DE321842C - In einen Fluegel eingebaute pneumatische Spielvorrichtung - Google Patents

In einen Fluegel eingebaute pneumatische Spielvorrichtung

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DE321842C
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Description

  • In einen Flügel eingebaute pneumatische Spielvorrichtung. Bei sämtlichen bis jetzt bekannten Flügeln mit pneumatischer Spielvorrichtung ist es notwendig, die Flügelwand zu verbreitern, damit Raum für die Windlade entsteht. Zweck der Erfindung ist nun, jeder. Flügel ohne Verbreiterung der Flügelwand und ohne Abänderung der Mechanik mit der pneumatischen Spielvorrichtung auszustatten.
  • Dies wird dadurch erreicht, daß die einzel abschraubbaren Spielbälge, die in sich Ventile und .Membranen tragen, derartig versetzt an ihre, als Luftleitungen ausgebildeten Träger geschraubt sind, d'aß es möglich ist, die pneumatische Spielvorrichtung unter dem Stimmstock anzuordnen. Infolge dieser Anordnung ist es weiter möglich, den Nötenrollenkasten möglichst niedrig und in jede gewünschte Schräglage zu bringen, wodurch man das Notenblatt und die darauf befindlichen Bezeichnungen bequem vor die Augen bekommt. Ferner ist gemäß der Erfindung der Gebläsekasten derart mit den Flügelfüßen verbunden, daß jedes Durchbiegen des Stuhlrahmens ausgeschlossen ist.
  • In der Zeichnung ist ein mit einer pneumatischen Spielvorrichtung ausgestatteter Flügel, teilweise im Längsschnitt, dargestellt. Mit i sind die als Luftkanäle ausgebildeten Träger der Spielbälge 2 bezeichnet. Diese Spielbälge 2 tragen die Membranen und das Ventilgehäuse und sind von @ den Trägern i einzeln abschraubbar angeordnet und derartig versetzt, daß, Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, sich der gesamte Spielmechanismus infolge seiner räumlich geringen Abmessungen leicht unter dem Stimmstocke anbringen läßt. Dadurch kann man den Notenrollenkästen 5 so anordnen, daß das Notenpult 7 bequem nach vorn schiebbar bleibt. Es braucht also am Flügel keine Veränderung vorgenommen zu werden. Um aber auch jede Mechanik ohne Abänderung benutzen zü können, ist die Klaviatur 8 in der Mitte ausgespart und über ihr eine den Fänger 13 tragende Hilfstastatur 9 angeordnet, die im Punkte io drehbar gelagert ist. Die Pelotte i i sitzt lose auf der Haupttastatur 8 und erhält in der Hilfstastatur 9 ihre Führung. Beim Handspiel greift die Pelotte i i direkt unter der Mechanik an, und die Haupttastatur nimmt durch das Polster 12 die den Fänger 13 tragende Hilfstastatur 9 mit.
  • Bei pneumatischem Spiele bleibt die Haupttastatur 8 ruhig liegen. .Die Hilfstastatur 9 wird durch die Stößer 3 der Spielbälge 2 niedergedrückt und nimmt durch das Polster 12 die Pelotte 12 mit, wodurch das Mechanikglied gehoben wird. Um den Stuhlrahmen 15 vor. Durchbiegung infolge des Gewichtes der pneumatischen Spielvorrichtung zu sichern, sind die Schöpfbälge 16 und das Reservoir 17 durch eine Brücke 18 mit den beiden Vorderfüßen i9 verbunden. Der Stuhlrahmen ist also in seiner ganzen Breite nochmals durch die Brücke 18 unterstützt. Diese Brücke 18 ist gleichzeitig als Luftkanal ausgebildet und bildet die Verbindung zwischen den Schöpfbälgen 16, dem Reservoir i7 und den Kanalträgern i. .
  • Die Pedale a2 sind durch die Lager 2 1 und die Leiste 2o am Gebläse gelagert.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. In einem Flügel eingebautes pneumatisches Spielwerk mit unter dem Stimmstock liegenden Anschlagbälgen, dadurch gekennzeichnet, daß die den pneumatischen Mechanismus tragenden Spielbälge unter Fortlassung von Windladen an vier gegeneinander versetzten Hauptkanälen (i) befestigt sind. Pneumatisches Spielwerk nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Pelotten (ii) lose auf der Haupttastatur (8) sitzen und in der den Hammerfänger (i3) tragenden Zwischentastatur (9) geführt sind. 3. Pneumatisches Spielwerk nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gebläse mit den Vorderfüßen durch eine den Stuhlrahmen (i5) stützenden Brücke (i8) verbunden ist. Pneumatisches Spielwerk nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gebläse gleichzeitig als Pedalträger dient.
DE1914321842D 1914-06-03 1914-06-03 In einen Fluegel eingebaute pneumatische Spielvorrichtung Expired DE321842C (de)

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