DE3216042C2 - - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Ferner betrifft die
Erfindung Einschmelzvorrichtungen zur Durchführung eines solchen
Verfahrens.
Die elektrostatischen Linsenelemente eines Elektronenstrahl
erzeugungssystems sind in einer Reihe angeordnet, um
wenigstens einen Elektronenstrahl entlang eines im wesent
lichen longitudinal verlaufenden Elektronenstrahlweges
zu beschleunigen und zu fokussieren. Die Linsenelemente
des Strahlerzeugungssystems sind an mindestens zwei, im
wesentlichen longitudinal verlaufenden isolierenden Halte
stäben mit Hilfe von Haltelaschen, die von den Linsenele
menten vorspringen und in die Haltestäbe eingebettet sind,
mechanisch gehaltert.
Die Haltelaschen können entweder zusammen mit den Linsen
elementen aus einem Stück geformt sein oder z. B. durch
Anschweißen am Körper der Linsenelemente angebracht sein.
In beiden Fällen haben die in die Haltestäbe eingebetteten
Teile der Haltelaschen geformte Vorsprünge oder Klauen,
die am Ende der Haltelaschen gebildet sind, um diese fest
in den Haltestäben zu verankern. Die Befestigung der Laschen
an den Haltestäben erfolgt durch eine Operation, die als
Einbetten oder Einschmelzen bezeichnet wird. Ein Beispiel
einer Einschmelzvorrichtung ist aus der US-PS 35 27 588
(Aiken et al) vom 8. September 1970 bekannt. Während des
Einschmelzvorganges kommt es gelegentlich vor, daß einer
oder mehrere der Haltestäbe nicht richtig ausgerichtet
sind, was zu einem unrichtigen Abstand zwischen den Lin
senelementen oder einer ungenügenden Abdeckung der Klauen
der Haltelaschen durch die isolierenden Haltestäbe führt.
Beides ist unerwünscht, da es zu einer Verzerrung des
elektrostatischen Feldes im Elektronenstrahlerzeugungs
system führt, durch die der Elektronenstrahl gestört wird.
Es ist aus der US-PS 36 09 400 (Marks et al) vom 28. Sep
tember 1971 bekannt, die Ausrichtung der Haltestäbe durch
eine Verkleinerung der seitlichen Bewegung der Haltestäbe
zu verbessern. Hierbei wird, wie in den Fig. 1 und 1a
der vorliegenden Anmeldung dargestellt ist, ein Einschmelz
supportblock A verwendet, der einen Supporttrog B
aufweist, in den ein isolierender Haltestab C eingepaßt
ist. Die Genauigkeit der Ausrichtung des Haltestabes
hängt von der Genauigkeit ab, mit der die Breite des Halte
stabes kontrolliert werden kann. Die derzeitige industrielle
Breitentoleranz für gepreßte, vielgestaltige Haltestäbe
mit einer Länge bis zu 49 mm beträgt ± 0,254 mm. Die Pfeile
in Fig. 1a und 1b zeigen die Richtung der Bewegung des
Supportblocks A während des Einschmelzvorganges.
Eine ähnliche Einschmelzvorrichtung zum Herstellen eines
Elektronenstrahlerzeugungssystems einer Bildaufnahme- oder
Kameraröhre ist aus der US-PS 41 69 239 (Ehata et al)
vom 25. September 1979 bekannt. Die Konstruktion dieser
Vorrichtung ist in den Fig. 2 und 3 der vorliegenden
Anmeldung dargestellt. Die isolierenden Haltestäbe E
sind auf Einschmelzsupporten D gehaltert, die gegen die
aufeinander gestapelten Linsenelemente geschwenkt werden.
In der Patentschrift wird dargelegt, daß die Genauigkeit,
mit der die Elektroden montiert werden, wegen des thermi
schen und mechanischen Schocks, der auftritt, wenn der
geschmolzene Haltestab die Haltelaschen der Linsenelemente
berührt, beeinträchtigt wird, wenn die Viskosität des
geschmolzenen Glas-Haltestabes klein ist.
In der Technik ist es außerdem bekannt, daß eine sichere,
wenn auch etwas zufällige Positionierung der isolierenden
Haltestäbe auf einer Support-Fläche dadurch erreicht wer
den kann, daß der Support mit einer Vakuumhalterung ver
sehen wird. In der Praxis kann, wenn der Haltestab durch
einen Vakuumwandler in vertikaler Lage gehalten wird, die
Vakuumhaltekraft abgeschaltet werden, wenn die Einschmelz
flammen eingestellt werden, um eine Verunreinigung durch
gasförmige Verbrennungprodukte zu vermeiden. Es wurde
festgestellt, daß die Rückhaltekraft der auftreffenden
Gasflamme groß genug ist, um den Haltestab in vertikaler
Lage zu fixieren. Wegen der Wechselbeziehung der Breiten
toleranzen des Haltestabes und der Support-Fläche kann
der Haltestab jedoch beim anfänglichen Aufsetzen in seit
licher Richtung versetzt werden, was zu einer falschen
Ausrichtung des Haltestabes führt.
In der gleichrangigen DE-OS 32 16 041 ist ein Elektronenstrahlerzeugungssystem
beschrieben, das mindestens zwei selbstjustierende
Haltestäbe aufweist, von denen jeder mindestens zwei
Positionierungsausnehmungen in einer Ober
fläche aufweist, um die Haltestäbe während des Einschmelz
vorganges richtig auszurichten. Die Positionierungsaus
nehmungen gestatten es, die Haltestäbe mit den Klauen der
Haltelaschen der Linsenelemente zu verschmelzen, ohne auf
die Breitentoleranzen der Haltestäbe Rücksicht nehmen
zu müssen.
Durch die vorliegende Erfindung sollen ein Verfahren und
eine Vorrichtung zum Einschmelzen der Haltelaschen von
Linsenelementen eines Elektronenstrahlerzeugungssystems
in isolierende Haltestäbe angegeben werden, welche eine
exakte Positionierung der Linsenelemente gewährleisten.
Diese Aufgabe wird durch das im Patentanspruch 1 gekenn
zeichnete Verfahren gelöst. Ein Unteranspruch betrifft
eine vorteilhafte Ausgestaltung dieses Verfahrens. Weitere
Ansprüche betreffen Einschmelzvorrichtungen
zur Durchführung des Verfahrens gemäß Anspruch 1.
Durch das Verfahren und die Einschmelzvorrichtung gemäß der Erfin
dung wird mit einfachen Mitteln eine exakte Positionierung
der Linsenelemente des Elektronenstrahlerzeugungssystems
gewährleistet, ohne daß bei den isolierenden Haltestäben
oder der Einschmelzvorrichtung besondere Anforderungen
an die Breitentoleranzen gestellt werden.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Teiles eines
Elektronenstrahlerzeugungssystems und einer
bekannten Einschmelzvorrichtung zur Erläuterung
eines bekannten Verfahrens zur Montage des
Elektronenstrahlerzeugungssystems;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines Teiles einer
bekannten Einschmelzvorrichtung zum Montieren
eines Elektronenstrahlerzeugungssystems;
Fig. 3 eine Draufsicht der in Fig. 2 dargestellten
Einschmelzvorrichtung in Richtung von Pfeilen 3-3
der Fig. 2;
Fig. 4 eine aufgeschnittene Ansicht der Vorderseite
eines Elektronenstrahlerzeugungssystems, das ge
mäß dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt
wurde;
Fig. 5 eine aufgeschnittene, in Richtung der Pfeile 5-5
der Fig. 4 gesehene Seitenansicht des Elektronen
strahlerzeugungssystems gemäß Fig. 4;
Fig. 6 eine Draufsicht eines Support
blockes einer Einschmelzvorrichtung gemäß einem
Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 7 eine Seitenansicht in einer Schnittebene 7-7
der Fig. 6;
Fig. 8 eine teilweise Stirnansicht in einer Schnitt
ebene 8-8 der Fig. 6; und
Fig. 9 eine Seitenansicht eines anderen Ausführungs
beispiels einer Einschmelzvorrichtung gemäß der
Erfindung.
Die Fig. 4 und 5 zeigen strukturelle Details eines
Elektronenstrahlerzeugungssystems, das im Hals einer
Kathodenstrahlröhre angeordnet ist. Die Kathodenstrahl
röhre enthält einen evakuierten Glaskolben 11, der bei
einer vollständigen Röhre eine rechteckige Frontglaswanne
(nicht dargestellt) und einen Kolbentrichter, der mit einem
Hals 13 einstückig verbunden ist, enthält. Ein Glasfuß 15, der eine
Vielzahl von Stiften aufweist, die sich durch
ihn hindurch erstrecken, verschließt das Ende des Halses 13.
Außerhalb des Kolbens 11 ist an den Stiften 17 ein Sockel 19
angebracht. Zentrisch im Hals 13 ist ein verschmolzenes
Zweigpotential-Inline-Elektronenstrahlerzeugungssystem 21
angeordnet, das dazu dient, drei Elektronenstrahlen zu
erzeugen und längs in einer Ebene liegender, konvergierender
Wege, die eine gemeinsame, im wesentlichen longitudinale
Richtung haben, auf einen nicht dargestellten Bildschirm
zu richten.
Das Strahlerzeugungssystem enthält zwei Halte
stäbe 23 a und 23 b aus Glas, durch die die einzelnen Elektroden
so gehaltert sind, daß sich eine zusammenhängende Einheit ergibt,
wie sie in der Technik im allgemeinen verwendet wird. Die
Elektroden enthalten drei in Querrichtung im wesent
lichen gleich beabstandete, in einer Ebene liegende
Kathoden (je eine zur Erzeugung eines Strahls), eine
Steuergitterelektrode 27 (die auch als G 1 bezeichnet wird),
eine Schirmgitterelektrode 29 (die auch als G 2 bezeich
net wird), eine erste Beschleunigungs- und Fokussierungs
elektrode 31 (die auch als G 3 bezeichnet wird) und eine
zweite Beschleunigungs- und Fokussierungselektrode 33
(die auch als G 4 bezeichnet wird), auf die ein Abschirm
becher 35 folgt. Die Elektroden sind in Längsrichtung
mit Abständen in der angegebenen Reihenfolge entlang
der Haltestäbe 23 a und 23 b angeordnet. Die verschiedenen
Elektroden des Strahlerzeugungssystems 21 sind mit den
Stiften entweder direkt oder über Metallstreifen 37
elektrisch verbunden. Das Strahlerzeugungssystem 21 wird
auf den Stiften 17 im Hals 13 und mit Federfingern 39
am Abschirmbecher 35, die an einer Innenbeschichtung
41 auf der Innenseite des Halses 13 anliegen und Kontakt
mit dieser Beschichtung machen, in einer vorgegebenen
Lage gehalten. Die Innenbeschichtung 31 erstreckt sich
über die innere Oberfläche des trichterförmigen Kolben
teils und ist mit einem nicht dargestellten Anodenan
schluß verbunden.
Die Haltestäbe 23 a und 23 b haben beide je eine Montage
fläche 45 und eine Haltefläche 47. An den
beiden Kanten der Stäbe, die an die
Haltefläche angrenzen, sind Abschrägungen von etwa
30° gebildet, um den nachfolgenden Einschmelz- oder Ein
bettungsvorgang zu erleichtern. Die Elektroden 25 bis 33
weisen jeweils Haltelaschen auf, die in die Montageflächen
45 der Halterungsstäbe 23 a und 23 b eingebettet werden.
In den Halteflächen 47 der Haltestäbe 23 a
und 23 b sind mindestens zwei
Positionierungsausnehmungen 49 und 51 geformt. Die Po
sitionierungsausnehmungen 49 und 51 liegen auf der
Mittellinie der longitudinal verlaufenden Achse der
Haltestäbe. Die Positonierungsausnehmungen 49 und 51
haben dieselben seitlichen Abmessungen, wenn jedoch
eine der beiden eine andere Abmessung hat als die an
dere, kann eine eindeutige Positionierung erreicht wer
den.
Wie in den Fig. 4 und 5 dargestellt ist, haben die
jeweils in den Haltestäben 23 a und 23 b gebildeten Po
sitionierungsausnehmungen 49 und 51 eine im wesentlichen
rechteckige Form und reichen bis zu einer Tiefe von etwa
1,5 mm in den Körper der Haltestäbe hinein. Die Positionie
rungsausnehmungen 49 und 51 sind typischerweise etwa 5 mm
lang und etwa 3 mm breit. Wenn die Haltestäbe beim Glühen
oder Glasieren mit den Positionierungsausnehmungen 49
und 51 den glasierenden Flammen ausgesetzt werden, wird
die Geometrie der Positionierungsausnehmungen, die sich
durch das Pressen ergeben hat, nicht in die geglühten
Stäbe übertragen. In diesem Falle nehmen die Positionie
rungsausnehmungen 49 und 51 eine leicht elliptische
und parabolische Form entlang der Haupt- und Nebenachse
der Haltestäbe an. Während des Einbettungsvorganges sind
die Haltestäbe 23 a und 23 b in longitudinaler Richtung
wegen der länglichen Positionierungsausnehmungen 49 und
51 beweglich, in der seitlichen Richtung jedoch fixiert.
Eine andere Ausführungsform von Haltestäben 123 a ist in
den Fig. 6 und 7 dargestellt. Bei dieser Ausführungs
form hat eine erste Positionierungsausnehmung 149 eine
Längsabmessung, die größer ist als die Querabmessung während
eine zweite Positionierungsausnehmung 151 im wesentlichen
kreisförmig ist und damit eine Konfiguration mit minimaler
Oberfläche bildet. Bei dieser Ausführungsform ist der
Haltestab während des Einschmelzvorganges sowohl in der
Längsrichtung als auch in der Querrichtung fixiert.
Eine der Positionierungsausnehmungen, z. B. die Ausneh
mung 149, sollte in Längsrichtung beweglich sein, damit
keine Probleme hinsichtlich der Toleranz des Abstandes
zwischen den Positionierungsausnehmungen 149 und 151
auftreten. Die Positionierungsausnehmung 149 ist typi
scherweise etwa 5 mm lang und etwa 3 mm breit während
die Ausnehmung 151 einen Durchmesser von etwa 3 mm hat.
Um das Elektronenstrahlerzeugungssystem mit Hilfe der
selbstjustierenden Haltestäbe 23 a und 23 b oder 123 a
zu montieren werden die System- und Linsenelemente auf
einen Dorn (nicht dargestellt) gestapelt. In den Fig.
6 bis 8 ist beispielsweise ein Haltestab 123 a darge
stellt, der auf einer Einschmelzvorrichtung angeordnet
ist, die ähnlich wie jene ist, die in der bereits er
wählten US-PS 35 27 588 beschrieben ist. Die Einschmelz
vorrichtung enthält hier jedoch mindestens zwei neuar
tige Einschmelzsupportblöcke 160. Die Support
blöcke sind auf entgegengesetzten Seiten des Dorns ange
ordnet und verlaufen im wesentlichen vertikal. Die Halte
stäbe 123 a werden an den Supportblöcken 160 angebracht
und auf die Einschmelztemperatur erhitzt. Wenn die Ein
schmelzstäbe die Einschmelztemperatur erreicht haben,
werden die Supportblöcke der Einschmelzvorrichtung auf
den Dorn zugeschwenkt, bis die Klauen der Haltelaschen
in die Haltestäbe 123 a eingebettet sind. Einer der Support
blöcke 160 ist in den Fig. 6 bis 8 dargestellt. Wie
die Fig. 6 und 7 zeigen, enthält der Einschmelz
supportblock 160 ein Basisteil 162 und einen Support
sockel 164. Das Basisteil 162 und der
Supportsockel 164 sind vorzugsweise aus einem einzigen
Metallstück, z. B. aus Edelstahl, herausgearbeitet, alter
nativ können die Stücke auch einzeln gebildet und lösbar
verbunden sein, um den Einschmelzsupportblock 160
zu bilden.
Im Basisteil 162 ist eine Leitung 166,
z. B. durch Bohren, gebildet, die sich von einer äußeren
Oberfläche 168 in Längsrichtung über eine Strecke durch
das Basisteil erstreckt, die kleiner ist als die Länge
des Basisteils. Die Leitung 166 endet an einer inneren
Wand 170, die im Abstand von einer zweiten äußeren Ober
fläche 172, gegenüber der Oberfläche 168 verläuft. In
einer Bodenfläche 176 des Basisteils 172 ist eine Thermo
element-Öffnung 174 gebildet, die sich in den Support
sockel 164 erstreckt. Von der Bodenfläche 176 des Basis
teils 162 springen zwei Stützen 178 und 180 vor, um
die Supportblöcke auf einem Paar von Halterahmen (nicht
dargestellt) zu haltern, welche während des Einschmelz
vorganges in Richtung auf den Dorn geschwenkt werden
können.
Der Supportsockel 164 des Supportblocks 160 enthält eine
Einschmelz-Haltefläche 182, in der mindestens zwei
Öffnungen 183 und 184 geformt sind. Die Öffnungen gehen
durch den Supportsockel 164 und enden in der Leitung 166.
Die Öffnungen 183 und 184 sind längs der Längsachse
der Haltefläche 182 ausgerichtet.
Ein Paar von Positionierungsstiften 186 und
188, die Bezugsenden 190 bzw. 192 haben, sind im Preß
sitz in die Öffnungen 183 und 184 eingesetzt. Die
Bezugsenden 190 und 192 der Positionierungsstifte
186 bzw. 188 haben die Form eines Pyramidenstumpfs, der
sich über die Haltefläche 182 hinaus
erstreckt. Die Höhe der Bezugsenden 190 und 192 ist so
eingestellt, daß die Enden in die Positionierungsaus
nehmungen der isolierenden Haltestäbe 123 a und 123 b
reichen und die Haltestäbe berühren.
Mindestens einer, vorzugsweise beide Positionierungs
stifte 186 und 188 sind mit einer Positionierungsstift
öffnung 194 versehen, die sich längs der Mittellinie des
Positionierungsstiftes durch diesen erstreckt. Die Öff
nungen 194 gestattet einem Vakuum von einer nicht darge
stellten äußeren Quelle, den Haltestab 123 a in Berührung
mit den Bezugsenden 190 und 192 der Positionierungsstifte
186 und 188 zu halten. Das Vakuum wird über die Leitung
166 im Basisteil, durch die Öffnungen 183 und 184 in
der Haltefläche und durch die Positionierungsstift
öffnungen 194 auf den isolierenden Haltestab 123 a über
tragen. Zur Überwachung der Einschmelztemperatur ist ein
Thermoelement (nicht dargestellt) vakuumdicht in der
Thermoelement-Öffnung 174 befestigt. Die Breite der
kanalartigen Leitung 166 ist größer als der Durchmesser
der Thermoelement-Öffnung 174, so daß das Vakuum durch
die Öffnung 173 und die Stiftöffnung 194 zur Einwirkung
kommt.
Bei der bekannten Einschmelzvorrichtung gemäß Fig. 1
bis 3 ist ein bekanntes Problem das der Sublimation. Die
Gasflamme, die auf die isolierenden Haltestäbe auftrifft,
um sie bis zur Einschmelztemperatur zu erhitzen, bläst
Rückstände weg, die sich auf den kälteren Oberflächen
der Einschmelzvorrichtung und vor allem auf den angrenzenden
Oberflächen der Einschmelzsupportblöcke ansammelt.
Das Sublimationsprodukt, das hauptsächlich aus Kalium
metaborat besteht, hat eine hohe Löslichkeit im Glas der
Haltestäbe. Die dabei entstehende unterschiedliche Aus
dehnung verursacht mosaikartige Risse in den Haltestäben.
Die mosaikartigen Risse wirken als potentielle Quelle
für Glassplitter in der Röhre. Durch eine strukturelle
Modifikation des Supportsockels 164,
wie es in Fig. 8 dargestellt ist, konnte das Auftreten
solcher mosaikartiger Risse praktisch beseitigt werden.
Die Haltefläche 182 des Supportsockels 184
hat eine im wesentlichen trogartige Kontur mit einem im
wesentlichen ebenen Mittelteil 196 und zwei nach außen
abgeschrägten (etwa 30° vom flachen Mittelteil nach oben
geneigten), nach oben gerichteten und in Längsrichtung
verlaufenden Seitenwänden 198 und 200.
Die Breite der Haltefläche 182 ist kleiner als die
Breite des Haltestabs 123 a, so daß das Sublimations
produkt keine an den Haltestab angrenzende Oberfläche
findet, auf der es sich ansammeln könnte. Bei der
Anordnung gemäß Fig. 8 trifft die Einschmelzflamme
(nicht dargestellt) auf den Haltestab 123 a senkrecht
zur Oberfläche 145 auf. Um weiter zu verhindern, daß
sich kein Sublimationsprodukt auf dem Supportsockel
164 absetzt, sind zwei einspringende Kerben
202 und 204, die einen Winkel von etwa 10° bezüglich
der Normalen bilden, vorgesehen, die sich in Längs
richtung der äußeren Oberfläche der Seitenwände 198
bzw. 200 erstrecken.
Fig. 9 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel der neuen
Einschmelzvorrichtung, wobei jedoch nur eine Hälfte
dargestellt ist. Ein identisches Element bildet die
andere Hälfte der Vorrichtung. Bei diesem Ausführungs
beispiel enthält die Einschmelzvorrichtung einen Ein
schmelzsupportblock 260. Der Supportblock 260
stimmt mit dem in den Fig. 6 bis 8 dargestellten
Supportblock 160 überein mit der Ausnahme, daß ein
Unterstützungs- oder Supportfuß 261 hinzugefügt wurde,
um die longitudinale Bewegung des isolierenden Halte
stabes 23 a, in dem im wesentlichen rechteckige Positionie
rungsausnehmungen 49 und 51 gebildet sind, weiter ein
zuschränken. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist der Halte
stab sowohl durch eine Vakuumhaltekraft von einer äußeren
Quelle (nicht dargestellt) als auch durch den Support
fuß 261, der die longitudinale Bewegung des Haltestabes
23 a begrenzt, befestigt und in Berührung mit den Positionie
rungsstiften gehalten.
Claims (9)
1. Verfahren zum Herstellen eines Elektronenstrahlerzeugungs
systems, das isolierende Haltestäbe (23 a, 23 b; 123 a) mit
einer Oberfläche (47) enthält, in der eine Anzahl von Posi
tionierungsausnehmungen (49, 51; 149, 151) gebildet sind,
bei dem Haltelaschen der Elektroden des Elektronenstrahlerzeu
gungssystems in die isolierenden Haltestäbe eingeschmolzen
werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Einschmelzvorrichtung mit Halteflächen (182) verwendet
wird, an denen jeweils eine Anzahl von Positionierungsvorsprün
gen (190, 192) derart gebildet sind, daß ihre Anzahl und
ihre Anordnung gleich der der Positionierungsausnehmungen
(49, 51; 149, 151) der isolierenden Haltestäbe (23 a, 23 b,
123) ist und daß die isolierenden Haltestäbe mit den die
Positionierungsausnehmungen enthaltenden Anlageflächen auf
die Halteflächen der Einschmelzvorrichtung so aufgebracht
werden, daß die Positionierungsvorsprünge in die Positionie
rungsausnehmungen ragen, und in der auf diese Weise festgeleg
ten Orientierung von der Einschmelzvorrichtung während des
Einschmelzens der Haltelaschen der Elektroden in die isolieren
den Haltestäbe gehalten werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Haltestab (123 a) dadurch in Berührung mit der Haltefläche (182) der Einschmelz
vorrichtung gehalten wird, daß ein Vakuum durch mindestens
einen der Vorsprünge (190) auf den
Stab zur Einwirkung gebracht wird.
3. Einschmelzvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, mit mindestens zwei Einschmelz
supportblöcken
(160; 260), die jeweils eine Haltefläche
(182) zur Halterung eines der isolierenden Halte
stäbe (23 a, 23 b; 123 a)
aufweist, gekennzeichnet durch
mehrere Positionierungsstifte (186, 188), die jeweils
in einem Loch der Haltefläche angeordnet sind und einen
Positionierungsvorsprung (190, 192) bilden, der sich über die
Haltefläche (182) hinaus in eine Positionierungsausnehmung
(49, 51; 149, 151) eines der isolierenden Halte
stäbe erstreckt, und durch
eine Halterungseinrichtung (166, 183, 194) die die Haltestäbe in Berührung mit den Positionierungsstif ten hält.
eine Halterungseinrichtung (166, 183, 194) die die Haltestäbe in Berührung mit den Positionierungsstif ten hält.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Supportblöcke (160) einen Basisteil (162)
und einen Support (164) aufweisen, der
die Haltefläche bildet,
die trogartig ist und einen im wesent
lichen ebenen Mittelteil (196) sowie zwei nach außen
abgeschrägte, in Längsrichtung verlaufende Seiten
wände (198, 200) aufweist, die über das ebene Mittel
teil vorspringen (Fig. 8).
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Supportsockel (164) eine einspringende Kerbe
(202, 204) aufweist, die longitudinal entlang einer
anderen Fläche jeder der Seitenwände (198, 200), die an die
Haltefläche (182) angrenzen, verläuft.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens einer der Positionierungsstifte (186),
die in den Öffnungen (183, 184) der Haltefläche (182)
angeordnet sind, eine Positionierungsstiftöffnung (194)
aufweist, die sich längs der Mittellinie durch den
Stift erstreckt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Halterungsvorrichtung eine Anordnung zur Auf
rechterhaltung eines Vakuums mit einer
im Basisteil (162) gebildeten Leitung (166)
enthält, die mit den Öffnungen (183,
184) in der Haltefläche (182) und mit der Stift
öffnung (194) in mindestens einem der Positionierungs
stifte (186) kommuniziert.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Positionierungsvorsprünge (190, 192) der Positionierungsstifte
(186, 188), die in die Positionierungsausnehmungen
(49, 51; 149, 151) der isolierenden Haltestäbe (23 a,
23 b; 123 a) vorspringen, die Form eines Pyramidenstumpfes
haben.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß am einen Ende der Supportblöcke (260) ein Stütz
fuß (261) angebracht ist, der sich über die Haltefläche
der Blöcke hinaus erstreckt.
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