DE3219902A1 - Dosiervorrichtung fuer pulverfoermige flockungshilfsmittel - Google Patents
Dosiervorrichtung fuer pulverfoermige flockungshilfsmittelInfo
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Description
- Dosiervorrichtung für pulverförmige Flockungshilfsmittel
- Die Erfindung betrifft ein Dosiervorrichtung, insbesondere für pulverförmige Flockungahilfimittel, bei der ein Vorratsbehälter mit einem Einlauftrichter oberhalb einer Dosierschnecke angeordnet ist, die an einem Ende einen Motor aufweist und mit dem anderen Ende, das beheizbar ist, in ein Mischgehäuse mit einem Wasserzulauf und -ablauf reicht.
- Um den ständig steigenden Qualitätsanforderungen in der Wasseraufbereitung von Trink-, Betriebs- und Abwassern gerecht zu werden, werden verstärkt Polyelektrolyte als Flockungshilfsmittel #ingesatzt. #lockungshilfsittittel werden auch in vielen Bereichen der Industrie zur Klärung von Trüben verwendet. Die Flockungshilfsmittel werden dabei dem Wasser in Form stark verdünnter, wässriger Lösungen zugesetzt.
- Die Flockungshilfsmittel werden zumeist als pulverförmige, hygroskopische Substanzen geliefert, die bei Feuchtigkeitsaufnahme zum Verklumpen neigen. Bei ihrer Auf lösung muß insbesondere ihr Materialverhalten berücksichtigt werden. Nur wenn gewisse Bedingungen beim Ansetzen der Lösungen und beim Dosieren eingehalten werden, ist die volle Wirksamkeit dieser relativ teuren Chemikalien gewährleistet. Dazu gehören u.a.
- das einwandfreie Benetzen und das Lösen des Polyelektrolytpulvers.
- Zur Bereitu#ng von Lösungen der Flockungshilfsmittel sind Dosieranlagen bekannt, bei denen das Flockungshilfsmittel aus einem Vorratsbehälter mit einer Dosierschnecke gezogen und in ein Mischgehäuse dosiert wird. Nachteilig ist bei diesen Anlagen, daß bei der Befüllung des Vorratsbehälters das Bedienungspersonal noch mit dem stark staubenden und zum Teil toxischen Material in Berührung kommt. Der Vorratsbehälter ist zudem nur durch einen einfachen Deckel ver schlossen, so daß bei längerer Verwilzeit besonders in feuchten Bedienungsräumen das Flockungshilfsmittel allmähli Feuchtigkeit anzieht und zusammenklumpt. Bei den Dosieranlagen ist der Materialaustritt der Dosierschnecke nur unzureichend durch Heizschalen gegen das Eindringen von Feuchtigkeit und Festbacken des Dosiergutes geschützt.
- Dies macht sich besonders bei Stillstand der Dosierschnecke bemerkbar. Klumpenbildung im Material und mangelnde Benetzui im Mischgehäuse wirken sich aber nachteilig auf die Eigenschaften des Flockungshilfsmittels aus.
- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Dosier vorrichtung fUr Flockungshilfsmittel zu schaffen, bei der dc Personal bei der Befüllung des Vorratsbehälters nicht in Kontakt mit dem pulverförmigen Material kommt. Die Dosiervorrichtung soll eine hohe Dosiergenauigkeit besitzen and dc Pulverinaterial vor dem Eintritt in das Mischgehäuse vor Feuchtigkeitsaufnahme schützen, im Mischgehäuse dagegen jedes Pulverteilchen mit Wasser intensiv benetzen. Die Dosiervorrichtung soll darüber hinaus einfach aufgebaut und wirtschaftlich herstellbar sein, wobei sie über eine lange Lebensdauer verfügen und betriebssicher sein soll.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß bei der Dosiervorrichtung - das Gehäuse der Dosierschnecke am Materialaustritt in das Mischgehäuse mit einer gewichtsbelasteten Klappe versehen ist, - der Boden des Mischgehäuses eine äußere, ringförmige Rinne mit tangentialem Wasserzulauf und einem Ablauftrichter in der Bodenmitte aufweist, und - am Kopf des Vorratsbehälters zum Materialtransport eine Vakuumeinheit angeordnet ist.
- Bei der erfindungsgemäßen Dosiervorrichtung weist vorteilhaft noch das Gehäuse der Dosierschnecke auf der Materialaustrittsseite einen äußeren Ringkanal für Transport- bzw.
- Warmluft bei Stillstand der Dosierschnecke auf. Hierdurch wird verhindert, daß Feuchtluft im Mischgehäuse in Richtung der Austrittsöffnung diffundiert.
- Um möglichst glatte Flächen zu erhalten, die die Bewegung @@@ Pul@@@teilchen wenig behindern, ist da@ Mischge@@@@ @@@stückig aus glas@@@@@@@@@@@@@@@ Ku@@@@@@@ hergestellt. Auf seiner Oberseite kann zusätzlich ein Wärmelüfter angeordnet sein, der bei Kälte das Mischgehäuse erwärmt und so dazu beiträgt, daß die Pulverteilchen sich schneller lösen.
- Bei staubenden Produkten ist bei der Dosiervorrichtung vorteilhaft unterhalb des Ablauf trichters des Mischgehäuses ein Wasserejektor angeordnet. Mit diesem bekommt man einen Unterdruck im Mischgehäuse und eine kontrollierte Luftströmung im Luftkanal der Dosierschnecke.
- Die kanalisierte Luftbewegung führt Staubpartikel mit sich und zieht sie ins Wasser.
- Durch die Gestaltung des Oberteils des Vorratsbehälters als Zyklonabscheider wird eine gute Trennung von Transportluft und Pulvermaterial erreicht.
- Bei der erfindungsgemäßen Dosiervorrichtung läßt sich der Vorratsbehälter durch die Vakuumeinheit schnell und staubfrei füllen. Das Pulvermaterial kann im Vorratsbehälter lär gere Zeit auch in feuchten Betriebsräumen gelagert werden, ohne daß seine Eigenschaften durch Feuchtigkeitsaufnahme beeinträchtigt würden.
- Feuchtigkeitsaufnahme des Pulvers besonders bei Stillstand der Dosierschnecke und "Durchfließen", das durch Vibration von Pumpen und Rührwerken verursacht wird, verhindert eine @@@@@ vor dem Materialaustritt. Uberraschend kann durch @@ wählbare Gewichtsbelastung der Klappe bei jedem Material mit gefüllter Schnecke gefahren und eine optimale Dosiergenauigkeit erzielt werden.
- Durch die besondere Wasserführung im Mischgehäuse und die Gestaltung des Bodens werden die Pulverteilchen intensiv mit Wasser benetzt und ihre Auflösung beschleunigt. Die Rührzeit im anschließenden Mehrkammersystem der Dosieranlage kann somit auf ein Minimum begrenzt werden, was sich auf die Wirksamkeit der Flockungshilfsmittellösungen gunstig auswirkt.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.
- Es zeigen: Figur 1 einen Schnitt durch die erfindungsgemäße Dosiervorrichtung ohne Vorratsbehälter, Figur 2 einen Schnitt durch den Vorratsbehälter der Dosiervorrichtung in kleinerem Maßstab als Figur 1.
- Die erfindungsgemäße Dosiervorrichtung ist im wesentlichen aus einem Vorratsbehälter 1 mit aufgesetzter Vakuumeinheit 2, einer Dosierschnecke 3 mit Gehäuse 4 und einen Mischgehäuse 5 aufgebaut.
- Der Vorratsbehälter 1 weist ein mittleres zylindrisches Teilstück 6 auf, das nach oben und unten in konisc Teilstücke 7, 7' übergeht. Der Vorratsbçehälter 1 ist vorzugs weise aus glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellt.
- Man erhält so glatte Flächen, die eine Brückenbildung des Materials verhindern. In das obere Teilstück 7 führt an der Seite tangential ein Stutzen 8, dessen Austrittsöffnung in den Vorratsbehälter konisch zuläuft.Den Vorratsbehälter 1 verschließt auf der Oberseite die Vakuumeinheit 2, die mit einem Tauchrohr 9 in das obere Teilstück 7 hineinreicht. Ein Doppelfilter 10 im Tauchrohr 9 verschließt die Öffnung zur Vakuumeinheit 2.
- Der Vorratsbehälter 1 ist über einen Einlauftrichter 11 mit dem Gehäuse 4 der Dosierschnecke 3 verbunden. Die Dosierschnecke 3 ist in abgedichteten, wartungsfreien Lagern gelagert. Sie wird an einem Ende von einem Motor 12 angetrieben. Der Motor 12 besitzt ein Schneckengetriebe und eine Zahnradübersetzung mit fester Kapazitätswahl. Es kann aber auch ein stufenlos umstellbarer Regelmotor eingesetzt werden. Zur Materialaustrittsseite ist das Gehäuse 4 der Dosierschnecke von einem Kanal 13 umgeben. Der Kanal 13 führt Transportluft bzw. Warmluft bei Stillstand der Dosierschnecke. Der Materialaustritt der Dosierschnecke 3 wird von einer Klappe 14 verschlossen. Die Klappe 14 wird durch ein einstellbares Gewicht 15 gegen die Materialaustrittsöffnung gedrückt.
- Auf der Materialaustrittsseite reicht ein Teil der Dosierschne.ckc' riit C#t'hä'irt (, h 1 #ppc 14 unel Luftkanal 13 in das Mischgehäuse 5. Das Mischgehäuse 5 ist vorzugsweise aus glasfaserverstärktem Kunststoff als einstückiges Teil hergestellt. An seinem oberen Ende ist ein Rand angeformt, auf dem ein Deckel 16 aufliegt. Auf dem Deckel 16 kann zusätzlich noch ein Wärmelüfter 17 angeordnet sein, durh den Warmluft über eine öffnung im Deckel in das Mischgehäuse 5 gebracht wird. Der Boden des Mischgehäuses 5 weist eine äußere, ringförmige Rinne 18 auf, in die über einen Zulauf 19 der Wassereintritt tangential erfolgt. Zur Mitte des Mischgehäusebodens hin geht die Rinne 18 in einen Ablauf trichter 20 über. Der Hals des Ablauftrichters 20 ist mit einem Wasserejektor 21 verbunden. Der Wasser--ejektor 21 weist eine seitliche Wasserzuführung und einen Wasserabfluß auf.
- Bei der Dosiervorrichtung wird pulverförmiges Material über eine Saugleitung (nicht gezeigt) am Stutzen 8 in den Vorratsbehälter 1 hochtransportiert und über einen Zyklonabscheider im oberen Teil des Vorratsbehälters 1 abgeschieden Die Transportluft tritt gefiltert am Kopf der Behälteranordnung in den Betriebsraum aus. Das pulverförmige Material wird über die Dosierschnecke 3 und Klappe 14 dosiert dem Míschgellause 5 zugetragen. Vom Materialaustritt der Dosierscllnecke 3 fällt es auf die Trichterwand des Ablauftrichters 2, die durch die besondere Anordnung des Mischgehäusebodens und der tangentialen Wasserzuführung ständig mit X b# ~# trt wird. L'PJl#L 1. iQ'll#1werden von sO benetzt. Benetzung und anschließender Lösevorgang werden noch beschleunigt durch die milde Bewegung des Wassers, das die benetzten Teilchen auf Spiralbahnen in den Trichterhals des Ablauftrichters führt. Vom Wasserejektor 21 wird das Gemisch anschließend einem Mehrkammersystem mit Rührwerke zugeführt.
- Leerseite
Claims (6)
- Patentansprüche 1. Dosiervorrichtung, insbesondere für pulverförmige Flockungshilfsmittel, bei der ein Vorratsbehälter mit einem Einlauftrichter oberhalb einer Dosierschnecke angeordnet ist, die an einem Ende einen Motor aufweist und mit dem anderen Ende, das beheizbar ist, in ein Mischgehäuse mit einem Wasserzulauf und -ablauf reicht, dadurch gekennzeichnet, - daß das Gehäuse (4) der Dosierschnecke (3) am Materialaustritt in das Mischgehäuse (5) mit einer gewichtsbelasteten Klappe (14) versehen ist, - daß der Boden des Mischgehäuses eine äußere, ringförmige Rinne (18) mit tangentialem Wasserzulauf (19) und einen Ablauf trichter (20) in der Bodenmitte aufweist, - daß am Kopf des Vorratsbehälters (1) zum Materialtransport eine Vakuumeinheit (2) angeordnet ist.
- 2. Dosiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (4) der Dosierschnecke (3) auf der Materialaustrittsseite einen äußeren Ringkanal (13) für Transport- bzw. Warmluft aufweist.
- 3. Dosiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Mischgehäuse (5 ) einstückig aus glasfaservcrstärktem Xunststoff hergestellt ist.
- 4. Dosiervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Oberseite des Mischgehäuses (5 ein Wärmelüfter (17) angeordnet ist.
- 5. Dosiervorrichtung nach einem der AnsprUche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ablauftrichter (20) des Mischgehkuses mit einem Ejektor (21) verbunden ist, in dem die Wasserführung senkrecht zu der im Trichterauslauf erfolgt.
- 6. Dosiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichne daß das Oberteil (7) des Vorratsbehälters (1) als Zyklonabscheider ausgebildet ist.
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| DE19823219902 DE3219902A1 (de) | 1982-05-27 | 1982-05-27 | Dosiervorrichtung fuer pulverfoermige flockungshilfsmittel |
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| DE3219902A1 true DE3219902A1 (de) | 1983-12-01 |
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Family Applications (1)
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| DE (1) | DE3219902A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20009961U1 (de) | 2000-06-06 | 2000-10-26 | F & P Sortiertechnik GmbH, 95028 Hof | Dosierreaktor für die Aufbereitung von Rohwasser und Anlage für die Aufbereitung von Trinkwasser |
| CN106994318A (zh) * | 2017-05-27 | 2017-08-01 | 湖北华丹医药科技股份有限公司 | 一种高效、实用的真空进料系统装置 |
| WO2017215832A1 (de) * | 2016-06-13 | 2017-12-21 | BSH Hausgeräte GmbH | Haushalts-geschirrspülmaschine mit einem dosiersystem für feststoff-zugabemittel und entsprechendes verfahren |
| EP3556733A4 (de) * | 2016-12-15 | 2020-07-08 | Institute of Oceanology Chinese Academy of Sciences | Vorrichtung und verfahren zur kontrolle von algenblüten mit modifiziertem ton |
-
1982
- 1982-05-27 DE DE19823219902 patent/DE3219902A1/de not_active Withdrawn
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