DE3207500C2 - Verfahren zur Herstellung eines Formgegenstandes aus einem aromatischen Polycarbonat mit einer wärmegehärteten Oberflächenschicht - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Formgegenstandes aus einem aromatischen Polycarbonat mit einer wärmegehärteten OberflächenschichtInfo
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Abstract
Verfahren zur Herstellung von Formgegenständen aus aromatischen Polycarbonaten mit wärmegehärteter Oberflächenschicht, wobei der mit einer Lösung eines Aminoalkohols vorbehandelte Polycarbonatgegenstand mit einer Flüssigkeitsmasse aus A) 100 Gewichtsteilen eines methylverätherten Methylolmelamins, B) 20 bis 100 Gewichtsteilen eines Glykols der Formel HO- /( /-R ↑1O- /) /- ↓mH (I) worin R ↑1 eine Alkylengruppe mit mindestens 2 Kohlenstoffatomen, m 1, 2 oder 3 bedeuten, C) 20 bis 100 Gewichtsteilen eines Glykols mit mindestens 11 Kohlenstoffatomen der Formel HO- /( /-R ↑2O- /) /- ↓nH (II) worin R ↑2 eine Alkylengruppe mit mindestens 2 Kohlenstoffatomen, n eine Zahl von 3 bis 20 bedeuten, wobei die Gesamtmenge der Komponenten (B und C) 50 bis 120 Gewichtsteile beträgt, D) 4 bis 200 Gewichtsteile eines Kondensates einer Verbindung der Formel R ↑3-Si- /( /-OR ↑4) ↓3 (III) worin R ↑3 eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, R ↑4 eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeuten, und E) 1 bis 20 Gewichtsteilen eines Härtungsmittels überzogen und anschließend 10 bis 60 Minuten bei oberhalb 160 ° C bis 180 ° C wärmebehandelt wird.
Description
R3-Si-fOR")3,
worin R3 einen Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen und R4 einen Alkylrest mit 1
bis 4 Kohlenstoffatomen bedeuten, erhalten worden ist, und
(D) 1 bis 20 Gew.-Teilen eines Härtungsmittels
in einem Nichtlösungsmittel für das aromatische Polycarbonat
20 besteht, und
(3) der überzogene Po!ycarbona£gegenstar.d v/ärrnebehandelt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
23 (i) die Komponente (B) aus
(B-I) 20 bis 100 Gew.-Teilen eines kurzkettigen Glykols mit 2 bis 8 Atomen in der Hauptkette
zwischen den beiden Hydroxylgruppen entsprechend der Formel
HO-fR'O-KH, (1)
worin Ri eine Haupdcettenalkylengruppe mit mindestens 2 Kohlenstoffatomen darstellt, die
einen Alkylrest mit nicht mehr als 2 Kohlenstoffatomen in der Seitenkette enthalten kann, und m
dieZahll,2oder3 bedeutet, und
(B-2) 20 bis 100 Gev/.-Teilen eines Iangkettigen Glykols mit mindestens 11 Atomen in der Hauptkette
zwiwchen den beiden Hydroxylgruppen entsprechend der Formel
HO-fR2CH„H, (2)
worin R2 eine Hauptkettenalkylengruppe mit mindestens 2 Kohlenstoffatomen, die einen Alkylrest
mit nicht mehr als 2 Kohlenstoffatomen in der Seitenkette enthalten kann, und η eine Zahl
von 3 bis 20 bedeuten, besteht und
(ii) die Wärmebehandlung (3) durchgeführt wird, bis die Temperatur einen Bereich von höher als 1600C,
jedoch nicht höher als 1800C, erreicht und der Polycarbonatgegenstand 10 bis 60 min in diesem Temperaturbereich
gehalten wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Polycarbonatgegenstand aus einem
aromatischen Polycarbonat besteht, das sich von Bisphenol A mit bis zu 10 Mol-% mindestens eines weiteren
zweiwertigen Phenoles ableitet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Stufe (1) ein Aminoalkohol, der
eine primäre oder sekundäre Aminogruppe und eine Hydroxylgruppe enthält, eingesetzt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Stufe (2) als Nichtlösungsmittel ein
Gemisch aus Isobutylalkohol und Butylcellosolve eingesetzt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Stufe (3) der wärmezubehandelnde
Polycarbonatgegenstand bei einer Temperatur von 165 bis 175° C gehalten wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis '5, dadurch gekennzeichnet, daß in der Stufe (3) der wärmezubehandelnde
Polycarbonatgegenstand 5 bis 30 min im vorgegebenen Temperaturbereich gehalten wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der Stufe (3) der überzogene
Polycarbonatgegenstand zunächst auf eine Temperatur von weniger als 1500C und dann auf eine Tempera-
60 tür von mehr als 160° C erhitzt wird.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Formgegenstandes aus einem aromatischen Polycarbonat,
mit einer wärmegehärteten Oberflächenschicht, insbesondere mit einer Oberflächenschicht mit verbesserten
Eigenschaften, wie hoher Oberflächenhärte, die einer ausgezeichneten Kratzbeständigkeit entspricht,
ausgezeichneter Witterungsbeständigkeit, ausgezeichneter Feuchtwärmebeständigkeit und ausgezeichneter
Biegbarkeit unter Wärme.
Formgegenstände aus aromatischen Polycarbonaten haben bekanntlich Vorteile wie gute Durchsichtigkeit,
grate Schlagfestigkeit und leichtes Gewicht und finden verschiedene Anwendungsgebiete, insbesondere als
Glasersatz. Jedoch ist die Oberflächenhärte der aromatischen Polycarbonatgegenstände niedrig. Diese Gegenstände
sind gegenüber Beschädigungen durch Sand, Schmutz und dergleichen empfindlich und neigen zum
Verlust der Durchsichtigkeit Dieser Nachteil schloß die Polycarbonatgegenstände von weiteren Anwendungen
aus.
Bei Versuchen zur Behebung dieses Nachteils wurden zahlreiche Verfahren vorgeschlagen, welche <^as
Überziehen eines Formgegenstandes aus einem aromatischen Polycarbonat mit einer einen thermisch härtenden
Film bildenden Masse entweder direkt oder über einer Grundierschicht und Erhitzen des überzogenen
Gegenstandes umfassen, so daß ein aromatischer Polycarbonatgegenstand mit einer wärmegehärteten Oberflächenschicht
erhalten wird.
Beispeilsweise beschreibt die JP-OS 1 01 235/1977 eine Masse aus (a) einem methylverätherten Methylolmelamin,
(b) einem Alkylenglykol oder Polyalkylenglykol entsprechend der Formel H-f OR-}-„OH, worin R eine
Alkylengruppe mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen und π eine positive Zahl von 1 bis 10 bedeuten, (c) einem aufgrund
der Hydrolyse einer Verbindung der Formel R—Si-(-OR')3 erhaltenen Anfangskondensat, worin R eine Kohlenwasserstoffgruppe
mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen und R' eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
bedeuten, und (d) einem Härtungsmittel als Überzugsmasse zur Verbesserung der Kratzbeständigkeit der
Oberfläche von Kunststoffgegenständen unter Einschluß von aromatischen Polycarbonatgegenständen. In dieser
Literaturstete findet sich jedoch keinerlei Hinweis auf eine Vorbehandlung des Kunststoffgegenstandes,
noch auf die gemeinsame Anwendung eines kurzkettigen Giykois und eines langkettigen Giykols als Glykolkomponente
der Überzugsmasse. Vielmehr wird beschrieben, daß die den wärmehärtbaren Film bildende Masse
direkt auf den Formgegenstand aus dem aromatischen Polycarbonat aufgetragen und dann bei 90 bis 1300C
während 30 bis 60 Minuten zur Bildung der wärmegehärteten Oberflächenschicht gehärtet wird.
Die JP-OS 1 27 928/1977 beschreibt eine weitere, für einen ähnlichen Zweck wie die vorstehend beschriebene
Literaturstelle zu verwendende Überzugsmasse, welche (a) ein methylverätherf.es Methylolmelamin, (b) ein
ktirzkettiges Glykol mit nicht mehr als 8 Hauptkettenatomen zwischen den beiden Hydroxylgruppen entsprechend
der Formel HO-f RiO-)-mH, worin Ri eine Äthylengruppe oder eine Alkylengruppe oder Polymethylengruppe
mit einer Alkylgruppe mit nicht mehr als zwei Kohlenstoffatomen in der Seitenkette und m eine Zahl von
1 bis 8 bedeuten, (c) ein langkettiges Giykol mit mindestens 11 Hauptkettenatomen zwischen den beiden
Hydroxylgruppe;, entsprechend der Formel HO-f R2U-)-nH, worin R2 eine Äthylen-, Propylen- oder Polymethy-Iengruppe
und π eine Zahl "on 3 b:", 20 bedeuten, und (d) ein Härtungsmittel umfaßt. Auch diese Literaturstelle \
gibt keinerlei Hinweis auf die Vorbehandlung eines Kunststoffgegenstandes. Wie in der zunächst abgehandelten [
Literaturstelle lehrt auch diese Liter ^urstelle, daß die den wärmehärtbaren Film bildende Masse direkt auf den
aromatischen Polycarbonatgegenstand aufgetragen wird und bei 90 bis 13O0C während 30 bis 60 Minuten zur
Bildung der wärrnegehärteten Oberflächenschicht gehärtet wird.
In der JP-OS 1 41 873/1977 ist die Vorbehandlung eines Formgegenstandes aus einem Polycarbonatharz unter
Einschluß von aromatischen Polycarbonaten mit mindestens einem Aminoalkohol mit einer primären oder einer
sekundären Aminogruppe beschrieben, um die Haftung eines Überzuges vom Melamintyp an dem Polycarbonatgegenstand
zu verbessern, beispielsweise eines methylverätherten Methylolmelamins mit oder ohne einem
Modifizieren wie einem Acrylharz, einem Polyester, einem Polyäther oder einem Siliconharz.
In dieser Literaturstelle ist beschrieben, daß die den i-yärmehärtbaren Film bildende Masse auf den Formgegenstand
aufgebracht wird, der mit einer Aminoalkohollösung in einem Nichtlösungsmittel für das aromatische
Polycarbonat vorbehandelt worden ist. Jedoch findet sich dort keinerlei Hinweis auf die gemeinsame Anwendung
eines kurzkettigen Giykols und eines langkettigen Giykols als Glykolkomponente der Überzugsmasse.
Wie die weiterhin bereits abgehandelten Literaturstellen beschreibt auch diese Literaturstelle, daß der aufgetragene
Überzug bei 90 bis 130° C während 30 bis 60 Minuten gehärtet wird.
Die JP-OS 90 337/1979 beschreibt eine Überzugsmasse, die durch Auflösung in einem Lösungsmitte! von (a)
einem teilweisen Cohydrolyseprodukt eines Tetraalkoxysilr\ns der Formel Si(OR')4, worin R1 eine Alkylgruppe
mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeutet, und eines organischen Trialkoxysilans der Formel R2Si(OR3)3, worin R2
eine Kohlenwasserstcffgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen und R3 eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
bedeuten, und/oder eines Gemisches der Teilhydrolyseprodukte der jeweiligen Siliconverbindungen,
wobei das Gewichtsverhältnis des Teilhydrolyseproduktes aus dem Tetraalkoxysilan, berechnet als S1O2, zu dem
Teilhydrolyseprodukt des organischen Trialkoxysilans, berechnet als R2SiOiS, von 5 :95 bis 95 :5 beträgt, und (b)
10 bis 500 Gew.-Teiien, auf 100 Gew.-Teile der Summe aus dem teilhydrolysierten Tetraalkoxysilan, berechnet
als SiO2, und dem teilhydrolysierten organischen Tetraalkoxysilan, berechnet als R2SiOi j entsprechend vorstehend
(a), eines Gemisches, angegeben als Grammäquävalentverhältnis von 1 :0,5 bis 1,5, eines teilweise oder
vollständig alkylverätherten Methylolmelamins und eines Monomeren oder Oligomeren mit 2 oder mehr Hydroxylgruppen
oder eines Vorkondensates aus dem vorstehenden Gemisch hergestellt wurde. In dieser LiteratuTstelle
ist festgestellt, daß die erhaltene Überzugsmasse wertvoll zur Verringerung der Anfälligkeit der
Oberfläche eines Substrates, wie eines Polycarbonatgegenstandes, gegenüber einer Beschädigung ist, und als
Beispiele werden Polyole, wie Glykole oder Polyalkylenglykole mit einem Molekulargewicht von weniger als
500, als hydroxylgruppenhaltige Monomere oder Oligomere aufgeführt. Es fehlt jedoch jeglicher Hinweis auf die
gemeinsame Anwendung spezifischer kurzkettiger Glykole und spezifischer Iangkettiger Glykole. Dort wird die
Anwendung von Wärmehärtungstemperaturen von mindestens 7O0C angegeben, wobei in sämtlichen Arbeitsbeispielen
die Härtung mit Heißluft von 13O0C während 2 Stunden ausgeführt wird. Auch diese Literaturstelle
sdiweigt sich völlig über irgendeine Vorbehandlung aus.
Die JP-OS 90 377/1979 beschreibt einen Formgegenstand, wie einen Formgegenstand aus einem aromati-
sehen Polycarbonat, mit einer Unterschicht aus einem spezifischen Polymeren and einer Deckschicht aus (a)
einem teilweisen Cohydrolyseprodukt aus einem Tetraalkoxysilan der Formel Si(OR1)^, worin R1 eine Alkylgruppe
mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeutet, und einer organischen Siliconverbindung der Formel
R2nSi(OR3)4_n, worin R2 eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, R3 eine Alkylgruppe mit
1 bis 4 Kohlenstoffatomen und π eine Zahl von 1 bis 3 bedeuten, und/oder einem Gemisch aus den Teilhydrolyseprodukten
der jeweiligen Siliconverbindungen, wobei das Gewichtsverhältnis des teilhydrolysierten Tetraalkoxysilans,
berechnet als SiCh, und der teilhydrolysierten organischen Siliconverbindung, berechnet als R2„SiOm,
worin m=(4—n)l2 ist, von 5 :95 bis 95 :5 beträgt, und auf 100 Gew.-Teile des teilhydrolysierten Tetraalkoxysilans,
berechnet als S1O2, und der teilhydrolysierten organischen Siliconverbindung, berechnet als R2nSiOm gemäß
vorstehend (a), (b-3) 10 bis 400 Gew.-Teilen eines Monomeren oder Oligomeren mit mindestens zwei Hydroxylgruppen,
und (c) nicht mehr als 300 Gew.-Teilen eines verätherten Methylolmelamins, wobei die Menge des
verätherten Methylolmelamins die 0,5- bisl,5fache Menge des Grammäquivalents des Monomeren oder Oligomeren
(b-3) beträgt Auch in dieser Literaturstelle ist die gemeinsame Anwendung eines spezifischen kurzkettigen
Glykols und eines spezifischen langkettigen Glykols nicht angegeben. Die Literaturstelle lehrt vielmehr, daß
die Wärmebehandlungstemperatur für die Deckschicht 70° C bis zu einer Temperatur unterhalb der Wärmeverformungstemperatur
des Polycarbonatharzgegenstandes beträgt wobei als Beispiel für die übliche Wärmeverformungstemperatur
120°C bis 1600C angegeben ist, während die Wärmehärtungszeit 10 bis 200 Minuten
beträgt In sämtlichen Arbeitsbeispielen dieser Literaturstelle ist gezeigt, daß die Wärmehärtung bei 1500C
während eines Zeitraumes von 1 oder 2 Stunden durchgeführt wurde.
Entsprechendes ist aus der DE-OS 28 20 391 bekannt, die im wesentlichen auf den den vorgenannten JP-OS
SO 337/1979 und 90 377/1979 zugrundeliegenden Anmeldungen beruht
Somit entsprach es dem Fachwissen daß eine auf einen Formgegenstand aus einem aromatischen Polycarbonat
aufgezogene, einen wärmehärtbaren Film bildende Masse bei einer Temperatur gehärtet wird, welche zwar
das Härten dieser Masse einleitet, jedoch unterhalb der Wärmeformbeständigkeitstemperatur, üblicherweise
etwa 130 bis etwa 15O0C, des aromatischen Polycarbonatgegenstandes liegt Ferner ist gut bekannt.daß, falls der
aromatische Polycarbonatgegenstand während eines relativ langen Zeitraumes bei seiner Wärmebeständigkeitstemperatur
oder Temperaturen in deren Umgebung wärmebehandelt wird, die gute Schlagfestigkeit des
Formgegenstandes verringert wird.
Die US-PS 42 01 832 beschreibt einen Polycarbonatgegenstand mit verbesserten Eigenschaften, wie Abrieb- und Kratzbeständigkeit Auf der Oberfläche trägt der Gegenstand eine Schicht, die ein Haftverbesserungs- und Egalisiermittel auf Aminoplastbasis, ein Diol, ein Melamin und ein Polyol enthält Die Eigenschaften des Gegenstandes sind aber noch unbefriedigend.
Die US-PS 42 01 832 beschreibt einen Polycarbonatgegenstand mit verbesserten Eigenschaften, wie Abrieb- und Kratzbeständigkeit Auf der Oberfläche trägt der Gegenstand eine Schicht, die ein Haftverbesserungs- und Egalisiermittel auf Aminoplastbasis, ein Diol, ein Melamin und ein Polyol enthält Die Eigenschaften des Gegenstandes sind aber noch unbefriedigend.
Die JP-OS 80 175/1973 befaßt sich mit der Oberflächenverbesserung von Formteilen aus synthetischen
Harzen, z. B. aus Polycarbonaten. Auf der Oberfläche des Formteiles wird eine Masse aus Cellulosenitrat, einem
Tetraalkylsilicat, einem Alkylenglykol bzw. Polyalkylenglykol und einem verätherten Methylolmelamin in Gegenwart
einer Säure durch Wärme gehärtet. Auch in diesem Fall sind die Eigenschaften des behandelten
Formteils noch nicht zufriedenstellend.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung eines Formgegensfinds bus einem
aromatischen Polycarbonat anzugeben, der eine ausgezeichnete Schlagfestigkeit, Oberflächenhärte, Witte-
40 runge beständigkeit, Feuchtwärmebeständigkeit und Biegbarkeit in der Wärme aufweist
Diese Aufgabe löst die Erfindung durch ein Verfahre 1 zur Herstellung eines Formgegenstandes aus einem
aromatischen Polycarbonat mit einer wärmegehärteten Oberflächenschicht, wobei
(1) der Polycarbonatgegenstand mit einer Lösung eines Aminoalkohols mit einem Siedepunkt von nicht mehr
als 300° C in einem Nichtlösungsmittel für das aromatische Polycarbonat vorbehandelt wird,
(2) der vorbehandelte Polycarbonatgegenstand mit einer einen wärmehärtbaren Film bildenden Flüssigkeitsmasse überzogen wird, die aus einer Lösung aus
(A) 100 Gew.-Teilen eines methylverätherten Methylolamins,
(B) 50 bis 120 Gew.-Teilen einer Glykolkomponente,
(C) 4 bis 200 Gew.-Teilen eines Anfangskondensats, das durch Hydrolyse einer Verbindung der Formel
R3-Si-f0R4)3.
worin R3 einen Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen und R4 einen Alkylrest mit 1 bis 4
Kohlenstoffatomen bedeuten, erhalten worden ist, und
(D) 1 bis 20 Gew.-Teilen eines Härtungsmittels
in einem Nichtlösungsmittel für das aromatische Polycarbonat besteht, und
(3) der überzogene Polycarbonatgegenstand wärmebehandelt wird.
Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß
(i) die Komponente (B) aus
(B-I) 20 bis 100 Gew.-Teilen eines kurzkettigen Glykols mit 2 bis 8 Atomen in der Hauptkette zwischen
-den beiden Hydroxylgruppen entsp^hend der Formel
'iO-f R1O-K1H, m
worin R1 eine Hauptkettenalkylengruppe mit mindestens 2 Kohlenstoffatomen darstellt, die einen
Alkylrest mit nicht mehr als 2 Kohlenstoffatomen in der Seitenkette enthalten kann, und m die Zahl
1,2 oder 3 bedeutet, und
(B-2) 20 bis 100 Gew.-Teilen eines langkettigen Glykols mit mindestens 11 Atomen in der Hauptkette
(B-2) 20 bis 100 Gew.-Teilen eines langkettigen Glykols mit mindestens 11 Atomen in der Hauptkette
zwischen den beiden Hydroxylgruppen entsprechend der Formel
HO-fR2(HnH, (2)
worin R2 eine Hauptkettenalkylengruppe mit mindestens 2 Kohlenstoffatomen, die einen Alkylrest
mit nicht mehr als 2 Kohlenstoffatomen in der Seitenkette enthalten kann, und η eine Zahl von 3 bis ι ο
20 bedeuten,
besteht und
besteht und
(ii) die Wärmebehandlung (3) durchgeführt wird, bis die Temperatur einen Bereich von höher als 160° C, jedoch
nicht höher als 1800C, erreicht und der Poiycarbonatgegenstand 10 bis 60 min in diesem Temperaturbereich
gehalten wird. !5
In der Stufe (2) des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die in der Stufe (1) mit einer Lösung eines Aminoalkohols
in einem Nichtlösungsmittel für das aromatische Polycarbonat vorbehandelte Oberfläche des aromatischen
Polycarbonatgegenstandes mit einer einen wärmehärtbaren Film bildenden Flüssigkeitsmasse überzogen, die
aus einer Lösung der vorgenannten Komponenten (A), (B) bzw. (B-I) und (B-2), (C) sowie (D) in einem Nichtlösungsmittel
für das aromatische Polycarbonat aufgebaut ist
In der Stufe (3) des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der überzogene aromatische Poiycarbonatgegenstand
wärmebehandelt
Das eingesetzte aromatische Polycarbonat kann aus jeden nach an sich bekannten Verfahren erhaltenen
aromatischen Polycarbonaten bestehen, beispielsweise solchen, die durch Umsetzung von zweiwertigen Phenolen,
vorzugsweise einem Bisphenol, mit Carbonatvorläufern wie Phosgen oder Diarylcarbonaten, beispielsweise
Diphenylcarbonat, erhalten wurden. Diese Umsetzung zur Bildung der aromatischen Polycarbonate kann durch
Umsetzung eines zweiwertigen Phenols mit einem Carbonatvorläufer, wie Phosgen, in Gegenwart eines Säureakzeptors
und eines Mittels zur Steuerung des Molekulargewichtes oder durch eine Esteraustauschreaktion
zwischen einem zweiwertigen Phenol und einem Carbonatvorläufer, wie Diphenylcarbonat, ausgeführt werden.
Bevorzugte zweiwertige Phenole sind Bisphenole und Bisphenol A, d. h. 2,2-Bis(4-hydroxyphenyl)propan, wird
besonders bevorzugt Bisphenol A kann teilweise oder vollständig durch andere zeiwertige Phenole ersetzt sein.
Beispiele derartiger weiterer zweiwertiger Phenole umfassen Hydrochinon, 4,4'-Dihydroxydiphenyl, Bis(4-hydroxyphenyl)methan.
l,l-Bis(4-hydroxyphenyl)cyclohexan, 2,2-Bis(3,5-dimethyl-4-hydroxyphenyl)propan,
Bis(4-hydroxyphenyl)su!fid, Bis(4-hydroxyphenyl)sulfon, Bis(4-hydroxyphenyl)sulfoxid, Bis(4-hydroxyphenyl)keton,
Bis(4-hydroxyphenyl)äther und halogenierte Bisphenole wie 2,2-Bis(3,5-dibrom-4-hydroxyphenyl)propan.
Die Polycarbonate können auch ein Homopoiycarbonat auf Basis eines deranigen zweiwertigen Phenols, ein
Copolycarbonat auf Basis von zwei oder mehr derartigen zweiwertigen Phenolen oder ein Gemisch solcher
Homo- und/oder Copolycarbonate sein. Gemäß der Erfindung werden sich von bis zu 10 Mol-% der vorstehend
als Beispiele aufgeführten weiteren zweiwertigen Phenole, wobei der Rest aus Bisphenol A besteht, ableitende
Polycarbonate bevorzugt verwendet Diese Polycarbonate sind leicht im Handel erhältlich.
Diese Polycarbonate können auch in Form eines Gemisches mit weiteren thermoplastischen Harzen verwendet
werden. Beispielsweise kann ein Gemisch eines derartigen Polycarbonates mit bis zu 20 Gew.-%, bezogen
auf das Polycarbonat, eines Polyesters, wie Polyäthylenterephthalat, Polybutylenterephthalat, Polyhexamethy-Ienterephthalat,
Polyneopentylterephthalat, eines durch Cokondensation von Terephthalsäure, Isophthalsäure
und Athylenglykol erhaltenen Polyesters oder durch Cokondensation von Terephthalsäure, Isophthalsäure und
Bisphenol A erhaltenen Polyesters, oder eines Gemisches des Polycarbonates mit Polystyrolen verwendet
werden.
Der aromatische Poiycarbonatgegenstand kann durch Formung des aromatischen Polycarbonats nach bekannten
Verfahren, wie Extrudierformgebung, Spritzgußformgebung und Preßformgebung hergestellt werden.
Die Formungstemperatur beträgt beispielsweise etwa 280 bis etwa 3400C. Her Formgegenstand kann in jeder
gewünschten Form vorliegen, beispielsweise in Form einer Folie, eines Bogens oder einer flachen Platte mit
einer Stärke von nicht mehr als etwa 10 mm, vorzugsweise etwa 6 mm bis etwa 0,5 mm.
Der beim erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzte aromatische Poiycarbonatgegenstand wird mit einer
Lösung eines Aminoalkohols vorbehandelt Der Aminoalkohol besteht vorzugsweise aus einem Aminoalkohol
mit einer primären oder sekundären Aminogruppe und einer Hydroxylgruppe und hat einen Siedepunkt von
nicht mehr als 3000C. Beispiele für solche Aminoalkohole sind Monoäthanolamin, Diäthanolamin, 2-Aminopropan-l-ol,
l-Aminopropan-2-oI, 3-Aminopropan-l-ol, 1 -Aminobutan-2-ol, N-Methyläthanolamin und N-Äthyläthanolamin.
Aminoalkohole mit Siedepunkten oberhalb 3000C sind ungünstig, da sie die Trocknung der
vorbehandelten Schicht verlängern und nachteilig den Oberflächenzustand des aromatischen Polycarbonatgegenstandes
beeinflussen können.
Das für die Herstellung der AminoalkohoIIösung verwendete Lösungsmitte! ist ein Nichtlösungsmittel für das
aromatische Polycarbonat, welches den Aminoalkohol lösen kann, jedoch die Durchsichtigkeit des aromatischen
Polycarbonates, welches den aromatischen Poiycarbonatgegenstand bildet, nicht verschlechtert Beispiele für
derartige NichüösurtgsmrtteL die für die Ausbildung der Aminoaikohoüösung geeignet sind, sind niedere Aikohole
wie AthanoL Isopropanol und Isobutanol. Sie können sowohl einzeln als auch im Gemisch verwendet
werden. Erforderlichenfalls können diese niederen Alkohole auch als Gemisch mit Äthern, Ketonen oder Estern
als Lösungsmittel verwendet werden. Das Lösungsmittel kann in geeigneter Weise unter Berücksichtigung
seiner Eignung zur Auflösung des aromatischen Polycarbonates gewählt werden. Beispiele für Äther sind
Äthylcellosolve und Butylcellosolve. Beispiele für Ketone sind Methyläthylketon, Methylisobutylketon und
Diisobutylketon. Beispiele für Ester sind Äthylacetat und Butylacetat.
Die Konzentration der Aminoalkohollösung kann in geeigneter Weise gewählt werden und beträgt vorzugsweise
etwa 0,1 bis etwa 5 Gew.-%.
Die Vorbehandlung des aromatischen Polycarbonatgegenstandes mit der Aminoalkohollösung kann nach
sämtlichen bekannten Verfahren ausgeführt werden, beispielsweise durch Eintauchüberziehen, Strömungsüber-.Riehen,
Pinselüberziehen, Walzenüberziehen oder Sprühüberziehen. Der erhaltene Film des Aminoalkohole
kann mittels bekannter Maßnahmen wie Lufttrocknung, Heißlufttrocknung oder Infraroterhitzungstrocknung
getrocknet werden. Vorzugsweise wird die Trocknung bei einer niedrigeren Temperatur als etwa 130°C,
beispielsweise bei Raumtemperatur bis etwa 1300C, durchgeführt. Dadurch wird ein mit der Lösung des
Aminoalkohols in dem Nichtlösungsmittel für das aromatische Polycarbonat vorbehandelter aromatischer
Polycarbonatgegenstand erhalten. Die Vorbehandlung verbessert stark die Haftung des aus der vorstehenden
Flüssigkeitsmasse gebildeten Films an dem aromatischen Polycarbonatgegenstand.
Die einen wärmehärtbaren Film bildende Flüssigkeitsmasse, die auf den vorbehandelten aromatischen Polycarbonatgegenstand
aufzutragen ist, umfaßt die nachfolgenden Komponenten (A), (B-I)1 (B-2), (C) und (D).
Das als Komponente (A) verwendete methylverätherte Methylolmelamin ist ein Produkt, welches durch
teilweise oder vollständige Methylverätherung der Methylolgruppe eines Methylolmelamins, wie Hexamethy-
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20 G emisch dieser methylverätherten Methylolmelamine verwendet.
Das als Komponente (B-I) eingesetzte kurzkettige Glykol hat zwei bis acht Hauptkettenatome zwischen den
beiden Hydroxylgruppen und wird durch die folgende Formel wiedergegeben
HO-f R1O-^H (1)
worin R1 eine Hauptkettenalkylengruppe mit mindestens zwei Kohlenstoffatomen, die einen Alkylrest mit nicht
mehr als zwei Kohlenstoffatomen als Seitenkette besitzen kann, und m die Zahl 1,2 oder 3 bedeuten.
Das kurzkettige Glykol umfaßt sowohl Alkylenglykole als auch Alkylenätherglykole. Der Rest R1 in der |
Formel (1) ist eine Alkylengruppe mit mindestens zwei Kohlenstoffatomen und liegt in der Hauptkette, die eine
Seitenkettengruppe enthalten kann. Derartige Seitenkettengruppen sind Alkylreste mit nicht mehr als zwei
■Kohlenstoffatomen, d. h. Methyl- oder Äthylreste. Das kurzkettige Glykol (B-I) hat zwei bis acht Hauptkettenatome
zwischen den beiden Hydroxylgruppen, ganz gleich, ob es aus einem AlRylcnglykol oder einem Alkylcnätherglykol
besteht. Falls beispielsweise R1 eine Äthylengruppe ist und m die Zahl 3 bedeutet, berechnet sich die
Anzahl der Hauptkettenatome zwischen den beiden endständigen Hydroxylgruppen zu 8. Beispiele für Alkylen-
gruppen R1 sind Äthylen-, Propylen-, Tetramethylen-, Hexamethylene Isobutylen- und Trimethylengruppen.
Beispiele für das kurzkettige Glykol (B-I) umfassen Äthylenglykol, Propylenglykoi, 1,4-Butandiol, 1,6-Hexandiol,
Diäthylenglykol. Triäthylenglykol und DitrimethylenglykoL Sie können einzeln oder als Gemisch aus zwei
oder mehr Glykolen verwendet werden. Hiervon werden Butandiol, Diäthylenglykol und Triäthylenglykol
bevorzugt.
Das langkettige Glykol als Komponente (B-2) hat mindestens 111 beispielsweise 11 bis 60, Hauptkohlenstoffatome
zwischen den beiden Hydroxylgruppen und wird durch die folgende Formel wiedergegeben
HO-C-R2O-HH (2)
worin R2 eine Hauptkettenalkylengruppe mit mindestens 2 Kohlenstoffatomen, die einen Alkylrest mit nicht
mehr als zwei Kohlenstoffatomen als Seitenkette besitzen kann, und π eine Zahl von 3 bis 20 bedeuten.
Das langkettige Glykol der Form (2) ist ein Alkylenätherglykol. Der Rest R2 in der Formel (2) besteht aus einer
Alkylengruppe mit mindestens zwei Kohlenstoffatomen und liegt in der Hauptkette vor, die eine Seitenkettengruppe
besitzen kann. Derartige Seitenkettengruppen sind Alkylreste mit nicht mehr als zwei Kohlenstoffato-
men, d. h. Methyl- oder Äthylreste. Es ist wesentlich, daß die Anzahl der Hauptkettenatome zwischen den beiden
Hydroxylgruppen mindestens 11 beträgt. Die Art der Berechnung der Anzahl der Hauptkettenatome ist die
gleiche wie beim vorstehenden Rest R1. Beispiele für die Alkylengruppe R2 sind Äthylen-, Propylen-, Trimethylen-,
Tetramethylen- und Hexamethylengruppen. Spezifische Beispiele für das langkettige Glykol (B-2) sind
Polyäthylenglykol, Polypropylenglykol, Polytrimethylenglykol und Polytetramethylenglykol. Vorzugsweise besitzen
diese langkettigen Glykole Molekulargewichte von etwa 200 bis etwa 1000. Sie können sowohl einzeln als
auch als Gemisch aus zwei oder mehr Glykolen verwendet werden. §1
Die Komponente (C) ist ein Anfangskondensationsprodukt, das bei der Hydrolyse einer Verbindung der
folgenden Formel
R3-Si-^OR4)3 (3)
erhalten wird, worin R3 einen Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, wie einen Alkyl-, Alkenyl-
oder Arylrest, und R4 einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeuten. Beispiele für die Kohlenwasserstoffgruppe
R3 umfassen Alkylreste, wie Methyl-, Äthyl-, Propyl- und Butylreste, Alkenylreste, wie Vinyl- und
Ailylreste, oder Phenylreste. Beispiele für den Alkylrest R4 sind Methyl-, Äthyl-, Propyl- und Butylreste.
Spezifische Beispiele für die Siliconverbindung der Formel (3) umfassen Methyltrimethoxysilan, Äthyltriäthoxysilan,
Methyltrimethoxysilan, Methyltributoxysilan, Phenyltrimethoxysilan und Vinyltrimethoxysilan. Das
Anfangskondensat der Siliconverbindung aufgrund der Hydrolyse kann nach sämtlichen bekannten Verfahren
hergestellt werden. Beispielsweise kann es durch Hydrolyse einer alkoholischen Lösung der Siliconverbindung
der Formel (3) bei einer Temperatur von etwa 25°C durch Zusatz einer verdünnten 0,01 bis 0,1 η Salzsäure in
solchem Anteil, daß die Hydrolyse mit 1,5 bis 3 Mol Wasser je MoI der Siliconverbindung der Formel (3) bewirkt
wird, hergestellt werden.
Beispiele für geeignete Härtungsmittel als Komponente (D) sind anorganische und organische Säuren, wie
Salzsäure, Phosphorsäure, p-Toluolsulfonsäure, Oxalsäure und Maleinsäure. Salze dieser sauren Substanzen
können gleichfalls verwendet werden. Diese Härtungsmittel können einzeln oder als Gemisch aus zwei oder
mehr dieser Verbindungen verwendet werden.
Die den wärmehärtbaren Film bildende flüssige Masse ist aus einer Lösung der Komponenten (A) bis (D) in
einem Nichtlösungsmittel für das aromatische Polycarbonat aufgebaut. Es enthält 100 Gew.-Teile des methylverätherten
Methylolmelamine, 20 bis 100 Gew.-Teile des kurzkettigen Glykols (B-I), 20 bis 100 Gew.-Teile des
langkettigen Glykols (B-2),4 bis 200 Gew.-Teile des Anfangskondensates (C) der Siliconverbindung der Formel
(3) und 1 bis 20 Gew.-Teile des Härtungsmittels (D), wobei die Gesamtmenge der Komponenten (B-I) und (B-2)
50 bis 120 Gew.-Teile beträgt.
Falls der Anteil des kurzkettigen Glykols (B-I) kleiner als 20 Gew.-Teile ist oder der Anteil des langkettigen
Glykols (B-2) mehr als 100 Gew.-Teile beträgt, sind die Oberflächenhärte und die Kratzbeständigkeit des
erhaltenen Produktes unzureichend. Falls der Anteil des kurzkettigen Glykols (B-I) mehr als 100 Gew.-Teile
beträgt oder der Anteil des langkettigen Glykols (B-2) kleiner als 20 Gew.-Teile ist, wird die Flexibilität des
erhaltenen Produktes unzureichend. Faiis ferner die Gesamtmenge der Komponenten (B-i) und (B-2) weniger
als 50 Gew.-Teile beträgt, werden Oberflächenhärte und Kratzbeständigkeit des erhaltenen Produktes unzureichend
und, falls die Menge 120 Gew.-Teile überschreitet, wird die Oberflächenhärte des Produktes ebenfalls
verringert.
Falls der Anteil des Anfangskondensates (C) weniger als 4 Gew.-Teile beträgt, ist die Oberflächenhärte des
erhaltenen Produktes nicht ausreichend, und, falls sie 200 Gew.-Teile überschreitet, wird die Flexibilität des
Produktes verringert. Das Kondensat (C) dient zur Erhöhung der Oberflächenhärte des Produktes, und es besitzt
auch eine Wirkung zur Vermeidung der Nachteile der Harze vom Melamintyp, wie der Verringerung der
Oberflächenhärte im Verlauf der Zeit und der Erhöhung der Witterungsbeständigkeit des Oberflächenüberzuges.
Das zur Herstellung der einen wärmehärtbaren Film bildenden Flüssigkeitsmasse mit dem Gehalt der Komponenten
(A) bis (D) verwendete Lösungsmittel stellt ein Nichtlösungsmittel für das aromatische Polycarbonat
dar, wie bei der Herstellung der Aminoalkoholvorbehandlungslösung. Vorzugsweise besteht das Lösungsmittel
aus einem niederen Alkohol, wie Äthanol, Isopropanol und Isobutanol. Diese Lösungsmittel können einzeln oder
im Gemisch verwendet werden. Erforderlichenfalls kann das Lösungsmittel aus den niederen Alkoholen als
Gemisch mit Äthern, Ketonen oder Estern verwendet werden. Beispiele für Äther sind Äthylcellosolve (Äthylenglykolmonoäthyläther)
und Butylcellosolve (Äthylenglykolmonobutyläther). Beispiele für Ketone sind Methyläthylketon,
Methylisobutylketon und Diisobutylketon. Beispiele für Ester sind Äthylacetat und Butylacetat. Die
Lösungsmittel werden in geeigneter Weise unter Berücksichtigung ihrer Fähigkeit zur Lösung der Komponenten
(A) bis (D) und erforderlichenfalls anderer Zusätze gewählt. Ein Gemisch von Isobutylalkohol und Butylcellosolve,
vorzugsweise in einem Gewichtsverhältnis von 4 :etwa 1, stellt ein besonders bevorzugtes Nichtlösungsmittel
für das aromatische Polycarbonat dar, welches zur Bildung der den wärmehärtbaren Film bildenden
Flüssigkeitsmasse verwendet wird.
Die Konzentration der den wärmehärtbaren Film bildenden Flüssigkeitsmasse kann in geeigneter Weise
gewählt werden und beträgt beispielsweise etwa 5 bis etwa 40 Gew.-%, vorzugsweise etwa 10 bis etwa 35
Gew.-%, besonders bevorzugt etwa 20 bis etwa 30 Gew.-%.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird dann der in der vorstehend beschriebenen Weise vorbehandel- 45 «,
te aromatische Polycarbonatgegenstand mit der vorstehend abgehandelten, einen wärmehärtbaren Film ausbil-
denden Flüssigkeitsmasse nach bekannten Maßnahmen, wie Eintauchüberziehen, Strömungsüberziehen, Pinsel- |
überziehen, Walzenüberziehen oder Sprühüberziehen, beschichtet.
Erforderlichenfalls können die zur Vorbehandlung dienenden Aminoalkohollösung und die den wärmehärtbaren
Film bildenden Flüssigkeitsmasse weiterhin Zusätze enthalten.
Beispiele für Zusätze umfassen Nivellierungsmittel zur Verbesserung der Glätte des erhaltenen aufgezogenen
Filmes, wie Blockcopolymere aus einem Alkylenoxid und Dimethylsiloxan, Ultraviolettabsorptionsmittel, welche
die Witterungsstabilität des aufgezogenen Filmes verbessern, wie 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon, 2-Hydroxy-4-octoxybenzophenon,
2-(2'-Hydroxy-5'-methylphenyl)benzotriazol und 2-(2'-Hydroxy-4'-octoxyphenyl)benzotriazol,
und Färbungsmittel, welche praktisch die Durchsichtigkeit des aufgezogenen Filmes nicht
nachteilig beeinflussen, wie Farbstoffe, Die Menge des Nivellierungsmittels beträgt beispielsweise etwa 0,01 bis
etwa 1 Gew.-%, bezogen auf die flüssige Masse.
In der Stufe (3) des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der erhaltene überzogene aromatische Polycarbonatgegenstand
wärmebehandelt, bis die Temperatur einen Bereich höher als 1600C, jedoch etwa 1800C nicht
überschreitend, erreicht, vorzugsweise etwa 165 bis etwa 175° C, und bei einer Temperatur innerhalb dieses
Bereiches während 10 bis 60 Minuten, vorzugsweise etwa 15 bis etwa 30 Minuten, gehalten. Dabei wird ein
aromatischer Polycarbonatgegenstand mit einer wärmegehärteten Oberflächenschicht erhalten, der die verschiedenen
vorstehend abgehandelten verbesserten Eigenschaften besitzt
Die Wärmebehandlung in der Stufe (3) kann in einer einzigen oder in einer Mehrzahl von Stufen durchgeführt
werden. Beispielsweise kann sie in einer Stufe durch fortschreitende oder stufenweise Erhöhung der Heiztemperatur
in der gewünschten Geschwindigkeit der Temperatursteigerung ausgeführt werden, bis die Temperatur
einen Bereich höher als 160°C, jedoch 1800C nicht übersteigend, erreicht, vorzugsweise etwa 165 bis etwa
175° C. worauf dann der überzogene Gegenstand bei einer Temperatur innerhalb des vorstehenden Temperatur-
bereiches während 10 bis 60 Minuten, vorzugsweise etwa 15 bis etwa 30 Minuten, erhitzt wird. Die Wärmebehandlung
kann auch in zwei Stufen durch Wärmebehandlung des überzogenen Gegenstandes bei einer Temperatur
niedriger als 1500C, vorzugsweise etwa 100 bis etwa 140°C, stärker bevorzugt etwa 110 bis etwa 130°C,
während eines Zeitraumes von beispielsweise etwa 15 bis etwa 120 Minuten, vorzugsweise etwa 30 bis etwa 60
Minuten, in der ersten Stufe und weitere Wärmebehandlung bei einer höheren Temperatur als 160° Q die jedoch
etwa 180°C nicht überschreitet, vorzugsweise etwa 165 bis etwa 175°C, während eines Zeitraumes von 10 bis 60
Minuten, vorzugsweise etwa 15 bis etwa 30 Minuten, durchgeführt werden.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhält man einen aromatischen Polycarbonatgegenstand mit einer
wärmegehärteten Oberflächenschicht, der eine hohe Oberflächenhärte entsprechend einer ausgezeichneten
ίο Kratzbeständrgkeit, eine ausgezeichnete Witterungsstabilität, ausgezeichnete Feuchtwärmebeständigkeit, ausgezeichnete
Biegbarkeit unter Erwärmung u. dgl. besitzt, ohne daß die ausgezeichnete Schlagfestigkeit des
aromatischen Polycarbonatgegenstandes durch das Überziehen des vorbehandelten aromatischen Polycarbonatgegenstandes
mit der den wärmehärtbaren Film bildenden Flüssigkeitsmasse unter den Parametern der Stufe
(2) und das Wärmehärten des überzogenen Gegenstandes unter den Parametern der Stufe (3) beeinträchtigt ist.
Das Verfahren gemäß der Erfindung bringt den weiteren Vorteil, daß in der Stufe (3) der überzogene
Gegenstand unter Bildung einer geeigneten Krümmung während oder nach dem Heizarbeitsgang bei menr als
1600C und nicht mehr als 1800C, vorzugsweise 165 bis 175° C, während 10 bis 60 Minuten und innerhalb eines
relativ scharfen Zeitraumes, während dessen die vorstehende Temperatur noch aufrecht erhalten werden kann,
gebogen werden kann, insbesondere ist es möglich, den vorstehenden zweistufigen Arbeitsgang anzuwenden
und den überzogenen Gegenstand beispielsweise in Form einer in der ersten Stufe wärmebehandelten flachen
Platte in die gewünschte Endform mit einer geeigneten Krümmung, wie für eine Kraftfahrzeugwindschutzscheibe,
einen Motorradwindschutz und dergleichen, in der zweiten Stufe umzuformen. Es war bisher nicht bekannt,
daß ein aromatischer Polycarbonatgegenstand mit einer wärmegehärteten Oberflächenschicht und mit den
vorstehend abgehandelten ausgezeichneten Eigenschaften geformt werden kann, indem der überzogene Gegen-
2ä stand leicht und betriebsmäßig vorteilhaft in die gewünschte Endform nach der Ausbildung der Oberflächenschicht
umgeformt wird.
Temperaturen höher als 180°C sollten in der Stufe (3) nicht angewandt werden, da dies eine übermäßige
Erweichung des überzogenen aromatischen Polycarbonatgegenstandes oder eine Schäumung verursacht, und
auch die Überzugsschicht leicht übergehärtet wird.
Der aromatische Polycarbonatgegenstand mit der verbesserten Oberflächenhärte, wie er gemäß der Erfindung
erhalten wird, hat den Vorteil, daß er kaum beschädigt wird, selbst wenn er sogar mit einem harten
Material, wie Stahlwolle gerieben wird. Aus diesem Grund kann der Handelswert von Polycarbonatgegenständen,
deren Anwendung aufgrund ihrer niedrigen Oberflächenhärte begrenzt war, durch die vorliegende Erfindung
stark erhöht werden. Da ferner ihre Flexibilität ausgezeichnet ist, kann ihre ausgezeichnete Biegbarkeit
beibehalten werden. Aufgrund dieser Vorteile können die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten
aromatischen Polycarbonatgegenstände auch auf Anwendungsgebieten eingesetzt werden, von denen sie bisher
ausgeschlossen waren.
Die folgenden Beispiele erläutern die vorliegende Erfindung im einzelnen.
Die Eigenschaften der überzogenen aromatischen Polycarbonatgegenstände, .-'ie in diesen Beispielen erhalten
Die Eigenschaften der überzogenen aromatischen Polycarbonatgegenstände, .-'ie in diesen Beispielen erhalten
40 wurden, wurden nach den folgenden Verfahren bewertet:
(A) Aussehen
Die Probe wurde mit dem unbewaffneten Auge zur Bestimmung des Vorhandenseins oder Fehlens unüblicher
« Zustände, z. B. Rißbildung, Kratzerbildung, Orangenschalenoberfläche, Trübung, Verfärbung und dgl., untersucht
und das Ergebnis nach dem folgenden Standard bewertet:
A: Kein unüblicher Zustand wurde festgestellt.
B: Etwas unüblicher Zustand wurde festgestellt, der jedoch für praktische Anwendungen nicht schädlich ist.
C: Markant unüblicher Zustand wurde festgestellt
C: Markant unüblicher Zustand wurde festgestellt
(B) Oberflächenhärte
Aus einer Höhe von 635 mm wurden 800 g Schleifmittel (hauptsächlich aus Siliciumcarbid und Aluminiumoxid)
auf die um 45° gemäß JIS T-8147 geneigte Probe fallengelassen. Der Unterschied der Trübung (^Trübung)
vor und nach dem Fallen des Schleifmittels wurde mit einem Trübungsmeßgerät vom integrierenden Kugeltyp
gemessen.
(C) Haftung
Elf Schnitte wurden mit einem Messer auf der überzogenen Oberfläche der Probe sowohl in Längs- als auch in
Querrichtung in Abständen von 1 mm zur Bildung von 100 Schnittquadraten ausgebildet. Ein Klebeband wurde
auf die Schnittoberfläche aufgebracht und dann rasch in einer Richtung von 90° abgezogen. Die Anzahl der
Quadrate, die unabgeschält verblieben, wurde gezählt.
(D) Schlagfestigkeit
Gemäß ASTM D-256 wurde die Izodschiagfestigkeit (kg · cm/cm) unter Anwendung einer Kerbprobe mit
Gemäß ASTM D-256 wurde die Izodschiagfestigkeit (kg · cm/cm) unter Anwendung einer Kerbprobe mit
einer Stärke von 3,18 mm gemessen.
(E) Biegbarkeit
Eine Probe, die infolge der Wärmebehandlung bei einer Temperatur höher als 1600C, jedoch nicht oberhalb
von 1800C, vollständig erweicht war, wurde um ein zylindrisches Bauteil aus Holz mit dem nachfolgend angegebenen
Krümmungsradius gewickelt, und das Auftreten von Rissen wurde untersucht Das Ergebnis wurde nach
folgendem Standard bewertet:
A: Kein Riß wurde gebildet, wenn ein zylindrisches Bauteil mit einem Krümmungsradius von weniger als
80 mm verwendet wurde.
B: Kein Riß wurde gebildet, wenn ein zylindrisches Bauteil mit einem Krümmungsradius von mindestens
B: Kein Riß wurde gebildet, wenn ein zylindrisches Bauteil mit einem Krümmungsradius von mindestens
80 mm, jedoch weniger als 800 mm verwendet wurde.
C: Risse wurden gebildet, wenn ein zylindrisches Bauteil mit einem Krümmungsradius von mindestens 800 mm verwendet wurde, oder es traten Risse lediglich durch Erhitzen auf.
C: Risse wurden gebildet, wenn ein zylindrisches Bauteil mit einem Krümmungsradius von mindestens 800 mm verwendet wurde, oder es traten Risse lediglich durch Erhitzen auf.
(F) Witterungsstabilität
Die Probe wurde während 400 Stunden einem Bewitterungsmeßgerät vom Kohlenbogentyp gemäß JIS K-5400
ausgesetzt, und dann wurden die Oberflächenhärte und die Haftung der Probe entsprechend vorstehend (B)
und (C) gemessen.
(G) Feuchtwärmebeständigkeit
Die Probe wurde während 144 Stunden in einem bei 50° C und 98% relativer Feuchtigkeit gehaltenen Behälter
von konstanter Temperatur behandelt, und dann wurden ihre Oberflächenhärte und Haftung entsprechend
vorstehend (B) und (C) gemessen.
30 (1) Herstellung einer Lösung des Anfangskondensates von Methyltrimethoxysilan durch Hydrolyse
Zu einer Lösung von 272 Gew.-Teilen Methyltrimethoxysilan in 228 Gew.-Teilen Isopropylalkohol wurden
tropfenweise 108 Gew.-Teile einer wäßrigen 0,01 η Salzsäurelösung so zugegeben, daß die Temperatur des
Gemisches 20 bis 25° C erreichte. Nach der Umsetzung wurde das Reaktionsgemisch über Nacht bei Raumtemneratur
stehengelassen. Die erhaltene Lösung enthielt 31% des Ar.fangskondensates von MEihyltrimethoÄysi-Ian.
(2) Herstellung der Flüssigkeitsmasse
100 Gew.-Teile Methoxymethylmelamin, 40 Gew.-Teile 1,4-Butandiol als kurzkettiges Glykol und 20
Gew.-Teile Polyäthylenglykol 400 als langkettiges Glykol wurden in einem Gemisch aus 400 Gew.-Teilen
Isobutanol und 100 Gew.-Teilen Butylcellosolve gelöst. Ferner wurden 4 Gew.-Teile p-Toluolsuifonsäure als
Härtungskatalysator, 4 Gew.-Teile 2-Hydroxy-4-octoxybenzophenon als Ultraviolettabsorber und 20 Gew.-Teile
der vorstehend gemäß (1) hergestellten Lösung weiterhin zugesetzt Sie wurden unter Rühren bei Raumtemperatur
zur Herstellung der Flüssigkeitsmasse vermischt.
(3) Vorbehandlung des Polycarbonatgegenstandes
Ein Polycarbonatbogen mit einer Stärke von 2 mm wurde mit einer 1 %igen Lösung von Diäthanolamin in
Isobutanol nach dem Eintauchüberzugsverfahren überzogen, und der überzogene Bogen wurde bei 1000C
während 20 Minuten getrocknet.
(4) Überziehen des vorbehandelten Polycarbonatgegenstandes
Der vorbehandelte Polycarbonatbogen wurde in die vorstehend gemäß (2) hergestellte Flüssigkeitmasse
eingebracht und in einem Heißlufttrockner bei 125° C wärhend einer Stunde erhitzt und dann auf 175° C während
15 Minuten erhitzt.
Das gleiche Verfahren wie vorstehend wurde unter Anwendung eines Polycarbonatgegenstandes wiederholt,
der für die Schlagfestigkeitsmessung hergestellt wurde,
Der erhaltene Bogen und die Probe; für die Schlagfestigkeitsmessung wurden den gleichen Eigenschaftsmessungen
wie vorstehend angegeben unterworfen. Die Ergebnisse sind in den Tabellen lll-a undill-b enthalten.
Beispiele 2 bis 15 und Vergleichsversuche I bis XXI
Die Bögen und Schlagtestproben wurden in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 hergestellt, mit Ausnahme der
in den Tabellen 1-a, I-b, II-a, II-b und II-c aufgeführten Unterschiedlichkeiten. Die Ergebnisse sind in den
Tabellen lll-a und III-b enthalten.
15
20
25
3C
35
In den Vergleichsversuchen I bis V lag die Temperatur, bei der der überzogene Gegenstand wärmebehandelt
wurde, unterhalb des vorgeschriebenen Bereiches, während bei den Vergleichsversuchen VI bis IX die Gesamtmenge
an kurzkettigem Glykol und langkettigem Glykol entweder oberhalb der vorgeschriebenen oberen
Grenze oder unterhalb der vorgeschriebenen unteren Grenze lag. Im Vergleichsversuch X war die Anzahl der
Hauptkeitenatome im langkettigen Glykol zu groß, und im Vergleichsversuch XI wurde das Hydrolysat der
Siliconverbindung nicht verwendet, während im Vergleichsversuch XII die Menge des Hydrolysate der Siliconyerbindung
größer als die vorgeschriebene Grenze war, und im Vergleichsversuch XIII wurde kein Härtungsmittel verwendet Im Vergleichsversuch XIV wurde die Vorbehandlung des Polycarbonatgegenstandes mit der
Aminoalkohollösung nicht ausgeführt, während im Vergleichsversuch XV Athylendiamin für die Vorbehandlung
verwendet wurde, und im Vergleichsversuch XVI der verwendete Aminoalkohol einen Siedepunkt höher als
300° C hatte. In den Vergleichsversuchen XVII bis XX lag die Temperatur, auf die der überzogene Polycarbonatgegenstand
erhitzt wurde, außerhalb des vorgeschriebenen Bereiches, und im Vergleichsversuch XXI sind die
Eigenschaften eines unbehandeiten, unüberzogenen Polycarbonatgegenstandes angegeben. Es ist ersichtlich,
daß die in den Beispielen 1 bis 15 erhaltenen Produkte gut ausgewogene Eigenschaften hatten, während die in
den Vergleichsversuchen I bis XXI erhaltenen Produkte keine Ausgewogenheit ihrer Eigenschaften zeigten.
Sämtliche in den vorstehenden Beispielen eingesetzten Flüssigkeitsmassen enthielten weiterhin 4 Gew.-Teile
2-Hydroxy-4-octoxybenzophenon als Ultraviolettabsorber.
In den Tabellen Il-a, Il-b und II-c werden die folgenden Abkürzungen verwendet Die Doppelstrichmarke in
diesen Tabellen zeigt, daß der Wert der gleiche wie vorhergehend ist. In solchen Beispielen, wo zwei Heizbedingungen
angegeben sind, wurde das Erhitzen zunächst unter den oben angegebenen Bedingungen und dann unter
den unten angegebenen Bedingungen durchgeführt:
EG:Äthylenglykol DEG: Diäthylenglykol TEG: Triäthylenglykol
1,4-BD: 1,4-Butandiol PEG-200: Polyäthylenglykol (Molekulargewicht 200)
PEG-400: Polyäthylenglykol (Molekulargewicht 400) PEG-2000: Polyäthylenglykol (Molekulargewicht 2000)
p-TSA: p-ToIuolsulfonsäure BC: Butylcellosolve
IBA: Isobutylalkohol MMl: Methoxymethylmelamin (Handelsprodukt 1)
MM2: Methoxymethylmelamin (Handelsprodukt 2)
Beispiel (Bsp.) oder Vergleichsversuch (Vgl.)
Zusammensetzung der Yorbehandhmgslösung
Art Konzentration
Art Konzentration
Trocknungsbedingungen Temperatur Zeit
(°C) (Minuten)
45
50
55
60
b5
Bsp. 1 Bsp. 2 Bsp. 3 Bsp. 4 Bsp. 5 VgLI
Vgl. II Vgl. III Vgl. IV VgLV Vgl. VI Vgl VII VgLVIII Vgl. IX
VgLX Bsp. 6 Bsp. 7 Bsp. 8
Diäthanoi amin
Diäthanolamin
Diethanolamin
Diäthanolamin
Diäthanolamin
Diäthanolamin
Diäthanolamin
Diäthanoiamin
Diäthanolamin
Diäthanoiamin
Diäthanolamin
Diäthano-amin
Diäthano'imin
Diäthanolamin
Diäthanolamin
Monoäthanolamin
Monoäthanolamin
Monoäthanolamin
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
50
90
100
100
100
100
100
100
100
50
90
20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 30 15
10
Beispiel (Bsp.) Zusammensetzung der Vorbehandlungslösung Trocknungsbedingungen
oder Art Konzentration Temperatur Zeit
Vergleichsversuch (Vgl.) (%) (0C) (Minuten)
Bsp. 9 Monoäthanolamin 0,5 90 15
Bsp. 10 Monoäthanolamin 0,5 90 15
VgLXI Monoäthanolamin 0,5 90 15
VgLXII Monoäthanolamin 0,5 90 15
VgLXIII Monoäthanolamin 0,5 90 15
Vgl. XrV nicht verwendet — — —
VgLXV Äthylendiamin 1,0 100 20
Vgl. XVI Triäthanolamin 1,0 100 20
Bsp. 11 Monoäthanolamin 0,5 UDO 20
Bsp. 12 Monoäthanolamin 0,5 100 20
Bsp. 13 Monoäthanolamin 0,5 100 20
Bsp. 14 Monoäthanolamin 0,5 Ii)O 20
Bsp. 15 Monoäthanolamin 0,5 100 20
VgLXVII Monoäthanolamin 0,5 100 20
VgLXVlII Monoäthanolamin 0,5 100 20
VgLXIX Monoäthanolamin 0,5 100 20
VgLXX Monoäthanoiariiin 0,5 100 20
VgLXXI nicht verwendet — — —
| Beispie! (Bsp.) | Komponenten der Flüssigkeitsmasse (Gew.-Teile) | C | D | Lösungsmittel | Erhitzungsbedirigungen |
| oder | A B-I B-2 | Temperatur Zeit | |||
| Vergleichs | (0C) (Minuten) | ||||
| versuch (Vgl.) | |||||
Bsp. 1
Bsp. 2
Bsp. 3
Bsp. 4
Bsp. 5
Bsp. 2
Bsp. 3
Bsp. 4
Bsp. 5
VgLVIl
MMl (100) EG (40)
MMl (100) DEG (30)
MMl (100) TEG (40)
MMl (100) 1.4-BD (40)
MMl (100) 1.4-BD (60)
PEG-400 (20) CH3Si(OCH3J3 (50)
PEG-400 (30) CH3Si(OCH3), (50)
PEG-200 (20) CH3Si(OCH3)3 (50)
PEG-400 (20) CH3Si(OCH3);) (50)
PEG-200 (30) CH3Si(OCHa)3 (50)
| VgLI | wie in Beispiel 1 |
| Vgl. Il | wie in Beispiel 2 |
| Vgä. III | wie in Beispiel 3 |
| Vgl. IV | wie in Beispiel 4 |
| Vgl. V | wie in Beispiel 5 |
| Vgl. VI | MMl (100) DEG (30) |
| p-TSA (4) | IBA (400) BC (100) |
125 170 |
60 15 |
CO K) O ■^ ■ |
| p-TSA (4) | IBA (400) BC (100) |
125 170 |
60 15 |
r 500 |
| p-TSA (4) p-TSA (4) |
IBA (400) BC (100) IBA (400) BC (100) |
125 170 125 170 |
60 15 60 15 |
|
| p-TSA (4) | IBA (400) BC (100) |
125 170 125 |
60 15 60 |
|
| 125 | 60 | |||
| 125 | 60 | |||
| 125 | 60 | |||
| 125 | 60 | |||
nicht verwendet CH3Si(OCH3)s (50)
MMl (100) nicht verwendet PEG-400 (30) CH3Si(OCH3)3 (50)
p-TSA (4)
p-TSA (4)
p-TSA (4)
IBA (400)
BC (100)
BC (100)
IBA (400)
BC (100)
BC (100)
125 170
125 170
60
15
60 15
Beispiel (Bsp,)
oder
oder
Vergleichs·
versuch (Vgl,)
versuch (Vgl,)
Komponenten der FlUssigkeitsmnsse (Gew.-Teile)
A B-I
Vgl. VIII MMl (100) TEG (40)
Vgl. IX MMl (100) TEG (40)
VgLX MMl (100) TEG (40)
Bsp. 6 MM2 (100) TEG (40)
Bsp. 7 MM2 (100) TEG (40)
Bsp. 8 MM2 (100) TEG (40)
Bsp. 9 MM2 (100) TEG (40)
Bsp. 10 MM2 (100) TEG (40)
Vgl. XI MMl (100) TEG (40)
Vgl. XIl MMl (100) TEG (40)
VgLXIII MMl (100) TEG (40)
VgLXIV MMI (100) TEG (40)
| v.-Teile) B-2 |
C | D | Lösungsmittel | Erhitzungsbedingungen Temperatur Zeit (0C) (Minuten) |
60 15 |
U) |
| PEG-200 (5) | CH3Si(OCH3)3 (50) | p-TSA (4) | IBA (400) BC (100) |
125 170 |
60 15 |
O |
| PEG-200 (100) | CHiSi(OCIu)3 (50) | p-TSA (4) | IBA (COO) BC (200) |
125 170 |
60 15 |
ΟΛ O O |
| PEG-2000 (20) | CH3Si(OCH3J3 (50) | p-TSA (4) | IBA (400) BC (100) |
125 170 |
20 | |
| PEG-200 (20) | CH3Si(OCHa)3 (50) | p-TSA (4) | IBA (400) BC (100) |
170 | 60 15 |
|
| PEG-200 (20) | CH3Si(OCH3J3 (50) | p-TSA (4) | IBA (400) BC (100) |
125 170 |
20 | |
| PEG-200 (20) | CH3Si(OCH3)3 (50) | Oxalsäure (5) | IBA (400) BC (100) |
170 | 20 | |
| PEG-200 (20) | CH3Si(OCH3)3 (50) | Maleinsäure (5) | IBA (400) BC (100) |
170 | 20 | |
| PEG-200 (20) | CH3Si(OCH3)3 (50) | p-TSA (4) | IBA (400) BC (100) |
170 | 20 | |
| PEG-200 (20) | nicht verwendet | p-TSA (4) | HBA (400) IBC (100) |
170 | 20 | |
| PEG-200 (20) | CH3Si(OCH3)3 (700) | p-TSA (4) | 1!BA (400) BC (100) |
170 | 20 | |
| PEG-200 (20) | CH3Si(OCH3)3 (50) | nicht verwendet | IBA (400) BC (100) |
170 | 20 | |
| PEG-200 (5) | CH3Si(OCH3)3 (50) | p-TSA (4) | IBA (400) BC (100) |
170 | ||
BSBB9SBB9BI
Beispiel (Bsp.)
Vergleichs-
Komponenten der Flüssigkeitsmasse (Gew.-Teile) A B-I B-2
!Lösungsmittel
Erhitzungsbedingungen Temperatur Zeit (0C) (Minuten)
| MMl | (100) | TEG (40) | Vgl. XXI | PEG-200 (20) | CH3Si(OCHj)3 (50) | p-TSA (4) | 1IBA (400) (BC (100) |
170 | 20 | I |
Oo
K) O -■4 |
|
| Vgl. XV | MMl | (100) | TEG (40) | PEG-200 (20) | CH3Si(OCh3J3 (50) | p-TSA (4) | !IBA (400) IBC (100) |
170 | 20 | Oi O O |
||
| Vgl. XVI | MMl | (100) | TEG (40) | PEG-200 (20) | CH3Si(OCHj)3 (50) | p-TSA (4) | HBA (400) IBC (100) |
165 | 20 | |||
| Bsp. 11 | MMl MMl |
(100) (100) |
TEG (40) TEG (40) |
PEG-200 (20) PEG-200 (20) |
CH3Si(OCHj)3 (50) CH3Si(OCHj)3 (50) |
p-TSA (4) p-TSA (4) |
1!BA (400) BC (100) IBA (400) BC (100) |
175 130 170 |
20 60 20 |
|||
| Bsp. 12 Bsp. 13 |
MMl | (100) | TEG (40) | PEG-20Ö (20) | CH3Si(OCHj)3 (50) | p-TSA (4) | IBA (400) BC (100) |
130 170 |
120 20 |
|||
| Bsp, i4 | MMl | (100) | TEG (40) | PEG-200 (20) | CH3Si(OCHj)3 (50) | p-TSA (4) | IBA (400) BC (100) |
155 170 |
30 20 |
|||
| Bsp. 15 | MMl | (100) | TEG (40) | PEG-200 (20) | CH3Si(OCHj)3 (50) | p-TSA (4) | IBA (400) BC (100) |
130 | 60 | |||
| Vgl. XVII | MMl | (100) | TEG (40) | PEG-200 (20) | CH3Si(OCHj)3 (50) | p-TSA (4) | IBA (400) BC (100) |
130 | 120 | |||
| Vgl. XVIII | MMl | (100) | TEG (40) | PEG-200 (20) | CH3Si(OCHj)3 (50) | p-TSA (4) | IBA (400) BC (100) |
155 | 30 | |||
| VgLXIX | MMl | (100) | TEG (40) | PEG-200 (20) | CH3Si(OCHj)3 (50) | p-TSA (4) | IBA (400) BC (100) |
185 | 20 | |||
| Vgl. XX | — | — | — | |||||||||
Tabelle lll-a
Beispiel (Bsp.) Eigenschaften d. aromatischen Polycarbonatgegenstandes
oder Anfangseigenschaften Bieg-
Verglcichs- Aussehen Härte Haftung Schlagfe- barversuch
(Vgl.) stigkeit keit
Wittsrurigs- Feuchtwärme-
stabilitäl beständigkeit
Härte Haftung Härte Haftung
Bsp. 1
Bsp. 2
Bsp. 3
Bsp. 4
Bsp. 5
Vgl. I
Vgl. II
Vgl. IU
Vgl. IV
Vgl. V
Vgl. V!
Bsp. 2
Bsp. 3
Bsp. 4
Bsp. 5
Vgl. I
Vgl. II
Vgl. IU
Vgl. IV
Vgl. V
Vgl. V!
Vgl. VlI
Vgl. VIII
Vgl. VIII
Vgl. IX
Vgl. X
Bsp. 6
Bsp. 7
Bsp. 8
Vgl. X
Bsp. 6
Bsp. 7
Bsp. 8
Tabelle III-b
Bsp. 1
Bsp. 10
Vgl. XI
VgLXII
Bsp. 10
Vgl. XI
VgLXII
Vgl. XIII
Vgl. XIV
Vgl. XV
Vgl. XVI
Vgl. XIV
Vgl. XV
Vgl. XVI
Bsp. 11
Bsp. 12
Bsp. 13
Bsp. 14
Bsp. 15
Vgl. XVII
Vgl. XVIII
Vgl. XIX
Vgl. XX
Bsp. 12
Bsp. 13
Bsp. 14
Bsp. 15
Vgl. XVII
Vgl. XVIII
Vgl. XIX
Vgl. XX
VgLXXI
| A | 3 | 100 | 92 |
| A | 4 | 100 | 89 |
| A | 3 | 100 | 85 |
| A | 3 | 100 | 90 |
| A | 4 | 100 | 86 |
| A | 5 | 100 | 12 |
| A | 6 | 100 | 10 |
| A | 4 | 100 | 9 |
| A | 5 | 100 | 8 |
| A | 5 | 100 | 9 |
| C | 2 | 100 | |
| iRißbildung) | |||
| A | 22 | 100 | — |
| B | 3 | 100 | |
| (Rißbildung) | |||
| A | 33 | 100 | — |
| A | 12 | 100 | — |
| A | 3 | 100 | 89 |
| A | 3 | 100 | 89 |
| A | 3 | 100 | 91 |
| A | 17 | 100 | 7 | 100 |
| A | 21 | 100 | 8 | 100 |
| A | 14 | 100 | 7 | 100 |
| A | 16 | 100 | 7 | 100 |
| A | 19 | 100 | 10 | 100 |
| — | 25 | 30 | 42 | 75 |
| — | 32 | 35 | 45 | 35 |
| — | 20 | 70 | 39 | 90 |
| — | 24 | 40 | 44 | 70 |
| — | 31 | 40 | 45 | 80 |
| C | 6 | 100 | 7 | 100 |
| A | 37 | 0 | 43 | 0 |
| C | 18 | 100 | 8 | 100 |
| A | 54 | 0 | 57 | 0 |
| A | 31 | 25 | 38 | 10 |
| A | 15 | 100 | 8 | 100 |
| A | 16 | 100 | 7 | 100 |
| A | 17 | 100 | 8 | 100 |
| Beispiel (Bsp.) | Eigenschaften d. aromatischen Polycarbonatgegenstandes | Bieg | Witterungs | Feuchtwärme |
| oder | Anfangseigenschaften | bar | stabilität | beständigkeit |
| Vergleichs | Aussehen Härte Haftung Schlagfe | keit | Härte Haftung | Härte Haftung |
| versuch (Vgl.) | stigkeit |
(Rißbildung)
(Trübung)
(Schäumung)
14
67 3 3
14
4 3 3 2 2 5 4 4 3
62
100 100 100 100
30
100
70
100 100 100 100 100 100 100 100 100
87 86
86
88
89
87
86
64 87
87
| A | 15 | 100 | 6 | 100 |
| A | 14 | 100 | 6 | 100 |
| A | 32 | 70 | 40 | 100 |
| C | 12 | 0 | 6 | 0 |
| A | 72 | 0 | 78 | 0 |
| A | 16 | 0 | 8 | 0 |
| A | 15 | 0 | 9 | 0 |
| A | 28 | 0 | 23 | 0 |
| A | 17 | 100 | 9 | 100 |
| A | 15 | 100 | 6 | 100 |
| A | 14 | 100 | 7 | 100 |
| A | 13 | 100 | 5 | 100 |
| A | 13 | 100 | 4 | 100 |
| — | 22 | 95 | 9 | 80 |
| — | 19 | 70 | 8 | 60 |
| — | 20 | 100 | 10 | 100 |
| B | 13 | 100 | 5 | 100 |
| A | 56 | 65 |
15
Claims (1)
1. Verfahren zur Herstellung eines Formgegenstandes aus einem aromatischen Polycarbonat mit einer
wärmegehärteten Oberflächenschicht, wobei
(1) der Polycarbonatgegenstand mit einer Lösung eines Aminoalkohols mit einem Siedepunkt von nicht
mehr als 300° C in einem Nichtlösungsmittel für das aromatische Polycarbonat vorbehandelt wird,
(2) der vorbehandelte Polycarbonatgegenstand mit einer einen wärmehärtbaren Film bildenden Flüssigkeitsmasse
überzogen wird, die aus einer Lösung aus
ίο (A) 100 Gew.-Teilen eines methylverätherten Methylolamins,
(B) 50 bis 120 Gew.-Teilen einer Glykolkomponente,
(C) 4 bis 200 Gew.-Teilen eines Anfangskondensats, das durch Hydrolyse einer Verbindung der Formel
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP56028384A JPS57143336A (en) | 1981-03-02 | 1981-03-02 | Production of polycarbonate moldings with increased surface hardness |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3207500A1 DE3207500A1 (de) | 1982-12-09 |
| DE3207500C2 true DE3207500C2 (de) | 1986-09-18 |
Family
ID=12247156
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3207500A Expired DE3207500C2 (de) | 1981-03-02 | 1982-03-02 | Verfahren zur Herstellung eines Formgegenstandes aus einem aromatischen Polycarbonat mit einer wärmegehärteten Oberflächenschicht |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
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| JP (1) | JPS57143336A (de) |
| DE (1) | DE3207500C2 (de) |
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- 1981-03-02 JP JP56028384A patent/JPS57143336A/ja active Granted
-
1982
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- 1982-03-02 DE DE3207500A patent/DE3207500C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| US4410572A (en) | 1983-10-18 |
| JPS57143336A (en) | 1982-09-04 |
| JPS6330934B2 (de) | 1988-06-21 |
| DE3207500A1 (de) | 1982-12-09 |
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|---|---|---|---|
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Representative=s name: KOHLER, M., DIPL.-CHEM. DR.RER.NAT., 8000 MUENCHEN |
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