DE3215522C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Verschlußhaubeneinheit der im
Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Art.
Bei dieser bekannten Verschlußhaubeneinheit einer Abgabevor
richtung liegt eine Mündungskante der Haube bzw. Schutzkappe
in aufgesetzter Stellung an dem Befestigungsteil genau auf
(DE-OS 28 10 726). Mangels anderer Befestigungs- oder Siche
rungsmittel kann die Haube von einer Lochkappe, die den einen
Konus aufweist, unter Überwindung des Reibschlusses schnell
und einfach geöffnet werden. Damit ist jedoch die Abdichtung
zwischen Haube und Lochkappe nicht dauerhaft zuverlässig, wenn
die Haube oft entfernt wird. Der Inhalt der Abgabevorrichtung
ist nicht gegen unkontrollierte Erstentnahme bzw. Verfälschung
gesichert.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Verschluß
haubeneinheit der eingangs genannten Gattung so weiterzubilden,
daß eine zuverlässige Abdichtung gewährleistet bleibt, auch
wenn ein als Garantiering wirkendes Element entfernt ist.
Diese Aufgabe wird durch die Ausbildung der Verschlußhauben
einheit mit den in dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1
angegebenen Merkmalen gelöst.
Durch diese Merkmalskombination wird eine bisher nicht erreich
bare, dauernde und hohe Dichtung zwischen einer Haube und
einem Befestigungsteil erreicht, und zwar sowohl vor als auch
nach Entfernung eines als Garantiering wirkenden Elements,
nämlich des Einrasthakens, der nur über den Schwächungsbereich
mit der Haube oder dem Befestigungsteil vorzugsweise einstückig
verbunden ist. Damit wird eine zuverlässige Dichtung aufrecht
erhalten, und zwar sowohl nach der ersten Entfernung als auch
nach wiederholtem Abnehmen der Haube. Dies beruht darauf, daß
die zusammenwirkenden Konusteile der Haube und des Befesti
gungsteils nach Entfernung des Garantierings in ihrer gegen
seitigen Axialstellung nicht durch andere Elemente festgelegt
sind, sondern daß insoweit eine relative Axialverschiebung
zulässig ist, damit die Konusteile dicht aneinanderliegen
können.
Beim ersten Öffnen oder Aufbrechen des Garantierings können
die zusammenwirkenden Konusflächen nicht außer Eingriff
miteinander gebracht werden, ohne daß die Haube gleichzeitig
sowohl gedreht als auch einer axialen Zugkraft ausgesetzt
wird. Diese Zugkraft wird über die Hakenglieder unmittelbar
auf den Schwächungsbereich übertragen, der dabei aufgebrochen
wird, und so gegebenenfalls eine Verfälschung bzw. Verfäl
schungsversuch offenbart. Die selbstsperrende Konizität
schützt außerdem den Inhalt des Behälters vor Berührung von
kleineren Kindern, weil die zum Abnehmen der Haube erforder
liche Dreh- und Ziehbewegung komplizierter als ein Gewindeab
schrauben allein ist.
An sich genügt ein einziger Einrasthaken, aber durch zwei
Haken wird ein Versuch, die Versiegelung zu verfälschen, noch
weiter erschwert. Der Einrasthaken hat noch die weitere
Funktion, eine etwaige Gewindeverbindung zwischen dem Behälter
und dem Befestigungsteil zu sperren, so daß das Befestigungs
teil nicht auch von dem Behälter abgeschraubt wird, wenn nach
Brechen der Haubenversiegelung die Haube durch Drehen in der
Abschraubrichtung des betreffenden Gewindes abgenommen werden
soll. Wenn die Haube aus einem elastisch nachgiebigen Werk
stoff hergestellt ist, kann sie mit einem radial nach innen
gerichteten Wulst ausgebildet sein, der einen am Behälterhals
ausgebildeten halbmondförmigen Wulst hintergreift. Auch hier
sichern der Einrasthaken und die Schürze den aufgesetzten
Befestigungsteil gegen ein Entfernen vom Behälter.
Durch das Merkmal des Anspruchs 2 wird erzielt, daß die
Konusflächen mit größerer Länge ausgebildet werden können,
ohne daß es schwieriger wird, die Versiegelung zu brechen
oder die Haube abzunehmen, und gleichzeitig wird eine Tropfen
zählröhre oder ein ähnlicher länglicher Körper wie ein Docht,
ein Pinsel oder ein Filterstück besser im Konusteil des
Befestigungsteils abgesteift und festgehalten. Die umlaufende
Vertiefung verringert die selbstsperrende Wirkung etwas,
erhöht aber dafür die Dichtigkeit an den Konusteilen.
Weitere vorteilhafte Ausbildungen der Verschlußhaubeneinheit
sind in den Ansprüchen 3-5 angegeben.
Die Erfindung wird im folgenden anhand einiger in der Zeich
nung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es
zeigt
Fig. 1 einen mit einer Ausführungsform der Haubeneinheit
nach der Erfindung versehenen Behälter,
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie I-I durch den oberen
Teil des Gegenstands der Fig. 1,
Fig. 3 in größerem Maßstab einen axialen Schnitt durch eine
Haubeneinheit,
Fig. 4 einen Schnitt durch einen Einrasthaken zum Festhalten
des Befestigungsteils auf dem Behälter,
Fig. 5 einen axialen Schnitt durch eine Ausführungsform
einer Haube,
Fig. 6 einen axialen Schnitt durch eine Haubeneinheit, wobei
der Behälterhals konisch ist,
Fig. 7 einen axialen Schnitt durch eine Haubeneinheit, wobei
das Abreißrohr an der Haube ausgebildet ist,
Fig. 8 einen axialen Schnitt durch die Hälfte einer Standfuß
haube,
Fig. 9 eine Einzelheit eines Einrasthakens mit Verzahnung,
und
Fig. 10 in größerem Maßstab eine Einzelheit einer Ausführungs
form mit zwei Verbindungsstufen für die Konusteile.
Fig. 1 zeigt einen Behälter, z. B. eine Flasche 1, die mit
einer erfindungsgemäßen Haubeneinheit versehen ist. Die
Haubeneinheit umfaßt hier ein Befestigungsteil 2, das zur
Befestigung am Behälter 1 durch ein nicht gezeigtes Innen
gewinde, einen Einrasthaken 3 und eine Haube 4 ausgebildet
ist. Das Befestigungsteil 2 trägt oben einen Abreißstreifen
5, der mit einem Abreißrohr oder Abreißflügel 6 sowie einem
umlaufenden Schwächungsbereich 18 und ggf. einer quergehenden
Schwächungszone 22 ausgebildet ist.
Fig. 2 zeigt eine Einzelheit eines Schnittes nach der Linie I-I in
Fig. 1 durch die erfindungsgemäße Haubeneinheit, die oben am Be
hälter 1 angeordnet ist. Die Haubeneinheit umfaßt eine bekannte elas
tische Tropfenzählerröhre 7 mit einem engen Auslaufkanal 8, einer Aus
laufkanalmündung 9 und einer zwischen der Mündung des Behälters 1
und dem Befestigungsteil 2 festgeklemmten Dichtkragen 10. Wie ersicht
lich greift der Verriegelungshaken 3, der mit einem Schwächungsbereich
an seinem Fuß ausgebildet ist, in einen umlaufenden Behälterwulst 11
ein, um das Befestigungsteil 2 am Behälter 1 festzulegen. Ein Versuch
nach der Anordnung des Befestigungsteils 2 am Behälterhals, das Be
festigungsteil 2 abzuschrauben, wird zur Folge haben, daß der Ein
rasthaken 3 im Schwächungsbereich abbricht und so einen möglichen
Versuch, den Behälterinhalt zu verfälschen, verraten wird. Das Befes
tigungsteil 2 trägt oben einen radial nach innen versetzten Konusteil 12
mit einer Außenkonusfläche zum Eingreifen mit einer Innenkonusfläche
eines entsprechend ausgebildeten Konusteils 20 am unteren Ende der
Haube 4. Darüber hinaus trägt die Haube 4 auch, wie aus Fig. 1 er
sichtlich, eine Anzahl längsgehender Ribben 23, um den Griff um die
Haube 4 zu verbessern. Auch das Befestigungsteil 2 ist, wie in Fig. 1
gezeigt, mit solchen längsgehenden Ribben 23 versehen, so daß das
Befestigungsteil 2 festgehalten werden kann, wenn die Haube 4 gedreht
und vom Befestigungsteil abgezogen werden soll. Die Haube 4 ist unmit
telbar oberhalb ihres Konusteils 20 als ein zylindrisches Röhrenstück 24
ausgebildet, das am oberen Ende in ein schwach konisches Röhrenstück
24 kleineren Durchmessers übergeht, welches an seinem oberen Ende im
Inneren der Haube mit einem Verschlußstopfen 26 zum dichten Ver
schließen der Auslaufkanalmündung 9 der Tropfenzählerröhre 7 aus
gebildet ist.
Wie ersichtlich sind die Haube 4 und das Befestigungsteil 2 in
ihrer gegenseitigen Verbindungsbereichen mit zusammenwirkenden kom
plementär konischen Flächen der konischen Teile 12, 20 ausgebildet. Die
Konizität ist je nach dem für die konischen Flächen gewählten Material
so gewählt, daß die konischen Flächen selbstsperrend sind, wie es
z. B. bei einem Morsekonus der Fall ist. Außerdem ist die Haube auch
in diesem Falle, wie es deutlich aus Fig. 3 und 5 ersichtlich ist, mit
zusammenwirkenden, komplementär ausgebildeten umlaufenden Ein
rasthaken 9, 21 versehen, von denen der eine 19 aus elastisch nach
giebigem Werkstoff und über einen umlaufenden Schwächungsbereich 18
einstückig mit dem Befestigungsteil 2 ausgebildet ist. Im Beispiel nach
Fig. 1-5 sowie im Beispiel nach Fig. 6 bildet das Befestigungsteil 2 ein
vom Behälter 1 unabhängiges Teil, wobei das Befestigungsteil 2 zur
Anlage am Behälter, in diesem Falle an der Schulter des Behälters, an
seinen unteren Enden eine Schürze 16 aufweist, die mit mindestens
einem, vorzugsweise zwei Einrasthaken 3 ausgebildet ist, die sich, wie
in Fig. 3 und noch deutlicher in Fig. 4 gezeigt, radial nach innen und
nach oben erstrecken und zum Einrasten in den umlaufenden Behälter
wulst 11 bestimmt sind, wobei letzterer zur weiteren Sicherung des
Eingriffes mit dem Einrasthaken 3 auch als ein hakenförmiger Vorsprung
ausgebildet sein kann.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist im aufgesetzten Zustand der Haube
der Abstand zwischen dem inneren Vorsprung bzw. Verschlußstopfen
26 der Haube und der in Fig. 3 gezeigten Schulter 13 dem Abstand der
Mündung 9 vom Dichtkragen 10 angepaßt, wenn sich die Röhre 7 in
faltfreiem, in Längsrichtung leicht zusammengedrücktem Stand befindet,
so daß der Verschlußstopfen 26 dichtschließend die Mündung 9 ver
schließt, wenn die beiden Konusteile 12, 20 selbstsperrend miteinander
eingreifen. Dadurch entstehen Dichtflächen für den Behälterinhalt und
zwar an der Mündung 9 und am Dichtkragen 10 zwischen den zusammen
wirkenden konischen Flächen der Konusteile 12, 20 und ggf. auch
zwischen den zusammenwirkenden Einrasthaken 19 und 21.
Das Befestigungsteil 2 hat wie in Fig. 3 gezeigt ein Gewindeteil 14
mit einem dem Außengewinde des Behälters 1 entsprechenden Innen
gewinde sowie einer Schulter 13, die wie aus Fig. 2 ersichtlich zum
Festklemmen des Dichtkragens 10 mit der Mündung des Behälters 1
zusammenwirkt. In Fig. 3 ist außerdem eine umlaufende Ausnehmung 17
unter dem umlaufenden nach unten und nach innen gerichteten Ein
rasthaken 19 des Befestigungsteils 2 vorgesehen. Diese Ausnehmung 17
ist erforderlich, damit der Einrasthaken 21 der Haube 3 mit dem Haken
19 eingreifen kann. Das Befestigungsteil 2 kann statt mit einem Innen
gewinde im Teil 14 auch mit einer oder zwei umlaufenden Rillen ausge
bildet sein, die statt mit einem Außengewinde des Behälters mit einem
bzw. zwei umlaufenden Wulsten am Behälterhals 1 eingreifen. Das Befes
tigungsteil 2 aus elastischem Werkstoff kann durch die Schnappwirkung
der Wulste und Rillen am Behälterhals aufgesteckt werden, wobei es
gleichzeitig den Dichtkragen 10 dichtend gegen die Halsstirnfläche des
Behälters 1 hält.
Fig. 6 zeigt eine andere Ausführungsform, bei der der Abreiß
streifen 5 mit dem Abreißrohr 6 über den Schwächungsbereich 18 ein
stückig mit der Haube 4 ausgebildet ist, so daß es in diesem Falle die
Haube ist, die wenigstens aus elastisch nachgiebigem Werkstoff ausge
bildet sein muß, damit die Einrasthaken beim Aufsetzen der Haube nach
Auffüllen des Behälters ineinander einrasten können. Das Befestigungs
teil 2 ist hier statt mit dem Einrasthaken 19 mit einem umlaufenden,
nach unten und nach außen gerichteten Einrasthaken 30 versehen,
während die Haube 4 am Abreißstreifen 5 mit einem umlaufenden, nach
oben und nach unten gerichteten Einrasthaken 34 zum Hintergreifen des
Hakens 30 versehen ist. Aufgrund der Anordnung des Schwächungsbe
reiches 18 über dem Haken 34 und dessen Vertiefung für den Haken 30
wird die Haube nach Abreißen des Abreißstreifens 5 zur weiteren
Abdichtung oder Kompensation etwaigen Verschleißes der Konusteile 12,
20 weiter nach unten auf den Konusteil 12 verschoben werden können.
Fig. 7 zeigt eine weitere Ausführungsform, bei der das Befesti
gungsteil 2 weggelassen ist, und der Behälter 1A stattdessen mit einem
entsprechenden Konusteil 12A zum Eingriff mit dem Konusteil 20 der
Haube ausgebildet ist. Die Einrasthaken 34 bzw. 33 in der Haube 4A
bzw. am Hals des Behälters 1A sind entsprechend den in Fig. 6 gezeig
ten Einrasthaken angeordnet. Dadurch wird der erfindungsgemäße
Vorteil einer versiegelten und dichtschließenden Verbindung zwischen
dem Behälter 1A und der Haube 4A sichergestellt. Bei der dargestellten
Ausführungsform ist das Abreißrohr 6A im Gegensatz zum Abreißrohr
der in Fig. 6 gezeigten Ausführungsform unmittelbar neben der Schwäch
ungszone 18 ausgebildet. Außerdem ist eine Tropfenzählerröhre 7A von
einer anderen Ausgestaltung vorgesehen, die mit einem Randflansch 10A
zum Festkleben an der Stirnfläche des Konusteils 12A versehen ist. Da
durch wird eine sehr einfache Haubeneinheit nach der Erfindung er
zielt, die nur die Haube 1A selbst umfaßt.
Fig. 8 zeigt eine der Haube der Fig. 5 entsprechende Haube, die
jedoch einen Standfuß 35 aufweist, und von materialsparender Ausbil
dung des Verschlußstopfens 26 ist. Dadurch wird, falls die Bedie
nungsperson nach dem Gebrauch des Behälters versehentlich die Konus
teile nicht aneinander befestigt hat, das Eigengewicht des Behälters und
des Behälterinhaltes zum Abdichten der Dichtbereiche sowohl am Ver
schlußstopfen 26 und zwischen den Konusteilen beitragen, so daß die
Dichtfläche zwischen den Konusteilen erhalten bleibt. Fig. 8 zeigt
außerdem eine umlaufende Vertiefung 38 in der Konusfläche der Haube
4. Diese Vertiefung erleichtert das Abnehmen der Haube 4 vom Konus
teil des Befestigungsteils 2 oder des Behälters 1A ohne die Dichtfähig
keit zu beeinträchtigen.
Fig. 9 zeigt eine Einzelheit des Einrasthakens 21, wobei dieser mit
Ausnehmungen versehen ist, in welche entsprechende Zähne eingreifen
können, die unter dem Einrasthaken 19 ausgebildet sind. Die Einrast
haken sind somit mit komplementär ausgebildeten und miteinander zu
sammenwirkenden Verzahnungen ausgebildet, die nicht nur wie in Fig. 9
rechteckig, sondern auch sägezahnförmig mit einer solchen Neigung
ausgebildet sein können, daß die Verzahnungen, wenn die Haube in
Abschraubrichtung des Befestigungsteils gedreht wird, aufeinander
gleiten, ohne außer Eingriff miteinander zu kommen.
Bei der in Fig. 10 dargestellten Ausführungsform weist die eine
der konischen Flächen 12 oder 20 einen umlaufenden Wulst 40 auf, der
beim gegenseitig selbstsperrenden Zustand der beiden konischen Flächen
mit Spiel in der einen oder in beiden Richtungen in einer umlaufenden
Vertiefung 43 der anderen konischen Flächen liegt. Dadurch wird er
zielt, daß die Haube 4 wahlweise in einer oder zwei Handhabungsstufen
auf das Konusteil 12 des Befestigungsteils 2 oder auf das Konusteil 12A
des Behälters 1A aufgesetzt werden kann. In der ersten Stufe rastet
der Wulst 40 in die Vertiefung 43 bei 41 an deren unterem Ende ein,
und die Haube 4 wird durch die geringe Haltekraft des Wulstes 40 und
der Vertiefung 43 festgehalten. In der anderen Stufe gelangen die beiden
Konusflächen dagegen in selbstsperrenden Eingriff miteinander, nachdem
die beiden Konusflächen 12, 20 bzw. 12A, 20 während des Zusammen
führens relativ zueinander gedreht worden sind. Der Wulst 40 und die
Vertiefung 43 gelangen in der zweiten Stufe außer Eingriff miteinander
oder gehen wegen des Spiels 41, 42 nicht in stärkeren Eingriff mitein
ander.
Der Behälter 1 kann mit aufgesetzter Tropfenzählerröhre und ggf.
wenn das Befestigungsteil nicht am Behälter selbst ausgebildet ist, auch
mit aufgesetztem Befestigungsteil autoklaviert werden und ist auch nach
Aufsetzen der erfindungsgemäßen Haube effektiv versiegelt und abge
dichtet, nicht nur an dem Randflansch oder Dichtkragen 10 und der
Mündung 9 der Tropfenzählerröhre 7, sondern auch an dem konischen
Teil 20 der Haube. Im Falle daß ein Tropfenzählerröhre nicht vorgese
hen ist, werden erfindungsgemäß sowohl eine effektive Abdichtung als
auch eine Versiegelung gegen Verfälschung durch den konischen Teil 20
der Haube erzielt.
Die erfindungsgemäße Haubeneinheit eignet sich gut für Behälter
für sterile Flüssigkeiten wie Augentropfen, Nasentropfen, antiseptischen
Mittel, Ohrentropfen, Vitaminpräparate, Flüssigseife, Tusche, Tinte,
Soja, Parfüm, Reinigungsbenzin und für andere Zwecke, für die eine
tropfenweise Dosierung erwünscht ist. Ohne Tropfenzählerröhre auf dem
Behälter eignet sich die Haubeneinheit zum Verschließen und Versiegeln
von Augensalbentuben oder allgemein für Salbentuben, Zahnpastatuben,
Leimtuben und Spiritusschreiber, wo es erwünscht ist, daß der Inhalt
dichtschließend in den Behälter eingeschlossen und nicht bei den
Warenvorführungen teilweise verbraucht worden ist.
Claims (5)
1. Verschlußhaubeneinheit für einen Behälter (1) umfassend
zwei Teile, eine Haube (4) und einen Befestigungsteil (2)
zur Befestigung der Haube auf dem Behälter, wobei der
Befestigungsteil (2) von dem Behälter getrennt oder an
diesem ausgebildet sein kann und die Haube (4) einen
Konusteil (20) mit einer radial innen konischen Dichtungs
fläche aufweist, die mit einer radial außen konischen
Dichtungsfläche auf einem Konusteil (12) des Befestigungs
teils (2) zusammenwirkt, wobei die konischen Dichtungs
flächen der Konusteile (12, 20 oder 12a, 20) eine gegen
seitige selbstsperrende Konizität aufweisen und der Konus
teil (20) der Haube (4) dicht an dem offenen Ende der
Haube angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß zusammenwirkende, komplementäre und umlaufende Einrast
haken (19, 21 oder 30, 34 oder 33, 34) mit hakenförmigem
Querschnitt mit den Konusteilen verbunden sind, wobei von
den Einrasthaken der eine aus elastisch nachgiebigem
Werkstoff einstückig mit einem der beiden Konusteile über
einem umlaufenden Schwächungsbereich (18) ausgebildet ist,
und daß im aufgesetzten Zustand der Haube (4) am Befesti
gungsteil, d. h. wenn die Konusteile sich in gegenseitigem,
selbstsperrendem Eingriff befinden, ein Spielraum in
Längsverschiebungsrichtung der Haube zwischen der offenen
Endkante der Haube (4) und dem Befestigungsteil (2) vorge
sehen ist.
2. Verschlußhaubeneinheit nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der eine der Konusteile (12, 20) mindestens eine ganz
oder teilweise umlaufende Vertiefung (38 oder 43) in
seiner konischen Dichtungsfläche aufweist.
3. Verschlußhaubeneinheit nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die konische Dichtungsfläche des einen Konusteils (12)
einen umlaufenden Wulst (40) aufweist, der in dem selbst
sperrenden gegenseitigen Eingriff der zwei Dichtungsflächen
mit Spielräumen (41, 42) in einer umlaufenden Vertiefung
(43) in der konischen Dichtungsfläche des anderen Konus
teils (20) gelegen ist.
4. Verschlußhaubeneinheit nach Anspruch 1-3, wo der Befesti
gungsteil (82) ein selbständiger Teil zum Festmachen auf
dem Hals eines Behälters ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Befestigungsteil eine Schürze (16) zum Anliegen an
den Behälter (1) aufweist, vorzugsweise gegen dessen
Schulter, an dem seinem Konusteil (12) gegenüber befind
lichen Ende, wobei die Schürze mit einem, vorzugsweise mit
Schwächungsbereich versehenen, radial innen und in der
Schürze verlaufenden Einrasthaken (3) zum Eingriff mit
einem außen am Behälter angeordneten Vorsprung (11) ver
sehen ist.
5. Verschlußhaubeneinheit nach Anspruch 1-4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Haube (4) an ihrem geschlossenen, d. h. dem Ein
rasthaken (21) gegenüber befindlichen Ende einen größeren
Durchmesser als der Einrasthaken aufweist, und wobei die
Haube eine sogenannte Standfußhaube ist, so daß der Be
hälter mit seinem Befestigungsteil (2 oder 12a) in der
Haube (4) umgekehrt auf einer Unterlage stehen kann (Fig.
8).
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|---|---|---|---|
| DK186081 | 1981-04-27 |
Publications (2)
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| DE3215522C2 true DE3215522C2 (de) | 1991-06-27 |
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| GB (1) | GB2097367B (de) |
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