DE321708C - Plattensprechmaschine mit Kraftantrieb und Bedienung einer Ausrueckvorrichtung durch den Schalldosentraeger am Schlusse des Spiels - Google Patents
Plattensprechmaschine mit Kraftantrieb und Bedienung einer Ausrueckvorrichtung durch den Schalldosentraeger am Schlusse des SpielsInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung ist eine Plattensprechmaschine mit Kraftantrieb und selbsttätiger
Bedienung einer Ausrückvorrichtung durch den Schalldosenträger am Schlüsse des
Spieles und im besonderen eine derartige selbsttätige Ausrückung, die nicht die Schallplatte
durch Bremsung zum Stillstand bringt, sondern gleichzeitig sowohl den Antrieb abstellt
als auch die Sprechmaschine vom Antriebe abkuppelt, so daß schnellstes Stillsetzen
und größtmögliche Schonung der Getriebeteile ereicht werden. Insbesondere eignet
sich die neue Vorrichtung für mittels Elektromotors angetriebene Sprechmaschinen.
Die beiliegenden Zeichnungen stellen beispielsweise eine solche Ausführungsform der
Erfindung dar.
Fig. ι ist ein senkrediter Längsschnitt der
vollständigen Sprechmaschine, die in ein Gehäuse eingeschlossen gedacht ist, und zeigt
die verschiedenen Teile in ihrem Zusammenbau und Zusammenwirken, und zwar in der
Stellung, die sie kürz vor dem Stillstand der Maschine einnehmen.
Fig. 2 gibt eine Draufsicht der Vorrichtung für das selbsttätige Abstellen,am Ende
des Laufes der Schallplatte, und
Fig. 3 in größerem Maßstabe in senkrechtem Schnitt den Teil für den Antrieb der
Kupplung der die Schallplatte tragenden j Scheibe, und zwar in Richtung senkrecht zu
der gemäß Fig. r gesehen, während
Fig. 4 im einzelnen die Einrichtung für : das Ausrücken von Hand zu einem beliebigen
! Zeitpunkt während des Laufes der Maschine veranschaulicht.
Die Sprechmaschine wird, beispielsweise j mittels Elektromotors 1 angetrieben, der in
bekannter Weise an einem federnd aufgehängten Rahmen, z. B. an Riemen 2, aufgehängt
ist, um jede Erschütterung abzudämpfen und deren Übertragung auf die Sprechmaschine selbst zu verhindern.
Mittels eines Riemens 8 treibt die Scheibe 9 des Motors über die Scheibe 10 die Welle 11.
Auf dieser verschiebbar, aber nicht drehbar, sitzt ein Reibrad 12 aus Gummi oder anderem
geeigneten Material, das durch Reibung seine Drehbewegung auf die wagerecht angeordnete,
auf ,der Plattentellerachse 18 sitzende Reibscheibe 13 überträgt, so daß beim
Verschieben dieses Reibrades 12, etwa mittels
Gestänges und Zahnstange 16 sowie Zahnrades 17, in bekannter Weise die Übersetzung
zwischen der Welle 11 und der Plattentellerachse 18 geändert werden kann.
Die senkrechte Plattentellerachse 18 ist nur vermittels einer Feder mit der Reibscheibe 13
verbunden, die also auf ihr auf- und abwärts gleiten kann. Die Welle 18 trägt die obere
Platte 19, den Plattenteller, auf den man die Lautschriftplatte 20 aufsetzen kann.
Die im nachstehenden beschriebene Einrichtung, die für das selbsttätige Anhalten der
Maschine bzw. der Lautschriftplatte 20 am Ende des Vortragsstückes o. dgl. dient, bildet
den Gegenstand der vorliegenden Erfindung. Man hat bereits zahlreiche derartige Einrichtungen
vorgeschlagen, jedoch von diesen bekannten Einrichtungen unterscheidet sich die
vorliegende dadurch, daß das Stillsetzen in doppelter Weise zwecks augenblicklichen
Anhaltens sowohl durch Abschalten des Antriebsmotors (beispielsweise des in der Zeichnung
angegebenen Elektromotors) als auch gleichzeitig durch Ausrücken des Reibkupplungsgetriebes
geschieht.
Dieses Stillsetzen kann in gleicher Weise auch außerdem von Hand in einem beliebigen
so Augenblick während des Ganges bewirkt
werden.
Das Einschalten oder das Abstellen des Antriebsmotors geschieht mittels des Hebels
25, der einen Anlasser 26 entsprechend schaltet. Der Hebel 25 ist mit einer Schubstange
27 verbunden, die mit dem anderen Ende an einem auf einer Welle 29 befestigten, einen
Sperrzapfen 30 tragenden Hebel 28 angelenkt ist. Auf der Welle 29 ist ferner noch eine
Kurvenscheibe 31 fest aufgesetzt, die bei ihrer Drehung mit der Welle 29 einen Schieber
32 (siehe Fig. 3) in senkrechter Richtung auf und ab bewegt und mittels dessen den
einen Arm eines Doppelhebels 32'. Der andere Arm des letzteren ist gegabelt und unterfaßt
eine die senkrechte Welle 18 umgebende, mit der Reibscheibe 13 fest verbundene
Hülse 18', die sich zwangläufig mit der Welle dreht, aber auf ihr in achsialer Richtung
sich verschieben kann. Wenn also die Kurvenscheibe 31 den doppelarmigen Hebel
32' im Sinne des Pfeiles / (Fig. 3) schwenkt, so wird die Hülse 18' und infolgedessen auch ■
die Scheibe 13 angehoben, von der Reibrolle 12 entfernt und damit die Reibkupplung gelöst.
Das Lagergestell, in dem die Welle 29 ruht,
trägt noch eine zweite Welle 33, die als Zapfen" für zwei starr auf sie aufgesetzte, ;
miteinander durch eine Platte 35 an ihren : freien Enden verbundene Winkelhebel 34
dient. Der eine dieser Hebel ist derart bemessen, daß er mit seinem oberen hakenförmigen
Ende den Zapfen 30 des Hebels 28 umfassen kann, wie dies in Fig. 1 dargestellt
ist. Die Hebel 34 werden für gewöhnlich in der in dieser Figur gezeigten Stellung durch
eine Schraubenfeder 33' gehalten, die um die Welle 33 gewunden und mit dem einen Ende
mit dieser fest verbunden, mit dem anderen aber am Gestell befestigt ist. i
Ein Federhammer 36, der mit einer in beliebiger geeigneter Weise mittels geeigneter
Befestigungsteile auf einem Arm 38 gehaltenen Platte 37 verbunden ist,' dient dazu,
durch seinen Stoß gegen die Platte 35 im geeigneten Augenblick plötzlich den Hebel 34
vom Zapfen 30 wegzuschlagen. Der Arm 38 sitzt an einer auf einer senkrechten Achse 40
befestigten Nabe 39, während auf dem oberen Ende dieser Achse 40 ein Hebel 41 aufgesetzt
ist, der sich auf die Lautschriftplatte 20 auflegen kann und dessen Bedeutung später
noch näher erläutert werden soll.
Ein zweiter, und zwar auf der senkrechten Welle 43 aufgekeilter Arm 42, der an seinem
freien Ende einen Kopf 44 mit Anschlagregelschraube 45 trägt, dient für die Auslösung
des Hammers 36. Ein Finger 46, der mit der Platte 37 fest verbunden ist, stößt bei der Drehung der Achse 40 für das Wiedereinstellen
der Sprechmaschine gegen das Führungslineal 47, das am Maschinengehäuse befestigt ist, und gleitet an diesem entlang,
dabei den Hammer 36 wieder nach seiner vorhergehenden Auslösung in die Sperrstel-
■ lung zurückführend, so daß er für eine neue
■ Auslösung gespannt ist.
Ein auf einer Achse 49 befestigter Hebel 48 kann außerhalb des Maschinengehäuses go
bedient werden, derart, daß man die Auslösung der Winkelhebel 34 zu jeder beliebigen
Zeit von Hand herbeiführen kann.
Das selbsttätige Abstellen am Ende des Vortragsstückes wird in der folgenden Weise
bewirkt:
Der Arm 41 ist bei Beginn des Stückes in die geeignete Stellung, d. h. an den Anfang
der Leerkurven am äußeren Rande der Lautschrift- oder Schallplatte 20, gebracht worden.
In diesem Augenblick nimmt die Einrichtung, insbesondere die Arme 38 und 41, die
in Fig. 2 gezeichnete Stellung ein, die dort für den Augenblick kurz vor der Auslösung
gezeigt ist. Die Abstellung wird genau in dem Augenblicke erfolgen, in dem der Hammer
36 plötzlich gegen die Verbindungsstange 35 der Hebel 34 schlägt. Dieser Schlag wird
in der folgenden Weise herbeigeführt:
Wie oben bereits erwähnt, wird die Feder no
des Hammers 36 dadurch gespannt, daß der senkrechte Finger 46 (Fig. 2) beim Anstellen
der Sprechmaschine an dem Lineal 47, das am Gehäuse befestigt ist, entlanggleitet. Dadurch
wird der Finger 54 an der Platte 37 des Hammerfußes in eine entsprechende Rast einer klinkenartig angeordneten Platte 55 mit
Schwenkzapfen 56 eingeführt und gleichzeitig die Feder 57 gespannt, die dann den Schlag
des Hammers beim Auslösen der Klinke 55 herbeiführt. Die Einrichtung, bestehend aus
dem Arm 38 und den soeben beschriebenen
Teilen, wird von der Nabe 39 auf der senk- |
rechten Achse 40 getragen. Diese Achse wird , mittels zweier an der Büchse 58' fest angeordneter
Arme 58 getragen und ist auf diese Weise um die ebenfalls senkrechte Achse 43
schwenkbar, so daß also die gesamte Abstelleinrichtung um diese Achse 43 beweglich ist.
Zu diesem Zwecke erhält natürlich die obere Abschlußplatte des Maschinengehäuses einen
Schlitz für den Durchgang der Achse 40, wie es strichpunktiert in Fig. 2 angedeutet ist.
Der auf der Achse 43 befestigte Arm 42, der an seinem freien Ende die einstellbare
Anschlagschraube 45 trägt, folgt der Bewegung, die dem Schallstift und damit dem
Schallerzeuger- durch die Kurven der Schallplatte 20 erteilt wird, schwingt also allmählich
. auf der Lautschriftplatte 20 einwärts. Die gegenseitige Stellung der Arme 41, 38
und 42 ist derart, daß, wenn die Nadel am Ende ihres Weges ankommt, die Anschlagschraube
45 gegen die . Klinkenplatte 55 schlägt. Der Finger 54 wird dadurch aus der
Rast dieser Platte herausgebracht und der Hammer 36 unter der Wirkung der Feder 57
um seinen Zapfen 59 geschwenkt, so daß er heftig gegen die Platte 35 schlägt. Infolge- ·
dessen geben die damit verbundenen Hebel 34 den Sperrzapfen 30 frei, so daß das Hebelgestänge
25, 27,28 unter der Wirkung einer Rückzugsfeder 51, die um die Welle 29 gewunden
ist, in die Ruhestellung zurückkehrt, der Schalthebel 25 also auf den Leerkontakt
50 des Anlassers 26 kommt, wobei seine End-Stellung durch Anschlagen des an ihm befestigten
Puffers 52 an die ebenfalls elastische Rolle 53 begrenzt wird.
Gleichzeitig wird aber auch gemäß Fig. 1 und 3 mit der Welle 29 die Kurvenscheibe 31
gedreht und dadurch der Doppelhebel 32' im Sinne des Pfeiles / der Fig. 3 geschwenkt, so.
daß er die Reibscheibe anhebt und damit das Reibgetriebe außer Eingriff bringt. Man erhält
also gleichzeitig mit der Abschaltung des Antriebes die Entkupplung der Schallplattentragscheibe
19.
Das augenblickliche Stillsetzen der Sprechmaschine zu einem ganz beliebigen Augenblick
wird mittels des Hebels 48 (Fig. 4) bewirkt, der auf der in einem Lager am oberen
Teile des Gehäuses ruhenden Welle 49 sitzt.
Dieser Hebel wird in seiner Ruhestellung, in der er das Getriebe der Maschine nicht beeinflußt,
gemäß Fig. 4 durch eine über die Welle 49 geschobene Torsionsfeder gehalten. Wenn jedoch diese Achse im Sinne des Pfeiles
/' geschwenkt wird, etwa mittels eines auf sie von außen aufgeschobenen Schlüssels, so
schlägt der Hebel 48 gegen einen Zapfen 60 am hakenförmigen Ende des einen Winkelhebeis
34, der dadurch den Zapfen 30 freigibt, so daß das Gestänge 28, 27, 25 in die Ruhelage,
die Ausschaltstellung, zurückkehrt, wie oben ausgeführt wurde, während gleichzeitig
auch die Scheibe 13 angehoben, d.h.- außer
Eingriff mit dem antreibenden Reibrad 12 gebracht wird.
Claims (3)
1. Plattensprechmaschine mit Kraftantrieb und Bedienung einer Ausrückvorrichtung
durch den Schalldosenträger am
Schlüsse des Spiels, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausrückvorrichtung (35, 36)
sowohl die Ausschaltung des Antriebs (Anlassers 25, 26) wie das Abkuppeln der Plattentellerachse (18, 13) vom Antrieb
(Reibrad 12) bewirkt.
2. Plattensprechmaschine nach . Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß am
Vortragsende durch Auftreffen eines Schlaghammers (36) auf eine Schiene (35) einerseits die Sperrung (Zapfen 30) für
den am Lenker (27) des Schalthebels (25) sitzenden Schalter freigegeben wird, so
daß der Schalthebel (25) in seine die Kraft ausschaltende Anfangsstellung zurückkehren
kann, anderseits der Hebel (32, Fig. 3) sich nach unten bewegen kann, so daß er (durch den Hebel 32') die die
Plattentellerachse (18) umgebende Hülse (18') anheben und hierdurch die Berührung
des Reibrades (12) mit der Reibscheibe (13) unterbrechen kann.
3. Plattensprechmaschine nach Anspruch ι und 2, gekennzeichnet durch
eine Handausrückvorrichtung (48, 49) für das Glied (Winkelhebel 34) zum willkürlichen
Ausrücken des Antriebsmotor (1) und Abkuppeln der Plattentellerachse
(18, 13) vom Antrieb (Reibrad 12).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR321708X | 1913-06-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE321708C true DE321708C (de) | 1920-06-12 |
Family
ID=8890172
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1913321708D Expired DE321708C (de) | 1913-06-11 | 1913-06-29 | Plattensprechmaschine mit Kraftantrieb und Bedienung einer Ausrueckvorrichtung durch den Schalldosentraeger am Schlusse des Spiels |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE321708C (de) |
-
1913
- 1913-06-29 DE DE1913321708D patent/DE321708C/de not_active Expired
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