DE3209247C2 - Lastabhängiger Bremskraftregler für Nutzfahrzeuge - Google Patents

Lastabhängiger Bremskraftregler für Nutzfahrzeuge

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DE3209247C2 DE19823209247 DE3209247A DE3209247C2 DE 3209247 C2 DE3209247 C2 DE 3209247C2 DE 19823209247 DE19823209247 DE 19823209247 DE 3209247 A DE3209247 A DE 3209247A DE 3209247 C2 DE3209247 C2 DE 3209247C2
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Abstract

Bei einem lastabhängigen Bremskraftregler für Nutzfahrzeuge, also für Lastkraftwagen wie auch für Anhänger, ist ein Regelkolben (11) mit einer veränderlichen Wiegefläche vorgesehen, so daß sich eine strahlenförmige Regelcharakteristik ergibt. An dem Regelkolben ist der Einlaßsitz (13) eines lastabhängigen Regelventils angeordnet. Es ist eine Steuerstange (2) vorgesehen, die über ein Stellmittel (3) axial verstellbar ist und die den Auslaßsitz (8) des lastabhängigen Regelventils trägt. Weiterhin ist ein Doppelventilkörper (9) im Regelkolben (11) des Regelventils geführt und gelagert. Der Regelkolben (11), die Steuerstange (2) mit dem Stellmittel sowie der Doppelventilkörper (9) sind in einem Gerätekopf zusammengefaßt. Die Steuerstange (2) ist von der Ansteuerseite des Regelkolbens (11) her durch den Doppelventilkörper (9) hindurchgeführt, so daß der Raum unterhalb des Regelkolbens (11) durch die Anordnung der Steuerstange (2) nicht versperrt wird.

Description

Feder gehäuseseitig ab. Im durchbrochen ausgebildeten Einfachkolben ist ein Doppelventilkörper vorgesehen, durch den hindurch eine Steuerstange eines lastabhängig verstellbaren Triebes angreift Diese Steuerstange ist hier auf der gleichen Seite vorgesehen, wie die Ansteuerung über den Steuerdruck, d.h. die axial verstellbare Steuerstange ragt hier von der der Ansteuerung zugekehrten Seite in das Gerät ein. Ein strahlenförmige Regelcharakteristik ist mit diesem Bremskraftregler nicht erreichbar, weil er feder- und n> flächenabhängig arbeitet Zwar ist es möglich, konstruktiv das Flächenverhältnis am Stufenkolben zu ändern oder auch die Federn gegen Federn mit anderer Federkonstante auszutauschen, jedoch ergibt sich auch dann jeweils nur eine abgeknickte Regelcharakteristik. Die ordnungsgemäße Funktion dieses Bremskraftreglers liegt in dem als Einheit anzusehenden Kolbensystem aus dem Einfachkolben und dem Stufenkolben, verbunden durch die Doppelfeder. Diesem Kolbensystem ist ein gehäuseseitig aufgehängter Doppelventilkörper nachgeschaltet, so daß in üblicher Weise eine Relaisbauart verwirklicht wird. Es ist nicht ersichtlich, wie dieses bekannte Ventil in einen Bremskraftregler durchsteuernder Bauart oder gar mit Anhängerbremsventil-Funktion verändert werden könnte, bei denen zusätzlich die abknickende Regelcharakteristik ersetzt ist
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen lastabhängigen Bremskraftregler der eingangs beschriebenen Art, also mit veränderlicher Wiegefläche und jo dadurch bedingter strahlenförmiger Regelcharakteristik so weiterzubilden, daß die Steuerstange mit ihren Stellmitteln den Aufbau und die Weiterbildungen des Bremskraftreglers, insbesondere zu einem Bremskraftregler mit Relaiswirkung und/oder Anhängerbremsventil-Funktion, konstruktiv nicht behindert.
Erfindungsgemäß wird dies durch die Ausbildung des gattungsgemäßen, Bremskraftreglers mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1 erreicht.
Die Erfindung behält die strahlenförmige Regelcharakteristik bei, löst sich jedoch von der bisher bekannten Bauweise und ordnet die Steuerstange dem Teil zu, zu dem sie auch funktionsmäßig gehört, nämlich dem Regelventil. Die Steuerstange wird damit von der im Vergleich zum Stand der Technik mit strahlenförmiger Regelcharakteristik anderen Seite her an dem Bremskraftregler angeordnet und gelagert.
Dies ermöglicht die Herstellung eines kompakten Gerätekopfes, der als Oberteil mit den verschiedenen Unterteilen ohne weiteres zusammengebaut werden kann. Insbesondere ist es nicht mehr erforderlich, einen gesondert vorgesehenen Relaiskolben oder einen Notbremskolben zu durchbrechen und die Steuerstange durch diese Teile hindurchzuführen.
Bei der Ausbildung gemäß Anspruch 2 bildet das verdickte Endteil einen Anschlag zur Betätigung des Doppelventilkörpers. Die hohle Steuerstange nimmt damit den Doppelventilkörper mit bzw, der Doppelventilkörper, der in dem Regelkolben aufgehängt ist, öffnet nach dem Schließen des Auslaßventils das Einlaßventil durch entsprechende Bewegung des Regelkolbens selbst.
Sofern der Anschluß des Auslaßventils an die Atmosphäre durch die Steuerstange in Richtung auf das 6b Stellmittel hindurchgefüirrt ist, ist gemäß Anspruch 3 das untere Ende der Steuerstange verschlossen ausgebildet. Damit wird auch die Entlüftung des Regelventils auf dieser Geräteseite erzielt Es ist aber auch möglich, in Richtung auf einen Relaiskolben oder einen Notbremskolben hin zu entlüften, wobei dann die Entlüftung des Regelventils und die Entlüftung des Relaisventils gemeinsam nach unten zur Atmosphäre geführt sind.
Der Doppelventilkörper kann gemäß Anspruch 4 direkt dichtend auf der hohlen Steuerstange geführt sein. Es ist aber auch möglich, zwischen Steuerstange und Doppelventilkörper einen Gehäusebund vorstehen zu lassen und gegenüber diesem Bund die Abdichtung zu erzielen.
Bei der Ausbildung gemäß Anspruch 5 sorgt der Ringspalt für den Durchtritt der vom Regelventil abgegebenen bzw. ausgesteuerten Luft Eine Führung der Steuerstange in diesem Bereich ot nicht erforderlich, weil die Steuerstange gehäuseseitig bereits ausreichend geführt ist
Die Weiterbildung des Anmelc^agsgegenstandes gemäß Anspruch 6 iühri zur Reiaisbauar', und zwar zu einer solchen, bei der der Relaiskolben nicht mehr durchbrochen ist, weil die Steuerstange durch ihn nicht hindurchgeführt zu werden braucht Hierdurch vereinfacht sich auch die Zufuhr der Vorratsluft Der weitere Doppelventilkörper kann ohne weiteres gehäuseseitig aufgehängt und geführt sein.
Die Weiterbildung gemäß Anspruch 7 führt zu einem Bremskraftregler, der zugleich als Anhängerbremsventil eingesetzt werden kann und bei dem dann die lastabhängige Steuerung sowie die Funktionen eines Anhängerbremsventils zusammengefaßt sind.
Die besondere Anordnung der Steuerstange und ihre Zuordnung zu dem Regelkolben führt dazu, daß bei der Wahl des Stellmittels völüge Freiheit herrscht Dieses kann mechanisch, elektrisch oder auch pneumatisch oder hydraulisch ausgebildet werden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sii.d is: den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 ein Geräteoberteil mit einem mechanisch ausgebildeten Stellmittel in einer ersten Ausführungsform,
Fig.2 ein Geräteoberteil mit einem mechanisch ausgebildeten Stellmittel in einer zweiten Ausführungsform,
Fig.3 ein Geräteoberteil mit einem elektrisch ausgebildeten Stellmittel,
Fig.4 ein Geräteoberteil mit einem pneumatisch oder hydraulisch betätigbaren Stellmittel in einer ersten Ausführungsform,
F i g. 5 ein Geräteunterteil für durchsteuernde Bauart, F i g «-ein Geräteunterteil für Relaisbauart und
Fig. 7 ein Geräteunterteil in der Bauart als Anhängerbremsventil.
Jedes Geräteoberteil weist ein Gehäuse 1 auf, in dem eine Steuerstange 2 dichtend und axial verschiebbar gelagert ist. Die Steuerstange 2 steht an ihrem einen Ende in Wirkverbindung mit einem mechanischen Stellmittel 3 bekannter Bauart, Die Steuerstange 2 ist über einen Großteil ihrer axialen Länge hohl ausgebildet und besitzt dort einen Kanal 4, der in Querbohrungen 5 und 6 endet. An dem dem Stellmittel 3 abgekehrten Ende geht die hohle Steuerstange in ein verdicktes Endteil 7 über, welches einen Auslaßsitz 8 trägt, der mit einem Doppelventilkörper 9 ein Auslaßventil 8,9 des lastabhängigen Regelventils bildet. Die Querbohrung 6 endet vor dem Auslaßsitz 8, so daß bei geöffnetem Auslaßshz 8 Drudeluft über die
Querbohrung 6, den Kanal 4 und durch die Querbohrung 5 sowie über ein Fiatterventil 10 zur Atmosphäre gelangen kann.
In dem Gehäuse 1 ist ein Regelkolben 11 gleitend und dichtend axial verschiebbar geführt, in dem der Doppelventilkörper 9 mit Hilfe einer Feder 12 aufgehängt ist. Ein vorspringender Rand des Regelkolbens 11 bildet einen Einlaßsitz 13, der mit dem Doppelventilkörper 9 das Einlaßventil 9, 13 des Regelventils abgibt. Im Anschluß an den Regelkolben 11 ist auf seiner Oberseite eine Steuerkammer 14 gebildet, an die über einen Anschluß 15 eine Steuerleitung herangeführt ist, die bei Verwendung des Bremskraftreglers auf einem Anhänger beispielsweise auch die Bremsleitung sein kann. Das verdickte Endteil 7 der Steuerstange 2 ragt unter Bildung eines Ringspaltes 16 in eine Durchbrechung 17 des Regelkolbens 11 ein. Am Regelkolben 11 ist in bekannter Weise eine Membran 18 dichtend gelagert, die andererseits im Gehäuse 1 eingespannt ist. Am Regelkolben 11 ist eine Vielzahl sternförmig angeordneter Rippenkörper 19 vorgesehen, während ortsfest angeordnete Rippen 20 am Gehäuse 1 oder einem in dieses eingesetzten Einsatz vorhanden sind. Auf diese Art und Weise wird je nach Stellung des Regelkolbens 11 dieser auf seine Unterseite mit einer veränderlichen Wiegefläche ausgestattet, die der verschiedenen Untersetzung des Druckes dient.
Die Ausführungsform des Geräteoberteils gemäß F i g. 2 ist derjenigen nach F i g. 1 grundsätzlich ähnlich, wobei lediglich das mechanische Stellmittel 3 eine Exzenter-Kurvenscheibe 21 aufweist, die noch den Vorteil hat, daß bei Bruch des mechanischen Stellmittels an der Achse das Gerät auf den Zustand teilbeladen eingestellt wird.
Bei der Ausführungsform nach Fig.3 ist in dem Oberteil die Steuerstange 2 von einem elektrischen Sieiimittei 22 beaufschlagt bzw. in ihrer axialen Läge gesteuert. Das elektrische Stellmittel 22 besteht im wesentlichen aus einer Spule 23, durch deren Durchbrechung ein Fortsatz 24 der Steuerstange 2 hindurchgeführt ist. Das freie Ende der Steuerstange 2 bzw. des Fortsatzes 24 kann von der Kraft einer in ihrer Vorspannung einstellbaren Feder 25 beaufschlagt sein. Ein Federteller 26 bildet mit dem Spulengehäuse 27 der Spule 23 einen Anschlag, um bei Ausfall des Stromes eine solche axiale Lage der Steuerstange 2 einzustellen, die dem Zustand teilbeladen entspricht. In die Steuerkammer 14 einragend ist ein elektro-pneumatischer Einschalter 28 vorgesehen, der über eine elektrische Leitung 29 Verbindung zur Spule 23 und über eine Leitung 30 Verbindung zu einer Meßbrücke 31, z. B. in Form von Dehnungsmeßstreifen od. dgU von denen in Abhängigkeit vom Beladungszustand des Fahrzeuges eine Spannung abgenommen werden kann, hat. Die Zwischenschaltung des Einschalters 28 dient dem Zweck, nur dann eine Axialverstellung der Steuerstange 2 zu bewirken, wenn auch ein Steuerimpuls in der Steuerkammer 14 vorliegt. Die Querbohrung 5 in der Steuerstange 2 grenzt an eine Entlüftungskammer 32 an, die zur Atmosphäre führt
Die Ausführungsform der F i g. 4 besitzt pneumatisch oder hydraulisch wirkende Stellmittel 33, nämlich zwei koaxial nacheinander gelagerte Kolben 34 und 35 gleichen Durchmessers, die einmal stirnseitig und zum anderen zwischen den Kolben beaufschlagt werden. Zu diesem Zweck sind zwei Steuerleitungen 36 und 37, z. B. für die rechte und linke Fahrzeugseite bei Verwendung einer Luftfeder 38 bzw. 39 herangeführt Fällt eine Luftfeder aus, dann übernimmt die andere Luftfeder die Steuerung der Ventilstange 2.
Die Fig.5 ist ein erste Geräteunterteii mit einem Gehäuse 40 dargestellt, welches in seinen Durchmesser- und Anschlußmaßen so dimensioniert ist, daß es wahlweise unter jedes Geräteoberteil nach den Fig. 1 bis 4 untergeschraubt werden kann. Das Gehäuse 40 besitzt einen Anschluß 41, der über eine Leitung 42 mit den Bremszylindern 43 in Verbindung steht. Im Innern
ίο des Gehäuses 40 ist ein Fortsatz 44 vorgesehen, an dem sich der Regelkolben 11 mit Spiel führt
Das in F i g. 6 dargestellte Geräteunterteil besitzt ein Gehäuse 45, welches wahlweise mit den Gehäuseoberteilen gemäß F i g. I bis 4 zusammengefügt werden kann. Hierdurch wird der lastabhängige Bremskraftregler zu einem solchen nach Relaisbauart. Zu diesem Zweck ist im Gehäuse 45 ein Relaiskolben 46 vorgesehen, der als nicht-durchbrochener Kolben ausgebildet und damit unterhalb des Regelkolbens 11 gelagert ist. Die Bewegung des Relaiskolbens 46 nach oben ist durch einen Anschlag 47 begrenzt, so daß der Reiaiskolben 46 niemals an der Membran 18 anliegen kann. In diesem Falle wird zwischen dem Regelkolben 11 und dem Relaiskolben 46 eine Regelkammer 48 gebildet. Andererseits trägt der Relaiskolben 46 an einem Fortsatz einen zweiten Auslaßsitz 49, der mit einem weiteren im Gehäuse 45 aufgehängten Doppelventilkörper 50 ein weiteres Auslaßventil 49, 50 bildet, das zum Relaiskolben 46 gehört. Über einen im Gehäuse 45 vorgesehenen Anschluß 51 ist eine Vorratsleitung 52 herangeführt, die an einem Druck.luftvorratsbehälter 53 angeschlossen ist. Ein eingezogener Gehäuserand 54 bildet mit dem Doppelventilkörper 50 das weitere Einlaßventil 54, 50 für die Vorratsluft. Unterhalb des Relaiskolbens 46 ist eine Bremskammer 55 gebildet, die über den Anschluß 41 und die Leitung 42 zu den Bremszyiindern 43 führt. Der Doppeiveniiikörper 50 ist in einem gehäusefesten Einsatz 56, der zu Zwecken der Entlüftung hohl ausgebildet ist, dichtend geführt und gelagert
Eine Weiterbildung des Bremskraftreglers zu einem Anhängerbremsventil entsteht dann, wenn eines der Geräteoberteile gemäß Fig. 1 bis 4 mit dem Unterteil nach F i g. 7 kombiniert wird. Es ist hier ein Gehäuse 57 vorgesehen, in welchem der Doppelventilkörper 50 innerhalb eines Notbremskolbens 58 dichtend geführt und gelagert ist. Über einen Anschluß 59 ist die Vorratsleitung 60 an das Gehäuse 57 herangeführt Die Vorratsluft wird über eine Einlaßkammer 61, eine Überströmmanschette 62 in eine Notbremskamnv- 63 geschickt, die über den Anschluß 51, die Leitung 52 zu den Druckluftvorratsbehältern 53 führt Der Notbremskolben 58 trägt hier den eingezogenen Rand 54 des Einlaßventils 54,50.
Die Wirkungsweise der verschiedenen lastabhängigen Bremskraftregler ergibt sich an sich für den Fachmann aus der Konstruktion. Stellvertretend soll deshalb nachfolgend nur kurz die Wirkungsweise an einem Bremskraftregler, zusammengesetzt aus dem Oberteil der F i g. 1 und dem Unterteil der F i g. 6 beschrieben werden. Gemäß F i g. 1 befindet sich das mechanische Stellmittel 3 in der Stellung beladen, d. h„ der Auslaßsitz 8 und damit auch das Einlaßventil 9, 13 befinden sich in der Lage bzw. Stellung, daß am Regelkolben 11 die Übersetzung 1 :1 eingestellt ist, weil die Membran 18 mit ihrer wesentlichen Fläche auf den ortsfesten Rippen 20 aufliegt Wird über den Anschluß 15 ein Steuerimpuls in die Steuerkammer 14 einge-
32 09 247
7
16 = 8 Ringspalt
steuert, dann wird der Regelkolben 11 auf seiner 17 = Durchbrechung
anströmseitigen Oberseite beaufschlagt und diese 18 = Membran
Steuerluft fließt über das geöffnete Einlaßventil 9, 13 19 = Rippenkörper
und durch den Ringspalt 16 in die Regelkammer 48, so 5 20 = Rippen
daß sich der aufbauende Druck einerseits auf der 21 = Exzenter-Kurvenscheibe
unterer. Wiegefläche des Regelkolbens 11 und anderer 22 = elektrisches Stellmittel
seits ans'römseitig auf der Oberseite des Relaiskolbens 23 = Spule
46 auswirkt. Hierdurch wird der Relaiskolben 46 von 24 = Fortsatz
dem Regelkolben 11 weg bewegt, so daß in der Folge IO 25 = Feder
der Auslaßsitz 49 auf dem Doppelventilkörper 50 26 = Federteller
aufsetzt, das Auslaßventil 49, 50 geschlossen wird und 27 = Spulengehäuse
das Einlaßventil 54, 50 geöffnet wird. Damit strömt 28 = elektrisch-pneumatischer Einschalter
Vorratsluft aus dem Druckluftvorratsbehälter 53 in die 29 = elektrische Leitung
Bremskammer 55 ein und von dort zu den Bremszylin 15 30 = elektrische Leitung
dern 43. Da der Relaiskolben 46 auf seiner Unterseite 31 = Meßbrücke
beaufschlagt wird, findet eine Auswiegung und damit 32 = Entlüftungskammer
eine Abschlußstellung statt, in der auch das Einlaßventil 33 = pneumatisches oder hydraulisches Stellmittel
54, 50 wieder geschlossen ist. Analoges findet auch in 34 = Kolben
jeder anderen Einstellung des mechanischen Stellmittels 20 35 = Kolben
3 statt, beispielsweise in der Stellung teilbeladen oder 36 = Steuerleitung
leer. Durch diese anderen Stellungen befindet sich 37 = Steuerleitung
lediglich der Auslaßsitz 8 an der Steuerstange 2 in 38 = Luftfeder
anderer axialer Relativlage zu dem Gehäuse 1, wobei 39 = Luftfeder
auch der Regelkolben 11 mehr oder weniger verscho 25 40 = Gehäuse
ben ist. Hierdurch legt sich ein entsprechender Teil der 41 = Anschluß
Membran 18 an die Rippenkörper 19 des Regelkolbens 42 = Leitung
11 an, wobei eine entsprechende Untersetzung am 43 - Bremszylinder
Regelkolben 11 stattfindet, so daß der Relaiskolben 46 44 = Fortsatz
auf se:ner Oberseite nur mit dem untersetzten Druck 30 45 = Gehäuse
angeströmt wird, und infolgedessen auch wieder nur ein 46 = Relaiskolben
entsprechend untersetzter Bremsdruck zu den Bremszy 47 = Anschluß
lindern 43 gelangt. 48 =
49 =
Regelkammer
Auslaßsitz
Bezugszeichenliste: 35 50 = Doppelventilkörper
1 = Gehäuse 5! - Anschluß
2 = Steuerstange 52 = Vorratsleitung
3 = mechanisches Stellmittel 53 = Druckluftvorratsbehälter
4 = Kanal 54 = eingezogener Gehäuserand
5 = Querbohrung "0 55 = Bremskammer
6 = Querbohrung 56 = Einsatz
7 = verdicktes Endteil 57 = Gehäuse
8 = Auslaßsitz 58 = Notbremskolben
9 = Doppelventilkörper 59 = Anschluß
10 = Flatterventil « 60 = Vorratsleitung
11 = Regelkolben 61 = Einlaßkammer
12 = Feder 62 = Überströmmanschette
13 = Einlaßsitz 63 = Notbremskammer
14 = Steuerkammer
15 = Anschluß Hierzu 7 Blatt Zeichnungen

Claims (10)

Patentansprüche:
1. Lastabhängiger Bremskraftregler für Nutzfahrzeuge, mit einem eine veränderliche Wiegefläche aufweisenden Regelkolben, an dem der Einlaßsitz eines lastabhängigen Regelventils angeordnet ist, mit einer axial über ein Stellmittel verstellbaren, den Auslaßsitz des lastabhängigen Regelventils tragenden Steuerstange, und mit einem mit dem Einlaßsitz und dem Auslaßsitz des Regelventils zusammenwirkenden Doppelventilkörper,dadurch gekennzeichnet, daß der Regelkolben (11) mit der veränderlichen Wiegefläche, die Steuerstange (2) mit dem Stellmittel sowie der Doppelventilkörper is (9) in einem Gerätekopf zusammengefaßt sind, und daß die Steuerstange (2) von der Ansteuerseite des Regelkolbens (11) her durch den Doppelventilkörper (9) hind irchgeführt ist.
2. Bremskraftregler nach Anspruch 1, dadurch x gekennzeichnet, daß die Steuerstange (2) an ihrem durch den Doppelventilkörper (9) hindurchreichenden Ende in einen verdickten Endteil (7) übergeht, der mit dem Doppelventilkörper (9) das Auslaßventil (8,9) des Regelventils bildet.
3. Bremskraftregler nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerstange (2) zur Entlüftung hohl ausgebildet ist und in Querbohrungen (6) vor dem geschlossen ausgebildeten verdickten Endteil (7) übergeht
4. Bremskraftregler nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Doppelventilkörper (9) dichtend auf der bohlen Steuerstange (2) geführt ist.
5. Bremskraftregler nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem verdickten Endteil (7) der Steuerstange (2) und dem den Einlaßsitz (13) des Regelventils tragenden Regelkolben (11) ein Ringspalt (16) vorgesehen ist.
6. Bremskraftregler nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf der der Steuerstange (2) mit ihrem Stellmittel abgekehrten Seite des Regeikolbens (11) ein nicht durchbrochener Relaiskolben (46) vorgesehen ist, der einen weiteren Auslaßsitz (49) für einen weiteren Doppelventilkörper (50) für die Aussteuerung von Vorratsluft zu den Bremszylindern trägt. (F ig. 6).
7. Bremskraftregler nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der weitere Doppelventilkörper (50) in einem Notbremskolben (58) angeordnet ist (F ig. 7).
8. Bremskraftregler nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerstange (2) an dem dem verdickten Endteil (7) abgekehrten Ende von einem mechanisch ausgebildeten Stellmittel (3) beaufschlagt ist (F i g. 1,2).
9. Bremskraftregler nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerstange (2) an dem dem verdickten Endteil (7) abgekehrten Ende von einem elektrisch wirkenden Stellmittel (22) f>o beaufschlagt ist (F i g. 3).
10. Bremskraftregler nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerstange (2) an dem dem verdickten Endteil (7) abgekehrten Ende von einem pneumatisch oder hydraulisch wirkenden *>5 Stellmittel (33) beaufschlagt ist (F i g. 4).
Die Erfindung bezieht sich auf einen lastabhängigen Bremskraftregler der im Oberbegriff des Anspruches 1 angegebenen Art Der Bremskraftregler läßt sich sowohl bei Lastkraftwagen als auch bei Anhängern einsetzen. Er besitzt durch seine veränderliche Wiegefläche am Regelkolben eine strahlenförmige Regelcharakteristik.
Das DB-GM 19 20 916 zeigen einen derartigen lastabhängigen Bremskraftregler mit strahlenförmiger Regelcharakteristik, bei dem die Steuerstange hohl ausgebildet ist und an ihrem freien Ende den Auslaßsitz des Regelventils trägt Die Steuerstange wird von unten durch ein mechanisch ausgebildetes Stellmittel axial verstellt Am Regelkolben ist die veränderliche Wiegefläche vorgesehen, die sich infolge der Auflage einer Membran an einem ortsfest angeordneten Sternkörper ergibt Der Regelkolben ist hier gleichzeitig Wiegekolben und in ihm ist ein Doppelventilkörper federnd aufgehängt, der mit einem eingezogenen Rand des
Rf*crgllr{}IKgnc Hoc FinlaftygjiHl itnA mit Aam Ρη/ΐα Aar-
hohlen Steuerstange das Auslaßventil des Regelventils bildet Der oben an dem Gerät auf dem Regelkolben eingesteuerte Steuerdruck wird somit lastabhängig moduliert und in dem als durchsteuerndes Ventil ausgebildeten Bremskraftregler zu den Bremszylindern ausgesteuert Die huhle Steuerstange durchdringt von unten bzw. reicht in den Regelkolben des Regelventils hinein.
Die Weiterbildung dieses bekannten Bremskraftreglers durchsteuernder Bauart zur Relaisbauart zeigt die DE-AS 26 43 296. Zu diesem Zweck ist der Regelkolben ansteuerseitig geschlossen ausgebildet Die Zufuhr der Vorratsluft ist in den Regelkolben hineingelegt Die über mechanische Verstellmittel axial verstellbare Steuerstange ragt auch hier von unten bzw. von der der Ansteuerung abgekehrten Seite in den Regelkolben hinein. Der Regelkolben selbst trägt auch nach wie vor das Einlaßventil bzw. den Doppelvectilkörper.
In einer zweiten Stufe der Weiterbildung zeigt die DE-OS 27 06 758 einen lastabhängigen Bremskraftregler mit strahlenförmiger Regelcharakteristik in Relaisbauart mit einer zusätzlichen Anhängerbremsventil-Funktion. Hierzu wird ein Notbremskolben, von Vorratsluft vorgespannt oberhalb der Steuerkammer des Regelkolbens angeordnet. Wenn der Notbremskolben anspricht, trifft er mit einem Fortsatz mechanisch auf den Regelkolben auf. Hierdurch wird das Einlaßventil geöffnet und Bremsdruck zu den Bremszylindern ausgesteuert, so daß dieser Bremskraftregler als Anhängerbremsventil einsetzbar ist.
Bei derartigen Bremskraftreglern fällt auf, daß die Steuerstange immer von der der Ansteuerseite des Regelkolbens abgekehrten Seite am Gerät angreift. Dies läßt nur solche Konstruktionen zu, die jeweils in fertigen Geräten bestehen, d.h. es ist nicht möglich, einen Gerätekopf zu konstruieren, der bei einfacher Ausbildung zu ganz verschiedenen Geräten weiterentwickelt bzw. zu ganz verschiedenen Geräten zusammengebaut werden kann.
Andererseits ist aus der DE-AS 24 27 435 ein lastabhängiger Bremskraftregler mit knickförmiger Regelcharakteristik in Relaisbauart bekannt, der die Steuerstange auf der Ansteuerseite aufweist und bei dem ein Kolbensystem aus einem durchbrochenen Einfachkolben und einem Stufenkolben Anwendung findet. Der Einfachkolben und der Stufenkolben sind über eine Doppelfeder kraftmäßig aneinander abgestützt und stützen sich weiterhin über eine weitere
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