DE3210102A1 - Vorrichtung zum abfuellen von mengen losen gutes in verpackungsbehaelter - Google Patents
Vorrichtung zum abfuellen von mengen losen gutes in verpackungsbehaelterInfo
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Description
VM 728
18.3.1982 Gl/han
18.3.1982 Gl/han
ROBERT BOSCH GMBH, 7000 Stuttgart
Vorrichtung zum Abfüllen von Mengen losen Gutes in Verpackungsbehälter
Stand der Technik
Die Erfindung geht aus von einer Abfüllvorrichtung nach der Gattung
des Hauptanspruchs. Beim Abfüllen beispielsweise durch Abwägen abgemessener Mengen aus losem, sperrigem Gut, beispielsweise
Kartoffel-Chips, verschiedene Arten Teigwaren u. dgl., kommt es oft zu Verstopfungen insbesondere am Ein-
gang des in den Verpackungsbehälter führenden, der Öffnung des Verpackungsbehälters angepaßten Füllrohrs. Die aus dem
Wiegebehälter in einen Trichter abgeworfenen Gutmengen, die vom Wiegebehälter her einen weit größeren Querschnitt haben
als das Füllrohr, bilden an der Trichterverengung zum Füllrohrhin oft Brücken, die zu Störungen in der Gutzuführung
führen. Um solche Verstopfungen zu lösen, wurde dem Füllrohr ein Stößel zugeordnet, der bei jedem Abfülltakt von oben in
das Füllrohr eintaucht.
"- Z- "" VM 728
Diese Vorrichtung hat den Nachteil, daß der Stößel Füllgutteile beschädigt und zerbricht. Auch ist es bekannt,
dem Füllrohr einen einseitigen Trichter zuzuordnen, auf dessen schrägem Boden die Gutmenge nach und nach in das
Füllrohr rutscht. Eine derartige Vorrichtung hat eine geringe Abfülleistung. Für Schnellaufende Verpackungsmaschinen
ist daher eine Vorrichtung wünschenswert, mit der bereitgestellte Gutmengen schnell und schonend■in Verpackungsbehälter
eingeführt werden können.
Vorteile der Erfindung
Die erfindungsgemäße Vorrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil,
daß die kompakten Gutmengen durch Beschleunigen der nach und nach auf das Förderband fallenden Teile verzogen und
in Form eines Stranges mit hoher Geschwindigkeit in den Verpackungsbehälter eingeführt werden.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Hauptanspruch
angegebenen Vorrichtung möglich. Besonders vorteilhaft ist die Anordnung eines Verschlusses an der Bereitstellungseinrichtung,
welcher deren Auslaß nach und nach freigibt,
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so daß die Teile einer Gutmenge nacheinander das Band berühren
und von diesem unter Beschleunigung mitgenommen werden. Ein solches fortlaufendes übergeben einer Füllgutmenge
an das Förderband wird auch erzielt, wenn das fördernde Trum des Förderbandes in einer in Förderrichtung
schräg nach oben verlaufenden Ebene liegt. Vorzugsweise ist das Förderband perforiert und verläuft auf seiner
Förderstrecke über einer Unterdruckkammer, so daß die geförderten Teile auf dem Förderband fest haften.
Zeichnung
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
Es zeigen Figur 1 ein erste s Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zum Abfüllen von Gutmengen in Seitenansicht
teilweise geschnitten, Figur 2 die Vorrichtung nach Figur 1 in Draufsicht teilweise geschnitten, Figur 3 ein
zweites Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zum Abfüllen von Gutmengen in Seitenansicht teilweise geschnitten
und Figur 4 ein drittes Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zum Abfüllen von Gutmengen in Draufsicht.
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Beschreibung der Erfindung
Einer Verpackungsvorrichtung 10, die beispielsweise ein Packstoff
band 11 um ein Füllrohr 12 zu einem Schlauch 13 formt,
diesen zu Beutelpackungen 14 unterteilt und diese mit je einer Gutmenge füllt, ist eine Abfüllvorrichtung 20 zum Oberführen
der Gutmengen nacheinander von einer Bereitstellungseinrichtung, beispielsweise einer automatischen Wägevorrichtung
21 zugeordnet. Die Wägevorrichtung 21 hat einen Wägeoder Bereitstellungsbehälter 22 mit einem Bodenverschluß,
der als Klappe oder Schieber 23 ausgebildet ist. Aus dem Bereitstellungsbehälter 22 wird jeweils eine Gutmenge m durch
Öffnen des Schiebers 23 in die Abfüllvorrichtung 20 abgeschüttet. Die abzufüllenden Gutmengen m bestehen aus schüttbaren,
losen und auch sperrigen Teilen a, wie beispielsweise Chips, Teigwaren u. dgl.
Der Übersichtlichkeit halber sind bei den verschiedenen, im folgenden beschriebenen Ausführungsbeispielen gleiche Teile
mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Figuren 1 und 2 hat die Abfüllvorrichtung 20 ein endloses Förderband 30, das um zwei
Umlenkrollen 31, 32 geführt ist, von denen die eine 31 konti-
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nuierlich angetrieben wird. Das unterhalb des Bereitstellungsbehälters
22 in dessen Abschüttbereich liegende eine Trum 33 des Förderbandes 30 verläuft in Deckung der Längserstreckung
des rechteckigen Querschnitts des Bereitstellungsbehälters 22 und in Förderrichtung zum Füllrohr 12
hin schräg nach oben, so daß die einzelnen Teile a einer aus dem Bereitstellungsbehälter 22 fallenden Menge m nacheinander
das Förderband 30 berühren und von diesem mitgenommen werden.
Das Förderband 30 wird mit einer Geschwindigkeit von etwa 2,5 bis 3,5 m/s angetrieben, die höher ist als die Geschwindigkeit
der aus dem Bereitstellungsbehälter 22 fallenden Gutmenge m. Dadurch werden die nacheinander auf das Förderband
30 fallenden Teile a, sobald sie das Förderband 31 berühren, schnell weggeführt, wobei die Gutmenge m zu einem
Strang verzogen wird, der mit hoher Geschwindigkeit in das Füllrohr 12 gefördert wird.
Um die Haftreibung der Teile a auf das Förderband 30 zu erhöhen, ist das Förderband 30 porös oder perforiert und sein
förderndes Trum 33 verläuft über einer Unterdruckkammer 34, die über eine Leitung 35 an eine nicht dargestellte Unterdruckquelle
angeschlossen ist.
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Das Förderband 30 fördert die Gutmenge m über die durch die Umlenkrolle 31 gebildete Umlenkstrecke in das daran
sich in senkrechter Ausrichtung anschließende Füllrohr 12, durch das die einzelnen Gutmengen m nacheinander in
das jeweilige Ende des Schlauches 13 eingeführt werden, das dann jeweils zu einer Beutelpackung 14 abgeteilt wird.
Zum seitlichen Führen der Gutmengen m ist zwischen dem Bereitstellungsbehälter
22 und dem fördernden Trum 33 des Förderbandes 30 ein Fallschacht 36 mit zwei seitlichen Begrenzungswänden
37, 38 und einer hinteren Abschlußwand angeordnet. In Förderrichtung des Förderbandes 30 haben
die seitlichen Begrenzungswände 37, 38 bogenförmige Verlängerungen 40, 41, die auf der Umlenkstrecke zusammen mit
dem Förderband 30 einen zum Füllrohr 12 führenden Kanal bilden. Nach außen wird dieser Kanal 42 mittels eines endlosen
Deckbandes 45 abgedeckt, das von drei Umlenkrollen 46, 47, 48 getragen und im Bereich des bogenförmigen Kanals
42 von mehreren auf einem Kreisbogen angeordneten Stützrollen 49 in einem der Kanalaussenwand angepaßten Radius geführt
wird. Die Stützrollen 49 sind an den Außenwänden der Verlängerungen 40, 41 drehbar gelagert und berühren das
Deckband 45 an dessen beiden Randbereichen. Das Deckband 45 wird über die Umlenkrolle 48 kontinuierlich in Förder-
richtung der Gutmengen m angetrieben, so daß .an dieses anstoßende
Teile a Förderimpulse in Richtung zum Füllrohr 12
erhalten. Die Umlaufgeschwindigkeit des Deckbandes 45 ist höher eingestellt als die des Förderbandes 30.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 3 ist abweichend zu dem nach Figur 1 und 2 das Förderband 30 so angeordnet, daß
sich sein förderndes Trum 33 in waagerechter Ebene erstreckt. Um eine im Bereitstellungsbehälter 22 vorbereitete Gutmenge
m nach und nach dem schnellaufenden Förderband 30 zu übergeben, besteht der Bodenverschluß des Bereitstellungsbehälters
22 aus einem parallel zur Längserstreckung des fördernden Trums 33 des Förderbandes 30 hin- und herbewegbaren Schieber
53. Der Schieber 53 wird von einem pneumatischen Arbeitszylinder 54 so betätigt, daß er zum Öffnen des Auslasses des
Bereitstellungsbehälters 22 entgegen der Förderrichtung des Förderbandes 30 verschoben wird, so daß die Teile a der im
Bereitstellungsbehälter 22 vorbereiteten Gutmenge m,die nahe dem Füllrohr 12 liegen, eher auf das Förderband 30 fallen und
von diesem mitgenommen werden als jene, die im Bereitstellungsbehälter 22 vom Füllrohr 12 weiter entfernt liegen. Das mit
einer Geschwindigkeit von etwa 2,5 bis 3,5 m/s umlaufende, endlose Förderband 30 verzieht auf diese Weise die als Menge
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m angesammelten Gutteile a zu einem dünnen Strang/ der mit
hoher Geschwindigkeit durch den Umlenkkanal 42 und das Füllrohr 12 in das Ende des Schlauches 13 gefördert wird.
Um ein schnelles Herausführen der Teile a der Gutmengen m
aus dem Bereitstellungsbehälter 22 zu erzielen, ist außerdem die vordere Wand des Bereitstellungsbehälters 22 als
Schieber 55 ausgebildet, der von einem Arbeitszylinder 56 auf- und abbewegbar ist. Beide Schieber 53 und 55 werden
zum öffnen und Verschließen des Bereitstellungsbehälters 22 gleichzeitig betätigt.
Um einen Luftstrom im Füllrohr 12 abzubauen, der sich bei dem
schnellen Einströmen des Gutstranges im Füllrohr 12 aufbaut, ist gleichachsig zum Füllrohr 12 ein Formrohr 52 für den
Schlauch"13 unter Belassung eines Spalts angeordnet. Durch diesen Spalt und eine im oberen Teil des Formrohrs 52 angeordnete
einstellbare Öffnung 57 kann vom Gutstrom verdrängte Luft entweichen. Je nach der Größe des Querschnitts der Öffnung
57 kann die Aufprallgeschwindigkeit des Gutstromes im Schlauchende und die in der hergestellten Beutelpackung 14
enthaltene Luftmenge verändert werden.
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Im Gegensatz zu dem Ausführungsbeispiel nach Figur 3, bei
dem der Auslaß des Bereitstellungsbehälters 22 von dem parallel zur Längserstreckung des fördernden Trums 33 des
Förderbandes 30 bewegbaren Schieber 55 geöffnet und verschlossen wird, hat der Bereitstellungsbehälter 22 beim
Ausführungsbeispiel nach Figur 4 einen Schieber 51 mit schräger Öffnungskante 50, der quer zum Förderband 30 verschiebbar
ist. Die Öffnungskante 50 verläuft derart, daß der Auslaß
des Bereitstellungsbehälters 22 beim Zurückziehen des Schiebers 51 an dem in Förderrichtung des Förderbandes 30
vorne liegenden Ende beginnend nach und nach entgegen der Förderrichtung freigegeben wird.
Ergänzend wird darauf hingewiesen, daß der die Gutmengen bereitstellende
und abgebende Behälter 22 nicht nur ein Wiegebehälter, sondern auch ein Zwischen- oder Sammelbehälter
sein kann, in dem die anderweitig abgemessenen Gutmengen zwischenzeitlich gehalten oder zusammengestellt werden.
Claims (11)
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18.3.1982 Gl/hanROBERT BOSCH GMBH, 7000 StuttgartAnsprüche( 1.λ Vorrichtung zum Abfüllen von abgemessenen Mengen losen Gutes in Verpackungsbehälter mit einer die Gutmengen· taktweise abgebenden Bereitstellungseinrichtung und mit einem zu einem Verpackungsbehälter führenden im wesentlichen vertikalen Füllrohr, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Bereitstellungseinrichtung (22) ein zum·Füllrohr (12) führendes, Schnellaufendes Förderband (30) angeordnet ist, dem die in der Bereitstellungseinrichtung enthaltenen Teile (a) einer Gutmenge (m) verzögert übergeben werden und zwar beginnend mit den Teilen, die in der Bereitstellungseinrichtung dem Füllrohr am nächsten liegen. - 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Förderband (30) ein in Deckung mit der Bereitstellungseinrichtung (22) verlaufendes Trum (33) hat, an das sich eine zum Füllrohr (12) führende Umlenkstrecke anschließt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bereitstellungseinrichtung (22) einen deren Auslaß nach und nach freigebenden Verschluß hat.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Auslaß der Bereitstellungseinrichtung (22) ein in Längserstreckung des Förderbandes (30) hin- und herbeweg-(53)barer Verschlußschieber angeordnet ist, der den Auslaß entgegen der Förderrichtung des Förderbandes nach und nach freigibt.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Auslaß der Bereitstellungseinrichtung (22) ein quer zur Längserstreckung des Förderbandes (30) hin- und herbewegbarer Verschlußschieber (51) mit schräger Öffnungskante (5O) angeordnet ist, die den Auslaß entgegen der Förderrichtung des Förderbandes nach und nach freigibt.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Bereitstellungseinrichtung (22) auf der dem Füllrohr (12) naheliegenden Seite eine offenbare Wand (5 5) hat.- 3 - VM 728
- 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2-6, dadurch gekennzeichnet, daß das fördernde Trum (33) des Förderbandes (30) im wesentlichen in waagerechter Ebene verläuft.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das fördernde Trum (33) des Förderbandes (30) in Förderrichtung schräg nach oben verläuft.
- 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2-8, dadurch gekennzeichnet, daß dem fördernden Trum (33) des Förderbandes (30) und der Umlenkstrecke seitliche, einen Kanal (42) begrenzende Wände (37, 38; 40, 41) zugeordnet sind.
- 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Umlenkstrecke ein endloses Deckband (45) bogenförmig, den Kanal (42) abdeckend geführt ist.
- 11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1-10, dadurch gekennzeichnet, daß das Förderband (30) porös oder perforiert ist und sein förderndes Trum (33) über einer Unterdruckkammer (34) verläuft.
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