeughalters festgehalten wird. Da. sowohl die Spannmulde als auch die Aufnahme — die
meistens eine Auflagefläche und mehrere der Lagesicherung
dienende Seitenflächen aufweist — insbesondere fcrtigungsbedingle Ungenauigkciten aufweisen.,
läßt sich eine exakte Lagesicherung des Schneidelemenls
in der Aufnahme normalerweise nicht erreichen. Während des Arbeitseinsatzes des Schneidelements
kann dieses daher bezüglich der Aufnahme unerwünschte Bewegungen ausführen, die eine exakte Bearbeitung
des in Frage kommenden Werkstücks zumindest erschweren u*«d gegebenenfalls einen Bruch des
Schneidelement zur Folge haben.
In der DE-OS 25 55 035 ist eine Befestigungsvorrichtung
für ein mit zwei Spa η π mulden ausgestattetes
Schneidelement vorbeschrieben, dessen Spannarm sich über zwei mit Abstand nebeneinander angeordnete
Spannfinger gleichzeitig in den beiden Spannmulden abstützt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die galtungsgemäße
Befestigungsvorrichtung in der Weise wciterzucntwickeln, daß das Anziehen der Befestigungseinheil
nicht nur eine Kraftwirkung in .Spannrichtung, das heißt in Richtung auf d;?. Auflagefläche der
Schncidclcment-Aufnahme, sondern auch eine die seitliche Anlage in der Aufnahme sicherstellende Kraftwirkung
zur Folge hat. Trol/ dieser Kraftwirkung in /wci verschiedenen Richtungen soll die zu entwickelnde Befestigungsvorrichtung
verhältnismäßig einfach aufgebaut und wenig störanfällig sein.
Die gestellte Aufgabe wird durch eine Befestigungsvorrichtung gelöst, welche die Merkmale des Anspruchs
1 aufweist. Der der Erfindung zugrundeliegende Lösungsgedanke besteht danach insbesondere darin,
den in die Spannmuldc eingreifenden Spannarm aus zumindest zwei durch einen Spalt voneinander getrennten,
federnd gegeneinander beweglichen Spannfingern aufzubauen, die vorrangig entweder die seitliche Anlage
des Sehneidclemcnts quer zur .Spannrichtung oder die
Auflage des Schneidelcnients in Spannrichlung am
Werkzeughalter, das heißt in Richtung auf die Auflage
der Sehncidclcnicnt-Aufnahnie, bewirken. Die Spannfinger,
also der bzw. die Vorspiinnfingcr und der b/.w.
die lliiuptspannfingcr, können so ausgebildet sein, daß
sie beim Anziehen der Befestigungseinheit entweder gleichzeitig oder auch nacheinander auf die .Spnnnmuldc
des Sehneidi-Ienients einwirken. Im lcizigenannien
!•all wird zunächst über den b/w. über die Vorspannfinger
die seitliche Anlage des Sehneidclemcnts in der Aufnahme sichergestellt, bevor anschließend über den b/.w.
die I liiuplspannfinger die endgültige Befestigung durch
Anpressen des Schneidelcmcnts in Richtung ;ιιιΓ die Auflagefläche herbeigeführt wird.
Die Spalthöhc parallel zur Spannebene legt den Bc-
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1982
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