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Christbaumkerzenhalter. Von den bisher- verwendeten Kerzenhaltern
hatte jeder xvieder einen anderen Mangel oder einen Mißstand, falls er auch auf
der einen Seite einen Vorzug gegenüber den übrigen zu erbringen vermochte.
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So ist z. B. der kleinste, bloß aus der Kerzendülle und einer Nagelspitze
bestehende Halter zur Befestigung durch Einstechen der letzteren in den Zweig nur
an dessen stärkeren Stellen, nicht am vorderen Ende, oder aber nur in dickere, auch
an der Spitze noch genügend kräftige Zweige verwendbar und hat den Mißstand, daß
bereits Kerzen von kleiner Länge und Stärke unter Verdrehung des schwachen Zweigendes
umkippen, wodurch also die Kerze -zum Abtropfen kommt und darunter befindliche oder
am Baum hängende Gegenstände, u. U. auch durch Anbrennen, beschädigt. Solche Halter
sind daher nur für kleinste und leichteste Kerzen zu verwenden.
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Ein Kerzenhalter aus einer federnden Klemme mit darauf befestigter
Dülle, welche geöffnet an den Zweig gebracht wird, so daß sie dann- durch Einklemmen
an ihm festhängt, ist ebenfalls nur für leichteste Kerzen zu gebrauchen, die mangels
genügenden standfesten Gleichgewichtes in der Regel dennoch schief stehen oder ebenfalls
umkippen, j e nach der Größe solcher Klammern.
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Ein weiterer Halter beruht auf einer pendelartigen Ausführung, nämlich
darauf, daß ein oben hakenartig gebogener und die Kerzendüne tragender Draht unten
mit einem kleinen (Kugel-) Gewicht beschwert ist, so daß der Halter mittels des
Hakens an den Zweig gehängt werden kann. Dieser Halter genügt nur für Kerzen mäßiger
Größe und Stärke, die den Gewichtsausgleichzustand nicht überschreiten, und kann
nur auf Spitzen kräftiger Zweige oder auf die mittleren und hinteren Stellen aufgehängt
werden, da er sonst zusammen mit der Kerze das Zweigende herabzieht und davon abgleitet.
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Eine vierte Art besteht aus einem -starken, am einen Ende mit der
Dülle, am andern mit einem Bohrgewinde versehenen Draht, als wagerechter, damit
gleich der Stellung der Zweige in den Baumstamm eingedrehter und gleich diesen mehr
oder weniger langer, also nicht auf denselben, sondern zwischen ihnen am Stamme
selbst befestigter Leuchter.- Ein solcher Kerzenhalter macht zwar die Anbringung
und Verteilung der Kerzen ganz unabhängig von der Stellung der Zweige und ihrer
Stärke und gewährt außerdem, seine kräftige Befestigung im Stamme vorausgesetzt,
den Lichtern einen sicheren und festen Stand, so daß er daher, je nach seiner eigenen
Drahtstärke auch die Verwendung starker Kerzen von langer Brenndauer gestattet.
Indessen stehen auch bei diesem Kerzenhalter den Vorzügen erhebliche Nachteile gegenüber,
die in etwas schwieriger, mühsamer und zeitraubender Arbeit des Einschraubens in
den Stamm liegen, sowie darin, daß unsichere oder ungenau zustande kommende Befestigungen
ebenfalls ein Schiefstehen, ' Abtropfen oder auch ein Umkippen der Kerzen -zur Folge
haben.
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Es gibt ferner schon Kerzenhalter, die aus einem um den Baumstamm
zu legenden Ring und dareinzusteckenden Kerzenträgern bestehen,
aber
sie haben den Mangel, daß bei ihnen der lichte Durchmesser des um den Stamm gelegten
Ringes nach seinem Zusammenschließen nur bestimmte Maße haben kann, die sich etwa
zentimeterweise abstufen, so daß meistens erst durch Einlagen (Papier, Holzspan
o. dgl.) der Ring am Stamme festgehalten werden kann. Außerdem müssen diese Halter
durch besonderen Verschluß auf dem Baumstamm befestigt werden.
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Allen vorstehend besprochenen Kerzenhaltern gegenüber besitzt derjenige
nach der vorliegenden Erfindung, der, wie der zuletzt erörterte, ' am Stamme selbst
festgemacht wird, die Vorzüge unbedingter Standfestigkeit und dennoch mühelos zu
bewerkstelligender Befestigung.
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Dieser Kerzenhalter ist in der Zeichnung .in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt, wobei Fig. i die Einhängevorrichtung in flach - ausgebreitetem Zustande,
Fig.,-> einen Teil derselben von der Kante, Fig.3 und 4 den Lichtträger von der
Seite und von oben und Fig. 5 die Vereinigung beider unter sich und am Baumstamme
angebracht zeigen.
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Die Einhängevorrichtung besteht aus einem (etwa d. bis 6 cm breiten)
flachen und dann zusammengerollten Stahlfederbande oder aus einem sonstigen, in
zusammengerolltem Zustande genügend federnden Blechbandea., welches in einen schmaleren,
zungenförmigen Ausläufer a1 endet und mit, am geeignetsten viereckigen, Durchlochungen
b versehen ist, die in zwei Reihen, j e nächst den Rändern des. Federbandes und
genau übereinanderstehend angeordnet sind. Zu diesem Bande gehören noch kleine,
-Lr-förmige, zum Einstecken der Kerzenträger dienende gestanzte Ösen c, die von
hinten durch die Löcher des Bandes j e nach Bedarfszahl und Lage - wie später noch
näher erläutert - so durchgesteckt werden, daß sie vorne herausstehen, während ihre
Lappen hinter dem Bande bleiben (Fig. 2).
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Wichtig ist, daß die Ösen c nicht durch aufeinandergelegte Teile der
Bänder hindurchgesteckt werden sollen, sondern jede Öse nur durch eine einfache
Lage des Bandes a. hindurchragt. Deshalb kann der lichte Durchmesser des Bandes
beliebig genau dem äußeren Durchmesser des Baumstammes angepaßt werden. -Der Kerzenträger
d selbst wird aus Draht, am geeignetsten von kantiger und solcher Ouerschnittsform
hergestellt, daß er genügend steif ist. Er wird an seinem vorderen Ende irgendwie
so gestaltet, daß er eine Kerzendülle e aufzunehmen und zu halten imstande ist,
oder daß die Kerze unmittelbar an ihm befestigt werden kann. Sein hinteres Ende
wird dagegen allmählich verjüngt und wird rechtwinklig umgebogen, und am äußersten
Ende nochmals, aber rückwärts so gebogen und dabei ein klein wenig gekrümmt, daß
dieser Schlußteil f als ziemlich kräftige Feder wirkt.
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Das so gebildete Hakenende und damit der ganze Träger wird in ein
übereinanderstehendes üsenpaar gesteckt, wobei die Federung einen sehr festen und
strammen Sitz bewirkt, während bei Verzicht auf das Federende f Draht- und Ösen
zu genau ineinanderpassen müßten, wenn eine wackelige Befestigung verhütet und ein
fester Sitz erreicht -werden soll. Mit einer Federung versehen, kann dagegen der
Kerzenträger leicht und dennoch fest sitzend an den Halter angesteckt werden.
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Die Verwendung beider Teile, d. h. deren Befestigung am Baume, wird
auf folgende Weise bewirkt.
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Eines der - wie erwähnt zusammengerollten - Federbänder a wird um
den Baumstamm zwischen dessen Ästen hertungeschlagen, was sehr leicht zu bewirken
ist, indem es nur so weit aufgerollt zu werden braucht, daß das an den Stamm angebrachte
-innere Ende des Bandes um diesen herumschnappt, worauf man das übrige Band sich
selbsttätig um den Baum zusammenrollen läßt, bis sich schließlich noch die federnde
Zunge a1 zwischen -den Lochreihen des Bandes um den Baum schlingt und eine Öffnung
oder ein Wegstehen des äußerenBandendes verhindert.
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Tun werden, nachdem die Zahl und Lage der rund um das Band anzubringenden
Kerzenhalter d bestimmt sind, zu jedem von ihnen die Ösen c unter einiger Lockerung
des Federbandes durch die Löcher seines äußersten Umkreises von innen nach außen
durchgesteckt, j e eine durch ein Loch der oberen und j e eine durch eines der unteren
Reihe, so daß sie genau übereinanderstehen, worauf man das Federband samt den Ösen
sich wieder zusammenschließen läßt,- so daß es fest am Stamme sitzt.- Die Anbringung
der Öse kann je nach Geschicklichkeit in der Vorherbestimmung der Stellen, an denen
ein Kerzenträger am Halter befestigt werden soll, auch schon vor dessenUmschlingung
um denBaumstamm bewirkt -werden. In jedes Ösenpaar -wirddann, wie aus Fig. 5 ersichtlich,
der Kerzenträger mit seinem Hakenende eingesteckt, wobei dieses federnde Ende zusammengedrückt
wird und sich durch seine Spannung fest gegen die Bandzunge dl preßt, also auch
seinerseits zur festen Geschlossenheit des Tragbandes mit beiträgt. -DerUmstand,
daß gerade durch dieKerzenträger selbst unter Anpressung der Bandzunge gegen das
Halterband dessen Festsitzen am Stamme mit bewirkt wird, so daß es erst nach Entfernung
der Kerzenträger wieder abgenommen werden kann, gestattet,- das federnde
Halterband
a auf eine so geringe Stärke zu beschränken, daß es auch von Frauen- oder Kinderhand
mühelos am Baume angebracht werden kann.