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" Kinematographische Schießscheibe. Es sind bereits Einrichtungen
bei der Vorführung kinematographischer Projektionsbilder bekannt, durch welche ein
Stillstand der bildlichen Darstellung erzielt wird, sobald von einem Schießstand
aus gegen eine gewisse Stelle des Bildes geschossen wird, oder es wird durch den
Schuß ein Transparent mit der Aufschrift »Getroffen« ausgelöst. Die Einrichtung
ist im wesentlichen die, daß durch das Geschoß ein hinter der Bildfläche befindlicher
elektrischer Kontakt beeinflußt wird, welcher den Film in seiner Bewegung hemmt
oder die Lichtquelle für das Transparent anstellt.
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Die Erfindung betrifft nun eine weitere Ausbildung solcher Ausführungen
insofern, als durch die Schußwirkung eine völlige Änderung des beweglichen Bildes,
die Wirkung des Schusses darstellend, hervorgebracht wird. Es sei z. B. als kinematographische
Darstellung ein Baum geboten, auf welchem ein Vogel sitzt. Die Zweige und Blätter
des Baumes erscheinen vom Winde bewegt, der Vogel bewegt irgendwie seinen Körper,
ohne jedoch seinen Platz zu ändern. Wird nun auf den Vogel geschossen, so bewirkt
ein Treffer das Herabfallen des Vogels vom Baum, ein Fehlschuß dagegen hat das Auffliegen
des Vogels zur Folge. Diese Wirkung wird dadurch hervorgebracht, daß gemäß der Zeichnung
drei verschiedene Projektionsapparate a, a1, a2 vorhanden und auf die Bildfläche
eingestellt sind. Der Film des mittleren Apparates a liefert das Bild, nach welchem
geschossen wird, wo also nach dem gewählten Beispiel der Vogel auf dem Baum sitzt.
Der zweite Apparat a1 hat einen Film, den abfliegenden Vogel darstellend, und der
Film des dritten Apparates a2 ergibt den fallenden, vom Schuß getroffenen Vogel.
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Zunächst ist nur der mittlere Apparat in Tätigkeit. An der Stelle,
wo der Vogel sitzt, ist hinter der ein Tuch darstellenden Projektionsfläche eine
Kontaktscheibe f angebracht, welche in ihrer Größe der näheren Umgebung des Vogels
entspricht. Diese Scheibe f ist auf Stiften f1 geführt und mit .Löchern versehen,
denen die Gegenkontaktstifte f2 entsprechen. Trifft ein Schuß die nächste Umgebung
des Vogels, so bewirkt das Geschoß eine Rückwärtsbewegung der Scheibe f und ein-
Eindringen der Stifte f2 in die erwähnten Löcher der Scheibe f. Die Enden der Stifte
sind zweckmäßig federnd gespalten, um den Kontakt zu sichern; die Stifte sind mehrfach
vorhanden, um -auch beim Auftreffen des Geschosses auf einen Randteil der Scheibe
noch einen Kontakt zu erzielen. Die Leitung g, g1 des Kontaktes f, f'. führt
zum Apparat a1, und es bewirkt der Stromschluß das Aufleuchten seiner elektrischen
Lampe, ebenso wird dadurch, zweckmäßig mittels Relais, die Filmbewegungsvorrichtung
des Apparates a1 ausgelöst, jene des Apparates a dagegen zum Stillstand gebracht.
Der Schuß gegen die Scheibe f hat aber auch gleichzeitig die Aufhebung des Kontaktes
m, en' zur Folge, wodurch die Lampe des Apparates zum Erlöschen kommt.
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Mitten in der Scheibe f ist eine kleine Kontaktscheibe h angeordnet,
welcher der Gegenkontakt g1 entspricht. Seine Leitungen
i, il führen
zum Apparat a2. . Der Film der letzteren bietet den abstürzenden Vogel dar. Wird
also durch den Schüß der Kontakt lt, hl hergestellt, so kommt, genau wie
hinsichtlich des Kontaktes f, f= beschrieben ist, die Lampe des Apparates
a2 zum Aufleuchten, und sein Film wird in Bewegung versetzt, so daß im Bilde der
abstürzende, auf dem Boden sterbende Vogel erscheint. Auch hier wird, wie bei der
Herstellung des Köntaktes g, g1, gleichzeitig der Kontakt in2, vng unterbrochen,
und die Lampe des Apparates a erlischt, ebenso wird die Bewegung seines Filmes unterbrochen.
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Die Auslöse- und Kontaktvorrichtungen lassen sehr verschiedene Ausführungen
zu und bieten keine erfinderischen Aufgaben, auch sind solche bei den erwähnten
bekannten kinematographischen Schießscheiben, wo ein Schuß den Stillstand des Films
bewirkt, üblich.
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Wie ersichtlich ist, können nach der Erfindung die verschiedensten
und überraschendsten Wirkungen erzielt werden'; unter Umständen können auch schon
zwei Projektionsapparate eine genügende Wirkung ergeben, z. B. wenn es sich darum
handelt, einen Apfel von einem Baum herunterzuschießen, wo beim Fehlschuß das Bild
unverändert bleibt, während der zweite Apparat das Bild des getroffenen, fallenden
Apfels liefert.
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Der erforderliche Filmwechsel ließe sich sogar mit einem einzigen
Projektionsapparat erzielen. Es werden in diesem Falle die drei oder zwei Filmrollen
von gemeinsamen Achsen getragen,. so daß sie dicht nebeneinander beständig in Bewegung,
parallel zueinander, sind. Der mittlere Film liefert das Bild, nach dem geschossen
wird. Die Achsen werden von einem seitlich verschiebbaren Rahmen getragen. Die eine
Achse hat ein Getriebe, das in ein breites. Gegenrad kämmt; dieses sitzt auf einer
fest gelagerten, den eigentlichen Antrieb darstellenden Achse. Rechts und links
von den Seitenteilen des Filmachsenträgerrahmens befinden sich Elektromagnete, deren
Stromleitungen zu den Kontakten f, f= und h, hl führen. Wird also durch einen Schuß
einer der Kontakte f, f2 oder h, hl getroffen, die betreffende Stromleitung geschlossen
und der darin befindliche Magnet erregt, so zieht dieser den Filmachsenrahmen seitwärts,
und es kommt nun der entsprechende seitliche Film vor das Objektiv des Projektionsapparates.
Ein Wechsel der Lichtquelle ist also hier nicht nötig.