DE3219087A1 - Vorrichtung zur luftkeimbestimmung - Google Patents

Vorrichtung zur luftkeimbestimmung

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Description

όι ι a υ
18/3
Werner Richtzenhain, Reiherweg 8, 4950 Minden
Vorrichtung zur Luftkeimbestimmung
'Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Luf tkeimbestimmving mit einer motorgetriebenen, aus einer Kammer und einem darin rotierenden Flügelrad gebildeten Luftzentrifuge, die einen Ansaugstutzen und einen Deck- und Leitring zur Luftabführung aufweist, wobei in den Außenmantel der Kammer eine einen Nährboden aufweisende Folie od.dgl. einlegbar ist.
Aus dem Patent 29 47 040 ist eine Vorrichtung zur Luftkeimbestimmung mit einer motorgetriebenen Luftzentrifuge, in deren Außenmantel eine Nährböden aufweisende Folie einlegbar ist, bekannt, bei der vor dem Gerätekopf der Luftzentrifuge ein zur Ansaugseite hin geöffneter Luftansaugtrichter angeordnet ist, der in seinem äußeren Bereich mit einem eine Hohlform aufweisenden und einen ringförmigen Luftabfühquerschnitt bildenden Deck- und Leitring versehen ist.
Richtzenhain
„ 4 _
Bei dieser Vorrichtung wird eine relativ große Luftmenge angesaugt, die in der Kammer der Luftzentrifuge zwar sehr stark durchwirbelt wird, von der aber nur ein relativ geringer Teil an der mit den Nährböden versehenen Folie aufprallt. Die Luftkeimbestimmung ist daher nicht genau durchführbar und führt zu unbefriedigenden Ergebnissen.
Der vorliegenden Erfindung liegt demzufolge die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art so zu verbessern, daß nur die Luftmenge bzw. nur annähernd die Luftmenge angesaugt wird, die an der in den Außenmantel der Kammer eingelegten Folie aufprallend vorbeiströmt.
Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Kammer im wesentlichen geschlossen ausgebildet ist, der Querschnitt des Ansaugstutzens durch Lagerteile des Flügelrades reduziert ist und die Kammer über Abführschlitze mit dem Deck- und Leitring verbunden -.st.
Es ist nunmehr die Ansaugung einer Luftmenge gewährleistet, die der Menge bzw. annähernd der Menge entspricht, die mit der mit den Nährböden versehenen Folie in Berührung kommt. Aufgrund dieser verhältnismäßig geringen Luftmenge kommt nahezu die gesamte Luftmenge durch die an den Außenkanten des Lüfterflügels entstehenden Turbulenzen mit der Folie in Berührung. Durch diese Turbulenzen werden, da das spezifische Gewicht der in der Luft vorhandenen Keimkolonien, Staubpartikel u.dgl. größer ist als das spezifische Gewicht der Luft, diese durch die Fliehkraftwirkung nach außen geschleudert, so daß gewährleistet ist, daß alle in der Luft
Richtzenhain
vorhandenen Fremdpartikel auf die Folie auftreffen, wodurch die Bestimmung des Keimgehaltes der Luft sehr genau wird. Da weiterhin die Kammer im wesentlichen geschlossen ausgebildet ist, sind die Leckverluste auf ein Minimum begrenzt, wodurch ebenfalls die Bestimmbarkeit des Keimgehaltes erleichtert wird. Ferner ist vorteilhaft, wenn die Kammer über Abführschlitze mit dem Deck- und Leitring verbunden ist, da hierdurch eine kontrollierbare Abluftführung geschaffen wird.
Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß der Ansaugstutzen rohrförmig, mit einem im Verhältnis zum Außendurchmesser des Lüfterflügels geringeren Innendurchmesser ausgebildet ist und daß in das dem Lüfterrad zugewandten Ende die einen Ringspalt bildenden Lagerteile des Flügelrades angeordnet sind. Durch eine derartige Gestaltung läßt sich auf einfache Weise ohne besonderen konstruktiven Aufwand der freie Querschnitt des Ansaugstutzens reduzieren.
Die Leckverluste werden zusätzlich noch vermindert, wenn zumindest die dem Ansaugstutzen zugewandte Wandung der Kammer entsprechend der Form des Lüfterrades ausgebildet ist und in einem geringen Abstand zu diesem liegt, da dann die angesaugte Luft im Sinne einer Zwangsführung durch die Rotationsbewegung des Flügelrades in Richtung zu der mit den Nährböden versehenen Folie umgeleitet wird. Dabei wird eine konstruktiv einfache Gestaltung erreicht, wenn die Wandung der Kammer, im Querschnitt gesehen, geradlinig - sich nach außen erweiternd - ausgebildet ist.
Richtzenhain - 6 -
Weitere Kennzeichen und Merkmale einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind Gegenstand von weiteren Unteransprüchen und ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispieles. Ss zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Luftkeimbestimmung im Schnitt,
Fig. 2 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Luftkeimbestimmung.
Eine in der Fig. 1 dargestellte Vorrichtung zur Luftkeimbestimmung besteht im wesentlichen aus einem an sich bekannten und daher nicht näher beschriebenen Stabteil 1, an dessen oberem Ende ein Gerätekopf 2 angeordnet ist, der als Hohlzylinder ausgebildet ist und mit einem Schlitz 3 zur Einschiebung einer aus einer Schutzhülle herausgenommenen, nicht dargestellten Nährbodenfolie, beispielsweise einer Agarfolie, versehen ist. Die Nährbodenfolie wird so in den Gerätekopf 2 eingeführt, daß die einzelnen Nährbodenfelder offen, dem Inneren des Gerätekopfes 2 zugewandt, liegen. Das Innere des Gerätekopfes 2 ist mit einer Kammer 4 versehen, in welcher ein Flügelrad 5 rotierend angeordnet ist. Das Flügelrad 5 wird in nicht dargestellter Weise durch einen im Stabteil 1 angeordneten Motor angetrieben und ist in der dem Stabteil 1 zugewandten Wandung 6 der Kammer 4 fliegend gelagert. Die dem Stabteil 1 abgewandt liegende Wandung 7 der Kammer 4 ist mit einer zentrisch angeordneten Bohrung zur Aufnahme eines rohrförmig gestalteten Ansaugstutzens 8 versehen, wobei das in die Wandung 7 eingesetzte Ende einen größeren Außendurchmesser aufweist und stufenförmig abgesetzt ist, wobei der dadurch gebildete Ansatz
Richtzenhain
mit dem kleineren Durchmesser dem Flügelrad 5 zugewandt liegt. Wie aus den Fig. 1 und 2 erkennbar, ragt in das Innere des Ansaugstutzens 8 an der dem FlUgelrajd 5 zugewandten Seite ein der Befestigung des Flügelrades 5 dienendes Lagerteil 9, durch dessen Ausgestaltung als Rotationsteil ein Ringspalt 10 gebildet wird. Die Wandung 7 der Kammer 4 ist an ihrem äußeren Umfang mit einem umlaufenden Deck- und Leitring 11 versehen, dejr iderart gestaltet ist, daß ein umlaufender, in Richtuhg1 zum Stabteil 1 offener Abluftkanal 12 gebildet wird. Der Abluftkanal 12 ist mit der Kammer 4 durch Abführschlitze 13 verbunden, die sich in der Aufnahmebohrung des Geräte kopfes 2 für die Wandung 7 befinden.
Bei dem in der Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Gerätekopf 2 mit einem zusätzlichen Mantel 14 versehen, dessen umlaufende Wandung 15 eine Fortführung des Deck- und Leitringes 11 darstellt. Der Mantel 14 ist mit einem an der Wandung 15 angebrachten Abluftrohr 16 versehen, welches so angeordnet ist, daß die ausströmende Luft nicht in den Bereich des Ansaugstutzens 8 gelangt. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Gewähr, daß die ausströmende Luft nicht in den Bereich des Ansaugstutzens 8 gelangt, noch wesentlich gegenüber dem in der Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel erhöht.
Zur Bestimmung des Keimgehaltes der Luft wird das Flügelrad 5 innerhalb einer vorgegebenen Zeit in Rotation gesetzt. Dadurch wird durch den Ansaugstutzen 8 Luft in die Kammer 4 gesaugt. Da der Querschnitt des Ringspaltes 10 relativ gering ist, wirkt dieser im Sinne einer Drossel,
Richtzenhain
wodurch nur eine verhältnismäßig geringe Luftmenge in die Kanuner 4 strömen kann. Die sich in der Kammer 4 befindliche Luftmenge wird nach außen gegen die nicht dargestellte, mit den Nährböden versehene Folie geschleudert. Da das Flügelrad 5 in einem relativ geringen Abstand zur innenseitigen Fläche der Wandung 7 angeordnet ist, strömt die Luft' dann durch die Abführschlitze 13 in den Abluftkanal 12, so daß die durch Rückströmung verursachten Leckverluste gar nicht oder in einem nicht feststellbaren Ausmaß vorhanden sind.
Ferner ist gewährleistet, daß aufgrund der in der Kammer sich befindenden geringen Luftmenge keine Durchwirbelung auftritt.

Claims (1)

  1. Richtzenhain
    Dr. Loesenbeck (1980)
    DIpI.-!ng. Stracke
    Dipl.-Ing. Loesenbeck
    18/5 Jöllenbeclcer SIt. 164,4800 Bielefeld 1
    Patentansprüche
    1. Vorrichtung zur Luftkeimbestimmung mit einer aus einer Kammer und einem darin rotierenden Flügelrad gebildeten Luftzentrifuge, die einen Ansaugstutzen und einen Deck- und Leitring zur Luftabführung aufweist, wobei in den Außenmantel der Kammer eine einen Nährboden aufweisende
    Folie od.dgl. einlegbar ist, dadurch gekennzeichnet , daß die Kammer (4) im wesentlichen geschlossen ausgebildet ist, der Querschnitt des Ansaugstutzens (8) durch Lagerteile (9) des Flügelrades (5) reduziert ist und die Kammer (4) über Abführschlitze (13) mit dem Deck- und Leitring (11) verbunden ist.
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansaugstutzen (8) rohrförmig mit einem im Verhältnis zum Außendurchmesser des Flügelrades (5) geringeren Innendurchmesser ausgebildet ist, und daß in dem dem Flügelrad (5) zugewandten Ende die einen Ringspalt (10) bildenden Lagerteile (9) des Flügelrades (5) angeordnet sind.
    3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansaugstutzen (8) an der dem Flügelrad (5) zugewandten Ende an seinem äußeren Umfang einen Ansatz aufweist.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansatz stufenförmig abgesetzt ist, wobei der kleinere Durchmesser des Ansatzes dem Flügelrad (5) zugewandt liegt.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abführschlitze (13) der Kammer (4) in Höhe des aus-
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    *: * :"": „-" Richtzenhain
    seren Umfanges des Flügelrades (5) angeordnet sind und daß die Abführschlitze (13) in den ringförmigen Deck- und Leitring (11) münden.
    S. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest die dem Ansaugstutzen (8) zugewandte Wandung der Kammer (4) entsprechend der Form des Flügelrades (5) ausgebildet ist und *n einem geringen Abstand zu diesem liegt.
    7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung der Kammer (4), im Querschnitt gesehen geradlinig und sich nach außen erweiternd ausgebildet ist.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3410990A1 (de) * 1984-03-17 1985-09-26 Biotest-Serum-Institut Gmbh, 6000 Frankfurt Vorrichtung zur pruefung der luft auf ihren keimgehalt

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2301385C2 (de) * 1973-01-12 1974-08-08 Filba Adolf Reuter Kg, 3550 Marburg Vorrichtung zur Prüfung der Luft auf ihren Keimgehalt
DE7834336U1 (de) * 1979-05-10 Behringwerke Ag, 3550 Marburg Vorrichtung zur Prüfung der Luft auf ihren Keimgehalt

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