DE321868C - Kunstleder - Google Patents

Kunstleder

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DE321868C
DE321868C DE1918321868D DE321868DD DE321868C DE 321868 C DE321868 C DE 321868C DE 1918321868 D DE1918321868 D DE 1918321868D DE 321868D D DE321868D D DE 321868DD DE 321868 C DE321868 C DE 321868C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N3/00Artificial leather, oilcloth or other material obtained by covering fibrous webs with macromolecular material, e.g. resins, rubber or derivatives thereof

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)
  • Synthetic Leather, Interior Materials Or Flexible Sheet Materials (AREA)

Description

  • Kunstleder. Leder verschiedener Art ist bisher für mannigfache Zwecke verwendet worden; insbesondere sind auch Renntierleder und derartige, sehr dehnbare Ledersorten als Möbelstoff, Treibriemen u. dgl. verwendet worden. Ebenso haben Papier und Papiergewebe für viele besondere und teilweise eigenartige Zwecke, beispielsweise als künstliches Täfelholz, Eisenbahnräder; künstliches Tuch -sowohl für Bekleidungs- als Möbelstoff usw. - Verwendung gefunden.
  • Die beiden genannten Stoffe, Leder und Papier, verhältnismäßig billig im' Einkauf und auch in anderen Beziehungen vorteilhaft, «=eisen jedoch einige Nachteile auf, wenn sie je für sich verwendet werden. Somit besitzt Leder eine gewisse Dehnbarkeit, welche nach ganz kurzer Zeit Unebenheiten und eine ungleichmäßige Abnutzung hervorruft, während Papier nie derart widerstandsfähig gemacht werden kann, daß es der durch Gebrauch in längerer Zeit entstehenden Reibung und Abnutzung nicht widerstehen kann, sondern bald abgenutzt und durchlöchert wird, wenn es beispielsweise als Möbelstoff Verwendung findet.
  • Die Erfindung bezieht sich nun auf eine Zusammensetzung von Leder und Papier oder Papiergewebe aus Pflanzenstoffen aller Art, um dadurch einen Stoff herzustellen, welcher die guten Eigenschaften des Leders mit Bezug auf Haltbarkeit und Widerstand'sfähigheit gegen Reibung und Abnutzung; und gleichzeitig die Unveränderlichkeit des Papiers mit Bezug auf Dehnung und Deformierung in der Längs- und Querrichtung besitzt. Wegen seiner großen Dehnbarkeit hat beispielsweise Renntierleder bisher nur für Handschuhe u. d'gl. verwendet werden können, während es, mit Papier zu einer einheitlichen Masse zusammengeleimt, seine Dehnbarkeit verlieren wird, indem es sowohl in der Längs- als in der Querrichtung gehalten und gegen Ausdehnung geschützt wird, durch die Fasern des mit dem Leder fest und kompakt zusammengeleimten Papiergewebes. Das Papier wird zweckmäßig als Gewebe verwendet, wobei die .Ketten bzw. die Schußdrähte der Dehnbarkeit der beiden Richtungen entgegenwirken. Alle Arten von Klebstoff können verwendet werden; dieselben müssen jedoch eine innige Verbindung zwischen Leder und Papier herstellen können, und dürfen den Stoff nicht hart oder in anderer Weise für den bestimmten Zweck ungeeignet machen.
  • In dem Obenangeführten hat man wesentlich an ein als Möbelstoff u. dgl. anwendbares Erzeugnis gedacht; durch Zusammenleimen von kräftigerem Leder als z. B. Renntierleder f und besonders gutem Papiergewebe kann der so entstandene Stoff auch bei der Herstellung von Treibriemen verwendet werden. Er ist jedenfalls als Möbelstoff sehr geeignet und hat sich dem Pegämoid #weit überlegen erwiesen, inder4 er 'sich iht'deBüffelleder vollkommen vergleichen kazm. In mehreren Schichten 'ön - Leder ünd'-Papier zusammengeklebt eignet sich der Stoff vorzüglich zur Herstellung von großen Treibriemen und wird auch als Schuh- und Sohlenleder verwendbar.
  • Nicht nur Papiergewebe, sondern auch die meisten Ledersorten lassen sich kleben, und die beiden Stoffe, Papier und Leder, können leicht zu einer kräftigen Ware zusammengewalzt werden.
  • Statt Papier oder Papiergewebe kann man Strohhalmgewebe verwerten.
  • An sich sind Vereinigungen von Leder und vegetabilischen Geweben nicht neu. Indes handelte es sich dabei nicht um die Beeinflussung dehnbarer Ledersorten in ihren Eigenschaften durch Verbindung mit einem praktisch nicht dehnbaren Gewebe, vielmehr bestand die bekannte Vereinigung aus an sich wenig oder gar nicht dehnbarem Leder und gewöhnlichen Textilgeweben, die noch in weitem Maße dehnbar sind. Die gegenseitige Beeinflussung, wie sie bei dem Gegenstand des Patentes die eigenartige neue Wirkung des Stoffes herbeiführt, war daraus nicht zu entnehmen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: ' r. Kunstleder, dadurch gekennzeichnet, daß stark dehnbare Leder oder Häute, insbesondere Renntierleder, mit Papier oder Papiergewebe aus Pflanzenstoffen aller Art fest vereinigt werden.
  2. 2. Kunstleder nach Anspruch r, bestehend aus mehreren, miteinander vereinigten Schichten von abwechselnd Papier oder Papiergewebe und dehnbarem Leder.
DE1918321868D 1916-11-22 1918-01-06 Kunstleder Expired DE321868C (de)

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