DE321171C - Vorrichtung zum Verstaerken von Stromschwankungen, welche auf ein ionisiertes Gas einwirken - Google Patents

Vorrichtung zum Verstaerken von Stromschwankungen, welche auf ein ionisiertes Gas einwirken

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DE321171C
DE321171C DE1914321171D DE321171DD DE321171C DE 321171 C DE321171 C DE 321171C DE 1914321171 D DE1914321171 D DE 1914321171D DE 321171D D DE321171D D DE 321171DD DE 321171 C DE321171 C DE 321171C
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    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
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    • H04B1/00Details of transmission systems, not covered by a single one of groups H04B3/00 - H04B13/00; Details of transmission systems not characterised by the medium used for transmission
    • H04B1/38Transceivers, i.e. devices in which transmitter and receiver form a structural unit and in which at least one part is used for functions of transmitting and receiving
    • H04B1/40Circuits
    • H04B1/54Circuits using the same frequency for two directions of communication
    • H04B1/58Hybrid arrangements, i.e. arrangements for transition from single-path two-direction transmission to single-direction transmission on each of two paths or vice versa
    • HELECTRICITY
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Description

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Votrichtung zur Verstärkung von schwachen elektrischen Stromwellen. Insbesondere handelt es sich -hier um Relais, welche unter dem Namen Kathodenstrahlenrelais bekannt sind und beispielsweise Gegenstand zahlreicher Patente von Hewitt, de Forest, von Lieben und Reiß sind.
Die Erfahrung hat gelehrt, daß Relais dieser bekannten Art, bei welchen ein gas- oder dampfförmiger Leiter in den Verstärkerstromkreis eingeschaltet ist, nur beim Eintreffen von Stromschwankungen geringer Energie zur Zufriedenheit arbeiten. Beim Eintreffen größerer Energiemengen, wie sie beispielsweise in den gewöhnlichen Telephonanlagen vorkommen, werden diese Relais träge.
Dies ist auf den Umstand zurückzuführen,
so daß beim Eintreffen von Stromschwankungen größerer Energie die Entladungsröhren von einer bläulichen Lichtentladung zwischen der ' bei diesen Relais angewendeten Hilfselek- ; trode und der Anode ausgefüllt werden und ■
'5 dadurch das Arbeiten eines solchen Relais als .
Verstärker behindern, ja sogar ganz aufhören lassen, insbesondere, wenn sie als Telephon- ■
relais verwendet werden. ;
Erfindungsgemäß soll nun dieser Übelstand ί
ο dadurch behoben werden, daß für die nor- ; malerweise durch den gasförmigen Leiter gehenden Ströme ein Nebenschluß geschaffen wird, welcher vorzugsweise einen hohen Widerstand aufweist und insbesondere mit den hier näher beschriebenen Relais derart geschaltet ist, daß er die rostähnliche Hilfselektrode und die Anode überbrückt itnd so einen hochohmigen Nebenweg zu dem zwischen den erwähnten Elektroden befindlichen gasförmigen Leiter bildet.
In den Zeichnungen stellt Fig. 1 das Schaltungsschema einer solchen als Einwegrelais verwendeten Einrichtung dar und Fig. 2 ein ähnliches Schema, in welchem die Einrichtung als Zweiwegrelais Verwendung gefunden hat.
Wie bereits erwähnt, ist das verwendete Verstärkerrelais im wesentlichen bekannter Bauart und besteht aus einer evakuierten Entladungsröhre i, in welche Kohle-, Tantal- oder andere Kathodenfäden 2, ein rostförmig gestalteter Leiter 3, die sogenannte Hilfselektrode, und die Anode 4 eingeschmolzen sind. Das Relais ist in den Zeichnungen zur Verwendung in einer Telephonanlage geschaltet.
Beispielsweise stellen die Drähte S und 6 (Fig. 1) den Stromkreis der ankommenden Stromwellen dar. Die Leitungen 7 und 8 stellen den Stromkreis dar, in welchem Mie verstärkten Ströme weitergeleitet werden. Der ankommende Stromkreis ist mit der hier
als Einwegrelais verwendeten Einrichtung durch den Transformator 9 induktiv verbunden und der abgehende Stromkreis desgleichen durch den Transformator 10. Die Kathode 2 liegt in dem Stromkreis einer Energiequelle 11, welche von genügender Größe sein muß, um den Kathodenfaden ständig in Weißglut zu erhalten. Die Kathode 2, der Transformator 9, der' Kondensator 12 und die Hilfselektrode 3 liegen in einem Stromkreis, welcher passend als Primär- oder ankommender Stromkreis bezeichnet werden kann. Die Anode 4, die Stromquelle 13, der Transformator 10 und die Kathode 2 liegen dagegen in einem Sekundär- oder abgehenden Stromkreis.
Bei einem solchen Relais bekannter Bauart wird nun erfindungsgemäß die Hilfskathode 3 und die Anode 4 durch einen
ao Nebenschluß überbrückt und auf diese Weise die eingangs erwähnten, bläulichen Lichtentladungen gänzlich vermieden, so daß das Relais zur Übertragung größerer Energiemengen verwendbar gemacht wird.
»5 In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel enthält der Nebenschluß einen hohen Widerstand 14, der ungefähr ein Megohm betragen kann. Dieser Widerstand, der entweder induktiv oder nichtinduktiv sein kann, ist zwischen die Hilfselektrode 3 und die Anode 4 geschaltet.
In Fig. 2 ist ein Zweigrelais dargestellt, d. h. in dieser Schaltung arbeitet das Relais ohne Rücksicht darauf, aus welcher Richtung die ankommenden Stromwellen eintreffen. 15 und 16 stellen zwei Leitungen einer Telephonanlage dar; die Transformatoren 17, 18 und 19 vermitteln die induktive Verbindung der Leitungen mit dem Relais. Der Primärstromkreis schließt in diesem Falle die Kathode 2, die Transformatoren 18 und 17, den Kondensator 12 und die Hilfselektrode 3 ein, der Sekundärstromkreis dagegen die Kathode 2, den Transformator 19, die Stromquelle 13 und die Anode 4. Genau wie im Falle des Einwegrelais ist auch hier ein mit einem hohen Widerstand 14 ausgerüsteter Nebenschluß vorgesehen, welcher die Hilfselektrode 3 und die Anode 4 überbrückt.

Claims (5)

Patent- Ansprüche:
1. Vorrichtung zum Verstärken von Stromschwankungen, welche auf ein ionisiertes Gas einwirken, wobei eine Änderung des elektrischen Widerstandes des Teiles des ionisierten Gases bewirkt wird, welcher zwischen zwei oder mehr Elektroden liegt, und auf diese Weise diesen Widerstandsänderungen entsprechendeverstärkte Schwankungen in einem die EIektroden einschließenden abgehenden Stromkreise hervorgerufen werden, dadurch gekennzeichnet, daß ein Nebenschluß vorgesehen wird, welcher parallel zu dem zwischen den Elektroden liegenden ionisierten gasförmigen Leiter liegt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Nebenschluß einen im Vergleich zu dem ionisierten Gase hohen Widerstand aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher das Gas in einer evakuierten Entladungsröhre, welche eine erhitzte Fadenkathode enthält, eingeschlossen ist, um das Gas in einem ionisierten Zustande zu erhalten, und bei welchem eine Hilfselektrode zwischen Kathode und Anode angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfselektrode und die Anode durch einen Nebenschluß, welcher einen hohen Widerstand enthält, überbrückt werden.
4. Vorrichtung nach Anspruchs, bei welcher ein ankommender Stromkreis mit der Kathode und der Hilfselektrode verbunden ist und der abgehende Stromkreis die Anode und die Kathode enthält, dadurch gekennzeichnet, daß der den hohen Widerstand enthaltende Nebenschluß zwischen dem ankommenden und dem abgehenden Stromkreis liegt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, da-· durch gekennzeichnet, daß der ankommende Stromkreis einen Kondensator enthält.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE1914321171D 1913-02-08 1914-01-13 Vorrichtung zum Verstaerken von Stromschwankungen, welche auf ein ionisiertes Gas einwirken Expired DE321171C (de)

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