DE3214868C2 - Spendebehälter zur portionsweisen Abgabe eines insbesondere pastösen Gutes, wie z.B. Zahncreme - Google Patents
Spendebehälter zur portionsweisen Abgabe eines insbesondere pastösen Gutes, wie z.B. ZahncremeInfo
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Abstract
Spendebehälter zur portionsweisen Abgabe eines insbesondere pastösen Gutes, wie z.B. Zahncreme, mit einem das Gut aufnehmenden Zylinder, in dem ein Kolben durch eine mündungsseitige Drucktastenbetätigung nur in Richtung auf eine Ausstoßöffnung zu stufenweise verschieblich angeordnet ist, wobei der Zylinder entgegen der Wirkung einer Rückstellfeder längsverschieblich in einem zugleich als Griffteil dienenden Gehäusebehälter gelagert ist, mit dem eine Kolbenführungsstange fest verbunden ist und schlägt insbesondere zur leichteren Montage und vereinfachten Handhabung vor, daß die Ausstoßöffnung (18) von einem mit dem Zylinder (12) verrastenden Röhrchen (70) gebildet ist, welches die den Stützanschlag (S) bildende Wand (Bodenabschnitt 32Δ) und die Rückstellfeder (28) durchsetzt, die sich einerends an einem Bund (75) des Röhrchens (70) und andernends an der den Stützanschlag (S) bildenden Wand abstützt.
Description
Das Zusatzpatent betrifft einen Spendebehälter zur portionsweisen Abgabe eines insbesondere pastösen
Gutes, wie z. B. Zahncreme, mit einem das Gut aufnehmenden Zylinder, in dem ein Kolben relativ zu dem
Zylinder in Richtung auf eine Ausstoßöffnung zu stufenweise verschieblich angeordnet ist, in Gegenrichtung
jedoch mittels einer an ihm angeordneten, nach Art eines Klemmrichtgesperres wirkenden Zungenfeder
klemmschlüssig an der Zylinderinnenwand festlegbar ist, und wobei der Zylinder entgegen der Wirkung einer
Rückstellfeder anschlagbegrenzt längsverschieblich in einem zugleich als Betätigungs-Griffteil dienenden, gehäuseartigen
Behälterteil gelagert ist, mit dem mindestens mittelbar eine Kolbenführungsstange fest verbunden
ist, gegenüber der der Kolben ebenfalls mittels eines Klemmrichtgesperres abstützbar ist derart, daß bei
einem das Ausstoßen einer Portion veranlassenden Druck auf die Oberseite des Zylinders der Kolben an
der Kolbenführungsstange und beim Rückhub des Zylinders der Kolben an diesem festgelegt ist, und daß sich
der Behälterteil bis in den Bereich des Bodens des Zylinders fortsetzt und der obere Endbereich des Behälterteils
einen Anschlag zur Rückhubbegrenzung des Zylinders aufweist, wobei sich der Gehäusebehälter in einen
die Oberseite des Bodens des Zylinders übergreifenden Stützanschlag für einen die Drucktastenbetätigungsfläche
ausbildenden Spreizkeil fortsetzt, dessen den Abstand zwischen Stützanschlag und Oberseite vergrößernde
Abspreizfläche auf der Oberseite des Bodens
so aufliegt.
Durch die US-PS 32 15 320 ist es bekannt, die Drucktasten-Betätigungsfläche
von der Decke eines kappenförmigen Bauteiles zu bilden, welches am der Ausstoßöffnung
gegenüberliegenden Ende des Gehäusebehälters liegt. Letzteres ist mit der Kolbenführungsstange
verbunden. Die das Stangenende aufnehmende, zentrale Büchse ist von einer Schraubengang-Druckfeder umgeben,
welche sich einerends auf einer gehäuseseitigen, separaten Bodenplatte des Spendergehäuses abstützt
und mit ihrer anderen endständigen Federwindung das kappenförmige Bauteil im Sinne der Grundstellung belastet.
Die diesbezügliche Ausgestaltung ist aufwendig. Der gleiche Vorläufer schlägt in einer Variante zur erleichterten
portionsweisen Ausgabe des Füllinhalts auch einen Pistolengriff vor. Die Kolbenführungsstange
ist mit dem Pistolengriff verbunden, während ein Abzughahn den Gehäusebehälter entgegen Federwirkung
relativ zur Kolbenführungsstange verlagert. Eine solche
Ausgestaltung eignet sich eher für Fettspritzen, Flüssigdübel oder dergleichen, nicht aber für den Kosmetikseklor.
Andererseits kennt man aus der US-PS 32 55 935 eine Ausgestaltung dahingehend, die Ausgabe über eine
in Nähe der Ausstoßöffnung liegende, abgefederte, axial gelagerte Drucktaste zu bewirken. Hler greift das dortige
Ende der Kolbenführungsstange im Wege einer Klipsverbindung in eine zentrale Büchse der auch hier
topfförmigen Drucktaste ein. Diese Drucktaste befindet sich auf de.' Decke des Spendergehäuses. Auch hier liegt
eine Schraubengang-Druckfeder im Topfraum der Drucktaste, welche Feder sich gehäuseseitig auf der
Decke desselben abstützt Die Ausstoßöffnung liegt dezentral. Es handelt sich um einen die Mantelwand seitlich
überragenden Mündungsstutzen. Die Ausgabe des Inhaltes erfolgt hier beim federveranlaßten Rückhub
der Kolbenstange. Es ist erforderlich, entsprechend starke Federn einzusetzen, was aber der Bedienungsbequemlichkeit
abträglich ist Bei einem Rollauftrag-Spender (US-PS 35 60 100) ist es bereits bekannt, die Kolbenverschiebung
über ein Steilgewinde zweier, den Spenderbehälter bildender Gehäuseteile zu bewirken. Die
diesbezügliche Bauform ist aber relativ kompliziert und auch störungsanfällig. Eine bequeme Einhandbedienung
läßt sich selbst bei überdurchschnittlicher Geschicklichkeit kaum erreichen. Die DE-OS 26 11 644 zeigt und
beschreibt als Betätigungshandhabe eine kugelkalottenförmige, gummielastische Kappe mit integriertem Betätigungsorgan.
Diese Kappe ist auf einen verschmälerten Kragen des Spendergehäuses aufgesetzt und dort durch
Rippen/Nuteingriff gesichert. Nachteilig ist, daß dieses Betätigungsorgan verkippt; eine gezielte Ausgabe, vor
allem bei nicht auszuschließender seitlicher Kraftkomponente, ist erschwert. Außerdem benötigt dieser Spender
ein Ventil.
Aufgabe der Erfindung ist es, zu einer noch montagegünstigeren Lesung hinsichtlich der Verbindung von
Zylinder und Gehäusebehälter zu gelangen, bei dem andererseits aber das in der Praxis doch als lästig empfundene
Abschrauben einer Verschlußkappe entfallen kann.
Gelöst ist diese Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung.
Die Unteransprüche sind vorteilhafte Weiterbildungen dieses Spendebehälters.
Unter Beibehaltung des vorteilhaften Grundprinzips gemäß Hauptp/Uent und erster Zusatz-Patentanmeldung
ist zum einen die Montage vereinfacht und zum andern die Bedienung erleichtert. Die Verbindung von
Zylinder und Gehäusebehälter erfolgt einfach über ein zugleich Ausstoßkanal bzw. Ausstoßöffnung bildendes
Röhrchen. Es greift als die den Stutzanschlag bildende Wand und die Rückstellfeder durchsetzendes Verbindungsorgan
verrastend am Zylinder 12 an. Auf dieses Röhrchen ist zuvor die Rückstellfeder aufgesteckt und
so günstigst placiert. Dabei kann es sich um einen relativ kleinen Federkörper handeln, der nicht mehr wie bisher
in einer eigentlich den Füllraum bildenden Zone untergebracht wird, sondern in einer die Betätigungsmechanik
ohnehin aufnehmenden Zone des Spendebehälters. Dieser braucht also nicht mehr um das Maß der Federkammer
verlängert zu werden, um die bestimmte fvienge an Gut aufnehmen zu können. Es kommt zu einer
sich bei der Massenproduktion durchaus auswirkenden Materialersparnis. Die Rückstellfeder stützt sich einerends
an einem Bund des Röhrchens und andererends an der den Stützanschiag bildenden, also ohnehin vorhandenen
Wand ab. Eine im Hinblick auf eine Automatisierung vorteilhafte Zuordnung der Feder ergibt sich dadurch,
daß diese in einer topfförmigen Einziehung der den Stützanschlag bildenden Wand angeordnet ist Eine
solche topfförmige Einziehung formt im Verein mit dem Röhrchen eine exakt bemeßbare Ringkammer, wodurch
etwa zu Störungen führende Verkantungen des Federkörpers ausgeschlossen sind. Außerdem trägt die topfförmige
Einziehung zu einer Versteifung der den Stützanschlag bildenden Wand bei. Trotz geringer Wandungsdicke
werden die Spreizkräfte für die Spendebehälter-Betätigung völlig schadfrei aufgenommen. Günstig
ist es in diesem Zusammenhang auch, daß über die Oberseite des Bodens des Zylinders ein Kragen vorsteht
der in die Feder eintaucht und dessen Innenwand die Verrastungsstelle für das Röhrchen formt. Letztere
wird zweckmäßg als Ringrippen/Ringnut-Verbindung realisiert Der Spreizkeil ist von zwei beiderseits des
Röhrchens liegenden Gabelschenkeln gebildet, die etwa dreieckförmig gestaltet sind und mit ihrem Dreieck-Scheitel
die Abspreizflächen bilden. Auf diese Weise ist auch eine ausgewogene, verkantungsfreie Betätigung
des Spreizkeils gegeben. Um eine exakte Vor-Ausrichtung desselben zu erreichen, andererseits aber die für
die Spreizbetätigung optimalen stabilisatorischen Verhältnisse zu schaffen, ist weiter so vorgegangen, daß die
Abspreizflächen in Rillen rippenförmiger Widerlager einliegen, die auf der Oberseite des Bodens vorstehen.
Entsprechend rippenförmige Widerlager lassen sich spritz- bzw. formtechnisch leicht mitberücksichtigen.
Zum Ausbringen eines streifenbildenden Füllgutzusatzes weist der in das Gut eintauchende Röhrchenabschnitt
vor der Rastverbindungsstelle mehrere am Umfang des Röhrchens winkelgleich verteilt liegende
schlitzartige Fenster auf, die sich Rohrinnenseitig in rippenbegrenzte, bis zur Ausstoßöffnung reichende Längsnuten
fortsetzen. Die Rippen stabilisieren das Röhrchen und erfüllen gleichzeitig die Funktion der Bildung der
genannten Längsnuten. Weiter ist es von Vorteil, daß der Boden des Gehäusebehälters radial gerichtete Rippen
trägt, die zentral um die Kolbenführungsstange einen kegelförmigen Freiraum belassen für die Zungen
des Klemmrichtgesperres. Solche Radialrippen bringen zumindest aufgrund der äußeren kegelförmigen Abschrägung
einen vorteilhaften Zentrierungsvorsprung für das Aufprellen des Bodens. Außerdem trägt die entsprechende
Ausgestaltung zur Stabilisierung desselben bei. Eine weitere vorteilhafte montagegünstige Maßnahme
besteht schließlich noch darin, daß das Mündungsende des Röhrchens mit einer Doppelkappe verschlossen
ist, die zu ihrer Quermittelebene symmetrisch gestaltet ist und deren obere Randkante unter die Innenfläche
der Decke einer Abdeckkappe stößt. Die symmetrische Ausgestaltung der Kappe als Doppelkappe
erleichtert das automatische Ausrichten. Es sind zwei Möglichkeiten der Ausrichtung gegeben. Die Abstützung
der auf das Röhrchen aufgesteckten Doppelkappe durch die Innenfläche der Decke der Abdeckkappe zu
bewirken, ist in sofern vorteilhaft, als die auf dem Kopf stehende, fertig montierte Zuliefereinheit topfförmig
von oben her gefüllt werden kann, wobei aber die Doppelkappe, beispielsweise durch den Fülldruck veranlaßt,
nicht abspringen kann.
Ε·η Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung
ist nachstehend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 den Spendebehälter in Seitenansicht bei nur in strichpunktierten Linien angedeuteter Abdeckkappe,
F i g. 2 die Draufsicht auf F i g. 1,
F i g. 3 den Schnitt gemäß Linie III-III in F i g. 1,
F i g. 4 den Schnitt gemäß Linie IV-IV in F i g. 2,
F i g. 5 den oberen Abschnitt des Spendebehälters im Teilschnitt, und zwar vor Einsatz des Röhrchens als Zylinder
und Gehäusebehälter miteinander zu einer füllbereiten Einheit verbindendes Kupplungsorgan und
F i g. 6 die Draufsicht auf das Röhrchen, und zwar von der Ausstoßöffnung her gesehen.
Bestandteil des Spendebehälters 10 ist ein pastöses Gut 11, wie beispielsweise Zahncreme, aufnehmender
Zylinder 12. Dessen Unterseite ist offen. Oben schließt der Zylinder 12 mit einem Boden 14 ab. Die Oberseite
14' des Bodens 14 wird von einem Ausstoßkanal 17 überragt. Gebildet ist dieser Ausstoßkanal 17 von einem
Röhrchen 70. Letzteres erstreckt sich parallel zur Spendebehälter-Längsmittelachse
x-x und nimmt eine exzentrische, behälterrandnahe Lage ein.
Neben seiner medienführenden Aufgabe erfüllt das Röhrchen 17 zugleich die eines Verbindungselements
zwischen Zylinder 12 und einem diesen umschließenden, ebenfalls zylinderförmig gestalteten Gehäusebehälter
32. Es ist eine Rastverbindung realisiert Diese kann irreversibel sein. Konkret besteht sie aus einer am Röhrchenumfang
beispielsweise spritztechnisch gleich mitberücksichtigten ringförmigen Rastrippe 71. Letztere
schnappt in eine ebenfalls ringförmige Rastnut 72 des Zylinders 12 ein. Gebildet ist die Rastnut 72 an der
Innenwand eines über die Oberseite 14' des Bodens 14 vorstehenden Kragens 73.
Der Kragen 73 ist auf halber Höhe stufenförmig abgesetzt. Die hierdurch entstehende ringförmige Stufe ist
mit 74 bezeichnet. Die Rastnut 72 befindet sich im abgesetzten, querschnittsreduzierten Abschnitt des Kragens
73. Zur Zentrierung und erleichterten Rastzuordnung ist das zuordnungsseitige Ende des Kragens innen trichterförmig
gestaltet.
Der im Kragen 73 verrastend einsteckende Abschnitt 70' des Röhrchens 70 ist ebenfalls querschnittsreduziert.
Der sich nach oben hin anschließende Abschnitt 70" schließt mit seiner Mantelfläche ebenengleich mit der
des oberen Abschnitts des Kragens 73 ab.
Das Röhrchen 70 weist einen Bund 75 auf. Letzterer schließt etwa höhengleich mit dem Bodenabschnitt 32'
des Gehäusebehäiters 32 ab. Die ringförmige Bundunterseite dient als Widerlager einer Rückstellfeder 28.
Deren untere entständige Federwindung sitzt auf dem zentral durchbrochenen Boden 76' einer topfförmigen
Einziehung 76 des Gehäusebehälter-Bodenabschnitts 32'. Die Durchbrechung trägt das Bezugszeichen 51'.
Die Mantelfläche des Abschnitts 70" und die des oberen Abschnitts des Kragens 73, die Topfinnenwandung
der Einziehung 76, die Oberseite des Bodens 76' und die Unterseite des Bundes 75 begrenzen eine allseitig abgeschlossene
Federkammer 77 für die Rückstellfeder 28. Diese ist auch mit genügendem seitlichen Spiel eingelagert,
um eine reibungsfreie Gängigkeit zu gewährleisten. Die periphere Ringfläche des Bundes 75 führt sich
an der Innenwand der Einziehung 76. Der in die Rückstellfeder 28 von unten her eintauchende Kragen 73 ist
vorzugsweise von einer Länge, daß dieser bei der weiter unten noch zu erklärenden Relativbewegung von Zylinder
12 und Gehäusebehälter 32 nicht aus der zentralen Durchbrechung des Bodens 76' der Einziehung austreten
kann.
Die als Schraubengangdruckfeder realisierte Rückstellfeder 28 wird vor dem Verrasten des Röhrchens 70
auf dieses von unten her aufgesteckt oder aber einfach in die topfförmige Einziehung 76 eingelagert
Das Röhrchen 70 ist im wesentlichen in drei Funktionsabschnitte unterteilt. Der obere bis zum Bodenabschnitt
32' reichende Abschnitt bildet das eigentliche, das gezielte Ausgeben ermöglichende Spenderrohr. Das
sich in Richtung des Spendergehäuses nach unten anschließende zweite Drittel ist dem Funktionsbereich der
Verrastung und Rückstellfeder-Zuordnung vorbehalten, während das im Querschnitt etwas reduzierte restliche
Drittel des Röhrchens 70 als Tauchrohr in das Gut 11 hineinragt. Dieser mit 70'" bezeichnete Röhrchenabschnitt
ist bewußt von entsprechender Länge, um unter Durchsetzen einer den Ausgabestrang streifenweise
einfärbende Masse 11" mit seiner unteren Öffnung nur in Verbindung mit dem Gut 11 zu stehen. Die sich über
den ausgabeseitigen Spiegel 11' erstreckende Masse 11" tritt über schlitzartige Fenster 78 in den Ausgabeweg
ein. Diese Fenster 78 verbinden den Außenraum des Röhrchenabschnitts 70'", der auch noch domartig
vom unteren Abschnitt des Kragens 73 unter Bildung eines Ringraumes umgeben ist, mit dem Ausstoßkanal
17. Wie aus Fig.6 entnehmbar, sind mehrere solcher schlitzartiger Fenster 78 in gleichmäßiger Winkelverteilung
am Umfang des Röhrchens realisiert. Sie befinden sich in einer stufenartigen Obergangszone aufgrund einer
Querschnittsreduzierung des Röhrchens in diesem Bereich. Die Masse 11" tritt also fließgerecht, d.h. in
Ausgaberichtung ein. Um den Streifenverlauf beizubehalten, gehen die schlitzartigen Fenster innenseitig des
Röhrchens in rippenbegrenzte Nuten 79 über. Die axial ausgerichteten, bis zur Ausstoßöffnung 18 reichenden
Längsrippen 80 bringen zugleich eine Versteifung.
Der Gehäusebehälter 32 bildet mit der Unterseite seines querwandartigen Bodenabschnitts 32' einen den
Zylinder 12 teiflächig übergreifenden Stützanschlag S (vergleiche F i g. 5).
Zwischen diesem Stützanschlag S und der Oberseite 14' des Bodens 14 befindet sich ein Spreizkeil K. Dessen
den Abstand y zwischen Stützanschlag 5 und Boden 14 vergrößernde Abspreizfläche A liegt in Rillen 81' rippenförmiger
Widerlager 81 ein. Dieses von nach oben gerichteten Ausformungen des Bodens 14 des Zylinders
12 gebildete Widerlager 8t sind, wie F i g. 3 entnehmbar, hohl gehalten. Die seitlichen, die Rillen begrenzenden
Stege 82 erstrecken sich über die ganze Riilenlänge und bilden so eine seitliche Abstützung für zwei den Spreizkeil
K bildende Gabelschenkel 83. Letztere weisen im wesentlichen Dreieckform auf. Die sich in den Rillen 81'
des rippenförmigen Widerlagers 81 abstützenden Dreiecksscheiteil sind in der Verlagerungsebene des Spreizkeils
K konvex gerundet
Der Spreizkeil K setzt sich in eine frei zugängliche Drucktaste 15 fort Deren vorzugsweise quergeriefte
Drucktasten-Betätigungsfläche ist mit D bezeichnet. Sie weist, von oben gesehen, etwas mehr als Halbkreisform
auf (vergl. F i g. 2). Zum Durchtritt des Drucktasten-Betätigungsendes
weist der den Stützanschlag S bildende Bodenabschnitt 32' eine formentsprechende Durchbrechung
auf, und zwar auch dahingehend, daß für den knebelartig wirkenden Spreizkeil K der erforderliche
Bewegungsfreigang gegenüber dem das Betätigungsende der Drucktaste 15 umgebenden Rand 32" des Gehäusebehälters
32 verbleibt. Das Stirnende des Randes 32" schließt unter Beibehaltung der Mantelform des Zylinders
12, im wesentlichen höhengleich mit dem den Stützanschlag Sbildenden Bodenabschnitt32' ab.
Die Abspreizfläche A liegt im Bereich der Längsmittelachse x-x des Spendebehälters 10. Die geneigt (ca.
45°) zur Verschieberichtung des Zylinders 12 verlaufen-
de Verbindungsgerade G zwischen Abspreizfläche A und der in Betätigungsrichtung konvex gerundeten Abstützfläche
S' des Spreizkeiles K am Stützanschlag 5 tritt nicht über die Totpunktlage, so daß die Zylinder
und Gehäusebehälter 32 in Grundstellung belastende Rückstellfeder 28 zugleich die Betätigungs-Bereitschaftsstellung
der Drucktaste 15 aufrechterhält. Die Rastverbindungskraft des Röhrchens 70 ist größer als
die Kraft der Rückstellfeder 28.
Die Verbindungsgerade C zwischen Abspreizfläche
A und Abstützstelle S' ist kürzer als die Drucktasten-Bestätigungsfläche des Spreizkeils K.
Das Verhältnis beträgt ca. 1 :2.
Die Abstützstelle S' des Spreizkeils liegt in einer von gehäuseeinwärts weisenden Nasen N begrenzten Nisehe.
Diese Abstützstelle S' ist daher gegen Verschiebung gesichert. Sie bildet vielmehr ein Kipplager.
Die Gabelschenkel 83 erstrecken sich beiderseits des Röhrchens 70 bzw. des Kragens 73.
Die Bewegung des Spreizkeiles K verlagert einen Kolben 19 in Richtung der Ausstoßöffnung 18. Der Kolben
weist Topfform auf und ist mit angeformten, umlaufenden Dichtlippen 24, 25 an der Innenfläche 23 des
Zylinders 12 geführt.
Die untere Ringstirnfläche 26 des Zylinders 12 endet
in einem den Betätigungshub berücksichtigenden Abstand vor dem auf den Gehäusebehälter 32 aufklipsbaren,
deckelartigen Boden 31 des Spendebehälters 10. Der Boden 31 ist zugleich Träger einer Kolbenführungsstange
41. Letztere erstreckt sich in der Längsmittelachse x-x des Spendebehälters und endet in einem
Abstand vor der Innenseite des Bodens 14 des Zylinders 12, welcher Abstand mindestens dem maximalen Betätigungshub
durch den Spreizkeil K entspricht.
Um den Kolben 19 zum Zwecke des Ausbringens dosierter Gutportionen zu einer schrittweisen Bewegung
in Richtung auf die Ausstoßöffnung 18 hin bewegen zu können, ist an der Unterseite des Kolbens 19 mit
diesem durch geeignete, insbesondere rastende Mittel verbunden, eine ein Klemmrichtgesperre bildende Zungenfeder
44 angeordnet, die in jeweils etwa radialer Anordnung Innenzungen 45 und Außenzungen 46 trägt,
welche letztere durch einen gemeinsamen Verbindungsring zusammengehalten werden. Wie ersichtlich, sind
sowohl die Innenzungen 45 als auch die Außenzungen 46 leicht nach unten hin geneigt bzw. abgewinkelt. Die
Innenzungen 45 können in Klemmschluß mit dem Mantel 48 der Kolbenführungsstange 41 treten, während die
Außenzungen 46 in Wirkkontakt mit der Innenfläche 23 des Zylinders 12 gelangen.
Der Boden 31 des Gehäusebehälters 32 trägt behälterseitig
radial ausgerichtete Rippen 86. Diese wurzeln innenseitig in der die Kolbenführungsstange im unverlierbaren
Sitz aufnehmenden zentralen Büchse 87. Von dort divergieren sie, um nach einem kurzen, abgeflachten
Abschnitt in Gegenrichtung geneigt auf den Rand des deckelartigen Behälterbodens hin abzufallen. Es
entsteht so ein kegelartiger Vorsprung, der das zentrierte Aufprellen des Behälterbodens 31 auf den Spenderbehälter
10 erleichtert Der dabei auch stabilisierte Behälterboden läßt außenseitig und innenseitig der Rippen
86 je einen kegelförmigen bzw. konischen Freiraum 88 zum Eintritt der in entsprechender Richtung geneigten
Innenzungen 45 und Außenzungen 46 der das Klemmrichtgesperres
bildenden Zungenfeder.
Zum Füllen des Spendebehälters wird dieser umgewendet, so daß die Ausstoßöffnung 18 nach unten weist
Der deckelartige Behälterboden 31 mitsamt Kolbenführungsstange 41 und Kolben 19 stehen als vormontierte
Baueinheit bereit. Die zu verfüllende Baueinheit, bestehend aus Zylinder 12, Gehäusebehälter 32, aneinander
gefesselt durch das Röhrchen 70, mit eingelagerter Mechanik und Rückstellfeder 28, ist in diesem Zustand
durch eine Doppelkappe 88 verschlossen. Eine in ihrer Quermittelebene liegende Scheidewand 89, die kappenaußenseitig
in eine radiale Greiffahne 90 übergeht, kann wahlweise automatisch aufgesteckt werden. Außerdem
wird die von der nicht benutzten Kappe der Doppelkappe 88 gebildete Überstandslänge zur Sicherung der
Doppelkappe genutzt, indem die nicht benutzte Kappe der Doppelkappe 88 gegen die Innenfläche 91' der Dekke
91 einer Abdeckkappe 92 tritt. Selbst das mit erheblichem Fülldruck einschießende Gut 11 ist nicht in der
Lage, die Doppelkappe 88 über die im Röhrchen befindliche Medien-Säule abzustreifen. Die Abdeckkappe 92
ihrerseits kann mit ausreichenden Klemm-Kräften am querschnittsreduzierten Endbereich des Außengehäuses
32 gehalten werden. Es läßt sich hier auch eine Rippen/Nutrastung reversibler Art realisieren.
Vor dem Einbringen des Guts 11 wird über ein vorgeschaltetes
Füllrohr die der Einfärbung oder sonstigen Aufgabe dienende Masse U" eingebracht.
Anschließend erfolgt das Aufstecken der aus Kolben, Kolbenführungsstange und deckelartigem Behälterboden
31 bestehenden Einheit.
Ansonsten ergibt sich folgende Funktion: Übt man in Richtung des Pfeiles 49 Druck auf die Drucktaste 15 aus,
so verschiebt die Abspreizfläche A des sich am Stützanschlag 5 abstützenden Spreizkeils K den Zylinder 12
entgegen der Kraft der Rückstellfeder 28 in Richtung des deckelartigen Behälterbodens 31. Diese Relativverschiebung
von Zylinder 12 und Gehäusebehälter 32 drückt eine dem Hub entsprechende Menge Gut 11 aus.
Dabei wird immer die gleiche Menge ausgegeben, da die Drucktaste anschlagbegrenzt eingelagert ist Die mit
G bezeichnete Verbindungsgerade tritt in eine steilere Lage, und zwar unter leichter Verschiebung der Abspreizfläche
A in den Rillen 8Γ des Widerlagers 81. Bei dieser Operation bleibt der Kolben 19 zufolge seiner
sperrend wirkenden Innenzungen 45 an der Kolbenführungsstange 41 unverschieblich fest. Hingegen erlauben
die Außenzungen 46 ein Abwärtsgleiten des Zylinders 12 entgegen der Kraft der Rückstellfeder 28. Läßt man
die Drucktaste 15 wieder los, so verkrallen sich nun die Außenzungen 46 am Zylinder 12 und die Innenzungen
46 gleiten frei über die Mantelfläche der Kolbenführungsstange 41 nach oben, und zwar bewirkt durch die
Kraft der Rückstellfeder 28. Da, wie oben erläutert, die Verbindungsgerade G zwischen Abspreizfläche A und
Abstützstelle S' nicht in bzw. über die Totpunktlage (kürzeste Verbindung zwischen Abstützanschlag 5 und
Widerlager 81) getreten ist, bewirkt ein und dieselbe Feder 28 auch die Herbeiführung der Grundstellung für
die Drucktaste 15.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Spendebehälter zur portionsweisen Abgabe eines insbesondere pastösen Gutes, wie z. B. Zahncreme,
mit einem das Gut aufnehmenden Zylinder, in dem ein Kolben relativ zu dem Zylinder in Richtung
auf eine Ausstoßöffnung zu stufenweise verschieblich angeordnet ist, in Gegenrichtung jedoch mittels
einer an ihm angeordneten, nach Art eines Klemmrichtgesperres
wirkenden Zungenfeder klemmschlüssig an der Zylinderinnenwand festlegbar ist,
und wobei der Zylinder entgegen der Wirkung einer Rückstellfeder anschlagbegrenzt längsverschieblich
in einem zugleich als Betätigungs-Griffteil dienenden, gehäuseartigen Behälterteil gelagert ist, mit
dem mindestens mittelbar eine Kolbenführungsstange fest verbunden ist, gegenüber der der Kolben
ebenfalls mittels eines Klemmrichtgesperres abstützbar ist derart, daß bei einem das Ausstoßen
einer Portion veranlassenden Druck auf die Oberseite des Zylinders der Kolben an der Kolbenführungsstange
und beim Rückhub des Zylinders der Kolben an diesem festgelegt ist. und daß sich der Behälterteil
bis in den Bereich des Bodens des Zylinders fortsetzt und der obere Endbereich des Behälterteils einen
Anschlag zur Rückhubbegrenzung des Zylinders aufweist, wobei sich der Gehäusebehälter in einen
die Oberseite des Bodens des Zylinders übergreifenden Stützanschlag für einen die Drucktastenbetätigungsfläche
ausbildenden Spreizkeil fortsetzt, dessen den Abstand zwischen Stützanschlag und Oberseite
vergrößernde Abspreizfläche auf der Oberseite des Bodens aufliegt, nach Patent 31 25 092, d a durch
gekennzeichnet, daß die Ausstoßöffnung (18) von einem mit dem Zylinder (12) verrastenden
Röhrchen (70) gebildet ist, welches die den Stützanschlag (S) bildende Wand (Bodenabschnitt
32') und die Rückstellfeder (28) durchsetzt, die sich einerends an einem Bund (75) des Röhrchens (70)
und anderenends an der den Stützanschlag (S) bildenden Wand abstützt.
2. Spendebehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückstellfeder (28) in einer
topfförmigen Einziehung (76) der den Stützanschlag (S) bildenden Wand (Bodenabschnitt 32') angeordnet
ist.
3. Spendebehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberseite (14') des Bodens
(14) des Zylinders (12) ein Kragen (73) vorsteht, der in die Rückstellfeder (28) eintaucht und dessen Innenwand
die Verrastungsstelle für das Röhrchen (70) formt.
4. Spendebehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Spreizkeil (K) von zwei beiderseits
des Röhrchens (70) liegenden Gabelschenkeln (83) gebildet ist, die etwa dreieckförmig gestaltet
sind und mit ihrem Dreieckscheitel die Abspreizflächen (A) bilden.
5. Spendebehälter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abspreizflächen (A) in Rillen
(8Γ) rippenförmiger Widerlager (81) einüegen, die
auf der Oberseite (14') des Bodens (14) vorstehen.
6. Spendebehälter nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet,
daß der in das Gut (11) eintauchende Röhrchenabschnitt vor der Rastverbindungsstelle
(71/72) mehrere am Umfang des Röhrchens (70) winkelgleich verteilt liegende schlitzartige Fenster (78)
aufweist, die sich röhrcheninnenseitig in rippenbegrenzte,
bis zur Ausstoßöffnung (18) reichende Längsnuten (79) fortsetzen.
7. Spendebehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der deckelartige Boden (31) des
Gehäusebehälters (10) radial gerichtete Rippen (86) trägt, die zentral um die Kolbenführungsstange (41)
einen kegelförmigen Freiraum (88) belassen für die Zungen (45,46) des Klemmrichtgesperres (44).
8. Spendebehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Mündungsende des Röhrchens
(70) mit einer Doppelkappe (88) verschlossen ist, die zu ihrer Quermittelebene symmetrisch gestaltet
ist und deren obere Randkante unter die Innenfläche (91') der Decke (91) einer Abdeckkappe (92)
stößt
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|---|---|---|---|
| DE3214868A DE3214868C2 (de) | 1981-06-26 | 1982-04-22 | Spendebehälter zur portionsweisen Abgabe eines insbesondere pastösen Gutes, wie z.B. Zahncreme |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3125092A DE3125092C2 (de) | 1981-06-26 | 1981-06-26 | Spendebehälter zur portionsweisen Abgabe eines insbesondere pastösen Gutes, wie z.B. Zahncreme |
| DE3214868A DE3214868C2 (de) | 1981-06-26 | 1982-04-22 | Spendebehälter zur portionsweisen Abgabe eines insbesondere pastösen Gutes, wie z.B. Zahncreme |
Publications (2)
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| DE3214868A1 DE3214868A1 (de) | 1983-11-03 |
| DE3214868C2 true DE3214868C2 (de) | 1986-08-07 |
Family
ID=25794093
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3214868A Expired DE3214868C2 (de) | 1981-06-26 | 1982-04-22 | Spendebehälter zur portionsweisen Abgabe eines insbesondere pastösen Gutes, wie z.B. Zahncreme |
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| DE3416999A1 (de) * | 1984-05-09 | 1985-11-14 | Bramlage Gmbh, 2842 Lohne | Spender fuer pastoese massen |
| DE3435576A1 (de) * | 1984-09-27 | 1986-04-10 | Josef Wischerath GmbH & Co KG, 5000 Köln | Spender fuer pastoese produkte |
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-
1982
- 1982-04-22 DE DE3214868A patent/DE3214868C2/de not_active Expired
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| DE3214868A1 (de) | 1983-11-03 |
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