DE3211181C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine auf einen Wasserzähler,
insbesondere einen Naßläufer, aufsetzbare Einrichtung mit
einer einen gegenüber einem Zifferblatt drehbaren Zeiger
eines Zählwerks des Wasserzählers abtastenden
Reflexionslichtschranke, die einen Abtastfleck erzeugt
und elektrische Signale liefert, sowie mit einem von
elektrischen Impulsen, die die Durchflußmenge durch den
Wasserzähler festlegen, gespeisten Registriergerät.
Da Trinkwasser eine der wichtigsten Grundlagen des
menschlichen Lebens ist und dessen Verbrauch in den
entwickelten Ländern ständig ansteigt, aber die Reserven
nicht unerschöpflich sind, ist es unumgänglich, den
Wasserverbrauch genau zu erfassen. Es ist aber nicht nur
erforderlich den Trinkwasserverbrauch, sondern auch den
Verbrauch von Brauch- und Nutzwasser für kommende,
gewerbliche und industrielle Zwecke, aber auch Verluste
in Armaturen und Rohrleitungen genauer festzustellen.
Bisher konnten Verbrauchsmengen nur über die in den
Versorgungsleitungen eingebauten Wasserzähler ermittelt
werden. Dabei handelte es sich um Summenwerte. Hingegen
war es ohne den Einbau von speziellen und aufwendigen
Meßgeräten in die Rohrnetze nicht möglich, andere
charakteristische und aufschlußreiche Verbrauchsgrößen,
wie Momentan- und Spitzenwerte, kontinuierlich zu
erfassen, geschweige denn aufzuzeichnen.
Bisher war es also üblich, zur elektrischen Registrierung
der Meßwerte neben dem eingebauten Durchfluß-Mengenzähler
ein eigenes Zusatzgerät in die Leitung nachträglich
einzufügen. Die hierzu notwendige Auftrennung der Leitung
verursacht aber nicht nur großen Zeitverlust, sondern
bringt auch die Notwendigkeit mit sich, die Leitung
während des Ein- und Ausbaues des Zusatzgerätes
abzusperren, was häufig nur schwer möglich ist. Es hat
daher nicht an Versuchen gefehlt, den Zähler selbst für
die Abgabe von elektrischen Impulsen, welche eine
Fernablesung ermöglichen, zu adaptieren. Bekannt sind
Zähler, bei welchen die Messung lichtelektrisch
durchgeführt wird, indem eine mit dem Meßwerk
mitlaufende, jedoch außerhalb desselben angeordnete,
geschlitzte Scheibe oder eine Scheibe mit kleinen
Spiegelchen und dazwischenliegenden matten Flächen einen
gebündelten Lichtstrahl unterbricht, der von einer
punktförmigen Lichtquelle ausgeht und von einer
Photozelle oder dergleichen aufgefangen wird, welche die
Lichtimpulse in Stromimpulse für die Fernregistrierung
umwandelt (USA-Patentschrift 31 71 952 und brit.
Patentschrift 10 57 934).
Derartige Anordnungen haben jedoch den entscheidenden
Nachteil, daß die Achse, auf welcher jeweils die
umlaufende, den Lichtstrahl impulsweise unterbrechende
Scheibe oder dgl. angeordnet ist, aus dem Zählergehäuse
in die trockene Umgebung herausgeführt werden muß, d. h.,
daß diese Achse mit einem abdichtenden Lager nach
Stopfbuchsenart versehen sein muß. Derartige Lager
setzten bekanntlich der Drehung der darin gelagerten
Achse einen relativ großen Widerstand entgegen, der
mittels der an sich geringen Stellkraft des Meßwerkes
nicht immer verläßlich überwunden werden kann. Überdies
muß die Anordnung in die Zählerkonstruktion von
vornherein eingeplant sein. Es hat sich diese Methode der
sogenannten lichtelektrischen Trockenzählung nicht
durchsetzen können.
Es wurden daher Einrichtungen ersonnen, welche eine
Adaptierung von sogenannten naß laufenden Zählwerken -
fallweis sogar nach deren Montage - gestatten (franz.
Patentschrift 11 17 203). Bei derartigen Zählwerken
befinden sich sämtliche Teile, inclusive des
Zeigerwerkes, innerhalb des flüssigkeitserfüllten
Gehäuses, wobei die Ablesung durch eine dicht in das
Gehäuse eingefügte Glasscheibe od. dgl. erfolgt. Der aus
einer Lichtquelle, einem Blendensystem zur
Lichtbündelbegrenzung und einem Photowiderstand
bestehende Adapter befindet sich außerhalb des
Zählergehäuses. Der Lichtstrahl kann durch die Scheibe in
den Zähler geleitet und mittels eines in dessen
Skalenebene angeordneten Spiegels reflektiert werden.
Sofern der oberhalb der Spiegelfläche rotierende
nadelförmige Zeiger den Lichtstrahl unterbricht, entsteht
ein der Zählung dienender elektrischer Impuls.
Der Nachteil dieser bekannten Einrichtung besteht darin,
daß bei langsamer Umdrehung des relativ langen
nadelförmigen Zeigers durch das Zahnspiel des Zählwerkes
Fehlimpulse entstehen können, wenn nämlich bei
unregelmäßigem Flüssigkeitsverbrauch eine stoßweise, ein
leichtes Rückschwingen nicht ausschließende Zeiger
bewegung auftritt. Wird die Umdrehung eines derartigen
Zeigers jedoch noch übersetzt, kann sich der
Strömungswiderstand des rasch rotierenden Zeigers bereits
als Meßfehler auswirken.
Ferner ist auch der AT-PS 3 07 765 ein
Durchfluß-Mengenzähler bekannt, bei dem als Zeiger ein
durch eine Glasscheibe od. dgl. des Mengenzählers
sichtbarer, in an sich bekannter Weise der
Funktionskontrolle dienender, rasch umlaufender Spion
verwendet ist, der einen rotierenden, vorzugsweise aus
zwei oder vier unter 45° zur Zählerachse geneigten und
einander paarweise gegenüberstehenden Spiegelchen
bestehenden Reflektor oder eine an sich bekannte, mit
einem Reflektor zusammenwirkende rotierende Blende mit
Blendenflügeln enthält. Der Strömungswiderstand dieses
Spions ist vernachlässigbar. Der
Nachteil dieser Einrichtung liegt aber vor allem darin,
daß bereits vor oder unter schwierigen Umständen auch
nach der Montage Umbauten am Zähler durchgeführt werden
müssen.
Es sind auch aus der DE-AN L 11 554 VIIIb/21c
Reflexionslichttaster bekannt, die je einen Abtastfleck
auf einem bewegten Streifen erzeugen, und deren
Ausgangssignale über Verstärker, Stellglieder etc., eine
Folgebewegung der Reflexionslichttaster in bezug auf den
Streifen bedingen. Mit Hilfe dieser fotoelektrischen
Einrichtung soll auf den durch einen Kontraststreifen
eingestellten Wert das Längsauftrennen von ablaufenden
Bahnen gesteuert und geregelt werden. Diese
Folgeregeleinrichtung dient also zum Längsauftrennen von
ablaufenden Bahnen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine
Einrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die
eine Durchflußerfassung vollkommen ohne Eingriffe
und Einbauten in die Rohrsysteme gestaltet und es dabei ferner erlaubt, spezifische
Verbrauchsmessungen, insbesondere bei Naßläufern,
durchzuführen und Verbrauchsganglinien über beliebig
lange Zeiträume aufzuzeichnen.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die
Reflexionslichtschranke mit einem Schrittmotor gekoppelt
und so ausgelegt ist, daß sie und der Abtastfleck der
Drehbewegung des Zeigers folgen, und daß die elektrischen
Impulse aufgrund der Umdrehungen des Schrittmotors
erzeugt sind.
Diese mit der erfindungsgemäßen Einrichtung erzeugten
Impulse werden drei Funktionsgruppen einer
Auswerteelektronik zugeführt. Die erste Funktionsgruppe
entspricht der Mittelwertmessung, wobei die Mittelwerte in vorgewählten
Zeitabschnitten aus den aufsummierten Impulsen berechnet
und analog als Momentanwerte des Durchflusses einem
Schreiber zugeführt werden. Weiter werden diese
elektrischen Impulse einem elektro-magnetischen
Impulszähler zugeleitet, der die Durchflußmenge in
Kubikmeter aufsummiert, und letztlich einer
Dosiersteuerung, die entsprechend der Impulsweitigkeit
und einer Vorwahl ein Ausgangssignal für die Ansteuerung
einer Dosierpumpe abgeben kann.
Gemäß einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung ist
die Reflexionslichtschranke kardanisch gelagert. Diese
erfindungsgemäße Ausgestaltung ermöglicht die Versorgung
der Reflexionslichtschranke mit einem fix montierten
Kabel, also ohne Schleifringübertragung od. dgl.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Einrichtung
ist darin zu sehen, daß sowohl das Aufstellen und Justieren als
auch das Einstellen der Vorwahl- und Mittelwertzeit, wie
überhaupt die gesamte Inbetriebnahme der Meßapparaturen,
äußerst rasch und einfach durchführbar sind. Wenige
Handgriffe reichen aus, um sie meßbereit aufstellen und
anschließen zu können.
An Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
wird die Erfindung näher erläutert.
Die Figur zeigt die Einrichtung zur
Abtastung des Zeigers eines Zählwerkes eines Woltmann-Wasserzählers.
Der Woltmann-Wasserzähler 1 weist eine Flanschplatte 2 auf, auf der
eine Konsole 3 aufsetzbar ist. Diese Konsole 3 ist mittels eines
Gurtes 4 am Wasserzähler 1 befestigt und weist eine Öffnung auf, damit
das Zifferblatt des Zählwerkes 5 ablesbar ist. Die Konsole 3 weist
einen Träger 6 auf, an dem die Halterung 7 für den Schrittmotor 8 und
für die Reflexionslichtschranke 9 montiert ist.
Die Reflexionslichtschranke 9 ist dabei in der Halterung 7
kardanisch aufgehängt. Hierzu ist ein rechteckiger Koppelteil 11 mit
zwei um 180° versetzte Drehzapfen 10 in der Halterung 7 gelagert.
In diesen Koppelteil 11 ist ein weiterer Teil 12 mit zwei Dreh
zapfen 13 gelagert, wobei diese Drehzapfen 13 um 90° versetzt zu
den Drehzapfen 10 sind. Durch diese Lagerung ist eine kreisförmige
Bewegung des Lichtstrahles, der aus der Reflexionslichtschranke
austritt, und damit auch des entsprechenden Abtastflecks auf dem Zifferblatt des Zählwerkes möglich.
Erreicht wird diese kreisförmige Bewegung mit Hilfe einer Kardanwelle 14,
die einerseits an der Reflexionslichtschranke 9 und andererseits
in einer Exzenterscheibe 15, die auf der Schrittmotorwelle 16 sitzt,
gelagert ist.
Die Auswerteelektronik befindet sich im Gehäuse des Schrittmotors.
Claims (2)
1. Auf einen Wasserzähler, insbesondere einen Naßläufer,
aufsetzbare Einrichtung mit einer einen gegenüber einem
Zifferblatt drehbaren Zeiger eines Zählwerks des
Wasserzählers abtastenden Reflexionslichtschranke, die
einen Abtastfleck erzeugt und elektrische Signale
liefert, sowie mit einem von elektrischen Impulsen, die
die Durchflußmenge durch den Wasserzähler festlegen,
gespeisten Registriergerät, dadurch gekennzeichnet, daß
die Reflexionslichtschranke (9) mit einem Schrittmotor
(8) gekoppelt und so ausgelegt ist, daß sie und der
Abtastfleck der Drehbewegung des Zeigers folgen, und daß
die elektrischen Impulse aufgrund der Umdrehungen des
Schrittmotors (8) erzeugt sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Reflexionslichtschranke (9) kardanisch gelagert
ist.
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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Country Status (2)
| Country | Link |
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| AT (1) | AT377087B (de) |
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| US4646084A (en) * | 1985-06-21 | 1987-02-24 | Energy Innovations, Inc. | Meter reading methods and apparatus |
Family Cites Families (4)
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| AT307765B (de) * | 1969-04-10 | 1973-06-12 | Elin Union Ag | Durchfluß-Mengenzähler |
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1981
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-
1982
- 1982-03-26 DE DE19823211181 patent/DE3211181A1/de active Granted
Also Published As
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