DE3219250C2 - Vorrichtung zum Verändern des Leistungsvermögens einer Radialturbine - Google Patents
Vorrichtung zum Verändern des Leistungsvermögens einer RadialturbineInfo
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- F01D17/141—Final actuators arranged in stator parts varying effective cross-sectional area of nozzles or guide conduits by means of shiftable members or valves obturating part of the flow path
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Abstract
Ein Schaft mit einer geformten Spitze oder Nut ist verschieblich oder drehbar in einem Spiralgehäuse einer Turbine angeordnet, um die darin strömenden Gase abzulenken und variabel auf das Turbinenlaufrad derart zu richten, daß eine wirksame Veränderung der Turbinenleistung erzielt wird.
Description
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verändern des Leistungsvermögens (bzw. der Beaufschlagung)
einer Radialturbine mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
Zum Verbessern sowohl des Kraftstoffverbrauchs als auch der abgegebenen Leistung werden Turbo-Lader
für Kraftfahrzeug-Brennkraftmaschinen mit innerer Verbrennung gefordert, die über einen weiten Betriebsbereich der Maschine wirksam sind und brauchbare
Nutzdrehmomente selbst bei geringen und mittleren Maschinendrehzahlen liefern. Um dies zu bewerkstelligen,
ist es erwünscht, das Spiralgehäuse so zu gestalten, daß dieses die Auspuffgase der Maschine direkt auf das
Turbinenlaufrad des Turbo-Laders führt, so daß bei kleinen Maschinendrehzahlen die Drehzahl des Turbinenlaufrades
schnell erhöht werden kann, ohne daß hohe Auspuffgasdrücke bei schnellem Lauf der Maschine
induziert werden. Ein solcher Kompromiß kann in der Praxis jedoch nicht verwirklicht werden, so daß es ω
notwendig ist, eine Turbine kleiner Leistung zu verwenden und Auspuffgase in einem Bypaß um die
Turbine herumzuführen, wenn sehr hohe Auspuffgasdrücke in der Auspuffleitung der Maschine herrschen
und/oder wenn die Drehzahl des Turbinenlaufrades bis zu einem Wert ansteigt, bei dem ein übermäßiger
Ladedruck in der Einlaßleitung erzeugt wird. Die Verwendung einer solchen Anordnung mit Bypaß zum
Umleiten der Auspuffgase um die Turbine ist jedoch vom Standpunkt der Energieverwertung der Energie
der Auspuffgase nicht wünschenswert.
Bei einer bekannten Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art (FR-PS 2088 885) wird die Leistung
der Turbine mittels eines Leitflügels variiert, der am Spiralgehäuse in den Einlaßkanal radial narh außen
oder in entgegengesetzter Richtung zum Turbinenlaufrad hin schwenkbar ausgebildet ist Bei dieser
bekannten Vorrichtung muß das Spiralgehäuse zum Einbau des Leitflügels unterteilt werden. Die Oberflächen
des Spiralgehäuses auf jeder Seite des Leitflügels müssen präzisionsbearbeitet werden, um das erforderliche
Spiel zwischen dem Leitflügel und dem Spiralgehäuse zu schaffen. Dies macht die Konstruktion und die
Herstellung der Turbine sowohl kompliziert als auch teuer. Außerdem ergeben sich funktioneile Schwierigkeiten
insofern, als aufgrund der hohen Temperaturen und Drücke, welche im Spiralgehäuse im Betrieb der
Brennkraftmaschine herrschen, der Leitflügel sich verformen und entweder festklemmen oder im schlimmsten
Fall in einem solchen Maße verwinden kann, daß er in Kontakt mit dem Turbinenlaufrad kommt Ferner
kann die den Leitflügel lagernde Schwenkachse aufgrund der sehr bQhen Temperaturen festfressen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der im Oberbegriff des Anspruchs 1
beschriebenen Art zu schaffen, die einfach im Aufbau ist eine einfache Montage und Herstellung zuläßt und im
Betrieb nicht verklemmen kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe sind die Merkmale des Kennzeichens des Anspruchs 1 vorgesehen.
Aufgrund der Profilierung am Schaft selbst und der besonderen Anordnung des Schaftes so nahe bezüglich
des Strömungskanales, daß er durch eine Verlagerung mit unveränderter Achsenlage mit der Profilierung in
den Strömungskanal und aus diesem herausbewegbar ist wird ein zusätzlicher Leitflügei vermieden. Der
Schaft läßt sich in sehr einfacher Weise lagern, wobei seine Lagerstellen entfernt von den heißen Abgasen
sind und folglich ein Fressen vermieden ist. Die Montage ist sehr einfach durch Einstecken des Schaftes
in Lagerhülsen bzw. im Spiralgehäuse vorgesehene Bohrungen, so daß sich eine aufwendige Teilung und
Bearbeitung des Spiralgehäuses erübrigt
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind ir. den Unteransprüchen angegeben.
Die Erfindung ist im folgenden anhand schematischer Zeichnungen an Ausführungsbeispielen mit weiteren
Einzelheiten näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 einen Schnitt durch eine erste Ausführung der Erfindung;
F i g. 2 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in F i g. 1;
Fig.3 vorteilhafte Gestaltungen der Schaftspitze
eines Schaftes, weicher einen wesentlichen Bestandteil der Erfindung bildet;
Fig.4 ein Diagramm, in welchem die bezogene Strömungsmenge über dem Druckverhältnis dargestellt
ist, wodurch die Veränderung der Turbinenleistung einer mit der Vorrichtung nach der Erfindung
ausgestalteten Turbine illustriert wird;
Fig.5 einen Schnitt durch eine zweite Ausführung
nach der Erfindung;
Fig.6 einen Schnitt durch eine dritte Ausführung
nach der Erfindung; und
Fig. 7 einen Schnitt durch eine vierte Ausführung
nach der Erfindung.
In den Fig. I und 2 ist eine erste Ausführung einer
Vorrichtung gemäß der Erfindung gezeigt Bei dieser Vorrichtung ist ein Schaft 10 das Spiralgehäuse 12
durchsetzend angeordnet und hin- und herbeweglich in Hülsen 14, 16 gelagert Die Hülse 16 ist unmittelbar
benachbart des abstromseitigen Endes bzw. der Zunge 18 des Spiralgehäuses angeordnet, so daß eine
Profilierung in Gestalt einer geformten Spitze 20 des
Schaftes 10 in den Strom der Auspuffgase unmittelbar vor deren Eintreten in das Turbinenlaufrad 22
vorgeschoben werden kann. Wie am besten aus F i g. 1 erkennbar ist, werden die Auspuffgase auf ein
Vorschieben des Schaftes mittels einer Betätigungsvorrichtung 24 unter Ausschieben der Spitze 20 aus der
Hülse 16 heraus um das größtmögliche Maß so abgelenkt, wie es der Pfeil in F i g. 1 zeigt, wobei die
gesamten, in dem durch die Innenwand und die gestrichelte Linie in F i g. 1 begrenzten Hohlraum
strömenden Auspuffgase in das Laufrad 22 hinein gerichtet werden. Somit kann bei niedriger Maschinendrehzahl,
wobei die geförderte Abgasmenge relativ gering ist, das Turbinenlaufrad 22 durch die darauf
gerichteten Hochgeschwindigkeitsgase angetrieben werden, um adäquate Drehmomente zu erzeugen und
dadurch die Maschine mit einem angemessenen Ladedruck aufzuladen. Sobald jedoch die von der
Brennkraftmaschine (nicht gezeigt) abgegebene Abgasmenge ansteigt und sich einen Wert nähert bei welchem
das Laufrad 22 mit einer übermäßigen Drehzahl angetrieben würde, kann der Schaft 10 zurückgezogen
werden, um das Maß des Hereinragens der Spitze 20 in den Strömungskanal des Spiralgehäuses zu verringern.
Aufgrund der entsprechend verringerten Ablenkung der Auspuffgase können nun die normal umgelenkten
Auspuffgase im Spiralgehäuse zirkulieren, ohne das Laufrad 22 zu beaufschlagen, so daß die Umwandlung
der im Auspuffgas enthaltenen Energie in kinetische Energie teilweise verringert wird.
Um das Maß des Hineinragens der Spitze 20 in das Spiralgehäuse steuern zu können, kann eine Betätigungsvorrichtung
24 von bekannter Bauart verwendet werden. Die Betätigungsvorrichtung kann von einem
aus einer Vielzahl ausgewählten Betriebsparameter, wie von der Turbinen-Drehzahl, dem Druck im Spiralgehäuse,
der Masciiinendrehzahl o.dgl. abhängig gesteuert
werden.
Fig.3 zeigt drei mögliche Spitzenformen. Diese Formen sinii so gewählt, daß sie eine sanfte,
turbulenzfreie Strömungsablenkung aus Gründen gewährleisten, die dem Fachmann auf diesem Gebiet klar
sind.
Das in Fig.4 gezeigte Diagramm illustriert die
Veränderung der Turbinenleistung, die sich einstellt wenn der Schaft mit Spitze 20 aus der maximal
vorgeschobenen Stellung in eine Stellung zurückgezogen wird, in welcher die Spitze 20 überhaupt nicht in die
ίο Strömung im Spiralgehäuse hineinragt In diesem
Diagramm, in welchem die bezogene oder standardisierte Strömungsmenge über dem Druckverhältnis
dargestellt ist, repräsentiert die Kurve A die Turbinenleistung
bei voll ausgeschobener Schaftspitze. Die Kurve B repräsentiert die Turbinenleistung bei nicht
ausgeschobener Schaftspitze, d.h. bei vollkommen zurückgezogenem Schaft Wenn demgemäß die Spitze
bei einem beliebigen Druckverhältni* ausgeschoben wird, nimmt die die Turbine beaufschlagende Strömungsmenge
zu.
Fig.5 zeigt eine zweite Ausführung der Erfindung.
Bei dieser Ausführung ist der Schaft 10 im wesentlichen parallel zur Drehachse des Turbinenlaufrades 22
angeordnet. Diese Ausführung hat die Vorteile, daß nur eine einzige Hülse 26 erforderlich ist und daß der Schaft
nur zu einem geringen Bruchteil den heißen eintretenden Auspuffgasen ausgesetzt ist Die Wirkung dieser
Anordnung ist identisch mit derjenigen nach der ersten Ausführung.
Fig.6 zeigt eine dritte Ausführung der Erfindung. Dabei ist der Schaft 10 unter einem Winkel geneigt zur
Drehachse des Turbinenlaufrades 22 angeordnet Wiederum erfordert diese Anordnung nur eine einzige
Hülse 26 zur Lagerung, und der Schaft wird mit Ausnahme der Spitze nicht den Auspuffgasen ausgesetzt
F i g. 7 zeigt eine vierte Ausführung der Erfindung. Bei dieser Ausführung ist der Schaft 28 im Gegensatz zu den
hin- UD-I herbeweglichen Schäften der bisher behandelten
Ausführungen drehbar angeordnet, und die Profilierung ist durch eine Nut 30 gebildet. Der Schaft 28 ist
mittels einer Betätigungsvorrichtung drehbar, und die Form der Nut 30 ist so gewählt, daß das Maß der
Ablenkung der Auspuffgase ähnlich wie bei den vorher behandelten Ausführungsformen verändert wird.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Verändern des Leistungsvermögens einer Radialturbine mit einem Spiralgehäuse
(12) und einem Turbinenlaufrad (22), das am abstromseitigen Ende des Spiralgehäuses angeordnet
ist, sowie einem Schaft (10; 28), der mit einem geformten Abschnitt (20) so am abstromseitigen
Ende des Spiralgehäuses beweglich angeordnet ist, daß er mittels des geformten Abschnittes (20) das im
Strömungskanal des Spiralgehäuses strömende Fluid abhängig von gemessenen Betriebsparametern
ablenken kann, dadurch gekennzeichnet, daß der geformte Abschnitt durch eine Profilierung
(20; 30) am Schaft (10; 28) selbst innerhalb der Projektion seiner Querschnittsfläche gebildet ist,
und daß die Profilierung durch eine Verlagerung bei unveränderter Achsenlage des Schaftes in den
Strömungsfeg des Fluids und aus diesem heraus bewegbar ist
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft (10) in seiner Achsrichtung
beweglich ist und daß der geformte Abschnitt von einer profilierten Spitze (20) an einem Ende des
Schaftes gebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft (10) sich durch das
Spiralgehäuse (12) im wesentlichen normal zur Drehachse des Turbinenlaufrades (22) erstreckt.
4. Vorrichijng nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schaft (1(% unter einem Winkel
bezüglich der Drehachse des Turbinenlaufrades (22) geneigt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft (28) um seine Achse drehbar
angeordnet und der geformte Abschnitt von einer Nut (30) im Schaft (28) gebildet ist.
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